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Über gesunde Wälder und das harmonische Miteinander der Maya:
https://archive.org/details/uber-gesunde...aya-mystica.-tv
Zeit Ist Kunst - Gespräch über den Mayakalender Tzolkin:
https://archive.org/details/zeit-ist-kun...tler-jose-zuber
Die Creaturen:
https://www.youtube.com/watch?v=KQWe5TI6ZL8
https://www.youtube.com/watch?v=OIwSzm0w1mc&t=1s
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"Die Erlösung kann nicht verdient, nur empfangen werden, - darum ist sie die Erlösung". -
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Maya-Kalender: Rätsel um 819-tägige Zählung gelöst:
New Orleans (USA) – Ein in Hieroglyphenschriften der Maya überlieferter, aber dennoch wenig bekannter Kalender beschäftigt Wissenschaftler wie Forschende bereits seit Jahrzehnten. Eine neue Analyse und Studie zeigt nun, wie der 819-tägige Kalender über einen funktioniert und belegt einmal mehr das erstaunlich geometrisch-astronomische Verständnis seiner Erfinder.
Wie das Team John H. Linden und Victoria R. Bricker von der Tulane University aktuell im Fachjournal “Ancient Mesoamerica” (DOI: 10.1017/S0956536122000323) berichtet, glaubten einige frühere Ansätze, dass Verbindungen zu den synodischen Perioden der sichtbaren Planeten zu kurz greifen, um die 819-tägigen Zählung des Kalenders der Maya zu erklären. „Indem wir die aber Kalenderlänge auf 20 Perioden der 819 Tage verlängerten, offenbarte sich ein mit den synodischen Perioden aller sichtbaren Planeten und den sogenannten Stationspunkten des Kalenders übereinstimmendes Muster.“ Das wiederum bedeutet, dass die Maya 45 Jahre der Beobachtung von Planetenausrichtungen benötigten, um diese dann in ihren Kalender zu übertragen.
Tatsächlich nutzen die alten Maya nicht nur einen, sondern mehrere Kalender – etwa den rituellen, rund 260-tägigen Tzolkin-Kalender, den Alltagskalender „Haab“ mit 365 Tagen und die sogenannte Lange Zählung (Long Count). Der bislang rätselhafteste ist jedoch ein 819-tägiger Kalender, wie er in Hieroglyphentexten der Maya, etwa im sog. Codex Dresdensis, überliefert ist.
Schon zuvor hatte es immer wieder Vermutungen gegeben, das dieser Kalender mit der Bewegung der Planeten zu tun habe, besonders deren sogenannter synodischer Umlaufzeit, also jener Zeitspanne, die ein Planet von einer Oppositionsstellung bzw. Konjunktionsstellung zur nächsten benötigt. Visuell kehren innerhalb solcher Perioden die Planeten bei ihrem Weg über den Himmel immer wieder zum selben Ausgangspunkt zurück. Allerdings bewegen sich die einzelnen Planeten natürlich unterschiedlich, ihre Perioden dauern unterschiedlich lang und genau vor diesem Hintergrund scheiterten viele bisherige Ansätze verschiedener Autoren.
Linden und Bricker fiel nun jedoch auf, dass der 819-tägige Kalender dann zum Tzolkin past, wenn man mehrere Durchgänge in Betracht, wenn nach 20 Zyklen (13.380 Tagen) der synodische Kalender mit 63 Zyklen des Tzlokin übereinstimmt: “Betrachtet man nun die Planeten über einen Zeitraum von 16.380 Tagen, also knapp 45 Jahre lang, fügt sich das Bild zusammen.“
Beginnend mit dem Planeten Merkur, dessen synodischer Umlauf von 117 Tagen perfekt zu den 819 Tagen des Kalenders passt (7x117=819), über den Mars mit einer 780-tägigen Periode (21x780=16.380), benötigt die Venus sieben synodische Umläufe, um auf fünf Kalenderzählungen zu kommen. Saturn benötigt 13 Perioden für sechs Kalender-Perioden und Jupiter 39, was dem 19-Fachen von 819 entspricht.
Recherchequellen: Tulane University, Ancient Mesoamerica
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Neuentdeckte Maya-Städte mit Pyramiden zeigen: Großteil der
bedeutenden Maya-Stätten vermutlich noch unentdeckt:
Auszug der Lidar-Scans einer bislang unerforschten Region in Campeche, Mexiko.
