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#1

Wolfsmilchgewächse:

in Pflanzen: 20.05.2010 04:31
von Adamon • Nexar | 14.588 Beiträge

EUPHORBIACEAE - WOLFSMILCHGEWÄCHSE

BOTANIK

Überabteilung: Samenpflanzen (Spermatophyta)
Abteilung: Bedecktsamer (Magnoliophyta)
Klasse: Dreifurchenpollen-Zweikeimblättrige(Rosopsida)
Unterklasse: Rosenähnliche (Rosidae)
Ordnung: Malpighiales
Familie: Wolfsmilchgewächse (Euphorbiaceae)
Gattung: Wolfsmilch (Euphorbia)
Art: Euphorbia milii ( als Beispiel)


Der Botanische Name Euphorbia leitet sich von Euphorbos, einem Leibarzt des Königs Juba II. von Mauretanien (etwa 50 v. Chr. bis 23/24 n. Chr.) ab. Er wurde dieser Gattung durch Linné 1753 (Spec. Pl. (ed. 1), 450) zugeordnet.

Der deutsche Name Wolfsmilch soll an den „beißenden“ Milchsaft der Pflanzen erinnern. Manche deutsche Namensgebungen sind regional verschieden und klingen teilweise seltsam, ich werde sie der Form wegen aufführen. Ansonsten sollte man die BOTANISCHE BEZEICHNUNG grundsätzlich benutzen, damit keine Missverständnisse enstehen ( und dabei enstehen durch ständige Namens- und Zugehörigkeitsänderungen schon genug Missverständnisse )


EUPHORBIA gehört zu meinen persönlichen Favoriten und ich kultiviere einige davon, aber nicht alle Euphorbien sind uneingeschränkt für die Haltung in Haus und Wintergarten geeignet. Von den sogenannten Baumeuphorbien ist DRINGEND ABSTAND ZU NEHMEN !!!

Sind euch in Floristikläden, Gartenfachmgeschäften oder Baumärkten schon diese attraktiven Euphorbia-„Säulen“ aufgefallen? Wunderschöne, kräftige Pflanzen, die man sich gut in einem sonnigen Wintergarten oder an einem geräumigen Südfenster vorstellen könnte? GENAU DIESE SIND GEMEINT !!!


Diese „Säulen“ sind bewurzelte Äste von Baumeuphorbien wie Euphorbia abyssinica, candelabrum, ingens uva. In ihren natürlichen Habitaten bilden diese Arten riesige ( mind.10 Meter hohe ) expansive „ Bäume“, die durch ihre imposante, bizarre Gestalt die Landschaft prägen. In der Topf- und Kübelkultur tun diese Euphorbien nichts anderes; die Pflanzen wollen eben jene Größe und Gestalt erreichen. Dabei sind Zuwächse von mehr als einem Meter pro Jahr durchaus üblich und der Besitzer besagter Euphorbien braucht sich nicht eines großartig grünen Daumens zu rühmen. Baumeuphorbien wachsen um so expansiver in Höhe und Breite, je größer sie sind. Das führt unweigerlich dazu, daß sie innerhalb kurzer Zeit an die Grenzen menschlichen Lebensraumes stossen, nämlich an die Decke. Die Triebenden können unmöglich genügend Licht erhalten ( SIEHE FAKTOR LICHT ) und die lichthungrigen Pflanzen, vergeilen, werden krank und sterben langsam und qualvoll ab.

Beschneiden ??? Netter Versuch, der auch durchaus funktioniert, ABER....jeder Schnitt führt dazu, daß die Pflanze sich weiter verzweigt und diese Verzweigungen auch beschnitten werden müssen und wieder beschnitten ...und wieder... Da die Pflanzen praktisch jedes Jahr kräftig zurückgeschnitten werden müssen, wird diese auch nicht ungefährliche Prozedur bald lästig. ( HEFTIGE DORNEN und für WOLFSMILCHGEWÄCHSE ÜBLICHER GIFTIGER MILCHSAFT ) Der arttypische Wuchs geht dabei verloren und verkorkende Schnittstellen sind das kleinste Übel.

Kultivierung am Zimmerfenster oder in einem Gewächshaus üblicher Größe ist für Baumeuphorbien NICHT ARTGERECHT und nur bei Jungpflanzen möglich. Die Pflanzen werden einfach viel zu flott viel zu groß.

WER SICH FÜR BAUMEUPHORBIEN INTERESSIERT UND BEGEISTERT: ....VERZICHTE BITTE IM INTERESSE DER BAUMEUPHORBIE AUF EINE KULTUR DIESER PFLANZE, DIE SOWIESO SCHEITERN UND NUR ZU EINEM QUALVOLLEN MARTYRIUM DER PFLANZEN FÜHRT.


Besucht eure Euphorbienfreunde im Botanischen Garten und bewundert die herrlichen Pflanzen in einem der riesigen Gewächshäuser.


ICH HABE BEREITS EINE BAUMEUPHORBIA IN KULTUR....WAS KANN ICH TUN ???


1. Ärgere Dich maßlos !!! Du bist auf die bizarre Schönheit einer harmlos erscheinenden Pflanze reingefallen und erhälst nun die Quittung .

2. Ärgere Dich noch weiter !!! Dir ist nicht eingefallen mit dem Verkauf NICHT für die Kultivierung geeigneter Euphorbien den schnellen Rubel zu machen. Die Nachfrage nach diesen Wuchsmonstern ist enorm und der Handel boomt...



LÖSUNGSVORSCHLÄGE

1. Bekämpfe Dein Problem, indem Du

1.1 die Baumeuphorbia mutig in die Mülltonne haust. Für die Euphorbie die schnellste und (auf Dauer betrachtet)schmerzärmste Alternative. ( HART, ABER LEIDER WAHR )

1.2 die Baumeuphorbie einem Botanischen Garten schenkst, die Gärtner, die diese Wuchsmonstrositäten kennen, werden sich freuen...die schnappen über vor Freude. Also lasse Dich in diesem botanischen Garten besser nie wieder blicken.

