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#1

Voynich-Manuskript:

in Mythologie & Weltgeschichte 12.03.2013 14:44
von Adamon • Nexar | 14.271 Beiträge

http://grenzwissenschaft-aktuell.blogspo...anuskripts.html

Sao Paulo (Brasilien) - Sprachstatistiker haben sich mit einer neuen statistischen Analysemethode für Texte dem sogenannten Voynich-Manuskript angenommen - einem rund 400 Jahre alten Buch, angefüllt mit vermeintlich botanischen, astronomischen und anatomischen Abbildungen, das in einer bislang unbekannten Schrift verfasst wurde und bis heute nicht entziffert werden konnte. Tatschlich wurden die Forscher fündig und präsentieren erstmals mögliche Schlüsselwörter als Ansatz zur Entzifferung des oft schon als "unlesbare" bezeichneten Buches.

Während schon zuvor erfolgreich statistische Methoden angewandt wurden, um Muster in umfangreichen Texten zu identifizieren, wurde bislang noch nie der Versuch unternommen, die Eigenschaften sprachstatistischer Messungen über unterschiedliche Sprachen und Texte hinweg zu untersuchen.

Wie das Team aus deutschen und brasilianischen Wissenschaftlern, darunter Diego R. Amancio von der Universidade de Sao Paulo (USP), Eduardo G. Altmann vom Max-Planck-Institut für Physik komplexer Systeme (MPIPKS) und Diego Rybski vom Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung (PIK) vorab auf "arxiv.org" berichten, basiert ihre Arbeit der Grundlage der Bestimmung der Frage, ob ein Text, dessen Bedeutung zunächst unbekannt ist, mit einer natürlichen Sprache kompatibel ist und welcher Sprache er am nächsten steht.

Nachdem die Analysemethode anhand von 15 Sprachversionen des Neuen Testaments und anderer Werke in Englisch und Portugiesisch als nützlich und zielführend bestätig werden konnte, wandten sich die Forscher dann in einer gesonderten Fallstudie dem Voynich-Manuskript zu, dessen vollständiger Inhalt bis heute derart rätselhaft erscheint, dass einige Forscher sogar vermuten, dass es sich bei dem ganzen Werk um einen zeitgenössischen Schwindel ohne jeglichen wirklichen Sachinhalt bzw. eine reine Phantasiesprache handelt.


Schlüsselwörter des Neuen Testaments in Portugiesisch, Englisch und Deutsch im Vergleich zu den nun für das Voynich-Manuskript identifizierten Schlüsselwörtern (l.). | Copyright: Diego R. Amancio et al.

Das Ergebnis widerspricht dieser Theorie, ist die mittelalterliche Schrift doch tatsächlich "mit natürlichen Sprachen kompatibel, aber inkompatibel mit rein zufällig erzeugten Texten". Zudem sei es gelungen, so die Forscher weiter, Kandidaten für Schlüsselwörter im Voynich-Manuskript zu identifizieren (s. Abb.), die bei einer zukünftigen Entzifferung des Textes behilflich sein könnten.

http://arxiv.org/abs/1303.0347

http://grenzwissenschaft-aktuell.blogspo...ere-studie.html

Manchester (England) - Ein rund 400 Jahre altes Buch, das sogenannte "Voynich-Manuskript, ist angefüllt mit vermeintlich botanischen, astronomischen und anatomischen Abbildungen jedoch in einer bislang unbekannten Schrift und Sprache verfasst, die sich bis heute jeglichen Bemühungen einer Entzifferung widersetzt hat. Jetzt glauben auch zwei englischer Wissenschaftler Hinweise dafür gefunden haben, dass dem "unlesbaren Buch" eine natürliche Sprache zugrunde liegt.

Wie Marcello A. Montemurro und Damián H. Zanette von der University of Manchester aktuell im Fachjournal "PLoS One" (DOI:10.1371/journal.pone.0066344) berichtet, sei die Verteilung der Wörter mit der natürlicher Sprachen vergleichbar, weswegen der Text auch denn auch tatsächlich wirkliche Inhalte und Botschaften enthalten könnte.

Über diese Inhalte können die Forscher indes auf der Grundlage seiner Untersuchung keine Aussagen treffen, da er das Voynich-Manuskript lediglich anhand der digitalen Transkript-Variante des Manuskripts, des sog. "European Voynich Alphabet" (EVA) untersucht hat.

Montemurro und Zanette kommen zu dem Ergebnis, dass es im Manuskript - ganz wie in einer natürlichen Sprache - Wörter gibt, die gleichmäßig im gesamten Text verteilt auftauchen. Zudem gäbe es auch Wörter, die nur in ganz bestimmten Abschnitten des Manuskripts zu finden sind, wo sie gemeinsam mit anderen Wörtern stehen, die ebenso an keiner anderen Stelle des Texts verwendet werden. Für den Forscher sind es denn auch genau diese Wörter, die in Texten natürlicher Sprachen die meisten Informationen beinhalten. Auch fänden sich morphologische Ähnlichkeiten angesichts von Begriffen, die gemeinsam und auch nur in einem Abschnitt auftauchten. Alles dies, so Montemurro gegenüber der BBC, belege eine signifikante sprachliche Struktur.

