Die Göttin. - » Eiszeitgöttinnen:
logo
#1

Eiszeitgöttinnen:

in Die Göttin. - 01.10.2010 02:53
von Adamon • Nexar | 13.560 Beiträge

Aus: http://www.chronologs.de/chrono/blog/nat...-ihre-bedeutung

Fruchtbarkeit als Programm:

Zu dieser Deutung kommt auch Conard im Bezug auf die von ihm und seinem Team gefundene Venus vom Hohle Fels. "Die Frauenfigur steht im Kontrast zu gängigen Hypothesen der Deutung der Aurignacienkunst wie der Kraft-und-Aggression-Hypothese oder der Schamanismus-Hypothese. Viel mehr scheint die Venusfigur ein Ausdruck der Sexualität zu sein, der wahrscheinlich in direkter oder indirekter Verbindung zur Fruchtbarkeit steht."


Religiöse Kunst - oder doch "nur Erotica"?

Die Wissenschaft, einschließlich der Evolutionsforschung, waren und sind immer noch männlich dominiert und so ist es nicht überraschend, dass die Funde, die eine starke Rolle der Frau in der biokulturellen Evolution von Religiosität und Religionen nahelegen, von einigen sofort und reflexhaft abgewertet werden. So hieß es auch nach dem Fund der Venus vom Hohle Fels wieder, diese Kunst repräsentiere wohl "nur Porno" - sei also (ausschließlich) von Männern gefertigt, die damit ihre sexuelle Lust und Macht ausdrückten.

In den vergangenen Jahren haben jedoch auch Anthropologen und Primatologen wie Volker Sommer und Sarah Hrdy mit guten, biologischen Argumenten die "Starke-Frauen-Hypothese" untermauert. Aus religionswissenschaftlicher Perspektive hat u.a. Ina Wunn dazu geschrieben und auch möchte ich möchte hier einige Argumente anführen, die m.E. die Deutungen von Conard, Bosinski et al. bestärken.

* Viele der Frauenfigurinen versinnbildlichen recht eindeutig Schwangerschaft und auch Geburt - also gerade keine Zustände, die im Regelfall erotische Erregung aufkommen lassen.

* Die Dominanz der Frauenfiguren entfaltet sich in einem bestimmten historischen und geografischen - also kulturellen - Horizont. Bis heute verkörpern Figurinen in vielen religiösen Systemen von Jägern und Sammlern und auch noch Nomaden und Ackerbauern übernatürliche Akteure wie Ahnen und Gottheiten, selten aber "nur Pornographie". Würden die Figurinen auf männliche Erotika verweisen, wäre eine globale Verbreitung und auch heutige, entsprechende Nutzung zu erwarten.

* Entsprechend werden die Frauenfigurinen auch heute noch, vor allem von Frauen, religiös gedeutet - als Pornographie jedoch kaum genutzt. Die entsprechenden, biologischen Anlagen des Menschen dürften sich aber in den letzten Jahrzehntausenden aber kaum grundlegend verändert haben.

* Fruchtbarkeitsgöttinnen wie Artemis werden noch bis in die historisch fassbare Zeit hinein in entsprechenden Figurinen verehrt. Als Paulus dort den bildlosen Eingott verkündet, löst er einen Aufruhr aus - nicht zuletzt unter den Bildhauern, die von Herstellung und Verkauf der Göttinnenstatuen einträglich leben. (vgl. Apg 19)

* Auch heute werden erfolgreiche Religionsgemeinschaften vor allem von weiblichem Engagement getragen. Und auch monotheistische Systeme weisen immer wieder weibliche Bezüge auf. So wird die christliche Kirche immer wieder als "Mutter Kirche" tituliert, ebenso die islamische Gemeinschaft Umma (von arab. umm = Mutter). Auf die Ablösung des Artemis-Glaubens in Ephesos folgt übrigens die Tradition, dass Maria hier zuletzt gelebt habe. Heute wird sie in der Region von Christen und Muslimen verehrt, was die Anfertigung weiblicher Statuetten und Statuen für "Mutter Maria" (türkisch "Meryem Ana") einschließt. Vgl. auch die Verehrung der weiblich konnotierten Weisheit ("Sophia").