1.3 Eine Lösung zur Haltung dieser Euphorbien gibt es leider nicht. Man kann das unaufhaltsame Ende allenfalls einige Zeit hinauszögern. Stelle die Pflanze an ein Südfenster oder wenigstens in unmittelbare Nähe ( SIEHE FAKTOR LICHT ) eines solchen. Halte Sie „knochenhart“ , damit sie langsamer wächst. Gieße in der Vegetationszeit seltener (nicht weniger, SELTENER !!! ) und gebe in der Ruhezeit von Oktober bis April keinen Tropfen Wasser. Pflanze sie in Sukkulentenerde mit viel Sand sowie Kies und dünge nicht (gaaaaaaaanz selten)

1.3 Ziehe auf die Kanarischen Inseln und pflanze dort Deine Baumeuphorbie in freier Natur aus, sie wird sich prächtig und artgerecht entwickeln und Du hast eine wundervolle Pflanze in Deinem Garten.


Alternativen zu Baumeuphorbien gibt es reichlich in der Familie der Euphorbiaceae. Es existiert eine große Auswahl kleinbleibender und reichblühender, wuchsfreudiger Euphorbien, welche für die Pflege am Fensterbrett und in einem Wintergarten (Sukkulenten-, Savannen, Kanarenhaus) geeignet sind.


IN MEMORIAM

EINIGE TODESDELINQUENTEN:

EUPHORBIA „ACCURIENSIS“ ( KORREKT: E. ABYSSINICA )

Man bringt bringt hierzulande eine Baumeuphorbia unter dem Botanischen Namen E. accuriensis in den Handel. Botanisch betrachtet existiert diese Pflanze nicht. Ihr Name müsste E.abyssinica lauten. Auch E. acruensis ist botanisch nicht korrekt. SIE HEISST E. ABYSSINICA. NICHT KAUFEN, PFLANZENFREUND !!!!


EUPHORBIA TRIGONA

Diese Art ist am häufigsten auf Fensterbänken und in üblichen Wintergärten zu finden. ABSOLUT SCHLEIERHAFT, WIESO... !!!! E. trigona wächst eher strauchförmig , aber genauso rasch und unaufhaltsam wie ihre großen Schwestern. Sie wird viel zu flott viel zu groß und ist ( auf Dauer) nicht in üblicher Zimmerkultur am Leben zu erhalten.

E. trigona ist extrem LEIDENSFÄHIG !!! und wird meist kontinuierlich zu Tode gepflegt. Selbst nicht artgerechte Pflegebedingungen ( zu wenig Licht; fröhlich-winterliches Zu-Tode-Wässern ; ....) überlebt diese wunderbare Pflanze; dieses oft einige Jahre lang und dabei wächst E. trigona auch noch hervorragend und schnell. Sie gedeiht scheinbar prächtig , doch ist sie bereits am Ende, der Prozess des Absterbend zieht sich nur bei diesen harten Pflanzen seeeeeeeeeeeeehr lange hin. Wenn E. trigona dann nach einigen Jahren urplötzlich, ohne dass bei den Pflegefaktoren etwas verändert wird, kollabiert und abstirbt.....dann stehen einige Fragezeichen in den Gesichtern der Besitzer !!! NICHT KAUFEN, PFLANZENFREUND !!!!



EUPHORBIA INGENS

Droht Euphorbia ingens ( OH JA, SIE WIRD DROHEN...FAST BEDROHLICH MIT IHREM ENORMEN WACHSTUM ) die Zimmerdecke zu durchstoßen, frage den Fachmann. Sie ist eine der giftigsten Arten überhaupt


Beherzige in eigenen Interesse: Nicht ohne Schutzbrille und Atemschutz arbeiten, scharfes Messer verwenden, klares warmes Wasser zum Stillen des Wolfsmilchflusses bereithalten, d.h. die Schnittstellen sofort damit begießen oder wenn möglich tauchen. Falls wirklich vom Milchsaft etwas in den Mund oder in die Augen gelangt, mit klarem Wasser reichlich ausspülen und sofort zum Arzt gehen! Alle Arbeitsgeräte gründlichst mit heissem Wasser und Spüllauge reinigen, Handschuhe und Mundschutz entsorgen !!! Mit Euphorbia ist nicht zu spassen !!!

Und beschnitten muss sie werden, denn sie wird bekannterweise, viel zu flott viel zu groß... NICHT KAUFEN, PFLANZENFREUND !!!


http://www.biologie.uni-regensburg.de/Bo...rbia_ingens.jpg


WESTERN - K - A - K - T - U - S
Die Märkte einer gewissen Supermarktette boten in der 47. Kalenderwoche verstärkt einen „Westernkaktus“ an. Der Name stand groß auf dem Handgeschriebenen Preisschild. Es waren sehr stattliche Pflanzen von 70 cm Höhe. Der Preis betrug 17,95 EURO.

"Westernkaktus" klingt gut ist aber falsch und von "Euphorbia acuriensis" stimmt nur Euphorbia.

EUPHORBIEN GEHÖREN ZU DEN EUPHORBIACEA UND NICHT ZU DEN CACTACEAE, SIND ALSO FOLGLICH KEINE KAKTEEN UND WIE DER EUROPAMEISTER /FLORISTIK DARAUF KOMMT, EUPHORBIEN ALS HALBKAKTEEN ZU BEZEICHNEN IST MIR EIN RÄTSEL. ES GIBT KEINE HALBKAKTEEN !!!

Der Unterschied einer Euphorbia zu einem Kaktus lässt sich leicht feststellen. Den Pflanzenkörper mit einer Stecknadel anstechen. Bei einer Euphorbia tritt weißer und ( GIFTIGER ) Wolfsmilchsaft aus. Bei einem Kaktus wäre es nur eine wässrige Flüssigkeit.

Der botanisch korrekte Name ist Euphorbia abyssinica.


Sicher bekommt der Markt die Pflanzen mit diesen irreführend beschrifteten Etiketten. Kunden, die diese Pflanzen dann kaufen und weitere Informationen für einen Westernkaktus suchen sind die Gelackmeierten. Wie sollen sie Informationen zu einer Pflanze finden wenn sie noch nicht mal den korrekten botanischen oder deutschen Namen kennen, da ihnen diesen niemand sagen kann?

Zu allem Überfluß waren die Pflegehinweise auf dem Pflanzetikett teilweise falsch ( Nichts Neues, aber immer wieder ärgerlich !). Für die Pflanzenfreunde, die solch eine Pflanze gekauft haben, folgende Informationen:


Die Kultur ist im Prinzip einfach, wenn Wärme (min. 15°C, auch im Winter), winterliche Trockenheit, volle Sonne und ausreichend Platz gewährleistet sind.


