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#1

Loch Ness:

in Ausserordentliche Wesenheiten 28.06.2018 14:51
von Adamon • Nexar | 14.326 Beiträge

https://www.grenzwissenschaft-aktuell.de...n-lang20180614/

Webcam-Watcher filmt „Nessie“ (?) 10 Minuten lang:


Standbild aus dem Video vom 30. April 2018.
Copyright/Quelle: Eoin O’Faodhagain / Mirror.co.uk
Urquhart Castle (Großbritannien) – Was auch immer im Loch Ness sein Unwesen treibt – es hält die Menschen schon seit Jahrzehnten in Atem. Andere bannt das Rätsel um das vermeintliche Ungeheuer im Loch Ness sogar vor den heimischen Bildschirm und bringt sie dazu, auf die Bilder einer Live-Webcam zu starren – in der Hoffnung, dass genau hier das Monster sich zeigen könnte. Für einen dieser Webcam-Watcher könnte sich die Geduld jetzt ausgezahlt haben. Zumindest konnte er kürzlich ein großes, dunkles Objekt im See filmen, das ganze 10 Minuten lang in der Nähe des Ufers entlang schwimmt und immer wieder ab- und aufzutauchen scheint.

Auf seiner „Loch Ness Monster Sightings“-Webseite dokumentiert der Nessie-Forscher Gary Campbell die neusten Sichtungsmeldungen und berichtete jüngst auch über das neue Nessie-Video:

„30. April 2018 – Eoin O’Faodhagain aus Co Donegal filmte dieses 10-minütige Video ab 12:07 Uhr von der “Loch Ness Webcam” ab. (Anm. GreWi: Es handelt sich also um eine Handyaufnahme eines Computerbildschirms auf dem der Webcam-Stream lief.) Das Wesen bewegt sich von rechts durch das Bild, während keine Boote im Wasser zu sehen sind. Als er es zum ersten Mal bemerkte, schwamm es in Richtung Urquhart Bay. Als sich zwei Cruiser-Boote in der Mitte des Bildausschnitts aus Norden näherten, tauchte es kurz ab und danach wieder auf. Nun schien es aber tiefer im Wasser zu liegen als zuvor. Nachdem sich die Boote dem Objekt zusehends näherten, tauchte es erneut ab und tauchte danach nicht wieder auf.“

https://www.mirror.co.uk/news/weird-news...ID=OffSiteVideo

Roland Watson, der in seinem “Loch Ness Monster”-Blog immer aktuell über alte und neue Indizien und Beweise rund um das Ungeheuer im Loch Ness berichtet, erläutert zum Video folgendes:

„Basierend auf der Kameraposition dürfte das Objekt in dem Film nicht weniger als ca. 450 Meter von der Kamera entfernt sein. Hinzu kommt die niedrige Auflösung dieser Live-Stream-Aufnahmen, die leider nur bei 360p liegt. Im Vergleich dazu beginnt die HD-Qualität erst ab 720p. Aus diesem Grund sind die Aufnahmen auch so unscharf. Ideal für Nessie-Jäger wäre eine Auflösung ab 1080p, aber das würde den Streambetreiber mehr Geld kosten. (…)“

Anhand eines Größenvergleichs mit bekannten Objekten im Wasser, die von der gleichen Webcam aufgenommen wurden, kommt Watson auf eine Größenschätzung für das Objekt von mindesten 30 Fuß, also rund 10 Metern Länge und etwa 3 Metern Höhe über dem Wasserspiegel. „Allerdings hat es in einigen Sequenzen den Anschein, als würde sich das Objekt teilweise ausdehnen und zusammenziehen, ein Effekt der jedoch vielleicht zumindest teilweise den Licht- und Schattenspiel geschuldet ist.“


Blick über Urquart Castle auf den Loch Ness.
Copyright: A. Müller, grenzwissenschaft-aktuell.de

