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Megalodon:
in Ausserordentliche Wesenheiten 24.11.2020 18:49von Adamon • Nexar | 15.944 Beiträge
https://www.grenzwissenschaft-aktuell.de...alodon20200905/
Riesenhai: Forscher bestimmen einstige Proportionen des Megalodon:
Grafischer Vergleich eines ausgewachsenen Megalodon mit einer Rückenflossenhöhe von rund 1,6 Metern im Vergleich zu einem Taucher (Illu.).
Copyright: Oliver E. Demuth
Bristol (Großbritannien) – Während heute nur noch fossile Zähne von der einstigen Existenz eines wahrhaftigen Riesenhais künden, konnte bislang nur die Körperlänge dieses Urzeitmonsters in etwa bestimmt werden. Jetzt legen britische Wissenschaftler erstmals eine fundierte Rekonstruktion der gesamten Anatomie des seit Jahrmillionen als augestorben geltenden “Megalodon” vor.
Wie das Team um Jack Cooper von der University of Bristol und Dr. Catalina Pimiento von der der Swansea University aktuell im Nature-Fachjournal “Scientific Reports” (DOI: 10.1038/s41598-020-71387-y) berichten, wurde bislang lediglich die Körperlänge des Megalodon geschätzt, nicht aber die Ausmaße und Proportionen des gesamten Körperbaus der Urzeithaie.
Während die größten heute lebenden Haie in Form des berühmten Weißen Hai eine Länge von etwas mehr als 6 Metern und eine Beißkraft von zweit Tonnen erreichen können, kann die tatsächliche Größe des Megalodon (Otodus megalodon) nur noch geschätzt werden. Der Grund hierfür liegt in dem Umstand, dass bislang nur versteinerte Zähne des Megalodon gefunden wurden. Doch allein diese belegen, dass “Meg” selbst seine heute noch lebenden größten Verwandten an Größe, Körpermasse und damit einhergehender Beißkraft um ein Vielfaches übertraf. Bisherige Rekonstruktionen des Megalodon auf der Grundlage der Zahnfunde (s. Abb.; Copyright: janeb13/pixabay.com) deuten daraufhin, dass der Urzeithai die Körperlänge eines heutigen Weißen Hais um mehr als das Doppelte übertraf und eine Bisskraft von über 10 Tonnen besaß. Zwar gibt es immer wieder Berichte über Sichtungen ungewöhnlich größer Haie, sowie bizarre Vorfälle, die selbst einige Forscher skeptisch machen, doch gilt der Megalodon allgemein als spätestens seit drei Millionen Jahren ausgestorben.
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In ihrer aktuellen Studie haben Cooper und Kollegen eine ganze Reihe mathematischer Methoden angewandt, um anhand fossiler Zähne und Proportionsstudien heute noch lebender verwandter des Megalodon, auf dessen einstige Größe und physiologische Merkmale rückschließen zu können.
Zuvor hatten Schätzungen der Größe des Megalodon hauptsächlich auf Vergleichen mit dem Weißen Hai beruht. Da der Megalodon aber kein direkter Vorfahr des Weißen Hais war, sondern zu gleichen Teilen auch mit anderen kleineren Raubfischen verwandt ist, haben Cooper und Kollegen ihre anatomischen Vergleiche nun auch auf weitere moderne Haiarten (u.a. Makohaie, Lachshaie, Heringshaie) übertragen.
„Bevor wir mit weiteren Berechnungen beginnen konnten, mussten wir untersuchen, ob und in welcher Ausprägung sich die Proportionen der heute noch lebenden Haiarten während ihres Wachstums proportional verändern“, erläutert der ebenfalls an der Studie beteiligte Professor Mike Benton, ebenfalls von der University of Bristol und führt dazu weiter aus: „Wenn sich etwa, wie beim Menschen, die Kopfgröße und Länge der Extremitäten vom Neugeborenen bis hin zum Erwachsenen drastisch proportional verändert, könnte dies die bei der Rekonstruktion einer ausgestorbenen Art Probleme bereiten.“
Tatsächlich stellten die Forscher und Forscherinnen allerdings fest, dass die Neugeborenen moderner Haifische anatomisch sozusagen bereits als kleine Erwachsene geboren werden, bzw. schlüpfen und sich ihre Proportionen beim weiteren Wachstum nicht mehr verändern.
