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#1

Nixen & Wassermänner:

in Ausserordentliche Wesenheiten 16.08.2010 18:15
von Adamon • Nexar | 13.536 Beiträge

"Nixen":

Aus: http://www.zeitenschrift.com/artikel/mee...os#.UtblSvvpF3p


Von den Aufgaben dieser sagenumwobenen Meeresbewohnern.
Von: Ursula Seiler

Erhard Bäzner war einer, der sie gesehen hat, die Meerjungfrauen. Bäzner gehörte zu den frühen Theosophen. Viele seiner Schauungen sind zeichnerisch festgehalten worden. Sie gehören heute noch zu den besten Einblicken in die feinstoffliche Welt – seien dies die Inhalte von menschlichen Auras, Gedankenformen oder die Auras von Tieren und Pflanzen. Während Undinen das Wasserelement selbst sind – jeder Wassertropfen ist also eine winzige Undine mit einem Bewußtsein – sind die Meerjungfrauen, auch Nixen genannt, die Hüterinnen der Gewässer. Man findet sie in Meeren, Seen, Strömen, Flüssen und Bächen. Das offene Meer wimmelt geradezu von ihnen. „Schneller als Fische durchqueren sie das Wasser; sie tauchen plötzlich in die Tiefe und erscheinen fast im selben Augenblick schon wieder an der Oberfläche. Die brausenden Strömungen des sturmgepeitschten Meeres lieben sie am meisten. Dabei werden sie nicht im geringsten in ihren Bewegungen gehindert. Fröhlich spielend, schaukeln sie sich auf den Wellen und necken sich oft mit den Sturmgeistern, die tobend über das Wasser dahinstürmen, und belustigen sich über deren vergebliches Bemühen, sie zu erhaschen“, erzählt Bäzner im Buch Die Naturgeister Bäzner beschreibt die Nixen als menschenähnlich in ihrer Erscheinung, aber ungeschlechtlich. Alle haben einen jungfräulich-weiblichen Körper und lockiges Haar, das in langen, üppigen Strähnen über Schultern und Rücken fällt. Sie sind zwischen 130 und 150 Zentimeter groß. Jene Nixen, die am Meeresboden leben, haben den größten und muskulösesten Körper; er ist von braunroter Farbe, und ihr Haar ist tiefschwarz. Ihr Gesichtsausdruck, so Bäzner, sei eher derb, und sie sind vergleichsweise am „trägsten“. In der mittleren Wasserschicht seien die Körper der Nixen schlanker und von blaugrün schimmernder Farbe; ihr Gesichtsausdruck edler und weiblicher und das Haar schwarzglänzend.



„Sie sind meistens in Bewegung und ziehen oft in einem großen Umkreis, sich tiefer senkend oder sich in höhere Wasserschichten erhebend, einher und kommen manchmal bis zur Oberfläche des Meeres, indem sie sich mit den dort lebenden Nixen in fröhlichem Reigen vermischen.“Nixen an der Wasseroberfläche haben, so beobachtete Bäzner, einen flaumartigen Körper und sind in dauernder Bewegung. Sie haben einen Gesichtsausdruck von bezaubernder Schönheit, mit rosig frischer Farbe gleich jungen Mädchen. Ihre lichtblauen Augen strahlen ein helles Licht aus; ihr Haar ist dunkelblond. Sie altern nicht, jedoch können sie für kurze Zeit ihre Größe verdoppeln oder halbieren oder auch ihre Gestalt verändern. Sie tragen laut Bäzner keinerlei Kleidung. Nur um den Kopf befinde sich ein Schmuck ähnlich einem Blütenkranz, der entweder naturalistische oder ornamental stilisierte Formen zeige. Die verschiedenen Nixengruppen werden durch Nixenführerinnen angeleitet, welche die ihnen unterstellten Nixen an Größe und Schönheit übertreffen. Die Aura der Nixen mißt etwa das Fünffache ihres ätherischen Körpers. Die Farben variieren je nach Art der Nixen von hellgrün und lichtblau bis zu tiefem Blau, oder, bei den Nixenführerinnen, zartes Rosa und Smaragdgrün. Sie senden einen tiefen, kräftigen Klang aus, ähnlich dem Ton der Orgel.



Sie pflegen die Lebewesen des Wassers, die verschiedenartigsten Tiere und die zahlreichen Wasserpflanzen. So, wie die Gnomen für das Wachstum und die Entwicklung der Lebewesen auf und in der Erde besorgt sind, so fördern die Nixen die Entfaltung der Wesen im Wasser. Nur selten betreten sie das Element der Luft und der Erde, es sei denn, um eine Hilfeleistung für einen Menschen oder ein Tier zu erbringen.

Sie führen im Wasser den Pflanzengebilden, den Mineralien und den Tieren der niederen Entwicklungsstufe ätherisch-elektrische Substanzen zu, wodurch sich deren Nahrungsaufnahme, Entfaltung und Vervollkommnung vollziehen kann. Sie leiten Lebensströme durch die Gebilde hindurch, die in rhythmischer, kreisförmiger Wellenbewegung durch sie schwingen und die Aura in wundervollem Licht erstrahlen lassen. So können sie in wenigen Minuten einen weiten Umkreis bearbeiten und mit elektrischen Energieströmen sättigen, wodurch alle Lebenskeime im Wasser einen Antrieb erhalten und mit Kräften erfüllt werden, die das Wachstum in jeder Weise fördern. Sie sind dadurch mit den Lebewesen der Wasser so verbunden, daß sie sich bis zu einem gewissen Grad gefühlsmäßig mit ihnen zu verständigen vermögen.

All dies ist von großer Freude begleitet. Die mineralischen Gebilde, die Muscheln und Korallen behandeln sie so liebevoll wie Kinder ihre Puppen. Auch um die Fische und andere Wassertiere sind sie sehr besorgt. Sie pflegen sie bei Krankheiten in der gleichen Weise wie die Gnomen die ihnen anvertrauten Tiere. Und bei drohenden Gefahren gewähren sie ihnen mannigfaltigen Schutz. Die kleineren Tiere bringen sie vor den Angriffen der gierigen Raubtiere in Sicherheit, indem sie diese durch Auslösung stärkerer Schwingungen zurückhalten oder ihnen die Energieströme entziehen, wodurch die Triebkraft ihrer Gier erschlafft.



An sonnigen Tagen spielen sie gerne mit den Fischen, streicheln sie zärtlich und rufen ihnen gütige Worte zu. Nicht alle im Wasser lebenden Tiere können die Nixen sehen, doch werden alle durch deren feinere Schwingungen angezogen.

Eine weit größere Zuneigung als zu den Tieren, schreibt Bäzner, hätten sie zu den Menschen. Viele Sagen berichten von Meerjungfrauen, die gefährdeten Seeleuten und Verunglückten Hilfe und Schutz gewährten. Zu Menschen mit edlem, selbstlosem Charakter fühlen sie sich dabei besonders hingezogen, und der Anblick von Kindern löst bei ihnen geradezu Begeisterung aus. Ihnen leisten sie stets Hilfe, wenn sie in Gefahr sind oder wenn ihnen ein Unglück zustößt. Die Nixen werden dazu von höheren Wesen veranlaßt und geleitet. Auf deren Weisung hin warnen sie den Menschen manchmal in der Weise, daß sie dem Kapitän eines Schiffes durch Übertragung von entsprechenden Schwingungen die drohende Gefahr zum Bewußtsein bringen und ihn in seinen Entschlüssen bestärken. Hat beispielsweise ein Schiff einen falschen Kurs eingeschlagen, so wirken die Nixen auf den Schiffsführer ein, daß er sich dessen bewußt wird und die Richtung wieder findet. Ist ein Schiff in Not, so veranlassen sie vermöge der Gedankenschwingungen der gefährdeten Seeleute und unter Leitung höherer Wesen die Besatzung, eines in der Nähe befindlichen Schiffes, nach der Richtung des gefährdeten Schiffes zu steuern.


