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Was ist okkulte Medizin ?

in Unterhaltung & Entspannung: 07.08.2017 00:22
von Adamon • Nexar | 14.475 Beiträge

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Was ist okkulte Medizin? (1928)

August 4, 2017

Von G.W. Surya



Ein Zeitschriftenartikel aus dem vergangenen Jahrhundert, welcher die Medizin aus Sicht der Grenzwissenschaft beleuchtet.



Beim vorliegenden Text handelt es sich um einen Original-Artikel aus "Das Wunder“ (Ausgabe 1). "Das Wunder“ war eine "Zeitschrift für Astrologie, Okkultismus, Magie, Spiritismus und verwandte Gebiete" (1928-1929). Weitere Informationen im Anhang.

Weil heute mehr denn je mit den Worten "okkult", "Okkultismus", "okkulte Wissenschaften" und "okkulte Medizin" Missbrauch und Unfug getrieben wird, so ist es geradezu eine Pflicht, der Öffentlichkeit gegenüber, einmal den Versuch zu machen - wenn auch nur im Rahmen eines beschränkten Artikels - die Frage zu beantworten: "Was ist okkulte Medizin?"



Zweifellos ist dies die praktische Anwendung der okkulten Wissenschaften, der okkulten Kräfte der Natur und des Menschen zum Erkennen der wahren Krankheitsursachen, zur Diagnose und Prognose und endlich auch zu Heilzwecken, sowie zur Abwehr und Verhütung von Krankheiten.



Wenn wir also zur Definition des Begriffes der okkulten Medizin schreiten, stoßen wir immer wieder auf das Wort: "okkult". Was heißt nun: "okkult"? Es heißt soviel wie "verborgen". Das Verborgene ist aber immer für jene, die es nicht klar erkannten, oder gar von seiner Existenz keine Ahnung hatten, etwas Geheimnisvolles, weshalb man die okkulten Wissenschaften oftmals als Geheimwissenschaften bezeichnet hat. Mithin könnte man auch die okkulte Medizin als die Geheim-Medizin oder als die geheime Heilkunst bezeichnen.



Da ist nun die nächste Frage: "Was gibt es denn in der Natur und im Menschen noch für Verborgenheiten oder geheime Kräfte?"



Die beste Antwort darauf ist: "Deren unendlich viele!" Das scheint nun sicherlich übertrieben. Aber, wir erinnern nur daran, dass Dr. med. Samuel Hahnemann, der Wiederentdecker des homöopathischen Prinzipes und geniale Begründer der modernen Homöopathie (oder vielleicht richtiger Homöotherapie) aufgrund seiner praktischen Studien und Forschungen zur Einsicht kam, dass es einer Forschungsarbeit von einigen Jahrhunderten bedürfe, um nur die Heilkräfte einer einzigen Pflanze zu ergründen! Wann wird die Wissenschaft also sagen können: "Uns sind die Heilkräfte und Heilwirkungen aller Pflanzen bekannt?" Und ähnlich steht es mit dem Mineralreich! Dazu kommen nun auch die künstlich hergestellten Heilmittel. Wie gering ist endlich noch unser positives Wissen von allerlei Strahlungen, die aus dem Weltraum oder von den Gestirnen kommend das Wohl und Wehe aller Lebewesen auf der Erde sicherlich mächtig beeinflussen können? Und wie wenig sind uns erst die okkulten Kräfte des Menschen bekannt!



Also schon daraus ersieht man, dass wir ringsum von geheimen, noch unerforschten Kräften umgeben sind, dass uns unsere eigene Seele und deren Kräfte, noch zum größten Teil, unbekannt sind, kurz wir tappen, um mit Goethe zu sprechen, in Geheimnissen herum. Auf Schritt und Tritt stoßen wir auf solche! Die moderne Wissenschaft verneint zwar die Existenz der Dämonen, aber sie lehrt, dass wir in einer Großstadt lebend, mit jedem Atemzug allerlei Bakterien einatmen, wovon unter Umständen ein einziger Bazillus genügt, um uns schwer erkranken zu lassen. Vor hundert Jahren noch wusste man wenig von der Existenz der Bakterien und deren Rolle im Haushalte der Natur, deren Wichtigkeit in der Medizin usw. Diese ungezählten Scharen von Kleinlebewesen waren der damaligen Wissenschaft ganz und gar "okkult".



So kann es (und gibt es auch sicherlich) noch viele Lebewesen und Kräfte in der Natur, von deren Existenz auch die moderne Wissenschaft keine blasse Ahnung hat, die aber verborgen und schweigend ihr wohltätiges oder vernichtendes Werk ausüben. Hat man sich zu dieser Anschauung einmal aufgeschwungen, dann wird man bescheiden und dann erkennt man, wie viel uns noch in der Natur unbekannt, verborgen oder okkult ist. Die Luft und der grenzenlose Aether des Weltraumes können sehr wohl von Myriaden von Lebewesen erfüllt sein, von deren Existenz wir keine Ahnung haben, weil wir weder Sinne besitzen, um diese Wesen direkt wahrzunehmen, noch Instrumente, um sie uns sichtbar zu machen.



