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Und Gott sprach ...

in Ur-Schöpfung: 05.02.2010 19:50
von Atlan • Nexar | 13.573 Beiträge

Aus: http://www.gerhard-kringe.de/nr203.html

3. „BaRa“ (hebr) im AT und „ktizo“ (gr) im NT
"BaRa" (hebräisch), erschaffen = ins Dasein rufen - ein erstmaliges Erschaffen.
1.Mos.1,1. Im Anfang schuf (BaRa) Gott die Himmel und die Erde.
(Die 1. Schöpfung = Urschöpfung)

* In dem Wort "BaRa" steckt das Wort "RaA´H" = "Sehen".
Damit läßt sich BaRa auch als "In das Sehen bringen" erklären.
Ein "Aus dem Verborgenen Heraustreten", siehe auch Röm.11,36a, u.1.Kor.8,6.
Der erste Buchstabe des Hebräischen "BaRa" ist "Be´JT", (b) die Zahl 2.
Bei der Erschaffung im Anfang erscheint die große Zweiheit. Himmel und Erde.
In dem Wort "BaRa" steckt auch das Wort "BaR" = klar, oder Klarheit.
Was aus dem Ursprünglichen, aus Gott kommt, ist KLAR und keinesfalls ein Chaos.
Vor den Wörtern „die Himmel“ und „die Erde“ steht jedesmal ein „ET“.
Es ist der erste und letzte Buchstabe des hebr. Alphabets.
Wie von „A“ bis „Z“. Im Anfang schuf Gott die Himmel und das Erdland mit allem was
dazu gehörte und was sie beinhalteten. Von A bis Z, also vollständig.

Zwischen dem Vers 1 und 2 liegt der Fall der Urschöpfung, siehe: Nr.4.

1.Mos.1,2. Und Gott sprach: Es werde Licht. (Die 2. Schöpfung - heutige Schöpfung)

* Und es wurde LICHT. Hier sprach der Sohn, der "Logos", er ist der Bauplan Gottes für das Universum.
Siehe Joh.1,1.

Licht ist die Energie Gottes. - *Finsternis ist nichts, es ist fehlendes Licht. - *,
( - Anm.: Das ist zu ungenau, - "auch Dunkelheit ist eine Lichtschwingung",
- es gibt keine "Lichtlosigkeit". -
)

Durch die Energie Gottes wird das All erhalten und ständig erneuert. Ps.104.
Das ganze Universum ist ein großes Schwingungsfeld.
Nach Prof. Rohrbach ist auch Materie Energie, d.h. Materie ist verdichtetes Licht.
Hebr.11,3. Die Welt ist nicht aus nichts geworden, sondern aus göttlicher Energie.
Licht = Energie = Materie , d.h. Materie ist verdichtetes Licht und dieses Licht ist Gott.

* Gott wohnt in einem unzugänglichen Licht außerhalb des Universums. Seit dem Sündenfall
im Himmel ist er nicht mehr in der Mitte der Schöpfung. Aber er wird es wieder sein.
Das ist ja der Sinn der Heilsgeschichte Gottes.
* In 1.Mos.1,2 steht nicht "BaRa" = erschaffen. Im 6 Tagewerk wurde nicht erschaffen,
sondern gemacht. Vorhandenes wurde neu gestaltet. Bis auf den Menschen in 1.Mos.
1,27 und die Seeungeheuer (Fische) nach 1.Mos.1,21. Alles was es auf der Urerde nicht gab,
wurde "BaRa", erstmalig erschaffen.

In 1. Mos.1,27 wurde der Mensch im Bilde, im Plan Gottes geschaffen „bara“ (Mehrzahl).
In 1.Mos. 2,7 bildete „jasar“ Gott, der Herr, den Menschen (Adam, Einzahl) aus vorhandener
Materie, dem Staub der Adama, und er wurde zur lebenden Seele. Er bekam Erkenntnisgeist Gottes,
den Gott nach dem Sündenfall bis auf den brennenden Docht wieder wegnahm.
1.Mos.2 ist die Fortführung von 1.Mos.1 und kein 2. Schöpfungsbericht. Der ebenfalls in
1.Mos.1,27 geschaffene Adam wird nun für seine Aufgabe in Eden zubereitet.
Mit diesem Adam beginnt die Segenslinie Gottes. Der Weibessame der Eva sollte
einmal der Schlange den Kopf zertreten. Das wußte Satan und begann sofort sein Störmanöver.
Deshalb wurde auch Abel ermordet. Trotzdem hat Gott die Segenslinie über Abraham,
Isaak, Jakob, Juda, Tamar, David, bis Jesus zielgerecht weiter geführt. So erfüllte sich
am Kreuz diese Verheißung.

AT = „BaRa“ 3x in 1.Mose, erschaffen, schaffen, etwas ganz Neues.
„BaRa“ = 22x im AT = erschaffen, schaffen, erstmalig ins Dasein rufen.
20x „BaRa“ erschaffen, schuf. Das Erschaffene.
2x ...schuf die.., schuf er sie... Gen. 1:21; 1:27.
Gen. 1:1 „BaRa“ Die Urschöpfung. 1. Schöpfung.
Gen. 1:21 „BaRa“ Seeungeheuer u. Fische. 2. Schöpfung.
Gen. 1:27 3x „BaRa“ Der Mensch im Bilde Gottes. 2. Schöpfung.
In den 3 Stellen von 1.Mos.1,1,21,27 wird erstmalig erschaffen.
Alle anderen Stellen berichten lediglich darüber:
Gen. 2:3 Gen. 5:1 Deut. 4:32 2. Sam. 12:17 Ps. 51:12
Isa. 40:26 Jer. 31:22 2x Ezek. 21:24 Dan. 2:38 Dan. 4:9
Dan. 4:12 Dan. 4:18 2x Dan. 4:20 Dan. 4:22 Dan. 4:29

* Im AT gibt es keine weiteren Stellen, in denen vom Erschaffen die Rede ist,
bis auf 7 Stellen in Jesaja, wo vom Erschaffer oder Ausstrecker (soweit es sich um die Himmel handelt)
die Rede ist. Jesaja 40,28; 42,5; 43,15; 45,18; 57,19; 65,17,18.
Diese Stellen beziehen sich auf die Urerde, bis auf Jes.57,19 und Jes.65,17-18.
* Jesaja 65,17-18. Ich bin der Erschaffer neuer Himmel und neuer Erde = 3. Schöpfung.
* Was Gott einmal erschaffen hat, reicht für sein Endziel aus. Er selbst ist der Garant,
daß seine Schöpfung ihr Ziel erreicht. Für seine Geschöpfe gilt, daß sie noch einmal ins
göttliche Leben geschaffen werden, d.h. sie werden ins göttliche Leben gezeugt.
Siehe „ktizo“ im NT. Ein neuer Mensch nach Gott geschaffen. Nicht nur in seinem Bilde wie Adam.
Ein neuer Mensch, den es vorher nicht gab.
* Alles, was es auf der Urerde gab und vernichtet wurde, diente als Same für den 2. Kosmos.
All das wurde nicht noch einmal geschaffen, sondern aus der alten Materie gemacht und hervorgerufen.
So macht es Gott nach jedem Gericht (Zurechtbringung).

Deshalb ist es ab 1.Mos.1,2b kein Schöpfungsbericht, sondern ein 6 Tagewerk der Wiederherstellung.
Siehe auch 2.Mos.20,11a, auch hier steht nicht „BaRa“, sondern „ASsa´H“ = Machen, Tun. Gott wird tätig.
Der chaotische Zustand seiner Schöpfung jammert ihn. Er sendet seinen Geistwind aus, um wieder Ordnung
in das Durcheinander zu bringen. Gott ergreift die Initiative, so , wie er es in jedem Glaubensleben tut.
Von wegen, wir haben uns bekehrt. Hier hat der Herr eingegriffen und sein Werk in uns begonnen.
Und was macht Gott mit dem, was er begonnen hat? Er bringt es zu seinem Ziel.
Schon heute darf der Lichtglanz der Erkenntnis der Herrlichkeit in unseren Herzen aufleuchten, 2.Kor.4,6.
Es werde Licht und es wurde Licht ist die erste Verheißung in der Bibel.
Eine neue Perspektive für das ganze All. Ab hier wird die Heilsgeschichte Gottes in diesem Weltlauf sichtbar,
nachdem sie durch die Erwählung vor Grundlegung der Welt begonnen hat.