--- Ende des Artikelauszugs ---



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"Die Erlösung kann nicht verdient, nur empfangen werden, - darum ist sie die Erlösung". -

"Es ist alles Illusion, - was nicht aus mir selber spricht,
- denn es ist ein Zusatz, - dieses Eine nicht". -

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#2

RE: Nixen & Wassermänner:

in Ausserordentliche Wesenheiten 07.09.2010 10:56
von Adamon • Nexar | 13.536 Beiträge

"Unterwasserwelt":

Aus: http://gerthans.privat.t-online.de/49851/58078.html


Unterwasserwelt als archetypisches Symbol der Kindheit am Beispiel von Hans Christian Andersens Märchen Die kleine Seejungfrau und Friedrich de la Motte Fouqués Erzählung Undine

Die archetypische Symbolik der Unterwasserwelt ist in beiden Werken vielschichtig, aber immer geht es um Entwicklung.
Bei Andersen symbolisiert die Verwandlung des Fischschwanzes der Seejungfrau in Beine vielleicht die Herkunft des Lebens aus dem Wasser. Die Fortbewegung auf Beinen ist für die Seejungfrau schmerzhaft. War es auch für unsere tierischen Vorfahren mit Leid verbunden, als sie das Wasser verließen und sich - nicht mehr in ihrem Element - zu Landbewohnern weiterentwickelten? Ist Entwicklung zu Höherem und Aufgabe einer früheren Stufe immer mit Schmerz und Verzicht verbunden?
Die Verwandlung des Fischschwanzes in menschliche Beine symbolisiert vielleicht auch die Entwicklung vom Tier zum Menschen, also zum aufrechten Gang, vor allem aber vom unbewussten Wesen, das nur seinen Instinkten folgt, zum Menschen, der sich seines Verstandes bedient und sich vom Tier durch sein Bewusstsein unterscheidet. Diese Höherentwicklung, zu der die ständige Unterdrückung des Tieres im Menschen gehört, hat uns Menschen sehr viel gebracht, ist aber mit Schmerz und Verzicht verbunden.
Trotzdem gilt: "Alles will höher, als es steht" - so kommentiert Undine bei Motte Fouqué (Kapitel 8) ihren Aufstieg aus dem schmerz- und problemfreien Unterwassenleben an Land in die Menschenwelt; die Evolution des Lebens von niederen zu höheren Formen, wofür ihr Aufstieg dann symbolisch stünde, könnte auch damit gemeint sein (1).
Eine andere Art von Entwicklung, auch zu einer höheren Stufe und mit Schmerz und Verzicht verbunden, symbolisiert das Verlassen der Unterwasserwelt in beiden Werken ebenfalls: Ende der Kindheit und Beginn des Erwachsenwerdens.
Die Heldin von Andersens Märchen lebt mit ihren fünf älteren Geschwistern bei ihrem Vater und ihrer Großmutter im Meer. Wenn die Kinder 15 Jahre alt geworden sind, dürfen sie auftauchen und sich die Welt über Wasser ansehen. Es ist das Alter der Pubertät, in dem sich die biologische Geschlechtsreife bereits herausgebildet hat. Deshalb lässt sich das Auftauchen als Symbol für das Heraustreten aus der behüteten Kindheit in die Erwachenenwelt deuten. Kindheit ist ein narzisstischer Zustand von Behütetsein und Geborgenheit, der die uneingeschränkte Geborgenheit im Mutterleib in gewissem Maße fortsetzt. In der Regel wird ein Kind von solchen Konfrontationen mit der Wirklichkeit, die es überfordern würden, durch seine Eltern abgeschirmt. Kindheit ist in vieler Hinsicht durch Unbeschwertheit und Harmonie mit der - durch elterliche Behütung eingeschränkten und gesicherten - Welt geprägt, so dass man von Kindheitsparadies sprechen kann. Als ein solches ist auch die Unterwasserwelt in Andersens Märchen geschildert:

"Den ganzen Tag konnten sie unten im Schlosse in den großen Sälen, wo lebendige Blumen aus den Wänden hervorwuchsen, spielen. Die großen Bernsteinfenster wurden aufgemacht, und dann schwammen die Fische zu ihnen hinein, wie bei uns die Schwalben hereinfliegen, wenn wir die Fenster aufmachen. Die Fische schwammen gerade zu den Prinzessinnen hin, fraßen aus ihren Händen und ließen sich streicheln." (2)

Im Gegensatz dazu übt die Oberwasserwelt, Metapher für das Leben der Erwachsenen, in die die kleine Seejungfrau heraustreten will, nicht nur Faszination aus, sondern hält auch Erschreckendes und Gefahren bereit. So wagt sich die dritte Schwester, die "Mutigste von allen" (2), weiter aus dem Meer heraus. Sie schwimmt einen Fluss aufwärts und trifft Kinder beim Baden. Da "kam ein kleines, schwarzes Tier, das war ein Hund, aber sie hatte nie einen Hund gesehen, der bellte sie so erschrecklich an, dass ihr bange wurde und sie die offene See zu erreichen suchte." (2)
Noch weiter aus dem Meer strebt die jüngste, die Heldin des Märchens. Sie verliebt sich in einen Prinzen, den sie in einem Schiff beobachtet. Als ein Sturm das Schiff versenkt, will sie ihn retten und schwimmt, um zu ihm zu gelangen, "zwischen Balken und Planken, die auf der See trieben, und vergaß völlig, dass diese sie hätten zerquetschen können" (2).
Der Eintritt in die Menschenwelt ist gefährlich, aber von Liebessehnsucht getrieben gibt sie die Geborgenheit ihres Kindheitsparadieses auf.
Die erste erotische Erfahrung beendet oft die Kindheit, reißt den jungen Menschen ins Erwachsenendasein. Die kleine Seejungfrau wird die Lebensgefährtin des Prinzen, was für sie Verzicht auf das unbeschwerte Leben unter Wasser bedeutet. Damit sie mit ihm leben kann, lässt sie sich von einer Hexe ihren Fischschwanz in menschliche Beine verwandeln, wofür sie ihr als Entgelt ihre Stimme geben muss: Die Hexe schneidet ihr die Zunge ab. An Land kann sie anmutig gehen und tanzen, aber jeder Schritt tut in ihren Beinen weh. Und der Prinz verliebt sich in eine andere. Erwachsensein bedeutet Verzicht, Schmerz und Kränkung.

Auch Undine verlässt ihre paradiesische Unterwasserwelt, um sich an Land mit einem Menschen, dem Ritter Huldbrand, zu vermählen. Dadurch erhält sie eine Seele. Was bedeutet das? Am Hochzeitstag sagt sie:

"Es muss etwas Liebes, aber auch etwas höchst Furchtbares, um eine Seele sein. ...wär es nicht besser, man würde ihrer nie teilhaftig?
...
Schwer muss die Seele lasten, fuhr sie fort, da ihr noch niemand antwortete; sehr schwer! Denn schon ihr annahendes Bild überschattet mich mit Angst und Trauer. Und ach, ich war so leicht, so lustig sonst!" (Kapitel 7).