Copyright/Quelle: Auld-Thomas et al., Antiquity 2024
Flagstaff (USA) – Mit Hilfe der Lidar-Technologie, mit der digital der sichte Bewuchs des Regenwaldes entfernt werden kann und so Strukturen am Boden zutage treten, entdeckten Archäologen immer mehr bislang unbekannte archäologische Stätten der Maya-Kultur. Eine Studie vermutet nun, dass sogar ein Großteil der bedeutenden Maya-Stätten noch nicht gefunden wurde.
Tatsächlich haben Archäologen anhand von Lidar-Daten aus einer bislang gänzlich unerforschten und einst von den Maya besiedelten Region im mexikanischen Bundesstaat Campeche 6.674 unentdeckte Maya-Strukturen entdeckt, darunter Pyramiden ähnlich denen der berühmten Stätten von Chichén Itzá oder Tikal.
Neue archäologische Entdeckungen im Regenwald
Wie das Team um Luke Auld-Thomas von der Northern Arizona University aktuell im Fachjournal „Antiquity“ (DOI: 10.15184/aqy.2024.148) berichtet, habe jene Stichprobe, die bislang als Abbild der Maya-Zivilisation für die Wissenschaft diente, nur aus wenigen hundert Quadratkilometern bestanden. „Früher wurden diese Stichproben wurde von Archäologen mühsam erkämpft, die jeden Quadratmeter abliefen und Vegetation mit Macheten beseitigten, um zu sehen, ob sie auf einem Steinhaufen standen, der vor 1.500 Jahren vielleicht jemandes Zuhause war. (…) Heutzutage ermöglicht die Lidar-Technologie ganze Landstriche zu scannen und Anomalien in der Landschaft aufzudecken, die oft als Pyramiden, Wohnhäuser und andere Maya-Infrastruktur identifiziert werden.“
Ein Nachteil der Lidar-Suche sei jedoch, dass sie teuer sei und Förderorganisationen ungern Geld in völlig unerforschte, möglicherweise geschichtslose Gebiete investieren, berichtet der Archäologe weiter. „Deshalb blieb ein Teil von Campeche lange ein weißer Fleck auf den Karten der Archäologen.“
Um diesen weißen Fleck mit archäologischen Daten zu füllen nutzte Auld-Thomas Lidar-Daten, die zuvor von Ökologen, der Forstwirtschaft und dem Bauwesen erstellt wurden, um einige dieser Gebiete für ganz andere Zwecke zu untersuchen.
Tatsächlich hatte ein Konsortium, das sich auf die Messung und Überwachung von Kohlenstoff in Mexikos Wäldern konzentrierte, bereits 2013 eine gründliche Lidar-Abmessung in Auftrag gegeben. Auld-Thomas und Forscher der Tulane University, des mexikanischen Instituto Nacional de Antropología e Historia und des National Center for Airborne Laser Mapping der University of Houston haben diese Lidar-Daten nun erneut ausgewertet und so Zugriff auf rund 130 Quadratkilometer in Campeche erlangt, die vorher noch nie von Archäologen untersucht worden waren.
Digitale Daten offenbaren Maya-Siedlungen und Städte samt Pyramide
Hierbei offenbarte sich eine dichte, vielfältige Ansammlung von Maya-Siedlungen, die in der Region verstreut sind, darunter sogar eine ganze Stadt. „Diese Entdeckungen könnten einen lang anhaltenden archäologischen Disput beenden, der seit dem Aufkommen von Lidar tobt:
Unsere Analyse zeigte nicht nur eine dichte Ansammlung von Siedlungen, sondern auch eine große Vielfalt“, sagt Auld-Thomas. „Wir fanden nicht nur ländliche Gebiete und kleinere Siedlungen. Wir entdeckten auch eine große Stadt mit Pyramiden direkt neben der einzigen Straße der Region, in der Nähe einer Stadt, in der Menschen seit Jahren zwischen den Ruinen Landwirtschaft betreiben.“
Die Entdeckung von Strukturen, von denen bislang niemand etwas ahnte, zeige eindrucksvoll, dass noch lange nicht alles gefunden wurde und dass es noch viel mehr zu entdecken gibt.