„Das bedeutete für uns, dass wir einfach die bekannten Wachstumskurven der fünf von uns untersuchten Haiarten bis zur zuvor errechneten Körperlänge des Megalodon von rund 16 Metern übertragen konnten“, so Cooper.
Das Ergebnis legt nun nahe, dass ein 16 Meter langer Otodus megalodon wahrscheinlich eine Kopflänge von 4,65 Metern, eine Rückenflossenhöhe von 1,6 Metern und eine Schwanzflossenhöhe von 3,85 Metern erreichte.
Laut den Wissenschaftlern und Wissenschaftlerinnen stellt die Rekonstruktion der anatomischen Proportionen des Megalodon einen wichtigen Schritt hin zu einem besseren Verständnis der Physiologie des Urzeitgiganten dar, wie sie eventuell auch zu dessen Aussterben beigetragen haben könnten.
Quelle: University of Bristol
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RE: Megalodon:
in Ausserordentliche Wesenheiten 26.02.2021 16:31von Adamon • Nexar | 15.944 Beiträge
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Urzeithai: Der Megalodon war selbst gegenüber Zeitgenossen übergroß:
Die Grafik zeigt die Verteilung der Maximalgröße aller 70 bekannten fleischfressenden Makrelenhaiarten (Lamnidae). Heute noch lebende Arten sind grau, ausgestorbene Arten schwarz dargestellt. Ein erwachsener Taucher ist zu Vergleichszwecken rot abgebildet. Auffallend ist, dass Otodus megalodon mit einer Körperlänge von 15 Metern sich auch von seinen Zeitgenossen deutlich absetzt.
Copyright/Quelle: Kenshu Shimada / DePaul University
Chicago (USA) – Mit einer Körperlänge von rund 16 Metern und mehr übertraf der vermutlich seit rund drei Millionen Jahren ausgestorbene Urzeithai „Otodus megalodon“ die größten heute lebenden Haiarten um mehr als das Doppelte. Das der Megalodon aber auch schon zu Lebzeiten unverhältnismäßig groß war, zeigt nun eine aktuelle Analyse anderer zeitgenössischer Haie.
Wie das Team um Professor Kenshu Shimada von der DePaul University aktuell im Fachjournal „Historical Biology“ (DOI: 10.1080/08912963.2020.1812598) berichtet, haben sie heute noch lebende und bereits ausgestorbenen Arten der sogenannten Makrelenhaie (sog. Lamnidae, zu denen trotz der enormen Größenunterschiede auch der Megalodon zählt) untersucht und dabei festgestellt, dass Otodus megalodon nicht nur heutige große Haie, sondern auch seine ebenfalls ausgestorbenen Zeitgenossen sprichwörtlich in den Schatten stellt.
Während es die größte der heute noch lebenden fleischfressenden Haiarten, der sogenannte Weiße Hai (Carcharodon carcharias), auf eine Körperlänge von rund 6 Metern bringt, erreichte „Meg“ mit rund 16 Metern die Länge eines Linienbusses.
Während die größten heute lebenden Haie in Form des berühmten Weißen Hai eine Länge von etwas mehr als 6 Metern und eine Beißkraft von zweit Tonnen erreichen können, kann die tatsächliche Größe des Megalodon (Otodus megalodon) nur noch geschätzt werden. Der Grund hierfür liegt in dem Umstand, dass bislang nur versteinerte Zähne des Megalodon gefunden wurden. Doch allein diese belegen, dass “Meg” selbst seine heute noch lebenden größten Verwandten an Größe, Körpermasse und damit einhergehender Beißkraft um ein Vielfaches übertraf. Bisherige Rekonstruktionen des Megalodon auf der Grundlage der Zahnfunde (s. Abb.; Copyright: janeb13/pixabay.com) deuten daraufhin, dass der Urzeithai die Körperlänge eines heutigen Weißen Hais um mehr als das Doppelte übertraf und eine Bisskraft von über 10 Tonnen besaß. Zwar gibt es immer wieder Berichte über Sichtungen ungewöhnlich größer Haie, sowie bizarre Vorfälle, die selbst einige Forscher skeptisch machen, doch gilt der Megalodon allgemein als spätestens seit drei Millionen Jahren ausgestorben.
Da Haie keine Knochen, sondern ein Knorpel-Skelett besitzen, sind nur wenige Fossilien urzeitlicher Haie erhalten, weshalb auch die Einschätzung der einstigen Körperlängen erschwert wird. Die Körperlänge und Proportionen des Megalodon konnten bislang alleine anhand fossiler Zahnfunde des Urzeitriesen und Vergleichen mit noch lebenden Artverwandten ermittelt werden (…GreWi berichtete). Anhand ähnlicher Analysen konnten Shimada und Kollegen nun auch auf die Körperlängen anderer urzeitlicher Haiarten rückschließen.
