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#1

Uranus:

in Astromagie & Sternsehung: 16.04.2013 14:48
von Adamon • Nexar | 14.589 Beiträge

http://grenzwissenschaft-aktuell.blogspo...ges-objekt.html


Hubble-Aufnahme des Uranus mit Ringsystem und einigen Monden. | Copyright: NASA

Vancouver (Kanada) - Kanadische Astronomen haben ein gewaltiges Objekt entdeckt, dass dem Planeten Uranus auf dessen Umlaufbahn begleitet. Es handelt sich dabei um einen Asteroiden mit einem Durchmesser von rund 60 Kilometer, der dem Planeten stets rund 3 Milliarden Kilometer voraus ist - ein sogenannter Trojaner. 
Hierbei handelt es sich um den ersten entdeckten Trojaner außerhalb der Jupiterbahn. Seine Entdeckung widerspricht der bisherigen Annahme, dass der Gasriese Jupiter solche Begleiter aufgrund seiner enormen Schwerkraft von Saturn und Uranus rauben, es dortige Trojaner also eigentlich gar nicht geben sollte. Zugleich deutet die Entdeckung auf die Möglichkeit, dass sich erdartige Himmelskörper auch an gänzlich ungewöhnlichen Orten in Planetensystemen finden lassen.

Wie das Team um Mike Alexandersen von der University of British Columbia vorab auf "arXiv.org" berichtet, teilt der Asteroid die Umlaufbahn mit Uranus auf dessen sogenanntem Lagrange-Punkt "L4".

Bei den Lagrange-Punkten handelt es sich um jene Gleichgewichtspunkte eines eingeschränkten Dreikörperproblems in der Himmelsmechanik, an denen im Weltraum die Schwerkräfte zweier benachbarter Himmelskörper und die Zentrifugalkraft der Bewegung einander aufheben und so Körper an diesen Positionen kräftefrei sind. Alleine auf den Lagrange-Punkten L4 und L5 des Jupiters begleiten mehr als 3000 Asteroiden unterschiedlicher Größe den Gasplaneten. Auch die Planeten Neptun, Mars und selbst unsere Erde werden immer wieder von Trojanern begleitet (...wir berichteten, s. Links).

Da Trojaner oft nicht für immer an ihren Positionen verbleiben, trägt die aktuelle Entdeckung auch zu einem besseren Verständnis über die Wanderbewegungen von derartigen "kosmischen Brocken" im Sonnensystem und anderen Planetensystemen bei. Zugleich eröffnet die Existenz eines derartig großen Himmelskörpers in Form eines planetaren Trojaners mit der Bezeichnung "2011 QF99" auch die Wahrscheinlichkeit, dass sich ähnliche Objekte auch in fernen Planetensystemen und somit auf Umlaufbahnen von Exoplaneten - möglicherweise sogar innerhalb der habitablen Zone eines Sterns finden lassen und diese Trojaner dann sogar unter Umständen selbst lebensfreundliche Welten darstellen könnten.

Auch bei dem nun entdeckten Uranus-Trojaner handelt es sich laut den Forschern wahrscheinlich nur um einen zeitweiligen Begleiter des siebten Planeten, der erst in jüngerer Vergangenheit der Planetengeschichte eingefangen wurde. Rund 70.000 Jahre lang dürfte "2011 QF99" sich auf L4 des Uranus halten, bevor seine Position und Bahn instabil und der Asteroid wieder freigegeben wird.

http://arxiv.org/abs/1303.5774


Dateianlage:
. - Was Du aufdeckst, - offenbart sich . -

"Die Erlösung kann nicht verdient, nur empfangen werden, - darum ist sie die Erlösung". -

"Es ist alles Illusion, - was nicht aus mir selber spricht,
- denn es ist ein Zusatz, - dieses Eine nicht". -

http://adamonstasy.weebly.com/
zuletzt bearbeitet 15.12.2014 13:38 | nach oben springen
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#2

RE: Uranus:

in Astromagie & Sternsehung: 16.12.2014 04:27
von Adamon • Nexar | 14.589 Beiträge

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#3

RE: Uranus:

in Astromagie & Sternsehung: 26.02.2021 18:06
von Adamon • Nexar | 14.589 Beiträge

https://www.grenzwissenschaft-aktuell.de...uranus20201229/

Gibt es auch verborgene Ozeane auf den Monden des Uranus?


Größenvergleich zwischen Uranus (l) und seinen größten Monden.
Copyright: Gemeinfrei

Cambridge (USA) – Dass einige der Monde der Gasriesen Jupiter und Saturn unter ihren kilometerdicken Eisdecken Ozeane flüssigen Wassers verbergen, ist bekannt. Eine aktuelle Studie hat nun untersucht, ob es solche verborgenen und potenziell lebensfreundlichen Ozeane auch auf den Monden des Planeten Uranus geben könnte.
Wie das Team um Benjamin Weiss vom Massachusetts Institute of Technology (MIT) auf dem Jahrestreffen der American Geophysical Union (AGU) und im EOS-Journal der AGU (DOI: 10.1029/2020EO152056) berichtete, haben sie eine Methode entwickelt, wie zukünftige Missionen ins Uranus-System nach auf den dortigen Monden verborgenen Ozeanen flüssigen Wassers suchen könnten.