Kritische Betrachter könnten vermuten, dass es sich vielleicht um eine gemeinsam schwimmende Gruppe von Vögeln handelt, andere sehen darin vielleicht einen großen Holzstamm oder einen Seehund. „Der Umstand jedoch, dass es den Anschein hat, dass das Objekt immer mal wieder abtaucht und am Schluss, nachdem sich das Boot nähert, gar nicht mehr auftaucht, spricht meiner Meinung aber zumindest gegen die Vogel-Erklärung, da diese Tiere wohl eher gänzlich davon fliegen würden, statt unter Wasser zu verschwinden“, kommentiert Watson und führt weiter aus: „Baumstämme können tatsächlich absinken, werden unter ähnlichen Umständen aber eher an Land getrieben, da es zuvor Wochen dauert, bis sie sich genügend mit Wasser vollgesogen haben und sinken. Was den allgegenwärtigen ‚Loch-Ness-Seehund‘ anbetrifft, so glaube ich nicht, dass dieser drei Meter hoch über das Wasser hinausragt.“

Abschließend stellt Roland Watson fragend fest: „Ist das also das Loch Ness Monster? Es könnte gut sein, wir sollten aber zunächst alle anderen Erklärungstheorien ergründen, um zu sehen, wie gut sie einer kritischen Untersuchung Stand halten.“

…dem schließt GreWi sich an.

© grenzwissenschaft-aktuell.de


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#2

RE: Loch Ness:

in Ausserordentliche Wesenheiten 28.06.2018 15:07
von Adamon • Nexar | 14.326 Beiträge

https://www.grenzwissenschaft-aktuell.de...lueter20180618/

Plesiosaurier: „Nessies Vorfahren“ waren doch Warmblüter:


Künstlerische Darstellung verschiedener Arten von Plesiosauriern (Illu.).
Copyright/Quelle: Julian Johnson (via WikimediaCommons) / CC BY-SA 2.0
Bonn (Deutschland) – Wenn Sie sich das „Ungeheuer von Loch Ness“ vorstellen, dann sehen sie wahrscheinlich einen Plesiosaurier vor sich. Ob es sich bei diesen Meeressauriern um Warm- oder Kaltblüter gehandelt hatte, galt lange Zeit als stark umstritten. Jetzt offenbart eine aktuelle Studie, eine jedoch ähnlich hohe Stoffwechselrate der Plesiosaurier wie die heutiger Vögel. Nessies Vorfahren waren also vermutlich Warmblüter – ein Überlebensvorteil, den sie heutigen Reptilien voraus hatten.

Wie Corinna Fleischle vom Steinmann-Institut für Geologie, Mineralogie und Paläontologie der Universität Bonn aktuell im Fachjournal „PeerJ“ (DOI: 10.7717/peerj.4955) berichtet, haben Vögel und Säugetiere eine Gemeinsamkeit: Sie können die Wärme, die sie benötigen, unabhängig von der Temperatur ihrer Umgebung selbst produzieren. „Schildkröten, Schlangen oder Krokodile sind dagegen wechselwarm, genau wie alle anderen heute lebenden Reptilien: Ihre Körpertemperatur passt sich der Umgebung an. Sie haben also keinen inneren Ofen, der sie auf Betriebstemperatur bringt. Das ist der Grund, warum man Eidechsen morgens oft beim Sonnenbad beobachten kann.“

Unter Wissenschaftlern noch nicht abschließend geklärt ist die Frage, ob Warmblütigkeit im Laufe der Evolution nur von Säugetieren und den Vorfahren der Vögel „erfunden“ wurde. Es mehren sich die Indizien, dass auch manche Meeressaurier endotherm (also warmblütig) gewesen sein könnten – so auch die Plesiosaurier. „Diese bis zu 15 Meter langen Reptilien lebten im Wasser“, so die Pressemitteilung der Universität Bonn. „Sie hatten vier paddelähnliche Gliedmaßen, mit denen sie wie eine Meeresschildkröte auf Unterwasserflug gehen konnten (daher auch der deutsche Name „Paddelechsen“). Bekannt sind sie aber vor allem für ihren enorm langen Hals, über den manche Arten verfügten.“