NT = „ktizo“

* Das Wort mit der gleichen Bedeutung wie „BaRa“ (hebr) ist im NT „ktizo“ (gr.).
* Im NT ist von einem neuen Menschen bzw. von einer neuen Menschheit die Rede,
die es vorher nicht gegeben hat. Der erste Mensch im Bilde Gottes war erschaffen.
Er war ein Bild Gottes, aber eben nur ein Bild. Nach dem Erlösungswerk gibt es erstmalig einen Menschen,
der aus Gott gezeugt ist. Diesen Menschen sieht Gott in seinem Sohn gleich wie seinen Sohn,
eben göttlich. Unvorstellbar, aber wahr. Siehe folgende Bibelstellen:

Röm.8,28-30, 8x „er hat“, es ist geschehen, glauben wir das? Eph.2,6 ff bestätigt dies.
Und nach Eph.1,13 wurde dies versiegelt und bestätigt.
Eph. 4,20 - 24. Der neue Mensch, der nach Gott geschaffen ist.
Eph.2,10. Denn wir sind sein Gebilde, in Christus Jesus geschaffen zu guten Werken..
Eph. 2,11 - 22 ...in sich selbst zu einem neuen Menschen schaffen und die beiden in einem
Leib mit Gott zu versöhnen durch das Kreuz, durch das er die Feindschaft getötet hat. Kol.1,16.
Denn in ihm ist alles in den Himmeln und auf der Erde geschaffen worden...
Kol.3,10 ...und den neuen Menschen angezogen habt, der erneuert wird zur Erkenntnis nach dem Bilde dessen,
der ihn erschaffen hat.

* Der Begriff für machen (erneuern), ist im NT „kainotés“ z.B. Off.21,5, alles neu machen.
Neue Qualität. Röm. 6,4. In der Neuheit (ist Realität) des Lebens wandeln (soll werden).
Röm. 7,6. Im Neuen (ist Realität) des Geistes dienen (soll werden).

In diesen Worten spiegelt sich unser Sohnesstand und Sohneszustand. Schon jetzt - noch nicht.
Wir müssen das werden, was wir in Christus längst sind und dazu benötigen wir das ganze Leben.
Gott hat die Rechnung gemacht, bevor er etwas ins Dasein schuf (BaRa).
Im Anfang war das Wort (der Logos, die Rechnung) und das Wort war Gott , Joh.1,1 ff.


. - Was Du aufdeckst, - offenbart sich . -

"Die Erlösung kann nicht verdient, nur empfangen werden, - darum ist sie die Erlösung". -

"Es ist alles Illusion, - was nicht aus mir selber spricht,
- denn es ist ein Zusatz, - dieses Eine nicht". -

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RE: Und Gott sprach

in Ur-Schöpfung: 05.02.2010 19:58
von Atlan • Nexar | 13.573 Beiträge

Aus: http://www.hanno-herbst.de/christliche_schriften.html

"Die Neuoffenbarung Jesu":

Die Neuoffenbarung JESU

Allein die Bibel?

Für die Christenheit, ja für die Menschheit als Ganzes, kann es kein größeres Ereignis geben,
als daß die Verheißungen des Herrn im Johannes-Evangelium sich wahrmachen:
“Noch vieles hätte ich euch zu sagen, doch ihr könnt es jetzt noch nicht ertragen (fassen).
Wenn aber jener, der Geist der Wahrheit, kommt, wird er euch in alle Wahrheit einführen.
Er wird nicht aus sich selber sprechen; er wird vielmehr reden, was er hört, und wird euch verkünden,
was künftig ist.” (Joh. 16, 12-14) Der Inhalt dieser Worte läßt keinen Zweifel daran, daß es sich hier um
künftige Prophetien handelt. Tatsächlich hat es auch in der christlichen Ära, nicht nur im Alten Bund,
eine fortlaufende Prophetie gegeben, die leider bei den institutionellen Kirchen zu wenig Beachtung fand.
Mit der willkürlich gesetzten und unbegreiflichen These, daß spätestens mit dem Tode der Apostel alle
Offenbarung endgültig abgeschlossen sei, gewährte man der Stimme des Heiligen Geistes nur wenig
Spielraum mehr.

Nun hat aber schon der zu seiner Zeit hochgerühmte Zisterzienserabt Joachim von Fion (gest. ca. 1205),
der selbst ein großer Prophet war, in seiner Dreizeitenlehre darauf hingewiesen,
daß nach der Offenbarung des Johannes zu Beginn des sogenannten Geistzeitalters
(d.h. kurz vor dem Endgericht) den Menschen ein “Ewiges Evangelium” verkündet werden wird.
Der betreffende Text bei Johannes lautet: “Und ich sah einen anderen Engel fliegen durch die
Himmelsmitte, der hatte ein Ewiges Evangelium zu verkünden über die Erdbewohner und
über alle Nationen und Stämme und Sprachen und Völker…” (Joh. Offb. 14,6).

Wir müssen uns nun fragen: Hat es vielleicht eine solche Verkündigung nicht schon längst gegeben
oder müssen wir noch darauf warten? Wir können es jedenfalls als ein heilsgeschichtliches Omen
betrachten, daß auffallenderweise sogleich mit dem Beginn der Neuzeit die Prophetengabe in einem
Ausmaß wuchs, daß niemand mehr, auch die Kirche nicht, daran vorbei kann.

Schon mit J.Böhme und E.Swedenborg waren Höhepunkte erreicht, die schließlich noch durch den
größten aller christlichen Propheten, durch Jakob Lorber (1800- 1864), weit übertroffen wurden.
Durch ihn hat zweifellos der verheißene Heilige Geist sein ganzes Füllhorn ausgegossen.
Besonders ist es das zehnbändige “Große Evangelium Johannes”, das anhand von detaillierten
Schilderungen aller Vorgänge im Leben Jesu während seiner drei Lehr- und Wanderjahre “in alle Wahrheit einführt”.
Erst recht aber wird in dieser Prophetie die folgende Verheißung Jesu wahr: “Der Beistand aber, der
Heilige Geist, den der Vater in meinem Namen senden wird, der wird euch alles lehren und euch an alles
erinnern, was ich euch gesagt habe.” (Joh. 14,26)

Wie sehr treffen gerade diese Worte auf das “Große Evangelium Johannes” zu! Aber auch die großen
Jenseitswerke Lorbers sind eine unerschöpfliche Quelle tiefster Erkenntnisse.

Diese sogenannte Neuoffenbarung - die nirgends in Widerspruch steht zur Altoffenbarung,
das heißt zu den überkommenen vier Evangelien, sondern ihren Inhalt erst voll zur Entfaltung bringt,
- ist ein “Licht aus den Himmeln”, das in allen Dingen Klarheit schafft und keine Frage offen läßt.
Ja sogar die alte Unstimmigkeit zwischen Wissenschaft und Glauben wird dadurch vollständig behoben,
daß sie auch die naturgeistigen Vorgänge im Schöpfungsbereich, in Makrokosmos und Mikrokosmos,
bis ins letzte durchleuchtet. Das physische Universum in seiner Gesamtheit ist in dieser Prophetie
ebenso enthalten wie der astrale und geistige Kosmos, Diesseits und Jenseits. Wir erhalten Auskunft
über die Entstehung der Welten wie über den Verlauf der Heilsgeschichte, über das Wesen Gottes und
der Engel, und erst recht über den Menschen und seine ewige Bestimmung. Daß Christus als der
geoffenbarte Vater und Erlöser der Welten bei alledem im Mittelpunkt steht, ist selbstverständlich. -

Es ist eines der vielen Wunder, die in der Heilsgeschichte schon so oft für Überraschungen gesorgt haben,
daß dieser Prozeß der “Wiederkunft Christi im Wort” in aller Stille vor sich ging. In größter Verborgenheit
geschah es, daß der “Schreibknecht Gottes” Jakob Lorber vor bereits über hundert Jahren den Grund legen
durfte für eine neue Ära der Menschheitsgeschichte. Es war Gottes Kalkül, in einer relativen Zeit
der Verborgenheit alles vorzubereiten, daß das Licht plötzlich hervorbrechen konnte.
Allein schon die Naturwissenschaften bestätigen heute das Weltbild der Neuoffenbarung
in einer Weise, die niemand für möglich gehalten hätte.