Interessant seien zudem auch inhaltliche Verbindungen zwischen verschiedenen Teilen des Manuskripts: Bestimmte Wörter, dies zeige eine linguistischen Struktur, tauchen demnach sowohl in einem mit kräuterartigen Illustrationen bebilderten Abschnitt auf dann aber auch in einem Teil, den Forscher pharmakologisch deuten.

Erst im vergangenen März (2013) berichteten deutsche und brasilianische Wissenschaftler, im Voynich-Manuskript mit einer neuen statistischen Analysemethode erstmals Schlüsselwörter als Ansatz zur Entzifferung identifiziert zu haben (...wir berichteten). Auch sie stellten fest, dass das Voynich-Manuskript "mit natürlichen Sprachen kompatibel, aber inkompatibel mit rein zufällig erzeugten Texten" sei. Zudem, so berichteten damals Diego R. Amancio von der Universidade de Sao Paulo (USP), Eduardo G. Altmann vom Max-Planck-Institut für Physik komplexer Systeme (MPIPKS) und Diego Rybski vom Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung (PIK), sei es gelungen, Kandidaten für Schlüsselwörter im Voynich-Manuskript zu identifizieren, die bei einer zukünftigen Entzifferung des Textes behilflich sein könnten


Beispielseite aus dem Voynich-Manuskript. | Copyright: gemeinfrei


. - Was Du aufdeckst, - offenbart sich . -

"Die Erlösung kann nicht verdient, nur empfangen werden, - darum ist sie die Erlösung". -

"Es ist alles Illusion, - was nicht aus mir selber spricht,
- denn es ist ein Zusatz, - dieses Eine nicht". -

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#2

RE: Voynich-Manuskript:

in Mythologie & Weltgeschichte 11.02.2014 20:12
von Adamon • Nexar | 14.271 Beiträge

http://grenzwissenschaft-aktuell.blogspo...-forschung.html

Austin (Texas) - Ein bis zu 500 Jahre altes Buch, das sogenannte "Voynich-Manuskript, ist angefüllt mit vermeintlich botanischen, astronomischen und anatomischen Abbildungen jedoch in einer bislang unbekannten Schrift und Sprache verfasst, die sich bis heute jeglichen Bemühungen einer Entzifferung widersetzt hat. Während Kritiker vermuten, dass es sich lediglich um einen Schwindel handelt, versuchten sich andere Forscher bislang hauptsächlich über Schriftvergleiche und Kryptografie an der Entzifferung des "Voynich-Codes". Jetzt haben sich zwei US-Forscher der Pflanzendarstellungen angenommen und glauben, so einige Teile des Voynicht-Rätsels lüften zu können.

Wie Dr. Arthur O. Tucker, Prof. emeritus und Direktor des Claude E. Phillips Herbariums an der Delaware State University und der ehemalige NASA-Wirtschaftsinformatiker Rexford H. Talbert in der aktuellen Ausgabe des Fachjournals "HerbalGram" des American Botanical Council berichten, gingen bisherige Interpretationen des Manuskripts stets davon aus, dass das Buch in Europa oder Asien und damit der sog. Alten Welt entstand.


Anhand einer neuen Analyse der botanischen Illustrationen und Vergleichen mit der zur Entstehungszeit des Voynich-Manuskripts zwischen 1576 und 1612 bekannten geografischen Verbreitung von Pflanzen, stießen die Forscher zunächst auf auffallende Ähnlichkeiten einer im Voynich-Manuskript abgebildeten Pflanze wie sie auch schon im aztektisch-mexikanischen Codex Cruz-Badianus von 1552 dargestellt wurde (s. Abb.). Die auch als "Libellus de Medicinalibus Indorum Herbis" bekannte Schrift, ist ein aus dem Indianischen übersetzten Kräuterbuch der Pflanzenheilkunde und gilt als erster medizinischer Text der Neuen Welt.

Nach dieser ersten Identifikation gelang es dem Forscherduo weitere 37 Pflanzen, 6 Tiere und ein Mineral amerikanischen Arten zuzuordnen, wie sie sich hauptsächlich im postkolumbianischen Neuspanien und den angrenzenden Regionen bekannt waren.


Damit stützen die Autoren ihre nun dargelegte Theorie, wonach auch die Kalligrafie des Voynich-Manuskript der des ebenfalls aztekischen Codex Osuna (1563-1566) gleicht. Im Manuskript selbst wollen die Forscher denn sogar Lehnwörter für Tiere und Pflanzen gefunden haben, die den klassischen Sprachen Nahuatl, Spanisch, Taino und Mixtec und einigen prä-kolumbianischen Sprachen entliehen wurden und vermuten deshalb, dass es sich beim Voynich-Text selbst um einen mittlerweile ausgestorbenen Dialekt handelt.