Mit dem ausreichenden Platz gibt es aber für Privatleute schnell ein Riesenproblem. E. abyssinica wird ein mind. 10 m großer " Baum", der ausserdem sehr schnellwüchsig ist. SIEHE OBEN: KAUFT KEINE BAUMEUPHORBIEN, PFLANZENFREUNDE...

E. abyssinica ( Western K-A-K-T-U-S ):


GRUNDREGEL: PFLEGE EUPHORBIA ÄHNLICH WIE EINEN KAKTUS, NUR ÜBERWINTERE SIE TEMPERIERT BIS WARM !!!

WEITERE EMPFEHLENSWERTE ARTEN ZUR PFLEGE SIND:
E.GRANDICORNIS, E. MELFORMIS; E. OBESA, E. MAMMILARIS, E.MAMMILLARIS VARIEGATA E. AGGREGATA, E. ENOPLA UVA. INFORMATIONEN, PFLEGEANLEITUNGEN UND GENIALE BILDER DAZU SIND ZU FINDEN UNTER:

www.euphorbia.de


. - Was Du aufdeckst, - offenbart sich . -

"Die Erlösung kann nicht verdient, nur empfangen werden, - darum ist sie die Erlösung". -

"Es ist alles Illusion, - was nicht aus mir selber spricht,
- denn es ist ein Zusatz, - dieses Eine nicht". -

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#2

RE: Wolfsmilchgewächse:

in Pflanzen: 20.05.2010 04:32
von Adamon • Nexar | 14.588 Beiträge

EUPHORBIA RESINIFERA ( ECHTE WOLFSMILCH )

Euphorbiaceae - Wolfsmilchgewächse

In ihrem natürlichen Habitat, Marokko, wird die Pflanze bis zu 2 m hoch, bei uns erreicht sie nur etwa 50 cm. Aufgrund ihrer Größe ist diese Euphorbia für die Zimmerkultur geeignet und entwickelt sich an einem warmen Südfenster prächtig.

Licht: vollsonnig, auch halbschattige Standorte werden vertragen. Luftiger Standort. Anm besten ist die Süd bis Südwestlage geeignet. Im Sommer kann die Pflanze auch regengeschützt im Freien stehen, auch hier verträgt sie volle Sonne.

]Temperatur: Sie liebt einen stets temperierten bis warmen Standort, obwohl vorübergehend niedrigere Temperaturen bei völliger Trockenheit nicht schaden, im Winter benötigt E. resinifera mindestens 10°C. Am besten einfach im warmen Zimmer ( es kommt ja zu einer Nachtabsenkung ) stehen lassen. Pflanze liebt Frischluftzufuhr und verträgt trockene Luft sehr gut.

Feuchtigkeit: Im Sommer ziemlich wenig bis mäßig feucht halten, in der winterlichen Ruhezeit sparsam,fast gar nicht gießen( Temperaturabhängig ) Die Pflanze ist sukkulent und nimmt längere Trockenphasen nicht übel, zu viel Wasser ist tödlich !!!

PFLEGETIP:LIEBEVOLL VERNACHLÄSSIGEN !!!

Vermehrung: Seiten- und Basalsprosse abtrennen, in warmem Wasser kurz ausbluten und 3-4 Wochen an der Luft die Schnittwunde abheilen lassen; dann in leichtem, sandigem Substrat bewurzeln.

Erde: Kakteenerde mit 30-40% mineralischen Zusätzen wie Zusatzsand, feinkörniger Kies, Vulkansteingruss und Perlit. Immer an eine gute Drainageschicht denken, damit überschüssiges Wasser schnell ablaufen kann und die empfindsamen Saugwurzeln nicht leiden oder gar absterben. Beim Umtopfen nicht zu tiefe Töpfe verwenden und am besten Tontöpfe verwenden, da über die feinporige Tonwand Wasser besser verdunstet als über die undurchlässige Wand eines Plastiktopfes.

Dünger: Im sommerlichen Wachstum einmal im Monat niedrig dosiert düngen. Am besten mit speziellem, Kakteen- und Sukkulentendünger.


HINWEIS: ALLE EUPHORBIEN ENTHALTEN EINEN MEHR ODER WENIGER GIFTIGEN MILCHSAFT !!! VORSICHT !!!

Beim Schneiden, Umtopfen, Stecklinsvermehrung beachten:

Nicht ohne Schutzbrille und Atemschutz arbeiten, scharfes Messer verwenden, klares warmes Wasser zum Stillen des Wolfsmilchflusses bereithalten, d.h. die Schnittstellen sofort damit begießen oder wenn möglich tauchen. Alle Arbeitsgeräte gründlichst mit heissem Wasser und Seifenlauge reinigen, Handschuhe und Mundschutz entsorgen. Falls wirklich vom Milchsaft etwas in den Mund oder in die Augen gelangt, mit klarem Wasser reichlich ausspülen und sofort zum Arzt gehen! Der Milchsaft kann heftige Entzündungen und Ausschläge sowie Schlimmeres verursachen....


http://yann.cochard.free.fr/images/21/2189.jpg



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#3

RE: Wolfsmilchgewächse:

in Pflanzen: 20.05.2010 04:33
von Adamon • Nexar | 14.588 Beiträge

EUPHORBIA GRANDICORNIS ( GROSSHORNIGE/GROSSHÖRNIGE WOLFSMILCH )

Euphorbiaceae - Wolfsmilchgewächse


Die gewaltige, bizarr bedornte E. grandicornis wird in Kenia und Südafrika bis zu 2 m hoch . Die dreikantigen Triebe sind mit kräftigen, riesigen Dornen bewehrt. Eine der schönsten Euphorbien überhaupt und durch ihre Größe von 2m für expansive Südfenster und übliche Wintergärten ( Savannenklima) geeignet.

Standort: Hell, warm und luftig sollte der Standort sein. Trockene, warme Heizungsluft wird hervorragend vertragen .Im Sommer kann sie an einem regengeschützen Platz im Freien in voller Sonne stehen, die Nachttemperatur darf NIEMALS unter 15°C sinken !!!