Wie immer bei prophetischen Kundgaben bediente sich der Herr auch bei Jakob Lorber
der höchsteigenen Sprache des Mediums. Es darf uns daher nicht wundernehmen,
wenn altertümelnde Ausdrucksweisen in Stil und Mentalität der damaligen Zeit
vorherrschend sind. Daß es in der Hauptsache eine Herzenssprache ist,
mit vielen volkstümlichen Beimengungen, erleichtert das Lesen. Wahrheitsgehalt
und Weisheitstiefe der göttlichen Einsprache aber werden in keiner Weise beeinträchtigt.


Die 10 Hauptpunkte der Neuoffenbarung
1. Weltgrund:

Nach Lorber gibt es keinen Stoff im Sinne des Materialismus. Alles ist Energie, nämlich
Gottes- oder Geisteskraft, zergliedert in allerkleinste Urgrundteilchen (Urlebensfunken).
Auch das bisher als kleinste Einheit betrachtete Stoffatom ist ein aus zahllosen Grundteilchen
bestehendes lebendiges Universum in kleinstem Maßstab. (Man vergleiche dazu die neuesten
Erkenntnisse der Kernphysik!) Aus den Urgrundteilchen (heute Elektronen oder Quanten genannt)
- die nichts anderes als selbständig gemachte Gedankenkräfte Gottes sind -
ist das ganze Weltall in planmäßiger Entwicklung aufgebaut.

2. Das Wesen Gottes:

Gott ist ewiger, unendlicher Geist, die Urkraft und der Urgrund alles Seins.
Seine höchsten Attribute sind Liebe, Weisheit und Willensmacht. Sein Heiliger Geist
erfüllt das ganze All (die "Weltseele" der antiken Religionen).
Allein, dieser unendliche Allgeist hat als innerstes ein Machtzentrum,
von dem wie aus einer Sonne Gedanken und Willenskräfte in die Schöpfung hinausströmen,
um nach einem großen Lebensvollendungskreise wieder zurückzukehren.
In diesem Urmachtzentrum ist Gott wesenhaft gestaltet, und zwar in der höchsten aller Lebensformen:
als vollkommener Geistes-Urmensch. ("Gott schuf den Menschen nach seinem Bilde"!)
Von diesem Urmachtzentrum aus ist der Gottesgeist ewig schöpferisch tätig.
Die ganze Schöpfung ist ein gewaltiger Entwicklungs- und Vervollkommnungsvorgang
der göttlichen Gedanken und Ideen. Er vollzieht sich in ungeheuren, durch Ruhezeiten
geschiedenen Perioden ("Schöpfungstagen", "von Ewigkeit zu Ewigkeit").

3. Die gesitige Urschöpfung:

Der uns sichtbaren stofflichen Schöpfung gingen geistige Urschöpfungen voraus.
In diesen hat Gott aus den gleichsam aus sich hinausgestellten Urlebensfunken
große Geistwesen nach seinem Urbilde geschaffen (Urerzengel), die befähigt waren,
weitere Geistwesen ihresgleichen aus sich ins Dasein zu rufen. So entstanden Legionen
von großen Geistwesen (Engeln), die sich durch das Ordnungsgebot der Gottes-
und Bruderliebe zur gottähnlichen Lebensvollendung erziehen lassen sollten.
Ein Teil dieser Urwesen unter dem Hauptgeiste Satana (Luzifer) verfiel aber Kraft
seines freien Willens in grenzenlose Eigenliebe und Selbstherrlichkeit.
Da jedoch nach ewiger Ordnung den Gottabtrünnigen die nährenden Lebensströme aus
Gott versiegen mußten, so erstarrten sie gleichsam und verdichteten sich zu hilflosen Massen.
So entstanden im Schöpfungsraum durch Verdichtung geistig-ätherischer Urwesenheiten
(Materialisation) die Urnebel der Materie oder des Weltstoffes.

4. Die Stofflich Materielle Schöpfung:

Sollten die gefallenen Urwesen ewig im Banne ihres Gerichtes verbleiben oder doch noch zur
Vollendung in Gottes heiliger Lebensordnung rückgeführt werden?
Die göttliche Liebe erkannte sich der gefallenen Geisterwelt:
Mit Hilfe der treugebliebenen Engelsgeister entwickelte der Schöpfer aus
den Urnebeln des Weltenstoffs durch Gliederung und Neubelebung den
- in seiner Gesamtheit den "verlorenen Sohn" darstellenden - Bau des materiellen Universums.
(Kant-Laplace'sche Weltentstehungslehre geistig begründet!) Damit leitete Gott auf all den
zahllosen Weltsystemen und Weltkörpern eine Erlösung (Lösung) der in der
Materie gebundenen Urwesen ein.

5. Zweck des Naturlebens:

Auf allen Gestirnen werden durch das göttliche Walten die erstarrten Weltstoffmassen
mehr und mehr gelockert. Die sich lösenden luziferischen Lebensfunken werden nach Gottes
liebeweisem Heilsplan in den Reichen der Naturwelt von den Engeln, den Dienern des Schöpfers,
in immer neue geistige Läuterungsschulen gebracht. Dies, indem sie -
zu stets reicheren Verbänden oder "Seelen" vereinigt - in immer höheren Lebensformen
stufenweise durch das Mineral-, Pflanzen- und Tierreich emporgeführt werden.
(Darwins Entwicklungslehre in allumfassender geistiger Sicht!)
- Auf diesem geistig-leiblichen Entwicklungsweg werden die "Naturseelen" im Bau
und Gebrauch ihrer jeweiligen Lebenshüllen (alle Gebilde der drei Naturreiche) angeleitet.
Sie beginnen damit, ihre widergöttliche Selbstsucht nach und nach zu überwinden und
sich zur himmlischen Ordnung des Dienens in gegenseitiger Liebe zu bekehren.
(Aufbau gemeinsamer Verbände, Organismen.) So predigt auch das Evangelium
die "Erlösung aller Kreatur" durch die Macht der Liebe.

6. Der Mensch - Endziel dieser Entwicklung:

Die auf diese Weise aus der luziferischen Materie aufgestiegene Menschenseele soll
- unter dem Einfluß eines ihr eingehauchten Gottesgeist- oder Liebefunkens
- sich nun im irdischen Leben bewähren. Durch freiwillige Erfüllung der Liebesgebote
Gottes soll sich der Mensch immer höher bis zur wahren Gotteskindschaft entwickeln.
um schließlich am Ziel der Vollendung zur wahren Freiheit und Seligkeit des ewigen
Lebens einzugehen.

7. Die Wesenheit Jesu Christi:

Als die Schöpfung so weit gereift war, um die höchste Enthüllung der göttlichen Liebe
- die Gottheit als "Vater" - zu fassen, wählte Gott unsere äußerlich so unscheinbare Erde
zur größten Liebetat seiner Erbarmung aus. Hier, wo der innerste Geistkern Luzifers gebannt
gehalten wird, hüllte Gott sein geistmenschliches Urmachtzentrum ins Gewand der Materie.
("Und das Wort ward Fleisch.") In Jesus Christus trat Gott selbst ins Menschenreich,
um dieses und alle Geister der Unendlichkeit zu belehren. Als höchstes Zeugnis der Liebe zog
Er selbst das Kleid der Materie an, um die Gefallenen aus ihrem Gerichte zu erlösen
und die Geläuterten wieder ins Vaterhaus zurückzuführen. (Gleichnis vom verlorenen Sohn.)
Jesu Geist, das heilige Urmachtzentrum Gottes, ist der "Vater". Jesu Seele (und Leib),
d.h. sein Menschliches, ist der vom Vater geschaffene "Sohn".
Die in die Unendlichkeit ausstrahlenden Gotteskräfte, ausgehend vom Vater durch den Sohn,
sind der "Heilige Geist". Und so sind in Christus vereint Vater, Sohn und Hl. Geist
(Lösung der Dreieinigkeitsfrage!). Jesus: "Wer mich sieht, der sieht den Vater
" und "Ich und der Vater sind eins!"