Sie war "so leicht, so lustig" vor dem Erhalt ihrer Seele - es ist die Kindheit mit ihrer Unbekümmertheit, die beendet wird; Seele bedeutet hier ein Mehr an das Verhalten kontrollierender Bewusstheit, Verantwortung, erhöhte Anpassung an die Menschenwelt, Verzicht auf Spontaneität und Ausgelassenheit, alles was den Erwachsenen vom Kind unterscheidet - das legen auch andere Stellen nahe, an denen es um Undines ursprüngliche Kindlichkeit und ihren Verlust geht:
Kapitel 1, in dem sie noch nicht verheiratet ist, schildert ihre kindlichen "Schäkereien" und "Torheiten", ihren "drollig anmutenden" Trotz; der Leser erlebt ein vom Erwachsenenleben noch nicht domestiziertes und verbildetes Naturwesen.
Nach der Trauung ist sie "still, freundlich und achtsam, ein Hausmütterlein, und ein zart verschämtes, jungfräuliches Wesen zugleich. Die Dreie, welche sie schon länger kannten, dachten in jedem Augenblick irgendein wunderliches Wechselspiel ihres launischen Sinnes hervorbrechen zu sehen. Aber sie warteten vergebens darauf." (Kap. 8).
Vor der Heirat war sie ein "leichtes und lachendes Kind" aus der Unterwasserwelt, danach ist sie eine "beseelte, liebende, leidende Frau" (Kap. 8).

Ihr kindlich-unangepasstes Wesen, das Undine seit ihrem Eintritt in die Erwachsenenwelt nicht mehr leben darf, hat sie jedoch nicht abgetötet, sondern abgespalten. In Kühleborn, der in der Unterwasserwelt wohnen bleibt, lebt es als Teilpersönlichkeit weiter. Kühleborn ist "seelenlos" (Kap. 13) und undomestiziert geblieben. Er weiß nicht, "wie Liebesleiden und Liebesfreuden einander so anmutig gleichsehn, und so innig verschwistert sind, dass keine Gewalt sie zu trennen vermag. Unter der Träne quillt das Lächeln vor, das Lächeln lockt die Träne aus ihren Kammern." (Kap. 13). Und er bezeichnet sich als "frei" "wie der Vogel im Walde, und wohl noch ein bisschen darüber." (Kap. 9).
Dieser autonom gebliebene Seelenanteil Undines ist es auch, der sich an Huldbrand rächt, als dieser sie kränkt, indem er ihr Bertalda vorzieht.




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#3

RE: Nixen & Wassermänner:

in Ausserordentliche Wesenheiten 03.10.2010 21:51
von Adamon • Nexar | 13.536 Beiträge

"Die Loreley":

Aus: http://de.wikipedia.org/wiki/Loreley



Der Ballade nach saß eine Nixe, Loreley genannt, auf dem gleichnamigen Felsen und lockte mit ihrer Stimme die Rheinschiffer an, die wegen ihres schönen Gesangs die gefährliche Strömung und die Felsenriffe nicht beachteten und mit ihren Schifferbooten zerschellten. Kennzeichnend war auch, dass sie ihr langes blondes Haar mit einem goldenen Kamm kämmte.

Clemens Brentano schrieb 1801 in der Ballade Zu Bacharach am Rheine … (ursprünglich Teil der fragmentarischen Fortsetzung des Romans Godwi oder Das steinerne Bild der Mutter) von einer Zauberin, die auf Grund ihrer Schönheit allen Männern den Verstand raubt und ihnen schließlich stets den Tod bringt. Deshalb soll sie als Hexe von geistlicher Gewalt zum Tode verurteilt werden. Die Lore Lay ist sich ihrer Wirkung bewusst und dieses Umstands müde – seit ihr Liebster sie betrogen hat und sie in ihrem „Zauberkreis“ verderben muss, wünscht sie sich zu sterben. Der Bischof bringt jedoch aufgrund Lore Lays Schönheit ein Todesurteil nicht über die Lippen und schickt sie stattdessen in ein Kloster. Auf der Reise dorthin, begleitet von drei Rittern, bittet die Lore Lay an einem großen Felsen, diesen erklimmen und noch einmal von oben den Rhein betrachten zu dürfen. Sie besteigt den Felsen und stürzt sich hinab. In einer Fußnote wird direkt Bezug genommen auf den Loreley-Felsen bei Bacharach am Rhein.

Nach einer 1978 von Werner Bellmann veröffentlichten Interpretation handelt es sich bei der Lore Lay-Ballade um eine Variation des antiken Echo-Mythos. (Echo wird aus Gram über ihre verschmähte Liebe zu Narzissus zu einem Fels, aus dem ihre Stimme als Widerhall ertönt.) Gestützt hat sich Brentano bei der Konzeption seines Gedichts auf eine im Jahre 1631 veröffentlichte versifizierte Paraphrase der Ovidschen „Metamorphosen“, die sich in seinem Besitz befand und die er für mehrere lyrische Passagen des Romans „Godwi“ herangezogen hat. Die Lore-Lay-Ballade ist nach Bellmanns These eine – von Brentano erfundene – ätiologische Lokalsage, die, anknüpfend an den antiken Echo-Mythos, die Entstehung des Echos am Loreley-Felsen bei St. Goarshausen „erklärt“. Am Anfang der Wirkungsgeschichte – der Popularisierung – von Brentanos Ballade steht die Darstellung Niklas Vogts (1756–1836): „Dieser Lurelei, oder vielmehr sein Echo, soll die Stimme eines Weibes seyn, welche durch ihre außerordentliche Schönheit alle Männer bezaubert hat, nur den nicht, welchen sie selbst liebte.“ In einer Fußnote verweist Vogt auf Brentanos Gedicht (siehe N. Vogt und J. Weitzel (Hrsg.): Rhein. Archiv f. Geschichte und Literatur. Band 5, H. 5-8. Mainz 1811, S. 69).

Außerdem existieren Balladenfassungen von Eichendorff, Otto von Loeben und anderen.


Heinrich Heine griff das Thema 1824 in seinem wohl bekanntesten Gedicht auf, das unter dem Titel Die Lore-Ley in die Literaturgeschichte einging. Verbreitung fand es vor allem durch die Vertonung von Friedrich Silcher (1837).


Ich weiß nicht was soll es bedeuten,
Dass ich so traurig bin;
Ein Märchen aus alten Zeiten,
Das kommt mir nicht aus dem Sinn.

Die Luft ist kühl und es dunkelt,
Und ruhig fließt der Rhein;
Der Gipfel des Berges funkelt
Im Abendsonnenschein.

Die schönste Jungfrau sitzet
Dort oben wunderbar;
Ihr goldnes Geschmeide blitzet,
Sie kämmt ihr goldenes Haar.

Sie kämmt es mit goldenem Kamme
Und singt ein Lied dabei;
Das hat eine wundersame,
Gewaltige Melodei.

Den Schiffer im kleinen Schiffe
Ergreift es mit wildem Weh;
Er schaut nicht die Felsenriffe,
Er schaut nur hinauf in die Höh.

