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Maria Magdalena:

in Die Christ-Welt: 25.06.2012 05:04
von Adamon • Nexar | 13.573 Beiträge

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Maria Magdalena:



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"Die Erlösung kann nicht verdient, nur empfangen werden, - darum ist sie die Erlösung". -

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zuletzt bearbeitet 25.10.2014 07:18 | nach oben springen
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RE: Maria Magdalena:

in Die Christ-Welt: 17.07.2016 05:20
von Adamon • Nexar | 13.573 Beiträge

http://www.grenzwissenschaft-aktuell.de/...gleich20160613/


Auf diesem Gemälde von Fra Angelico (1440) begegnet Maria Magdalena als erste dem auferstandenen Jesus.
Copyright: Gemeinfrei
Vatikan – Auf ausdrücklichen Wunsch von Papst Franziskus wird mit ihrem kommenden Gedenktag der Heiligen Maria Magdalena, jeweils am 22. Juli, den Aposteln gleichgestellt. Neben der Aufwertung und Wertschätzung der Rolle von Frauen in der römisch-katholischen Kirche will der Papst mit diesem Schritt nicht zuletzt auch das kirchliche Nachdenken über die Würde der Frau anregen.

Schon Thomas von Aquin (1225-1274) bezeichnete Maria Magdalena als „Apostolin der Apostel“, schließlich folgte sie Jesus nicht nur bis zum kreuz, sondern wurde nach Angaben des Johannes-Evangeliums auch zur ersten Zeugin seiner Auferstehung, zitiert das Schreiben der Gottesdienstkongregation und erklärt damit die Aufwertung der Heiligen. Si sei es auch gewesen, die den verzagten Aposteln die Frohe Botschaft von Jesu Auferstehung brachte. Maria Magdalena sei damit das entscheidende „fhelender Bindeglied“ zwischen der Karfreitags-Bestürzung und dem Osterjubel, zitiert „Radio Vatikan“ aus dem Schreiben. Mit einem Dekret vom 3. Juni namens „Apostola Apostolorum“ habe der Papst entschieden, sie – zumindest was den Rang ihres Gedenkens im Heiligenkalender betrifft – den Aposteln gleichzustellen.

Das Staatsradio des Vatikan führt weiter erläuternd aus: „Maria Magdalenas Fest bleibt der 22. Juli, auch die Texte in Messfeier und Stundenbuch bleiben. Besonders ist, dass nun ein eigener Präfations-Text hinzu kommt: dies ist der Fall nur bei wenigen anderen Heiligen. So haben alle Apostel bis auf Petrus und Paulus dieselbe Präfation; im deutschen Messbuch haben ausschließlich Elisabeth von Thüringen und Hedwig eine eigene. Die Messbücher werden angepasst, wie das von Kardinal Robert Sarah, Präfekt der Liturgiekongregation, unterzeichnete Dekret festlegt. Maria Magdalena wird in dem lateinischen Text ausdrücklich als ‚Paradigma für das ministerium von Frauen in der Kirche‘ vorgestellt; ‚ministerium‘ bedeutet zunächst ‚Dienst‘, aber auch die Übersetzung ‚Amt‘ schwingt da in manchen Sprachen durchaus mit. Der neugefasste Text der Präfation (also der einleitenden Worte zum Hochgebet an ihrem Fest) formuliert, Christus habe Maria Magdalena ‚den Aposteln gegenüber mit dem Apostelamt geehrt‘. In diesem Fall fällt nicht das Wort ‚ministerium‘, sondern ‚officium‘. Den offiziellen deutschen Wortlaut dieser Präfation müssen die Bischofskonferenzen deutscher Sprache in Zusammenarbeit mit Rom erst noch erstellen.“

In dem Begleitschreiben weist Erzbischof Arthur Roche, Sekretär der Liturgiekongregation, darauf hin, dass der „aktuelle kirchliche Kontext“ dazu aufrufe, „tiefer über die Würde der Frau“ nachzudenken. „Maria Magdalena ist das Beispiel einer wahren, authentischen Verkünderin der Frohen Botschaft: einer Evangelistin, die die frohmachende, zentrale Botschaft von Ostern verkündet.“

„Sicher ist, dass Maria Magdalena zum Kreis der Jünger Jesu gehörte“, so Roche in seinem aktuellen Schreiben und erläutert weiter, „dass sie ihm bis zum Kreuz folgte und dass sie im Garten, in dem das Grab Jesu war, zur ersten Zeugin der göttlichen Barmherzigkeit wurde“. In dieser Gartenszene will der Erzbischof sogar eine Parallele zum Garten Eden erkennen: „Maria Magdalena rückt in dieser Perspektive in den Rang einer neuen Eva. Üblicherweise wird dieser Vergleich zur Stammmutter Eva eher mit Maria, der Mutter Jesu, angestellt.“