8. Heilsweg zur geistigen Wiedergeburt:

Als einzigen, zu Vollendung und ewigem Leben in Gott führenden Heilsweg lehrte Jesus das
Grundgesetz der ganzen Schöpfung: "Liebe Gott über alles und deinen Nächsten wie dich selbst!"
Weder äußerliche Werkgerechtigkeit (Sakramentenempfang) noch äußerliche Glaubensgerechtigkeit
(Bekenntnisglaube) genügen; sie sind bestenfalls Hilfsmittel für den Heilsweg der reinen,
tatkräftigen Liebe, dem Urgrund alles Seins. Ist im Menschen mit Hilfe des Gottesgeistes
die reine Himmelsliebe zum unbeschränkten Herrscher geworden, dann ist der Mensch
dem Gerichte der Materie entronnen und hat die geistige Wiedergeburt erreicht.
Mit dem ihr eingepflanzten Gottesgeist völlig verbunden, vermag die geläuterte Seele
sodann zu einem wahren Gotteskind zu werden, "eins" mit ihrem Schöpfer und himmlischen Vater
und ewig teilhabend an der Fülle seiner göttlichen Lebens- und Wirkungskräfte.

9. Die Fortentwicklung im Jenseits:

Die meisten Erdenmenschen treten nach ihrem Leibestod noch unvollendet in die
feinstofflichen Jenseitssphären ein. Ihnen bietet die göttliche Liebe drüben neue Schulungsstätten,
um schließlich alle - wenn auch oftmals auf weit schwierigeren und peinvolleren Wegen
- doch noch zur Vollendung zu führen. Denn der göttliche Plan einer allgemeinen Erlösung
kennt keine ewige Verdammnis! Um das Endziel zu erreichen, gelangen die noch unreif
aus dem Leben scheidenden Seelen im "Jenseits" , d.h. in der irdisch unsichtbaren geistigen Welt
zunächst in eine Art Traumleben. Hier wird ihnen zu ihrer Belehrung ein von ihren Schutzmächten
geleitetes innergeistiges Schauen und Erleben zuteil, das je nach ihrer guten oder bösen Gesinnung
ein paradiesisch-wonnevolles oder höllisch-qualvolles Empfinden hervorruft. "Himmel und Hölle"
sind somit keine Örtlichkeiten, sondern geistige Entwicklungszustände der Seele.
- Stark selbstische, erdgebundene Seelen werden auch durch Wiedereinzeugung
(Reinkarnation) auf anderen stofflichen Welten oder zuweilen auch auf unserem
Erdplaneten weitergeschult.

10. Am Ziel der Vollendung:

Seelen, die sich auf Erden oder in der jenseitigen Welt zur reinen Gottes- und Nächstenliebe
läutern ließen, gelangen zu stets neuer und beseligender Wirklichkeit.
Ihre geistige Schau und Wirkungsmacht erweitert sich in den dreifach gestuften Himmeln,
entsprechend der Reinheit und Stärke ihrer Liebe. Die endloser Steigerung fähige Seligkeit
der Vollendeten besteht in immer tieferer Erkenntnis Gottes, immer größerer Liebe zu Ihm
und all seinen Geschöpfen, sowie in stets wirkungsreicherer Mittätigkeit am hohen Werke
der Schöpfung als der Offenbarung alles Seins und Lebens.

Schon diese kurzen Andeutungen lassen erkennen

daß bei Lorber eine geistige Religion von größter Weite, Einheitlichkeit und Folgerichtigkeit vorliegt.
Sie vermittelt eine erhabene Lebenslehre reinster Liebe und höchster Tatkraft, in der die Gottheit,
der Vater in Jesus, den Grundstein bildet. Die ganze Fülle und Vielseitigkeit der Lehre eröffnet
freilich erst das eingehende Studium der Lorberwerke. Diese bieten gerade das, worum die besten
Geister unserer Generation zutiefst ringen: eine Synthese zu finden zwischen der Heilandslehre
der Bibel und dem Entwicklungsgedanken der Wissenschaft. Daraus ergibt sich ein übereinstimmendes,
an kein konfessionelles Bekenntnis gebundenes Christentum, das durch seinen Ethos
der Liebe und die Tiefe seiner Erkenntnis alle Menschen zu einer hochgesinnten Geistes-
und Lebensgemeinschaft zu einen vermag.

Stimmen aus kirchlichen Kreisen:

Das Lorber-Schrifttum mit seinen 25 zum Teil sehr umfangreichen Bänden hat bereits eine Auflage
von über einer Million Exemplaren erreicht. Und hatte man es früher in kirchlichen Kreisen kaum
beachtet oder direkt abgelehnt, so setzen sich heute in der großen Glaubenskrise und Seelennot
unserer Zeit immer mehr Geistliche ernsthaft damit auseinander; ja, manche von ihnen sind aufs äußerste
beeindruckt. So schreibt zum Beispiel der evangelische Theologe D. Dr. Kurt Hutten:
"Dieses Weltbild hat Tiefe und Kraft, umfaßt alle Ebenen des menschlichen Seins und der Geschichte,
enthält großartige Vorstellungen wie die des großen Schöpfungsmenschen und hat in erstaunlicher Weise
moderne Forschungsergebnisse vorweggenommen, so z. B. die in der Atomphysik erfolgte
Auflösung der Materie in Energie und Bewegung. In einer Zeit, in der sich die Dimensionen
des Universums durch die Astronomie ins Unermeßliche geweitet haben, unsere Erde als ein winziges,
belangloses Stäubchen erkannt worden ist, das im Reigen der Sonnen und Milchstraßen verloren
umhertreibt, und der Mensch sich in einer frierenden Einsamkeit und Verlorenheit vorfindet,
kann das Weltbild Lorbers eine große Hilfe sein,... es gibt der Erde samt ihrer Geschichte
und Heilsgeschichte ihre Würde wieder, verleiht dem Glauben eine kosmische Weite,
verwebt Diesseits und Jenseits, Mikrokosmos und Makrokosmos ineinander,
preist die alle Schöpfung durchwaltende Liebe Gottes und weist mit alledem den Menschen
einen Weg zur Geborgenheit."

Der katholische Theologe Robert Ernst: "...25 Bände hat Jakob Lorber in 24 Jahren geschrieben.
Ein Monumentalwerk, das über das Fassungs- und Schaffensvermögen des genialsten Philosophen,
Theologen und Schriftstellers hinausgeht." Der evangelische Theologe Hellmut von Schweinitz:
"Das Phänomen Lorber mit der Deutung der Tiefenpsychologie abzutun, ist keine überzeugende Erklärung
Denn was in seinen Schriften an die Oberfläche des Bewußtseins tritt, sind Erkenntnisse, die
aus der Sphäre seines beschränkten menschlichen Wissens nicht stammen können.
Zu ihrer Aneignung würde ein Menschenleben nicht ausreichen und alle schöpferische Phantasie
nicht genügen... Genausowenig kann das Lebenswerk Lorbers durch philosophische oder theologische
Spekulation erklärt werden. Es bleibt bei ihm wie bei allen prophetischen Phänomenen ein unerklärbarer Rest...
Bei der Untersuchung der Frage, wie Neuoffenbarung und Altoffenbarung zusammenstimmen,
stellt der evangelische Pfarrer Hermann Luger fest: "Beide stehen auf demselben göttlichen Grund.
Lorbers Schriften atmen durchaus biblischen Geist. Nicht nur der Inhalt seiner beiden Hauptwerke
"Das große Evangelium Johannes" und "Die Haushaltung Gottes" ist ein biblischer,
auch seine anderen Werke sind kernbiblisch. Viele Aussprüche und Reden des Herrn
im Großen Evangelium Johannes könnten geradesogut in einem der vier biblischen Evangelien stehen.
Daß sich bei Lorber vieles findet, was in der Bibel, besonders in den vier Evangelien, vollständig fehlt
- wie zum Beispiel die Reden des Herrn über die Himmelskörper und die Geheimnisse der Schöpfung
-, braucht uns nicht wunderzunehmen und beweist nichts gegen den biblischen Charakter der Neuoffenbarung.
Es ist nur verständlich, daß Jesus in den drei Jahren seiner öffentlichen Tätigkeit viel mehr geredet und getan
haben muß, als in den Evangelien der Schrift erzählt wird; und wir glauben daher ein Recht zu haben,
in der Neuoffenbarung geradesogut Gottes Wort zu sehen wie in der Bibel. Bibel und Neuoffenbarung
sind für uns zwei gleichberechtigte Erscheinungen, die ein und demselben Urgrund entspringen und von
denen die eine durch die andere erst recht an Wert und Bedeutung gewinnt." -


. - Was Du aufdeckst, - offenbart sich . -

"Die Erlösung kann nicht verdient, nur empfangen werden, - darum ist sie die Erlösung". -

"Es ist alles Illusion, - was nicht aus mir selber spricht,
- denn es ist ein Zusatz, - dieses Eine nicht". -

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zuletzt bearbeitet 10.03.2014 07:45 | nach oben springen
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RE: Und Gott sprach

in Ur-Schöpfung: 05.02.2010 20:14
von Atlan • Nexar | 13.573 Beiträge

Die Urschöpfung
Autor: Böhmerle, Theodor

“Am Anfang schuf Gott die Himmel und auch die Erde” (1. Mose 1, 1).

