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#1

Lykanthropie:

in Wer-Inkarnationen. - 06.04.2010 20:51
von Adamon • Nexar | 13.573 Beiträge

Aus: http://wesenswandel.jimdo.com/werwesen-i/wer-sein-i/

Nach "Traumzeit" von Hans Peter Dürr:

"Lykanthropie":

Von griech. "lykos" = "Wolf" und "anthropos" = "Mensch". -

"DER GLAUBE AN DIE VERWANDLUNG EINES MENSCHEN IN EINEN WERWOLF,
- DER ERZÄHLUNG NACH DURCH DEN BISS EINER WEISSEN WÖLFIN BEI VOLLMOND". -

Manche Forscher vermuten, dass der Gebrauch psychedelischer Drogen schon in der Antike
und später "Hexensalben" das entstehen der Werwolf-Legenden ermöglichten. -

Im weitesten Sinn bezeichnet dieser Begriff ganz allgemein, "DIE MAGISCHE KRAFT, DURCH DIE
EIN MENSCH SICH IN EIN WILDE TIER VERWANDELN KANN". -

- SO SPRICHT AFRIKA VON "LEOPARDEN"- ODER "SCHAKALMENSCHEN". -

Höfler: Dass zur Renaissance recht deutlich zwischen der "WERWOLFSKRANKHEIT"
(LYKANTHROPIE) UND DEM "WERWOLF-WESEN" UNTERSCHIEDEN WURDE, - geht
etwa aus einer Stelle bei de Lancre hervor. -

"Es ist auch ein Kranckheit davon die Menschen WÄRWOLF genant werden ("INSANIA LUPINA")
aber diese scheinen Ihnen selbsten allein Wärwölf zu sein / da die Zauberer auch Wärwölf seindt
in andrer Leuth Augen". -

AUCH DIE "NAGA" TRENNEN STRENG ZWISCHEN "LYKANTHROPIE" UND DEN WIRKLICHEN
"WERLEOPARDEN". -

Hutton: Der Glaube an TIERVERWANDLUNGEN hat sich im Gegensatz zu dem an den
"SABBATFLUG" in unseren Gegenden bis heute noch vereinzelt gehalten. -
Sogar in der Lüneberger Heide ist man mitunter noch auf solche Überzeugungen gestossen. -

NACH EINER SOG. "REPRÄSENTATIVEN UMFRAGE" BEI STUNDENTEN AUS ZEHN
WESTAFRIKANISCHEN LÄNDERN ERGAB ES SICH, DASS 72 % DER BEFRAGTEN
AN WERTIERVERWANDLUNGEN GLAUBTEN. -

. -


Der "ESTNISCHE WERWOLF" / "LIBAHUNT", - schmierte sich vor der Verwandlung mit
einer Salbe ein. -

Wiedermann: Auch in späteren Zeiten zogen im Kurland vermummte Gestalten,
die "HIEZVILKI" ODER "GERSTENWÖLFE" mit Ihrem Anführer, DEM GERSTENWOLFSVATER
dämonenvertreibend und fruchtbarkeitsbringend umher. -

In Lettland waren dies die "SDALVAINIE MARTINI" / "DIE BEHAARTEN MARTINER". -

Janson, Dalys, Biezais:

DAS "TITTENWIF", - "EINE ROGGENMUHME MIT LANGEN BRÜSTEN UND BRUSTWARZEN
AUS GLÜHENDEN EISENSPITZEN, - AN DENEN SIE VERIRRTE SAUGEN LÄSST", - IST
"DIE HERRIN DER ROGGENWÖLFE", - DIE DURCH DAS KORNFELD JAGEN. -

Mannhardt: Es gibt Hinweise darauf, - "DASS ES WOLFSVERWANDLUNGEN AUCH IN
GRIECHENLAND ZUR ZEIT "DER ANTHESTERIEN" GAB, - ALSO GENAU ZU DER ZEIT,
ALS DAS LEBEN WIEDER AUS DEN SÜMPFEN ZURÜCKKEHRTE. -

Bruiningk: "Der Werwolf in Livland", - und das letzte im wendenschen Landgericht
und dörptschen Hofgericht 1692 deshalb stattgehabte Strafverfahren. -