Ich glaube, die Wellen verschlingen
Am Ende Schiffer und Kahn;
Und das hat mit ihrem Singen
Die Lore-Ley getan.

Deutungen:

Mit Blick auf das zentrale Thema der verschmähten Liebe wollen viele heute eine autobiographische Komponente erkennen (Amalien-Erlebnis); das Kämmen mit dem goldenen Kamm wird als narzisstische Geste gedeutet. Andere sehen in dem Gedicht eine Auseinandersetzung Heines mit der Romantik bzw. der romantischen Poesie, die in der Lore-Ley-Gestalt verkörpert sei. Er benutze Motive und Darstellungsmittel der Romantik und des Volkslieds, um diese (durch Akkumulation und durch Übertreibung, auch durch übersteigertes Pathos) zu ironisieren und sich auf diese Weise zu distanzieren. Die Verbindung von Eitelkeit, Verführbarkeit und Vergänglichkeit weist auf die Wiederbelebung der Vanitas-Motive in der Romantik.

Vertonungen:

Im 19. Jahrhundert entstanden über vierzig Liedfassungen des Textes von Heine, von denen aber keine die Popularität der Version von Silcher erreichen konnte. [3] Im Jahr 1841 und in überarbeiteter Fassung 1856 wurde das Gedicht von Franz Liszt unter dem Titel Die Loreley (Searle 273) als Lied für Klavier und Singstimme vertont. Liszt hat zusätzliche Arrangements für Klavier solo im Jahr 1861 (Searle 532) sowie Singstimme und Orchester im Jahr 1860 (Searle 369) erstellt. Es ist mit seiner Tonmalerei und seiner differenzierten szenischen Stimmungsschilderung nicht mit Silchers schlichter Volksweise vergleichbar. [4] Clara Schumann vertonte den Text im Jahr 1843 als Lied für Klavier und Singstimme. [5]

Heines Lore-Ley wurde lange Zeit, vor allem im 19. Jahrhundert, als sentimentales Volkslied rezipiert. Von Walter Arthur Berendsohn und Theodor W. Adorno stammt die – bis heute jedoch unbelegte – Behauptung, dass das Lied so populär war, dass es selbst die Nationalsozialisten im Dritten Reich nicht gewagt hätten, es aus den Lyrik-Anthologien zu entfernen, obwohl Heinrich Heine als Jude zu den Dichtern gehörte, deren Werke verboten und verbrannt wurden. Seine Urheberschaft sei jedoch unterschlagen und stattdessen meistens „von einem unbekannten deutschen Dichter“ oder ähnliches angegeben worden.



Blick vom linken Rheinufer bei St. Goar auf die Loreley


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#4

RE: Nixen & Wassermänner:

in Ausserordentliche Wesenheiten 03.10.2010 21:55
von Adamon • Nexar | 13.536 Beiträge

1801 hat Brentano im zweiten Band des Romans Godwi seine Ballade von der Lore Lay mit den nachstehenden Zeilen begonnen:

Zu Bacharach am Rheine
Wohnt eine Zauberin,
Sie war so schön und feine
Und riß viel Herzen hin.

Und brachte viel zuschanden
Der Männer rings umher,
Aus ihren Liebesbanden
War keine Rettung mehr.
Adaptionen des Loreley-Stoffes

* Max Bruch, Alfredo Catalani, Hans Sommer und Fredrik Pacius komponierten Opern mit dem Titel „Loreley“ zu diesem Thema.
* George Gershwin ließ 1932 in dem in Deutschland spielenden Musical „Pardon My English“ die Loreley als „leichtes Mädchen“ besingen. Lenny E. Hoffmann komponierte 1993 das Musical „Loreley“ mit dem London Symphony Orchestra und Chris Kempers als Loreley. Von Mai bis September 1993 wurde das Musical auf der Freilichtbühne Loreley aufgeführt.
* Lene Voigt persiflierte den Stoff mit ihrem Gedicht „De Säk'sche Lorelei“.
* Ernst Busch warnte in seinem Stück „Ami go home!“ den Amerikaner davor, der Loreley ihren goldenen Kamm zu klauen, und forderte ihn auf, auf seinem Längengrad zu bleiben.
* Erich Kästner schrieb ein mit schwarzem Humor gefülltes Gedicht mit dem Titel „Der Handstand auf der Loreley“, in dem er direkt auf Heines Gedicht verweist.
* Kai Meyer verfasste 1998 mit seinem Werk „Loreley“ einen Schauerroman aus dem Mittelalter.
* Die Folk-Punk-Gruppe „The Pogues“, die US-Band Styx und die englische Rock-Band Wishbone Ash veröffentlichten Stücke mit dem Titel Lorelei.
* Die Gruppe Dschinghis Khan hatte 1981 großen Erfolg mit dem deutschen Schlager „Loreley“.
* Achim Reichel nahm seine Version der Silcher-Vertonung für sein 2002 erschienenes Album „Wilder Wassermann“ auf.
* Auch verschiedene Mittelalterbands schrieben Lieder über die Loreley, unter ihnen die Bands „Schandmaul“ (Das Seemannsgrab) und „Die Streuner“ (Die Ballade der Loreley, Vertonung von Clemens Brentanos Ballade, sowie Handstand auf der Loreley, eine heitere Vertonung von Erich Kästners Gedicht). Die Musikband Theatre of Tragedy hat ebenfalls ein Lied mit dem Titel „Loreley“ geschrieben das die Loreley besingt, ebenso wie die britische Mittelaltergruppe Blackmore’s Night.
* Karl Valentin hat eine Persiflage des Loreley-Liedes aufgenommen. Darin beklagt die Loreley vor allem die kalten Winde oben auf dem Felsen und ihre „Saubronchitis“.
* Helge Schneider tritt in dem Film „Johnny Flash“ in einer Szene selbst als Loreley auf. Vor allem dem Regisseur Werner Nekes zuliebe greift er die Version von Karl Valentin auf.
* In dem Album der Scorpions, „Sting in the Tail“ befindet sich der Titel „Lorelei“
* Eagle Eye Cherry begibt sich in dem Lied „When Mermaids Cry“ auf die Suche nach Loreley.
* In der Serie "Star Trek – Die Abenteuer des Raumschiff Enterprise" gibt es eine Episode namens "Das Lorelei-Signal". Darin werden Raumschiffe von einem Signal, das einer singenden Frauenstimme ähnelt und bei Männern erotische Visionen hervorruft, in eine Falle gelockt.



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zuletzt bearbeitet 17.10.2014 22:49 | nach oben springen
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RE: Nixen & Wassermänner:

in Ausserordentliche Wesenheiten 03.10.2010 22:30
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Aus: http://www.cosmiq.de/qa/show/510775/War-...s-sie-wirklich/

Der Ballade nach saß eine Nixe, Loreley genannt, auf dem gleichnamigen Felsen und lockte mit ihrer Stimme die Rheinschiffer an, die wegen ihres unglaublich schönen Gesangs die gefährliche Strömung und die Felsenriffe nicht beachteten und mit ihren Schifferbooten zerschellten. Kennzeichnend war auch, dass sie ihr langes blondes Haar mit einem goldenen Kamm kämmte.


