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Lughnsad - mag. Farbe rot:

in Cumhachd - Damhain Alla: 01.02.2010 17:59
von Atlan • Nexar | 14.588 Beiträge

So wie der Kelch das Weibliche ist, so ist das Athame das Männliche,
Und vereint bringen sie Glückseligkeit.


Ich bin die Schnitterin.
Ich töte dich, mein Liebster, auch wenn es mir das Herz zerreißt,
Und unser Dasein jetzt wird bald Erinnerung.
Ich töte dich, mein Liebster, und gebe das Liebste was ich hab,
Und unser Dasein ändert sich.
Ich töte dich, mein Liebster, damit es Änderungen bringt,
Und unser Dasein wandelt sich im Rad der Zeit…


Du bist die Schnitterin.
Mit deinem Herzen, meine Liebste, gabst du mir Antrieb, Kraft und Stärke,
Und unsere Welt begann zu blühen.
Mit deinem Herzen, meine Liebste, wurde ein Paradies für mich erschaffen,
Und unsere Welt wurde mein eigenes Reich.
Mit deinem Herzen, meine Liebste, hab ich meine Seele vereint,
Und unsere Welt trug bald die Früchte, die sie braucht…

Ich bin die Schnitterin.
Mit deinem Blut, mein Liebster, fülle ich den Kelch,
Und unsere Kinder trinken von dem Wein des Lebens.
Mit deinem Blut, mein Liebster, treibe ich das Korn zur vollen Reife,
Und unsere Kinder backen das erste Brot der ersten Ernte.
Mit deinem Blut, mein Liebster, besprenge ich die Erde,
Und unsere Kinder wachsen…



Du bist die Schnitterin.
Mit meinem Willen, meine Liebste, leg ich mein Leben nun in deine Hand,
Und unsere Liebe wird die Erde führen.
Mit meinem Willen, meine Liebste, schenk ich der Welt den Antrieb,
Und unsere Liebe wird die Wunden heilen.
Mit meinem Willen, meine Liebste, bring ich mein größtes Opfer dar,
Und unsere Liebe wird die Hoffnung der Menschen tragen…

Lilye



Dies soll der zweite Artikel in der dreiteiligen Reihe
über die Farben der Göttin werden: Die Farbe Rot.

Wenn wir an die Farbe Rot in Verbindung mit der Göttin denken,
fällt den meisten sicherlich als erstes die Große Mutter ein;
die Göttin auf dem Höhepunkt ihrer Kraft, welche strahlend
in der Mittagssonne schützend ihre Hände über die Felder hält.

Nichts kann sie erschüttern, denn sie ist stark und unerschütterlich,
sie gibt Wärme, Geborgenheit und Liebe.
Sie wird geehrt und geliebt, weil sie als Mutter das Leben bringt,
welches später zu ihr zurückkehrt.
Sie ist Mutter, Beschützerin und gleichberechtigte Geliebte in einem.

In ihrem Bauch wächst der junge Gott heran,
welcher der neue Gott im nächsten Jahr werden wird.
Ihre Jahreszeit ist der Sommer und ihre Mondphase ist
der helle und strahlende Vollmond.
In dieser Mondphase funktionieren alle Zauber, die etwas mit Werden,
Schaffen und Wachstum zu tun haben, besonders gut.

Wie wir am Beispiel der Venus von Willendorf sehen können,
wird sie oft äußerst füllig und mit großen Brüsten dargestellt.
Damit wird symbolisiert, dass sie für Fruchtbarkeit und Fülle steht.
Die Figur der Venus von Willendorf hat ein sehr gebärfreudiges Becken,
welches wieder gut auf die Mutterschaft dieser Göttin schließen lässt.
Sie ist das bekannteste Fundstück Österreichs, was aus der Altsteinzeit stammt,
und wird heute im Naturhistorischen Museum in Wien aufbewahrt und ausgestellt.
Gefunden wurde sie 1908 bei Willendorf in der Wachau, ca. 80 km von Wien entfernt.

Ich musste bei meinen Recherchen feststellen,
dass Muttergöttinnen jedoch nicht immer die liebevolle, fürsorgliche und nette Göttin sind.
Ich mache es mal am Beispiel der griechischen Kybele fest:
Sie ist das Sinnbild alles Lebendigen, die Mutter der Götter, Menschen,
Pflanzen, Tiere und aller Dinge.
Sie wird „Magna Mater“ (lateinisch: Große Mutter) genannt.