Der Mensch hat es nie mit der Urschöpfung zu tun gehabt — er ist von seinem Anfang an
in die gefallene Schöpfung eingetreten. Als der Mensch geschaffen wurde, war schon Satan,
waren also schon gefallene Engel da. Als er geschaffen wurde, war schon der Tod da.
Der Tod ist ja nach der Schrift nicht durch den Menschen eingeführt, sondern durch Satan.
Satan hat des Todes Gewalt.

Der Mensch wurde uranfänglich in die gemischte Welt gestellt, wo Licht und Finsternis kämpfen.
Er hat es von Anfang an nicht mit der Schöpfung, sondern mit der Erlösung der gefallenen Schöpfung
zu tun. Darum ist auch sein Gottesbuch, das ihm als Offenbarungsbuch übergeben ist,
ein Erlösungsbuch. Es ist von Anfang bis zum Schluß ein einheitliches Buch. Der Erlösungskampf
ist sein Thema. Der Anfang dieses Erlösungskampfes steht 1. Mose 1, das Ende,
der siegreich durchgeführte Kampf, Offb. 22.

Die Schöpfung, die eigentliche, sündlose Urschöpfung ist nur mit einem einzigen kurzen Vers
in der Bibel erwähnt, in 1. Mose 1, 1. Ganz nach der von uns schon oft genannten Regel der
Perspektive ist der Schöpfungsäon in gedrängtester Kürze geschrieben, ebenso der Äon
des Falles der Urschöpfung und der Verderb der Erde. Erst die Neuschöpfung,
der erste Erlösungsäon, ist dann eingehender berichtet; das geht uns schon näher an.

Die beiden ersten Verse der Bibel müssen von der Urschöpfung und ihrem Fall berichten,
sonst wäre uns das überhaupt nirgends in der Bibel erzählt. Mit Recht werden wir fragen,
wann, wo und wie sind denn die unzähligen Engelwelten geschaffen worden?
Wann ist Satan gefallen? Und mit Recht könnten wir fragen, woher kommt denn eine Erde,
die wüst und leer ist? Die hat Gott doch gewiß nicht so geschaffen. Woher kommt denn Finsternis?
Gott wohnt doch in einem unzulänglichen Licht. Und bei Gott ist doch durchaus gar keine Finsternis
(1. Joh. 1, 5). Mit Recht könnten wir fragen, woher kommt die grausige Gerichtstiefe,
von der 1. Mose 1, 2 die Rede ist? Das bedeutet nämlich das Wort Tiefe: eine erstaunliche Gerichtstiefe.

Wir würden über die wichtigsten Dinge ohne jede Offenbarung bleiben, wenn uns nicht 1. Mose 1, 1.2
die Urschöpfung und den Urfall schilderten. Die Bibel ist dabei ungemein kurz.
Sie gibt nur das Allernötigste. Die Menschen sollten nicht zu früh in das Geheimnis der Bosheit
schauen. Mit der zunehmenden Offenbarung des Lichts öffnet sich auch der Blick in die Finsternis.
Und auf dem Boden der Gemeinde in Christo ist auch das Geheimnis Satans tief enthüllt.
Wir können darum von unserem gefüllteren Erkenntnisboden aus jene ersten Verse von
Urschöpfung und Urfall tiefer und klarer verstehen. Wir haben ja auch den Geist, der in alle
Wahrheit leitet. In ihm treten wir an den ersten Vers der Bibel heran und suchen auch die Urschöpfung zu verstehen.

Sie geschah in einem Anfang. Sie war ausgewickelt aus einem Anfang. Die Urschöpfung
ist nicht aus einem Nichts hervorgegangen. Der Anfang war nicht ein Nichts, sondern ein hochbedeutsames
Etwas. Ja der Anfang, in welchem und aus welchem die Urschöpfung geschah, war das Wahrhaft Seiende.
Im Anfang war das Wort (Joh. 1, 1). Der Anfang ist im Wort, das ist im Sohne und seiner Herrlichkeit beschlossen.

Die Übersetzung Luthers in Hebr. 11, 3: “… daß alles, was man sieht, aus nichts geworden ist”,
ist unrichtig. Es muß dort wohl, richtig übersetzt, so heißen: durch den Glauben merken wir,
daß das Erscheinende aus dem noch nicht Erschienenen hervorgegangen ist. Der geistgewirkte Glaube
sieht die unmittelbare Welt. Darum sieht er auch das noch nicht Erschienene und sieht, wie aus ihm
das Erscheinende hervorgegangen ist. Das Erscheinende oder die sichtbare Schöpfung hat
ihren Wesensgrund im noch nicht Erschienenen.

Im Gottvater steht und geht alles wesenhaft. Und wie wir schon an manchen Stellen gesagt haben,
ging vom Vater-Urgrund alles in den Sohn-Grund über. Der Sohn hatte vor Grundlegung aller Welten
eine ihm vom Vater gegebene Herrlichkeit. Alle Vatergedanken in ihrer reelen, geistleiblichen
Auswirkung erschienen vor dem Sohn und wurden vom Sohn übernommen.
Was vom Sohn übernommen war, bildete dann des Sohnes Herrlichkeit.
Der Vater hat die große Herrlichkeit, der Sohn die gegebene Ausgeburts-Herrlichkeit.

Alle Gedanken Gottes sind von Unendlichkeiten her geistleibliche Wirklichkeiten.
Gott kann nicht rein formal denken wie die Sünderwelt — ihre Gedanken sind hohl.
Gott denkt immer real; Gottes Gedanken sind geistleibliche Wirklichkeiten.
In Gott ist alles geistleiblich. Und diese geistleiblichen Gottwirklichkeiten hat der Sohn
anbetend gesehen und zur Durchführung übernommen. In den Sohn sind sie geburtsmäßig übergegangen.
In ihm haben sie schon eine mehr äußerliche Form und Gestaltung angenommen.
Der Sohn ist ja das Wort. Das Wort aber ist schon eine äußerliche Gestaltung, sagen wir:
eine nach außen dringende Gestaltung des Geistes. Diese glaubensvoll, lebensvoll,
ausgeburtsmäßig vom Vater überkommene und vom Sohne übernommene Herrlichkeit ist der
Anfang der Kreaturenschöpfung. Hier gründet und west die ganze Kreatur. In diesem Anfang
und aus diesen Anfang ist sie geschaffen.

Der Anfang also nicht etwa ein leerer Zeitbegriff, sondern ein göttlicher Füllebegriff.
Ja, der Anfang kam zu seiner Fülle. Für die Schöpfungen war eine göttliche Füllestunde nötig.
Es geht bei Gott alles in Ordnungen. Dieses “im Anfang” ist ähnlich, wie wenn es an anderer
Stelle heißt: “es begabt sich aber zu der Zeit” (Luk. 2, 1). Aus der Fülle kommt das Neue.
Aller Same ist reife Frucht. Und aus der reifen Frucht kommt das neue Wachstum.
So gingen aus dem Anfang, aus der Sohnes-Fülle-Herrlichkeit, die Schöpfungen hervor.

