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Beast in Gévaudan:

in Ausserordentliche Wesenheiten 18.01.2011 21:03
von Adamon • Nexar | 13.560 Beiträge

http://de.wikipedia.org/wiki/Bestie_des_G%C3%A9vaudan

In den Jahren 1764 bis 1767 ereigneten sich in der Gegend des Gévaudan (Frankreich), einer einsamen Gegend der Auvergne (heutige Départements Lozère und Haute-Loire), etwa 100 grausame Tötungen, vorwiegend an Frauen und Kindern. Sie werden der sogenannten Bestie vom Gévaudan (französisch La bête du Gévaudan) zugeschrieben. Ihre Existenz und die genauen Umstände sind bis heute ungeklärt.

In den Überlieferungen der Ereignisse mischen sich nachweisbare Tatsachen mit Mythen. Als Quellen existieren folgende zeitgenössische Dokumente:

die Pfarrregister aller betroffenen Pfarreien, in denen die Namen der 102 Opfer verzeichnet sind
der Briefverkehr zwischen den Polizeiverantwortlichen der Auvergne in Clermont und des Languedoc in Montpellier mit ihren örtlichen Vertretern im Gévaudan
zahlreiche Berichte über die vom König befohlenen Treibjagden
zeitgenössische Zeitungsartikel und Zeichnungen


Die ersten Berichte von einem „Tier“, das im zentral-südfranzösischen Gévaudan zuerst Vieh und dann Menschen angefallen und einige von ihnen getötet hatte, gehen auf das Jahr 1764 zurück.

Beteiligte Personen:


Gabriel Florent de Choiseul Beaupré, Bischof von Mende
die Wolfsjäger des Königs:
die Herren Denneval, Vater und Sohn
François Antoine, königlicher Armbrustträger, großer Wolfsjäger des Königtums, Ritter des Ordre royal et militaire de Saint-Louis
sein Sohn Antoine von Beauterne
der Naturwissenschaftler Comte (Graf) de Buffon, Konservator des Botanischen Gartens von Paris, Mitglied des Institut (Académie française)
der Marquis Jean-Joseph d’Apcher
Jean Chastel, genannt „Die Maske“, und seine Söhne Pierre und Antoine Chastel


Der erste, behördlich registrierte Überfall fand am 30. Juni 1764 statt. Die 14-jährige Jeanne Boulet aus der Pfarrei Saint-Étienne-de-Lugdarès wurde grausam entstellt tot aufgefunden. Nach diesem ersten Überfall suchte das Monstrum weitere Kinder, Heranwachsende und Frauen heim, die grauenhaft verletzt aufgefunden wurden. Allerdings gibt es Dokumente, die die Vermutung nahelegen, dass einige Fälle schwerer Verletzungen, die bereits vor dem ersten registrierten Fall stattfanden, möglicherweise ebenfalls von dem „Tier“ verursacht worden waren.

Danach verlagerten sich die Geschehnisse in die Umgebung des Mercoire-Waldes südlich Langogne. Dort wurden im August in Masméjean ein 15-jähriges Mädchen und kurz danach ein Junge aus Cheylard l’Eveque zerrissen. Im September starben eine 36-jährige Frau, ein Junge und ein kleines Mädchen. Anschließend verlagerte sich das Tätigkeitsfeld der Bestie erneut, dieses Mal in nord-westlicher Richtung. Bis Ende 1764 geschahen weitere Mordtaten; die Opfer waren wieder ausschließlich Frauen und Kinder. An einigen der Opfer fanden sich Fraßspuren (die möglicherweise zum Teil auch von Aasfressern stammten), an anderen jedoch nicht, eine Tatsache, die eher gegen ein wildlebendes Raubtier spricht, das aus Hunger Menschen tötet.

Nachdem Gerüchte aufgekommen waren, schaltete sich der (aufklärungsfeindliche) Bischof von Mende ein. Gabriel-Florent de Choiseul Beaupré ließ in seiner Diözese ein Hirtenschreiben verlesen, das die Ursache der Plage erklären sollte. Gottes Zorn sei über die Menschen gekommen:

„Die Gerechtigkeit Gottes, sagt der heilige Augustinus, kann nicht hinnehmen, dass die Unschuld unglücklich ist. Die Strafe, die er verhängt, setzt immer eine Verfehlung dessen voraus, der sie sich zugezogen hat. Aus diesem Prinzip heraus wird es für euch einfach sein, zu verstehen, dass euer Unglück nur aus euren Sünden entstanden sein kann.“

Der Bischof zitiert aus dem Buch Deuteronomium (32,24 LUT):

„Den Zahn der Raubtiere lasse ich auf sie los.“

Für die besonders „Ungehorsamen“ zitierte er aus Leviticus (26,21 LUT):

„Wenn ihr … nicht auf mich hören wollt, werde ich noch weitere Schläge über euch kommen lassen.“

Die Bauern der Umgebung konnten sich der Bestie kaum erwehren. Wegen des Aufstands der Kamisarden hatte der König alle Schusswaffen sowie lange Hieb- und Stichwaffen einziehen lassen. Daher befestigten die Bauern der Gegend ihre Taschenmesser an langen Holzstangen, um sich überhaupt verteidigen zu können.