Aus anderen Quellen wird ersichtlich, da die Werwölfe sich zumeist im Wald,
aber auch auf kleinen Inseln, etwa einer solchen in dem lettischen Fluss "BRASLA"
trafen, und dass sie einem Häuptling folgten, - der unter anderem "MEZA TEVS" =
"WALDVATER" genannt wurde. -

IHRE ZEIT war vor allem DIE JAHRESWENDE, - und sie trafen sich vornehmlich bei
VOLLMOND. -

Johansons: Reste ähnlicher Riten haben sich bis heute im nördlichen Frankreich erhalten,
- etwa im "FEST DES GRÜNEN WOLFES VON JUMIE GES" am SEINEUFER oder in
MONTREUILSUR-MER, - bei denen es recht orgiastisch zuging. -



. - Was Du aufdeckst, - offenbart sich . -

"Die Erlösung kann nicht verdient, nur empfangen werden, - darum ist sie die Erlösung". -

"Es ist alles Illusion, - was nicht aus mir selber spricht,
- denn es ist ein Zusatz, - dieses Eine nicht". -

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#2

RE: Lykanthropie:

in Wer-Inkarnationen. - 06.04.2010 20:52
von Adamon • Nexar | 13.573 Beiträge

Aus: http://wesenswandel.jimdo.com/werwesen-i/wer-sein-ii/

Nach Dürr weiter:

Herrmann: Im 16. Jh. wurde in Masuren ein WERWOLF / WILKOLEG von den Bauern gegriffen und an
DEN HOF HERZOG ALBRECHTS NACH KÖNIGSBERG gebracht. -
Dieser spärlich bedeckte und verwilderte Mann..., - bekannte unverblümt,
"ER VERWANDLE SICH ZWEI MAL IM JAHR IN DIESES TIER":

"Erstlich "KURZ VOR DEM CHRISTTAGE", danach "UM DEN TAG JOHANNIS DES TÄUFERS". -
Um dieselbe Zeit treibe ihn die Natur, das er wild werde, und sich zu den Wölfen in den Wald halte;
- er werde aber sehr matt, erschreckend hefftig, ehe ihm die Wolfs-Haare wüchsen und sich
seine Gestalt verändere". -

Beurmann: PHILIPP MELANCHTHON berichtet 1557,
"ein VIR DIGNISSIMUS aus Livland habe ihm brieflich mitgeteilt,
dass ein Mann, der wegen Zauberei hingerichtet wurde, bekannt habe,
"DASS ER JEDES JAHR IM ANSCHLUSS AN WEIHNACHTEN, - ALSO WÄHREND "DER RAUHNÄCHTE",
MIT ANDEREN WERWÖLFEN 12 TAGE LANG DURCH DIE WÄLDER GELAUFEN SEI,
UND VIEH ZERRISSEN HÄTTE". -

Höfler: Ein bekannter polnischer Spruch lautet:

"ER LÄUFT HERUM WIE MIT DER WOLFSHAUT AN WEIHNACHTEN" . -

. -

Weiter nach Dürr:

In einem mittlerweile bekannten lettischen Prozess in JÜRGENSBURG aus dem Jahre 1692
erzählte DER ALTE WERWOLF THIES, - ein kurländischer Bauer, "dem an gesundem Verstande
nimmer gefehlet", von sich und anderen Bauern:

"Sie giengen nur in den Busch und würrfen ihre gewöhnliche Kleidung ab,
so würden sie stracks zu Wölffen und lieffen dann als Wölffe herumb und zerriszen,
was ihnen an Pferden und Vieh vorkäme, doch hätte referent kein grosz Vieh,
sondern nur Lämmer, Zickel, Fercken und dergleichen zerriszen". -

(Anm.: Bauern noch um 1692 ...)

