GROSSE GÖTTIN - TERRA MATER - MAGNA MATER:
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GROSSE GÖTTIN - TERRA MATER - MAGNA MATER:

in Formen & Namen der Göttin: 21.10.2009 22:13
von Atlan • Nexar | 14.433 Beiträge

Terra Mater : Die Große Göttin

Die Ursprünge des keltischen Glaubens (wie aber auch vieler anderer Urvölker) ist die Vorstellung einer großen Göttin die über Himmel, Erde und Unterwelt herrscht und von der alle Lebewesen abstammen.

Bei den Kelten drückt sich diese vor allem in einer Verehrung einer dreifaltigen Muttergottheit aus, deren Aspekte Jungfrau, Mutter und Greisin an die Mondphasen angelehnt sind, so, wie wir es auch im modernen Hexen- und Heidentum wiederfinden.

Je nach Region oder Stamm hat diese große Mutter bzw. deren einzelnen Aspekte unterschiedliche Namen und Bezeichnungen. Sie wird oft mit Symbolen der Fruchtbarkeit dargestellt und steht für die drei Seiten der weiblichen Schöpfungskraft .
Sie zeigt auch die dunkle Seite, die zerstörerische und vernichtende Kraft die sich ebenso wie das Helle, Wachstumsfördernde allem in der Natur und dem Leben zugrunde liegt. Also ein ewiger Zyklus von Geburt, Reife, Untergang und Wiederauferstehung...

Von ihr zweigen sich verschiedenste weibliche Gottheiten ab, sozusagen als Kinder der Mutter Erde, die Naturerscheinungen wie Flüsse, Tiere, Pflanzen, Landstriche etc. verkörpern und deren heutigen Namen noch prägen.



. - Was Du aufdeckst, - offenbart sich . -

"Die Erlösung kann nicht verdient, nur empfangen werden, - darum ist sie die Erlösung". -

"Es ist alles Illusion, - was nicht aus mir selber spricht,
- denn es ist ein Zusatz, - dieses Eine nicht". -

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zuletzt bearbeitet 09.10.2014 14:56 | nach oben springen
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#2

RE: GROSSE GÖTTIN - TERRA MATER - MAGNA MATER:

in Formen & Namen der Göttin: 09.10.2014 15:02
von Adamon • Nexar | 14.433 Beiträge

Aus: http://www.celtoi.net/celtoipedia/index....9Fe_G%C3%B6ttin

Große Göttin ist ein Titel oder Begriff der für viele weibliche Gottheiten benutzt wird. In der Antike steht er für die pantheistischen oder monistischen Religionen die eine große weibliche Gottheit verehrten.Hierzu zählen der Kult der Magna Mater, der Kybele oder Berecynthia, der Isis, oder der Hekate.

Kybele, Kubaba oder Kubile Matar war ursprünglich eine phrygische Göttin, sie war die weibliche Hälfte des von Zeus mit der Erde gezeugten Zwitterwesens Agdistis (die männliche war Attis).Der Kybelekult war ein Mysterienkult der Geschlechterdualität, seine Priester waren Kastraten, die sogenannten Galli.Der Kult der Kybele war weit verbreitet unter den Galatern, die als glühende Anhänger Kybeles galten und die Hälfte ihres Priesterkollegiums stellten.In Gallien war der Kybelekult, unter ihrem anderen Namen Berecynthia, verbreitet.Bei den Griechen galt Kybele als Rheia, bei den Römern als Ops.

Magna Mater war eine römische Göttin, ihr Kult ist auf den der Kybele zurückzuführen bzw. die römische Variante dieses Kultes.Im Kult der Magna Mater wurde die Kybele der einheimischen Erdgöttin Tellus oder Terra Mater gleichgesetzt.Weitere Kulte die mit ihm verschmolzen waren der der Maia und Bona Dea die die Römer als andere Erscheinungsformen der Erdmutter Tellus auffassten.Später verschmolz die Magna Mater weiterhin mit der ursprünglich ägyptischen Göttin Isis und wurde so endgültig zur Universalreligion.