Hintergrund: Könnte „Nessie“ ein Plesiosaurier sein?
Als Kandidaten für das „Ungeheuer von Loch Ness“ bzw. einer notwendigen Population von Tieren wurden und werden neben Schwindel und Verwechselungen mit bekannten Tieren auch immer wieder gerne überlebende Plesiosaurier diskutiert – obwohl sie selbst von vielen Kryptozoologen (also jenen Forschern, die sich mit noch unbekannten oder fälschlicherweise als ausgestorben geltenden Tierarten beschäftigen) als die wohl unwahrscheinlichste Erklärung angesehen wird.


Eines der bisherigen Hauptargumente gegen Nessie als Plesiosaurier war bislang eben auch die Annahme, dass Plesiosaurier wie die heutigen Reptilien wechselwarm waren, ihre Körpertemperatur also nur bedingt regulieren konnten. Der nur wenige Grad kalte Loch Ness würde einen (bzw. mehrere) Plesiosaurier gerade bewegungsunfähig werden lassen. Doch selbst mit der nun aufgezeigten Warmblütigkeit der Paddelechsen bestünde aufgrund des ebenfalls nachgewiesenen erhöhten Stoffwechsels der Tiere das Problem, dass der See vermutlich zu wenig Nahrung für eine dann notwendige ganze Population der Tiere zur Verfügung stellen würde. Als Alternative wird diskutiert, dass die Tiere den Loch Ness – ähnlich wie Lachse und andere Migrationstiere – lediglich während bestimmter Lebensphasen (etwa zur Paarung, Geburt oder Jungtierpflege) aufsuchen. Dafür müssten die Tiere dann aber einen noch unbekannten Zugang zum See nutzen. Zudem müssten die Tiere – so sie sich nicht anders angepasst haben – regelmäßig zum Luftholen an die Wasseroberfläche kommen. Die Folge wären dann vermutlich deutlich mehr Sichtungen der Ungeheuer.

Nach zahlreichen Such- und Beobachtungsaktionen in der Vergangenheit, deren Ergebnisse im Sinne eines großen „Ungeheuers“ entweder negativ oder nicht eindeutig ausfielen und bis heute zumindest kontrovers diskutiert werden, soll schon in den kommenden Monaten eine eDNA-Analyse das Rätsel um ein angeblich im Loch Ness lebendes, großes und noch unbekanntes Tier lüften.

Bei der Methode der eDNA handelt es sich um ein vergleichsweise neues DNA-Analyseverfahren, das noch kleinste DNA-Spuren aus Umweltproben wie beispielsweise Wasser- oder Böden extrahieren kann. Bekannt wurde das Verfahren durch den DNA-Nachweis der Existenz der sogenannten Denisova-Menschen aus der Analyse von Ablagerungen in einer Höhle, in der sich sonst keine physischen Beweise oder Spuren als Beleg für die einstige Anwesenheit der lange Zeit unbekannten Frühmenschenart fanden.

„Die Methode des eDNA ist deshalb so effektiv, weil das Leben selbst schmutzig ist“, so der Leiter des Projekts „Super Natural History – Loch Ness Edition“ Prof. Neil Gemmell von der neuseeländischen University of Otago. „Egal welche Kreatur sich durch eine Umwelt bewegt und darin lebt – sie hinterlässt auf jeden Fall kleinste Fragmente ihrer DNA in Form von Haut, Schuppen, Federn, Haaren, Kot und Urin. Es ist diese DNA, die wir mittlerweile extrahieren und sequenzieren können, um damit diese Kreaturen zu identifizieren, in dem man die ermittelten Sequenzen mit den Datenbänken bekannter genetischer Sequenzen von mehr als 100.000 unterschiedlichen Organismen vergleicht.“ Erste Ergebnisse der derzeit laufenden Probeentnahmen werden im Frühjahr 2019 erwartet (…GreWi berichtete).