"DIESE WERWÖLFE HATTEN ZUR AUFGABE, "DIE KORNBLÜTE", UND ZWAR
"GERSTEN, HABER UND ROGGEN" DES ALTEN JAHRES - ALSO "DIE FRUCHTBARKEIT,
DIE VON DEN ZAUBERERN GERAUBT WORDEN WAR", - AUS "DER HÖLLE" - IM MORAST
UNTER "LEMBURG" / LETTISCH "MALPILS" (Anm.: Anscheinend ein Höllenschlund),
- ZU RETTEN". -

DORT UNTEN "HIELT DER TEUFEL MIT DEN NÄMLICHEN ZAUBERERN EIN GELAGE AB". -

Eisen: Zur JOHANNISNACHT, - "IN DER MITTE DES JAHRES", - BRACHTEN DIE ZAUBERER
IN DEN HÄUSERN UND STÄLLEN ALLERHAND DURCHEINANDER, SCHMIERTEN "HEXENBUTTER"
AN BRUNNEN UND TORE, BANDEN DAS GETREIDE AUF DEM FELD IN GARBEN ZUSAMMEN
UND VERRSACHTEN MISSERNTEN. -

AUCH HIER "VERSAMMELTE SIE DER TEUFEL ZU EINEM GELAGE UND BEWIRTETE SIE
MIT SPEIS UND TRANK". -

Die lettischen EKSTASE-ZAUBERER hiessen "BURWIS" oder "BURTNEEKS". -
(Noch) im Jahre 1640 "JAMMERTE DER PFARRER VON "BEHRSAUNA" DARÜBER,
"DASS FAST DER VIERTE TEIL DER BAUERN ZAUBERER SEIEN", - UND "DASS BEREITS
DIE KLEINEN BUBEN SICH DEREN KUNST FÜR ZWEI TALER BEIBRINGEN LIESZEN". -

In diese "HÖLLE" gingen sie ORDINARIE DREYMAHL:

"DIE PFINGSTNACHT, DIE JOHANNISNACHT UND DIE LUCIENNACHT,
- was die beyde erste Zeiten betreffe, nicht allemahl eben in denen Nächten,
sondern wen das Korn recht in Blüte stehe, alsdann und in der Saat
Zeit nehmen die Zauberer den Seegen weg und brächten ihn hernach
in die Höllen und bearbeiteten sich DIE WAHRWÖLFFE, solchen wieder
heraus zu bringen". -

Auch die Frauen spielten bei diesem Treiben eine Rolle:

"Die Weiber wären woll mit unter den WAHRWÖLFFEN, die Mägde aber würden dazu nicht
genommen, sondern die würden "ZU FLIEGENDEN PUICKEN UND DRACHEN GEBRAUCHET
UND VERSCHICKET UD NEHMEN DEN SEEGEN VON DER MILCH UND BUTTER WEG". -

Ellis: Das Wort "FYLGJA" scheint nichts mit "folgen" zu tun zu haben, sondern mit
"FULGA" = "HAUT", "DECKE", - also "TIERKLEID". -



. - Was Du aufdeckst, - offenbart sich . -

"Die Erlösung kann nicht verdient, nur empfangen werden, - darum ist sie die Erlösung". -

"Es ist alles Illusion, - was nicht aus mir selber spricht,
- denn es ist ein Zusatz, - dieses Eine nicht". -

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#3

RE: Lykanthropie:

in Wer-Inkarnationen. - 06.04.2010 20:54
von Adamon • Nexar | 13.573 Beiträge

Aus: http://wesenswandel.jimdo.com/werwesen-i/wer-sein-iii/


Was für Zeiten, - was für Wahrnehmungen ?

Und wir wundern uns, "DASS ES ZUR BILDUNG KONSERVATIVER GENERATIONEN GEFÜHRT HAT,
- DIE SICH NICHT MEHR TRAUEN, IHR WELTBILD ZU VERLASSEN ?

Um 1640... - "WAR EIN VIERTEL ALLER BAUERN ZAUBERER" ...