Nun gibt es aber, wenn auch heute noch sehr dünn gesät, Menschen, deren Sinne entweder außerordentlich geschärft sind, oder die über mehr als wie fünf Sinne verfügen und die natürliche Folge ist, dass diese Menschen von Pflanzen, Steinen, Tieren, Menschen und Gestirnen mehr Strahlungen aufnehmen und empfinden wie wir, ja einige darunter können sogar so hellsichtig und hellhörend sein, dass sie mit Wesen verkehren, die dem sogenannten normalen Durchschnittsmenschen ganz und gar unbekannt sind.



Solche Menschen mit außerordentlichen Gaben und Sinnen hat es immer gegeben, die Seher, die Propheten, die Sybillen, die Yogis, die Heiligen, die Ekstatiker aller Völker sind schlagende Beweise dafür.



Wie nun, wenn es vom grauen Altertum bis auf heute verborgene Zirkel oder Vereinigungen von solchen Menschen gäbe, die ihre natürlichen hellsehenden Veranlagungen noch auf Grund alter Regeln systematisch geschult haben, deren Resultate dann aufgezeichnet wurden, um kommenden Geschlechtern von Sehern als Leitfaden zu dienen. Dann hätten wir ja eine verborgene oder okkulte Akademie und vielleicht auch Hierarchie, von deren Existenz allerdings nur wenige Europäer etwas wissen. Dass diese Weisen und Seher naturgemäß auch ihre Fähigkeiten und Kräfte zur Erforschung der verborgenen Heilkräfte in der Natur und im Menschen benützt haben, ist doch sehr naheliegend. Und Manches davon kam irgendwie ins Volk, oder im Volke lebten vereinzelte Seher und teilten wieder ihren Vertrauten dieses oder jenes Geheimnis mit, und so entstand einerseits die ängstlich gehütete Geheimmedizin der alten Priesterkollegien, und andererseits die Volksmedizin, die vielfach von der Geheimmedizin durchsetzt ist. Dies erkannt, erscheint uns die Geschichte der Medizin, und auch jene der Entdeckungen von Heilmitteln in einem ganz anderen Lichte.



Nur zum geringsten Teile, können wir ruhig annehmen, sind zum Beispiel die Heilkräfte der Pflanzen durch einen günstigen, blinden Zufall entdeckt worden. Die hellfühlenden, sensitiven und somnambulen Menschen waren es, die vermittelst ihrer okkulten Begabung und Sinne die Heilkräfte der Pflanzen usw. erkannten. Wir wissen sogar, dass in den Tempeln Ägyptens und Griechenlands die okkulten Kräfte der menschlichen Seele systematisch benützt wurden, um Kranke zu heilen, respektive für den einzelnen Kranken das richtige Heilmittel zu finden. Es sei hier nur an den sogenannten Tempelschlaf erinnert. Nach und nach wurden die bedeutendsten dabei erzielten Leistungen niedergeschrieben, und so entstand dann eine gewisse Kenntnis der Heilwirkungen der Pflanzen. Hippokrates berichtet ausdrücklich davon, dass er auf seinen Reisen von solchen, oft in Erz eingegrabenen Aufzeichnungen, in den Tempeln viel gelernt habe.



Ganz ähnlich denke ich mir auch die Anfänge der Astrologie und deren Beziehungen zur Medizin. Es waren hellfühlende Menschen, Hochsensitive oder Seher, die eben die Wirkungen der Gestirne auf gesunde und kranke Menschen direkt wahrnahmen. Wenn man dies nun für die Entdeckung der Pflanzenheilkunde und Astrologie zugibt, so ist es naheliegend, dass auch die spagyrische Kunst oder Alchemie durch solche Ausnahmemenschen gefunden wurde. Man darf den Begriff der Alchemie nicht so enge fassen, und darunter nur die Kunst des Goldmachens verstehen. Paracelsus sagt ausdrücklich, dass die Herstellung veredelter Arzneien aus Pflanzen, Mineralien und Metallen sogar der wichtigere Teil der Alchemie sei.



Und naheliegend ist es, dass diese Seher und Hochsensitiven auch einen tieferen Einblick in alle Funktionen der Organe des Menschen in gesunden und kranken Tagen gewannen. Sie erkannten die tieferliegenden, oft seelischen und geistigen Ursachen der Krankheiten, sie erkannten Gesundheit im weitesten Sinne als Harmonie oder Einklang von Geist, Seele und Körper, sowohl in sich selbst, als auch mit den entsprechenden Prinzipien des Makrokosmos. Krankheit aber ist Disharmonie. Eine Definition, die wir auch bei dem Mystiker Dr. Franz Hartmann, und bei dem noch jetzt lebenden bekannten Prof. Dr. Hans Much (Hamburg) finden.



