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#1

Palaeo-Seti:

in Extraterrestrische Intelligenzen: 07.06.2010 13:49
von Adamon • Nexar | 15.953 Beiträge

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#2

RE: Palaeo-Seti:

in Extraterrestrische Intelligenzen: 08.07.2010 19:45
von Adamon • Nexar | 15.953 Beiträge

Aus: http://grenzwissenschaft-aktuell.blogspo...or-kontakt.html


Dienstag, 6. Juli 2010

SETI-Chefastronom: "Warnungen vor Kontakt mit Aliens sind Paranoia":



Mountain View/ USA - Nachdem erst kürzlich der Astrophysiker Stephen Hawking vor Bemühungen um einen Kontakt mit Außerirdischen gewarnt und damit erneut eine Diskussion um Botschaften, die von der Erde ins All gesendet werden, ausgelöst hatte (...wir berichteten), hat sich nun auch der Chefastronom des SETI-Instituts, dass nach intelligenten außerirdischen Signalen sucht, in dieser Frage zu Wort gemeldet: Für derartige Bedenken, sei es schon längst zu spät.

Wie Seth Shostak in seiner Kolumne u. a. auf "NewScientist.com" schreibt, überzeichne Hawking mögliche negative Konsequenzen der Suche nach intelligentem Leben im All und dem Wunsch nach Kontakt zu diesen Zivilisationen.

Dennoch, selbst wenn die Chancen eines solchen Szenarios gering wären, würde dieses auch in SETI-Kreisen diskutiert. Wie schon andere Vordenker zuvor, hatte Hawking einen möglichen Kontakt der Erde mit einer vermutlich höher entwickelten Intelligenz aus dem All, mit dem Kontakt der nordamerikanischen Ureinwohner mit den europäischen Siedlern und deren Auswirkungen auf die Ameroindianer verglichen.

Seit drei Jahren würden entsprechende Fragestellungen bereits durch die SETI-Gruppe an der "International Academy of Astronautics" diskutiert, nachdem einige Wissenschaftler sogar die Ächtung gezielt ins All gesendeter Botschaften durch die internationale Raumfahrt- und Forschungsgemeinschaft gefordert hatten.

Ein derartiges Vorgehen hält Shostak jedoch nicht nur für kaum umsetzbar sondern auch für deutlich verspätet. "Seit nunmehr 60 Jahren verraten wir unsere Existenz völlig unachtsam durch Fernseh-, Radio- und Radarübertragungen. Die ersten Episoden von 'I Love Lucy' (Anm. d. Red.: Eine US-Comedy-Serie der 1950er Jahre) haben bereits rund 6000 Sternensysteme erreicht. (...) Wenn es dort draußen also intelligentes Leben gibt, werden diese und andere bereits gesendeten Signale diese irgendwann auch einmal erreichen."

Zwar schwäche sich die Intensität entsprechender Sendungen mit zunehmender Entfernung immer mehr ab, doch mit entsprechend fortgeschrittener Empfangstechnologie, sollte es höher entwickelten Zivilisationen möglich sein, unsere TV und Radarwellen erkennen zu können. "Spätestens dann werden sie merken, dass eine Gesellschaft auf unserem Entwicklungsniveau für sie keine Bedrohung darstellt."

Schlussendlich sei es ganz egal, ob wir durch besagte Radio-, TV- oder Radarsendungen unbeabsichtigt oder mit gezielt ins All gerichteten Botschaften auf uns aufmerksam machen. "Jegliche außerirdische Gesellschaft, die weit entwickelt genug ist, um für die Erde eine potentielle Bedrohung darzustellen, wäre auch in der Lage unsere eigene Sonne als Gravitationslinse so zu nutzen, um sogar das Leuchten unserer Straßenlaternen zu erkennen. Hawkings Warnung ist also völlig irrelevant."

Nicht zuletzt aus diesem Grund habe sich die SETI-Gruppe an der "International Academy of Astronautics" auch gegen eine Ächtung entsprechender Botschaften entschieden.



Buchillustration von Alvim Corréa (1906) aus "Krieg der Welten" | Copyright. Public Domain


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#3

RE: Palaeo-Seti:

in Extraterrestrische Intelligenzen: 08.07.2010 19:48
von Adamon • Nexar | 15.953 Beiträge

Aus: http://grenzwissenschaft-aktuell.blogspo...erirdische.html


Samstag, 22. Mai 2010

Astrophysiker befürchtet: Außerirdische sehen unser TV-Programm:



Genf/ Schweiz - In der Diskussion um außerirdisches Leben und einen möglichen Kontakt zu intelligenten Lebensformen, vor dem erst kürzlich der Astrophysiker Stephen Hawking gewarnt hatte (...wir berichteten), hat sich nun auch der Schweizer Astrophysiker André Maeder zu Wort gemeldet und weist darauf hin, dass Außerirdische, wenn es sie den geben sollte, wahrscheinlich als Erstes unsere Rundfunkprogramme kennen lernen würden.

"Wir sind ein Planet, der Lärm produziert", zitiert die Zeitung "Le Matin" den Astrophysiker im Interview. Noch in hunderten von Lichtjahren könne man unsere Rundfunk- und TV-Emissionen empfangen, da sie einen Großteil der von der Erde abgegebenen Strahlung darstellen, wie sie von vermeintlich außerirdischen Intelligenzen als nicht natürlichen Ursprungs identifiziert werden könnten.

"Tatsächlich", so Meader, "machen es wir Menschen nicht anders, wenn wir mit Programmen wie der Suche nach außerirdischer Intelligenz (Search for Extraterrestrial Intelligence, SETI) nach intelligenten Signalen aus dem All fahnden." Sollte es einst zu einem Kontakt kommen, werde dieser ganz bestimmt via Telekommunikation stattfinden.

Obwohl die Wahrscheinlichkeit für außerirdisches Leben, bei geschätzten 2000 Milliarden Planeten außerhalb unseres Sonnensystems, sehr hoch sei, wäre ein direkter Besuch auf einem in Frage kommenden potentiellen nächstgelegenen Alien-Planeten nach derzeitigem irdischem Wissenstand physikalisch bzw. technologisch nicht umsetzbar wäre: "Man würde vier Tonnen Atom-Brennstoff benötigen, um ein Gramm Nutzlast hin- und zurückzubewegen. Also 32.000 Tonnen Atom-Brennstoff um auch nur einen Mann von 80 Kilo zu transportieren."

Ein Erstkontakt aufgrund unserer der irdischen TV-Sendungen - ein wahrhaftes Horrorszenario...



Archiv: Fernsehkonsum anno 1969 | Copyright: CC3.0/Deutsches Bundesarchiv



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#4

RE: Palaeo-Seti:

in Extraterrestrische Intelligenzen: 09.11.2010 19:54
von Adamon • Nexar | 15.953 Beiträge

Aus: http://grenzwissenschaft-aktuell.blogspo...suche-nach.html

Montag, 8. November 2010
SETI-Astronomen dehnen Suche nach außerirdischen Signalen aus:



Mountain View/ USA - Im 50. Jubiläumsjahr der organisierten Suche nach intelligenten außerirdischen Signalen (Search for Extraterrestrial Intelligence, SETI) weiten Astronomen international derzeit diese Suche auf weitere, unserem Sonnensystem vergleichsweise nahe gelegene Sterne aus, darunter finden sich auch zwei Sterne, die bereits Ziel der ersten Bemühungen waren.

Noch bis Ende November 2010 suchen SETI-Astronomen in auf fünf Kontinenten sowohl nach Radiosignalen, als auch nach Lichtsignalen, wie sie mittels Lasern ausgesendet werden könnten.

Im April 1960 startete der Astronom und SETI-Pionier Frank Drake das "Projekt Ozma", dessen Name sich auf das Kinderbuch "Der Zauberer von Oz" beruft. Mit dem Start der neuen Suche im Rahmen von "Projekt Dorothy" (der Hauptfigur des Romans von Lyman Frank Baum.) setzt der das Projekt führende japanische Astronom Shin-ya Narusawa vom "Nishi-Harima Astronomical Observatory" diese Tradition nun fort.

