Mythologie & Weltgeschichte » Indien:
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#2

RE: Indien:

in Mythologie & Weltgeschichte 20.03.2012 13:17
von Adamon • Nexar | 14.588 Beiträge

http://grenzwissenschaft-aktuell.blogspo...deckt-auch.html

Byse/ Indien - Indische Wissenschaftler haben eine megalitjische Anlage im südindischen Bundesstaat Karnataka erstmals exakt vermessen und dabei aufgezeigt, dass die Anlage nach astronomischen Gesichtspunkten angelegt wurde. Damit erbringen die Forscher erstmals den Beweis, dass auch auf dem indischen Subkontinent bereits während der Eisenzeit astronomische Beobachtungen mit Hilfe von Steinsetzungen betrieben wurden.

Wie der Architekturwissenschaftler Srikumar M. Menon von Manipal University, der Astrophysiker Mayank N. Vahia von der Tata Institute of Fundamental Research und und Kailash Rao, ebenfalls von der Manipal University aktuell im von der Indischen Akademie der Wissenschaften herausgegebenen Fachmagazin "Current Science" berichten, gab es trotz einer vielfältigen megalithischen Kultur bislang keine Belege für entsprechende Bauten mit astronomischer Ausrichtung im Indien der Eisenzeit. Hingegen sind derartige Bezüge für vergleichbare Bauten zur gleichen Zeit in Europa, wie etwa die Steinkreise von Stonehenge und Avebury in England, schon lange bekannt.

Archäologen datieren die Bauzeit der meisten indischen Megalithanlagen auf ein Alter von 5.000 bis 2.500 Jahre mit letzten Bauphasen noch bis ins Jahr 500 n. Chr. In ihrer Studie belegen die Wissenschaftler nun erstmals, dass zumindest eine dieser Anlagen, das Steinfeld vor den Toren des Dorfes Byse, nach astronomischen Gesichtspunkten erbaut und wahrscheinlich auch so genutzt worden war.


Die Winkelausrichtung der Steine von Byse. | Copyright: S. M. Menon, M. N. Vahia, K.Rao

Die Steinsetzung selbst wird als Nilaskal Byana und somit als das "Feld der stehenden Steine" bezeichnet. Auf einer kleinen Lichtung unweit des Städtchens Hosanagara waren einst 26 Menhire aufgerichtet, die 1975 erstmals als solche beschrieben wurden. Heute stehen nur noch 13 dieser Steine aufrecht. Der größte Menhir misst 3,6 Meter Höhe, ist 1,6 Meter breit und 25 Zentimeter dick. Insgesamt sind die Steine in zwei Hauptgruppen auf einer Fläche von 30 (O-W) mal 60 Metern (N-S) positioniert.

Die Forscher fanden bei ihren Untersuchungen von 2007 bis 2010 insgesamt 19 Ausrichtungen von Steinen auf die Sonnenwendpunkte am Horizont, die vom Zentrum aus über mindestens zwei Steine angepeilt werden können. Eine zufällige Ausrichtung der Blicklinien halten die Forscher für ausgeschlossen.

"Zum ersten Mal kann damit gezeigt werden, dass auch indische megalithische Monumente nach Sonnenständen und möglicherweise weiteren astronomischen Fixpunkten ausgerichtet wurden", so die Forscher abschließend.




Der Größte Menhir im "Feld der stehenden Steine" nahe Byse. | Copyright: S. M. Menon, M. N. Vahia, K.Rao


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#3

RE: Indien:

in Mythologie & Weltgeschichte 24.01.2013 20:03
von Adamon • Nexar | 14.588 Beiträge

http://grenzwissenschaft-aktuell.blogspo...it-edition.html

Arbeiten beginnen: Forscher erstellen Edition ältester Handschriften des indischen Buddhismus
München (Deutschland) - Eng in der heute ausgestorbenen indischen Regionalsprache Gandhari verfasst, offenbaren langen Rollen aus Birkenrinde die ältesten erhaltenen Handschriften des indischen Buddhismus überhaupt. Deutsche Wissenschaftler haben nun damit begonnen, diese Dokumente zu editieren. Das Mammutprojekt ist auf ganze 21 Jahre ausgelegt und stellt damit eines der größten geisteswissenschaftlichen Forschungsprogramme der Bundesrepublik Deutschland dar.