* Die sexuelle Selektion spielt in der Evolution von Merkmalen regelmäßig eine bedeutende Rolle und geht gerade auch bei Säugetieren (einschließlich Homo sapiens) überwiegend von Frauen aus. Und auch heute gehen erfolgreiche, religiöse Systeme mit hohem Interesse an der Regulierung von Sexualität und Familie und durchschnittlich höherer Fertilität ihrer Anhängerinnen einher - Deutung und biologische Funktion korrespondieren also auch hier.

Sicherlich ist für die kommenden Jahre noch mit einer Vielzahl von Funden und neuen, interdisziplinären Debatten und Forschungen zu rechnen. Dabei ist zu hoffen, dass Geschlechterklischees sachlich diskutiert und überwunden und die mutmaßlich sehr viel spannendere Wechselwirkung von Frauen und Männern gerade auch auf dem Feld der Religion(en) erkundet wird.

Literatur:

Conard, N., Rau, S., Bosinski, G. et al. 2009: Eiszeit – Kunst und Kultur. Stuttgart 2009



. - Was Du aufdeckst, - offenbart sich . -

"Die Erlösung kann nicht verdient, nur empfangen werden, - darum ist sie die Erlösung". -

"Es ist alles Illusion, - was nicht aus mir selber spricht,
- denn es ist ein Zusatz, - dieses Eine nicht". -

http://adamonstasy.weebly.com/
zuletzt bearbeitet 15.10.2014 08:17 | nach oben springen
lockDas Thema wurde geschlossen.

#2

RE: Eiszeitgöttinnen:

in Die Göttin. - 01.10.2010 03:06
von Adamon • Nexar | 13.560 Beiträge

Geschrieben von Bob am 12.03.2008 um 20:30:

Am Anfang war die Muttergöttin:

Im Gegensatz zum Christentum sagt uns die Archäologie, dass nicht ein männlicher Gott am Anfang stand, sondern eine weibliche Muttergöttin. Das glaubten nicht nur die Steinzeit-Europäer, soweit die meisten Wissenschaftler heute davon ausgehen, sondern auch noch viele andere Kulturen.

Maßgebend sind da z.B. die Funde aus den französischen Pyrenäen, aus dem italienischen Grimaldi, aus dem tschechischen Dolni Vestonice, aus Niederösterreich und aus Sibirien.

Die Frauenfiguren aus der Steinzeit haben anfangs zu hitzigen Debatten geführt und es wurden die verschiedensten Theorien darüber aufgestellt, warum sie überhaupt angefertigt wurden, weil so viele davon gefunden wurden.

Am populärsten ist dabei die Theorie von der Marija Gimbutas. Früher lehrte sie an der Universität Kalifornien. Sie war der Ansicht, dass diese Frauen-Figurinen eine Art Fruchtbarkeits-Göttin verkörperten – die sogenannte Magna Mater (Große Mutter) – in Kulturen, wo Frauen noch Macht hatten. Die Theorie fand bei vielen Wissenschaftlern großen Anklang. Nach ihrer Überzeugung war das Matriarchat die erste Gesellschaftsform bei den modernen Menschen in der Steinzeit. Erst während der Bronzezeit ca. 3500 v. Chr., war es in Europa (und auch in anderen Gebieten) so, dass die Mitherrschaft der Frauen allmählich durch eine von Männern geprägte Gesellschaft abgelöst wurde.

Die Magna Mater ist auch oft die große Erdgöttin, denn die Erde gebiert ja letztendlich alles Lebende was da kriecht und fliegt, so dass wirklich angenommen wird, dass die Große Mutter „Magna Mater“ die älteste Gottheit der Welt ist.

Die älteste im europäischen Raum bekannte Frauenfigur ist 31.000 Jahre alt und wurde im niederöstereichischen Galgenberg gefunden. Die meisten anderen europäischen Frauenfiguren sind zwischen 29.000 und 23.000 Jahre alt.