Aus der Vergangenheit für das Heute und Morgen lernen
Zukünftige Forschungen werden sich nun weg von den digitalen Daten auf die Feldforschung an den neu entdeckten Stätten konzentrieren und könnten dann auch bei der Lösung moderner Probleme in der Stadtentwicklung helfen, berichten die Forschenden: „Die antike Welt ist voller Beispiele für Städte, die völlig anders sind als die heutigen Städte“, schließt Auld-Thomas. „Es gab Städte, die eine weitläufige landwirtschaftliche Struktur aufwiesen und hyperdicht waren; es gab Städte, die hochgradig egalitär und extrem ungleich waren. Angesichts der Umwelt- und sozialen Herausforderungen, die durch das rasche Bevölkerungswachstum entstehen, kann es nur hilfreich sein, antike Städte zu studieren und unsere Sichtweise darauf zu erweitern, wie das urbane Leben aussehen kann. Eine größere Stichprobe der menschlichen Geschichte, eine längere Aufzeichnung der Spuren menschlichen Lebens, könnte uns den Freiraum geben, uns bessere und nachhaltigere urbane Lebensweisen jetzt und in der Zukunft vorzustellen.“
Recherchequelle: Antiquity
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Drei bislang unbekannte Maya-Städten entdeckt:
Guatemala-Stadt (Guatemala) – Im Regenwald im Norden Guatemalas haben Archäologen drei große, im Dreieck angeordnete Ruinenstädte aus der Frühzeit der Maya entdeckt. In einer Stadt befindet sich eines der vermutlich ältesten astronomischen Observatorien der Maya.
Computerrekonstruktion des Observatoriums von Los Abuelos (Illu.)
Copyright: Ministerio de Cultura y Deportes (Guatemala)
Wie das Kulturministerium Guatemalas gemeinsam mit den Archäologen des Projekts Uaxactun (PARU) um Monica Urquizé und Milan Kovac von der Comenius-Universität in Slowenien berichtet, wurden die jeweils etwa fünf Kilometern voneinander entfernten Städte Los Abuelos, Cambrayal und Petnal im Dschungel von Petén entdeckt. Diese Region ist für ihren kulturellen Reichtum und bereits bekannte präkolumbianische archäologische Funde bekannt.
Die Entdeckung der drei Städte bezeichnen die Forschenden als „wahren Schatz, der das Erbe der Guatemalteken und der gesamten Menschheit bereichert.“
Während die zentrale kulturelle Achse der Region die bekannte Maya-Stadt Uaxactun ist, sei der Umfang jedoch viel breiter und erstrecke sich auf ein Gebiet von 1200 Quadratkilometern.
Anhand der Funde datieren die Archäologinnen und Archäologen das Alter der drei Städte auf 2.900 Jahre in die mittlere Maya-Präklassik. Nach einer Phase, in der die Städte verlassen wurden, wurden sie vor rund 1.100 Jahren, während der Spätklassik, erneut von den Maya besiedelt.
Die Skulpturen der „Großeltern“ in der Maya-Stadt Los Abuelos .
Copyright: Ministerio de Cultura y Deportes (Guatemala)
Die vermutlich bedeutendste der drei Städte dürfte Los Abuelos (dt. Die Großeltern) gewesen sein. Den Namen leiten die Forschenden von zwei vor Ort gefundenen Skulpturen ab, die als „5A“ und „5B“ bezeichnet werden: „Diese Figuren stellen einen Mann und eine Frau dar, von denen angenommen wird, dass sie das Ur-Paar [der Maya] symbolisieren.“ Am Fuße der Skulpturen wurde ein menschliches Grab gefunden, und nicht weit davon entfernt, die Überreste zweier Raubkatzen. Unter den entdeckten Grabbeigaben fanden sich Töpferwaren, Muscheln und Pfeilspitzen.
Neben den Skulpturen der Großeltern beherbergt die Los Abuelos ein Bauwerk, das offenbar als astronomisches Observatorium genutzt wurde. Die Anordnung der Gebäude ermöglicht es, die Sonnenwenden und Tagundnachtgleichen genau aufzuzeichnen.
