Tiere: » Der Hund:
logo
#1

Der Hund:

in Tiere: 12.05.2010 01:47
von Adamon • Nexar | 14.589 Beiträge

Aus: http://windspiel.bravepages.com/hund.html

"Dass mir mein Hund das Liebste ist, sagst du oh Mensch sei Sünde,
mein Hund ist mir im Sturme treu, der Mensch nicht mal im Winde."
(Franz von Assisi)

Von all den Holda zugeordneten Tieren ist der Hund eines der ihr am nächsten
(Zumindest nach meinem derzeitigen Verständnis von ihr).
In fast jeder Schilderung der Frau Holda und ihres Schaltens und Waltens werden Hunde
als ihre geschätzten Begleiter erwähnt: In der Sage über Fru Gode
(mit der Holda IMHO identisch ist) belohnt sie den Bauern, der einen ihrer Welpen aufzieht
mit Goldreichtum. In einem anderen Text bestraft sie den Mann, der mit der Peitsche
nach ihren Hunden schlug durch Fieber und Schmerzen. Besonders auf der wilden Jagd
werden Jagdhunde als ihre Begleittiere genannt. Und auch noch Frau Venus ward von
vielen Hunden umgeben. Berchtha, Frau Harke und Frigg werden ebenfalls gelegentlich mit Hunden in
Verbindung gebracht. Ganz zu schweigen von Hels Hund Garm, laut Edda der Urvater (oder Urmutter?)
aller Hunde, bewacht er - gleich dem griechischen Unterweltshund Kerberus - das Totenreich.
Die einzige Ausnahme bildet hier Freyja, die bekannterweise Katzen den Vorzug gibt.
Erwähnenswert ist hier noch, dass "Hyndla", was "Hündin" bedeutet - eigentlich der Name einer Riesin
- von einigen Autoren auch als ein Titel der Freyja angesehen wird.

Untrennbar sind die Hunde mit dem wilden Heer oder besser der
wilden Jagd verbunden. Laut Robert Graves wird Odin selbst auf jener wilden Jagd von
riesigen schwarzen Hunden mit Augen so groß wie Untertassen begleitet.

Allbekannt und beliebt sind die britischen Mären von den riesigen schwarzen Geisterhunden
mit glühend roten Augen.

Im Mittelalter - zur Zeit der Hexenverfolgung - wurden noch oft schwarze Hunde als Reittiere der Hexen,
als Besucher des Hexensabbats oder Verkörperung der Dämonen gedacht
(In Goethes Faust nimmt der Teufel gelegentlich die Gestalt eines schwarzen Pudels an).
Wegen ihrer engen Verbindung zum Übersinnlichen, wurde ihnen auch die Fähigkeit Geister zu sehen
und durch lautes Bellen anzukündigen zugeschrieben. Auch sagt das Volkswissen,
dass wenn man gleich nach einem Glücks- oder Liebeszauber einen Hund bellen hört,
zeigt die Richtung aus der er bellt die Richtung an aus der das Glück/die Liebe kommen wird.
Andere Variante: Hat man gerade einen Fluch ausgesprochen oder wurde verflucht,
kündigt die Richtung aus der der nächste Hund bellt an, aus welcher Richtung der Fluch kommt.

So lässt sich vielleicht auch im Falle Holdas folgern, dass ihre Hunde zum einen Symbole ihrer dunklen,
wilden (animalischen?) Seite sind, zum anderen ein Bindeglied zwischen ihr,
bzw. ihrem Reich, und den Menschen darstellen.


"Der Hund":
http://www.hels-hunde.de/frameset.html



. - Was Du aufdeckst, - offenbart sich . -

"Die Erlösung kann nicht verdient, nur empfangen werden, - darum ist sie die Erlösung". -

"Es ist alles Illusion, - was nicht aus mir selber spricht,
- denn es ist ein Zusatz, - dieses Eine nicht". -

http://adamonstasy.weebly.com/
zuletzt bearbeitet 28.07.2014 00:38 | nach oben springen
lockDas Thema wurde geschlossen.