„Plesiosaurier weisen bestimmte Merkmale auf, die eigentlich für endotherme Tiere charakteristisch sind“, sagt Corinna Fleischle. „So waren sie über verschiedene Klimazonen hinweg verbreitet und scheinen Brutpflege betrieben zu haben. Ein weiterer Hinweis ist ihr schnelles Wachstum, das man anhand der Wachstumsmarken in ihren Knochen nachvollziehen kann.“ Allerdings stand ein zwingender Nachweis, dass Plesiosaurier warmblütig waren, bislang noch aus.

Zusammen mit Prof. Dr. Martin Sander hat Fleischle Fossilen von Plesiosauriern untersucht und mit modernsten statistischen Methoden ausgewertet, die ein viel verlässlicheres Ergebnis liefern als die bisherigen qualitativen Beobachtungen: „Unter dem Mikroskop waren unter anderem zahlreiche Kanäle zu erkennen, in denen damals die Blutgefäße verliefen. Eine derart hohe Vaskularität deutet auf Endothermie hin.“

Verglichen mit der Zahl der Hohlräume bei heute lebenden Tieren gelang es den Forschern sogar, die Stoffwechselrate der Plesiosaurier zu taxieren und schätzen, dass dieser Wert bei den Plesiosauriern ähnlich hoch war wie heute bei Vögeln: „Damit lief ihr Stoffwechsel möglicherweise sogar hochtouriger als der des Menschen – ein sehr deutlicher Hinweis darauf, dass die Tiere endotherm gewesen sein dürften“, so Fleischle.

Die ersten Plesiosaurier entstanden vor rund 200 Millionen Jahren im sog. Trias. Einige Millionen Jahre später kam es dann zu einer globalen Umweltkatastrophe, bei der 80 Prozent aller Tierarten ausstarben. „Die Paddelechsen überlebten jedoch – möglicherweise dank ihrer Warmblütigkeit“, vermuten die Forscher. Am Ende der Kreidezeit – vor 65 Millionen Jahren – kam es dann aber zu einem weiteren Massenaussterben, dem unter anderem die großen Dinosaurier zum Opfer fielen. „Diesmal mussten auch die Paddelechsen daran glauben. Dabei nahmen sie auch das Merkmal der Warmblütigkeit mit ins Grab“.

© grenzwissenschaft-aktuell.de


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#3

RE: Loch Ness:

in Ausserordentliche Wesenheiten 28.10.2018 06:54
von Adamon • Nexar | 14.326 Beiträge

https://www.grenzwissenschaft-aktuell.de...ie-dna20181017/

Zwischenbericht zum Stand der Suche nach Nessie-DNA:


Symbolbild: Nessie-DNA
Kollage: grewi.de
Dunedin (Neuseeland) – Seit vergangenem Sommer ist ein Team aus Wissenschaftlern um den genetischen Test der Theorien rund um ein noch unbekanntes großes Lebewesen im schottischen Loch Ness bemüht. Mittels sogenannter eDNA wollen die Forscher nach eindeutig genetischen Spuren für einen Organismus suchen, der sie unzähligen Sichtungen des „Ungeheuers von Loch Ness“ erklären – oder auch wiederlegen kann. Grenzwissenschaft-Aktuell.de (GreWi) hat den Leiter des Projekts Prof. Neil Gemmell von der neuseeländischen University of Otago zu einem Zwischenstand befragt.

Anhand von Wasserproben aus dem zweitgrößten Süßwassersee Schottlands und Vergleichsproben aus drei anderen schottischen Lochs (Loch Garry, Oich und Morar) wollen die Biologen mittels sogenannter Environmental-DNA (Umwelt-DNA) im Loch Ness nach genetischen Spuren des angeblichen Seeungeheuers „Nessie“ fahnden (…GreWi berichtete).