Tatsächlich zeigen die Ergebnisse, dass auch viele heute ausgestorbenen andere Urzeithaiarten im Vergleich zu den meisten der heute lebenden Haie enorme Größen erreicht hatten, die allerdings die des heute noch lebenden Weißen Hais kaum übertrafen. Tatsächlich war also der Megalodon selbst zu Lebzeiten ungewöhnlich groß – übertraf er doch den nächstkleineren fossilen verwandten Hai um fast 7 Meter.
Der Grund für die Übergröße des Megalodon ist hingegen noch immer ebenso unklar, wie die Frage, warum der riesige Urzeithai (wenn…) überhaupt ausgestorben ist?
Quelle: DePaul University
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RE: Megalodon:
in Ausserordentliche Wesenheiten 26.02.2021 18:14von Adamon • Nexar | 15.944 Beiträge
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Urzeit-Riesenhai: Megalodon gebaren große Kannibalen:
Wachstumsbänder an fossilen Knochenfunden des riesigen Urzeithais Megalodon verweisen auf eine Lebensgröße von rund 9 Metern des mit etwa 46 Jahren verstorbenen Tieres, das bei der Geburt bereits rund 2 Meter groß gewesen sein muss.
Copyright: DePaul University/Kenshu Shimada
Chicago (USA) – Neuste Knochenanalysen des urzeitlichen Riesenhais Megalodon (Otodus megalodon) offenbaren Wachstumsring-artige Strukturen, die auf eine bereits beachtliche die Geburtsgröße Meeresräuber hindeuten. Zudem ernährten sich die Riesenbabys vermutlich noch im Mutterleib von den Eiern seiner unausgereiften Geschwister.
Wie das Team um Kenshu Shimada von der DePaul University in Chicago aktuell im Fachjournal „Historical Biology“ (DOI: 10.1080/08912963.2020.1861608) berichtet, erreichte der Urzeit-Hai Megalodon eine Körperlänge von rund 16 Metern. Die neuen Analysen zeigen nun, dass schon Neugeborene größer waren als die meisten heute lebenden Menschen.
„Indem wir die Wachstumsparameter eines der größten Meeresraubtiere genauer kennen, können wir auch die evolutionäre Rolle, die große Räuber im Kontext der Entwicklung mariner Ökosysteme besser verstehen“, erläutert Shimada den Hintergrund der neuen Studie.
Tatsächlich liegen zum Otodus megalodon zwar zahlreiche Fossilfunde vor, doch die Biologie des heute als ausgestorben geltenden Meeresriesen ist nur bedingt nachvollziehbar.
Anhand von CT-Scans von Wirbelknochenfunden, die heute im Königlichen Museum für Naturwissenschaften in Belgien zu sehen sind, entdeckten die Forschenden Wachstumsbänder, die – ähnlich wie Baumringe – offenbar jährlich hinzuwuchsen.
Anhand dieser Knochen und im Vergleich zu den Proportionen heute noch lebender verwandter Haiarten – Großer Weiße Haie – konnten die Wissenschaftler nicht nur auf die einstige Gesamtkörperlänge des untersuchten Exemplars von rund 9 Metern rückschließen, sondern auch auf die Geburtsgröße des Exemplare von rund 2 Metern schließen. Eine derartige Körpergröße dürfte die Jungen schon mit der Geburt vor den Angriffen der meisten zeitgenössischen Räuber bewahrt haben.
Anhand der 46 Wachstumsbänder ergibt sich eine Geburtsgröße von rund 2 Metern. „Das Ergebnis legt nahe, dass Megalodon die größten Babys aller bekannten Haiarten zur Welt brachte“, berichten die Autoren. Die Analysen zeigen auch, dass die Tiere nach ihrer Geburt relativ stetig und nicht in Schüben anwuchsen und das über mindestens 46 Lebensjahre hinweg. Insgesamt, so vermuten die Forscher anhand der Vergleiche mit modernen Haiarten, dürfte Megalodon ein Lebensalter von mindestens 88 bis 100 Jahre erreicht haben können.