So sehen wir, dass diese ersten Priesterärzte auch bedeutende Philosophen waren, natürlich keine Materialisten, sondern Menschen, deren erwachte Seele Zeit und Ewigkeit umfasste und die sich staunend und in Ehrfurcht beugten vor den wunderbaren Zusammenhängen von Mikro- und Makrokosmos, vor den Geheimnissen der menschlichen Seele, deren göttlichen Ursprung und deren Unsterblichkeit sie gleichfalls immer wieder betonten. Auch erkannten sie durch Schauung, dass es nichts Unbelebtes und Unbeseeltes in der Natur gibt, dass das Leben göttlichen Ursprunges ist. Keine Funktion der Materie, sondern umgekehrt alle Daseinsformen nur Offenbarungen des reinen universellen Lebens sind. Dieses selbst ist ewig und unzerstörbar. Diese Priesterärzte stellten aber auch hohe ethische Anforderungen an ihre Schüler und lebten selbst, wollten sie ihrer Gaben nicht verlustig gehen, ein Leben der Reinheit, Güte und Selbstlosigkeit.



Somit wären wir bei Nachforschung des Ursprunges der okkulten Medizin ganz von selbst zu den vier Säulen der wahren okkulten Medizin gekommen, die nach Paracelsus sind: Philosophie, Astronomie, Alchemie und Tugend. Näheres darüber in meiner "Okkulten Medizin" (Linser-Verlag, Berlin - Pankow), von der bereits 12 Bände erschienen sind.



Daraus geht wohl schon zur Genüge hervor, dass die okkulte Medizin im krassen Gegensatz zur sogenannten Schulmedizin der letzten dreißig bis vierzig Jahre steht, sofern diese auf dem materialistisch - mechanistischen Standpunkt verharrt.



Alle wahren, großen Ärzte besaßen immer noch einen schwachen Abglanz der großen okkulten Priesterärzte, nämlich: Intuition oder rasches Einfühlungsvermögen, sowie einen gewissen Zauber, der von ihrer Persönlichkeit ausging. Das sind aber seelische und geistige Fähigkeiten und Kräfte, die an keiner Hochschule errungen werden können, sie müssen bereits von Geburt aus im Menschen liegen. Und es ist selbstverständlich, dass auch Laienärzte diese Gaben besitzen können. Das sind eben dann die Ärzte von Gottes Gnaden, die man nie und nimmer ausrotten kann, und die kraft ihrer Begabungen oftmals den Professoren der Medizin sehr überlegen sind. Das Volk besitzt aber einen sehr gesunden Instinkt, ob ein Arzt diese Fähigkeiten hat oder nicht. Daher dann der große Zulauf, falls ein Arzt von Gottes Gnaden seine Praxis eröffnet. Dass sie aber von den Schulärzten (mit wenig Ausnahmen), verfolgt und angefeindet werden, ist eine selbstverständliche Sache.



Der Ursprung des wahren Arztes ist mithin ein durchaus okkulter oder vielleicht richtiger gesagt ein mystischer. Paracelsus, obwohl er nach unseren heutigen Begriffen auch Akademiker war (er war Dr. med. und Professor der Medizin an der Universität in Basel) hat das wundervoll ausgesprochen:



"Im Herzen wächst der Arzt, aus Gott geht er, des natürlichen Lichtes ist es, und der höchste Grad der Arznei ist die Liebe."



Größere Liebe zur Menschheit hat aber wohl kaum einer gehabt wie Christus, und darum sehen wir auch, dass er der größte Arzt von Gottes Gnaden war. Man höre doch endlich auf, alle Heiligungen Christi nur als "Suggestionsheilungen" erklären zu wollen, wobei nur jene Kranken gesund wurden, die nur an funktionellen Störungen, nicht aber an organischen Erkrankungen litten. Waren die Aussätzigen, Gichtbrüchigen, Wassersüchtigen, der Mann mit der verdorrten Hand, der von Geburt aus Blinde, die Tauben usw. alle nur Hysteriker? Und erweckte nicht Christus auch Tote, von welchen es ausdrücklich im Evangelium heißt, dass sie bereits stanken. -



Wie die Sonne heute noch ebenso lebenserweckend scheint, wie zu Zeiten Christi, so hat die Urliebe, die die Welt erschuf, auch nie aufgehört im Herzen von Menschen, die sich ihr hingaben, zu wirken, und solche Menschen sind auch heute noch die Mittler der göttlichen Gnade und wirken im Namen Gottes und durch seine Kraft Wunder von Heilungen. Und zwar auch Heilungen, ohne dass der betreffende Kranke es weiß, selbst von organischen oder anatomischen Veränderungen, so dass man dafür den Namen mentale Chirurgie geprägt hat.



Vielleicht komme ich in einem späteren Artikel darauf zu sprechen.



- Für heute genüge uns, dass die okkulte Medizin die älteste und philosophisch tiefbegründetste Form der Heilkunst ist, dass sie von Gott ausgeht, im Ewigen wurzelt, immer neben der Schulmedizin bestanden, und auch weiter bestehen wird, solange es kranke Menschen gibt.



© Transkription: Anastasia Michailova


Bild entfernt (keine Rechte)
Quellenangabe: Surya, G.W.: Was ist okkulte Medizin?, in: Das Wunder. Zeitschrift für Astrologie, Okkultismus, Magie, Spiritismus und verwandte Gebiete 1/1, 1928, S. 42-45.


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