Wie schon "Projekt Ozma", so nimmt nun auch "Dorothy" unter anderem die nahen Sterne "Tau Ceti" und "Epsilon Erdani" ins Visier. "Hierbei handelt es sich um die beiden nächstgelegenen sonnenähnlichen Sterne der nördlichen Hemisphäre", erläutert Narusawa. "Aus diesem Grund gehören sie schon seit einem halben Jahrhundert zu den am meisten geeigneten Sternen für SETI (Search for Extraterrestrial Intelligence). (...) Seit 'Projekt Ozma' hat sich die Astronomie erheblich weiterentwickelt und mittlerweile sind fast 500 Planeten bekannt, die ferne Sterne umkreisen. Einige dieser 'Sonnensysteme' besitzen zudem Planeten, die ihren Stern im richtigen Abstand umkreisen, um möglicherweise sogar Leben zu ermöglichen (habitable Zone). Und auch solche Sterne werden nun von 'Projekt Dorothy' beobachtet."

Da sich unser Planet ständig dreht, sind die Sterne von einem Standpunkt aus betrachtet immer nur für einen begrenzten Zeitraum zu sehen. Durch 'Projekt Dorothy' wollen die SETI-Astronomen nun auch die internationale Zusammenarbeit und Koordination der Beobachtungen einüben und testen. "Selbst wenn 'Dorothy' keine außerirdischen Signale findet, sollen die Erfahrungen der internationalen Zusammenarbeit genutzt werden, um sich auf jenen Tag vorzubereiten, an dem ein solches Signal entdeckt wird und es darum geht, dieses Signal durch Folgebeobachtungen zu bestätigen", erläutert der Projektwissenschaftler Douglas Vakoch vom "SETI Institute".

Neben "Tau Ceti" und "Epsilon Erdani" beobachtet "Projekt Dorothy" auch die Sterne "Eta Arietis", "HD 69830", "55 Cancri", "HD 168746" und "Giese 581":

Während im Umfeld der Sterne "Tau Ceti" (12 Lichtjahre von der Erde entfernt)
und "Eta Arietis" (in 98 Lichtjahren Entfernung) bislang noch keine Exoplaneten entdeckt wurden, ist um "Epsilon Eridani" (11 Lichtjahre entfernt) mindesten ein jupitergroßer Gasplanet und ein bislang noch nicht eindeutig bestätigter Planet bekannt.

"HD 69830" beheimatet drei bislang bekannte Planeten. Einer davon, ein Planet von etwa der Größe des Neptun, ist also etwa vier Mal so groß wie die Erde und umkreist seinen Stern sogar in der sogenannten habitablen Zone, jener Region also, in welcher, aufgrund gemäßigter Temperaturen, Wasser in flüssiger Form auf einen entsprechenden Planeten existieren kann.

"55 Cancri" wird sogar von gleich fünf bislang bekannten Planeten umkreist. Auch hier befindet sich einer der Planeten, mit etwa 0,14 Jupitermassen, innerhalb der "bewohnbaren Zone" (...wir berichteten).

Nur ein bekannter Planet, mit 0,23 Jupitermassen, umkreist hingegen "HD 168746", doch auch dieser in etwa erdgroße Planet könnte sich zumindest 100 Millionen Jahre lang innerhalb der habitablen Zone bewegen.

"Gliese 581" hingegen wartet mit gleich sechs bislang bekannten Planeten auf, die ihn umkreisen. Mindestens einer, vielleicht sogar zwei dieser Planeten befindet sich innerhalb der lebensfreundlichen Zone (...wir bericheteten).

- Weitere Informationen zu "Project Dorothy" finden Sie hier:
http://www.nhao.jp/~narusawa/oseti/project-dorothy.html



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#5

RE: Palaeo-Seti:

in Extraterrestrische Intelligenzen: 13.09.2011 02:31
von Adamon • Nexar | 15.953 Beiträge

"Russischer SETI-Astronom: Nachweis außerirdischen Lebens innerhalb von 20 Jahren":
http://grenzwissenschaft-aktuell.blogspo...m-nachweis.html

St. Petersburg/ Russland - Auf dem 3. Symposium der "International Academy of Astronautics" (IAA) zur "Suche nach Lebenssignaturen", das noch bis zum 30. Juni in St. Petersburg stattfindet, hat sich der russische SETI-Astronom Andrey Finkelstein vom "Institut für angewandte Astronomie" an der russischen "Akademie der Wissenschaften" gegenüber Medienvertretern zuversichtlich darüber gezeigt, dass der Nachweis außerirdischen Lebens schon innerhalb der nächsten 20 Jahre gelingen wird.

"Die Genesis des Lebens", so zitiert die Nachrichtenagentur "Interfax" den Astronomen, "ist ebenso unvermeidlich wie das Entstehen von Atomen. Leben existiert auf anderen Planeten und wir werden es innerhalb der nächsten 20 Jahre finden." Wahrscheinlich, so vermutet Finkelstein weiter, werden diese Außerirdischen uns Menschen gar nicht unähnlich sehen. "Vielleicht haben sie zwei Arme, zwei Beine und einen Kopf. Vielleicht haben sie eine andere Hautfarbe, aber das gibt es auf der Erde schließlich auch."

Seine zuversichtliche Einstellung begründet Finkelstein mit der Schätzung, dass mindestens 10 Prozent aller Sterne in unserer Galaxie von erdähnlichen Planeten umkreist werden (...wir berichteten). "Dort, wo es Wasser gibt, kann es auch eben geben."

Ähnlich zuversichtlich hatte sich schon im vergangenen Herbst (2010) der SETI-Chefastronom Seth Shostak vom US-amerikanischen "SETI Insttute" gezeigt, als er erklärte, dass die Menschheit schon innerhalb der kommenden 25 Jahre Signale intelligenter Außerirdischer entdecken könnten

Um den Kontakt mit den von Finkelstein skizzierten Außerirdischen geht es auch hauptsächlich auf dem internationalen Treffen der Astronomen in St. Petersburg. Während sich die vornehmlich US-amerikanisch geprägte SETI-Schule auf die rein indirekte Suche nach außerirdischen Signalen konzentriert, wird die aktive Variante von SETI, das sogenannte METI (Messaging to ExtraTerrestrial Intelligence), also das gezielte Senden von Botschaften an potentielle Heimatwelten von intelligenten Außerirdische, seit einigen Jahren hauptsächlich von russischer Seite betrieben.

Nicht zuletzt durch Warnungen von Astrophysikern wie Stephen Hawking, dass wir – angesichts möglicherweise auch uns feindlich gesinnter Außerirdischer - nicht zu sehr auf die Erde aufmerksam machen sollten (...wir berichteten, s. Links), wird der Einsatz von METI in der internationalen SETI-Gemeinde sei Jahren kontrovers diskutiert. Auch Finkelstein nimmt in dieser Frage eine eher zurückhaltende Position ein und versicherte im Rahmen des IAA-Treffens, dass auch sein Institut sich vornehmlich auf die passive Suche nach außerirdischen Signalen konzentriere.

Schon in einer Woche werden sich dann Astrobiologie-Experten der "Internationalen Astronomischen Union" (IAU) im französischen Montpellier zur "Orgins"-Konferenz treffen, um über "die Ursprünge und die Verbreitung des Lebens im Universum" zu diskutieren (...wir werden berichten).


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#6

RE: Palaeo-Seti:

in Extraterrestrische Intelligenzen: 14.09.2011 03:15
von Adamon • Nexar | 15.953 Beiträge

http://grenzwissenschaft-aktuell.blogspo...seti-setzt.html

Mountain View/ USA - Noch im vergangenen April gab das "SETI Institute" für die Suche nach außerirdischen Intelligenz (SETI) bekannt, dass die millionenschwere Radioteleskopanlage in Kalifornien, das "Allen Telescope Array", vorerst wegen fehlender finanzieller Mittel abgeschaltet werde (...wir berichteten). Nachdem zahlreiche Stars und Prominente nicht nur zu Spenden an SETI aufriefen sondern auch selbst oft großzügig spendeten, soll die Suche nach Signalen außerirdischer Intelligenzen nun schon im kommenden September wieder beginnen.