Im Gegensatz zu Los Abuelos, das wohl als zeremonielles Zentrum diente, vermuten die Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen in Petnal mit seiner monumentalen 33 Meter hohen Pyramide ein politisches Zentrum. Auf dem Gipfel der Pyramiden befindet sich ein Raum in gutem Zustand, in dessen Inneren die Überreste von Wandmalereien auf Stuck, in roten, weißen und schwarzen Tönen mit zoomorphen Abbildungen gefunden wurden.
Computerrekonstruktion von Cambrayal (Illu.).
Quelle: Ministerio de Cultura y Deportes (Guatemala)
Die dritte Stadt, Cambrayal, beherbergt ein 57 Meter langes Netz aus ebenfalls mit Stuck verkleideten Kanälen, die von einem Wasserreservoir im oberen Teil eines Palastes gespeist und durch die Fassade ausgeleitet wurden. Allerdings scheinen die Kanäle nicht dem Transport von Frisch-, sondern von Abwasser gedient zu haben.
Recherchequelle: Ministerio de Cultura y Deportes
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Wie die Maya Sonnenfinsternisse auf Jahrhunderte präzise vorhersagen konnten:
Albany (USA) – Die Maya-Zivilisation in Mittelamerika zählt zu den fortschrittlichsten Kulturen der Antike. Zu ihren Leistungen in Astronomie und Mathematik zählen komplexe Kalender, präzise Himmelsbeobachtungen und Berechnungen, die ihrer Zeit weit voraus waren. Eine aktuelle Studie lüftet nun eines der großen Rätsel der Maya: Die Frage, wie sie Sonnenfinsternisse über viele Jahrhunderte hinweg erstaunlich genau vorhersagen konnten.
Symbolbild: Sonnenfinsternis über Maya-Tempeln (Illu.).
Copyright: grewi.de (mit Material von rlc:tk / WikimediaCommons)
Wie die Linguisten und Ethnohistoriker John Justeson von der University at Albany und Justin Lowry von der State University of New York at Plattsburgh (SUNY) aktuell im Fachjournal „Science Advances“ (DOI: 10.1126/sciadv.adt9039) berichten, steht der sogenannte „Dresdner Codex“ im Mittelpunkt der Untersuchung – das bekannteste erhaltene astronomische Manuskript der Maya.
Prominenter Teil des Dresdner Codex“ ist die sogenannte „Finsternistafel“, die über einen Zeitraum von 405 Mondmonaten reicht. Frühere Forschungen konnten weder die interne Logik dieser Tabelle noch die Methode erklären, mit der die Maya sie über Jahrhunderte aktuell hielten. Die aktuelle Studie schließt nun diese Lücke und revidiert zentrale Annahmen früherer Interpretationen.
Lange gingen Forschende davon aus, dass die 405-Monats-Periode eigens für die Vorhersage von Sonnen- und Mondfinsternissen entwickelt wurde. Laut der neuen Analyse war der ursprüngliche Zweck jedoch ein anderer: Die Tabelle diente zunächst als Mondkalender, der mit dem heiligen 260-Tage-Kalender (Tzolk’in) der Maya in Einklang gebracht wurde.
Die Forscher und Forscherinnen konnten nun rechnerisch zeigen, dass die 405-Monats-Periode – exakt 11.960 Tage – ein Vielfaches des 260-Tage-Zyklus ist (46 × 260 = 11.960). Diese Übereinstimmung ist zu präzise, um zufällig zu sein. Damit wird deutlich, dass die Maya die Mondzyklen absichtlich so anordneten, dass sie harmonisch mit ihrem religiös-astrologischen Kalendersystem verknüpft waren.
„Die Maya-Astronomen korrelierten die Daten von Sonnenfinsternissen mit den Tagen ihres 260-Tage-Kalenders“, erläutern die Autoren. Die Finsternistafel sei aus einem Lunarkalender hervorgegangen, in dem die 260-Tage-Zählung den Rhythmus der Mondphasen widerspiegelte. Erst daraus entwickelte sich das Modell zur langfristigen Vorhersage von Sonnenfinsternissen.