Am Anfang schuf Gott. Das Neue entstand schöpfungsmäßig. Vom Vater zum Sohn war es zeugungs-
und geburtsmäßig gegangen. In Gott ist die männliche und die weibliche Anlage, aus denen heraus
der Sohn gezeugt und geboren wurde (Ps. 2, 7 und Joh. 1, 14). Auch im Sohn ist die Männlich-Weiblichkeit.
Dem Vater gegenüber ist der Sohn weiblich. Die unendlichen, geistleiblichen Gottgedanken wurden alle vom
Sohn eingenommen, innerlich verarbeitet, gewissermaßen empfangen und ausgetragen und gingen
dann hervor als seine Herrlichkeit. Aber aus der Herrlichkeit des Sohnes konnten sie nicht weitergeboren werden,
es war ja nichts da, wohinein sie hätten geboren werden können. Aus dem Sohn wurden sie herausgeschaffen.
In dem Wort “schaffen” ist nach seiner Grundbedeutung der Begriff des Loslösens enthalten.
Wie sich eine reife Frucht vom Ast löst, so lösten sich die Kreaturen nach dem Willen des Sohnes
los vom Kreaturenanfang, von der Herrlichkeit des Sohnes.

Wie ein schaffender Künstler seine innere, geborene und reif gewordene Herrlichkeit in seinen
Werken von sich abstößt und sie herausgibt in die Öffentlichkeit — was wir doch schaffen nennen
—, so stieß nach seinem göttlichen, allezeit guten und vollkommenen Wollen der Sohn seine
Gottes-Herrlichkeit Stück für Stück hinaus in den allerverschiedensten Ausgestaltungen.
Das war ein willensmäßiges Schaffen. Und der Sohn Gottes gab seine Herrlichkeiten zu
einem gewissen Eigenleben hinaus, wiewohl sie ihren Lebensquell alle in ihm haben.
Aber sie hatten nach ihrer Schöpfung ein eigenes Leben in vielgestalteter Herrlichkeit.
Und sonderlich die höchsten Geschöpfe, die selbstbewußten Geistesgeschöpfe,
hatten eine freie Willensbestimmung, in ihm oder in sich zu sein. Schaffen heißt eben,
von sich lösen und herausgeben. Das Geschöpf muß aber wissen, daß es draußen nicht sein
und nicht leben kann ohne ihn, den Schöpfer. Hält es diese Linie nicht ein, dann muß es eben sterben.
So entstanden in der göttlichen Füllestunde hinausgegebene Geschöpfe der verschiedensten Art
und ohne Zahl — ein Anfang.

Und diese Geschöpfe “schuf Götter”, wie es ganz wörtlich übersetzt heißt. Das Zeitwort steht in der Einzahl,
das Wort “Gott” in der Mehrzahl: “Götter”. Der Gottbegriff “Elohim” ist ein Mehrzahlbegriff.
Wir haben schon gesehen, wie auch eine Mehrzahl — “Götter” — in Betracht kommt.

Die Schöpfungen gingen durch den Anfang. Christus, der Sohn, ist der Anfang der Kreatur Gottes.
Vom Vater geht alles aus — da ist der Urgrund. Durch den Sohn geht alles hindurch
— das ist der Grund. Im Heiligen Geiste ist alles ausgewirkt und vollendet; durch den Heiligen Geist
ist alles zusammengezogen im Vater und im Sohne.

Mit dem Wort Elohim deutet die Bibel das Dreieinigkeits-Verhältnis an. Götter sind es, welche schaffen,
jeder Teil der Gottheit auf seine Art. Der Vater hat seinen Schöpfungsanteil im verborgenen Urgrund,
der Sohn im herausstoßenden Grund, der Heilige Geist hat seinen Anteil als zusammenhaltendes Band.

Daß aber bei dem Mehrzahlwort “Götter” die Einzahl des Zeitwortes “schuf” steht, das deutet auf die völlige
Einheit der Dreiheit hin. Es ist ganz unmöglich, das Vater-, Sohnes- und Geisteswirken zu trennen.
Der Vater tut nichts ohne Sohn und Geist; der Sohn tut nichts ohne Vater und Geist; der Heilige Geist
kann nichts tun ohne Vater und Sohn. Im Kleinsten wie im Größten wirken sie immer in eins.
Es ist ein Lebens- und Liebesgrund ohne jede Störung und Trennung. Selbst die tiefsten satanischen Tiefen,
in welche Sohn und Geist hinabstiegen, konnten hier nicht trennend wirken — diese drei sind eins.
Darum heißt es: “Gottheiten schuf”.

Und da sind nun “die Himmel und auch die Erde” geschaffen worden. Daß “die Himmel” nicht der sichtbare
Lufthimmel sind, dürfte klar sein. “Die Himmel”, das ist die Gesamtheit aller geschaffenen Welten.
Gott hat nie etwas einzeln gemacht, sondern immer alles in wunderbarer, einheitlicher Vielerleiheit.

Es gibt viele bewohnte Welten. Und es gibt viele verschiedene, selbstbewußte Geisterheere.
Die Bibel nennt sie Engel. Diese Engel bilden gewaltige Reiche unter Engelfürsten.
Etliche Namen solcher Engelfürsten nennt uns die Bibel: Michael, Gabriel, auch Satan oder Luzifer
ist einer. Vom Verkehr mit diesen Engelwelten sind wir sichtbarerweise ausgeschlossen.

Wir haben jetzt genug mit uns zu tun. Wir stehen aber doch im engen Zusammenhang mit ihnen.
In allen größeren Offenbarungszeiten treten sie heraus. Jeder Gläubige hat seinen Engel,
der ihm in den äußeren Dingen allerlei Dienste tut. Auch die Kinder haben ihre Engel.

Wir stehen auch in allerlei Beziehungen zu den gefallenen Geistern. Die ungläubigen Menschen stehen
unter ihrem Einfluß. Diese Geister haben ihr Werk in den Kindern des Unglaubens. In der Natur
und in den Naturkräften haben sie auch noch große Macht. In der Prüfung und Gewährung der Gläubigen
dürfen sie diese äußerlich und innerlich anfechten.

Die Engelwelten sind jetzt zerrissen. Ein Drittel ist Satan zugefallen. Sie bedürfen darum alle der Erlösung.
Sie haben auch schon viel empfangen durch Christus, besonders bei seiner Himmelfahrt.
Die Engel verfolgen mit innerster Spannung die Hinausführung des wunderbaren Rates Gottes,
welcher jetzt Rettungsrat ist und von dessen Zu-Ende-Führung für sie selbst so viel abhängt.
Ihr eigener Lauf ist ja aufgehalten durch den Fall oder, besser gesagt, durch die Fälle.
Erst nach wiederhergestellter Harmonie können die Gedanken Gottes in Herrlichkeit weiterlaufen.

Das sind, in kurzen Strichen gezeichnet, die Engel und ihre Welten, welche zusammen
die Himmel heißen und welche die Urschöpfung bilden. Durch diese Himmel ist der Heiland
hindurchgefahren bei der Himmelfahrt, und alle guten Engelheere haben ihm dort gehuldigt.

Nirgends in der Heiligen Schrift ist ein Platz für die Schöpfung der Engelheere,
wenn wir sie hier in 1. Mose 1, 1 nicht vor uns haben. In den herkömmlichen religiösen Anschauungen
treten die Engel viel zu sehr zurück, weil eben bei den meisten Menschen,
auch bei den religiösen, das für uns jetzt Unsichtbare viel zu kurz kommt.
Je lebendiger und gereifter der Glaube wird, um so mehr lebt er im Unsichtbaren.

Die ursprünglichen Schöpfungswelten waren nur von Engeln bewohnt.
Nur diese herrlichen, geistleiblichen Lichtwesen waren in ihrer Mannigfaltigkeit
in der Urschöpfung vertreten. Der Mensch ist seiner Grundbestimmung und seinem Grundwissen
nach etwas ganz anderes als die Engel und gehört von Anfang an in die gefallene Schöpfung hinein
— er hatte seine Stellung im Erlösungsrat. Nach der Anschauungen der meisten Menschen,
auch der sogenannten Christen, hat Gott nur Menschen gemacht. Die Engel sind ihnen etwas
ganz problematisches. Es ist aber umgekehrt, Gott hat zunächst und zuerst Engelwelten geschaffen.
Diese bilden das Gros der Schöpfung. Der Mensch hat eine Stellung über den Engeln,
obwohl er erst durch die Verführung, welcher er erlegen ist, eine zeitlang geringer ist als die Engel,
ja in der Todeswelt der bösen Engel lebt.