Licht: vollsonnig bis leicht halbschattig. Süd, Süwest oder Westlage; im Winter soviel Licht wie nur möglich.Temperatur: warm bis sehr warm, im Winter mindestens 15°C, Bei Temperaturen unter 15°C kann es zu sogenannten Kälteflecken ( ebenso wie bei MELOKAKTUS ) kommen, die die Pflanze entstellen. Einfach am warmen Wohnzimmerfenster überwintern

Feuchtigkeit: leicht trocken bis mäßig feucht, im Winter trocken, in der Ruhezeit darf die Pflanze NICHT WACHSEN.

Vermehrung: abgeschnittene Teile in warmem Wasser ausbluten und vor dem "Einpflanzen" erst eine Woche lang an der Luft abheilen lassen. Dann bei 20-25°C Bodenwärme in sandigem Sübstrat bewurzeln. Die Vermehrung aus Samen ist ebenso möglich und einfach.

Erde: Kakteenerde mit etwa 30% lehmig-sandigen und mineralischen Zusätzen ( Sand, Kies, Perlit, Vulkansteingruß,...)

Dünger: wenig, im Wachstum ca alle sechs Wochen mit speziellem Kakteen- und Sukkulentendünger, niedrig dosiert.

LIEBEVOLL VERNACHLÄSSIGEN !!!

Beim Schneiden, Umtopfen, Stecklingsvermehrung beachten:

Nicht ohne Schutzbrille und Atemschutz arbeiten, scharfes Messer verwenden, klares warmes Wasser zum Stillen des Wolfsmilchflusses bereithalten, d.h. die Schnittstellen sofort damit begießen oder wenn möglich tauchen. Alle Arbeitsgeräte gründlich mit heissem Wasser und Seifenlauge reinigen, Handschuhe und Mundschutz entsorgen. Falls wirklich vom Milchsaft etwas in den Mund oder in die Augen gelangt, mit klarem Wasser reichlich ausspülen und sofort zum Arzt gehen! Der Milchsaft kann heftige Entzündungen und Ausschläge sowie Schlimmeres verursachen....



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#4

RE: Wolfsmilchgewächse:

in Pflanzen: 20.05.2010 04:34
von Adamon • Nexar | 14.588 Beiträge

EUPHORBIA CAPUT-MEDUSAE ( MEDUSENHAUPT )

Euphorbiaceae – Wolfsmilchgewächse

Die Familie der Euphorbien bringt viele Wuchsformen hervor, wie beispielsweise die Gorgonenhäupter, die eine gewisse Ähnlichkeit mit dem furchterregenden, schlangenumwundenen Haupt der Gorgone Medusa der griechischen Mythologie ( mit etwas Phantasie natürlich ) haben

Diese Art aus Südafrika bildet dünne, mit kleinen Blättern besetzte, bis 75cm lange, kriechende. Einige andere Arten sehen dieser Pflanze sehr ähnlich ( EUPHORBIA INERMIS ), was sehr leicht zu Verwechslungen führen kann. Die Pflanze bringt grüne, unscheinbare Blüten hervor.

Standort: Auf beheizter Fensterbank oder im Sukkulentengewächshaus, warm, hell und luftig. Ein regengeschützter Sommeraufenthalt im Freien ist möglich, wenn die Mindesttemperatur beachtet wird. Trockene Luft wird sehr gut betragen.

Licht: sonnig bis lichter Schatten. Südwest oder Westlage.

Temperatur: warm, niemals unter 12°C ( besser wärmer halten, bei mindestens 15°C ) Pflanze ist sehr kälteempfindlich

Feuchtigkeit: mäßige Feuchtigkeit, im Winter weniger bis wenig gießen. Relativ trocken überwintern, aber nicht ganz austrocknen lassen.

Vermehrung: aus Samen oder durch Stecklinge. Den austretenden Milchsaft nicht berühren ! Schnittstelle in warmes Wasser (zum Ausbluten ) oder in Holzkohlegrus tauchen und vor dem Einsetzen in sandiges Substrat etwa 10 Tage an der Luft die Schnittstelle abheilen lassen, danach in sandigem Substrat bewurzeln.

Erde: Kakteenerde mit 50% Zusätzen aus Bims, Lava , Granitgrus, Sand, Perlit.

Dünger: von April bis September ca alle vier Wochen Kakteendünger in niedriger Konzentration verabreichen.

http://www.callutheran.edu/Academic_Prog...ts/gar-4396.jpg


Ebenfalls zu den Gorgonenhäuptern zählend präsentiert sich aus Südafrika ( Kapgegend ) stammend EUPHORBIA INERMIS ( GORGONENHAUPT ), deren Pflege ähnlich der Euphorbia caput-medusae ist. Sie benötigt eine Mindesttemperatur von 15°C und ist ansonsten wie ihre Schwester E. caput-medusae zu pflegen

http://yann.cochard.free.fr/images/21/2188.jpg


Pflegehinweis:LIEBEVOLL VERNACHLÄSSIGEN



EUPHORBIA GORGONIS

Heimat: RSA, Capeprovinz, Uitenhage Distrikt, Hügel zwischen den Flüssen Sundays und Zwartkops.

Habitus: E. gorgonis ist eine dornenlose, kleine Eiuphorbie, eine typische Vertreterin der Gorgonenhaupt-Euphorbien. Der Hauptstamm mit verdickter Pfahlwurzel erreicht einen Durchmesser von ca. 5-10cm Dicke. Die Seitentriebe sitzen um den leicht eingesenkten Scheitel und sind 0,8 bis 2,5cm lang (in Kultur bei ungünstigem Lichteinfall. bis 5cm). Es sind nur 2-5 Kränze der jungen Seitentriebe vorhanden, welche über die Erde wachsen. Blätter sind klein und fallen bald ab.
Nur an den Seitentrieben erscheinen die einzelstehenden 6-10mm lang gestielten Cyathien. Die purpurroten Honigdrüsen haben einen auffälligen Geruch.