Als kleines Kind wurde sie von ihren Eltern Meon und Dindyma ausgesetzt,
weil sie als Mädchen nicht erwünscht war.
Aufgezogen wurde sie laut Mythologie von Panthern und Löwen,
solange, bis einige Hirtinnen sie fanden und zu sich nahmen.
Sie befasste sich mit heilenden Kräutern und mit Musik,
heilte kranke Kinder und krankes Vieh mit ihren Worten und
wurde daraufhin die „Gebirgische Mutter“ genannt.

Wir sehen, dass sie stark und gut ist,
dass sie keine Umstände erschüttern konnten und dass sie,
trotz der Tatsache, dass sie ausgesetzt wurde, das Leben in jeder Form heiligte

. Jedoch hatte Kybele einen Liebhaber namens Attis.
Es ranken sich mindestens zwei verschiedene Versionen um die beiden.
Zum einen heißt es, dass er sich nach einiger Zeit in eine Nymphe verliebte
und diese begehrte.

Zum anderen wurde gesagt, dass Attis die Tochter des Königs von Pessinus heiraten wollte.
Beide Geschichten haben jedoch dasselbe Ende:
Kybele, rasend vor Eifersucht und Wut, straft ihren Liebsten mit Wahnsinn,
woraufhin dieser sich unter einer Pinie selbst kastriert und daran starb.
Erst nach seinem Tod verzeiht Kybele ihm und nimmt ihn wieder als ihren Gefährten an.

Im Wicca bringt der Gott seiner Göttin ein Liebesopfer, indem er sich von ihr töten lässt.
Vielleicht ist der Mythos der Kybele und des Attis eine frühe Form des Liebesopfers
und vielleicht entstanden aus solchen Mythen unsere Legenden im Wicca?
Er stirbt, auf dass Neues und Gutes entstehen kann.

Wie sahen die Menschen früher die Sache mit der Mutterschaft?
War eine Mutter immer hoch angesehen?
War sie in den Augen der Menschen schon immer stark und auch mächtig?
Diese Fragen gilt es nun zu klären.

In den älteren Religionen wurde noch nicht einmal wirklich erahnt,
dass die Männer etwas mit dem Zeugen von Kindern zu tun hatten.
Sie sorgten zwar zusammen mit ihrer Frau für den Nachwuchs,
sahen diesen aber als die Kinder der Frau an.

Bei den Aborigines hieß es, dass die Frauen erst durch
das Essen spezieller Nahrung schwanger wurden
oder auch durch das Umarmen eines heiligen Baumes,
an den sie die Nabelschnüre von vorangegangenen Geburten hängten.

Die Schamaninnen der Chukchi sagten,
sie würden ihre Kinder mit heiligen Steinen machen.

Bei den Bataks auf Sumatra herrschte der Glaube,
dass eine Frau nur schwanger werden würde,
wenn unter ihrem Haus Nabelschnüre und Mutterkuchen vergraben seien.

Dies zeigt uns, dass laut den älteren Religionen
nur die Frauen die Macht besaßen, Leben in die Welt zu tragen.

Als Schwangere, Gebärende und auch als Erzieherin
nahmen sie alles Wachsende in ihre Obhut
und auch sie erzeugten pflanzliche Lebensmittel.

Sie waren demzufolge auch die Besitzerinnen und Verwalterinnen
des Landes, welches bebaut wurde.

Hier können wir schlussfolgern, dass schon früher zuerst
von einer Schöpferin die Rede war, als von einem Schöpfer.

Viele Stämme wurden von Müttern angeführt, geleitet und behütet,
wobei hier von so genannten Mutterschaften die Rede ist.

Die Frage der Vaterschaft haben scheinbar Frauen selbst geklärt,
denn es wurden kalendarische Aufzeichnungen über den Zyklus der Frau gefunden,
welche die Frauen später dann angefangen haben, zu führen.


Schon im alten Ägypten können wir sehen, dass Mütter sehr geachtet und verehrt wurden.
Frauen waren gleichberechtigt und konnten nahezu jeden Beruf ausüben;
in Positionen wie jener der „Gottgemahlin des Amun“ konnte ihre Macht
sogar jener des Pharao gleichkommen.

Obwohl es nur sehr wenige Frauen selbst auf den Pharaonenthron geschafft haben,
wurde der Pharaonentitel ausschließlich über die weibliche Linie vererbt.
Pharao konnte also nur werden, wer eine Prinzessin des Königshauses heiratete,
während die eigene Herkunft eine untergeordnete Rolle spielte
– die Erbfolge im Königshaus lief somit matrilinear ab.