Hintergrund: eDNA
Bei der Methode der eDNA handelt es sich um ein vergleichsweise neues DNA-Analyseverfahren, das noch kleinste DNA-Spuren aus Umweltproben wie beispielsweise Wasser- oder Böden extrahieren kann. Bekannt wurde das Verfahren durch den DNA-Nachweis der Existenz der sogenannten Denisova-Menschen aus der Analyse von Ablagerungen in einer Höhle, in der sich sonst keine physischen Beweise oder Spuren als Beleg für die einstige Anwesenheit der lange Zeit unbekannten Frühmenschenart fanden.

„Die Methode des eDNA ist deshalb so effektiv, weil das Leben selbst schmutzig ist“, so Gemmell. „Egal welche Kreatur sich durch eine Umwelt bewegt und darin lebt – sie hinterlässt auf jeden Fall kleinste Fragmente ihrer DNA in Form von Haut, Schuppen, Federn, Haaren, Kot und Urin. Es ist diese DNA, die wir mittlerweile extrahieren und sequenzieren können, um damit diese Kreaturen zu identifizieren, in dem man die ermittelten Sequenzen mit den Datenbänken bekannter genetischer Sequenzen von mehr als 100.000 unterschiedlichen Organismen vergleicht.“

Zum aktuellen Stand des Projekts erläuterte Prof. Gemmell gegenüber GreWi-Herausgeber Andreas Müller:

„Derzeit analysieren wir die Daten der Wasserproben, die wir im vergangenen Juni in Schottland entnommen haben.

Seither haben Wissenschaftler der schottischen University of Hull DNA aus etwa 250 individuellen Proben aus Schottand extrahiert.


Prof. Neil Gemmell
Copyright/Quelle: gemmell-lab.otago.ac.nz

Zusammen wurden die in den Proben aus dem Loch Ness gefundenen eukaryotischen und bakteriellen DNA-Sequenzen dann an das Labor von Professor Pierre Taberlet an der Université Grenoble Alpes mit Hilfe des Verfahrend der Polymerase-Kettenreaktion (polymerase chain reaction, PCR) vervielfältigt. Zudem haben wir uns im speziellen auf DNA von Wirbeltieren konzentriert, da sich die meisten ‚Monster-Mythen‘ schließlich auf ein großes wirbeltierartiges Wesen beziehen.

Die so angereicherten DNA-Sequenzen wurden dann zu Fasteris (einem Biotechnologieunternehmen) in Genf geschickt, wo sie mit Hilfe sog. Illumina Sequenzierung weiterhin sequenziert wurden.

Jetzt liegen uns rund 500 Millionen individuelle DNA-Sequenzen vor, die wir derzeit untersuchen um zu verstehen, welche Arten sich im Juni 2018 im Loch Ness befanden.

Es wird jetzt nochmal einige Zeit dauern, diese Sequenzen ausführlich zu untersuchen. An dieser Arbeit sind derzeit etwa fünf voneinander unabhängige Labore beteiligt.

Ich erwarte derzeit, dass wir im Frühjahr 2019 diese Ergebnisse veröffentlichten können.“

© grenzwissenschaft-aktuell.de


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RE: Loch Ness:

in Ausserordentliche Wesenheiten 19.10.2019 18:51
von Adamon • Nexar | 14.326 Beiträge

https://www.grenzwissenschaft-aktuell.de...h-ness20190904/

Unterwasserkamera filmt großes schlangenartiges Lebewesen im Loch Ness:

Inverness (Großbritannien) – Nur wenige Tage bevor am 5. September 2019 das Ergebnis einer eDNA-Analyse von Wasserproben aus dem Loch Ness präsentiert und damit das Rätsel um das Ungeheuer von Loch Ness zumindest genetisch gelüftet werden soll, sorgen Aufnahmen einer Unterwasserkamera aus dem See für Aufsehen: Die Bilder zeigen ein großes, schlangen- oder aalartiges Wesen unter Wasser.

https://netzr.de/videos/10712/loch-ness-schnappschuss/

Wie der Loch-Ness-Forscher Roland Watson auf seiner Webseite zum „Loch Ness Monster“ auf „LochNessMystery.blogspot.com“ berichtet, stammen die Aufnahmen von einer Unterwasserkamera, mit der Mitglieder des „Ness District Salmon Fishery Board“ die Lachswanderungen im und durch den sagenumwobenen schottischen See beobachten. Die Aufnahmen hat die Organisation am 1. September 2019 auf ihrer Facebook-Seite veröffentlicht.