Doch auch nach der Analyse der beiden Forscher und ihrer erfolgreichen Zuordnung bleibt der Großteil des Voynich-Manuskritpts weiterhin unverstanden. Angesichts der neuen Entdeckung zeigen sich nun jedoch auch andere Voynich-Forscher zuversichtlich, dass in naher Zukunft weitere Teile entziffert werden können.

http://cms.herbalgram.org/herbalgram/iss...56b51a888aed029


Übereinstimmende Details in den Darstellungen der Pflanze Ipomoea murucoides im Codex Cruz-Badianus (o.) und im Voynich-Manuskript (u.). | Quelle: Tucker u. Talbert, cms.herbalgram.org


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#3

RE: Voynich-Manuskript:

in Mythologie & Weltgeschichte 25.02.2014 04:36
von Adamon • Nexar | 14.271 Beiträge

http://www.heise.de/tp/artikel/28/28719/1.html




Eine der von Bax dekodierten Abbildungen und Beschriftung aus dem Voynich-Manuskript. | Copyright/Quelle: Stephen Bax


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#4

RE: Voynich-Manuskript:

in Mythologie & Weltgeschichte 28.10.2014 22:04
von Adamon • Nexar | 14.271 Beiträge
zuletzt bearbeitet 10.12.2014 09:45 | nach oben springen
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#5

RE: Voynich-Manuskript:

in Mythologie & Weltgeschichte 13.02.2017 19:48
von Adamon • Nexar | 14.271 Beiträge

http://www.grenzwissenschaft-aktuell.de/...ternis20170202/

Weiterer Erfolg bei der Entzifferung des Voynich-Manuskripts? Astronom identifiziert Darstellung historischer Sonnenfinsternis:


Stellt diese Abbildung die Sonnenfinsternis vom 15. April 1409 dar?
Copyright: Gemeinfrei
Morelos (Mexiko) – Bis heute bewahrt das sogenannte Voynich-Manuskript das Geheimnis über seinen Autor und Inhalt in bislang unentschlüsselter Form für sich und gilt deshalb den einen als „unlesbares Buch“ voller Rätsel, anderen als sinnloser mittelalterlicher Schwindel. Durch die Identifizierung der Darstellung einer historischen Sonnenfinsternis hat nun ein mexikanischer Astronom eine frühere Interpretation zahlreicher Buchstaben und Wörter und zugleich dessen Datierung ins 15. Jahrhundert bestätigt. Damit mehren sich die Beweise dafür, dass das „unlesbare Buch“ tatsächlich Sachinhalte vermittelt.

Beim Voynich-Manuskript handelt es sich um ein rund 500-600 Jahre altes Buch. Es ist angefüllt mit vermeintlich botanischen, astronomischen und anatomischen Abbildungen, jedoch in einer bislang unbekannten Schrift und Sprache verfasst, die sich bislang jeglichen Bemühungen einer Entzifferung widersetzt hatte. Während Kritiker vermuten, dass es sich lediglich um einen Schwindel handelt, versuchten sich andere Forscher bislang hauptsächlich über Schriftvergleiche und Kryptografie an der Entzifferung des „Voynich-Codes“.

Wie der Präsident der mexikanischen Astronomischen Gesellschaft Urania (Sociedad Astronómica Urania, SAU), Andrés Eloy Martínez Rojas, gegenüber „La Jornada“ berichtet hat, enthalte das Voynich-Manuskript nicht nur eine astronomische Beschreibung sondern auch die Datumsangabe der von der Nordküste Südamerikas bis über Nordeuropa aus sichtbaren, ringförmigen Sonnenfinsternis vom 15. April 1409.

Grundlage von Martínez Rojas‘ Entdeckung bildet die 2014 von dem Sprachwissenschaftler Professor Stephen Bax von der University of Bedfordshire veröffentlichte Entzifferung des Voynich-Manuskritpts anhand einer linguistischen Analyse jenes einzelnen darin enthaltenen „Buchstaben“ (…GreWi berichtete).


Das von Stephen Bax als „Taurus“ (Stier) interpretierte Wort auf Seite f68r des Voynich-Manuskripts.
Copyright/Quelle: stephenbax.net

Zu den zahlreichen Wörtern, die Bax identifiziert haben will, gehört unter anderem die auf Blatt f68r dargestellte Bezeichnung für das Sternbild Taurus (Stier), die sich neben einer Abbildung von sieben Sternen findet, die offenbar die Plejaden gemeinsam mit einer Abbildung von Sonne oder Mond darstellen sollen.