„Der Nachweis verbogener Ozeane unter den Eisdecken der Jupiter- und Saturnmonde Europa und Enceladus wirft auch die Frage nach anderen potenziell lebensfreundlichen Umgebungen im Sonnensystem auf“, so die Forschenden in ihrer Pressemitteilung.

Mit einer durchschnittlichen Sonnenentfernung von 2,9 Milliarden Kilometern ist Uranus von der Sonne aus der siebte Planet im Sonnensystem und zählt zu den Eisriesen. Er wurde 1781 von Wilhelm Herschel entdeckt und ist nach dem griechischen Himmelsgott Uranos benannt.
Der Planet wird von mindestens 27 Monden umkreist, fünf davon – Titania, Oberon, Umbriel, Ariel und Miranda – sind besonders groß. Beim Vorbeiflug der Sonde „Voyager 2“ zeigte sich, dass diese fünf Monde aus Eis und Fels bestehen und stark von Einschlagskraters übersäht sind. Einige der Aufnahmen zeigen auch Strukturen, die auf Kryovulkanismus schließen lassen. Derartige Eisschlammvulkane könnten von unterirdischen Ozeanen gespeist werden, wie sie schon zuvor u.a. auf Enceladus dokumentiert werden konnten.

Um herauszufinden, ob zukünftige Raumsonden eindeutig feststellen könnten, ob es auf den Uranus-Monden verborgenen Meere gibt, haben die Forschenden berechnet, wie stark das Magnetfeld des Planeten auf einen solchen Mond-Ozean auswirken würde.

Hintergrund
Wenn ein Mond einen Planeten umkreist, zu zieht auch das Magnetfeld des Planeten an diesem Mond und hält ihn auf einer Umlaufbahn. Dieser Zug des magnetischen Feldes erzeugt elektrische Ströme, die ihre eigenen Magnetfelder erzeugen können, sogenannte induzierte Magnetfelder. Ein solches induziertes Magnetfeld könnte durch eine Schicht einer elektrisch leitenden Flüssigkeit erzeugt werden – etwa einem verborgenen Ozean.


Voyagers Blick auf den Uranus-Mond Titania.
Copyright: NASA/JPL

„Wenn es also flüssiges Wasser gibt und dieses Wasser annähernd so salzhaltig ist wie die das Wasser der irdischen Ozeane, dann könnte es leitend sein, die Ströme könnten also durch diese Ozeane hindurchfließen“, erläutert Weiss. Ein induziertes Magnetfeld auf einem dieser Monde würde also ganz anders aussehen als das Magnetfeld des Uranus und könnte dadurch mit entsprechenden Messinstrumenten als solches erkannt werden.

Schon 1998 haben Wissenschaftler diese Methode verwendet, um die verborgenen Ozeane auf den Jupitermonden Europa und Callisto zu bestätigen. Das indizierte Magnetfeld Europas war 220 Nanotesla stark, das von Callisto 40.

Statt derzeit eine Sonde direkt zum Uranus zu schicken, hat das Team um Weiss theoretische Modelle des Magnetfeldes des Uranus erstellt, um so mögliche induzierte Magnetfelder seiner fünf größten Monde zu simulieren. Demnach könnte der Mond Miranda mit 300 Nanotesla das stärkste induzierte Magnetfeld im Uranus-System besitzen. Auch Ariel, Umbriel und Titania sollten – so verborgene Ozeane existieren – induzierte Magnetfelder besitzen, die stark genug sind, um sie mit Instrumenten an Bord einer Sonde detektieren zu können.

Allerdings gehen die beteiligten Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen davon aus, dass eventuell vorhandene Ozeane auf Uranus‘ Monden aufgrund der kälteren Temperaturen auch unter deutlich dickeren Eispanzern verborgen wären. Schwer vorstellbar also, dass sie mit derzeit vorhandenen Technologien direkt beprobt werden könnten.




Tatsächlich haben weder die NASA noch andere Raumfahrtbehörden und -Agenturen derzeit Pläne auf Lager, das Uranus-System mit Sonden näher zu erkunden. Allerdings entscheidet die NASA im kommenden Jahr über die Umsetzung der „Trident“-Mission, mit der der Neptun erforscht werden soll und auf deren Weg auch Uranus sozusagen im Vorbeiflug erkundet werden könnte. Um jedoch die induzierten Magnetfeld-Signaturen der Uranus-Monde zu orten, müsste eine Sonde sehr dicht am Uranus vorbeifliegen.

Quelle: EOS
© grenzwissenschaft-aktuell.de


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