Kultur: Wegen der Pfahlwurzel sollten tiefe Töpfe verwendet werden. Der optimale Platz ist sonnig und kann zwischen Mai und September im regengeschützen Freien sein. Dies ist vorteilhaft, so bleiben die Seitentriebe gedrungen. Auch auf der sonnigen Fensterbank bleiben die Seitentriebe im Gegensatz zu anderen Gorgonenhäuptern gedrungen ( Z.Bsp.: Euphorbia flanaganii neigt zu Geilwuchs). Die Ruhezeit liegt zwischen Oktober und März und sollte bei absolut bis relativ trockenem Substrat eingehalten werden.. Die Temperaturen liegen günstigst um 10-15°C. Mässige Bodenfeuchte in der Wachstumszeit, durchdringendes Giessen, aber gut abtrocknen lassen zwischen den Giessabständen. Gedüngt werden sollte wenig, niedrig konzentriert mit speziellem Sukkulenten- / Kakteendünger. Umpflanzen sollte man selten, so bleiben die Pflanzen kompakt.

Nur aus Samen gezogene E. gorgonis entwickeln den arttypischen Habitus.


EUPHORBIA PUGNIFORMIS

Die Temperatur sollte nicht unter 15°C sinken; etwas Bodenwärme ist günstig. Trockene Luft wird hervorragend vertragen Auch in zentralbeheizten Räumen ist die Haltung unproblematisch. Viel Licht und einen sonnigen Stand aber auch leichten Schatten oder Halbschatten verträgt sie ausgezeichnet. Ein locker-luftiges Sukkulentensubstrat wird bevorzugt (60-80% Kakteenerde und 40-20% mineralischer Anteil). Während der Wachstumszeit im Sommer sollte mäßig gewässert werden. Im Winter ist weniger zu giessen. Von April bis September mit Kakteendünger in niedriger Konzentration versorgen.

Weitere "Gorgonenhäupter"

Euphorbia caput-medusae ist der Klassiker unter den sogenannten Gorgonen-/Medusenhaäptern der Gattung Euphorbia. Sie stammt aus der RSA Capeprovinz und bildet ein Caudex bis zu 8 inches im Durchmesser. Die triebe sind länglich schlangenartig und erinnern an die schaurige Schönheit der Gorgone Medusa der Griechischen Mythologie.

Euphorbia inermis ähnelt E. caput-medusae, ist nur im Ganzen etwas schlanker mit längeren Tentakeln und oberirdischem Caudex. Sie stammt genauso aus RSA Capeprovinz.

Euphorbia decepta stammt auch aus der Capeprovinz RSA. Ihr Caudex ist 2 bis 4 Zoll stark,und die Triebe sind r als ein Zoll . In ihrem natürlichen Habita blattabwerfend, bleiben diese in Kultur meist das ganze Jahr hindurch erhalten.

Euphorbia flanaganii ist eine der häufigsten in Kultur zu findenden Medusenhäuptern. Und eine der am leichtesten zu haltenden. Der zentrale Caudex ist im Allgemeinen zwei oder drei Zoll über der Erde, wächst schnell, verbreitert sich bereitwillig und kann eine Schale mit „medusoiden“ Trieben rasch ausfüllen.
Von dieser Art existiert auch E. flanaganii fa. Cristata. Cristataformen verfügen über einen veränderten Vegetationspunkt ( Laune der Natur ) und nehmen ein ungwöhnliches Aussehen an.

Euphorbia fortuita stammt aus Ladismith Capeprovinz / RSA. Sie wächst aus einem knotigen Caudex und steife, zylinderförmige Triebe von etwa 4 Zoll bis ca 8 Zoll Länge kennzeichnen dieses Medusenhaupt.

Euphorbia gorgonis hat ihr natürliches Habitat in der Capeprovinz / RSA nahe Grahamstown. Der Caudex ist meistens unterirdisch, hat kurze, tentakelähnliche Triebe, die sich bei starkem Lichteinfall rötlich färben.

Euphorbia woodii stammt aus Natal / RSA und ähnelt E. flanaganii im Aussehen. Der Großteil des Caudex und der Rübenwurzel liegt unterirdisch..

Euphorbia Pugniformis stammt aus der RSA / Östliche Capeprovinz und vertritt die typische Form der mdeusen-/Gorgonenhaupteuphorbien. Sie ist auch unter dem Synonym E. procumbens bekannt und es existieren ebenfalls Cristataformen.

Euphorbia schoenlandii hat einen wie eine riesige Essiggurke geformten Stamm mit vorstehenden Tentakeln und breitet sich mit zunehmendem Alter aus. Eine der schönsten unter den Gorgonenhäuptern.


Beim Schneiden, Umtopfen, Stecklingsvermehrung beachten:

Nicht ohne Schutzbrille und Atemschutz arbeiten, scharfes Messer verwenden, klares warmes Wasser zum Stillen des Wolfsmilchflusses bereithalten, d.h. die Schnittstellen sofort damit begießen oder wenn möglich tauchen. Alle Arbeitsgeräte gründlich mit heissem Wasser und Seifenlauge reinigen, Handschuhe und Mundschutz entsorgen. Falls wirklich vom Milchsaft etwas in den Mund oder in die Augen gelangt, mit klarem Wasser reichlich ausspülen und sofort zum Arzt gehen! Der Milchsaft kann heftige Entzündungen und Ausschläge sowie Schlimmeres verursachen....



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#5

RE: Wolfsmilchgewächse:

in Pflanzen: 20.05.2010 04:35
von Adamon • Nexar | 14.588 Beiträge

EUPHORBIA TIRUCALLI ( BLEISTIFTPFLANZE )

Euphorbiacea - Wolfsmilchgewächse

Standort: Pflanze an einen warmen, sonnigen und luftigen Fensterplatz Platz stellen. Süden oder Südwest und Westaurichtung. Pflanze verträgt trockene Luft hervorragend.

Licht: vollsonnig bis halbschattig, im Winter so hell wie möglich

Temperatur: mäßig warm bis warm, im Winter etwas kühler, niemals unter 12°C. Pflanze liebt Frischluftzufuhr.

Feuchtigkeit: ziemlich trocken halten, während der Ruhezeit nur so trocken halten, daß die Triebe nicht schlaff werden. Ein Zuviel schadet immer, ein Zuwenig ist die Pflanze aus ihrer Heimat gewohnt.

Vermehrung: ausgereifte Stengel an einem Blattknoten abtrennen, eine Woche lang an der Luft die Schnittstelle abheilen lassen und dann in einem sandigen, trockenen Substrat bewurzeln.

