RE: Tut Ench Amun: - 2
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#16

RE: Tut Ench Amun:

in Aegyptica. - 21.01.2018 13:05
von Adamon • Nexar | 14.300 Beiträge

https://www.grenzwissenschaft-aktuell.de...n-grab20171128/

Forschungsleiter erläutert aktuellen Stand der Suche nach weiteren Kammern im Grab des Tutanchamun



Schematische Skizze der bislang bekannten Grabkammern des Tutanchamun (blau) vor dem Hintergrund der reich verzierten Nordwand, hinter der einige Archäologen unentdeckte und immer noch unerkundete weitere Kammern vermuten (rosa).
Copyright: Komp.: grenzwissenschaft-aktuell.de / verw. Materialien: gemeinfrei (Wand); GregorDS (WikimendiaCommons), CC BY-SA 3.0
Saarbrücken (Deutschland) – Seit 2015 der Ägyptologe Nicolas Reeves im Grab des Tutanchamun Hinweise auf hinter den verzierten Wänden verborgene weitere Kammern gefunden haben will und darin das Grab der Nofretete vermutet (…GreWi berichtete, siehe Links), suchen Archäologen nach weiteren Belegen für die Theorie. Jetzt scheint es weitere Hinweise auf verborgene Kammern zu geben. Grenzwissenschaft-Aktuell (GreWi) hat beim Forschungsleiter, Francesco Porcelli vom Politecnico di Torino, exklusiv nachgefragt.

Zuvor hatte u.a. “Der Tagesspiegel” berichtet, das Team um Porcelli habe weitere “Anomalien” entdeckt und sich auf die Aussagen von Prof. Mamdouh Eldamaty von der Ain Shams Universität in Kairo und ehemaliger Antikenminister Ägyptens, berufen. Dieser habe jüngst auf einem Vortrag in der ägyptischen Botschaft von Scans mit Hilfe von Flugdrohnen berichtet. Hierbei sollen die Luftbilder “eine deutliche große rote Fläche links und eine kleinere rechts von der Grabkammer des Pharao” zeigen. “Eine weitere Fläche unmittelbar neben der Kammer weist auch Abweichungen auf, die noch nicht zu erklären sind”, so die Zeitung und führt weiter aus: “Eldamaty bleibt bei dem Begriff Anomalie und lässt bewusst offen, ob es sich nur um einen Hohlraum, ein Loch oder um eine unbekannte Kammer handelt.”

Seit Beginn der Arbeiten steht GreWi-Herausgeber Andreas Müller mit Porcelli in Kontakt und konnte so schon oft exklusiv über den Stand der Untersuchungen berichten (s. Links). Auch angesichts des Artikels im “Tagesspiegel” hat Müller bei Professor Porcellis nachgfragt.

“Natürlich kann Prof. Mamdouh Eldamaty sagen was immer er möchte. Was unsere Arbeit aber anbetrifft, so wollen wir uns an die Prinzipien der wissenschaftlichen Ethik halten. Wir haben jetzt einen ersten Artikel einem wissenschaftlichen Fachjournal zur Veröffentlichung vorgelegt und einen zweiten Artikel in Arbeit. Wenn der Artikel zur Veröffentlichung angenommen wurde, können und werden wir auch genaueres dazu sagen. Wir selbst hoffen, dass das noch in diesem Jahr sein wird.”

Auch die zukünftigen Pläne hat Porcelli kurz skizziert: “Was unsere weiteren Pläne anbetrifft, so hoffen wir, dass wir (für 2018) auch weiterhin grünes Licht bekommen, um unsere Untesuchungen mit Hilfe des Bodenradars im Innern des Grabes von Tutanchamun (KV62) fortführen zu können. Das alles hängt aber natürlich von der Zustimmung der ägyptischen Behörden und der dortigen Sicherheitslage ab.”

Mit Verweis auf diese Pläne und Eldamaty zitierend, hatte auch schon der “Tagesspiegel” berichtet, dass erst bei einer “hundertprozentige Sicherheit über einen möglichen Raum” das Antikenministerium eine eventuelle Bohrung zulassen werde, um eine Kamera einzuführen. Allerdings habe die Unversehrtheit des Bauwerks absoluten Vorrang. Er, so Eldamaty weiter, verstehe, dass die Welt auf die Entdeckung des Grabes von Nofretete warte. Schließlich stehe auf den vielen Stelen, die den Bezirk von Amarna absteckten, dass derjenige, der hier sterbe, die Stadt nicht verlassen werde. “Also muss Nofretete im Tal der Könige begraben sein.”