Clemens Brentano schrieb 1801 in der Ballade Zu Bacharach am Rheine …, die er in den zweiten Band des Romans Godwi oder Das steinerne Bild der Mutter eingefügt hat, von einer Zauberin, die auf Grund ihrer Schönheit allen Männern den Verstand raubt und ihnen schließlich stets den Tod bringt. Deshalb soll sie als Hexe von geistlicher Gewalt zum Tode verurteilt werden. Die Lore Lay ist sich ihrer Wirkung bewusst und dieses Umstands müde - seit ihr Liebster sie betrogen hat und sie in ihrem "Zauberkreis" verderben muss, wünscht sie sich zu sterben. Der Bischof bringt jedoch aufgrund Lore Lays Schönheit ein Todesurteil nicht über die Lippen und schickt sie stattdessen in ein Kloster. Auf der Reise dorthin, begleitet von drei Rittern, bittet die Lore Lay an einem großen Felsen, diesen erklimmen und noch einmal von oben den Rhein betrachten zu dürfen. Sie besteigt den Felsen und stürzt sich hinab. In einer Fußnote wird von Brentano direkt Bezug genommen auf den Loreley-Felsen bei Bacharach am Rhein. Nach einer 1978 von Werner Bellmann veröffentlichten Interpretation handelt es sich bei der Lore Lay-Ballade um eine Variation des antiken Echo-Mythos. (Echo wird aus Gram über ihre verschmähte Liebe zu Narzissus zu einem Fels, aus dem ihre Stimme als Widerhall ertönt.) Gestützt hat sich Brentano bei der Konzeption seines Gedichts auf eine im Jahre 1631 veröffentlichte versifizierte Paraphrase der Ovidschen "Metamorphosen", die sich in seinem Besitz befand und die er für mehrere Verseinlagen des Romans "Godwi" herangezogen hat. Die Lore-Lay-Ballade ist nach Bellmanns These eine - von Brentano erfundene - aitiologische Lokalsage, die, anknüpfend an den antiken Echo-Mythos, die Entstehung des Echos am Loreley-Felsen bei St. Goarshausen 'erklärt'. Am Anfang der Wirkungsgeschichte - der Popularisierung - von Brentanos Ballade steht die Darstellung Niklas Vogts (1756-1836): "Dieser Lurelei, oder vielmehr sein Echo, soll die Stimme eines Weibes seyn, welche durch ihre außerordentliche Schönheit alle Männer bezaubert hat, nur den nicht, welchen sie selbst liebte." In einer Fußnote verweist Vogt auf Brentanos Gedicht (siehe N. Vogt und J. Weitzel (Hrsg.): Rhein. Archiv f. Geschichte und Litteratur. Band 5, H. 5-8. Mainz 1811, S. 69).

Aus: http://www.loreley.de/loreley/rose_brodt/index.htm

Eine Annäherung an den Mythos Loreley

„Der schönste Landstrich von Deutschland“, sagt der Dichter Heinrich von Kleist, „an welchem unser großer Gärtner sichtbar con amore gearbeitet hat, sind die Ufer des Rheins von Mainz bis Koblenz, die wir auf den Strome selbst bereiset haben. Das ist eine Gegend, wie ein Dichtertraum, und die üppigste Phantasie kann nichts Schöneres erdenken als dieses Tal, daß sich bald öffnet, bald schließt, bald blüht, bald öde ist, bald lacht, bald schreckt......“

Um den Dichtertraum wieder zu erkennen, muß man heute großzügig über manche Sünden der Neuzeit hinwegsehen, die sich in allen größeren städtischen Ansiedlungen entlang des Rheins finden. Das enge Mittelrheintal bot jedoch wenig Platz für größere Industrialisierungsprojekte und wir können manchmal noch ein Stück jener romantischen Idylle erkennen, die Dichter und Maler vergangener Jahrhunderte so faszinierte. Wenn die Hunsrück- und Taunusberge hinter dem Bingerloch näher zusammenrücken, kann ein Ahnung aufkommen, wie Fluß und Mittelgebirge das Leben der Menschen in diesem steilen Flußabschnitt über Jahrtausende geformt haben mögen. Ganz besonders eine Fahrt auf dem Rhein zwischen Kaub und St. Goarshausen blieb bis zur Stromregulierung Ende des 19. Jahrhundert ein gefährliches Abenteuer. Sogar bis in die zweite Hälfte des 20. Jahrhundert mußten die meisten Schiffer flußaufwärts die Dienste der Kauber Lotsen in Anspruch nehmen. Erst die vollautomatischen „Warschau-Stationen“, die Ausstattung der Schiffe mit Radar und die Vertiefung der Fahrrinne haben den Lotsen zu einem allmählich aussterbenden Beruf gemacht. Zwischen Oberwesel und St. Goarshausen, also vor der Loreley, ist der Rheinlauf von vielen Felsen im Flußbett geprägt, die alle einen Namen und eine Geschichte haben, so z.B. die „Hungersteine“, der „Geisenrücken“ oder die „sieben Jungfrauen“ und direkt an der Loreley weist der Rhein seine größte Tiefe am Mittellauf mit ca. 23 m Tiefe auf. Die vielen Strudel in dieser Biegung haben immer wieder zu der Annahme geführt, daß der Rhein hier Wasser in unterirdischen Löchern verlieren könnte. Der seit dem 13. Jahrhundert verbreitete Mythos, hier sei einmal der Nibelungenschatz versenkt worden, findet dadurch immer wieder phantasievolle Nahrung. Heute können wir uns kaum noch vorstellen, wie beschwerlich und gefährlich das Transportieren von Lasten und Menschen auf dem größten Verkehrsweg Deutschlands über viele Jahrhunderte war. In alten Chroniken wird berichtet, daß die zu Berg fahrenden Schiffe in früheren Zeiten sogar in St. Goarshausen entladen wurden. Die Fracht wurde mit Pferdefuhrwerken über die Höhenstraßen nach Lorch oder gar nach Rüdesheim gebracht, während die nun leichteren Schiffe über die gefährlichen Strudel getreidelt wurden.

Über Jahrhunderte waren die Menschen wechselnden Burgherren, Bischöfen und Landesherren abgabenpflichtig, mußten Frondienste leisten und Besatzungszeiten überstehen. Der 30-jährige Krieg und die Pest taten ein Übriges, daß aus Fischfang, den steinübersäten Weinbergen und kleinen Äckern der ansässigen Bevölkerung kein großer Reichtum erwachsen konnte. Mächtig waren nur die Burgherren, allen voran die Grafen von Katzenelnbogen, die über mehrere Jahrhunderte das Land beherrschten und durch geschickte Heiratspolitik ihre Besitztümer bis in den hessischen Odenwald erweiterten.

Die wechselvolle Geschichte hat es verhindert, daß sich in der Region ein Geschichts- oder Heimatbewußtsein entwickeln konnte und daher werden auch heute noch historischen Dokumenten oder Bauwerken, gleich welcher Art, wenig Bedeutung zugemessen. Nicht von ungefähr wird die Idee des „Weltkulturerbes Mittelrhein“ mehr von Zugezogenen und von staatlichen, politischen oder gesellschaftlichen Organisationen, denn von der hier ansässigen Bevölkerung vertreten. Auch die Begeisterung heutiger Touristen oder die Landschaftsbeschreibungen und -gemälde berühmter Besucher der letzten Jahrhunderte werden eher achselzuckend zur Kenntnis genommen, als daß man sich mit Stolz damit identifizieren würde.