Mit Hilfe von astronomischen Computerprogrammen suchte Martínez Rojas sodann nach einer der Darstellung nahekommenden Konfigurationen – und stieß dabei auf die Sonnenfinsternis am 15. April 1409, auf die sich laut dem Astronom gleich zwei Abbildungen beziehen.


Ein Vergleich des astronomischen Himmels während der ringförmigen Sonnenfinsternis vom 15. April 1409 (l.) und der Zeichnung auf Seite f68r des Voynich-Manuskripts (r.), zeigt Übereinstimmungen in den Positionen des Sternbilds Stier (Taurus) sowie der Venus und des Saturn – und schlussendlich der von einem Ring umgebenen Sonne – die bislang meist als Mond gedeutet wurde.
Copyright/Quelle: Sociedad Astronómica Urania


Eines von mehreren Tierkreis-artigen Abbildungen im Voynich-Manuskripts. Laut Martínez Rojas entspricht der Widder dem Monat April, während die 15 Frauen für die jeweiligen Tage stehen. Auch hier wird mit dem 15. April nicht irgendein Datum, sondern jenes der ringförmigen Sonnenfinsternis angezeigt.
Copyright: Gemeinfrei

Neben der bildlichen Übereinstimmung zwischen den Darstellungen und den astronomischen Merkmalen der Sonnenfinsternis passe auch deren Erscheinungsdatum mit den bisherigen C-14-Datierungen des Manuskripts überein, die den Voynich-Codex ins 15. Jahrhundert datiert und die Entstehung der Schrift auf zwischen 1404 und 1438 eingrenzt (…GreWi berichtete).

Gegenüber „La Jornada“ verweist Martínez Rojas darauf, dass Finsternisse im späten Mittelalter und auch später noch in Europa oft große Angst und Ehrfurcht ausgelöst hatten. Dass gerade die Sonnenfinsternis von 1409 von besonderer Bedeutung war, wird durch den Umstand unterstrichen, dass es die einzige und erste ringförmige Sonnenfinsternis seit 75 Jahren war, die von Europa damals als solche zu beobachten war.

Der Astronom stimmt damit mit Professor Bax überein und sieht im Voynich-Manuskript „eine alte Abhandlung über die Naturgeschichte und zeitgenössische astronomische Ereignisse.“

In den kommenden Monaten will sich Martínez Rojas weiteren tierkreisartigen Darstellungen und Konstellationen widmen und prüfen, ob auch diese astronomischen Phänomenen dieser Zeit entsprechen.

© grenzwissenschaft-aktuell.de


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#6

RE: Voynich-Manuskript:

in Mythologie & Weltgeschichte 02.05.2017 22:17
von Adamon • Nexar | 14.271 Beiträge

http://www.grenzwissenschaft-aktuell.de/...knackt20170425/

Haben russische Forscher den Code des Voynich-Manuskripts geknackt?


Blick ins das sog. Voynich-Manuskript in der Beinecke Rare Book & Manuscript Library, der Yale University.
Klicken Sie auf die Bildmitte, um zu einer vergrößerten Darstellung zu gelangen.
Copyright: Gemeinfrei (via Wikimedia Commons)
Moskau (Russland) – Das sogenannte Voynich-Manuskript bewahrt bis heute das Geheimnis über seinen Autor und Inhalt in bislang unentschlüsselter Form für sich und gilt deshalb den einen als „unlesbares Buch“ voller Rätsel – den anderen als sinnloser mittelalterlicher Schwindel. Russische Wissenschaftler präsentieren nun einen neuen Ansatz zur Entzifferung der mysteriösen rund 400 Jahre alten Schrift und glauben, dass des Rätsels Lösung in einer Mischung aus westgermanischen und romanischen Sprachen, ausgelassenen und Leerzeichen Vokalen besteht.

Wie die russische Nachrichtenagentur Ria Novosti berichtet, glauben die Forscher um Yuri Orlov vom Keldysh Institut für angewandte Mathematik an der Russischen Akademie der Wissenschaften nach einer eingehenden statistischen Textanalyse, dass das Voynich-Manuskript in kodierter Form zu rund 60 Prozent in Deutsch oder Englisch und zu 40 Prozent anderen in einer romanischen Sprache (Italienisch oder Spanisch) oder auch in Latein verfasst sei.

Der Grund, warum das Manuskript dann aber dennoch nicht ohne Weiteres lesbar und sich bislang sogar zahlreichen Bemühungen einer eindeutigen Entzifferung widersetzte, liegt nicht nur in dem Umstand der kodierten Schriftzeichen, sondern auch daran, dass der Autor zum einen die Vokale (A, E, I, O, U) als auch die Leerzeichen zwischen den Wörtern entfernt hatte und den so entstandenen neuen „Text“ mit neuen Leerzeichen durchsetzt hat.