© grenzwissenschaft-aktuell.de


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#17

RE: Tut Ench Amun:

in Aegyptica. - 21.01.2018 14:10
von Adamon • Nexar | 14.300 Beiträge

https://www.grenzwissenschaft-aktuell.de...eginnt20180118/

Anchesenamun: Suche nach Tutanchamuns Ehefrau beginnt:


Darstellung des Halbgeschwister- und Königspaares Tutanchamun und Anchesenamun aus dem Grabschatz des Kindkönigs, zu sehen im Ägyptischen Museum Kairo.
Copyright: Djehouty (via WikimediaCommons), CC-BY-SA 4.0
Kairo (Ägypten) – Während Archäologen weiterhin über die Existenz verborgener Kammern hinter den Wänden der Grabkammer des Tutanchamun diskutieren (…GreWi berichtete, s. Links), haben Archäologen um Dr. Zahi Hawass mit der Suche nach dem Grab der Anchesenamun, der Halbschwester und späteren der Großen königlichen Gemahlin des sagenumwobenen Kindpharaos, begonnen.

Wie der ehemalige Chef der ägyptischen Antikenverwaltung auf seiner neuen Internetseite kurz berichtet, haben die Grabungsarbeiten im sogenannten Tal der Affen, einem Nachbartal zum berühmten Tal der Könige, bereits begonnen. Unweit vom Grab des Pharaos Eje, der nach Tutanchamun etwa von 1323 bis 1319 v. Chr. regierte, vermuten die Forscher das Grab der Anchesenamun.

Grund für die Zuversicht sind erste Bodenradaraufnahmen, die in 5 Metern Tiefe eine unterirdische Struktur zeigen, die die vom “Discovery Channel” finanzierten Archäologen mit einem Grabeingang vergleichen.

Auch um das bislang noch nicht entdeckte Grab der Anchesenamun ranken sich zahlreiche Mythen, Rätsel und Spekulationen: Während zwei im Grab von Tutanchamun (KV62) gefundenen Föten lange Zeit als Töchter von Anchesenamun und Tutanchamun galten, zeigte eine genetische Analyse jedoch, dass die totgeborenen Kinder zwar jene von Tutanchamun und der Mumie mit der Fundbezeichnung “KV21A” sind, es sich bei dieser Mumie aber eben nicht – wie lang Zeit vermutet – um die der Anchesenamun handelt.

Nach dem Tot Tutanchamuns scheint Anchesenamun dessen Nachfolger Eje geheiratet zu haben. Zumindest finden sich beider Namen gemeinsam auf zwei Ringen, die heute im Ägyptischen Museum in Berlin aufbewahrt werden. Mit der Heirat könnte die Nachfolgerschaft des Eje legitimiert worden sein, da dieser nicht der Erblinie von Tutanchamuns und Anchesenamun Vater Echnatons angehörte. Nach Tutanchamuns Tod wird Anchesenamun weder inschriftlich erwähnt, noch wird sie als Gattin des Eje in dessen Grab (WV23) genannt. Ihre Mumie und Grab wurden bislang nicht gefunden.

© grenzwissenschaft-aktuell.de


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RE: Tut Ench Amun:

in Aegyptica. - 16.05.2018 14:26
von Adamon • Nexar | 14.300 Beiträge

https://www.grenzwissenschaft-aktuell.de...chamun20180506/

Keine verborgenen Kammern hinter Grab des Tutanchamun:

Kairo (Ägypten) – Hinter den Wänden der Grabkammer des Tutanchamun befinden sich keine weiteren Gänge und Kammern. Zu diesem – nun eindeutigen Ergebnis – kommen Forscher um Franco Porcelli vom Politecnico di Torino. Gemeinsam mit Vertretern des ägyptischen Antikenministeriums haben die Wissenschaftler soeben diese Ergebnisse im Rahmen der alljährlichen, nunmehr 4. Internationalen Tutnanchamun Konferenz, die heuer zum ersten Mal im neuen Grand Egypt Museum unmittelbar nahe den Gizeh-Pyramiden stattfindet, präsentiert. Grenzwissenschaft-Aktuell.de (GreWi) berichtet exklusiv.