Was aber machte und macht den vielfach besungenen Loreleyfelsen zum zentralen Anziehungspunkt, ja zum Ziel jedes Mittelrheinbesuchs? Diese Fragen haben sich schon Generationen von Forschern jeglicher Couleur gestellt. Trotz viele interessanter Ansätze konnte eine umfassende oder erschöpfende Antwort darauf bisher nicht gegeben werden.

Was gibt es an nachprüfbaren Informationen, die einen so großen Enthusiasmus und einen nicht nachlassenden Strom nationaler und internationaler Besucher zu der Loreley rechtfertigen könnten? Die in den dreißiger Jahren gebaute Freilichtbühne mit seinen Konzerten oder das Ausflugshotel oder die Jugendherberge? Vermutlich kaum. Brentanos Rheinsage oder das weltbekannte Gedicht von Heine und seine Vertonung durch Silcher? Vielleicht schon eher, aber als Erklärung trotzdem nicht ganz befriedigend. Die Namen Lurley oder Loreley sind seit dem neunten Jahrhundert überliefert und unter deren althochdeutsche Formen Lurlaberch, Lurlaberc und die mittelhochdeutschen Entsprechungen Lurlinberg, Lurleberg, Lorberg und Lurberg [1] bekannt. Diese erste Erwähnung des Namens findet sich in den Fuldaer Annalen, die teilweise von einem Mönch Ruodolf auf Veranlassung des Mainzer Bischofs Hrabanus geschrieben wurden. In seinen Bericht ist handschriftlich, wohl zum besseren Ortsverständnis, der Name „mons lurlaberch“ eingefügt. Historiker, die diese Quelle untersuchten, gehen zwar von einem späteren, nicht aber neueren Zusatz aus. Eine etwas spätere Quelle findet sich in den Liedern des im 13. Jahrhundert lebenden Dichters und Minnesängers Conrad Marner, der in einem Spruch oder Gedicht den Lurlenberg erwähnt:

„ Stadt auf, Stadt ab wächst ihnen Wein
Ihnen dienet auch des Rheines Grund
Der Nibelungen Hort liegt in dem Lurlenberg“

Ab dem 15. Jahrhundert tritt die Bezeichnung häufiger auf. Über die Bedeutung des Namens gibt es die unterschiedlichsten Ansichten. Von lur, luren als „lauern, heimlich hinsehen, spähen“ aus dem mittelhochdeutschen, spannen manche Betrachter den Bogen zum lauernden Felsen, d.h. dem Felsen, auf dem die Bewohner lauerten, sei es, um durchfahrenden Schiffen aufzulauern, um sie zu überfallen, sei es um Feinde rechtzeitig zu erspähen, oder auch zu der berühmt-berüchtigte Jungfrau, die lauernd auf dem Fels nach Opfern Ausschau hält. Andere Deuter haben den Zwergenkönig Laurin mit ins Spiel gebracht, wobei sie auf eine Verwandtschaft von Laurin-luarin hinweisen und auf Grund von Sagen die Loreley als ehemals von Zwergen und Elfen bewohnen Felsen, erklären.

Einen interessanten und weniger bekannten Deutungsversuch unternimmt Prof. Seyberth aus Wiesbaden. Er bringt den Wortstamm Lor-Lur mit der Göttin Holda (Hulda, Frau Holle) in Zusammenhang. Auch ein Flußgott Lohra wird als Deutungsmöglichkeit in Betracht gezogen, wobei das Loreleyplateau Hauptsitz des Lohra-Kultes gewesen sein soll.
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Über den zweiten Namensteil -ley gibt es weniger unterschiedliche Ansichten. Auch heute noch wird im regionalen Sprachgebrauch der Begriff Ley synonym für Schieferfels verwendet. Auf –ley endende Flur- , Orts- und Felsnamen sind im Hunsrück- Mosel- und Taunusgebiet recht häufig anzutreffen. So hießen auch die Dachdecker hier noch gelegentlich Leyendecker und die Dachschiefer oder auch die Schiefertafeln sind die Leyen. Interessanterweise sind die Leyen und die auf –ley endende Felsenbergnamen fast immer weiblich. Einen weniger bekannten Deutungsversuch gab vor einigen Jahren ein keltischer Sprachforscher. Nach seiner Ansicht bedeutet die keltische Silbe -lei-/-ley- „heilig“. Demnach wäre auch das der Loreley benachbarte Plateau Leiselfeld ein heiliger Ort. In der Bornicher Gemarkung befindet sich auch noch ein Leiselbach, der jedoch nicht über das Leiselfeld führt.

Soweit die eher theoretische Seite, die noch einige spekulative Varianten beinhaltet, die hier aber nicht alle Erwähnung finden sollen. Es zeigt jedoch, daß es eine riesige Anzahl von Ansätzen gibt, den Mythos Loreley ein Stück weit zu deuten, viele Forscher vermuten auf dem Felsen einen vorchristlichen Kultplatz, der die Menschen seit jeher angezogen hat..

Wenden wir uns weiteren nachvollziehbaren Spuren zu: der Besiedlung in geschichtlichen Zusammenhängen. Früheste Funde deuten auf eine Besiedlung des Hunsrücks und des Limburger Beckens vor 4 – 5000 Jahren. Im Neuwieder Becken finden sich weitaus ältere Siedlungsfunde (Gönnersdorf ca. 10000 Jahre alt), die durch den fruchtbaren Boden dort erklärbar sind. Das Mittelrheintal und die umliegenden Höhen bieten mehr steinige denn ertragreiche Böden und wurden vermutlich erst im Laufe der Bronzezeit besiedelt.

Menschen der Urnenfelder Kultur und nachfolgend der Hallstatt- und Latene-Zeit haben in der Region manche Spuren hinterlassen. Unzählige Hügelgräber in den Wäldern, Metall- und Keramikfunde lassen auf eine mehr oder minder dauerhafte Besiedelung seit ca. 1600 v.Chr. zu schließen. Als überregional bekannteste Funde aus keltischer Zeit aus der näheren Hunsrücker Umgebung gilt zum einen die Säule von Pfalzfeld (einem Ort oberhalb St. Goar in der Nähe der heutigen A 61). Diese ursprünglich 2,80 m hohe, behauene Säule aus Buntsandstein stand wohl auf dem Grabhügel einer herausragenden Persönlichkeit und ist mit jetzt noch 1,48 m Länge immer noch beeindruckend. Sie ist auf allen vier Seiten gleichartig mit Pflanzenmotiven und maskenartigen Köpfen mit Palmettenbart und Schnurrbart verziert und steht heute im Rheinischen Landesmuseum in Bonn. [2] (Die Kopie der Säule steht übrigens im Museum der Burg Rheinfels). Zum anderen ist das keltische Adelsgrab von Waldalgesheim bei Bingen zu nennen, wo der Schmuck der dort bestatteten Fürstin einer ganzen Stilrichtung den Namen gab. (der „Waldalgesheimstil“, 4. Jahrhundert v. Chr.) [3] Ein anderes Fundstück hebt sich noch aus dem weniger bekannten rechtsrheinischen Spektrum heraus: die etruskische Schnabelkanne aus einem Brandgrab der Latene-Zeit in Oberwallmenach (Landesmuseum Wiesbaden) [4].

