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Der Anti-Christ 666:

in Die Christ-Welt: 03.12.2010 16:30
von Adamon • Nexar | 13.560 Beiträge
zuletzt bearbeitet 15.04.2016 14:08 | nach oben springen
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RE: Der Anti-Christ:

in Die Christ-Welt: 15.04.2016 14:07
von Adamon • Nexar | 13.560 Beiträge

http://www.grenzwissenschaft-aktuell.de/666-trajan20160412/


William Blakes Gemälde mit dem Titel „The Numbr of the Beast is 666“ (1805).
Copyright/Quelle: gemeinfrei / Public Domain (William Blake Archive)
Wien (Österreich) – Das personifizierte Böse, das Untier oder Biest wird in der biblischen Offenbarung des Johannes mit der Zahl 666 be- und umschrieben. Seither rätseln Theologen, Philosophen, Historiker und Forscher, was bzw. wer genau mit diesem Zahlenrätsel gemeint war und ist. Galten unter Historikern bislang Kaiser Nero, Domitian oder Hadrian als des Rätsels wahrscheinlichste Lösung, präsentieren Wiener Wissenschaftler nun Kaiser Trajan als das „Tier“. Ganz neu ist diese historische Lösung des Rätsels um 666 jedoch nicht.

Wie die Forscher um die Diplomandin der Informatik Diana Altmann und den Historiker Hans Taeuber vom Institut für Alte Geschichte an der Universität Wien aktuell berichten, handele es sich bei der Umschreibung „666“ ihrer Meinung nach um ein sogenanntes „isopsephisches Rätsel“, bei dem jeder Buchstabe des griechischen Alphabets zugleich einen Zahlenwert hat. Alpha steht also für eins, Beta für zwei usw. „Durch Addition der Zahlwerte der Buchstaben, aus denen ein Name besteht, ergibt sich eine Summe, aus der der Eingeweihte den ursprünglichen Namen erschließen konnte“, so die Forscher. Während für die antiken Teilnehmer an diesem ‚Partyspiel‘ die Zahl der in Frage kommenden Personen noch ziemlich überschaubar gewesen war, sei es für heutige Forscher ohne technische Hilfsmittel „praktisch unmöglich, die Lösung solcher Rätsel zu ermitteln“.

„Ganz offensichtlich handelt es sich dabei um die gleiche Art von Rätseln, wie sie auf etwa zur selben Zeit wie die Offenbarung entstandenen Wandmalereien in Ephesos zu lesen waren und die dem im westlichen Kleinasien ansässigen Autor vertraut sein mussten“, sagt Taeuber: „Der Kontext legt nahe, dass es sich um einen römischen Kaiser handeln dürfte, und tatsächlich wurde das ‚Untier‘ von den Forschern über die Jahrhunderte hinweg immer wieder mit Nero, Domitian oder zuletzt auch Hadrian identifiziert.“

Über die Rätsel von Ephesos: Die Buchstaben des griechischen Alphabets hatten neben ihrem Laut- auch einen Zahlenwert. Das System war in drei Neunergruppen gegliedert, je eine Gruppe repräsentierte die Einer, Zehner und Hunderter. Es begann mit Alpha = 1, Beta = 2 usw. bis Theta = 9; dann setzten die Zehner mit Iota = 10, Kappa = 20 … fort, und schließlich folgten die Hunderter mit Rho = 100, Sigma = 200 etc. Da das klassische griechische Alphabet nur 24 Buchstaben umfasste, hat das Zahlsystem drei damals in der Schrift bereits ungebräuchliche Buchstaben weiterverwendet: Stigma (ς) = 6, Koppa (Ϙ) = 90 und Sampi (Ϡ) = 900. Ab 1.000 wurde wieder mit Alpha begonnen, allerdings mit diakritischem Zeichen (im Druck als ͵α wiedergegeben), um es vom einfachen αʹ = 1 zu unterscheiden.
(Quelle: Universität Wien)

Für ihre Diplomarbeit hat Altmann nun ein Programm entwickelt, mit dessen Hilfe die Zahlenwerte aller in Kleinasien nachgewiesenen Personennamen berechnet werden können. Die entsprechende Datenbasis in elektronischer Form wurde von Richard Catling, dem Autor des „Lexicon of Greek Personal Names“, zur Verfügung gestellt.