. - Was Du aufdeckst, - offenbart sich . -

"Die Erlösung kann nicht verdient, nur empfangen werden, - darum ist sie die Erlösung". -

"Es ist alles Illusion, - was nicht aus mir selber spricht,
- denn es ist ein Zusatz, - dieses Eine nicht". -

http://adamonstasy.weebly.com/
zuletzt bearbeitet 15.10.2014 08:36 | nach oben springen
lockDas Thema wurde geschlossen.

#3

RE: Eiszeitgöttinnen:

in Die Göttin. - 01.10.2010 03:34
von Adamon • Nexar | 13.560 Beiträge
zuletzt bearbeitet 15.10.2014 08:45 | nach oben springen
lockDas Thema wurde geschlossen.

#4

RE: Eiszeitgöttinnen:

in Die Göttin. - 01.10.2010 03:41
von Adamon • Nexar | 13.560 Beiträge

Aus: http://www.lost-history.com/adam.php

‘You are the womb-goddess, to be the creator of Mankind!
Create a mortal, that he may bear the yoke!
Let him bear the yoke, the work of Ellil
Let him bear the load of the gods!’

Nintu made her voice heard
And spoke to the great gods:

‘On the first, seventh, and fifteenth of the month I shall make a purification by washing. Then one god should be slaughtered and the gods can be purified by immersion. Nintu shall mix the clay with his flesh and blood. Then a god and a man will be mixed together in clay. Let us hear the drumbeat [heartbeat] forever after, let a ghost come into existence from the god’s flesh, let her proclaim it as her living sign, and let the ghost exist so as not to forget the slain god.’



. - Was Du aufdeckst, - offenbart sich . -

"Die Erlösung kann nicht verdient, nur empfangen werden, - darum ist sie die Erlösung". -

"Es ist alles Illusion, - was nicht aus mir selber spricht,
- denn es ist ein Zusatz, - dieses Eine nicht". -

http://adamonstasy.weebly.com/
zuletzt bearbeitet 15.10.2014 08:51 | nach oben springen
lockDas Thema wurde geschlossen.

#5

RE: Eiszeitgöttinnen:

in Die Göttin. - 01.10.2010 04:08
von Adamon • Nexar | 13.560 Beiträge

Aus: http://www.grenswetenschap.nl/blogs/Venu...w-en-oermoeder/



Anat...................... Hebreeuws
Asherah................ Canaänieten
Asherat................. Canaänieten
Ashtar................... Canaänieten
Ashtorerth............. Phoeniciers
Astart.................... Hebreeuws
Astarte.................. Canaänieten
Baalat................... Phoeniciers
Baalat-Gebal.......... Phoeniciers
Freya.................... Noors
Frigg..................... Noors
Hamaliel................ Maconniek
Hathor................... Egyptisch
Inanna.................. Soemerisch
Ishtar.................... Soemerisch
Matrona................. Hebreeuws
Nut........................ Egyptisch
Salem.................... Canaänieten
Sekhmet................ Egyptisch
Shachar................. Canaänieten
Shalem.................. Canaänieten
Uatchet.................. Egyptisch

http://de.wikipedia.org/wiki/Mutterg%C3%B6ttin



Dateianlage:
. - Was Du aufdeckst, - offenbart sich . -

"Die Erlösung kann nicht verdient, nur empfangen werden, - darum ist sie die Erlösung". -

"Es ist alles Illusion, - was nicht aus mir selber spricht,
- denn es ist ein Zusatz, - dieses Eine nicht". -

http://adamonstasy.weebly.com/
zuletzt bearbeitet 05.12.2014 09:33 | nach oben springen
lockDas Thema wurde geschlossen.


Besucher
0 Mitglieder und 2 Gäste sind Online

Wir begrüßen unser neuestes Mitglied: Luuna
Forum Statistiken
Das Forum hat 2622 Themen und 10679 Beiträge.

Xobor Forum Software © Xobor