„Es sieht aus wie ein großer Aal. Aufgrund des trüben Wassers sind genaue Details und Größe nur schwer auszumachen, aber es sieht lebendig und groß aus“, kommentiert Watson die Aufnahme und führt dazu weiter aus: „Es ist zwar kein Wesen von 10 Metern Länge, aber es ist deutlich größer als der Lachs im Vordergrund, der zudem auch noch den Anschein macht, als versuche er dem Wesen auszuweichen.“

Robert Watson erläutert weiterhin, dass die Aufnahmen vermutlich vom vergangenen Wochenende stammen, nachdem es viel Regen und entsprechend viel Wasser in den Flüssen gab: „Irgendetwas scheint diese hohen Wasserpegel ausgenutzt zu haben. Aufgrund der Bewegung der Partikel im Wasser und des Lachses vermute ich, dass die Fließrichtung des Wassers von links nach rechts verläuft. Das wiederum legt nahe, dass der Loch Ness selbst links und Moray Firth rechts liegt. In anderen Worten gesagt, scheint sich das Objekt aus dem See heraus Richtung Meer zu bewegen.“

Doch was zeigt der Film? Anhand der erkennbaren schlangenartigen Körperform könnte es sich am ehesten um einen (großen) Aal handeln. In Frage kommt somit der Europäische Aal (Anguilla Anguilla).

Während Aale in der Sargassosee im Atlantik als sog. Larven schlüpfen und dann an die europäischen Küsten schwimmen, ziehen sie im Frühjahr in zum Teil großen Schwärmen sog. Steigaale von hier aus flussaufwärts in die Binnengewässer des Landesinneren. In ihren Heimatgewässern wachsen sie die nächsten Jahre zur vollen Größe von 60 bis 150 Zentimetern heran. Zum Ablaichen wandern die Tiere im September/Oktober aus den Gewässern des Landesinneren über die Flüsse dahin zurück, wo sie geschlüpft waren: in die Sargassosee. Laut Informationen des „Scottish Wildlife Trust” wandern Aale im Loch Ness allerdings nur zwischen Dezember und Januar. Das Video selbst stammt aber von Ende August-Anfang September.

Eine der bekanntesten Theorien darüber, um was es sich bei dem sog. Ungeheuer vom Loch Ness handeln könnte, vermutet in „Nessie“ denn auch tatsächlich einen Aal – genauer gesagt einen Riesenaal. Diese Fische können mehrere Meter lang werden. Erst 2015 ging ein besonders eindrucksvolles Exemplar Fischer vor der südwestlichen Küste Großbritanniens nahe Plymouth ins Netz (s. Abb.l.). Auch wenn bislang keine Riesenaale im Loch Ness bekannt waren, sind solche Tiere also nicht völlig auszuschließen.

Am morgigen Donnerstag den 5. September 2019 wollen Wissenschaftler um Prof. Neil Gemmell von der neuseeländischen University of Otago die Ergebnisse ihrer eDNA-Analyse anhand zahlreicher Wasserproben aus dem Loch Ness auf einer Pressekonferenz bekannt geben (…GreWi berichtete). Vorab erklärte der Genetiker gegenüber Grenzwissenschaft-Aktuell.de, die Ergebnisse der eDNA-Analyse würden „auf eine der bislang bekannten Theorien als plausible Erklärung für die unzähligen Sichtungen des ‚Ungeheuers‘ hindeuten“. Auf welche genau, werden wir erst am 5. September wissen. Es bleibt also noch spannend, ob die eDNA-Analysen die Aufnahmen der Unterwasserkamera stützen.