Gefunden wurden die Fragmente der Birkenrinderollen in der einstigen Region Gandhara, wie der Nordwesten Pakistans früher hieß. Für die Buddhismus-Forschung sind die Handschriften eine Sensation. "Da ist zum einen das Alter der Dokumente, die bis ins erste Jahrhundert vor Christus datieren" erläutert die Pressemitteilung der Ludwig-Maximilians-Universität München (LMU) die Arbeiten. "Damit enthalten sie die bei weitem ältesten schriftlichen Überlieferungen des indischen Buddhismus. Auch ihr Inhalt überwältigt die Fachleute. Sie ermöglichen Einblicke in eine Literatur, die bislang als vollständig verloren galt, und sie helfen, entscheidende Entwicklungsschritte des indischen Buddhismus zu rekonstruieren. Zudem bestätigen die Rollen die Bedeutung Gandharas für die Verbreitung des Buddhismus nach Zentralasien und China."

Das Team um den LMU-Indologen Professor Jens-Uwe Hartmann und Professor Harry Falk von der Freien Universität Berlin arbeitet vornehmlich mit Scans der hauptsächlich nur in extrem brüchigen Fragmenten und verstreut über verschiedene Sammlungen vorliegenden Schriften. Welche Herausforderung das ist, zeigt die Laufzeit des Projekts der Bayerischen Akademie der Wissenschaften: Es ist auf 21 Jahre angelegt und hat ein Gesamtvolumen von 8,6 Millionen Euro. Finanziert wird es im Rahmen des Akademienprogramms, das der Erschließung, Sicherung und Vergegenwärtigung unseres kulturellen Erbes dient. Es ist eines der größten geisteswissenschaftlichen Forschungsprogramme der Bundesrepublik Deutschland und wird von der Union der deutschen Akademien der Wissenschaften koordiniert.

Ziel des Projekts ist es, "alle Gandhari-Handschriften zu edieren und sie damit für die weitere Forschung verfügbar zu machen. Außerdem sollen ein Wörterbuch und eine Grammatik der Gandhari-Sprache entstehen, und es soll vor allem eine Geschichte der Literatur und des Buddhismus in Gandhara erarbeitet werden. Schon jetzt ist abzusehen, dass die Ergebnisse zu einem neuen Verständnis der Frühphase des indischen Buddhismus führen werden."

Kernstück des Projekts soll die entstehende Datenbank sein, in der alle Informationen gesammelt und verknüpft werden. Sie wird die Grundlage für digitale und gedruckte Publikationen bilden und der internationalen Fachwelt den Zugriff auf die laufend erarbeiteten Daten ermöglichen.



Eine der auf Birkenrinde überlieferten buddhistischen Handschriften. | Copyright/Quelle: uni-muenchen.de


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#4

RE: Indien:

in Mythologie & Weltgeschichte 28.10.2018 06:30
von Adamon • Nexar | 14.588 Beiträge

https://www.grenzwissenschaft-aktuell.de...indien20181010/

Felszeichnungen deuten auf unbekannte Kultur in Indien:


Luftbild einer von zahlreichen anthropomorphen Felszeichnungen der der indischen Konkan-Region.
Copyright/Quelle: BBC Marathi
Mumbai (Indien) – Die Entdeckung zahlreicher bislang der Forschung unbekannter Felszeichnungen im zentralindischen Bundesstaat Maharashtra stellt Wissenschaftler vor ein Rätsel und legt eine rund 12.000 Jahre alte, bislang ebenso unbekannte wie mysteriöse indische Kultur nahe. Das Rätsel ist umso größer, zeigen einige der Darstellungen doch eindeutig Tierarten, die zur damaligen Zeit in Indien gänzlich unbekannt waren.