"Innerhalb von 45 Tagen konnten alleine durch private Spenden im Rahmen der 'SETIStars'-Kampagne 200.000 US-Dollar eingenommen werden", erklärt das "SETI Institute" auf seiner Internetseite "seti.org".

Der Plan für den Wiederbeginn der Nutzung der Teleskopanlage sei fast abgeschlossen und mit ersten Arbeiten sollen schon Mitte September begonnen werden. Auch suche man nun nach neuen Wegen, auch die Öffentlichkeit, mit deren Hilfe die Spendengelder zusammenkamen, zukünftig noch mehr an der Arbeit von SETI teilhaben zu lassen.

Die Kampagne "SETIStars" zeichnete alle Spender mit einer namentlichen Nennung und einem "Stern" auf einer eigens eingerichteten Internetseite (setistars.org) aus. Zudem engagierten sich auch Prominente und Wissenschaftler für die Aktion, darunter auch die Hollywood-Schauspielerin Jodie Foster, die als Ellie Arroway in dem Film "Contact" eine SETI-Astronomin spielte. Der "Apollo 8"-Astronaut Bill Anders, nannte es "für die menschliche Rasse unverantwortlich, wenn sie nicht nach Beweisen für außerirdischen Intelligenzen suchen würde" und wurde durch seine Spende ebenfalls zu einem SETIStar.

Die "Allen Telescope Array" wird vom "SETI Institute" in Kooperation mit dem "Radio Astronomy Laboratory" (RAL) an der "University of California" betrieben. Derzeit verfügt die sich noch im Bau befindliche Anlage, nordöstlich von San Francisco, über 42 von insgesamt 350 geplanten und auf rund einem Kilometer Durchmesser platzierten Antennen für die Suche im Zentimeterwellenbereich (Frequenzen von 0,5 bis 11,2 GHz).


Einige der Parabolantennen der "Allen Telescope Array" | Copyright: seti.org


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#7

RE: Palaeo-Seti:

in Extraterrestrische Intelligenzen: 14.09.2011 19:04
von Adamon • Nexar | 15.953 Beiträge

http://grenzwissenschaft-aktuell.blogspo...milliarden.html

Berkeley/ USA - Seit 1999 bietet das Internetportal SETI@home (setiathome.berkeley.edu) Laien die Möglichkeit, eigene Rechnerkapazitäten in den Dienst der Suche nach intelligenten außerirdischen Signalen zu stellen. Seither entdeckte das Programm rund 4,2 Milliarden potentiell interessanter Signale, die sich aus dem normalen Hintergrundrauschen aus dem All abheben und die es gilt, weiterführend auf ihre Herkunft zu analysieren. Mit Hilfe eines neuen Programms sollen diese Signale nun automatisch ausgewertet und visuell dargestellt werden.

Die Daten selbst stammen vom Radioteleskop nahe Arecibo auf Puerto Rico und werden von dem Computerprogramm auf fünf unterschiedliche Mustertypen hin untersucht, die aller Wahrscheinlichkeit nach nicht vom Hintergrundrauschen oder zufällig erzeugt werden können. Hierzu zählen beispielsweise drei Höhenwerte hintereinander oder Impulse, die als digitales Signal verstanden werden könnten.

Die Mammutaufgabe, der Überprüfung dieser Datenmenge beginnt in einem ersten Schritt ebenfalls automatisch durch das SETI@home-Programm selbst, wenn dieses bekannte Quellen aussondert: "Die am meist verbreitete Quelle von ungewöhnlichen Interferenzen in den SETI@home-Daten sind Signale von Radar-Stationen auf Puerto Rico", erläutert Eric Korpela von der "University of California, Berkeley" (UC Berkeley), der das weitere Vorgehen in einem Artikel beschrieben und vorab auf "arxiv.org" veröffentlicht hat. "Die meisten anderen vermeintlich ungewöhnlichen Signale können ebenfalls einer bekannten natürlichen bzw. technischen Quelle zugeordnet und aussortiert werden."

Nach diesem Vorgang bleiben jedoch weiterhin zahlreiche Signale, die es eingehender zu analysieren gilt. Die Forscher haben hierzu nun ein Programm entwickelt, dass es Freiwilligen ermöglichen soll, die verbliebenen Daten visuell auf Besonderheiten hin zu analysieren.

Grundvoraussetzung dieses Programms, wie auch für die Suche nach intelligenten außerirdischen Signalen (Search for ExtraTeresstrial Intelligence, SETI) überhaupt, ist, dass ein Signal auch nach seiner Entdeckung zu einem späteren Zeitpunkt am selben Ort am Himmel wieder gefunden werden kann. Hierbei soll das neu entwickelte Programm "Near-Time Persistency Checker" (NTPCkr) behilflich sein und erstellt eine Karte der verbliebenen Signale am Himmel.

Taucht ein Kandidat auf, wird er als "heiße" Markierung auf der Karte angezeigt und bleibt solange "heiß", wie das Signal wiederkehrt. Kommt es zu keinen weiteren Signalen an diesem Ort, so "kühlt" sich die einst "heiße" Markierung nach und nach wieder ab. Alle Signale, die über eine bestimmte Zeitdauer "heiß" bleiben, können dann wiederum eingehender untersucht werden.

Die Große Frage, welche bzw. wie viel Signale auf diese Weise bislang übrig blieben klingt zunächst ernüchternd: Lediglich ein einziges Radiosignal mit der Bezeichnung "SHGb02+14a", das schon 2004 entdeckt und publiziert wurde, konnte bislang nicht identifiziert werden. Allerdings gibt es in einem Umkreis von 1000 Lichtjahren um die Ursprungskoordinaten dieses Signals offenbar keine Sterne, weswegen die meisten Beobachter davon ausgehen, dass es sich bei dem Signal um eine zufällige Variation des Hintergrundrauschens handelt.

http://arxiv.org/abs/1109.1595




Die Grafik zeigt im oberen Abschnitt die Frequenzverteilung von allen Impulsen, wie sie von SETI@home registriert wurden. Im mittleren Teil (weiß) sind jene Impulse zu sehen, die von bekannten Interferenzquellen Stammen. Dieser wurden im unteren Teil entfernt und dennoch bleiben einige interessante Signale erhalten, die es weiterführend zu untersuchen gilt.
| Copyright: Eric J. Korpela et al.


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#8

RE: Palaeo-Seti:

in Extraterrestrische Intelligenzen: 30.09.2011 13:36
von Adamon • Nexar | 15.953 Beiträge

http://grenzwissenschaft-aktuell.blogspo...-will-seti.html

Paris/ Deutschland - Anlässlich des 50. Jahrestages der Entwicklung der "Drake-Formel" richtet die französische Raumfahrtagentur CNES am 21. und 22. November 2011 in Paris ein SETI-Seminar aus. Ziel ist die Förderung der "Suche nach außerirdischer Intelligenz" auch durch europäische Institutionen.

Geplant ist ein interdisziplinärer Austausch zwischen Wissenschaftlern der Astronomie, Chemie, Biologie, Anthropologie und Epistemologie unter anderem zu folgenden Themen:

- Die verschiedenen Planetensysteme und habitable Zonen, Exoplaneten und ihre Bewohnbarkeit,
- Die Möglichkeit von Leben und deren Entwicklungsmöglichkeiten,
- Intelligenz und Technologieentwicklung sowie
- Die Nachweisbarkeit und Suche nach Anzeichen einer vorsätzlichen Technologie

Erklärtes Ziel der Veranstalter ist es, in den nächsten Jahren die SETI-Arbeit in Europa besonders zu fördern.