#2

RE: Der Hund:

in Tiere: 01.09.2010 13:41
von Adamon • Nexar | 14.589 Beiträge

http://grenzwissenschaft-aktuell.blogspo...e-besitzer.html

Wien/ Österreich - In einer Studie haben österreichische und britische Verhaltensforscher nachgewiesen, dass Hunde ihre Besitzer imitieren. Mit Ausnahme von Wellensittichen, wurde dieses Verhalten bislang im Tierreich noch nie nachgewiesen und galt bislang eigentlich als rein menschliche Fähigkeit.

Forscher der "Universität Wien" um Dr. Friederike Range und der "University of Oxford" haben in ihren Versuchen hierzu zunächst Hunde darauf trainiert, eine automatische Tür durch Betätigung eines Knopfes entweder mit ihrer Schnauze oder mit einer Tatze zu öffnen. Danach wurden die jeweiligen Besitzer der Hunde angewiesen, den Öffner ebenfalls entweder mit dem Mund oder mit der Hand zu betätigen. Immer dann, wenn die Hunde die Tür auf die gleiche Weise wie ihr Besitzer öffneten, bekamen sie eine Belohnung. Eine andere Gruppe von Hunden bekam die Belohnung nur dann, wenn sie die Tür auf die entgegengesetzte Weise öffneten.

Die Versuchsergebnisse zeigten, dass die Hunde der ersten Gruppe sehr viel schneller das Ziel und damit auch ihre Belohnung erreichten, als die Gruppe jener Hunde, die das Gegenteil ihrer Herrchen und Frauchen durchzuführen hatten. Aufgrund dieser Beobachtung schlussfolgern die Forscher, dass auch Hunde - genau wie Menschen - durch automatisches Nachahmen lernen können.

Die Forscher vermuten, dass das Lernen durch automatisches Nachahmen einen evolutionären Vorteil mit sich bringt, da die Tiere nicht erst die relativ aufwändige und oftmals auch mit Risiken verbundene "Versuchs-und-Irrtums-Methode" (trial and error) durchlaufen müssen.

Automatisches Nachahmen ist für die Verhaltensforscher nicht zuletzt deshalb von besonderem Interesse, weil es ein ständig präsenter Teil unseres alltäglichen Lebens ist und als Grundvoraussetzung des Lernprozesses und der Weitergabe kultureller Verhaltensweisen gilt. Die Ergebnisse der Studie, die aktuell im Fachmagazin "Proceedings of the Royal Society B" veröffentlicht wurde, stützt die Theorie eines sogenannten Spiegelneuronen-Systems, welches uns dazu bringt, Verhaltensweisen, Bewegungen und Gesten durchzuführen, die wir bei anderen Menschen beobachten. Zudem belegen sie, dass die Fähigkeit der Nachahmung menschlicher Verhaltensweisen bei Tieren sich erst dann einstellt, wenn Tiere gelernt haben, mit Menschen zu interagieren und wahrscheinlich nicht schon von Geburt an angelegt ist.




Haushund (Illu.) | Copyright: grewi.de


. - Was Du aufdeckst, - offenbart sich . -

"Die Erlösung kann nicht verdient, nur empfangen werden, - darum ist sie die Erlösung". -

"Es ist alles Illusion, - was nicht aus mir selber spricht,
- denn es ist ein Zusatz, - dieses Eine nicht". -

http://adamonstasy.weebly.com/
zuletzt bearbeitet 02.12.2014 22:50 | nach oben springen
lockDas Thema wurde geschlossen.