Darüber hinaus beton Roche in seinen Erläuterungen ausdrücklich den Apostelrang von Maria Magdalena: „Sie ist Zeugin des auferstandenen Christus und verkündet die Botschaft von der Auferstehung des Herrn, wie die übrigen Apostel. Darum ist es richtig, dass die liturgische Feier dieser Frau denselben Grad eines Festes erhält wie die Feiern der Apostel im Römischen Generalkalender.“

Neben ihrer Rolle als „Sünderin“ oder gar „Prostituierte“, ranken sich um Maria Magdalena zahlreiche Mythen, Spekulationen bis hin zu Verschwörungstheorien. Aus ihrer großen Nähe zu Jesus, leiten schon die gnostischen Evangelien dir Vorstellung von Maria Magdalena als Gefährtin Jesu ab. Tatsächlich gehörte sie zu den Frauen, die Christus nachfolgten und für seinen und der Jünger Unterhalt sorgten. Gemeinsam mit den anderen Frauen folgte sie ihrem Herrn nach Jerusalem, sah bei dessen Kreuzigung von weitem zu, half beim Begräbnis und entdeckte am Ostermorgen das leere Grab. Nachdem sie hiervon den Jüngern berichtet hatte, begegnete der Auferstandene ihr als erstes und trug ihr die Auferstehungsbotschaft an die Jünger auf.

Zum Thema

Zur populären gnostischen Vorstellung von Maria Magdalena als Gefährtin oder gar Ehefrau Jesu‘, deren gemeinsame Nachfahren in Frankreich das Geschlecht der Merowinger begründet haben sollen, trugen vornehmlich das von den meisten Kirchenhistorikern jedoch abgelehnte Sachbuch „The Holy Blood and the Holy Grail“ (dt.: Der Heilige Gral und seine Erben) von Henry Lincoln, Michael Baigent und Richard Leigh und der auf dieser Vorlage basierende Weltbestseller von Dan Brown „Sakrileg“ bei.


Im weltberühmten „Abendmahl“ von Leonardo da Vinci sehen Vertreter der Theorie eines verheirateten Jesus einen Hinweis darauf, dass auch das Renaissance-Genie von Maria Magdalena als Gefährtin Jesu ausging und diese sogar zu seiner Rechten abgebildet hatte (6. v. l.). Kirchenhistoriker deuten diese Person (die für den Betrachter links neben Jesus sitzt) als Johannes dem „Lieblingsjünger“. Kritiker dieser konservativen Deutung verweisen jedoch auf dessen auffallend weibliche Züge und sogar einen weiblichen Brustansatz.
Copyright: Public Domain

Zuletzt sorgte die Frage, ob Maria Magdalena tatsächlich Jesu‘ Gefährtin war, durch die Entdeckung eines Papyrusfragments des sogenannten „Evangeliums der Ehefrau Jesu“ für kontroverse Diskussionen nicht nur über die darin gemachte Aussage sondern schlussendlich auch über die Echtheit des Papyrus und dessen Wert als historische Quelle.


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#3

RE: Maria Magdalena:

in Die Christ-Welt: 17.10.2017 10:22
von Adamon • Nexar | 13.573 Beiträge

https://www.grenzwissenschaft-aktuell.de...alena201709015/

Forscher rekonstruieren Schädelreliquie der Maria Magdalena:


Das Reliquiar der Heiligen Maria Magdalena in der Basilika von Saint-Maximin-la-Sainte-Baume.
Copyright: Public Domain
Versailles (Frankreich) – Von den einen als Sünderin und Hure verschriehen, von anderen als jene, der der auferstandene Jesus als erster erschien, verehrt und die deshalb als “Apostelin der Apostel” und sogar als Gefährtin Jesu gehandelt wird, gilt Maria Magdalena als eine, wenn nicht sogar die kontroverseste Frauengestalt der Bibel. Französische Wissenschaftler haben nun anhand einer angeblichen Schädelreliquie das Gesicht der Frau zum Schädel rekonstruiert.

Wie National Geographic berichtet, befindet sich die Reliquie in der Krypta der Kathedrale von Saint-Maximin-la-Sainte-Baume in Südfrankreich. Anhand von mehr as 500 Aufnahmen gelang es Philippe Charlier von der Université de Versailles und dem visuell-forensisch arbeitenden Künstler Philippe Froesch ein 3D-Modell des Schädels zu erstellen, das fortan als Grundlage für eine klassische forensische Gesichtsrekonstruktion diente.