Es ist also die Urschöpfung eine Engelwelten-Schöpfung. Eins aber kommt nach der Heiligen Schrift noch dazu
— die Erde. Am Anfang oder im Anfang “schuf Gottheiten” die Himmel und auch die Erde.
Warum ist die Erde besonders genannt? Gehört sie nicht zu den Himmeln, ist sie nicht auch ein
Wohnort von Engelgeistern? Gewiß gehört die Erde zu den Himmeln, gewiß ist sie von engelhaften
Geistern bewohnt gewesen. Daß sie besonders genannt ist, zeigt an, daß sie etwas besonderes
ist und zu etwas besonderem bestimmt ist.

Wenn wir hinein sehen in die Hinausführung und Erfüllung des Rates Gottes, so finden wir, daß
die Erde zur Offenbarung Gottes und zur Wohnung Gottes bestimmt ist. Die Hütte Gottes ist bei den
Menschen, und die Menschen sind auf der Erde. Der Herr fährt in einem Äon der Vollendungsausführung
des Rates Gottes, wie die Offenbarung Johannes am Ende erzählt, auf die Erde herab.
Die Erde, in ihrer jetzigen Gestalt der Fußschemel Gottes, gleichwie der Himmel sein Thron,
wird zum Wohnsitz Gottes. Das ist ein großes Gottwunder. Darum heißt es auch:
“Siehe da, die Hütte Gottes bei den Menschen” (Offb. 21, 3).

Wird aber die Erde zum Thronort und Wohnort Gottes, dann wird sie zur Zentrale aller Welten.
Wo der Herr ist, da ist die Zentrale. Das ist die gegenwärtige große Störung unter allen Welten,
unter allen Himmeln, daß sie keine Zentrale haben, um welche sie alle in richtiger Anziehung und
Abstoßung lobpreisend kreisen können. Wohl hält die Macht des Herrn alle zusammen,
daß sie nicht auseinanderfliegen wie Atome. Aber ihre eigentliche Lebens- und Liebeszentrale
haben sie noch nicht. Das geht erst durch diese Tiefen, in welche der Sohn, der Mensch und die
satanischen Geister müssen, bis die Herrlichkeit des Gottvaters im Eingeborenen Sohn ganz erstrahlt.
Die Liebe muß zuerst ihren ganzen und vollen Entäußerungs- und Erniedrigungsweg gehen,
dann kann sie Lebens-, Liebes- und Einheitszentrale sein und werden.
Die Tiefenwege aber gehen sie wie die Höhenwege auf der Erde.

Darum ist nun die Erde besonders genannt, weil auf ihr die Auswirkung, d. h. die Ausoffenbarung
Gottes vor sich gehen soll. Wir müssen aber bedenken, daß Gott von Uranfang an Sünde, Tod,
Gericht und Verdammnis in seinen Plan mit hineingerechnet hat. Das sind die negativen Tiefen
seiner positiven Liebesoffenbarung. Darum ist die Erde schon von Uranfang an etwas Besonderes
gewesen. Darum heißt es: die Himmel und auch die Erde.

Die Schrift nennt Satan den Fürsten dieser Welt. Es ist unsere Meinung, daß ursprünglich die Erde
sein Wohnsitz war. Diese Behausung hat er durch seinen Fall wüst gemacht, und in diese Wüste
hinein geschieht nun die Liebesoffenbarung des Vaters im Sohne. Gefäße dieser Liebesoffenbarung
sind die Menschen, in welchen, an welchen und durch welche der Herr sich kundgibt.
Hier wird der Sohn Mensch; hier leidet und stirbt er; hier steht er auf; hierher kehrte er verklärt zurück.
Alle Welten schauen gespannt zur Erde. Sie erleben, was hier Schauerliches, sie erleben, was hier
göttlich Herrliches geschieht. Wollen die Welten ihren Gott erkennen und immer tiefer kennen,
dann müssen sie ihre Blicke gespannt auf die Erde richten, da geschieht Gottes Gerichts-
und Gnadenausleben im Sohne. Die Erde trägt die Geschichte Gottes, ja endlich Gott selbst.
Darum ist nun die Erde besonders genannt: “die Himmel und auch die Erde.”

Diese ganze Urschöpfung war nun zusammengehalten im Sohne. Er, aus dessen Herrlichkeit alles
herausgeschaffen war, er war das Band der Vollkommenheit für alle Kreatur. Und er sollte
es immer mehr werden. Die Urschöpfung war samentlich auf eine Auswachsung hingeschaffen.
Gott macht nichts endgültig fix und fertig. Er legt alles auf Wachstum an. Das ist das Gesetz des Lebens
— und Gott ist das Leben. Bei allem Leben ist das erste der Same, und alle Frucht ist wieder Same.
So geht es: darum werden wir einst auch ernten ohne aufhören. So war die Urschöpfung samentlich angelegt.

Sie war auch frei angelegt. Der Same hat seine Auswachsungskräfte anlagenmäßig in sich.
Die selbstbewußten Wesen, die Engel, hatten auch noch die Freiheit, daß sie ihr Wachstum
in ihrem großen Einheitherrn, im Sohne, vollziehen konnten, oder in sich selbst. Darin lag die Möglichkeit
der Sünde. Diese Möglichkeit machte Satan zur Wirklichkeit, und nun kam das gewaltige Leben im
Selbstauswachstum der Kreatur, das im Tode weste, nun kam aber auch die herrliche Selbstoffenbarung
des Sohnes in seinem Hineingehen in den Tod und in seinem sieghaften Herausholen des Überwindungslebens.
Nun wurde die Erde zur Zentrale alles Erlebens — nach der Finsternis wie nach der Lichtseite
— für alle Kreatur. Jetzt trat die Erde hervor als die eine, auf welcher der Ausbau zur Gottwohnung
vor sich ging durch die grausigsten Tiefen zur wunderbarsten Höhe. Davon erzählt die Bibel dann weiter.
Sie erzählt von der Erde. Sie läßt uns teilnehmen an den Kämpfen Gottes und der Menschen.
Sie führt uns hin bis zur verklärten Erde.

Ist es einst soweit, dann kann die kommende neue Stufe anknüpfen an 1. Mose 1, 1
und den Plan mit allen Welten weiter durchführen, der bisher geruht hat. 1. Mose 1, 1
ist noch nicht zur Vollentfaltung gediehen — erst in der gefallenen und erneuerten Erde,
in der gefallenen und erhöhten erneuerten Menschheit, in dem erniedrigten und erhöhten Sohn
liegen die neuen Keime für die Entfaltung aller Kreatur von Herrlichkeit zu Herrlichkeit.

Die Urschöpfung ist die Grundlage einer gegenwärtigen Neuschöpfung, und die gegenwärtige
Neuschöpfung ist die Grundlage für die Weiterführung der Urschöpfung. Darum wartet die Kreatur
auch auf die herrliche Freiheit der Kinder Gottes.

In der Urschöpfung ist vieles noch samentlich, wenn auch manches schon nach der Finsternis-
wie nach der Lichtseite ausgewachsen ist. Die Vollentwicklung tritt erst ein nach Vollendung der Erde
zur Gottwohnung. Darum: “… die Himmel und auch die Erde.” Und die Erde hat dann in der Bibel weiter das Wort.
So leben wir jetzt nicht auf einer neugeschaffenen Erde. Das wäre ja ein Jammer, wenn sie so, wie sie ist,
neugeschaffen wäre. Wir pflegen vielmehr zu sagen, wir leben auf der fünften Erde. Die erste: die urgeschaffene;
die zweite: die Satan gefallene; die dritte: die anfänglich neugeschaffene; die vierte: die nach dem Fall des
Menschen; die fünfte: die nach der Sintflut; wir warten der sechsten und der siebten; dann kommt eine
neue 1, denn die Acht ist die neue Eins.