Zudem lege der Umstand, dass auch heutige verwandte Haiarten (sog. Makrelenhaiartige, Lamniformes) auch die Embryos des Megalodon im Körper des Muttertieres heranwuchsen, in dem sie sich darin von ungeschlüpften Geschwistereiern ernährten, eine kannibalistische Verhaltensweise, die als Oophagie bezeichnet wird
„Unsere Ergebnisse werfen ein neues Licht auf die Lebensgeschichte des Megalodon“, erläutert der Mitautor der Studie, Martin Becker von der William Paterson University in New Jersey. „Es zeigt uns nicht nur, wie die Urzeithaie wuchsen, sondern auch, wie sich die Embryonen ernährten, entwickelten und wie lange sie lebten.“
Quelle: Taylor & Francis
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RE: Megalodon:
in Ausserordentliche Wesenheiten 30.11.2022 10:28von Adamon • Nexar | 15.944 Beiträge
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Sah der Megalodon anders aus?
Symbolbild: Megalodon
Copyright: SarahRichterArt (via Pixabay.com) / Pixabay License
Riverside (USA) – Unsere Vorstellung davon, wie ausgestorbene Tiere eins aussahen, basiert meist ausschließlich auf Fossilienfunden und deren Rekonstruktionen. Dennoch prägen diese – oft unvollständigen – Vorstellungen unser Bild von besagten Arten. Das trifft auch auf unsere Vorstellungen vom urzeitlichen Riesenhai Megalodon zu. Eine neue Studie zeigt nun aber, dass diese Vorstellung nicht auf wissenschaftlichen Grundlagen beruht.
Wie Phillipe Sternes von der University of California – Riverside, Jake J. Wood und Kenshu Shimanda von der DePaul University aktuell im Fachjournal „Historical Biology“ (DOI: 10.1080/08912963.2021.2025228) berichten, liegen für eine genaue Rekosntruktion des Aussehens des Megalodon (Otodus megaldon) ausschließlich fossile Zahn- und Wirbelfunde vor – viel zu wenig um jenes Bild zu stützen, was wir vom „Meg“ allgemein haben, wenn wir uns einfach nur einen überdimensionierten Weißen Hai vorstellen.
Während die größten heute lebenden Haie in Form des berühmten Weißen Hai eine Länge von etwas mehr als 6 Metern und eine Beißkraft von zweit Tonnen erreichen können, kann die tatsächliche Größe Megalodon (Otodus megalodon) nur noch geschätzt werden. Der Grund hierfür liegt in dem Umstand, dass bislang nur versteinerte Zähne und wenige Wirbel des Megalodon gefunden wurden, da Haie zu den Knorpelfischen gehören und Knorpel sich nur schlecht erhält. Doch allein diese Funde belegen, dass der Megalodon selbst seine heute noch lebenden größten Verwandten an Größe, Körpermasse und damit einhergehender Beißkraft um ein Vielfaches übertraf. Bisherige Rekonstruktionen des Megalodon auf der Grundlage der Zahnfunde (s. Abb.; Copyright: janeb13/pixabay.com) deuten daraufhin, dass der Urzeithai die Körperlänge eines heutigen Weißen Hais um mehr als das Doppelte übertraf – man schätzt seine Körperlänge auf 16-20 Meter – und eine Bisskraft von über 10 Tonnen besaß. Zwar gibt es immer wieder Berichte über Sichtungen ungewöhnlich größer Haie, sowie bizarre Vorfälle, die selbst einige Forscher skeptisch machen, doch gilt der Megalodon allgemein als spätestens seit drei Millionen Jahren ausgestorben.
Der heute aller Wahrscheinlichkeit nach ausgestorbene Megalodon lebte vor 15 bis 3,6 Millionen Jahren und erreiche eine Länge von 16 bis 20 Metern. Außer Funden fossilierter Zähne und Wirbel liegen von dem Riesenhai bislang kaum fossile Funde vor – geschweige denn ein auch nur ansatzweise vollständiges Skelett. Grund hierfür ist der Umstand, dass es sich bei Haien um Knorpelfische handelt, deren Skelette sich nur schwer und selten erhalten.
Vor diesem Hintergrund gebe es bis heute „keine wissenschaftliche Grundlade, auf der frühere Studien zur Körperform des Megalodon gestützt oder widerlegt werden könnten“, so die Autoren der aktuellen Studie.
Typische Rekonstruktion eines 16 Meter großen Megalodon im Museo de la Evolución, in Puebla, México, auf der Grundlage von Zahn- und Wirbelfunden.