Die "Drake-Formel" ist eine, nach dem US-amerikanischen Astrophysiker Frank Drake benannte Gleichung, die der Wissenschaftler im November 1961 auf einer Konferenz am Green-Bank-Observatorium vorstellte. Mit ihr wird der Versuch unternommen, die Anzahl der technischen, intelligenten Zivilisationen in unserer Galaxie abzuschätzen.

Die Faktoren der Gleichung sind: Die mittlere Sternentstehungsrate pro Jahr in unserer Galaxie; der Anteil an Sternen mit Planetensystem; die Anzahl der Planeten in der Ökosphäre; der Anteil an Planeten mit Leben; der Anteil an Planeten mit intelligentem Leben; Anteil an Planeten mit Interesse an interstellarer Kommunikation sowie die Lebensdauer einer technischen Zivilisation in Jahren.

Während die meisten Faktoren zur Zeit der Formulierung noch gänzlich unbekannt, bzw. ihre Größen noch rein spekulativ waren, können diese Vermutungen mittlerweile durch die großen Fortschritte bei der Suche nach Planeten außerhalb des Sonnensystems, sogenannten extrasolaren Planeten (Exoplaneten), mehr und mehr präzisiert werden, wodurch die "Drake-Gleichung" zusehends wieder an Bedeutung gewinnt.


Archiv: Eine Teleskopantennen der "Allen Telescope Array" | Copyright: Seti.org


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zuletzt bearbeitet 11.12.2014 05:57 | nach oben springen
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#9

RE: Palaeo-Seti:

in Extraterrestrische Intelligenzen: 09.01.2012 12:55
von Adamon • Nexar | 15.953 Beiträge

http://grenzwissenschaft-aktuell.blogspo...eren-erste.html

"Unsere Suche nach Signalen aus Richtung der Kepler-Planeten und deren Auswertung hat erste 'Treffer' ergeben", erklären die SETI-Astronomen in Berkeley auf ihrer Internetseite (seti.berkeley.edu). "Hierbei handelt es sich jedoch unzweifelhaft um irdische Radiofrequenz Interferenzen (radio frequency interference, RFO)", also um Überlagerungen von elektromagnetischen Wellen irdischen Ursprungs - genauer gesagt hervorgerufen von "unseren eigenen Satelliten".

Jedes der im Folgenden abgebildeten Signale ist jeweils paarweise abgebildet. Zum einen die Beobachtung des 'Kepler Object of Interest' (KOI) Nummer 817 und zum anderen des Planetenkandidaten KOI-812. "Während unserer Beobachtung wechselten wir zwischen diesen beiden Zielen, um es uns zu ermöglichen, Signale auszuschließen, die aus zwei unterschiedlichen Orten im Himmel einfallen. Wenn wir nämlich (wie in den unten gezeigten Fällen) ein Signal aus mehreren Himmelspositionen sehen, so handelt es sich mit ziemlicher Sicherheit um Interferenzen."


Copyright: seti.berkeley.edu

"Die Ausdrucke der Signale stellen elektromagnetische Energie als eine Funktion aus Frequenz und Zeit dar", so die Erläuterungen der Astronomen. "Hellere Farben repräsentieren mehr Radioenergie zu einer bestimmten Zeit und Frequenz. Eine Radiostation, die auf 101,5 MHz sendet, würde beispielsweise eine große Menge an Energie rund um diese Frequenz erzeugen."

Zwar sind sich die SETI-Astronomen sehr sicher, dass es sich bei diesen Signalen um besagte Interferenzen handelt, "doch sehen diese dem, wie wir uns Signale einer außerirdischen Technologie vorstellen, wahrscheinlich sehr ähnlich. Sie zeichnen sehr enge Frequenzen, so eng, wie diese wahrscheinlich nicht von astrophysikalischen Phänomenen erzeugt werden würden. Zudem verschiebt sich die Frequenz mit der Zeit - ganz genau so, wie wir dies aufgrund des Doppler-Effekts, der von der relativen Bewegung der Sendequelle zum empfangenden Radioteleskop hervorgerufen wird, erwarten würden."

"Obwohl es sich bei diesen Signalen um Interferenzen handelt, zeigt doch dieser Empfang von Signalen, die jene Eigenschaften aufzeigen, die wir von einer intelligenten außerirdischen Quelle erwarten, dass wird auf dem richtigen Weg sind und unsere Algorithmen richtig arbeiten", so die Berkeley-Astronomen.

Während der kommenden Wochen wollen die SETI-Astronomen weitere Daten und Ergebnisse der Suche nach Signalen von den Kepler-Planeten und Planetenkandidaten veröffentlichen. Alleine 2011 wurden hierbei nahezu 50 Terabyte an Daten empfangen, die es nun gilt auszuwerten...


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zuletzt bearbeitet 11.12.2014 05:59 | nach oben springen
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#10

RE: Palaeo-Seti:

in Extraterrestrische Intelligenzen: 07.06.2012 09:17
von Adamon • Nexar | 15.953 Beiträge

http://grenzwissenschaft-aktuell.blogspo...r-tritt-ab.html

Santa Clara/ USA - Nach 35 Jahren der Suche nach Signalen außerirdischer Zivilisationen aus dem All, geht die Direktorin des Institutes zur Suche nach außerirdischer Intelligenz (Search for ExtraTerrestrial Intelligence, SETI) Dr. Jill Tarter in den Ruhestand. Die Astronomen, die Pate für die von Jodie Foster gespielten SETI-Forscherin Ellie Arroway im Hollywoodstreifen "Contact" stand, widerspricht Befürchtungen anderer Astronomen und Wissenschaftler, dass Außerirdische uns feindlich gesinnt sein könnten.

Die heute 68-jährige Astronomin, schied schon in den 1970er Jahren aus dem damals noch von der NASA durchgeführten SETI-Programm aus, um sich einer Gruppe von gleichgesinnten Wissenschaftlern anzuschließen, um mit neuer Ausrüstung und neuen Strategien mittels der Radioastronomie systematisch nach entsprechenden Signalen aus und im All zu fahnden. Seit dem dann dem seither privat durchgeführten SETI-Programm 1993 durch den US-Kongress die Mittel gestrichen wurden, war Tarter fortwährend bemüht, die Arbeit des "SETI Institutes" durch Spenden zu finanzieren. Im Rahmen von "Project Phoenix" konnten die Forscher weiterhin mit Großantennen in Australien, auf Puerto Rico und in West Virginia rund 1.000 nahe Sterne auf einer breiten Bandbreite von Radiofrequenzen belauschen - bislang offiziell ohne Erfolg.

Noch bis 1995 galt dieses Vorgehen als rein hypothetisch, da bis zu diesem Zeitpunkt die Existenz von Planeten jenseits des Sonnensystems, sogenannte Exoplaneten - von denen mittlerweile mehrere Tausend bekannt sind - noch nicht beweisen war. "Heute untersuchen wir gezielt jene Sterne, von denen beispielsweise Dank des Kepler-Weltraumteleskops bekannt ist, dass sie hoffnungsvolle Planeten haben", so Tarter.

Im Rahmen der SETI-Konferenz "SETIcon II" im kalifornischen Santa Clara wird Tarter Ende Juni offiziell verabschiedet. Ihren Posten als SETI-Direktor wird dann der Physiker Gerry Hars übernehmen, während Tarter sich weiterhin um die private Finanzierung der SETI-Forschung kümmern wird.

"Die SETI-Forschung finanziert sich durch private Spenden. Die Höhe des uns zur Verfügung stehenden Etats bestimmt also auch, wie schnell wir die von Kepler neu entdeckten und potentiell lebensfreundlichen Welten nach Hinweisen auf dort existierende Zivilisationen absuchen können", so Tarter und führt weiter aus: "Der beste Grund, weshalb man SETI unterstützen sollte ist jener, dass es sich um eine Investition in unsere Zukunft handelt."