ALLE MEINE ENTCHEN SCHWIMMEN AUF DEM SEE AND THEN THE STORY IS OVER
ALLE MEINE ENTCHEN SCHWIMMEN AUF DEM SEE AND THEN THE STORY IS OVER
LLMNNTCHNSCHWMMNFDMS SND THN TH STRY S VR
LLM NN TCHNS CHW MMNFD MSTHN THS TRY S VR
Beispiel-Quelle: grewi.de (keine Gewähr)

Aus eben diesem Grund zeigen sich die russischen Forscher dann aber auch pessimistisch darüber, dass das Voynicht-Manuskript heute überhaupt noch entziffert werden kann, solange der Schlüssel zu dieser Methode (siehe das obige Beispiel) nicht genau bekannt ist: „Ohne, dass man die ursprünglichen Vokale kennt, bleiben einfach viel zu viele mögliche Variationen übrig, als dass der volltständige Text richtig verstanden werden könnte.“

© grenzwissenschaft-aktuell.de


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#7

RE: Voynich-Manuskript:

in Mythologie & Weltgeschichte 03.08.2017 16:15
von Adamon • Nexar | 14.271 Beiträge

http://www.grenzwissenschaft-aktuell.de/...kripts20170712/

Forscher charakterisiert erstmals den Autor des Voynich-Manuskripts:


Darstellung badender Frauen aus dem Voynich-Manuskript
Copyright: Gemeinfrei
Sydney (Australien) – Das sog. Voynich-Manuskript bewahrt bis heute das Geheimnis über seinen Autor und Inhalt in bislang unentschlüsselter Form für sich. Den einen gilt es deshalb als „unlesbares Buch“ voller Rätsel, anderen als sinnloser mittelalterlicher Schwindel. Der Sachbuchautor und Herausgeber Dr. Stephen Skinner glaubt nun, anhand einer Analyse der Abbildungen in dem Werk, Hinweise auf dessen immer noch unbekannten Autoren gefunden zu haben. Demnach würde das Manuskript aus jüdischer Feder stammen.

Jahrzehntelang haben sich unterschiedliche Forscher, Wissenschaftler und Autoren hauptsächlich mit der Entzifferung der kryptischen Schrift und „Sprache“ des rund 600 Jahre alten Manuskripts beschäftigt und dabei zahlreiche Theorien über dessen Sinn, und Autoren abgeleitet (…GreWi berichtete, s. Links).

Skinner selbst gilt als Experte klassischer esoterischer Schriften und hab bei seiner Betrachtung das Hauptaugenmerk nicht auf die Frage nach der Bedeutung der Abbildungen, sondern auf deren Stil und Form gelegt und glaubt daraus stichhaltige Rückschlüsse auf den Autoren ziehen zu können.

Einen ersten Hinweis darauf, dass das Manuskript von einem jüdischen Autoren verfasst wurde, sieht Skinner in einer der berühmtesten Abbildungen aus dem „unlesbaren Buch“, die Frauen beim baden in einem Zuber zeigt. Diese Darstellung erinnere sehr an das gemeinsame Reinigungsbad von Frauen orthodox-jüdischen Glaubens nach der Geburt, so Skinner gegenüber den „The Guardian„.

Auch die vollständig Abwesenheit christlicher Symbole in dem 250-Seiten umfassenden Werk, lege nahe, dass der Autor jüdischen Glaubens war.


Bildausschnitt von Seite 86v, dieser zeigt eine Burg mit Schwalbenschwanzzinnen, wie sie zur Entstehungszeit des Manuskripts nur in Oberitalien zu finden waren.
Copyright: Gemeinfrei

Diese Folgerung werde auch indirekt durch die Abbildung einer Burg gestützt (s. Abb. l.), deren Architektur in dieser Form in Europa einzig und allein im nördlichen Italien zu finden war – eine Region, in der zur bereits ermittelten Entstehungszeit des Manuskripts eine große jüdische Population lebte.


Pflanzenabbildungen im Voynich-Manuskript.
Copyright: Gemeinfrei

Die Darstellung zahlreicher medizinischer Pflanzen im Buch deutet Skinner als Hinweis dafür, dass der Autor eine Art Mediziner, vermutlich ein jüdischer Doktor des 15. Jahrhundert war.

Zum Thema

Mit Hilfe dieses schon relativ konkreten Profils, hofft Skinner nun in bekannten Werken zeitgenössischer europäisch-jüdischer Autoren weitere Hinweise auf den Autor des Voynich-Manuskripts zu finden.

Stephen Skinner ist Autor des Vorworts der im kommenden August in englischer Sprache erscheinenden kommentierten Reproduktion des gesamten Voynich-Manuskripts.