Nach einer Reihe von Vorfällen, von denen sogar der Königshof erfahren hatte, stationierte König Ludwig XV. eine 57-köpfige Dragonereinheit unter dem Befehl von Capitaine Duhamel in der Region mit dem Auftrag, das Tier aufzustöbern und zu töten. Daraus ergab sich für den König auch die Möglichkeit, den Kampf der Jesuiten gegen die Hugenotten, die sich in die bergigen Gegenden geflüchtet hatten, unauffällig zu unterstützen. Die königlichen Befürchtungen, die Hugenotten könnten sich bewaffnen, konnten so zerstreut werden.

Drei Gruppen beteiligten sich an den Jagden:

Vom September 1764 bis April 1765 war Capitaine Duhamel mit seinen Dragonern in Saint-Chély-d’Apcher stationiert.
Im ersten Halbjahr 1765 ließen sich die bekannten normannischen Wolfjäger Denneval, Vater und Sohn, in Malzieu nieder. Die beiden hatten bereits über 1.200 Wölfe geschossen.
Im Sommer 1765 logierte François Antoine, der königliche Armbrustträger und Zweite Jäger des Königs, im Schloss Besset. Monsieur Antoine führte einige Dutzend Hunde mit sich sowie 14 Jagdhüter mit vier großen Hunden, die bereits einige Wölfe getötet hatten.

Am 16. August beschuldigten zwei königlich vereidigte Wildhüter die beiden Brüder Chastel, sie in ein Schlammloch geführt zu haben, wo sie angeblich fast den Tod gefunden hatten; die beiden Chastel hätten daneben gestanden und nichts unternommen. Sie wurden Ende August verhaftet. Dass die Bestie während der Haft untätig blieb, sollte die späteren Gerüchte nähren, die Chastels hätten das Tier gezüchtet. Da die beiden jedoch nur zwölf Tage inhaftiert waren, eine Zeitspanne also, in der die Bestie des Öfteren „untätig“ blieb (und teilweise deutlich länger), kann dies auch schlicht ein Zufall sein.

Bei der größten Treibjagd im Februar 1765 waren über 20.000 Personen beteiligt. Jedoch setzten sich auch während dieser Treibjagden weitere tödlich verlaufende Überfälle außerhalb des bejagten Gebietes fort. An ausgelegte vergiftete Kadaver ging die Bestie nicht, stattdessen starben einige Hirtenhunde, die davon gefressen hatten, was zu Verstimmungen bei den Schäfern führte. Jäger, die das Tier zu Gesicht bekamen, sprachen von einem Wesen, das zu großen Sprüngen in der Lage sei und seine Verfolger oft in sumpfigen Regionen abschüttele.
Kopfgeld auf die Bestie

Schließlich wurden über 9.000 Livres für die Ergreifung der Bestie ausgesetzt. Der König steuerte 6.000 davon bei, der Bischof 1.000. Die Belohnung war für die damalige Zeit beträchtlich, sie entsprach etwa dem Wert von 100 Pferden.


Im September 1765 schoss der persönliche Beauftragte des Königs einen stattlichen Wolf. Antoine wollte wegen des Kopfgeldes sicher sein, auch die richtige Bestie erlegt zu haben. Er wartete daher einige Wochen, ob sich weitere Taten ereigneten. Als nichts geschah, reiste er ab, um sich in Paris feiern und belohnen zu lassen.

Am Südhang des Mouchet-Berges wurden am 2. Dezember 1765 erneut zwei Kinder angefallen. Da aber die Belohnung bereits ausgezahlt war, leugneten die Behörden die Geschehnisse. Was in den folgenden Monaten in der Gegend geschah, ist nur unzureichend dokumentiert, da die Jäger und Chronisten bereits abgereist waren. Jedenfalls fanden zahlreiche Pilgerzüge zur Kirche am Fuß des Chauvet-Berges statt. Als Waffe gegen übernatürliche Wesen ließ Jean Chastel in der Kirche seine Kugeln segnen.

Der junge Marquis d’Apcher hatte ebenfalls Probleme mit den Unruhen in der Bevölkerung. Er veranstaltete daher regelmäßige Jagden mit seinen Bauern und Pächtern. Am 19. Juni 1767, „um 10 Uhr 15“, erlegte Jean Chastel ein riesiges Tier. Eine Woche später wurde ein weibliches Tier getötet. Danach sollen die Überfälle aufgehört haben, jedoch verbreiteten sich Gerüchte, dass Jean Chastel, der wegen Totschlags im Gefängnis gesessen hatte, die Bestie aus einem Wolf und einem Hund gezüchtet und zum Morden abgerichtet habe. Damit wurde versucht, die Methodik des Tötens, die häufig eher einem Menschen zugeschrieben wird, mit den Augenzeugenberichten zu vereinbaren, die zweifelsfrei von einem Tier sprechen.