Des Weiteren beruft sich Tarter in ihren Ausführungen auf den Wissenschaftler Phil Morrison, der SETI eins als die "Archäologie der Zukunft" bezeichnet hatte. "Wenn wir ein (intelligentes, außerirdisches) Signal finden, so können wir von diesem sehr viel über 'deren' Vergangenheit lernen, da ein solches Signal schon sehr lange unterwegs sein muss, bis es uns erreicht. Zugleich können wir davon etwas über 'unsere' mögliche Zukunft lernen. (...) Zu wissen, dass es möglich ist, Lösungen unserer irdischen Probleme zu finden, weil dies auch schon andere geschafft haben, ist von größter Bedeutung, wenn auch wir eine alte Zivilisation werden wollen. Zu wissen, dass es eine Zukunft gibt, könnte uns dazu motivieren, diese auch zu erreichen."

In einem Interview widerspricht Tarter zudem den bereits von anderen Astronomen und Wissenschaftlern, darunter dem Astrophysiker Sir Stephen Hawkings geäußerten Befürchtungen und warnenden Hinweisen in Richtung SETI, dass Außerirdische uns auch und vor allem feindlich gesinnt sein könnten (...wir berichteten): "Sollten Außerirdische in der Lage sein, unsere Erde zu besuchen, so würde dies bedeuten, dass sie derart hohe technologische Möglichkeiten entwickelt hätten, dass sie es gar nicht mehr nötig hätten, uns zu versklaven, zu verspeisen oder einen anderen Planeten in Besitz zu nehmen", zitiert "EarthSky.org" die Noch-SETI-Direktorin. "Wenn Außerirdische also hier her kommen, dann bestimmt als Forscher."

Aufgrund des Alters des Universums, so vermutet Tarter weiter, wären "wir" wahrscheinlich auch nicht die erste Zivilisation, denen "sie" begegnen würden. Filme, die sich dem Szenario aggressiver Außerirdischer und einem fatalen Kontakt der Menschheit mit diesen bedienen, bezeichnet die Astronomin im EarthSky-Interview als "gute Unterhaltung und Metaphern unserer eigenen Ängste. Wir sollten diese Filme aber nicht als Vorgeschmack auf einen wirklichen Alien-Besuch verstehen."


Die bisherige Direktorin des "SETI Institute", Jill Tarter. | Copyright: seti.org


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zuletzt bearbeitet 11.12.2014 06:00 | nach oben springen
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von Adamon • Nexar | 15.953 Beiträge

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Manoa (USA) - Statt wie seit bald 60 Jahren mittels Radioteleskopen im All bislang vermeintlich erfolglos nach Funksignalen Außerirdischer zu lauschen, will ein internationales Astronomenteam nach den Wärmeemissionen hochentwickelter Zivilisationen im infraroten Lichtspektrum von Planeten suchen. Hierzu benötigen sie jedoch eine bislang noch nicht zur Verfügung stehende Kleinigkeit: Das größte Infrarot-Teleskop der Welt.

Wie das Team aus Astronomen der University of Hawaii, der Universität Freiburg, des Kiepenheuer-Institut für Sonnenphysik, der kanadischen Astrofirma Dynamic Structures und des englischen Searchlight Observatory Network aktuell im Fachmagazin "Astronomy" berichten, basiert die Grundidee für die Suche nach außerirdischen intelligenten Signalen (SETI) im Infrarotspektrum auf der Annahme, dass hochentwickelte Zivilisationen mehr Energie erzeugen, als ihr Planet von seinem Mutterstern erhält. Einmal nachgewiesen könnte eine solche Überschussmenge also auf die Anwesenheit einer außerirdischen Zivilisation auf dem entsprechenden Planeten hinweisen.

"Der energetische Fußabdruck von Leben und Zivilisationen zeichnet sich als infrarote Wärmestrahlung ab", erläutert der Chefwissenschaftler der Initiative der Astronomen Jeff Kuhn vom Institute of Astronomy an der University of Hawaii.


Bei Nacht verrät sich die irdische Zivilisation durch die Infrarotstrahlung der künstlichen Beleuchtung. | Copyright: NASA, NOAA, and the Department of Defense. Caption by Mike Carlowicz.

Hätte man also ein nur genügend großes Teleskop, das speziell für die Suche in Infrarotberreich ausgelegt wäre, so bräuchten Astronomen nur noch den Himmel absuchen und könnten so in einem Radius von 60 Lichtjahren nach entsprechenden Signalen fahnden.

Das Problem: Ein derart empfindliches Teleskop existiert nicht - noch nicht. Um dies zu ändern präsentieren die Astronomen u.a. in ihrem Artikel ihr Konzept und ihre Initiative für den Bau eines solchen Riesenteleskops mit dem vielsagenden Namen "Colossus".

Obwohl bereits schon heute mit dem "Giant Magellan Telescope", dem "Thirty Meter Telescope" und des European Extremely Large Telescope" (E-ELT, ...wir berichteten) gewaltige Infrarot-Teleskope in Planung sind, wären selbst diese noch zu klein für die gesetzte Aufgabe.

"Colossus" müsste einen Hauptspiegel von 74 Meter Durchmesser haben, um so hunderte erdgroßer Planeten in den habitablen Zonen um ihre Sterne und darunter – so schätzen die Forscher - vielleicht ein Dutzend außerirdischer Zivilisationen ausfindig zu machen. Der Spiegel selbst soll aus etwa sechzig 8-Meter großen Spiegelsegmeten bestehen und das Teleskop an einem hochgelegehen Punkt gebaut werden. Neben "InfraredSETI" könnte "Colossus" auch zur Untersuchung der Oberflächen ferner Sterne, Schwarzer Löcher oder auch von Quasaren genutzt werden.





Konzeptstudie des gewaltigen Infrarot-Teleskops "Colossus" (Illu.). | Copyright: Colossus, Dynamic Structures Ltd.


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"Die Erlösung kann nicht verdient, nur empfangen werden, - darum ist sie die Erlösung". -
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#12

RE: Palaeo-Seti:

in Extraterrestrische Intelligenzen: 03.11.2013 04:04
von Adamon • Nexar | 15.953 Beiträge

http://grenzwissenschaft-aktuell.blogspo...erirdische.html

Liège (Brüssel) - Die Idee, dass außerirdische Sonden unser Sonnensystem bereits erkundet haben und bis heute unerkannt und unentdeckt dies immer noch tun, ist eine von vielen faszinierenden Antwortmöglichkeiten auf das sogenannte Fermi-Paradoxon. Dieses hinterfragt, warum wir bis heute keine eindeutigen wissenschaftlichen Beweise für die Existenz außerirdischer Intelligenzen gefunden haben, obwohl diese doch alleine aufgrund der Wahrscheinlichkeiten eigentlich schon rein statistisch anzunehmen ist. In einem neuen Szenario entwirft ein belgischer Astrophysiker nun die Idee, dass hochentwickelte Zivilisationen anderer Planetensysteme ihre Nachbarsterne - und damit möglicherweise auch unsere Sonne - als Gravitationslinsen zur Kommunikation untereinander nutzen könnten. Der Wissenschaftler zeigt zugleich auf, wie diese Theorie sogar heute schon überprüft, entsprechende Sonden gefunden und sogar als neue Methode zur direkten Suche und Kommunikation mit den Herstellern dieser etwaigen Maschinen genutzt werden könnte.

Hierzu, so berichtet Michael Gillon vom Institut d’Astrophysique et de Géophysique an der Université de Liège vorab auf "arXiv.org", müssten sozusagen die jeweiligen Brennpunkte bzw. Brennregionen der uns umgebenden direkten Nachbarsterne mit Bezug auf unsere eigene Sonne nach möglichen Kommunikations-Sonden abgesucht werden.

Zwar seien die so skizzierten Sonden zwar wahrscheinlich zu klein, um direkt oder dadurch, dass sie ihre Sterne während eines Transits teilweise verdecken (Transits), entdeckt werden zu können, dennoch könnte eine multispektrale Beobachtungskampagne Datenlecks solcher Sonden - so vorhanden und entsprechend kommunizierend - aufspüren.