Copyright: Sergiodlarosa
Bislang basierten die Rekonstruktionen des Megalodon meist auf dem Aussehen heute lebender großer Weißer Haie. Diese sind teilweise warmblütig und gehören zu den Makrelenhaiartigen sog. Lamniformen, zu denen auch der Megalodon zählte, von dem Wissenschaftler ebenfalls ausgehen, dass er teilweise warmblütg war. Während Forschende früher davon ausgingen, dass diese Warmblütigkeit der Ausdehnung des Bewegungsradius diente, geht die Wissenschaft heute davon aus, dass sie die Schwimmgeschwindigkeit der Tiere erhöhte.
„Große Weiße Haie gehören zu den schnellsten Haien überhaupt“, stellt Sternes fest und führt dazu weiter aus: „Megalodons waren vermutlich ebenfalls große und sehr schnelle Haie, denen man im offenen Meer lieber nicht begegnet wäre.“
Obwohl es insgesamt acht Familien und 15 Arten lamniformer Haie gibt, nutzten frühere Studien hauptsächlich die fünf bekannten teils warmblütigen Formen dieser Arten und schlussfolgerten so auf durchschnittliche Flossen- und Körperform als grundlegendes Modell für das Aussehen des Megalodon.
Um nun aber zu überprüfen, ob sich diese warmblütigen Arten in irgendeiner speziellen Form vom Rest der Gattung unterscheiden, zu denen schließlich auch kaltblütige Haie gehören, nutzten die Wissenschaftler detaillierte Abbildungen aus wissenschaftlichen Bestimmungsbüchern für quantitative Vergleiche der Flossen-, Kopf- und Körperformen.
Hierbei fanden die Forscher kein allgemeingültiges Muster, dass es erlauben würde, bestimmte Körperformenunterschiede abzuleiten.
„Warmblütigkeit bedeutet keine Unterschiede in der Körperform von Haien“, attestiert Sternes. „Wir ermutigen deshalb auch alle anderen Haiforscher, die bisherigen Ideen über die Körperform des Megalodon zu überprüfen und weiterhin nach dem ultimativen Schatz, einem möglichst vollständig erhaltenen Megalodon-Fossil zu suchen.“
„Unsere Studie kann dem einen oder anderen vielleicht als eine Art wissenschaftlicher Rückschritt erscheinen“, kommentiert Sjimada abschließend. „Tatsächlich sind es aber Rätsel genau dieser Art, wie sie die Paläonthologie – also die Studie prähistorischen Lebens – zu einem so faszinierenden und spannenden Forschungsfeld macht.“
Recherchequelle: University of Califonia – Riverside
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RE: Megalodon:
in Ausserordentliche Wesenheiten 28.12.2022 01:57von Adamon • Nexar | 15.944 Beiträge
10 Gründe, warum der Megalodon noch am Leben sein könnte:
https://www.youtube.com/watch?v=COqyA72fH6M
Warum Megalodon die Antarktis mied:
https://www.youtube.com/watch?v=wQIbTTD27gg
Warum am Megalodon nichts normal war:
https://www.youtube.com/watch?v=Wsvp5og_7as
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RE: Megalodon:
in Ausserordentliche Wesenheiten 23.08.2025 22:49von Adamon • Nexar | 15.944 Beiträge
Der Megalodon lebt!
Anfang des 20. Jahrhunderts machten deutsche Fischer an Bord des Schiffes Seesturm in der Nordsee eine außergewöhnliche Entdeckung: einen lebenden Megalodon-Hai, ein Lebewesen, das seit Millionen von Jahren als ausgestorben galt. Als der gewaltige Schatten über ihrem Boot auftauchte, standen die Fischer vor einer gewaltigen Herausforderung.
Mit improvisierten Harpunen und starken Seilen lieferten sie sich einen erbitterten Kampf gegen den uralten Giganten. Allen Widrigkeiten zum Trotz gelang es ihnen, den Megalodon zu bezwingen und in den Hafen zu schleppen, wo sich seine Geschichte wie ein Lauffeuer verbreitete. Die zunächst skeptische Wissenschaftsgemeinde war von dem lebenden Fossil verblüfft.
Die Besatzung der Seesturm, einst ganz normale Fischer, wurde zur lokalen Legende.
Menschenmengen versammelten sich, um den Ehrfurcht gebietenden Megalodon zu bestaunen,
und die Fischer erlangten Ruhm und Reichtum.