Isis war ursprünglich eine ägyptische Göttin, eine Urenkelin des Sonnengottes Aton und eine von vielen Kindern des Erdgottes Geb mit der Himmelsgöttin Nut (ihre Geschwister waren Osiris, Seth und Nephtys).Später wurde sie in römischer Zeit zur Universalgöttin und Verkörperung der "Mutter Natur" die alle anderen Gottheiten umfasste.

Hekate, war vermutlich ebenfalls ursprünglich eine kleinasiatische Göttin,sie galt als Tochter des Titanenpaares Perses und Asteria oder aber der aus dem ursprünglichen Chaos geborenen Nyx (der Nacht).In Griechenland galten mitunter die Unterweltsgöttin Persephone, die Mondgöttin Selene und die Bauchgöttin Baubo als Gestalten der Hekate, sie wurde zur dreifachen Göttin der Hexen und der Kreuzwege.Im Neuplatonismus wurde sie mit der "Psyche" bzw. der Weltseele identifiziert.

Sophia, ist in der Philosophie Platons die Verkörperung der Weisheit und die Weltseele, später wurde sie auch als Göttin der Weisheit aufgefasst und teilweise mit Hekate identifiziert.Bei den Gnostikern ist sie die Tochter des Bythos oder Logos, des unpersönlichen unbekannten Ur-Gottes.Im Judentum, vor allem in der Kabbala, wurde Chokmah, einer der Sephirot und eine Emanation Gottes, auch als Sophia übersetzt.Das Christentum sieht Sophia oder Sapientia als die Weisheit Gottes an und nennt teilweise den Heiligen Geist, die Ruach, Sophia, als den weiblichen Aspekt Gottes.

Darüberhinaus existiert eine große Göttin, Devi, heute noch in verschiedenen Formen innerhalb des Hinduismus, vor allem in der Variantion des Shaktismus.Als Shakti erscheint die weibliche Urkraft des Universums als die weibliche Hälfte und Partnerin des Trimurtis (Shiva, Vishnu, Brahma).Als Göttin Durga ist die Mahadevi, die Göttin, eins mit Brahman, dem Allwesen und Absolutem.Als Maya, ist sie die Illusion die Erkenntnis der Einheit von Brahman und Atman verschleiert.Als schöpferisches weibliches Prinzip Viraj wird sie aus dem Urwesen Purusha geboren und reinkarniert ihrerseits widerum Purusha.


In der Philosophie nahm die Göttin einen gewichtigen Platz ein, so erzählt der Philosoph Parmenides von einer mystischen Reise während der er von der Göttin Natur oder Sophia ("Wissen") über die wahre Natur des Seins aufgeklärt wird, später beschreibt der pythagoräisch beeiflusste Platoniker Parmenides Monas ("Einheit") als höchsten Gott, dem er die Göttin Dyas ("Zweiheit") an die Seite stellt, er meint hiermit ,daß die absolute Einheit als das höchste göttliche Prinzip anzusehen ist, das die Ideen als Momente beinhaltet, während die Unendlichkeit, der Dualismus als Ergebnis des ersteren diesem untergordnet sei.Er erklärt Monas als das männliche Prinzip, den Nous ("Geist"), den König, den Vater und die Fixsternsphäre und Dyas als das weibliche Prinzip, die Weltseele und den von der Fixsternsphäre umfassten Raum.Monas, den Gott, setzt er mit Zeus gleich, Dyas mit der Göttin. Der eklektische Neuplatoniker Lucius Apuleius beschreibt in seinem Werk "der goldene Esel" eine Erscheinung der großen Göttin als Isis:

"Siehe oh Lucius Ich bin erschienen, deine Trauer und deine Gebete haben mich bewegt dir beizustehen.Ich bin sie die natürliche Mutter aller Dinge, Herrin und Gebieterin der Elemente, der Urgrund der Welten,oberste der göttlichen Kräfte, Königin des Himmels, erste der himmlischen Götter, das Licht der Göttinnen bei meinem Willen werden die Planeten der Luft, die Winde der Meere und die Stillen der Unterwelt gewogen sein; mein Name, meine Göttlichkeit wird auf der ganzen Welt geehrt in verschiedenster Form, in vielen Sitten und unter vielen Namen, denn die Phyger nennen mich Pessinuntica, die Mutter der Götter, die Athener nennen michCecropische Artemis; die Zyprier paphische Aphrodite; die Candier Dictyanna, die Sikuler stygische Proserpina und die Eleusiner rufen mich Mutter des Korns.Einige rufen mich Juno, andere Bellona von den Schlachten, wieder andere Hekate.Zu allererst rufen mich, die Äthiopier welche im Orient wohnen und die Ägypter welche erhaben sind in jeder art altertümlicher Lehre, in ihren wahren Zeremonien zu meiner Verehrung Regina-Isis.Erblicke mich, ich bin erschienen mich deiner Trübsal und Geschick zu erbarmen, erblicke mich, ich bin hier dich zu begünstigen und die beizustehen.Lass dein Trauern und Klagen, nimm hinfort dein Leib, siehe nun den Tag des Heils welcher von meiner Fürsorge bestimmt ist, sei also bereit meinem Gebot zu folgen"