#3

RE: Der Hund:

in Tiere: 02.02.2016 03:55
von Adamon • Nexar | 14.589 Beiträge

http://www.grenzwissenschaft-aktuell.de/...andard+Kampagne


Symbolbild: Urinierender Hund.
Copyright: Dean Beeler, CC by 2.0 (via WikimediaCommons)
Tomsk (Russland) – Trotz zahlreicher bisheriger Versuche hatten Hunde bislang noch nie den sogenannten Spiegeltest bestanden und sich selbst in einem Spiegel erkannt. Russischen Verhaltensforschern ist es nun sozusagen mit einer Geruchs-Variante dieses Bewusstseins-Experiments gelungen nachzuweisen, dass auch Hunde und wie die Forscher selbst hinzufügen, „wahrscheinlich auch zahlreiche andere Tierarten“, ein Bewusstsein von sich selbst haben. Was wahrscheinlich die meisten Hundebesitzer und Tierfreunde schon lange ahnen, kann somit erstmals auch experimentell bestätigt werden.

In der klassischen Variante des Spiegel-Experiments wird den Tieren im schlafenden oder betäubten Zustand ein farbiger, geruchsloser Punkt auf eine für das Tier uneinsehbare Körperstelle (etwa die Stirn) gemalt. Wird beim Blick in einen Spiegel dieser Punkt als ungewohnter Teil des eigenen Körpers erkannt (indem das Tier etwa versucht, mit Hilfe seines Spiegelbildes den Punkt zu berühren, zu entfernen oder zu untersuchen) gilt dies als Beleg dafür, dass das Tier sich selbst im Spiegel erkennt und sich somit von anderen Tieren zu unterscheiden weiß. Bislang haben nur Menschen und wenige Tierarten wie Menschenaffen, Delfine, Elefanten und Elstern diesen klassischen Test bestanden. Versuche mit Hunden und Wölfen verliefen, trotz der sonstigen nachweislich komplexen kognitiven Fähigkeiten der Tiere, bislang stets ergebnislos.

Für das Team um den Evolutionsbiologen Roberto Cazzolla Gatti von der Staatlichen Universität Tomsk liegt der Grund für das Nichtbestehen der Hunde aber nicht in einem fehlenden Selbst-Bewusstsein der Tiere, sondern in der Art und Weise, wie Hunde ihre Umwelt hauptsächlich wahrnehmen: Statt sich auch visuelle Eindrücke zu konzentrieren, verlassen sie sich eher auf ihre dem Menschen weit überlegene Nase, also auf Gerüche.

Aus diesem Grund entwickelten die Wissenschaftler eine Geruchs-Variante des Spiegel-Tests und beschreiben die Ergebnisse ihrer Studie aktuell im Fachjournal „Ethology Ecology & Evolution“ (DOI: 10.1080/03949370.2015.1102777): Mit Urinproben halbwilder Hunde und entsprechenden Proben des eigenen Urins konfrontiert, zeigte sich, dass die Tiere sehr viel stärker an den jeweils fremden Gerüchen interessiert waren als am eigenen.

Für Gatti und Kollegen ist dies ein Beleg dafür, dass die Tiere ihren eigenen Geruch und somit sich selbst (er-)kennen. Auch zeigte sich, dass jüngere noch länger als ältere Tiere an den eigenen Urinproben schnupperten. Für die Forscher ist dies ein Beleg dafür, dass sich deren Selbst-Bewusstsein noch nicht stark genug ausgeprägt hat. Auch für letztere Beobachtung gibt es Parallelen zum Spiegel-Experiment mit Menschen und Großaffen.

Angesichts ihres Ergebnisses appellieren die Wissenschaftler für eine Anpassung des doch sehr stark am Menschen orientierten Spiegel-Experiments auf die jeweils den untersuchten Tierarten eigenen Wahrnehmungsfähigkeiten. Schließlich erwarte man ja auch nicht von natürlich blinden Tieren wie etwa Fledermäusen und Maulwürfen, dass sie sich in einem Spiegel wiedererkennen.

© grenzwissenschaft-aktuell.de


. - Was Du aufdeckst, - offenbart sich . -

"Die Erlösung kann nicht verdient, nur empfangen werden, - darum ist sie die Erlösung". -

"Es ist alles Illusion, - was nicht aus mir selber spricht,
- denn es ist ein Zusatz, - dieses Eine nicht". -

http://adamonstasy.weebly.com/
nach oben springen
lockDas Thema wurde geschlossen.