Alte Höhenwege beiderseits des Rheins (z.B. Trier – Saalburg ) endeten am Rheinufer einander gegenüberliegend und legen für manche Historiker eine Furt zwischen St. Goar und St. Goarshausen nahe. Dies ist jedoch nicht nachzuweisen, statt dessen kann man möglicherweise schon in keltischer Zeit von einer Art Fährbetrieb [5] ausgehen. Die Römer selbst hatten hier vermutlich einen befestigten Wachposten. Dies wird aufgrund von römischen Mauerwerksfunden auf der Burg Rheinfels geschlossen. Auch könnte es oberhalb von St. Goar bei Biebernheim (Bibrum) einen Tempelbezirk gegeben haben. Für diesen sprechen die dort gefundenen Miniaturkrügelchen und Öllämpchen (ausgestellt im Museum auf der Rheinfels). Nachweislich gab es sowohl auf der Loreley, als auch auf dem benachbarten Felssporn Heide eine befestigte Siedlung oder Wehranlage [6]. Der Abschnittswall auf der Loreley war noch 1905 teilweise in 80 cm Höhe und bis zu 4 m Stärke vorhanden und wurde von dem Lahnsteiner Lehrer und Heimatforscher Bodewig zwischen 1882 und 1905 untersucht. Die römisch germanische Kommission, die 1905 die Loreley besichtigte und untersuchte, fand einen erhöhten Platz mit Pfostenlöchern, die zur „Anlegung von Wohnstätten benutzt worden waren“, „ein System der Bauten konnte jedoch in dem felsigen Gebiet nicht gewonnen werden“. Sie fanden auch eine Feuerstelle mit Scherben und Knochen, sowie „verbrannte Wandstücke mit glatter Fläche“... „sonst zeigte sich in langen Schnitten keine Spuren von weiterer Besiedlung“ Die Scherben wurden in die Wende von der Bronze- zur Hallstattzeit datiert. Die Archäologen nehmen an, daß sich ein größeres Gehöft hier befunden haben muß, mit einem durch einen Wallgraben geschützte Vorzone, wo in Gefahrenzeiten auch die benachbarten Familien und das Vieh aufgenommen werden konnten. Durch den Bau des Hotels und des Turner- und Jugendheims sind heute fast keine Spuren mehr sichtbar. Oberhalb des Felssporns von der Loreley liegen fruchtbare Äcker und daran angrenzend noch höher zieht sich der „Obenhard“ hin, ein zum Forstbach sehr steil abfallendes Waldgebiet. Die Verlängerung des Obenhard ist der Hühnerberg (Hünenberg), auf dessen Rücken eine große Anzahl hallstattzeitlicher Hügelgräber liegen, die ebenfalls von Bodewig untersucht wurden. ( ca. 900 m vom Loreleyfelsen entfernt). Sie liegen an dem alten Höhenweg St. Goarshausen – Bornich – Weisel - Lipporn. Hier haben wir es ebenfalls mit einem Felssporn zu tun (heute Ortsteil Heide der Stadt St. Goarshausen), der oberhalb der Burg Katz endet, er war ebenfalls mit Wall und Graben abgesperrt und noch 1962 intakt! (3 m stark, noch 2,60 m hoch). Auch hier ist der Wall, wie auf der Loreley, nur eine mit Holzbalken beidseitig geschützte Trockenmauer und diese wurde vermutlich durch einen Brand zerstört. Hier waren sogar zwei Bauperioden erkennbar, eine zu Beginn der jüngeren Eisenzeit (500/450 v.Chr.), die zweite mittelalterlich, möglicherweise in Zusammenhang mit der Burg Katz. Auch von dieser Wallanlage ist heute kaum noch etwas zu erkennen. Eine Hinweistafel und angeschüttete Wallköpfe können den Umfang nur noch andeuten.

Wehranlagen und Schanzen auf Felsspornen finden wir im Hunsrück-Taunus-Gebiet häufiger, viele, aber nicht alle, sind ausschließlich vorrömischer Zeit zuzuordnen. Bekannt ist, daß die Namensgebung des Taunus ( = die Höhe) auf die Kelten, zurückzuführen ist, vermutlich ebenso der Name Rhynn für den Rhein. Die Endungen –ich, ig, oder –ach von Ortsnamen lassen sich auf das keltische –acon beziehen, was auf einen keltischen Hof oder eine Ortsgründung hindeutet, z.B. Bornich, Lennig (ein weiterer, noch nicht untersuchter Felssporn), Wellmich, Niederwallmenach, Gemmerich. Hallstatt- und Latenezeitliche Funde sind in Bornich, Patersberg, Kaub, Oberwallmenach, Nastätten, Braubach, Becheln und vielen anderen Orten der Region nachgewiesen, vor allem durch Funde aus den Hügelgräbern. Man kann also durchaus von einer Besiedlung der Gegend um die Loreley durch die Kelten (wahrscheinlich zum Stamm der Treverer gehörig) sprechen.

Auch die Römer haben am Mittelrhein greifbare Spuren hinterlassen. Boppard, das römische Baudobriga oder der Limes, der sich von Bad Ems über Becheln, Geisig, Marienfels und Pohl nach zum Kastell nach Holzhausen zieht, bieten eindrucksvolle Beispiele. Daß auch im rechtsrheinischen Hinterland Römer siedelten, ist u.a. dokumentiert in der Untersuchung eines römischen Gutshofes in Bogel [7], römischen Brandgräbern am Odinsnack [8] bei Bornich, einem Gehöft in Dahlheim [9] und einem Merkurtempel in Osterspai. [10] In dem kürzlich vom Landesdenkmalamt untersuchten Grabtumulus von Weisel wird erkennbar, daß sich die einheimischen Bevölkerung an Sitten und Gebräuche der Römer angepaßt hatten, denn die dort Bestattete war offenbar keine Römerin, hatte aber wertvolle römische und etruskische Gefäße als Grabbeigaben. So nimmt man an, daß über einen längeren Zeitraum Römer und Kelten hier gemeinsam lebten.

Auffallend häufig finden wir in der Bornicher Gemarkung Namensspuren des höchsten germanischen Gottes Wotan/Odin, beispielsweise im Odinsnack oder Odendeller Nack, im Odental, im Oben(=Odin)hard. Der Odinsnack ist ein im Forstbachtal ( der Leiselbach fließt zuvor dort in den Forstbach) liegender markanter Felsrücken. In seiner Verlängerung Richtung Loreley/Heide, dem Obenhard / Hühnerberg, liegen die Hügelgräber und auf der felsigen Spitze des Odinsnack finden sich Pfostenlöcher und Näpfchen, die jedoch bislang archäologisch nicht untersucht wurden. Dagegen sind die römischen Brandgräber am Fuß des Odinsnack vom Landesdenkmalamt dokumentiert worden. Sie liegen am Rande eines Ackers, mit der Flurbezeichnung „auf dem Häusschen“ (obwohl es rundherum nur Wiesen und Äcker gibt). Es waren über einen Zeitraum von mehreren Jahren jedoch immer nur Notbergungen, da die Bauern beim Pflügen immer wieder auf Scherben gestoßen waren, oder ein Grab angepflügt hatten. Ein systematische Untersuchung des gesamten Umfeldes hat bisher nicht stattgefunden. Daß die Römer die religiösen Plätze der einheimischen Bevölkerung achteten und ihre Kultstätten gelegentlich auch in der Nähe ansiedelten, ist bekannt. Der jetzt angerissene vorgeschichtliche Hintergrund dieser Gegend zeigt, daß das Gebiet rund um die Loreley durchaus genügend Material böte, einen zentralen Kultplatz zu vermuten. Aber es fehlen bisher nachprüfbare Beweise, die eine solche Theorie untermauern könnten.