Erde: Kakteenerde mit 70% mineralischen Zusätzen wie Sand, Kis, Bims, Vulkansteingruss, Perlit. Wichtig beim Umtopfen: Gute Drainageschicht.

Dünger: im sommerlichen Wachstum höchstens alle 30 Tage düngen. Natürlich mit speziellem Kakteendünger/Sukkulentendünger.

E. tirucalli kann recht groß werden, erreicht aber nicht die Größe der Baumeuphorbien. Auch sie kann jederzeit zurechtgeschnitten werden, was ihrem Wuchs guttut.

Pflegehinweis: LIEBEVOLL VERNACHLÄSSIGEN

Beim Schneiden, Umtopfen, Stecklingsvermerung beachten:

Nicht ohne Schutzbrille und Atemschutz arbeiten, scharfes Messer verwenden, klares warmes Wasser zum Stillen des Wolfsmilchflusses bereithalten, d.h. die Schnittstellen sofort damit begießen oder wenn möglich tauchen. Alle Arbeitsgeräte gründlich mit heissem Wasser und Seifenlauge reinigen, Handschuhe und Mundschutz entsorgen. Falls wirklich vom Milchsaft etwas in den Mund oder in die Augen gelangt, mit klarem Wasser reichlich ausspülen und sofort zum Arzt gehen! Der Milchsaft kann heftige Entzündungen und Ausschläge sowie Schlimmeres verursachen....



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#6

RE: Wolfsmilchgewächse:

in Pflanzen: 20.05.2010 04:35
von Adamon • Nexar | 14.588 Beiträge

EUPHORBIA MILII ( GlÄNZENDE WOLFSMILCH / CHRISTUSDORN )(Syn. EUPHORBIA SPLENDENS)

Euphorbiaceae - Wolfsmilchgewächse


Die starkbedornte, strauchartige Pflanze aus Madagaskar hat stumpf-eirunde bis länglich-spatelige Blätter. Die Blüten werden jeweils von zwei gefärbten Hochblättern umgeben (BRAKTEEN) Die Hochblätter sind bei der eigentlichen Art leuchtend zinnoberrot, bei Kultursorten bzw. Hybriden verschiedenartig rot, rosa, rosarot, weiss und leuchtend gelb.

Standort: Im Sommer kann man die Pflanze auch geschützt ins Freie stellen. Ab September im Zimmer kultivieren. Ansonsten hell, luftig und warm bis sehr warm, trockene Luft wird sehr gut vertragen.

Licht: vollsonnig bis halbschattig. Süd, Südwest, West, auch Südost und Ostlage.

Temperatur: warm bis sehr warm, im Winter min. 15°C, Zugluft unbedingt meiden, aber für genügend Frischluft sorgen.

Feuchtigkeit: mäßig, milde Bodenfeuchte in der Wachstumszeit, im Winter weniger, aber völlige Ballentrockenheit vermeiden, ganz milde Bodenfeuchte mit Abtrocknen ( nicht Austrocknen !!! ) zwischen den Giessvorgängen. Im Winter wenig bis leicht mässige Bodenfeuchte.

Vermehrung: Stecklinge im März/April in lauwarmes Wasser (35°C) tauchen und ausbluten lassen, damit Milchsaftschnittstelle nicht verklebt. Einige Tage an der Luft die Schnittstelle abheilen lassen. Dann in Sand oder sandiger Erde bei 25°C Bodenwärme unter Glas oder Folie bewurzeln lassen. Jungpflanzen einmal oder mehrmals köpfen, damit sie sich gut verzweigen.

Erde: Kakteenerde mit 20% mineralischen Zusätzen wie Bims, Sand Vilkansteingruss, feinster Kies, Perlit.

Dünger: während des Hauptwachstums im Frühling und Sommer alle zwei Wochen niedrig dosiert.

Blütezeit: zwischen November und April, aber auch zu anderen Zeiten, typische Kurztagpflanze (KURZTAG. Siehe E. pulcherrima)

Pflegehinweis: Liebevoll vernachlässigen

Beim Schneiden, Umtopfen, Stecklingsvermerung beachten:

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#7

RE: Wolfsmilchgewächse:

in Pflanzen: 20.05.2010 04:36
von Adamon • Nexar | 14.588 Beiträge

EUPHORBIA MAMMILLARIS / EUPHORBIA MAMMILLARIS „VARIEGATA“ ( MAISKOLBENWOLFSMILCH )

Euphorbiaceae - Wolfsmilchgewächse

Aus Südafrika ( Westliches Kap ) stammen Euphorbia mammillaris und Euphorbia mammillaris „Variegata“ ; beide werden etwa 30 cm hoch und können durch starke Verzweigung den gleichen Umfang erreichen. E. mammilaris „Variegata“ ist im Gegensatz zu ihrer grünen Schwester gelblichweiss gefärbt und überläuft bei intensiver Sonneneinwirkung rosa. Beide blühen recht unscheinbar in gelb, bzw, rosé bis rosa.

Standort: Hell, warm und luftig sollte der Standort sein. Trockene Luft wird hervorragend vertragen .Im Sommer kann sie an einem regengeschützen Platz im Freien in voller Sonne stehen.

Licht: vollsonnig bis leicht halbschattig. Süd, Süwest oder Westlage; im Winter soviel Licht wie nur möglich.

Temperatur: temperiert bis mäßig warm, auch eine kühle Überwinterung bei komplett trockenen Stand ist möglich mind. 10°C. Am geeignetsten sind Temperaturen um 15°C.

Feuchtigkeit: relativ trocken halten, , im Winter trocken, in der Ruhezeit darf die Pflanze NICHT WACHSEN.

Vermehrung: abgeschnittene Teile ausbluten lassen in warmen Wasser ( wegen des Milchsaftes) und 7 bis 10 Tage lang an der Luft abheilen lassen. Danach in sandigem Substrat bewurzeln.

Erde: Kakteenerde mit etwa 50% lehmig-sandigen und mineralischen Zusätzen ( Sand, Kies, perlit, Vulkansteingruß,...)

Dünger: wenig, im Wachstum ca alle 6-8 Wochen mit speziellem Kakteen- und Sukkulentendünger in niedriger Konzentration.