#4

RE: Der Hund:

in Tiere: 24.11.2020 21:27
von Adamon • Nexar | 14.589 Beiträge

https://www.grenzwissenschaft-aktuell.de...ntieren20200723

Auch Hunde nutzen das Erdmagnetfeld, um sich zu orientieren:


Symbolbild: Hund
Copyright: DaveFrancis (via Pixabay.com) / Pixabay License

Prag (Tschechien) – Die Ergebnisse einer internationalen Studie zeigen, dass auch Hunde das Erdmagnetfeld wahrnehmen und zur eigenen Orientierung und Navigation nutzen können.

Wie das Forscherteam von der Tschechischen Universität für Biowissenschaften, gemeinsam mit Kollegen der US-amerikanischen Virginia Tech und der Barry University aktuell im Fachjournal „eLife Sciences“ (DOI: 10.7554/eLife.55080) beschreibt, haben sie in ihren Versuchen untersucht, ob Hunde das Erdmagnetfeld zur Navigation verwenden.

Schon zuvor hatten Untersuchungen gezeigt, dass Hunde beim Urinieren und Abkoten dazu neigen, sich in einer Nord-Süd-Position auszurichten – eine Beobachtung, die darauf hindeutete, dass sie möglicherweise das Magnetfeld der Erde wahrnehmen können (…GreWi berichtete).

Ausgestattet mit GPS-Sensoren wurden mehrere Hunde kontrolliert in eine natürliche, für die Tiere aber völlig unbekannte Umgebung entlassen. Das Ergebnis: In allen Fällen kehrten die Hunde bald zu der Person zurück, die sie freigelassen hatte.

Eine Analyse der von den Hunden genutzten Routen stellten die Forscher fest, dass sie eine von zwei Arten der Rückkehr verwendeten: Die erste – von den Forschern und Forscherinnen als „Tracking“ bezeichnet – zeigte, dass der jeweilige Hund seinen Weg zurückfand, indem er dem gleichen Weg folgte, der bis zum Punkt der Freilassung genutzt wurde. Vermutlich gelingt dies den Tieren mit Hilfe ihres extrem sensiblen Geruchssinns. Bei der zweiten, von den Forschenden als „Return Scouting“ bezeichneten Art folgten die Hunde einem unbekannten Weg, um zurückzukehren.

Hinzu entdeckten die Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen für einen großen Anteil der Scouting-Routen ein zunächst merkwürdiges Verhalten der Hunde: Diese liefen einige Male auf einer Länge von etwa 20 Metern von Nord nach Süd, bevor sie zu ihrem Ausgangspunkt zurückkehrten. „Dies scheint den Hunden zu helfen, sich zu orientieren, da diejenigen, die dies taten, bei ihrer Rückkehr effizienter waren“, so die Autoren der Studie.

Das Team vermutet, dass das Nord-Süd-Laufen ein Beleg dafür ist, dass die Hunde das Erdmagnetfeld nutzen, um sich in einer unbekannten Umgebung zu orientieren, um so ihren Weg nach Hause zu finden. In weiteren Tests konnten die Forscher ausschließen, dass andere Faktoren das Verhalten der Tiere beeinflussten oder deren Navigationsfähigkeit verbesserten.

Quelle: eLive
© grenzwissenschaft-aktuell.de


. - Was Du aufdeckst, - offenbart sich . -

"Die Erlösung kann nicht verdient, nur empfangen werden, - darum ist sie die Erlösung". -

"Es ist alles Illusion, - was nicht aus mir selber spricht,
- denn es ist ein Zusatz, - dieses Eine nicht". -

http://adamonstasy.weebly.com/
nach oben springen
lockDas Thema wurde geschlossen.


Besucher
0 Mitglieder und 5 Gäste sind Online

Forum Statistiken
Das Forum hat 2860 Themen und 11637 Beiträge.

Xobor Forum Software © Xobor