© grenzwissenschaft-aktuell.de


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zuletzt bearbeitet 19.10.2019 19:00 | nach oben springen
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#5

RE: Loch Ness:

in Ausserordentliche Wesenheiten 19.10.2019 19:06
von Adamon • Nexar | 14.326 Beiträge

https://www.grenzwissenschaft-aktuell.de...s-edna20190905/

Loch Ness: Genetiker präsentieren Ergebnisse der Suche nach Nessies eDNA:


Grafische Darstellung der Ergebnisse der eDNA-Analyse anhand von Wasserproben aus dem Loch Ness.
Copyright/Quelle: Gemmel et al. / University of Otago
Drumnadrochit (Großbritannien) – Anhand von Wasserproben aus dem sagenumwobenen Loch Ness haben Genetiker eine umfangreiche eDNA-Analyse des größten Sees Schottlands und damit der dortigen Artenvielfalt erstellt. Aus der Studie lassen sich auch Rückschlüsse auf die Identität des angeblichen Ungeheuers von Loch Ness ziehen.

Zuvor hatte das Team um Prof. Neil Gemmell von der neuseeländischen University of Otago Wasserproben aus dem Loch Ness und umliegenden Seen entnommen und diese einer sogenannte eDNA-Analyse unterzogen.

Hintergrund: eDNA
Bei der Methode der eDNA handelt es sich um ein vergleichsweise neues DNA-Analyseverfahren, das noch kleinste DNA-Spuren aus Umweltproben wie beispielsweise Wasser- oder Böden extrahieren kann. Bekannt wurde das Verfahren durch den DNA-Nachweis der Existenz der sogenannten Denisova-Menschen aus der Analyse von Ablagerungen in einer Höhle, in der sich sonst keine physischen Beweise oder Spuren als Beleg für die einstige Anwesenheit der lange Zeit unbekannten Frühmenschenart fanden

„Die Methode des eDNA ist deshalb so effektiv, weil das Leben selbst schmutzig ist“, so Gemmell. „Egal welche Kreatur sich durch eine Umwelt bewegt und darin lebt – sie hinterlässt auf jeden Fall kleinste Fragmente ihrer DNA in Form von Haut, Schuppen, Federn, Haaren, Kot und Urin. Es ist diese DNA, die wir mittlerweile extrahieren und sequenzieren können, um damit diese Kreaturen zu identifizieren, in dem man die ermittelten Sequenzen mit den Datenbänken bekannter genetischer Sequenzen von mehr als 100.000 unterschiedlichen Organismen vergleicht.“

Insgesamt wurden 250 Wasserproben aus dem Loch Ness entnommen und analysiert, wobei rund 500 Millionen Sequenzen extrahiert und mit bestehenden Datenbanken verglichen wurden. Auf diese Weise sei nicht nur nach dem sagenumwobenen Ungeheuer „Nessie“ gesucht, sondern auch eine Bestandsaufnahme der gesamten Biodiversität – von Bakterien bis hin zu höheren, großen Tieren – des Loch Ness erstellt worden (…GreWi berichtete).

Wie Gemmel gemeinsam mit dem Leiter des „Loch Ness Centre & Exhibition“, Adrian Shine im schottischen Drumnadrochit auf der heutigen Pressekonferenz berichtete, könne man anhand der Ergebnisse nun einige der populärsten Theorien rund um die Natur des vermeintlichen Ungeheuers wiederlegen.

Demnach ließen sich „leider keine genetischen Beweise für die Existenz einer urzeitlichen Reptilien-Population im Loch Ness finden“, wie sie etwa in Form überlebender Plesiosaurier seit Jahrzehnten die Fantasien anregen. „Da wir keine in diese Richtung weisende eDNA im Loch Ness finden konnten, glauben wir nicht, dass die Idee von Plesiosauriern im See weiterhin aufrechterhalten werden kann“, so Gemmel.

Eine der populärsten Theorien sieht in “Nessie” Exemplare einer bis heute im Loch Ness überlebenden Population von Plesiosauriern (Illu.).