Auch hier lautet die beste Pflegeanleitung: LIEBEVOLL VERNACHLÄSSIGEN

http://www.thater.net/cactaceae/lib/libzoom.php?rec_id=9623

Beim Schneiden, Umtopfen, Stecklingsvermerung beachten:

Nicht ohne Schutzbrille und Atemschutz arbeiten, scharfes Messer verwenden, klares warmes Wasser zum Stillen des Wolfsmilchflusses bereithalten, d.h. die Schnittstellen sofort damit begießen oder wenn möglich tauchen. Alle Arbeitsgeräte gründlich mit heissem Wasser und Seifenlauge reinigen, Handschuhe und Mundschutz entsorgen. Falls wirklich vom Milchsaft etwas in den Mund oder in die Augen gelangt, mit klarem Wasser reichlich ausspülen und sofort zum Arzt gehen! Der Milchsaft kann heftige Entzündungen und Ausschläge sowie Schlimmeres verursachen....



. - Was Du aufdeckst, - offenbart sich . -

"Die Erlösung kann nicht verdient, nur empfangen werden, - darum ist sie die Erlösung". -

"Es ist alles Illusion, - was nicht aus mir selber spricht,
- denn es ist ein Zusatz, - dieses Eine nicht". -

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#8

RE: Wolfsmilchgewächse:

in Pflanzen: 20.05.2010 04:37
von Adamon • Nexar | 14.588 Beiträge

I. EUPHORBIA OBESA ( SEEIGELWOLFSMILCH )

Euphorbiaceae - Wolfsmilchgewächse

Diese Euphorbie aus Südafrika gehört zu den klassischen Beispielen pflanzlicher Symmetrie. Bei uns wird die 8-10rippige Sukkulente meist nur 10-15 cm hoch. Die unscheinbaren, gelblichen Blüten erscheinen im Scheitel der Pflanze.

Licht: vollsonnig, im Winter so hell wie möglich, Temperiert bis warm, luftig

Temperatur: warm, im Winter nicht unter 15°C

Feuchtigkeit: im Sommer sehr mäßig gießen, im Winter nur sehr wenig von unten anstauen, fast ropfenweise wässern.

Vermehrung: aus Samen, Saatgut keimt in feucht-gespannter Luft bei 25°C

Erde: lockere, durchlässige Kakteenerde mit 60-70% mineralischen Zusätzen wie Sand, Kies, Perlis, Vukansteingruss, usw. Gute Drainageschicht.

Dünger: von Februar-Oktober monatlich, sehr niedrig dosiert, mit Speziellem Kakteen-und Sukkulentendünger

http://www.cs-kaktusy.cz/photos/Euphorbia_obesa.jpg



II.EUPHORBIA MELOFORMIS ( MELONENWOLFSMILCH )

Euphorbiaceae - Wolfsmilchgewächse

Die hochsukkulente E. meloformis aus Südafrika wird auch in etwa 10-15 cm hoch und bildet infolge basaler Sprossung Gruppen. Die unscheinbaren, gelbgrünlichen Blütenstände erscheinen nahe der Scheitelregion. Im ganzen ähnelt sie sehr der Seeigelwolfsmilch.

Licht: vollsonnig, im Winter so hell wie möglich, temperierter bis mäßig warmer Standort, luftig.

Temperatur: warm, im Winter nicht unter 10°C

Feuchtigkeit: wenig gießen, in der winterlichen Ruhezeit völlig trocken halten !!! (November-März)

Vermehrung: aus Samen; Seiten- und Basalsprosse in warmem Wasser kurz ausbluten und 3-4 Wochen an der Luft abheilen lassen, danach in sandigem Substrat bewurzeln.

Erde: Kakteenerde mit 50% mineralischen Zusätzen wie Sand, Kies, Perlit, Vulkansteingruss,...Gute Drainageschicht einbauen. Aufgrund der Basalsprossung wirkt die Pflanzen in flachen Schalen sehr attraktiv und die Gruppenbildung kommt besser zur Geltung.

Dünger: im sommerlichen Wachstum ca alle vier Wochen, mit speziellem Kakteen- und Sukkulentendünger in niedriger Konzentration.


Beim Schneiden, Umtopfen, Stecklingsvermerung beachten:

Nicht ohne Schutzbrille und Atemschutz arbeiten, scharfes Messer verwenden, klares warmes Wasser zum Stillen des Wolfsmilchflusses bereithalten, d.h. die Schnittstellen sofort damit begießen oder wenn möglich tauchen. Alle Arbeitsgeräte gründlich mit heissem Wasser und Seifenlauge reinigen, Handschuhe und Mundschutz entsorgen. Falls wirklich vom Milchsaft etwas in den Mund oder in die Augen gelangt, mit klarem Wasser reichlich ausspülen und sofort zum Arzt gehen! Der Milchsaft kann heftige Entzündungen und Ausschläge sowie Schlimmeres verursachen....



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#9

RE: Wolfsmilchgewächse:

in Pflanzen: 20.05.2010 04:37
von Adamon • Nexar | 14.588 Beiträge

EUPHORBIA BALSAMIFERA (BALSAMWOLFSMILCH )

Euphorbiaceae - Wolfsmilchgewächse

E. balsamifera wächst auf den Kanarischen Inseln und in Afrika. Blattfall bei Trockenheit und am Ende der Vegetationsperiode ist arttypisch. Die winzigen Blütchen zwischen den Blättern werden leicht übersehen.

Standort: Hell, sonnig, luftig, trockene Luft wird sehr gut vertragen. Im Sommer kann die Pflanze regengeschützt im Freien vollsonnig aufgestellt werden. Im Winter temperiert und trocken ruhen lassen.

Licht: vollsonnig bis halbschattig, Süd, Südwest, Westlage, im Winter so viel Licht wie möglich.

Temperatur: mäßig warm bis warm, im Winter mind. 12°C

Feuchtigkeit: im Sommer zwar durchdringend gießen aber zwischen den Gießabständen gut abtrocknen lassen, mäßige Bodenfeuchte. Staunässe grundsätzlich vermeiden, im Winter kaum gießen, sporadisch einige Tropfen.

Vermehrung: aus Samen und durch 10 bis 15 cm lange Stecklinge, die wieder einige Tage bis eine Woche an der Schnittstelle abtrocknen, bzw. an der Luft abheilen müssen, um sich dann in sandigem Substrat zu bewurzeln.

