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Salbei:

in Pflanzen: 10.06.2018 08:01
von Adamon • Nexar | 13.744 Beiträge

Salbei stand schon immer für ein langes, wachbewusstes Leben. Der Gattungsname Salvia ist abgeleitet vom lateinischen „salvare“ (heilen) und „salvere“ (gesund sein).
„Warum soll jemand sterben, wenn Salbei im Garten wächst?“ hiess es in alten Zeiten. Dieser Ausspruch hob so den Salbei in den Kreis der „Heilmittel über den grossen Menschen“, wie Paracelsus eine „Allheilpflanze“ nannte.

Einer christlichen Legende nach bekam die Pflanze ihre große Heilkraft von der Jungfrau Maria verliehen. Als die Heilige Familie auf der Flucht vor Herodes war, bat Maria die Pflanzen, ihr zu helfen, doch nur der Salbei gewährte ihr Obdach und sie konnten sich unter dessen schützenden Blättern verstecken. Nach überstandener Gefahr sprach die Gottesmutter: „Ich gebe Dir die Kraft, die Menschen zu heilen, von jeder Krankheit, errette sie vom Tode, wie Du es auch mir getan hast“.

Die mit dem Salbei verbundenen Brauchtümer sind dementsprechend vielfältig. Sehr häufig steht die Handlung mit der Zahl Drei in Beziehung (Dreifaltigkeit, bzw. dreifache Göttin, 3mal…, drei Löcher usw.), was die Pflanze mit allen drei Seinsebenen (Körper, Seele, Geist) ebenso in Beziehung setzt wie mit der Göttlichkeit an sich:

Zum Schutz vor Hexen und Bösen Geistern wurden getrocknete Salbeibüschel am Türstock aufgehängt. Ein Salbeiblatt im Gebetsbuch sollte das Einschlafen während der Predigt verhindern. Wenn ein Mädchen am Heiligen Abend um Mitternacht (12:00 Uhr) 12 (=3 x4) Salbeiblätter pflückt, ohne die Pflanze als Ganzes zu beschädigen, so erblickt sie im Mondlicht ihren zukünftigen Mann.

Ein Liebeszauber ging folgendermaßen von statten: In ein Salbeiblatt wurden drei Löcher gestochen und ein Haar des Liebsten durchgefädelt. Das Blatt wurde zusammengerollt und Wachs getaucht und an einem Taufstein im Namen der Dreifaltigkeit getauft. Das Blatt unter der Türschwelle des/der Angebeteten vergraben führte zu einem starken Liebeszauber.
Oder etwas anders: Um Liebe bei einer Person zu erwecken, nimm drei Salbeiblätter und schreib auf das erste Adam Eva, auf das andere Jesus Maria, auf das dritte deinen und ihren Namen. Brenn diese Blätter zu Pulver und gib dies der Person ins Essen oder Trinken.

Wenn man einen Wunsch auf ein Salbeiblatt schreibt, darauf drei Nächte lang schläft und das Blatt anschließend vergräbt und damit der Wunsch erdet, so geht er in Erfüllung. Meist träumt man innerhalb von 3 Tagen davon wie sich der Wunsch erfüllen wird.

Der Salbei steigert die Lebenskraft und schenkt Nerven wie Drahtseile. Er steht für Zeitlosigkeit und ehrliche Stärke. Für alte sowie vom Beruf ausgelaugte Menschen und bei Kraftlosigkeit infolge von Eisenmangel gibt Salbei Schutz, Kraft und Stärke zurück.
Im Rahmen der „Bitterkräuter“ wird Salbei traditionell bei Anämie eingesetzt. Da stoffliches Eisen oft schwer aufgenommen und verwertet wird, eröffnet Salbei mit seinen Bitterstoffen einen eleganten, wirkungsvollen Weg der Bluteisenstärkung.
Salbei im Verbund mit Rosmarin, Enzianwurzel, Engelwurz und Lavendel mit homöopathischem Eisen, baut Blut auf, festigt und stärkt die Aura und sorgt so für einen kräftigen Abwehrschutz.

Als Mittel gegen die Unfruchtbarkeit der Frau war er den alten Ägyptern bekannt und wurde zur Fruchtbarkeitssteigerung eingesetzt. Ein Viertelliter Salbeisaft mit etwas Salz getrunken sollte die Empfängnisbereitschaft der Frau erhöhen und auch in den Wechseljahren oder in der Schwangerschaft bei Neigung zu Fehlgeburten helfen. Heute wird er wegen einer nicht auszuschliessenden toxischen Wirkung auf den Embryo nur sehr sparsam in der Schwangerschaft eingesetzt.
Hildegard von Bingen sagte über den Salbei: „Nimm Salbei und pulverisiere ihn und iss dieses Pulver mit Brot, dies vermindert die schlechten Säfte in dir. Wer einen stinkenden Atem hat, der koche Salbei in Wein und trinke dies oft.“

Im Mittelalter war Salbei das Kraut bei Gedächtnisschwäche alter Menschen. Auf Gräber gepflanzt, hielt er die Erinnerung an die Verstorbenen und die göttliche Ewigkeit wach. In England bezeichnete man Salbei als eine „Schützer-Pflanze der Mutter“, was auf den gleichen Anwendungsbereich hinweist.

Tee zum Gurgeln oder Waschen
Als starker Tee sollte er zehn bis 15 Minuten ziehen gelassen werden. Bitte solch starken Salbeitee nie schlucken, er würde die Magenschleimhaut reizen!
Als Gurgeltee, gemischt mit der Wurzel der Grossen Bibernelle, heilt er alle Mund- und Zahnfleisch-, Rachen-, Hals- und Mandelentzündungen und unterstützt sogar bei Scharlach. Er hält die Zähne fest und gesund und vertreibt Mundgeruch.
Waschungen mit starkem Teeabsud helfen bei Hautkrankheiten, Ekzemen und Krätze.
Ein starker Teeabsud hilft auch als Haarspülung der Kopfhaut und bei Schuppen und frischt die Haarfarbe bei ergrauendem Haar auf.

Räucherung
Sie bringt die Kreativität zum Fliessen und löst die Angst vor der eigenen Vielfalt auf. Sie öffnet Sprache und Ausdruck und wir können unsere Idee, unsere Botschaft „rüberbringen“.
Raum-Räucherungen mit Salbei klären Plätze schnell und zuverlässig. Für mich sogar DIE Reinigungspflanze beim Räuchern schlechthin. Er reinigt von allen Anhaftungen, beruhigt die Raumenergie und wirkt auch bei Krankheiten antiseptisch. Sowohl vor als auch nach rituellen Maßnahmen fand der Salbei als Räucherpflanze daher vielfältige Anwendung.

Alle Naturwesen lieben Salbeiräucherungen und beglücken uns als Dank mit friedlichem, inneren Licht.



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"Die Erlösung kann nicht verdient, nur empfangen werden, - darum ist sie die Erlösung". -

"Es ist alles Illusion, - was nicht aus mir selber spricht,
- denn es ist ein Zusatz, - dieses Eine nicht". -

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