„Damit ist es uns nun möglich, zu jeder ‚Rätselzahl‘ eine Liste antiker Personennamen zu erstellen, auf die die betreffende Quersumme zutrifft. Für die Berechnung kann eine beliebige Kombination orthographischer Varianten berücksichtigt werden“, erklärt Taeuber.

Mit diesem Programm haben sich die Wissenschaftler dann auf die Suche nach der mit „666“ umschriebenen historischen Person begeben: „In Kapitel 13 der Geheimen Offenbarung wird ein ‚Untier‘ (therion) beschrieben, dem der ‚Drache‘ (Satan) große Macht verliehen hat und dessen Bild alle Menschen anbeten müssen. Und weiter heißt es: „Hier ist die Weisheit. Wer Verstand hat, berechne die Zahl des Tieres, denn es ist eines Menschen Zahl, und seine Zahl ist 666.“

Statt jedoch einen der bisherigen Verdächtigen – Kaiser Nero, Domitian oder Hadrian – als Person hinter der Zahl 666 zu identifizieren, lieferte das Programm ein ganz anderes Ergebnis: „nämlich ‚Ulpius‘, der Familienname des Kaisers Marcus Ulpius Traianus (Trajan), der von 98-117 n. Chr. regierte.


Büste des Trajan in der Münchner Glyptothek.
Copyright: gemeinfrei

„Ein Grund, warum dieser Kaiser bisher nicht in Betracht gezogen wurde, mag darin liegen, dass das Sigma (der 18. Buchstabe des griechischen Alphabets) am Ende von ‚Ulpius‘ – wie in den meisten anderen Rätseln – als ‚200‘ gewertet wurde und sich daraus eine andere Summe ergab“, vermuten die Forscher. Taeuber und sein Team konnten jedoch nun zeigen, dass das später als „Schluss-Sigma“ bezeichnete Zeichen mit dem Zahlwert „6“ (ς) in zeitgenössischen Inschriften genauso wie eine bestimmte Form des Sigma geschrieben wurde und die beiden Zeichen somit als austauschbar gesehen werden konnten.

Obwohl von Kaiser Trajan (im Gegensatz zu Nero) keine systematischen Christenverfolgungen bekannt sind und er sogar in einem berühmten Brief an den Statthalter von Bithynien, C. Plinius Secundus d. J. verfügte, dass man Christen nicht aufspüren und keinen anonymen Anzeigen gegen sie nachgehen solle, befahl er jedoch zugleich Christen, die sich weigerten, den heidnischen Göttern zu opfern, mit dem Tode zu bestrafen. „Diese Regelung führte zweifellos zu zahlreichen Hinrichtungen und machte den Kaiser bei den Gläubigen entsprechend unbeliebt“, so die Forscher. „Zudem verkörperte er das Reich Roms, das in den Augen fundamentalistisch gesinnter Kreise geradezu als Ausbund aller satanischer Laster und als Hort des Bösen schlechthin galt.“

Auch die Entstehungszeit der „Offenbarung“ datieren die Forscher in die trajanische Zeit: „Im Sendschreiben an die christliche Gemeinde in Pergamon (Kapitel 2, 13) bezeichnet der Autor diese Stadt zweimal als ‚Sitz des Satans‘. Gerade in dieser Zeit um 110 n. Chr. wurde dort ein großer Kaiserkulttempel, das sogenannte ‚Traianeum‘, errichtet.“ Weiter führen die Autoren der Studie aus: „Dem Autor der Apokalypse, der sicher vom Apostel Johannes zu unterscheiden ist, musste dieses Bauwerk als gotteslästerlich erscheinen und bewegte ihn daher zu dieser Bezeichnung. Das als letzter Teil des Neuen Testaments entstandene Werk wäre demnach in die letzten Regierungsjahre Trajans zu datieren und damit etwa zwei Jahrzehnte jünger als bisher allgemein angenommen.“

Tatsächlich ist die Vemrutung aber nicht ganz neu und das Ergebnis der Computeranalyse stützt vielmehr die bereits zuvor von Prof. Peter Pilhofer vom Lehrstuhl für das Neue Testament an der Universität Erlangen in seinem schon 2010 erschienenen Buch „Das Neue Testament und seine Welt“ ausgeführte Theorie von Trajan als dem „Tier“ der biblischen Offenbarung.

http://homepage.univie.ac.at/a1008130/index.php

– Einen recht umfangreichen ersten Überblick über die verschiedenen Ansätze und Interpretationen zur Deutung der Zahl 666 finden Sie

https://de.wikipedia.org/wiki/Sechshundertsechsundsechzig

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