Wie die BBC berichtet, liege die Anzahl der seit einigen Jahren entdeckten Geo- und Petroglyphen mittlerweile bei mehreren Tausend. Eine Vielzahl davon finden sich in den Boden eingescharrt und eingeritzt, auf den Gipfeln zahlreicher Hügel in der Konkan-Region Maharashtras, andere sind Teile von Tempeln oder an abgelegenen Felswänden.

Die meisten der kunstvollen und komplexen Darstellung waren Einheimischen zwar bekannt, mittlerweile jedoch vielfach von Pflanzen überwuchert. In anderen Fällen wurden und werden die Felszeichnungen noch heute von einigen Einheimischen verehrt und sind Teil der lokalen Folklore. Abgebildet wurden zahlreiche Tierarten, Vögel, menschliche Figuren und geometrische Muster.



Laut dem Direktor des staatlichen Archäologischen Instituts von Maharashtra, Tejas Garge, wurden die Petroglyphen auf ein Alter von rund 12.000 Jahren datiert. Entdeckt wurden die ersten Beispiele von Forschern um Sudhir Risbood und Manoj Marathe, die sich nach der Entdeckung erster Exemplare auf die Suche nach weiteren Mustern machten. Durch die Mithilfe der lokalen Bevölkerung wurden der Forschung so immer mehr Petroglyphen bekannt. Während sich die Felszeichnungen im Umfeld von 52 lokalen Dörfern fanden, waren den Bewohnern dieser Dörfer nur in fünf Fällen die Existenz der Petroglyphen bekannt.


Eine von zahlreichen Nashorn-Darstellungen.
Copyright/Quelle: BBC Marathi

Wie die Forscher berichten, scheinen die meisten der Felszeichnungen von einer Kultur aus Jägern und Sammlern erstellt worden zu sein: „Wir haben bislang keine einzige Darstellung landwirtschaftlicher Aktivitäten gefunden“, erläutert Garge. „Dafür aber jene von Jagdszenen, von Tieren zu Lande, zu Wasser und in der Luft. Dieser Umstand legt nahe, dass diese Kultur von der Jagd zur Nahrungsbeschaffung abhängig war.“ Die Wissenschaftler zeigen sich zudem davon überzeugt, dass die Künstler die dargestellten Tiere auch tatsächlich gesehen hatten.

Doch genau diese Schlussfolgerung stellt die Forscher zugleich auch vor ein Problem: „Die meisten der dargestellten Tiere sind hier bekannt. Es gibt Abbildungen von Haien und Walen, sowie von Säugetieren, Vögeln und Amphibien wie Schildkröten“, berichtet Garge. „Dann gibt es da aber auch Darstellungen von Tieren wie Nilpferden und Nashörnern (s. Abb. l.), wie sie in diesem Teil Indiens nicht auf natürliche Weise beheimatet waren.“

Angesichts dieser Darstellungen stehen die Forscher nun also vor der Frage, wie die Künstler diese Tiere so naturgetreu darstellen konnten? Stammten sie vielleicht selbst aus Afrika? Für die damalige Zeit ein eher ungewöhnliches aber nicht gänzlich auszuschließendes Szenario. Oder waren diese Tiere zur Entstehungszeit der Felszeichnungen auch in Indien beheimatet – ohne, dass die Wissenschaft dies bislang wusste und sich für ihre Existenz Beweise in Form von Fossilien und anderen Funden finden lassen?

Zum Schutz und zur weiteren Erforschung der Petroglyphen hat die Regierung von Maharashtra 3,2 Millionen Dollar zur Verfügung gestellt.

© grenzwissenschaft-aktuell.de


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