Seine Begegnung mit dem prähistorischen Riesen hallte durch die Zeit und diente als Beweis für die unerwarteten Wunder, die unter dem riesigen und geheimnisvollen Meer lauerten.
Nicholas Jacques
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RE: Megalodon:
in Ausserordentliche Wesenheiten 31.12.2025 07:14von Adamon • Nexar | 15.944 Beiträge
https://www.grenzwissenschaft-aktuell.de...-und-schlanker/
Urzeit-Hai Megalodon war länger und schlanker:
Künstlerische Darstellung der früheren und kinogerechteren Vorstellung vom „Meg“ (Illu.).
Copyright: AI-Stuff (via Pixabay.com) / Pixabay License
Chicago (USA) – Funde gewaltiger Zähne und nicht zuletzt Hollywoods Monsterfilme haben zur Vorstellung vom Megalodon als schlicht gigantische Version eines Weißen Hais beigetragen. Die Wissenschaft zeichnet mittlerweile jedoch ein anderes Bild des gewaltigen Urzeit-Hais.
Basierend auf den Forschungsergebnissen der vergangenen Jahre und neuster Analysen, legt eine aktuell im Fachjournal „Palaeontologia Electronica“ (DOI: 10.26879/1502) veröffentlichte Studie nahe, dass der prähistorische Jäger einen deutlich längeren Körper hatte, der eher dem eines Zitronenhais oder sogar eines großen Wals ähnelte.
Knochenvergleiche mit heutigen Haiarten
Das internationale Forschungsteam um Professor Kenshu Shimada von der DePaul University hat eine neue Methode zur Schätzung der Körperlänge des Megalodons angewandt, die über die bisher üblichen Vergleiche mit Zahnfunden hinausgeht. „Durch die Untersuchung der Wirbelsäule des Megalodons und den Vergleich mit über 100 lebenden und ausgestorbenen Haiarten konnten genauere Proportionen für Kopf, Körper und Schwanz ermittelt werden.“
Die nun aktualisierten Forschungsergebnisse deuten darauf hin, dass der Megalodon (Otodus megalodon) eine Länge von etwa 24 Metern erreichte – ungefähr so lang wie zwei Schulbusse. Sein Gewicht könnte somit rund 94 Tonnen betragen haben, vergleichbar mit einem großen Blauwal. „Allerdings war sein Körper eher für energiesparendes Gleiten durch das Wasser ausgelegt als für dauerhaftes Hochgeschwindigkeitsschwimmen.“
Schlanker Jäger statt massiges Räubertier
Anstatt also einem übergroßen Weißen Hai zu ähneln, sah der Megalodon tatsächlich eher aus wie ein riesiger Zitronenhai (Negaprion brevirostris) – mit einem schlankeren, verlängerten Körperbau. Tatsächlich ergebe diese Form auch viel mehr Sinn für effiziente, haiartige Fortbewegung im Wasser.
Die überarbeiteten, vorläufigen Körperumrisse des ausgestorbenen Megalodon (Otodus megalodon) mit einer geschätzten Länge von 24,3 Metern (80 Fuß). Wichtige Hinweise: Die genaue Form, Größe und Position der meisten Flossen sind aufgrund des aktuellen Fossilbestands unbekannt. Ein erwachsener Mensch (Homo sapiens) ist zum Größenvergleich abgebildet, jedoch ist zu betonen, dass die beiden Arten niemals zeitgleich existierten.
Copyright: Kenshu Shimada / DePaul University
Während Weiße Haie über einen kompakten, torpedoförmigen Körper mit einem breiten, zum Schwanz hin spitz zulaufenden Mittelteil verfügen und so zu schnellen Sprints in der Lage sind, haben Zitronenhaie eine gleichmäßigere, längliche Körperform, die weniger abrupt ausläuft. Diese stromlinienförmige Struktur ermöglicht ein gleichmäßigeres, energiesparendes Schwimmen.
„Wie Flugzeuge oder olympische Schwimmer müssen auch Haie den Wasserwiderstand minimieren, um sich effizient fortzubewegen,“ erklärt Tim Higham, ein Biologe an der University of California in Riverside. „Man schwimmt mit dem Kopf voraus, weil das effizienter ist, als mit dem Bauch voran zu schwimmen. Die Evolution tendiert oft zu mehr Effizienz.“
Die Studie unterstreicht, dass große Meerestiere – seien es Haie, Wale oder ausgestorbene Meeresreptilien – ähnlichen Gesetzen der Physik folgen, wenn es um Körperproportionen geht. „Die Physik des Schwimmens setzt Grenzen dafür, wie massig oder gestreckt ein riesiges Raubtier sein kann,“ so Higham.