So erklärt sich auch die Behauptung des antiken griechischen
Geschichtsschreibers Diodorus Siculus, der berichtete,
dass den ägyptischen Königinnen definitiv mehr Verehrung und Achtung
entgegengebracht wurde als den Herrschern.

Im Ramesseum von Theben zum Beispiel wird die Königinmutter Tuya
als die "mächtige Herrscherin der Welt" angesprochen.
Was ich persönlich sehr interessant finde, ist,
dass der ursprüngliche Titel eines Pharaos "Per aa" lautete,
was soviel wie "Großes Haus" oder auch "Großes Tor" bedeuten könnte
und dies könnte wiederum ein Symbol für den kosmischen Mutterschoß sein.

In Maximen, um 1500 v.u.Z. formuliert, heißt es:
„Du sollst nie deine Mutter vergessen und was sie für dich getan hat ...
Denn sie trug dich lange als eine schwere Bürde unter ihrem Herzen,
und nachdem die Monate vollendet waren, gebar sie dich.

Sie trug dich drei lange Jahre auf ihren Schultern und gab dir ihre Brust
und als du größer wurdest, erlaubte ihr Herz ihr nie zu fragen:
„Warum sollte ich das tun?“

Im alten Ägypten tritt besonders Isis als Muttergöttin ins Bild.
Auf vielen Bildnissen sieht man sie, wie sie das Horuskind säugt.
Sie ist oft die Schutzgöttin des in Ägypten regierenden Königs.
Horus empfing sie, indem sie sich in Gestalt eines Sperbers
auf der Leiche ihres Gatten Osiris niederließ.

Um zu verhindern, dass Seth ihrem Sohn nachstellt,
gebar sie ihn in der Einsamkeit der Sümpfe des Nils.

Jedoch ist sie nicht nur eine Muttergöttin, auch Isis hat viele Aspekte.
Mit ihrer Schwester Nephtys zusammen belebte sie Osiris wieder
und wurde somit auch zur Schutzgöttin der Toten.

Mit ausgebreiteten Flügeln, die Schutz gewähren,
wird sie an vielen Sargwänden dargestellt.
Sie wird auch die „Zauberreiche“ genannt,
da sie sich des Öfteren wirksamer Zaubermittel bediente.

Doch gehen wir einmal von den Ägyptern weg und schauen uns
auch ein paar andere Religionen an:

In Babylon wurde jedes Vergehen gegen eine Mutter oder jede Missachtung
ihrer Anweisungen sofort mit dem Ausschluss aus der Gemeinde bestraft.

Die Chinesen haben den Brauch, dass der Familienname
immer aus einem Zeichen gebildet wird, welches Frau bedeutet.

Dies soll aus der Zeit stammen, in der die Menschen nur ihre Mutter kannten
und noch nicht wussten, wer ihr Vater ist.

Tibet wird in chinesischen Schriften das "Land der Frauen" genannt
und auch Japan trägt einen ähnlichen Namen, das "Land der Königinnen".

Die meisten legendären japanischen Oberhäupter von großen Stämmen
waren Frauen, was logischerweise auf den oben genannten Namen schließen lässt.

In Großbritannien und in Skandinavien war es Sitte,
dass die Mütter die Namen für den Nachwuchs aussuchten.

Damit fällt mir sofort die Göttin Frigg – oder auch Friga genannt – ein.
Sie ist die Gattin des Odin und die, welche den Schicksalsfaden
zu einem Netz zusammen spinnt.
Bei den Germanen war sie hoch angesehen, da sie eine sehr weise Seherin war.

Dadurch, dass sie den Schicksalsfaden in ihren Händen hält,
konnte sie sehen, was in der Zukunft mit jedem Lebewesen geschehen wird,
vermochte jedoch nichts an der Zukunft zu verändern.

Eines Tages sah sie, dass ihr Sohn Balder sterben wird.
Balder ist im Germanischen der Sonnengott schlechthin.
Er tat in seinem Leben niemals etwas Schlechtes,
brachte immer gute Laune und Freude unter die Götter und die Menschen.

Verzweifelt, wie Frigg war, bat sie jedes Lebewesen,
sogar jeden Stein darum, ihrem Sohn nichts zu tun.
Sie nahm allen den Eid ab, dass Balder verschont bleiben möge.