Ein weiterer Durchbruch der Studie betrifft die Langzeitgenauigkeit der Finsternistafel. Bisher nahm man an, dass die Maya nach Ablauf einer 405-Monats-Periode einfach eine neue Tabelle begannen. Doch laut den neuen Berechnungen verwendeten sie ein System überlappender Tabellen, um Fehler durch winzige astronomische Abweichungen auszugleichen.
https://www.science.org/cms/10.1126/scia....adt9039-f6.jpg
Finsternistafeln des Dresdner Kodex: Die gestrichelten Kästen umschließen die Abfolgen von jeweils sechs (einmal sieben) sogenannten „beabsichtigten“ Stationen. Die Stationen zwischen zwei aufeinanderfolgenden gestrichelten Kästen stellen hingegen „konstruierte“ Stationen dar. Die ersten beiden Stationen oben links besitzen keine gestrichelte Vertikallinie auf der linken Seite, da vier beabsichtigte Stationen der ersten Finsternis-Station der Tafel vorausgegangen wären. Die letzten vier Stationen unten rechts haben keine gestrichelte Vertikallinie auf der rechten Seite, weil zwei beabsichtigte Stationen auf sie folgen würden. Die gestrichelten Linien bilden also Rechtecke, die jeweils eine Serie aufeinanderfolgender beabsichtigter Stationen umschließen. Zwischen zwei solchen Rechtecken erscheint in der Regel eine Illustration – oberhalb nicht-kalenderbezogener glyphischer Passagen, die keine Ziffern enthalten – oder unmittelbar vor der letzten Kalender-Spalte innerhalb eines Rechtecks. (Klicken Sie auf die Bildmitte, um zu einer vergrößerten Darstellung zu gelangen.)
Quelle: Justeson u. Lowry, Science Advances 2025
Bevor eine alte Tabelle endete, begannen sie eine neue. Allerdings nicht willkürlich, sondern mit präzisen Intervallen von 223 oder 358 Mondmonaten. Diese Zeiträume entsprechen den natürlichen Wiederholungszyklen von Sonnenfinsternissen (dem sogenannten Saros-Zyklus). Durch diese Überlappung blieb die Prognose über Jahrhunderte hinweg korrekt.
Die Forschenden überprüften ihre Hypothese, indem sie die Finsternistafel mathematisch mit einem modernen astronomischen Datensatz verglichen. Dabei simulierten sie alle Sonnenfinsternisse, die zwischen 350 und 1150 n. Chr. im Gebiet der Maya sichtbar gewesen wären. Das Ergebnis: Die Finsternistafel konnte jede beobachtbare Finsternis in diesem Zeitraum korrekt vorhersagen – ein Beweis für die außerordentliche Präzision dieses Systems.
Die Studie verdeutlicht, wie weitreichend das mathematische Denken der Maya war. Ohne Teleskope oder westliche Mathematik entwickelten sie ein Modell, das nicht nur die Umläufe von Sonne und Mond erfasste, sondern auch die langfristigen Abweichungen zwischen beiden Systemen korrigierte. Ihre Berechnungen basierten auf empirischen Beobachtungen über Generationen hinweg – eine Leistung, die auf akribische Aufzeichnungen und hochentwickelte Zahlensysteme schließen lässt.
Der Dresdner Codex, heute in der Sächsischen Landesbibliothek aufbewahrt, erweist sich damit als ein außergewöhnliches Zeugnis wissenschaftlicher Präzision aus präkolumbianischer Zeit. Die beiden Forscher beschreiben ihn als ein „lebendiges Dokument“, das über Jahrhunderte fortlaufend angepasst und verbessert wurde.
Mit der neuen Rekonstruktion der Finsternistafel rücken einmal mehr die erstaunlichen astronomischen Fähigkeiten der Maya in den Vordergrund, komplexe Himmelszyklen mit religiösen und kalendarischen Systemen zu verknüpfen. Zutage tritt eine wissenschaftliche Tiefe, die in der Alten Welt ihresgleichen suchte.
Recherchequelle: Science Advances
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Kukulcan: Archäologen suchen mit Myonen-Scans nach verborgenen Kammern in Maya-Pyramide:
Chichén Itzá (Mexiko) – Nachdem sich die Myonen-Scan-Methode anhand ägyptischer Pyramiden bewährt hat, wollen mexikanischen Archäologen in einer kommenden Studie damit nun auch nach verborgenen Kammern im Innern der berühmten Maya-Pyramide des Kukulcán „El Castillo“ suchen.