Dabei ging es den Forschern aktuell noch nicht darum, den Beweis dafür zu erbringen, dass es sich bei dem Schädel tatsächlich um den der biblischen Maria Magdalena handelt, sondern darum, diesem Schädel buchstäblich ein Gesicht zu verleihen. Während die Wissenschaftler die Haarfarbe anhand von Haaren an der Reliquie bestimmt werden konnte, basieren Gewicht und der Gesichtsausdruck der Rekonstruktion auf der künstlerischen Freiheit der Forscher.

Hintergrund
Die Legende der Maria Magdalena in Saint-Maximin-la-Sainte-Baume

Glaubt man einer christlichen Legende, so gibt es einen Grund, warum die Gebeine der Maria Magdalena in dem südfranzösischen Städtchen aufbewahrt werden: Nachdem Maria Magdalena im Hause des Simons des Aussätzigen Jesus begegnete und ihm hier die Füße gewachsen und mit ihrem langen Haar getrocknet hatte, war sie es u.a. auch, die am Kreuz ausharrte, die Auferstehung miterlebte und der der Auferstandene als erstes erschienen sein soll.

Die Legende berichtet weiter, dass Maria Magdalena später gemeinsam mit Martha und Maria von Bethanien, Lazarus, Maximin und weiteren Christen in einem Boot ohne Ruder und Segel auf dem Meer ausgesetzt wurde und auf diese Weise – und gelenkt von göttlicher Fügung – im heutigen Saintes-Maries-de-la-Mer in der Camargue landeten. Während Maximin und die anderen auszogen, das Christentum zu predigen, soll Maria Magdalena auf göttlichen Geheiß dem Fluss Huveaune gefolgt schließlich nach Sainte-Baume gekommen sein, wo Engel ihr eine Grotte angewiesen hätten. Hier soll sie dreißig Jahre lang ohne Nahrung verbracht und sich lediglich von himmlischer Musik ernährt haben, die vom Gipfel des Massivs erklang. Täglich siebenmal sollen Engel sie zum Gebet auf den Gipfel, der heute als Saint-Pilon bezeichnet wird, getragen haben. Noch heute kann die Grotte und eine Wallfahrtskapelle auf dem Grat in über 940 Metern Höhe besucht werden.



Das Reliquiar der Heiligen Maria Magdalena in der Basilika von Saint-Maximin-la-Sainte-Baume.
Copyright: Public Domain

Gestorben sei die Heilige jedoch auf ihrem Weg auf der Via Aurelia, wo sie von Maximin sterbend gefunden worden sein soll. Maria Magdalena soll dann in einem Mausoleum beigesetzt worden sein, das später mit der heutigen Kathedrale bzw. Basilika überbaut wurde. Die Krypta aus der Merowingerzeit (bis 751) geriet jedoch nach deren Herrschaft schnell in Vergessenheit, da sie zum Schutz vor den Sarazenen mit Sand verschüttet wurde.

1279 ließ Prinz Charles von Salerno nach dem Grab der Heiligen suchen und entdeckte unter der Kapelle angeblich vier Särge – einer davon, so verkündete es eine Inschrift – mit den Gebeinen der “Benoiste Magdalaine”, die sodenn von der Kirche als Reliquie der Maria Magdalena anerkannt wurden.

Bis heute ist das Reliquiar in Form einer vergoldeten Bronzebüste zu sehen, deren Gesichtsteil aufgeklappt werden kann und dahinter den von einer Glasscheibe geschützt platzierten Schädel zeigt (s. Abb.). Besondere Verehrung erfährt hinzu ein mumifizierter Geweberest mit Haaransatz, der Gläubigen als jene Stelle gilt, , auf die Jesus am Auferstehungsmorgen seine Hand gelegt haben soll und der sich bei einer Inspektion der Reliquie im Jahre 1789 von der Stirn des Schädels gelöst hatte.

Zukünftig hoffen die Forscher auf die Genehmigung, auch den Schädel selbst weiterführend untersuchen zu dürfen. Bislang ist dieser hinter eine Glasscheibe verwahrt und wurde zuletzt 1974 untersucht. Mittels einer C-14-Datierung könnte das Alter und mit Hilfe einer DNA-Analyse die geografische Herkunft des Schädels bestimmt werden, den die Forscher einer zum Todeszeitpunkt etwa 50 jährigen Frau aus dem Mittelmeerraum zuordnen. Bislang hat die katholische Kirche entsprechende Untersuchungen jedoch noch nie genehmigt.

© grenzwissenschaft-aktuell.de


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