© grenzwissenschaft-aktuell.de


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#8

RE: Voynich-Manuskript:

in Mythologie & Weltgeschichte 17.10.2017 10:07
von Adamon • Nexar | 14.271 Beiträge

https://www.grenzwissenschaft-aktuell.de...-haben20170911/

Voynich-Manuskript: Forscher will das “unlesbare Buch” entziffert haben:


Blick auf Seiten des “Voynich-Manuskripts”.
Copyright/Quelle: Beinecke Rare Book & Manuscript Library, Yale University (via WikimediaCommons)
London (Großbritannien) – Das sog. Voynich-Manuskript bewahrt bis heute das Geheimnis über seinen Autor und Inhalt in bislang unentschlüsselter Form für sich. Den einen gilt es deshalb als “unlesbares Buch“ voller Rätsel, anderen als sinnloser mittelalterlicher Schwindel. Ein britischer Historiker und Autor glaubt nun, das Rätsel des Voynich-Manuskripts gelöst und die Schrift entziffert zu haben. Andere Forscher zeigen sich derweil noch kritisch.

Wie Nicholas Gibbs im Hauptartikel der aktuellen Ausgabe des angesehenen “Times Literary Supplement” (TLS, s. Abb. l.) berichtet, handele es sich bei dem bislang als unlesbar geltenden Text um eine Kurzform des Latein.

Das Manuskript selbst basiere auf zahlreichen mittelalterlichen medizinischen Manuskripten und Handbüchern wie etwa dem “Trotula” zur Frauenheilkunde und fasse deren Informationen, Anleitungen und Rezepte textlich als auch anhand von Illustrationen für einen kundigen Nutzer, der die Details selbst kennt als eine Art Erinnerungsstütze lediglich knapp zusammen, so Gibbs.

Während die Voynich-Schrift bislang als unlesbar und deshalb entweder als Geheimschrift oder schlicht und einfach als Unsinn galt, glaubt der Autor in den geheimnisvollen Lettern lateinische Ligaturen zu erkennen. Bei Ligaturen handelt es sich um eine Art von Kurzschrift, die Verschmelzung zweier oder mehrerer Buchstaben einer Satzschrift zu einer Glyphe. Ein bekanntes Beispiel für eine Ligatur ist das sog. Et-Zeichen (Ampersand) das eine Verschmelzung der Buchstaben des lateinischen “et” (und) darstellt (s. Abb.).

“Eine systematische Analyse mit Hilfe des ‘Lexicon Abbreviaturarum’ zu mittelalterlichem Latein von Adriano Cappelli, das auch als die “Bibel der Mittelalterforscher’ bezeichnet wird, zeigte, dass jeder Buchstabe im Voynich-Manuskript ein abgekürztes Wort oder Buchstaben darstellt”, so Gibbs.

In einem im “The Atlantic” veröffentlichten Artikel zeigt sich hingegen die Voynich-Expertin und Direktorin der Medieval Academy of America, Lisa Fagin Davis angesichts der Behauptungen von Gaibbs unbeeindruckt-kritisch:

“Ehrlich gesagt bin ich verwundert, dass die TLS das veröffentlicht hat. Hätten sie zuvor etwa bei der Beinicke Library (Anm. GreWi: Die das Voynich-Manuskript besitzt) um ein Kommentar gebeten, so hätten sie recht schnell eine Gegendarstellung bekommen.” Die Forscherin kritisiert zunächst, dass Gibbs Feststellung, dass es sich bei den Illustrationen um Darstellung aus dem Heilwesen handele, wie sie teilweise auch in zeitgenössischen und historischen Standardwerken zu finden sind, alles andere als neu sei. “Die Entzifferung des Textes als lateinische Kürzel könnte zwar ein Durchbruch (in der Voynich-Forschung) sein, allerdings gibt die TLS nur zwei Zeilen als Beispiel und das ist zu wenig.” Zudem seien schon diese beiden Zeilen nicht wirklich überzeugend, so die Forscherin: “Sie sind grammatikalisch nicht korrekt und ergeben kein sinnvolles Latein.”

Warum Gibbs in seinem Artikel nur vergleichsweise wenig Beispiele seiner “Übersetzung” nennt (eine Abbildung der besagten Zeilen finden Sie HIER), obwohl er zugleich behauptet, nahezu jeden Voynich-Buchstaben einer lateinischen Ligatur zuordnen zu können, ist bislang nicht bekannt. Bis zum Redaktionsschluss dieser Meldung war keine Reaktion Gibbs’ bekannt.

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#9

RE: Voynich-Manuskript:

in Mythologie & Weltgeschichte 06.03.2018 20:02
von Adamon • Nexar | 14.271 Beiträge

https://www.grenzwissenschaft-aktuell.de...h-code20180130/

Künstliche Intelligenz (AI) analysiert Voynich-Code:


Blick auf Seiten des “Voynich-Manuskripts”.
Copyright/Quelle: Beinecke Rare Book & Manuscript Library, Yale University (via WikimediaCommons)
Edmonton (Kanada) – Kaum ein historisches kryptisches Manuskript wurde wohl bereits schon derart oft für entziffert und seine Rätsel für gelöst erklärt, wie das sogenannten Voynich-Manuskritps. Den einen gilt es als mystisches Werk voller Rätsel, anderen als sinnloser mittelalterlicher Schwindel. Jetzt haben kanadische Sprachinformatiker mit Hilfe künstlicher Intelligenz (Artificial Intelligence, AI) analysiert und präsentieren sogar einen “Lesevorschlag” für das “unlesbare Buch”. Gelöst haben, wollen sie das Rätsel – entgegen zahlreicher anderslautender Medienberichte zur Studie – aber noch nicht.