Eine andere Variante, das von Gillon skizzierte Szenario zu nutzen wäre die, dass wir - sozusagen auf gut Glück - Botschaften direkt auf bzw. in entsprechenden Brennpunkt-Regionen senden, um so eine Reaktion jener Zivilisationen auszulösen, die hier möglicherweise entsprechende Sonden stationiert haben könnten.

Zwar sei unsere eigenen Zivilisation auch nach rund 200 Jahren technologischer Entwicklung immer noch nicht in der Lage, Sonden in überschaubarer Zeit - also binnen weniger Jahrzehnte - zu einem unserer nächsten Nachbarsterne zu senden, doch spreche - so der Forscher - schon heute nichts gegen ein solches Projekt.

Gerade die rasante Entwicklung auf dem Gebiet der Raumfahrtforschung, der Nanotechnologien, der Robotik und der Elektronik, kombiniert mit den neusten Entwicklungen auf dem Gebiet der Fusionsreaktorforschung und Sonnensegeln, deute schon heute daraufhin, dass eine solche Reise schon in näherer Zukunft möglich sein wird.

Sollte es also außerirdische Zivilisationen in unserer stellaren Nachbarschaft und darüber hinaus geben oder gegeben haben, die lange genug existierten, um entsprechenden Technologien - etwa sich selbst erneuernde und replizierende Robotersonden (sog. v.Neumann-Sonden) - zu entwickeln, könnten diese auch schon heute auch unser Sonnensystem erreicht haben und vielleicht sogar noch hier sein.

Der Umstand, dass derartige außerirdische Artefakte im Sonnensystem bislang (angeblich) noch nicht gefunden wurden, wird von einigen Forschern als starkes Argument gegen die Existenz solcher Zivilisationen verwendet. Doch nicht zuletzt Gillon verweist darauf, dass selbst die bereits durchgeführten Suchen nach solchen Sonden bislang zwar erfolglos verliefen, diese aber zugleich nur einen sehr kleinen Teil unseres Sonnensystem abdeckten. "Angesichts eines Rauminhalts von etwa 500 Trilliarden Kubik-Astronomischen-Einheiten (1 AU = Abstand zwischen Sonne und Erde) des bis zur Oortschen Wolke reichenden Sonnensystems, ist die Behauptung, in unserem Sonnensystem gäbe es keine solche Sonden, mehr als verfrüht", so der Forscher.

Schon 1979 hatte der Astrophysiker v. Eshleman vorgeschlagen unsere eigene Sonne als Gravitationslinse astronomisch wie aber auch zur interstellaren Kommunikation zu nutzen.

Als Gravitationslinseneffekt wird in der Astronomie die Ablenkung von Licht durch schwere Massen, also durch Sterne, planetare Wolken oder gar ganze Galaxien bezeichnet. Grundsätzlich wird dabei das Licht einer entfernten Quelle, wie etwa das eines Sterns, einer Galaxie oder eines anderen astronomischen Objekts durch ein vom Betrachter aus gesehen davorliegendes Objekt - die sogenannte Gravitationslinse - derart beeinflusst, sodass die Position der Quelle am Himmel verschoben erscheint und dieses so sichtbar wird. Auch kann ihr Bild dabei verstärkt, verzerrt oder sogar vervielfältigt werden.

Auf diese Weise, könne mit einer Frequenz von 32 GHz durch den Gravitatonslinseneffekt derart verstärkt werden, dass eine Kommunikation zwischen unserem Sonnensystem und dem um den uns am nächsten gelegenen Nachbarstern Alpha Centauri A schon mit moderater Übertragungsenergie möglich wäre. Alleine schon mit dem fokussierenden Potential unserer eigenen Sonne könnten wir in der Lage sein, mit einer einen unserer Nachbarsterne umkreisende irdische Sonde kommunizieren.

Wie "Discovery.com" erläutert, könnte schon die "Allen Telescope Array" im nördlichen Kalifornien könnte in der Brennpunkt-Region zwischen Sonne und Alpha Centauri, die auf nach ungewöhnlichen Strahlungswerten, wie sie auf besagte Datenlecks der beschriebenen Sonden hindeuten könnten, fahnden.

http://arxiv.org/abs/1309.7586


Schematische Darstellung des Gravitationslinsenffekts. | Copyright: gemeinfrei


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#13

RE: Palaeo-Seti:

in Extraterrestrische Intelligenzen: 31.12.2025 10:20
von Adamon • Nexar | 15.953 Beiträge

https://www.grenzwissenschaft-aktuell.de...-kommunizieren/

Gravitations-SETI: Aliens könnten mittels Gravitationswellen kommunizieren:

Ein Kritikpunkt an der klassischen Suche nach außerirdischer Intelligenz (SETI) richtet sich gegen den Umstand, dass wir hauptsächlich nach Signalen suchen, die wir selbst zur Kommunikation nutzen. Ferne Zivilisationen – so das Gegenargument – könnten schon viel weiter fortgeschritten sein und schon längst keine Funk- oder Laser-Signale mehr zur Kommunikation verwenden. In seinem Gastbeitrag stellt der Harvard-Astronom Prof. Avi Loeb eine fortschrittliche Kommunikationsform vor, deren Spuren wir jedoch heute schon detektieren könnten.


Schaubild zur Empfindlichkeit bestehender und zukünftiger Gravitationswellen-Observatorien in Bezug auf Raumzeitverzerrungen als Funktion der Frequenz.
Copyright: Sabin et al. 2015

– Bei dem folgenden Artikel handelt es sich um einen Gastbeitrag von Prof. Dr. Avi Loeb, der am 7. April 2025 im englischsprachigen Original unter dem Titel „Gravitational SETI“ von Prof. Avi Loeb auf Medium.com erstveröffentlicht wurde. Der Text wurde – mit freundlicher Genehmigung des Autors (A. Loeb) – durch www.GrenzWissenschaft-Aktuell.de (GreWi) ins Deutsche übersetzt. Die vom Autor geäußerten Ansichten sind seine eigenen.

Einer der aufregendsten Durchbrüche in der Astronomie des letzten Jahrzehnts war die Entdeckung von Gravitationswellen. Seit den Tagen Galileo Galileis beruhte Astronomie auf der Beobachtung elektromagnetischer Signale durch Teleskope. Doch wie sich zeigt, bestehen die Hauptbestandteile des Universums aus Materie, die auf diese Weise nicht beobachtbar ist.

Unsere aktuellen Daten deuten darauf hin, dass 85 % der Materie im Universum elektromagnetisch unsichtbar sind – sogenannte Dunkle Materie. Darüber hinaus machen 70 % des Energiehaushalts des Universums die Dunkle Energie aus. Kosmologen schließen auf diese Bestandteile, da sie sichtbare Materie gravitativ beeinflussen. Können wir einen Detektor für erdnahe Objekte entwickeln, der das Gravitationssignal vorbeiziehender dunkler Objekte erkennt?

Falls dunkle Materie aus Objekten mit Asteroidenmasse besteht, wie etwa primordialen Schwarzen Löchern, würden unsere Teleskope sie nicht bemerken – selbst wenn sie nahe an der Erde vorbeifliegen. In einer aktuellen Studie habe ich gezeigt, dass die Gravitationswellenobservatorien „LIGO-Virgo-KAGRA“ ein dunkles Objekt detektieren könnten, wenn es sich nahe Lichtgeschwindigkeit bewegt und seine Masse mehr als hundert Millionen Tonnen beträgt. Ein solches Objekt würde den Erdradius in weniger als zwei Hundertstelsekunden durchqueren und ein gravitationsbedingtes Signal im Frequenzbereich von LIGO-Virgo-KAGRA erzeugen. Bisher wurde allerdings noch kein solches Objekt entdeckt.