Copyright: Adam Stuart Smith (via Wikimedia Commons), CC BY-SA 2.5

“Wir haben auch alle anderen populären Theorien darüber, was im See groß genug sein könnte, um die zahlreichen Sichtungen eines großen Wesens erklären zu können, untersucht. Dazu zählen neben Riesenwelsen und Stören auch die Vorstellung von einem verirrten Grönlandhai. Aber, im Loch Ness findet sich weder eDNA von Haien noch die eines Riesenwelses und auch Stör-DNA konnten wir nicht finden.“

Was bleibt sei die Vorstellung von Aalen als Erklärung für Nessie, so Gemmel. „Es könnte sich also durchaus um einen bzw. mehrere sehr große Aale handeln, die dem Mythos vom Ungeheuer im Loch Nes zu Grunde liegen.“ Die Größe dieser Tiere könne die der bislang größten bekannten Exemplar Europäischer Aale deutlich übertreffen (s. Abb.).

Während anhand der gewonnen DNA keine Rückschlüsse auf die Körpergröße der Aale im Loch Ness gezogen werden könne, schließe die große Menge an Aal-DNA, wie sie an allen Probeentnahmestellen im See vorgefunden wurde, die Existenz von Riesenaalen im See nicht aus.

Insgesamt habe man neben unzähligen Mikroben (darunter sogar eine Salzwasserbakterienart) durch die Studie nun 11 Fischarten, 3 Amphibienarten, 22 Arten von Vögeln und 19 Säugetierarten im und am Loch Ness identifiziert. Befürchtungen, der Loch Ness könnte auch schon von hier eigentlich nicht heimischen, eingeschleppten Arten “kontaminiert” sein, widerspricht die Studie: „Bislang konnten wir noch keine DNA solcher Arten (darunter beispielsweise Pazifiklachse) finden.“

Zwar habe man innerhalb der Studie mit Sicherheit noch nicht alle im Loch Ness lebenden Arten identifiziert, dennoch zeigen sich die Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen um Gemmel überzeugt, dass man „keine im See lebende Hauptgruppe von Tieren übersehen habe.“

Auch eine eDNA-Studie könne anwesende Arten im See übersehen. Als Gründe hierfür nennen die Forscher beispielsweise potentielle Mängel in der Probenentnahme; den Umstand, dass es sich bei einer Art um wandernde Tiere wie etwa Lachse handele, wie sie den See nur zeitweise aufsuchen und bevölkern ;sowie kleine oder nur selten vorkommende Tiergruppen. Auch der Umstand, dass beim Abgleich der gefundenen eDNA-Sequnezen eine Art übersehen wurde, könne nie ganz ausgeschlossen werden, so Gemmel.

„Der Loch Ness ist sehr weitläufiges Gewässer. Vor dem Hintergrund, dass eDNA-Signale sich oft auch schnell wieder auflösen und meist nur Tage oder Wochen währen, bleibt natürlich die Möglichkeit bestehen, dass es weiterhin etwas im Loch Ness gibt, das wir nicht gefunden haben“, so Gemmel und führt abschließend weiter aus:

“Vielleicht haben wir schlichtweg auch nur zur falschen Zeit und/oder den falschen Stellen gesucht oder unsere Methoden waren nicht dazu geeignet, ‘Nessie’ zu erkennen, da die Sequenz (des Ungeheuers) mit keiner in den Datenbanken vorhandenen Sequenz übereinstimmt oder dieser gleicht. (…) Unsere Untersuchung kann diese Frage also leider nicht abschließend beantworten. Wir fanden aber auch keine eindeutigen Beweise für die Existenz eines „Ungeheuers“ im Loch Ness. Denn schlussendlich gilt auch hier, dass es unmöglich ist, die Nichtexistenz von etwas zu beweisen.“ Allerdings habe man nun Belege für eine Theorie, die es weiterhin zu untersuchen gelte. „Die Vorstellung von einem Riesenaal im Loch Ness ist es weiterhin wert, erforscht zu werden.”

© grenzwissenschaft-aktuell.de


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