(Quelle: http://js-c.de/privat/)


. - Was Du aufdeckst, - offenbart sich . -

"Die Erlösung kann nicht verdient, nur empfangen werden, - darum ist sie die Erlösung". -

"Es ist alles Illusion, - was nicht aus mir selber spricht,
- denn es ist ein Zusatz, - dieses Eine nicht". -

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#4

RE: Und Gott sprach

in Ur-Schöpfung: 05.02.2010 20:20
von Atlan • Nexar | 13.573 Beiträge

Aus: http://bertha-dudde.info/zum_werk/einfuehrung/schme4.html

Das Wesen Gottes -
Geistige Urschöpfung -
Fall der Geister

Autor: Klaus Schmedemann



4. Das Wesen Gottes, Geistige Urschöpfung, Fall der Geister

Das ursprünglich von Gott im geistigen Reich ins Leben gerufene Wesenhafte waren wahrhaftige
Ebenbilder Gottes, geistig wesenhafte Schöpfungen, Lichtwesen in vollständiger Erkenntnis des
sie Umgebenden und aller Zusammenhänge mit- und untereinander, Miniaturen Gottes selbst in
minimalster Verkleinerung und dennoch vollkommen, von höchster Intelligenz, unbeschränkt in
ihren Möglichkeiten und pur Liebe, dem Urelement dessen, der sie erschaffen hat.
Aus dem höchst vollkommenen Wesenhaften – Gott – wird immer nur ebenfalls Vollkommenes
hervorgehen können, ansonsten Gott nicht vollkommen genannt werden könnte.

Der Beweggrund, der Gott zum Erschaffen von Wesenhaftem bewog, bestand darin,
den Zustand des Alleinseins, den er als Manko empfand, zu beheben.
Denn Gott sehnte sich nach Ewigkeiten beglückender schöpferischer Betätigung
zur eigenen Seligkeit nach Wesenhaftem, mit dem er sich austauschen konnte,
um all dies zu teilen, ist er doch der einzige Kraftquell in der gesamten Unendlichkeit,
der allein die Fähigkeit besitzt, unbegrenzt Kraft aus sich selbst heraus zu erzeugen
und in die Unendlichkeit zu verstrahlen. Es gibt nichts anderes Wesenhaftes außer ihm,
das eigenständig und unbeschränkt über Kraft verfügt. Somit ist zwar auch alles Geschaffene
von ständiger Zufuhr göttlicher Kraft abhängig, um grundsätzlich im Zustand der Existenz verbleiben zu können,
diese ewige, absolute Abhängigkeit aber nach göttlichem Willen dem Wesenhaften selbst nicht spürbar.
Gott ist nach eigenem Bekunden die Liebe selbst (Allgüte), Weisheit und Kraft in höchster Potenz,
völlig makellos, ansonsten die göttliche Ordnung schon längst in ein selbstzerstörerisches Chaos
entartet wäre. Gott ist reiner Geist und dennoch wesenhaft - mit Ich-Bewusstsein, Denkfähigkeit
und freiem Willen in höchster Vollkommenheit - dennoch nicht personifizierbar
(Delokalität = nicht in einem bestimmten Ereignisraum konzentrierbarer Wesenskern),
denn er unterliegt keinerlei Beschränkung, weder durch Raum noch durch Zeit,
noch durch irgendwelche einschränkenden Zustände einer begrenzenden Formgebung.
Er kennt keine Begrenzungen seines Handelns, um das auszuführen, was seine Weisheit
als sinnvoll erkannt hat (Allmacht). Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft sind eins für ihn,
sodass ihm die Auswirkungen allen Tuns oder Unterlassens bereits bekannt sind, noch bevor
sie geschehen (Allwissenheit). Daher kennt er auch zudem jede innerste, feinste Herzensregung
eines jeden seiner Geschöpfe zu jeder Zeit.

Das nun einzige, direkt aus Gott in Vollkommenheit herausgestellte Wesen, der Lichtträger (Luzifer),
ist der Erzeuger der Unzahl aller belebten Wesenheiten, die er in Äonen beglückenden Zusammenwirkens
mit Gott – durch Nützen der unbegrenzt ihm zuströmenden göttlichen Schöpferkraft – ins „Leben“ rief.
Dieses zahllose Heer seliger Lichtwesen wirkte und schaffte im göttlichen Lichtreich Ewigkeiten
hindurch zur eigenen Freude und Erbauung.

Doch dieser Zustand genügte Gott nicht; Er wollte die Seligkeit seiner Geschöpfe noch ungemessen erhöhen,
er wollte von Wesenhaftem umgeben sein, das nicht an seinen Willen gebunden war, indem es aufgrund
seiner Erschaffungsmerkmale nicht anders konnte, als in göttlichem Willen zu denken oder zu handeln.
Er wollte wahrhaftige „Kinder“, die aufgrund einer freien Entscheidung der göttlichen Ordnung entsprechen
und in ihr verbleiben wollten. Er gab ihnen allen also von Beginn an das göttliche Attribut des freien Willens,
die Möglichkeit also, Ereignisse und Vorgänge zu bewerten und eigenverantwortlich Entscheidungen zu treffen,
Eigenschaften also, ohne die ein höchst vollkommenes Wesen nicht denkbar wäre.

Es gibt nun einen wichtigen Umstand, der für alle Zeit (mit einer Ausnahme) Gültigkeit haben wird:
Das erschaffene Wesenhafte kann die ewige Gottheit in ihrer ganzen Urfülle nicht direkt wahrnehmen,
ohne dabei durch das geistige Licht, dass ihm dann erstrahlte, vergehen zu müssen –
somit bleibt Gott seinem Geschöpflichen stets verhüllt und daher nur indirekt wahrnehmbar.
Dies wäre im übrigen auch eine mögliche Urbegründung für prinzipiell allen „Glauben“,
der gefordert werden muss, weil ein direkter Beweis (direktes Erschauen des göttlichen Urlichtes)
mit dem Vergehen des Geschöpflichen verbunden wäre, was die Liebe Gottes aber verständlicherweise verhindert.

Dieses Erkennen der vollständigen Abhängigkeit von göttlicher Kraftzufuhr, dieses nicht-schauen-könnend,
setzte im Lichtträger sonach einen schleichenden Prozess in Gang, der in Neid auf den Urheber der
schöpferischen Kraft, in Misstrauen, in Überheblichkeit und der irrigen Annahme mündete,
seinen Gott und Schöpfer übertrumpfen zu können und indem er ihn als nicht-seiend hinstellte,
die Unzahl der von ihm ins Leben gerufenen, ihn in aller Pracht und Herrlichkeit erblickenden Wesen
nun durch seine Aktivität zu einem Entscheid drängend, welchem Herrn sie folgen wollten
– und die geistige Welt spaltete sich.

Luzifer zog als Folge seines Handelns einen großen Teil der urgeschaffenen Wesen, der ihm dennoch
in aller Freiwilligkeit folgte, in die Tiefe hinab, über den er nun herrscht als Fürst der Finsternis.
Der Tiefe zuzustreben heißt, sich geistig von Gott zu entfernen, der göttlichen Ordnung
zuwiderzuhandeln und einen vollends gegensätzlichen Zustand anzunehmen.

So entstand neben dem geistigen Lichtreich Gottes ein Bereich, in dem die göttliche Ordnung
umgestoßen wurde und der Lichtträger, nun als Gegenpol Gottes, seinen Einfluss geltend macht
und er seine Macht dabei auf seinen Anhang stützt. Diesen Anhang ihm wieder restlos zu entwinden
ist Hauptteil des göttlichen Rückführungswerkes, das nun seinen Anfang nimmt.

Ursprünglich vollkommene, geistige Wesen traten aus der göttlichen Ordnung heraus
und wurden unvollkommen, sie fielen in die Tiefe, indem sie sich innerlich von Gott entfernten,
was sich in Abwehr der ihnen zuströmenden göttlichen Kraft, in Erkenntnislosigkeit,
verwirrtem Denken, schädlichen Handlungen, Annehmen von völlig der göttlichen Ordnung
entgegengesetzten Eigenschaften, Qualen, Antriebslosigkeit, Apathie bis hin zur völligen
Erstarrung sämtlicher Aktivität, dem geistigen Tod, äußerte.

- Vernetze zu: forum.php?forum=88


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"Die Erlösung kann nicht verdient, nur empfangen werden, - darum ist sie die Erlösung". -

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