Außenansicht der Pyramide des Kukulcán.
Copyright: Mauricio Marat INAH
Wie das mexikanische Nationalinstitut für Anthropologie und Geschichte (Instituto Nacional de Antropología e Historia, INAH) berichtet, soll in der auch als El Castillo bezeichneten Pyramide nach dem früheren Einsatz von elektrische Widerstandstomografie (Electrical Resistivity Tomography, ERT) nun auch mittels Myonen-Tomografie nach bislang unbekannten Hohlräumen, Gängen und Kammern gesucht werden. Schon die früheren Untersuchungen hatten gezeigt, dass der Pyramidentempel über einem großen, natürlichen Wasserspeicher, einer sogenannten Cenote, errichtet wurde, wie sie den Maya als heilige Eingänge in der Unterwelt „Xiabalba“ galten (…GreWi berichtete).
Die Pyramide selbst gehört zu den bekanntesten Pyramiden Mittelamerikas. Auf der Spitze der sogenannten El-Castillo-(Die Burg)-Pyramide befindet sich der sechs Meter hohe Tempel des Kukulcán und damit jener Schlangengottheit der Maya, deren Name sich inhaltlich mit dem des bekannten toltekischen Quetzalcoatl deckt.
Zweimal im Jahr, jeweils zur Tagundnachtgleiche und einige Zeit davor und danach, versinkt bei Sonnenuntergang eine Seite der Pyramide fast vollständig im Schatten. „Dann wird nur noch die Treppe von der Sonne angestrahlt und auf sie projizieren sich die Stufen der Pyramide. Dieses aus Licht bestehende Band vereint sich schließlich für kurze Zeit mit einem Schlangenkopf am Fuß der Pyramide und stellt so eine gefiederte Schlange dar. Es sei nicht nachweisbar, dass dieser beeindruckende Effekt von den Maya gleich interpretiert wurde und noch weniger, dass er beim Bau der Pyramide beabsichtigt war, ist ein Teil der Meinungen. Andere Quellen sprechen davon, dass der Effekt errechnet wurde.“
(Quelle: Wikipedia)
Bei Myonen handelt es sich um kosmische Teilchen, die in der oberen Erdatmosphäre durch die Kollision von kosmischen Strahlen und Atomkernen in der Atmosphäre entstehen. Diese reisen mit annähernder Lichtgeschwindigkeit und einer konstanten Fallrate von 10.000 pro Quadratmeter und Minute in Richtung Erdoberfläche.
Schaubild zum Einsatz der Myonen-Tomografie
Quelle: scanpyramids.org
Ähnlich wie es mit Hilfe von Röntgenstrahlen möglich ist, das Skelett von Lebewesen im Körper sichtbar zu machen, so durchdringen Myonen vergleichsweise einfach jegliche Art von Strukturen – sogar festes Gestein, wie etwa massiver Fels Berge oder Bauten. Werden entsprechenden Detektoren am richtigen Ort platziert (in den Pyramiden sollte dies unterhalb der vermuteten, noch unbekannten Kammern sein) so können darüberliegende Hohlräume und damit Kammern und Gänge im Innern der Pyramiden abgebildet werden, da diese von den Myonen einfacher durchdrungen werden können, als dichtere Teile einer Struktur, durch die die Elementarteilchen absorbiert und abgeschirmt werden.
In Gizeh und anhand der Knick-Pyramide von Dahschur (…GreWi berichtete) war es dortigen Archäologen bereits gelungen, bislang unbekannte Hohlräume nachzuweisen. Die Scans in Chichén Itzá sollen nun nicht nur das Wissen über die bislang bekannte Architektur der Tempel-Pyramide erneut evaluieren, sondern auch Hypothesen untersuchen, wonach sich unter dem Gipfeltempel eine ältere Struktur, vielleicht sogar ein königliches Grab befinden könnte (…GreWi berichtete).
Die von Wissenschaftlern und Wissenschaftlerinnen der Universitäten von Mexiko (UNAM), Chicago, Virginia, des Fermi National Laboratory (USA) und der Dominikanischen Republik durchgeführten Myonen-Scans sollen im kommenden Jahr beginnen.
Quelle: INAH
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