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Sommersonnenwende:

in Zeiten & Formen: 20.06.2015 23:56
von Adamon • Nexar | 13.574 Beiträge

https://artedeablog.wordpress.com/2015/0...ur-jahresmitte/

Der Sommer beginnt gerade, die glutheißen Ta­ge des Juli und August liegen noch vor uns, jetzt ruhen wir für einen Augenblick zwischen Aussaat und Ernte. Eine gute Zeit, für einen Mo­ment inne zu halten, die Wärme zu genießen und die Fülle, die die Natur jetzt bie­tet, zu feiern.

Die kürzeste Nacht bzw. der längste Tag des Jah­res und stellt einen Wen­depunkt im Jahres­kreis dar. Viele Kulturen haben diese Zeit des Jahres als etwas Magisches verstanden. Und seit alten Zeiten feiern Men­schen fröhlich und aus­ge­las­sen diese größte Helligkeit, die stärk­ste Son­nenkraft an diesem längsten Tag des Jah­res.
Jetzt verlassen wir die erste Jahres­hälf­te, um in die neue einzukehren. Genau der Tag oder die Nacht dieser Wende, ist eine gute Zeit, die ers­te Hälfte Re­vue passieren zu las­sen.

Hier ein Vorschlag zu einem Ritual für den längsten Tag im Jahr:

Streue – z.B. mit Mehl – ein Sonnen­sym­bol auf eine Wie­se. Zu je­dem der Sonnenstrahlen kannst du ein Sym­bol des­sen le­gen, was du be­son­ders von die­sem stärk­sten und längsten Son­nen­licht des Jah­res be­strahlt ha­ben möch­test.
Schreite nun den Kreis ab, um ihn für die Dauer dei­nes Rituals zu dei­nem Schutzkreis zu machen. Du kannst dabei z.B. 3 x ganz be­wusst im Kreis gehen – oder so wie im­mer du es für stimmig und rich­tig empfin­dest.
Vielleicht magst du zu Beginn des Rituals auch alle Him­mels­rich­tun­gen und Elemente auf dei­ne Art be­grü­ßen und ein­la­den, dich bei die­sem Ri­tual zu unter­stüt­zen.
Nun kannst du dich in diesem Sonnen­kreis ge­mütlich nie­der­las­sen.

Schreibe auf einem großen Blatt Pa­pier al­les nieder, was dir zu dieser ersten Jah­res­hälf­te in den Sinn kommt.
Gut ist es, dabei nicht linear zu schrei­ben, so wie wir es gewohnt sind, sondern kreuz und quer über das Blatt oder in Form einer großen Spi­rale.
Lege dir dabei keine eigene Zensur auf son­dern schreib einfach flüssig immer wei­ter.

Als kleine Anregung kannst du dich folgenden Fragen widmen:

Was ist bisher geschehen?
Was hat mich erfüllt und erfreut?
Was hat mein Herz berührt?
Was hat mich geärgert, gekränkt?
Was habe ich dieses Jahr noch gar nicht gemacht?
Was habe ich gelernt?
Was schiebe ich vor mir her?
Was hat mir Kraft gegeben?
Was beschäftigt mich gerade am meisten?
Welche Früchte wachsen in mir heran?

Vielleicht sind aber auch ganz an­dere Dinge wich­tig, die nun auf das Papier fließen wollen.
Wenn du das Ge­fühl hast, du bist mit deiner Rück­schau fertig oder wenn dein Blatt Pa­pier voll ist, dann bedanke dich bei dir selbst für deine Erfah­rungen der ers­ten Jahres­hälfte.
Ehre und feiere in deiner Weise dich selbst und die vielen Wege auf denen du die Kreati­vität in deinem Le­ben bereits sicht­bar umge­setzt hast.

Drehe dich an­schließend ganz bewusst um, schaue nun in die entge­gen­ge­setzte Richtung und bereite dich auf die zweite Jah­reshälfte vor.
Auch hier kannst du wie­der in der sel­ben Art und Weise deine frei fließenden Ge­dan­ken nieder­schrei­ben (z.B. auf die Rückseite des Blattes):

Was kann ich tun, um mir selbst Freude zu bereiten?
Wie und in welche Lebensbe­rei­chen kann und will ich wachsen?
Wie kann ich meinen Raum einnehmen und meine Kompetenz zum Ausdruck bringen?
Was kann sich in mir wandeln?
Welche Begegnungen wünsche ich mir?
Was möchte ich ernten?
Was bin ich bereit, dafür zu tun?

Wenn du magst, kannst du nun dir und dem Le­ben etwas versprechen.
Gut ist es, diese Versprechen innerhalb eines Ri­tuals laut auszusprechen, da das gespro­che­ne Wort mehr Kraft ent­hält, als das ge­dach­te Wort al­lein. Probiere es ein­fach aus.

Zum Abschluss kannst du noch einmal all den Kräften, denen du dich in deinem Lebens an­ver­traust und dir selbst danken und um Segen für die zweite Jah­reshälfte bitten.
Verabschiede dich von den Himmelsrich­tun­gen und schreite den Kreis in die ent­gegen­ge­setzte Richtung ab. Dabei kannst du die von der Sonne be­leuch­teten Sym­bole wieder ein­sam­meln.

Steige dann ganz be­wusst über den Rand in die Welt dei­nes Alltags.
Gehe erhellt, frisch und voller Freude in eine genussvolle, erfolgreiche und gesunde zweite Jahreshälfte.
Die geschriebenen Blätter kannst du aufbe­wah­ren oder auch zeremoniell in einem Sonnen­wende-Feuer ver­bren­nen.
Denn du kannst dir sicher sein, dass dei­ne in­neren Augen und Ohren nach die­sem Ritual all das b­ewahren, was wichtig ist, und dass dies al­les von dir zur rich­tigen Zeit gesehen und ge­hört wird.


. - Was Du aufdeckst, - offenbart sich . -

"Die Erlösung kann nicht verdient, nur empfangen werden, - darum ist sie die Erlösung". -

"Es ist alles Illusion, - was nicht aus mir selber spricht,
- denn es ist ein Zusatz, - dieses Eine nicht". -

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