Jahrzehntelang haben sich unterschiedliche Forscher, Wissenschaftler und Autoren hauptsächlich mit der Entzifferung der kryptischen Schrift und “Sprache” des rund 600 Jahre alten Manuskripts beschäftigt und dabei zahlreiche Theorien über dessen Sinn, und Autoren abgeleitet (s. Links). Wie Prof. Greg Kondrak und Bradley Hauer von der University of Alberta aktuell im Fachjournal “Transactions of the Association of Computational Linguistics” berichten, verwendeten sie zunächst “Proben” von 400 unterschiedlichen Sprachen, um so die dem Manuskript zugrunde liegende Sprache zu ermitteln.

Während sie zunächst vermutet hatten, dass das Voynich-Manuskritpt in Arabisch verfasst sein könnte, zeigte sich schon nach den ersten Algorithmen, dass die wahrscheinlichste Sprache Hebräisch zu sein scheint.

In einem weiteren Analyseansatz gingen die Forscher dann davon aus, dass der Text mit Hilfe von Alphagrammen erstellt wurde, mittels derer ein Satz durch einen anderen definiert wird. Auf dieser Grundlage versuchten sie den Text mit Hilfe weiterer Algorithmen zu entziffern.

“Wie sich zeigte, handelt es sich bei 80 Prozent des Textes tatsächlich um hebräische Wörter. “Zunächst wussten wir damit aber nicht, ob sie zusammen auch einen Sinn ergaben”, erläutert Kondrak. Mit Hilfe der eingeschränkten Google-Übersetzung ergab sich dann aber schon für den ersten Satz des Manuskripts ein merkwürdiger, aber verständlicher und mehr oder weniger sinnvoller Satz: “Sie machte dem Priester einen Vorschlag, dem Herren des Hauses, mir und den Menschen.” (She made recommendations to the priest, man of the house and me and people.”

Um den Text jedoch zu verstehen und erklären zu können, bedürfe es nun allerdings Historikern und alt-hebräischen Sprachwissenschaftlern. “Unsere Analyse kann nur als Beginn für weitere Analysen auf dieser Grundlage verstanden werden”, erklären die beiden Autoren abschließend und machen damit klar, dass sie lediglich einen computerbasierten sprachanalystischen Ansatz aufzeigen, der jedoch – trotz andersartiger internationaler Medienberichte – nicht den Anspruch erhebt, das Voynich-Manuskript endgültig entziffert und seine Rätsel gelöst zu haben


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- denn es ist ein Zusatz, - dieses Eine nicht". -

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#10

RE: Voynich-Manuskript:

in Mythologie & Weltgeschichte 26.06.2019 12:13
von Adamon • Nexar | 14.271 Beiträge

https://www.grenzwissenschaft-aktuell.de...-haben20190516/

Und wieder Voynich: Akademiker will „unlesbares Buch“ endgültig entziffert haben:


Diese bekannte Abbildung aus dem Voynich-Manuskript zeigt
zwei Frauen mit fünf Kindern in einem Bad. Die Wörter beschreiben verschiedene
Temperamente: tozosr (Summen: zu laut), orla la (am Rande: Geduld verlieren),
tolora (albern / dumm), noror (bewölkt: stumpf / traurig) oder aus (goldener
Vogel: gut erzogen) oleios (geölt: rutschig). Diese Wörter gibt es bis heute,
etwa auf Katalanisch (tozos), Portugiesisch (orla), Portugiesisch (tolos),
Rumänisch (noros), Katalanisch (oder aus) und Portugiesisch (oleio). Die Wörter
„orla la“ beschreiben die Stimmung der Frau auf der linken Seite und sind
möglicherweise die Wurzel der französischen Phrase “oh là là”.
Copyright/Quelle: Voynich Manuskript / G. Cheshire
Bristol (Großbritannien) – Vermutlich kaum ein historisches kryptisches Manuskript wurde schon derart oft für entziffert und seine Rätsel für gelöst erklärt, wie das sogenannte Voynich-Manuskritp. Den einen gilt es als mystisches Werk voller Rätsel, anderen als sinnloser mittelalterlicher Schwindel. Jetzt präsentiert ein wissenschaftlicher Mitarbeiter der Universität von Bristol seine Lesart des „unlesbaren Buches“.