Dabei vergaß sie jedoch die Mistel, da diese Pflanze zu unscheinbar
und auch harmlos zu sein schien.
Die germanischen Götter machten sich einen Spaß daraus,
Balder mit ihren Waffen zu traktieren, da dieser ja nun unverletzbar war.

Es ereignete sich aber, dass Loki über alles Bescheid wusste
und einen Mistelspeer baute, den er dem blinden Bruder Balders
(Hödur) in die Hände drückte.

Dieser warf den Speer und verwundete Balder tödlich,
auf dass dieser dann doch zur Hel gehen musste.

Frigg wurde noch verzweifelter, denn sie wollte ihren Sohn nicht gehen lassen.
So schickte man den schnellen Hermodhr auf Odins Pferd Sleipnir zur Hel,
um die Freigabe von Balder zu erbitten.

Sie sagte, dass er nur wieder aus ihrem Reich entlassen werden würde,
wenn alle Welt um ihn weint.
Eigentlich war das nicht wirklich abwegig, denn Balder war sehr beliebt bei den Asen.
Hermodhr ritt schleunigst zurück und alle weinten um den hellen Sonnengott, bis auf eine:
Die verbitterte Riesin Thökk vergoss nicht eine einzige Träne,
da auch keiner um ihr Elend weinte.

Frigg musste spätestens hier einsehen, dass sie das Schicksal nicht ändern konnte,
so sehr sie das auch wollte.
Sie konnte die ganze Welt in Bewegung setzen, um ihren Sohn zu schützen,
um zum Schluss doch leider ohnmächtig zusehen zu müssen,
wie er bei Hel einen Ehrenplatz bekam.

Und noch einen Mythos gibt es, in dem eine Muttergöttin
alles Erdenkliche für ihr Kind macht, um es zu schützen.
Gehen wir doch noch mal zu den Griechen und betrachten
den Mythos der Demeter und ihrer Tochter Kore:

Hades, der Gott der griechischen Unterwelt, begehrte die junge Kore,
die Tochter von Demeter.
Doch Zeus wusste ganz genau, dass Demeter nie mehr froh werden würde,
wenn ihre Tochter nicht mehr bei ihr sein würde.
Also stimmte er dem Anwerben von Hades weder zu,
noch verweigerte er ihm die Vermählung mit Kore.
Hades war aber schlau genug, sich die junge Göttin trotzdem zu holen,
indem er sie entführte, als sie auf einer Wiese Blumen pflückte.

Wo dies geschah, kann leider keiner genau sagen,
es gibt zu viele Meinungen zu diesem Thema.
Als Demeter bemerkte, dass ihre Tochter weg war,
suchte sie neun Tage und neun Nächte lang nach ihr
und rief währenddessen ununterbrochen ihren Namen.

Sie hielt keinerlei Rasten ein und aß und trank auch nichts.
Die alte Hekate gab ihr den Hinweis, dass sie gehört hatte,
wie Kore „Gewalt! Gewalt!“ schrie, sie jedoch aber nicht auffinden konnte.

Am zehnten Tag ihrer Suche begab sich Demeter nach Eleusis,
wo sie unerkannt bei dem König Keleus und seiner Gattin Metaneira als Amme unterkam.

Dort erfuhr sie nach einer Weile, dass ihre Tochter
von einem unerkannten Wagentreiber entführt worden war.
Dies war für sie Beweis genug und zusammen mit Hekate
ging sie zu dem alles sehenden Helios und zwang ihn, zuzugeben,
dass Hades der Entführer von Kore sei.

Er sagte ihnen auch, dass diese Entführung mit indirekter Zustimmung von Zeus geschah.
Demeter war so entrüstet, auf dass sie nicht zum Olymp zurückkehrte.
Auch ließ sie alle Pflanzen sterben, die Bäume trugen keine Früchte mehr
und die Felder blieben unfruchtbar.

Sie war so wütend, dass es ihr egal gewesen wäre, wenn die Menschen ausgestorben wären.
Zeus schämte sich so sehr, dass er Hermes zu Hades schickte und ihm sagen ließ,
dass alle dem Untergang geweiht wären, wenn Kore nicht mehr zurück käme.