Megalodons Schwimmstil: Effizient, aber nicht blitzschnell
Zudem liefert die Studie auch neue Erkenntnisse darüber, wie sich der Megalodon bewegte. Während bislang umstritten war, ob er ein schneller Jäger oder eher ein langsamer Gleiter war, deuten die neuen Erkenntnisse auf eine Mischform hin. „Der Megalodon dürfte in einem moderaten Tempo geschwommen sein, konnte aber wohl kurze Sprints einlegen, um Beute zu fangen. Ständiges Hochgeschwindigkeitsschwimmen wäre jedoch aufgrund seiner enormen Energieanforderungen ineffizient gewesen.“
Die Ergebnisse legen auch nahe, dass Megalodon-Jungtiere bereits bei der Geburt fast vier Meter lang gewesen sein könnten – etwa so groß wie ein auswachsener Weißer Hai heute. Auf diese Weise wäre es durchaus möglich, dass Megalodon-Babys schon kurz nach der Geburt Meeressäuger jagten, vermuten die Forschenden.
Ein Schlüsselergebnis dieser Studie war die Identifikation des Zitronenhais als bestes modernes Vergleichsmodell für den urzeitichen Megalodon. „Im Gegensatz zum Weißen Hai hat der Zitronenhai eine gestrecktere Körperform.“ Als die Forscher die Proportionen eines Zitronenhais auf die geschätzte Länge des Megalodons hochrechneten, ergab sich eine nahezu perfekte Übereinstimmung.
Neue allgemeine Erkenntnisse zum Gigantismus im Tierreich
„Diese Forschung verfeinert nicht nur unser Bild vom Megalodon, sondern bietet auch einen Rahmen für das Studium der Auswirkungen von Größe auf die Fortbewegung mariner Lebewesen,“ so Professor Phillip C. Sternes von SeaWorld und San dem Bernardino Valley College in Kalifornien.
Neben einer neuen Vorstellung vom Megalodon liefert die Studie auch allgemeine Erkenntnisse darüber, warum nur bestimmte Tiere gigantische Ausmaße erreichen können.
„Gigantismus bedeutet nicht nur, größer zu werden – es erfordert auch die richtige Körperstruktur, um auf dieser Größe zu überleben. Der Megalodon war vielleicht eines der extremsten Beispiele dafür.“
Recherchequelle: DePaul University, University of California – Riverside
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RE: Megalodon:
in Ausserordentliche Wesenheiten 31.12.2025 11:29von Adamon • Nexar | 15.944 Beiträge
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Megalodon: Zähne offenbaren abwechslungsreichen Speiseplan des Urzeit-Riesenhais:
Frankfurt a. M. (Deutschland) – Chemische Schmelzanalysen von fossilen Zahnfunden des Urzeit-Riesenhais Megalodon (Otodus megalodon) widersprechen der weit verbreiteten Vorstellung von nur große Beute jagenden Riesenhai.
Ein Megalodon bei der Jagd nach unterschiedlichen Beutetieren (Illu.).
Copyright: grewi.de (erstellt mit KI)
Wie das internationale Forschungsteam unter der Leitung von Dr. Jeremy McCormack von der Goethe-Universität Frankfurt aktuell im Fachjournal „Earth and Planetary Science Letters“ (DOI: 10.1016/j.epsl.2025.119392) berichtet, ernährte sich „Meg“ nicht nur von anderen Räubern an der Spitze der Nahrungskette, sondern auch von anderen Meerestieren verschiedener Stufen der Nahrungspyramide.
Zu diesem Schluss kommen die Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen anhand von Zink-Vorkommen in fossilen Megalodon-Zähnen, die vor allem in gleich alten Gesteinsschichten in Sigmaringen und Passau gefunden worden waren, und die sie mit fossilen Zähnen anderer Fundorte und Zähnen heutiger Tiere verglichen haben.
Zink gelangt über die Nahrung in den Körper, wobei sich das leichtere Isotop Zink-64 stärker in Muskeln und Organen anreichert als das schwerere Zink-66. Raubfische, die andere Fische fressen, nehmen entsprechend weniger Zink-66 in ihr Gewebe auf. Tiere, die wiederum diese Raubfische jagen, speichern noch geringere Mengen an Zink-66. Die urzeitlichen Haie Otodus megalodon und Otodus chubutensis wiesen als Spitzenprädatoren daher das geringste Verhältnis von Zink-66 zu Zink-64 auf.