„Mit einer Kombination aus Querdenken und Einfallsreichtum“, so die Pressemitteilung der University of Bristol, sei Dr. Gerard Cheshire gelungen, woran „unzählige Kryptographen, Linguisten und Computerprogramme bereits gescheitert sind.“

Obwohl sich Zweck und Bedeutung des Manuskripts über ein Jahrhundert lang den Gelehrten entzogen hatten, habe Cheshire gerade einmal zwei Wochen benötigt, um das Sprach- und Schriftsystem des bekanntermaßen unlesbaren Manuskripts zu identifizieren.

Wie der Wissenschaftler aktuell im Fachjournal „Romance Studies“ (DOI: 10.1080/02639904.2019.1599566) berichtet, sei der dem Voynich-Manuskript zugrundeliegende linguistische Prototyp die romanische Sprache.

“Ich erlebte eine Reihe von Heureka-Momenten, während ich den Code entzifferte, gefolgt von einem Gefühl des Unglaubens und der Aufregung, als ich die Größe der Leistung erkannte, sowohl hinsichtlich ihrer sprachlichen Bedeutung als auch der Enthüllungen über den Ursprung und Inhalt des Manuskripts“, berichtet Cheshire. Doch was das Manuskript enthülle, sei noch erstaunlicher als die Mythen und Phantasien, die es bislang hervorgebracht habe.

„Beispielsweise wurde das Manuskript von dominikanischen Nonnen als Referenzquelle für Maria von Kastilien, Königin von Aragon, die zufällig Großtante von Katharina von Aragon war, zusammengestellt.“


Hier wird das Wort “Palina” dargestellt, eine Rute
zum Messen der Wassertiefe, manchmal auch als Stadienrute oder Lineal
bezeichnet. Der Buchstabe ‘p’ wurde erweitert. Copyright/Quelle: Voynich Manuskript / G. Cheshire

“Es ist auch nicht übertrieben zu sagen, dass dieses Werk eine der wichtigsten Entwicklungen in der romanischen Linguistik darstellt. Das Manuskript ist in protoromanischer Sprache verfasst, die den heutigen romanischen Sprachen wie Portugiesisch, Spanisch, Französisch, Italienisch, Rumänisch, Katalanisch, Spanisch und Galizisch nachempfunden wurde“, so der Forscher und führt dazu weiter aus: „Die Sprache war im Mittelmeerraum im Mittelalter allgegenwärtig, wurde jedoch selten in offiziellen oder wichtigen Dokumenten geschrieben, da Latein die Sprache des Königshauses, der Kirche und der Regierung war.”

Cheshire erklärt weiter, was das Manuskript aus linguistischer Sicht so ungewöhnlich macht:
“Es verwendet eine ausgestorbene Sprache. Das Alphabet ist eine Kombination aus unbekannten und bekannteren Symbolen. Es enthält keine speziellen Interpunktionszeichen, obwohl einige Buchstaben Symbolvarianten haben, um Interpunktion oder phonetische Akzente anzuzeigen. Alle Buchstaben sind in Kleinbuchstaben und es gibt Keine doppelten Konsonanten. Es enthält Diphthong, Triphthong, Quadriphthong und sogar Quintiphthong zur Abkürzung phonetischer Komponenten. Zudem enthält es auch einige lateinische Wörter und Abkürzungen.“


Die Vignette A illustriert einen ausbrechenden Vulkan, die sowohl zu einer Rettungsaktion als auch die Anfertigung der hier zu sehenden Karte geführt hatte. Der Vulkan erhob sich aus dem Meer und ließ eine neuen Insel entstehen, die auf den Namen „Vulcanello“ getauft wurde. Nach einer späteren Eruption im Jahr 1550 verband diese Insel sich mit der Insel Vulcano. Vignette B zeigt den Vulkan von Ischia. Vignette C zeigt die Insel von Castello Aragonese, und Vignette D bildet die Insel Lipari ab. Jede Vignette beinhaltet eine Kombination aus naiv gezeichneten und stilisierten Abbildungen und erläuterndnen Anmerkungen, die die Details erklären. Die anderen fünf Vignetten beschrieben zudem weitere Details der Geschichte. Copyright/Quelle: Voynich Manuskript / G. Cheshire

Einen nächsten Schritt sieht Cheshire darin, das nun offenbarte Wissen zu nutzen, um das gesamte Manuskript zu übersetzen und ein Lexikon zu erstellen. Diese Arbeit, so gesteht Cheshire ein, werde wohl einige Zeit in Anspruch nehmen: “Jetzt wurden die Sprache und das Schriftsystem erklärt, die Seiten des Manuskripts wurden für Wissenschaftler geöffnet, um zum ersten Mal den wahren sprachlichen und informativen Inhalt des Manuskripts zu erkunden.”

Ob auch andere Kryptographen und Voynich-Forscher die Interpretation Cheshire’s als tatsächlich Lösung des Voynich-Rätsels anerkennen, werden deren Reaktionen zeigen müssen. Bis zu Redaktionsschluss dieser Meldung lagen diese jedoch noch nicht vor.

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