In weniger als einem Jahrzehnt wird das Weltraumobservatorium „LISA“ die Gravitationswellendetektion auf den Frequenzbereich zwischen Milli- und Mikro-Hertz sowie geringere Raumzeitverzerrungen ausweiten. Dies wird eine neue Ära der Sensitivität gegenüber dunklen erdnahen Objekten im Asteroidenmassenbereich einläuten.

Es könnte auch die Tür zur gravitativen Detektion von UAPs (unidentifizierte anomale Phänomene) öffnen, die das Galileo-Projekt derzeit elektromagnetisch zu erfassen versucht. Pulsar Timing Arrays (PTAs) erfassen Frequenzen im Bereich von einigen Nano-Hertz, waren bisher jedoch, was die Rauschgrenze für die Erkennung einzelner Quellen anbetrifft, nur für das kumulative Gravitationswellenhintergrundrauschen empfindlich.

Gravitationswellendetektoren sind die aufregendsten Teleskope des kommenden Jahrtausends, da sie die Tür zur Entdeckung von Objekten öffnen, die wir zuvor nie bemerkt, weil nicht gesehen haben. Wie ich in einer weiteren Studie zeigte, ist es unmöglich, Gravitationswellensignale zu blockieren oder abzuschwächen. Sie bieten die optimale Kommunikationsmethode, sind sie doch sogar durch die Erde oder die Sonne hindurch detektierbar.

Es ist denkbar, dass technologische Zivilisationen außerhalb der Erde mithilfe von Gravitationssignalen kommunizieren, und dass unser bisheriges Versäumnis, diese zu bemerken, daran liegt, dass SETI traditionell auf elektromagnetische Signale fokussiert war.

Falls dem so ist, dann liegt die „Stille“ – die Fermi zu seiner berühmten Frage „Wo sind denn alle?“ veranlasste – schlicht an unserer eigenen Blindheit gegenüber Gravitationssignalen im passenden Frequenzbereich. Außerirdische würden wahrscheinlich ein Kommunikationsmittel wählen, das nicht mit den lautesten natürlichen Quellen von Gravitationswellen interferiert – das wären stellare Schwarze-Loch-Binärsysteme (Zielbereich von LIGO-Virgo-KAGRA) sowie supermassive Schwarze-Loch-Paare (Zielbereich von LISA und PTAs). In diesem Fall müsste Gravitations-SETI andere Frequenzbänder ins Visier nehmen.

Die größte Herausforderung bei der Erzeugung detektierbarer Gravitationssignale ist die Notwendigkeit, große Massen mit hohen Geschwindigkeiten zu bewegen. Näherungsweise ist die Gravitationswellenverzerrung proportional zum Gravitationspotenzial des Senders, geteilt durch das Quadrat der Lichtgeschwindigkeit, multipliziert mit dem Quadrat der charakteristischen Bewegungs-Geschwindigkeit (in Einheiten der Lichtgeschwindigkeit). Zum Vergleich: Das nächste stellare Doppelsternsystem, Alpha Centauri A & B, erzeugt bei einer Umlaufzeit von 80 Jahren nur eine Verzerrung der Größenordnung 10⁻²⁴, was extrem schwer nachzuweisen ist.

Vor fünf Jahren veröffentlichte ein Team um Marek Abramowicz eine Studie zur Möglichkeit, dass eine fortschrittliche technologische Zivilisation Energie vom supermassiven Schwarzen Loch Sagittarius A* (vier Millionen Sonnenmassen) im Zentrum der Milchstraße nutzt und damit kommuniziert. Sie fanden heraus, dass eine jupitermassige Struktur auf der innersten stabilen Umlaufbahn ein eindeutiges Gravitationswellensignal aussenden würde, das von „LISA“ erkannt werden könnte.

Kürzlich hatte ich die große Freude, einem brillanten Forscherteam namens „Applied Physics“ unter der Leitung von Gianni Martire beizutreten. Dieses Team veröffentlichte eine neue Studie zu den Aussichten von „Gravitational SETI“. Die Gruppe zeigte, dass „LIGO“ empfindlich genug ist, um ein massives Raumschiff mit Jupitermasse zu erkennen, das sich mit einem Bruchteil der Lichtgeschwindigkeit durch die Milchstraße bewegt – oder ein mondgroßes Objekt in einer Entfernung von einigen Dutzend Lichtjahren. Zukünftige Observatorien wie „DECIGO“, „Cosmic Explorer“, das „Einstein-Teleskop“ und der „Big Bang Observer (BBO)“ werden voraussichtlich eine mindestens hundertfach höhere Empfindlichkeit als LIGO erreichen, was das durchsuchbare Volumen um den Faktor eine Million erhöht.

„Gravitational SETI“ wird sich auf Signale konzentrieren, die nur von hoch entwickelten Zivilisationen erzeugt werden können. Nur Zivilisationen mit entsprechendem wissenschaftlich-technologischen Niveau wären in der Lage, solche Signale zu bemerken. Das stellt eine wirksame Tarnstrategie für sendende Zivilisationen dar, um Raubzivilisationen zu entgehen, die sich auf physische Stärke anstatt auf Wissenschaft und Technik konzentrieren. Zudem nimmt die Amplitude von Gravitationswellen nur linear mit der Entfernung ab – im Gegensatz zu elektromagnetischen Signalen, deren Intensität mit dem Quadrat der Entfernung abnimmt. Schließlich könnten empfindliche Gravitationswellendetektoren mit breitem Spektrum auch als ultimatives Frühwarnsystem dienen, um das existentielle Risiko durch dunkle Objekte zu mindern.

Der große Vorteil von Gravitationssensoren besteht darin,
dass Gravitationssignale unausweichlich sind.


Prof. Dr. Avi Loeb ist Leiter des „Galileo-Projekts“ in Harvard, einer systematischenwissenschaftlichen Suche nach Beweisen für außerirdische technologische Artefakte. Loeb ist Gründungsdirektor von Harvards Black Hole Initiative, Direktor des Institute for Theory and Computation am Harvard-Smithsonian Center for Astrophysics und Vorsitzender des Beirats des Breakthrough Starshot-Projekts. Er ist Autor des Buches „Außerirdisch: Intelligentes Leben jenseits unseres Planeten“.

© Avi Loeb


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#14

RE: Palaeo-Seti:

in Extraterrestrische Intelligenzen: 31.12.2025 11:39
von Adamon • Nexar | 15.953 Beiträge

https://www.grenzwissenschaft-aktuell.de...usserirdischer/

SETI-Suche scannt 100 Milliarden Radiosignale nach außerirdischer Intelligenz:

Berkeley (USA) – Auf der Suche nach außerirdischer Technologie haben Astronomen mithilfe von künstlicher Intelligenz rund 100 Milliarden Radiosignale aus dem All untersucht. Obwohl sich kein einziges dieser Signale als Technologiesignatur herausstellte, gilt die Arbeit als methodischer Durchbruch für die Suche nach außerirdischer Intelligenz.


Symbolbild: Das 140-Foot-Telescope am
Copyright: Z22 (via WikimediaCommons) / CC BY-SA 4.0

Wie das Team um Snir Pardo von der School of Physics and Astronomy an der Tel-Aviv University aktuell im „The Astronomical Journal“ (DOI: 10.3847/1538-3881/add52b) berichten, basiert die Studie auf Daten der „Breakthrough Listen“-Initiative – dem bislang größten wissenschaftlichen Programm zur Suche nach außerirdischer Intelligenz (Search for Extraterrestrial Intelligence, SETI). Mit den Radioteleskopen von Green Bank (USA) und Parkes (Australien) wurden zwischen 2016 und 2018 mehrere Hundert nahe Sterne im Frequenzbereich von 1,10 bis 3,45 GHz abgescannt. Ziel war es, schmalbandige Radiosignale zu entdecken, die von technologischen Zivilisationen stammen könnten. Die Analyse konzentrierte sich auf schmalbandige Signale, da diese im Kosmos in der Regel künstlichen Ursprungs sind.