Der Megalodon war der größte Raubfisch, den die Erdgeschichte je sah: Mit bis zu 24 Metern war der Otodus megalodon länger als ein Lkw mit Anhänger, seine knapp 100 Tonnen Gewicht machten ihn mehr als doppelt so schwer. Das große Maul war mit handgroßen, dreieckigen Zähnen bestückt und konnte mit der Kraft einer hydraulischen Industriepresse zubeißen. Vor 20 bis 3 Millionen Jahren durchpflügte er die Weltmeere, immer wieder auf der Suche nach Beute, denn gewaltig wie seine Dimensionen war wohl sein Kalorienbedarf: Schätzungen zufolge benötigte er rund 100.000 Kilokalorien pro Tag. Die nahm er – so eine verbreitete wissenschaftliche Annahme – überwiegend in Form von Walen zu sich. (Quelle: Goethe-Universität Frankfurt)
Doch auch ohne Wale auf dem Meg-Menü musste der Urzeit-Hai nicht hungern, hatte der Megalodon doch ein deutlich breiteres Beutespektrum als bisher vermutet.
„Da wir nicht wissen, wie das Verhältnis der beiden Zink-Isotope an der Basis der Nahrungspyramide aussah, haben wir die Zähne verschiedener prähistorischer und heutiger Hai-Arten miteinander und mit weiteren Tierarten verglichen und konnten so einen Eindruck von den Räuber-Beute-Beziehungen vor 18 Millionen Jahren erhalten“, erläutert McCormack.
Der Wissenschaftler erläutert weiter: „Meerbrassen, die sich von Muscheln, Schnecken und Krebsen ernährten, bildeten die niedrigste Stufe der von uns untersuchten Nahrungskette. Dann folgen zunächst kleinere Haiarten wie Requiemhaie sowie Ahnen unserer heutigen Wale, Delfine und weiterer Walarten. Größere Haie wie beispielsweise Sandtigerhaie standen noch weiter oben in der Nahrungspyramide, und die Spitze besetzen große Haie wie Araloselachus cuspidatus und die Otodus-Haie, zu denen Megalodon zählt.“
Scharf abgrenzen von den unteren Stufen der Pyramide lassen sich die Otodus-Haie jedoch nicht, hebt McCormack hervor: „Megalodon war durchaus flexibel genug, um sich von Meeressäugern und großen Fischen zu ernähren – je nach Verfügbarkeit sowohl von der Spitze der Nahrungspyramide als auch von den unteren Stufen.“
Die Vorstellung von einer strikt auf Meeressäuger spezialisierte Ernährungsweise von Otodus-Haien müsse daher revidiert werden, so der Paläontologe: „Unsere Untersuchung zeichnet von Megalodon eher das Bild eines ökologisch vielseitigen Generalisten.“
So zeigen Vergleiche zwischen den Fossilien von Sigmaringen und Passau, dass letztere Individuen mehr Beutetiere aus tieferen Etagen der Nahrungspyramide gefressen hätten. Das wiederum deutet auf regionale Unterschiede im Beutespektrum oder zeitlich bedingte Änderungen der Beuteverfügbarkeit hin.
Sehr zufrieden ist McCormack mit den übergreifenden Ergebnissen des recht neuen Zink-Analyseverfahrens der Zähne, das nicht nur bei prähistorischen Hai- und Walarten schlüssige Ergebnisse lieferte, sondern auch bei Pflanzen fressenden Ur-Nashörnern und sogar heutigen Haiarten. „Diese Methode kann uns viele weitere spannende Einblicke in die Lebensweise prähistorischer Tiere geben und Hinweise geben, wie sich die Meeresgemeinschaften im Laufe der geologischen Zeit verändert haben. Vor allem aber hat sie uns gezeigt, dass auch ‚Superfresser‘ nicht vor dem Aussterben gefeit sind“, fügt Kenshu Shimada, Paläobiologe an der DePaul University in Chicago und Mitautor der Studie hinzu. Schon zuvor hatten frühere Studien nahegelegt, dass das Auftreten des modernen Weißen Hais zumindest teilweise für das Aussterben von Otodus megalodon verantwortlich sein könnte.
Recherchequelle: Goethe-Universität Frankfurt
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