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Geisterhafte Frühmenschenart:

in Mythologie & Weltgeschichte 03.08.2017 16:56
von Adamon • Nexar | 13.574 Beiträge

http://www.grenzwissenschaft-aktuell.de/...henart20170726/

Forscher finden genetische Hinweise auf „geisterhafte Frühmenschenart“:


„Geisterhafte Menschenart“ (Illu.)
Copyright: Bob Wilder/University at Buffalo.
Bufallo (USA) – In Proben menschlichen Speichels haben Genetiker Hinweise auf eine, wie sie es nennen, „geisterhafte“ vorzeitliche Menschenart gefunden, mit der sich die frühen Vorfahren subsaharischer moderner Menschen offenbar erfolgreich gepaart hatten. Die Entdeckung stellt ein weiteres Indiz dafür dar, dass die sexuelle Vermischung früher Menschenarten kein ungewöhnlicher Vorgang war.

Wie das Team um Dr. Omer Gokcumen von der University of Bufallo aktuell im Fachjournal “ Molecular Biology and Evolution “ (DOI: 10.1093/molbev/msx206) berichtet, haben sich genetische Spuren dieser Frühmenschen im Genom der Menschen erhalten, die heute noch in den Länder des subsaharischen Afrikas leben.

Zuvor schon konnten andere Studien die Vermischung früher Homo sapiens mit Neandertalern und Denisova-Mennschen in Europa und Asien nachweisen (…GreWi berichtete, siehe Links u.). Die neuen Untersuchungen zeigen nun, dass sich auch Menschen in Afrika mit anderen Arten erfolgreich vermischt und vermehrt haben.

„Wie es scheint, war die Vermischung zwischen frühen Menschenarten eher die Regel als die Ausnahme“, kommentiert Gokcumen und führt dazu weiter aus: „Unsere Untersuchungen haben die Evolution eines wichtigen Mucin-Proteins – sog. MUC7 – nachvollzogen, das sich im menschlichen Speichel findet. Betrachten wir die Geschichte jener Gene, die dieses Protein kodieren, so erkennen wir die Signatur einer archaischen Bemischung im Speichel der modernen Populationen subsaharischer Länder.“

Die Abweichung dieser genetischen „Beimischung“ vom modernen Genom ist derart groß, dass die MUC7-Gene von Nandertalern und Denisova dem der anderen modernen Menschen ähnlicher sind als die der unbekannten Art jenen der heutigen Subsahara-Afrikaner.

Die Forscher selbst glauben, dass die Abweichung am ehesten durch die Einbringung genetischen Materials durch eine, wie sie es nennen, „geisterhafte Art vorzeitlicher Hominini“ erklärt werde. „Dieser unbekannte menschliche Verwandte könnte eine Art sein, die bereits entdeckt wurde – etwa eine Unterart des Homo erectus. Es könnte sich aber auch um eine bislang noch gänzlich unbekannte Art handeln“, so Gokcumen. „Wir sprechen von einer ‚Geister-Art‘, weil wir bislang noch keine fossilen Funde davon kennen.“

Anhand der Mutationsrate schlussfolgern die Wissenschaftler, dass es zu dem genetischen Austausch erst vor rund 150.000 Jahren gekommen ist – und das, obwohl sich die evolutionären Wege beider Arten bereits vor rund 1,5 bis 2 Millionen Jahren getrennt hatten.

© grenzwissenschaft-aktuell.de


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