Der königliche Notar aus Langeac (Haute-Loire), Maître Marin, beschreibt die getötete Kreatur wie folgt: „Länge: 1,50 m; Schulterhöhe 0,77 m; Maulspannweite 19 cm.“


Der 1958 in den Archives Nationales wiederentdeckte Rapport Marin (Bündel F 10-476, Sammlung: Landwirtschaft: Zerstörung schädlicher Tiere) wurde am 20. Juni 1767 von Notar Roch Etienne Marin im Schloss von Besques gefertigt:



„Monsieur le Marquis hatte dieses Tier in sein Schloss in Besques, Pfarrei Charraix tragen lassen. So haben wir uns entschlossen, uns dorthin zu begeben, um es dort zu untersuchen. […] Monsieur le Marquis ließ uns dieses Tier vorführen. Es schien ein Wolf zu sein, doch ein sehr außergewöhnlicher und sehr verschieden von den anderen Wölfen dieser Gegend. Das haben uns mehr als 300 Personen aus der Umgegend bezeugt. Einige Jäger und viele Fachleute haben ausgesagt, dass dieses Tier nur durch den Schwanz und das Hinterteil dem Wolf ähnelt. Sein Kopf ist ungeheuerlich. […] Sein Hals ist bedeckt von einem sehr dichten Fell von einem rötlichen Grau, durchzogen von einigen schwarzen Streifen; es hat auf der Brust einen großen weißen Fleck in Form eines Herzens. Die Pfoten sind bestückt mit vier Krallen, die viel mächtiger sind als die anderer Wölfe; besonders die Vorderbeine sind sehr dick und haben die Farbe des Rehbocks, eine Farbe, die Fachleute noch nie bei einem Wolf sehen konnten. Die Maße, die wir feststellen konnten: Länge Schwanzwurzel bis zum Kopfoberteil: 99 cm, […] Schulterbreite:30 cm, Durchmesser des Schwanzes: 9,5 cm.“

Es folgt eine längere Aufzählung der weiteren Körpermaße sowie eine genaue Beschreibung des Gebisses, weiterhin eine Liste mit 26 Namen von Personen, die eine Konfrontation mit dem Tier überlebt hatten und so bezeugen konnten, dass es wirklich die gesuchte Bestie war.

Da der verwesende Kadaver nicht nach Paris mitgenommen werden konnte, begnügte sich Chastel mit einer abgeschnittenen Pfote. Der französische Naturforscher Georges Louis Leclerc, Graf von Buffon, zeigte sich allerdings wenig beeindruckt.

Es gibt verschiedene moderne Hypothesen, die bezweifeln, dass es sich bei der „Bestie“ um einen Wolf gehandelt haben soll:

In den Fernsehdokumentationen The Real Wolfman und Das Geheimnis der Werwölfe wurde die These vertreten, es könnte sich aufgrund Größe, Aussehens und Fellfarbe des erlegten Tiers um eine Tüpfelhyäne (weniger wahrscheinlich um eine Streifenhyäne oder eine Schabrackenhyäne) gehandelt haben, die aus Afrika mitgebracht wurde. Dagegen spricht unter anderem, dass die von Chastel getöteten Tiere eine andere Anzahl von Zähnen besaßen. Eine Hypothese besagt, ein aus Afrika mitgebrachter Afrikanischer Wildhund könne die Überfälle verursacht haben. Auch die Theorie von tollwütigen Wölfen ist nicht zu halten, da es sich um gezielte Angriffe und schnelles anschließendes Verbergen handelte, was beides nicht für erkrankte Tiere spricht. Aus dem Umstand, dass Chastel die „Bestie“ von vorne (durch die Brust) tötete, obwohl diese hauptsächlich Frauen und Kinder, nur selten erwachsene Männer und nie bewaffnete Jäger angegriffen oder gerissen hatte, schloss der Wolfsbiologe Ronald D. Lawrence, dass die Tiere Chastel kannten und darum von ihm von vorne erlegt werden konnten (weil sie möglicherweise ausgebrochen und außer Kontrolle geraten waren oder weil Chastel von sich ablenken wollte). Lawrence und Michel Louis halten die von Chastel erlegten Tiere für Hybriden zwischen Wölfen und Hunden, was Größe, Färbung und Aggressivität (durch fehlende Scheu vor Menschen) erklären könnte.



Künstlerische Darstellung des Tieres


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"Die Erlösung kann nicht verdient, nur empfangen werden, - darum ist sie die Erlösung". -

"Es ist alles Illusion, - was nicht aus mir selber spricht,
- denn es ist ein Zusatz, - dieses Eine nicht". -

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zuletzt bearbeitet 05.12.2014 11:43 | nach oben springen
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