Von denen offensichtlich nicht wenige "MIT DÄMONEN PAKTIERTEN, - DIE SICH IN
UNTERIRDISCHEN GEWÖLBEN WIE "UNTER DEM MORAST DER LEMBURG" ALS "TEUFEL"
HOFFIEREN LIESSEN". -

Im Detail: Um die "Dämonen" hier genauer zu spezifizieren, - ehe man mir hier
"Phantasterei" unterstellt, - gebe ich zu bedenken:

Unsere "menschliche Form" war in dualer Ausprägung schon sehr lange vorhanden,
- das ist´s nicht, was "den Menschen vom Dämonen trennt". -

"Der Mensch" erkennt sich "innerhalb seiner Eingebundenheit in das
das Menschliche bewahrende", - und "nur durch diese Bindung". -

Was "diese Eingebundenheit bewusst sabotieren, zerstören und auslöschen möchte,
- ist per definition als "nicht-menschlich" zu definieren, - denn "es ist nicht Eines mit
dem Schutzbedürfnis gegenüber dieser Menschheit". -

"Dämonen" bezeichnen "das nicht eingebundene / nicht-menschliche", - dadurch aber
"zwischen den gebundenen Ebenen ver-mittelnde Element", - folglich gibt es sie auch
"überall zwischen den gebundenen Welten in allerlei Formen, und sie ver-mitteln "alle"
Art von Information, - konstruktive, wie destruktive. -

Im besprochenen Beispiel nun, - "liessen sich "Dämonen hoffieren", - sprich:
"Ausserhalb der Schutzgemeinschaft des als "menschlich" definierten stehende menschliche
Körper fanden sich in bewusst destruktiver Absicht zusammen, - um sich von Bauern
huldigen zu lassen, - die für sie als "Zauberer" allerlei Schadenszauber verrichteten;
- die Bauern "mussten 3 x wiederkehren", - wurden also "fix eingebunden",- waren nicht
etwa "freie Mitarbeiter", - sondern "magische Sklaven einer Entität, - die sich "Teufel" nannte. -

Und es ist eine durchaus reale Frage, wieviel "Menschlichkeit" sich nach Jahrzehnten
derartiger Identifikation noch in einem menschlichen Körper befinden mag ...

U. AUCH DIE "HEXEN" DIESER ZEIT HATTEN MIT DEN "WEISEN FRAUEN" DER ÜBERLIEFERUNGEN
OFFENSICHTLICH NICHT SEHR VIEL GEMEIN, - DER "SCHADENSZAUBER" DÜRFTE ZU DIESER
ZEIT EINE ART "VOLKSSPORT" GEWESEN SEIN, - DER VOLKSSPORT VON DURCH UND DURCH
DÄMONISIERTEN VOLKSGRUPPEN ...

UND DAS ERGIBT EINE VÖLLIG REALE ERKLÄRUNG FÜR "PLÖTZLICH AUFTRETENDE
GENERATIONEN VON MENSCHEN, - DIE ALLES, ABER AUCH ALLES ABTÖTEN WOLLTEN,
AUSSER DEM, WAS SIE BEIM BESTEN WILLEN NICHT MEHR ZU FÜRCHTEN VERMOCHTEN";

- UND DIESER "GENERALVERSTÜMMELUNG ZEITLICH UNGEBUNDENER SEINSEBENEN"

- SOLLTE SODANN "DER ZIVILISIERTE / GENORMTE KLASSENMENSCH" ENTSTEIGEN...


Weiter nach Dürr:

Wer "AUSSERHALB DES RECHTS" / "DER KULTUR" STAND, - war in archaischen Zeiten
für die gewöhnliche Menschen "GESTORBEN", und der Inbegriff für einen solchen
"TOTEN" war in vielen Fällen "DER BÄR", aber in noch bedeutenderem Masse "DER WOLF",
DER "NACH ALTNORDISCHEM RECHT", - aber auch noch sehr viel später als "FRIEDLOS" galt. -

Auszug aus dem "Sachsenspiegel":

"Doch sint dre stete binnen deme Lande to sassen". -
"Da den wilden Thyren vrede gewarcht is bi kuninges banne,
sunder beren unde wolven unde vossen" diz heizit banvorste". -

- Adamon. -




Dateianlage:
. - Was Du aufdeckst, - offenbart sich . -

"Die Erlösung kann nicht verdient, nur empfangen werden, - darum ist sie die Erlösung". -

"Es ist alles Illusion, - was nicht aus mir selber spricht,
- denn es ist ein Zusatz, - dieses Eine nicht". -

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