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Ursprünge der Musik:

in Musikalische Inspirationen: 01.06.2010 22:03
von Adamon • Nexar | 14.588 Beiträge

Die Suche nach den Ursprüngen

Wenn man über historische Ursprünge nichts Genaues weiß, werden, seit es denkende und damit zumindest überlieferungswillige Menschen gibt, Schöpfungsgeschichten und Mythen an die Stelle präziser Erkenntnis gesetzt. Dies gilt sowohl für die Geschichte im allgemeinen, als auch für die Aspekte der Musikgeschichte im besonderen.

Das Lied, eine mögliche Ausdrucksform des Mythos von den Anfangstagen der Menschheit, ist bei den meisten Völkern zugleich auch das Lied von den Anfängen der Musik. Wenn der erste Musikant, etwa im finnischen Mythos der Kalevala, sein Instrument, die Kantele, spielt, versammeln sich sämtliche Tiere, und Sonne und Mond lassen sich auf den Bäumen nieder. Ähnlich ist in vielen europäischen und außereuropäischen Mythen und Märchen die Musik ein Geschenk der Götter und hat zauberische Kraft über die Natur. Der eigentliche Ursprung der Musik ist göttlich - darin sind sich nahezu alle Mythen unserer Welt einig.

Die moderne Musikwissenschaft kann selbstverständlich nicht akzeptieren, dass Musik durch göttliche Geschenke, Zauber und Dämonen auf die Welt gekommen sei. Aber es erweist sich als schwierig, eine überzeugende wissenschaftliche Ursprungstheorie zu entwickeln. Begann es, als der Mensch den Gesang der Vögel nachahmte? So nehmen es auch schon die alten Griechen an. Oder entwickelte sich die Musik aus dem Zuruf oder aus einem ersten rhythmischen Stampfen bei einer gemeinsamen Arbeit? Im Gegensatz zur Urgeschichte bildender Kunst, die, mit der Entdeckung steinzeitlicher Höhlenbilder und anderer Funde, in fruchtbarem Aufschwung begriffen ist, sind die Quellen zur Erforschung der musikalischen Urgeschichte eher dürftig. Die frühesten Zeugnisse von Musik sind Instrumentenfunde aus der Altsteinzeit, Aufzeichnungen aus dem 3. Jh. v. Chr. (ägyptische Bilderschrift) und Schriften über Musik in Dichtung, Chronik, Musiktheorie seit der Antike.

Klingende Musik als Zeugnis existiert erst seit Edisons Phonograph, 1877. Doch selbst hier erschweren Klangverfälschungen und veränderte Denk- und Hörgewohnheiten eine wichtige Deutung dessen, was die Musik ihrer Zeit war. Seit dem Ende des 18. Jh. gibt es Entstehungstheorien, die die Musik auf Sprache (Herder), auf Tierlaute, besonders die Nachahmung der Vogelstimmen (Darwin), auf wortlose Rufe (Stumpf), auf emotionale Interjektionen (Spencer) u. a. zurückführen. Wichtigste Zeugnisse urgeschichtlicher Musik sind zahlreiche Instrumentenfunde wie Rasseln, Trommeln, Flöten, Musikbogen, Tierhörner, Schwirrhölzer u. a.

Einige Instrumente scheinen zu allen, auch prähistorischen Zeiten existiert zu haben, weil ihre „Erfindung“ sehr nahe liegt. Die Entwicklung der Menschheit vollzieht sich in so gewaltigen Dimensionen, dass die Epoche der nacheiszeitlichen Menschen ab ca. 10.000 v. Chr. minimal erscheint. Dabei beginnt die Zeit der antiken Hochkulturen erst nach den von 3.000 v. Chr. vermuteten Naturkatastrophen mit Überschwemmungen, die als „Sintflut“ erinnert werden (Bibel, Gilgameschepos).

Die Musik bleibt auch in den antiken Hochkulturen zunächst noch kultisch gebunden und wird erst spät eine ästhetische Ausdruckskunst. Zusammenhänge der mündlichen Traditionen sind z. T. heute noch lebendig (Indien, China). Improvisation spielte eine bedeutende Rolle. Es ist merkwürdig, dass sich zwar die Musikanschauungen bis heute ständig wandeln, das Instrumentarium aber relativ gleich geblieben ist, wenn sich auch die einzelnen Intrumentenarten unterschiedlich entwickelt haben. Erst die elektronischen Instrumente des 20. Jh. bringen grundsätzlich Neues.

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