Kore durfte zurück zu ihrer Mutter, jedoch nur, wenn sie nichts im Reich der Toten aß.
Allerdings geschah es, dass sie sieben Kerne eines Granatapfels zu sich nahm,
so dass sich die Götter so einigen mussten,
dass sie drei Monate im Jahr als Persephone bei Hades verweilte,
die restlichen neun Monate durfte sie aber bei ihrer Mutter sein.

Doch bevor es eventuell langweilig wird, möchte ich weg von diesem Thema
und in ein anderes Gebiet eintauchen.

Die rote Göttin, die Große Mutter ist die, welche fruchtbar ist.
Eine fruchtbare Frau gibt monatlich ihr rotes Blut.
Die so genannten "Tage" einer Frau... eine Zeit der Besinnlichkeit,
der Ruhe, der Gefühlsschwankungen.
Wörter die man oft mit Menstruation in Verbindung bringen kann, sind Heiligkeit,
Göttlichkeit, Unbegreiflichkeit, Geist und noch viele andere,
die mit diesen Dingen etwas zu tun haben.

Schon früher wurde geglaubt, dass das Geheimnis der Schöpfung
etwas mit Blut zu tun hatte.
Die Maoris zum Beispiel glaubten daran, dass die menschlichen Seelen
aus Menstruationsblut gemacht seien, welches dann im Mutterleib
menschliche Gestalt annimmt und sich danach zum Menschen entwickelt.

In Afrika wird Folgendes gesagt:
"Das Menstruationsblut ist geronnen, um einen Menschen zu formen."
Selbst Aristoteles glaubte dies.

Von Plinius wurde das Menstruationsblut "die materielle Substanz der Fortpflanzung" genannt.
Er verglich dieses Blut mit einem "Quark", der im Laufe der Zeit
zu einem menschlichen Körper heranwächst.

Noch bis ins 18. Jahrhundert lehrte man diese Vorstellung europaweit.
Selbst die Hindus glaubten ganz unabhängig von den Europäern an diese Theorie.

Die Große Mutter soll auf die oben beschriebene Art und Weise
den Kosmos geschaffen haben und Frauen sollen dazu in kleinerem Maßstab fähig sein.

Daustenius sagte einmal:
"... die Frucht im Leibe wird alleine ernähret von Mutter Blut...
Das Menstruum der Frucht zur Nahrung mangelt es nicht.
Bis sie zur rechten Zeit kommt an des Tages Licht..."

In Mesopotamien heißt es, dass die Große Mutter Ninhursag
die Menschen aus Lehm erschuf und ihnen ihr heiliges Blut einflößte,
um sie damit zum Leben zu erwecken.

Durch diesen Glauben änderte sich der Name Ninhursag mit der Zeit
in Mammetun oder in Aruru die Große- und die Frauen lernten,
mit Menstruationsblut bestrichene Lehmpüppchen als Empfängniszauber anzuwenden.

Die Frauen der Aborigines sammelten ihr Mondblut und ließen es trocknen,
um es später vorzugsweise als Heilmittel bei offenen Wunden wirken zu lassen.

Wir können also daraus schließen, dass dem Menstruationsblut einer Frau
scheinbar schon immer heilende und hoch magische Kraft zugesprochen wurde.

Zusammenfassend können wir hier sagen, dass unsere Große Mutter eine Heilerin und Zauberin ist.
Jedoch ist sie auch wie eine Löwin, die ihre Kinder mit aller Macht gegen Unheil beschützt.
Sie ist die starke, kämpferische Naturgewalt, gegen die nichts und niemand ankommt.
Sie ist die liebevolle Gefährtin des Gottes, den sie später tötet,
um sein Blut auf die Felder zu verteilen, auf dass die Ernte reich ausfallen möge.


Später zu Samhain trifft sie ihn wieder, um sich erneut mit ihm zu vereinigen,
doch dazu möchte ich erst in meinem nächsten Artikel kommen.

Julia

Quellen:
Barbara G. Walker, Das geheime Wissen der Frauen, 1983
Robert von Ranke-Graves, Griechische Mythologie, 2005
Barbara Ardinger, Meditieren mit der Göttin, 2000
Arthur Cotterell, Die Welt der Mythen und Legenden, 1990

- Vernetze zu:

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& zu: Lammas:



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"Die Erlösung kann nicht verdient, nur empfangen werden, - darum ist sie die Erlösung". -

"Es ist alles Illusion, - was nicht aus mir selber spricht,
- denn es ist ein Zusatz, - dieses Eine nicht". -

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zuletzt bearbeitet 10.11.2014 08:09 | nach oben springen
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