Erde: Kakteenerde mit ca. 30% lehmigen und mineralischen Zusätzen wie Sand, Kies, Lavalit, Perlit,....

Dünger: wenig ,von April bis Oktober alle 6-8 Wochen mit speziellem Kakteen- und Sukkulentendünger in niedriger Konzentration.

Beim Schneiden, Umtopfen, Stecklingsvermehrung beachten:

Nicht ohne Schutzbrille und Atemschutz arbeiten, scharfes Messer verwenden, klares warmes Wasser zum Stillen des Wolfsmilchflusses bereithalten, d.h. die Schnittstellen sofort damit begießen oder wenn möglich tauchen. Alle Arbeitsgeräte gründlich mit heissem Wasser und Seifenlauge reinigen, Handschuhe und Mundschutz entsorgen. Falls wirklich vom Milchsaft etwas in den Mund oder in die Augen gelangt, mit klarem Wasser reichlich ausspülen und sofort zum Arzt gehen! Der Milchsaft kann heftige Entzündungen und Ausschläge sowie Schlimmeres verursachen....



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#10

RE: Wolfsmilchgewächse:

in Pflanzen: 20.05.2010 04:38
von Adamon • Nexar | 14.588 Beiträge

EUPHORBIA PULCHERRIMA ( POINSETTIE, WEIHNACHTSSTERN )

Euphorbiaceae - Wolfsmilchgewächse

Der sogenannte Weihnachtstern stammt aus Mittelamerika und gehört ebenso zu den EUPHORBIACEAE. Die strauchige Pflanze zeichnet sich durch gefärbte Hochblätter ( BRAKTEEN ) aus; die eigentlichen Blüten (CYACIEN) sind unscheinbar und gelb, direkt bei den Brakteen angeordnet. Durch intensive Züchtung entstanden Farbvarianten in Rot, Rosa, Gelb, Creme und Weiß. Typische Kurztagspflanze (Siehe weiter unten )

Standort: im Sommer kann die Pflanze regengeschützt ins Freie, viel Licht, keine pralle Sonne, warm, mäßige Luftfeuchtigkeit, aber höhere Luftfeuchte als andere Euphorbien.

Licht: viel Licht, keine pralle Sonne.

Temperatur: generell nicht unter 12-15°C, am besten um 18-20°C, etwas kühler gehalten bei 15°C halten sich die Brakteen länger

Feuchtigkeit: mäßig feucht halten, Pflanze verträgt weder Staunässe noch Ballentrockenheit. Gleichmäßig, milde Bodenfeuchte

Vermehrung: Stecklinge erst in zimmerwarmem Wasser ausbluten lassen, dann unter Klarsichtfolie in ein Sand-Torf-Gemisch stecken, Bodenwärme mind.20°C

Erde: Einheitserde mit leicht humosen AnteilDünger: alle 14 Tage 0,2%ig. Gärtner behandeln mit wuchshemmenden Stoffen, um die Poinsettie möglichst gedrungen zu halten. Wenn die wuchshemmenden Stoffe ihre Wirkung nachlassen, zeigt die Pflanze ihre Wuchsfreudigkeit und muss durch gezielten Rückschnitt in Form gebracht werden, da sie relativ sparrig wächst.

Umpflanzen: Zum Überwintern ( nachdem die Brakteen verblassen und unansehnlich werden ) schneidet man die Pflanze auf die Hälfte zurück und stellt sie kühl (etwa 12-15°C), nach einiger Zeit erscheinen neue Triebe, dann wird umgetopft und wärmer gestellt.

Anfällig für: Blattläuse, Schildläuse, Wolläuse, Weisse Fliege sowie Pilzinfektionen

Brakteen- und Blüteninduktion:

Euphorbia pulcherrima sind Kurztagspflanzen. Ihre kritische Tageslänge liegt bei etwa 12 Stunden. Um zu einem bestimmten Zeitpunkt sicher zur Blüte zu kommen werden Poinsettien verdunkelt. Mit der Verdunkelung wird, je nach Sorte, 7 bis 9 Wochen vor dem anvisierten Termin begonnen. Um eine gleichmäßige Blüteninduktion zu erreichen sollten die Pflanzen bis zur deutlichen Verfärbung der Brakteen mindestens 14 Stunden im Dunklen stehen. Die Temperatur sollte ab Verdunklungsbeginn für 4 Wochen ca. 20°C betragen.Als Verdunklungshilfe eignet sich in den wärmeren Monaten am besten schwarzer Stoff, da es darunter nicht so heiß wird und die Luftfeuchte nicht so hoch ansteigt wie unter schwarzer Verdunklungsfolie.Um das vegetative Wachstum der späteren Sätze (bzw. Mutterpflanzen) zu ermöglichen muss ab ca. 1 Woche vor der Tag- Nachtgleiche (21.9.) zusätzlich belichtet werden. Die Summe der natürlichen Tageslichtstunden und der künstlichen Belichtungszeit sollte mindesten 14 Stunden betragen. Eine Lichtstärke von 20 bis 30 W Glühlampenlicht pro m² ist hier ausreichend, jedoch kann an trüben Tagen zur Unterstützung des Tageslichts Assimilationslicht in Höhe von 2000 bis 3000 Lux gegeben werden.


Beim Schneiden, Umtopfen, Stecklingsvermehrung beachten:

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http://www.rivistadiagraria.org/images/n...immagine_02.jpg



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#11

RE: Wolfsmilchgewächse:

in Pflanzen: 20.05.2010 04:40
von Adamon • Nexar | 14.588 Beiträge

Da ich gerade bei den Euphorbien bin...ich stiess auf die Webseite des Europameisters Floristik und war nicht sonderlich begeistert. Wie er darauf kommt Euphorbien als "HALBKAKTUS" ( Botanisch unhaltbar !!! ) zu bezeichnen ist mir ein Rätsel...ich bin darauf gekommen seine Website mal genauer ins Visier zu nehmen...

BITTE SOLCHE SEITEN MEIDEN !!! Die Informationen daruf sind nicht wirklich korrekt und zeugen nicht gerade von sonderlich detailliertem Wissen.



- Bedanke mich unbekannterweise bei NORIEL DE MORVILLE für diese ausgezeichnete Arbeit. -


Dateianlage:
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zuletzt bearbeitet 28.11.2014 21:29 | nach oben springen
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