Der mons lurlaberch, die lureley war von den ersten Aufzeichnungen bis in die späte Romantik vor allem durch eines bekannt: nämlich durch das Echo. Merian und Dillich und viele spätere Reisende berichten von einem löchrigen Fels, der das Echo vielfach (von bis zu 15 Mal ist die Rede) und wunderbar zurückwirft. Und die Vorüberziehenden hätten mit lautem Rufen und Trompeten ihren Spaß daran gehabt, so die diversen Berichte. Das allein machte natürlich schon ein herausragendes Ereignis und ein Anlaufpunkt auf einer Reise entlang des Flusses aus. Das Echo soll noch in diesem Jahrhundert bestaunt worden sein, ist aber mit dem Bau des zweiten Eisenbahntunnels und durch die Verbreiterung der Straße durch Sprengarbeiten verloren gegangen. Daß es viele Höhlen und Löcher in der Loreley gab, belegt auch noch ein anderes Dokument. In der Bornicher Chronik wird von einer Höhle namens Hanselmännchens Loch berichtet, in der sich die Einwohner zu Zeiten des 30-jährigen Krieges geflüchtet hatten und in der der Bornicher Pfarrer das Abendmahl ausgeteilt haben soll.

Das Echo kann natürlich in vorchristlicher Zeit als Orakel gedient haben. Auch galt der mächtige und beeindruckende, 132 m hohe, von unten kaum zugängliche Fels aus Grauwacke und Tonschiefer bis ins Mittelalter als Sitz von Zwergen, Elfen und Gnomen. Man hielt noch zu dieser Zeit das Echo für ein Wunder und nahm an, daß ein „getwerc“, ein kleiner Zwerg, die Antworten auf die gerufenen Fragen gab.

Einen letzten interessanten Aspekt, den ich für noch nicht hinreichend untersucht halte, ist die Tatsache, daß sich der Mönch und Missionar Goar gerade gegenüber des Loreleyfelsens in einer Klause niedergelassen hatte, um die Bevölkerung zum Christentum zu bekehren. Er vollbrachte ebenfalls viele „Wunder“ und starb 575, nach anderen Quellen um 611, also in einer Zeit, in der die Menschen noch nicht so weit von den alten Religionen entfernt waren. Auch Bonifatius war bekanntermaßen unterwegs gewesen, um den alten Kultstätten den Garaus zu machen. In der ev. Kirche zu St. Goar ist ein höchst interessantes altes Fresko zu besichtigen. Es zeigt Christus im Garten Gethsemane am Ölberg – und hier ist dieser Ölberg der Loreleyfelsen, und Christus ( oder könnte es auch der heilige Goar sein?) kniet mit beschwörend erhobenen Händen am Fuß des Felsens, auf dem der Kelch der Versuchung steht! Das Fresko wurde erst Ende des 19. Jahrh. wieder freigelegt und bekannt.

Eine abschließende Frage sei noch in den Raum gestellt, was greifen Poeten, wie in diesem Fall Brentano, auf, wenn sie eine Erzählung, ein Märchen schreiben? Wieviel ist eigene Erfindung, ( nach eigenem Bekunden hat er sie erfunden, die Brüder Grimm haben diese auch nicht in ihre Sammlung aufgenommen), wieviel ist Volksgut und Sage, wieviel dichterische Freiheit? Woraus und woher bezieht der Dichter seinen Stoff? Lassen sich alle späteren Lieder, Opern, Gedichte und Erzählungen (und es gibt hunderte davon) einfach nur auf einen einmal zusammengereimten und erfundenen Stoff zurückführen? Oder steckt nicht, wie in so vielen Geschichten, ein wahrer Kern, dessen Echtheit die Menschen anspricht, berührt und zu diesem Ort hinzieht.


Literatur zum Weiterlesen:
Chroniken von Bornich und St.Goarshausen
Die Loreley, Wolfgang Minaty, insel-tb, 1988
Die Römer im Naturpark Nassau, Limeswanderweg, Kreisverwaltung des Rhein-Lahn-Kreises
Burgen und Ritter am Rhein, My Heilmann, A. Henn-Verlag Ratingen, 1974
Loreley-Report, Heine und die Rheinliedromatik, Heinr. Lindlar 1999
Das Katzenelnbogener Grafenhaus. Sonderdruck Nassauer Annalen 91.1980.S.65-76
Vita sancti Goaris. Das Leben des hl. Goar. Stadt St. Goar 1992

[1] Im Zauber der Loreley, Monographie, Gerhard Bürger , St. Goarshausen 1953, S. 12 ff
[2] Hans-Eckart Joachim. Rheinische Landesmuseum Bonn. Blätter für Besucher
[3] dto.
[4] Polenz 1971
[5] Rüwwer und nüwwer. Dokumentation des Fährbetriebes Hammerl
[6] A. v. Cohausen. Befestigungswesen der Vorzeit.1898, Bericht der römisch germanischen Kommission II 1906, S.44.f Bodewig , Nassauer Annalen Mitt. 1905,05. S. 110
[7] Mitteilungen des Vereins für Nassauische Altertumskunde 1901/02 Sp.67 und Bodewig, Römische Gebäude zwischen Limes und Rhein, Nassauische Annalen 36, 1906, S. 133
[8] Berichte zur Archäologie an Mittelrhein und Mosel Bd. 3, 1992
[9] Bodewig Nassauische Annalen Mittel.14, 1910/11, S. 25
[10] Bodewig 1906/07 „Ein Merkurtempel im Osterspaier Wald“ Nassauer Annalen 42, 1913-1-9

© Rose Brodt


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"Die Erlösung kann nicht verdient, nur empfangen werden, - darum ist sie die Erlösung". -

"Es ist alles Illusion, - was nicht aus mir selber spricht,
- denn es ist ein Zusatz, - dieses Eine nicht". -

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RE: Nixen & Wassermänner:

in Ausserordentliche Wesenheiten 17.10.2014 22:06
von Adamon • Nexar | 13.536 Beiträge

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#7

RE: Nixen & Wassermänner:

in Ausserordentliche Wesenheiten 18.10.2014 00:55
von Adamon • Nexar | 13.536 Beiträge

"Der Wassermann von Floridsdorf":

- Zählt zu meinen erstaunlichsten Wahrnehmungen...

Ich hatte Dienst im wiener Bezirk "Floridsdorf" und verbrachte meine Mittagspause, da es Sommer war,
im "Wasserpark" dieses Bezirkes, - sass am Ufer und blickte müde ins Wasser...

Ich sah einen Schatten näherkommen, und dachte eigentlich, es sei ein erstaunlich grosser Fisch,
doch wirklich verblüfft war Ich, als Ich beim Näherkommen folgendes erkannte:

Das Wesen war ungefähr kindergross, hatte einen Menschenkopf und dennoch ein fischähnliches Gesicht
ohne Haare, - es hatte zwei Arme mit Händen und je 4 Fingern, zwischen denen sich deutliche Schwimmhäute
abzeichneten...

Als Ihm mein Staunen klar wurde, stutzte es und verschwand sofort im tiefen Wasser. -

Ich bin mir nicht gewiss, ob die Bezeichnung "Wassermann" zutreffend ist, - doch es gibt alte wiener Sagen
mit ähnlichen Inhalten, und ungefähr so würde Ich mir einen "Wassermann" vorstellen...


- Adamon. -


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