In der Spätantike wurde Berecynthia von den Galliern in Augustodunum (Autun) verehrt, eventuell war sie aufgrund einer namensähnlichkeit mit der einheimischen Brigantia verschmolzen.Im Noricum wurde der Genius des Landes, die Landesgöttin Noreia mit der Göttin Isis identifiziert.Als Erscheinungen der Ops galt in Norditalien die keltische Epona, die sich mit ihr den Feiertag Opalia teilte.Bei den kleinasiatischen Galatern hatte sich der beliebte Kybelekult eventuell mit ursprünglich keltischen Vorstellungen vermischt.Im Rheingebiet breitete sich der Kult der großen Göttin wahrscheinlich begünstigt durch den Matronenkult unter den Kelten und Germanen aus.Tacitus identifizierte die germanische Erdgöttin Nerthus, deren Name mit dem keltischen Wort für "Kraft"(Nerton) identisch ist, mit der Terra Mater, und berichtet ,daß im Glauben der Germanen der zwidderhafte Urriese Tuisto aus der "Terra" geboren wurde."Regina" der Titel der Isis als Allgöttin entspricht dem keltischen Rigani.

Bei den alten Iren sprechen einige Hinweise für Vorstellungen von einer großen Muttergöttin, so vereint die Cailb 32 Göttinnen in ihrer Gestalt (unter anderem Samhain, Sinend, Sadb, Coll, Dicuil, Ethamne, Nemain, Badb, Aoife und Macha), mehrfache Göttinnen sind zudem die Morrigan, Anu und die vielgestaltige Eithne.Ebenfalls Züge der großen Göttin trägt die Cailleach.


In der modernen Esoterik nimmt der Kult der großen Göttin zahlreiche Züge an, so wird sie als Universalgottheit innerhalb der weiblichen "Pandea" Religion und "Gaia Religion" verehrt, ebenso in der "Reclaiming Tradition".Die neuen Druiden verehren die keltischen Gottheiten mithin polytheistisch, mithin als die große Göttin, auch in Gestalt einer neudruidischen Göttin namens "Ced" (der Partnerin des Pantheistischen Gottes "Celi").Innerhalb der Wicca und "Dianic" Bewegung repräsentiert die Große Göttin die weibliche Hälfte des göttlichen All-Einen, während die männliche Hälfte vom gehörnten Gott repräsentiert wird.Einige neopagane Gruppen innerhalb des celtic Witchcraft gehen so weit alle weiblichen Sagengestalten der keltischen Mythologie zu Inkarnationen der großen Göttin zu erklären.Einige neue Strömungen identifizieren die große Göttin als Bewusstseinsform mit dem Planeten Erde, der nach der "Gaia-Hypothese" einen einzigen lebenden Organismus darstellt.Die Gaia-Hypothese selbst, als wissenschaftliche Theorie, enthält jedoch keinerlei solcher animistischen Betrachtungsweisen.

Die Matriarchiatsforschung versucht die Göttinnenreligion als Ur-Religion innerhalb eines vorgeschichtlichen Matriarchiats nachzuweisen.Archäologisch gesehen scheint es jedoch, daß in der Vorgeschichte viele männliche und weibliche Gottheiten polytheistisch nebeneinander verehrt wurden.Die große Göttin als höchste, weiblich gedachte, Form des obersten göttlichen Prinzips und als Universalgottheit ist nach den Erkenntnissen der Geschichtsforschung erst ein Produkt der Spätantike.



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