Doch die Suche nach solchen Technosignaturen ist schwierig: Die große Mehrzahl potenzieller Signale stammt von irdischer Technologie – etwa von Satelliten oder Funkquellen – und kontaminiert die Daten massiv mit sogenannter Radiofrequenz Interferenz (RFI, radio frequency interference). Außerdem ist unklar, wie ein außerirdisches Signal überhaupt aussehen würde.

Um diese Herausforderungen zu meistern, entwickelten die Forschenden eine mehrstufige, auf maschinellem Lernen basierende Filterpipeline. In einem ersten Schritt wurden mithilfe von Kreuzkorrelation und Dimensionsreduktion (UMAP) aus den rund 100 Milliarden analysierten Spektrogrammen etwa eine Million verdächtige Muster extrahiert. In weiteren Schritten bewerteten zwei Scores – „frequency score“ (Bewertung der Häufigkeit des Signals im Spektrum) und „similarity score“ (Konsistenz der Signalstruktur) – die Plausibilität der Kandidaten. Das Ziel: Die Menge der zu sichtenden Daten drastisch zu reduzieren, ohne potenziell interessante Signale zu verlieren.

Am Ende blieben etwa 20.000 besonders vielversprechende Kandidaten übrig, die visuell begutachtet wurden. Das Ergebnis: Kein einziger dieser Kandidaten überstand eine genauere Prüfung. Alle ließen sich eindeutig als Störungen, Artefakte oder RFI klassifizieren. Auch eine quantitative Näherung an die Signalstärke, basierend auf der Anzahl besonders starker Pixel (SNR >10), brachte keine neuen Erkenntnisse – rund 10 % der Kandidaten hatten hohe Signalstärken, waren aber dennoch irdischer Herkunft.

Dennoch sehen die Autoren die Studie als Erfolg. Denn der kombinierte Score-Ansatz führte zu deutlich besseren Trefferquoten bei der Auswahl relevanter Kandidaten: Während zufällige Datenproben nur zu 3 % vielversprechende Kandidaten enthielten, lag die Quote bei den besten kombinierten Scores bei 22 %. Ein Vergleich mit einer ähnlichen Deep-Learning-Studie von Ma et al. (2023) ergab ebenfalls hohe Übereinstimmung – die dort gefundenen besten Kandidaten schnitten auch in der vorliegenden Analyse gut ab, wurden aber letztlich als RFI eingestuft oder lagen in besonders störanfälligen Bereichen.

Die aufwendigste Phase der Arbeit war das initiale Filtering: Die Kreuzkorrelation wurde auf rund 100 Milliarden Spektrogramme angewandt – ein Rechenschritt, der viele zehntausend CPU-Stunden in Anspruch nahm. Auch das manuelle Screening der Endkandidaten stellte eine enorme Belastung dar. Für zukünftige Studien schlagen die Forscher daher adaptive Multiskalen-Ansätze vor: Systeme, die automatisch auf verschiedenen Zeit- und Frequenzskalen agieren und so die menschliche Sichtung weiter entlasten könnten.

Fazit: Die Arbeit zeigt, wie sich moderne KI-Methoden effektiv auf SETI-Daten anwenden lassen. Auch wenn kein außerirdisches Signal gefunden wurde, belegt die Studie, dass sich große Datenmengen durch intelligente Filtertechniken gezielt und effizient durchsuchen lassen.

Recherchequelle: The Astronomical Journal

© grenzwissenschaft-aktuell.de


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#15

RE: Palaeo-Seti:

in Extraterrestrische Intelligenzen: 31.12.2025 13:23
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SETI Initiative Breakthrough Listen startet All-Sky-Monitor am Westerbork-Observatorium:

Westerbork (Niederlande) – Gemeinsam mit ASTRON, dem niederländischen Institut für Radioastronomie, und der University of Manchester, startet die SETI-Initiative Breakthrough Listen ein neues Projekt: Ein neuartiger All-Sky-Monitor soll künftig kontinuierlich den gesamten Himmel nach Transienten und möglichen außerirdischen Technosignaturen absuchen.


Simuliertes Signal im Blick des All-Sky-Monitor.
Quelle: Breakthrough Listen
Wie Breakthrough Initiative berichtet, wird der All-Sky-Monitor am Westerbork-Observatorium in den Niederlanden installiert. Zur Suche nach Signalen außerirdischer Intelligenz kommen dabei sogenannte Phased Array Feeds (PAFs) – breitflächige „Radiokameras“ – zum Einsatz, die ursprünglich am Westerbork Synthesis Radio Telescope (WSRT) installiert waren und nun auf den Himmel gerichtet werden.

„Westerbork hat eine lange Tradition darin, die Grenzen der Radiotechnologie auszureizen“, sagt Jessica Dempsey, Direktorin von ASTRON. „Dank des enormen Fortschritts in der Rechenleistung seit der ursprünglichen Entwicklung der PAFs können wir nun eine Echtzeit-Ansicht des gesamten Himmels realisieren – etwas, das zuvor technisch nicht möglich war. Das Observatorium in Westerbork liegt zudem in einer der letzten funkstillen Zonen Europas, was diese Beobachtungen besonders wertvoll macht.“

„Breakthrough Listen kooperiert weltweit mit Observatorien und hat bereits über eine Million Sterne nach Technosignaturen durchsucht“, erklärt Andrew Siemion, leitender Wissenschaftler des Projekts an der Universität Oxford. „Jedes Teleskop hat dabei seine besonderen Stärken: Mit großen Schüsseln wie dem Green-Bank-Teleskop können wir gezielt nahe Sterne anpeilen und hochaufgelöst untersuchen. Bei Antennen-Arrays wie MeerKAT zapfen wir die Daten des Observatoriums direkt an und kombinieren sie elektronisch, ohne den regulären Betrieb zu stören.“

Michael Garrett, Astrophysiker an der University of Manchester, ergänzt: „Durch die neue Partnerschaft mit ASTRON sind wir nicht mehr auf kleine Himmelsausschnitte beschränkt. Wir können nun den gesamten sichtbaren Himmel rund um die Uhr beobachten – sowohl auf kurzzeitige Transienten, also Signale, die plötzlich auftauchen und wieder verschwinden, als auch auf veränderliche Quellen mit untypischem Verhalten.“


Blick auf die Teleskope des Westerbork-Observatoriums
Quelle: Breakthrough Listen
Das neue Instrument nutzt modernste Verarbeitungstechnologie auf Basis der neuesten Computerchips. Adam Thompson vom Chip-Hersteller NVIDIA erläutert: „Breakthrough Listen arbeitet mit uns zusammen, um mithilfe der Holoscan-Plattform eine kontinuierliche Datenverarbeitung zu ermöglichen. Nach erfolgreichen Tests am Allen Telescope Array, wo unsere KI-gestützte Pipeline schnelle Radioblitze (FRBs) in Echtzeit erkannte, freuen wir uns auf den Einsatz in Westerbork. Damit erschließen wir neue Suchräume und erwarten spannende Entdeckungen sowie ein vertieftes Verständnis des Radiouniversums.“

„Die Frage ‚Sind wir allein im Universum?‘ gehört zu den größten der Wissenschaft“, sagt S. Pete Worden, Direktor der Breakthrough Initiatives. „Auch wenn wir bisher noch keine bestätigte Technosignatur gefunden haben, hat Breakthrough Listen die bislang strengsten Grenzen für die Existenz außerirdischer Intelligenz gesetzt. Gleichzeitig haben wir flexible, digitale Technologien entwickelt, die uns neue Einblicke in Phänomene wie schnelle Radioblitze oder auffällige Sternausbrüche ermöglichen. Die neue Zusammenarbeit mit ASTRON stärkt unsere Fähigkeiten enorm – auch im Hinblick auf die nächste Generation von Radioteleskopen wie das Square Kilometre Array.“

Recherchequelle: Breakthrough Initiatives

© grenzwissenschaft-aktuell.de


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