Zuvor hatte Porcellis Team im Februar mit Hilfe von Bodenradarscans die reich verzierten Nord- und Westwände im Innern der Grabkammer durchleuchtet, nachdem hier der Ägyptologe Nicolas Reeves von der University of Arizona im Verputz Hinweise auf dahinter verborgene Gänge und Hohlräume, vielleicht sogar weitere Kammern erkannt haben wollte. Reeves spekulierte sodenn, es könne sich um das Grab der Nofretete hadneln. (…GreWi berichtete). Danach schien eine Reihe von Scans die Vermutung tatsächlich zu bestätigen (…GreWi berichtete 1, 2, 3, 4).

Nach fortwährenden Kontroversen um die darauf folgenden mehrdeutigen Untersuchungsergebnisse (…GreWi berichtete, siehe Links), die von Offiziellen teilweise bereits als „eindeutig“ im Sinne vorhandener Kammern gedeutet wurden (…GreWi berichtete, siehe Links u.), seien die Ergebnisse der neusten Untersuchungen nun endlich eindeutig und konnten die Schwierigkeiten der früheren Scans ausräumen.

Im Lauf der Konferenz will Porcelli die Ergebnisse nun noch ausführlich darlegen.

…GreWi wird weiterhin berichten.

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RE: Tut Ench Amun:

in Aegyptica. - 26.04.2019 20:16
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#20

RE: Tut Ench Amun:

in Aegyptica. - 26.06.2019 10:32
von Adamon • Nexar | 14.300 Beiträge

https://www.grenzwissenschaft-aktuell.de...chamun20190319/

ERT-Scans zeigen nun doch „Anomalien“ in der Nähe des Grabes von Tutanchamun:


Blick auf die Eingänge zu den Gräbern des Tutanchamun und Ramses V., Ramses VI. und Amenmesse) im Tal der Könige.Copyright: Alberto-g-rovi (via WikimediaCommons), CC BY-SA 3.0
Luxor (Ägypten) – Vor knapp einem Jahr erklärten Ingenieure und Archäologen, dass trotz vorheriger Vermutungen hinter den Wänden der Grabkammer der Tutanchamun doch keine weiteren Räume verborgen seien (…GreWi berichtete). Das gleiche Forscherteam berichtet nun jedoch von der Entdeckung zweier geophysikalischer Anomalien ganz in der Nähe des legendenumwobenen Grabes, die nun vorigen Hoffnungen – hier etwa das Grab der Nofretete finden zu können – wieder aufleben lassen.

Wie das Team um Professor Francesco Porcelli und Federico Fischanger von der Polytechnischen Universität Turin bereits im vergangenen Juli online und aktuell in der Printausgabe des „Journal of Cultural Heritage“ (DOI: 10.1016/j.culher.2018.07.011) berichten, befinden sich die beiden mittels Geoelektrik-Scans „Electrical Resistivity Tomography“ (ERT) entdeckten „Anomalien“ zwar nur wenige Meter vom Tutanchamun-Grab mit der Bezeichnung „KV62“ entfernt – dass und ob es jedoch einen direkten Bezug zwischen den Anomalien und der Grabkammer des Kindpharaos gibt, bezweifeln die Forscher derzeit noch.


Schematische Skizze der bislang bekannten Grabkammern des Tutanchamun (blau) vor dem Hintergrund der reich verzierten Nordwand, hinter der einige Archäologen unentdeckte und immer noch unentdeckte weitere Kammern vermuten (rosa).
Copyright: Komp.: grenzwissenschaft-aktuell.de / verw. Materialien: gemeinfrei (Wand); GregorDS (via WikimendiaCommons), CC BY-SA 3.0

Zuvor hatte Porcellis Team im Februar mit Hilfe von Bodenradarscans die reich verzierten Nord- und Westwände im Innern der Grabkammer durchleuchtet, nachdem hier der Ägyptologe Nicolas Reeves von der University of Arizona im Verputz Hinweise auf dahinter verborgene Gänge und Hohlräume, vielleicht sogar weitere Kammern erkannt haben wollte. Reeves spekulierte sodann, es könne sich um das Grab der Nofretete handeln. (…GreWi berichtete). Danach schien eine Reihe von Scans die Vermutung tatsächlich zu bestätigen (…GreWi berichtete 1, 2, 3, 4). Im Mai 2018 dann die für viele enttäuschende Nachricht darüber, dass die Bodenradarscans keine weiteren Kammern hinter den Wänden des Tutanchamun-Grabes bestätigen

Wie Porcelli gegenüber Grenzwissenschaft-Aktuell.de (GreWi) berichtet, gelte es derzeit die entdeckten „Anomalien“ zu erklären.

„Angesichts der sog.‘Anomanlie #2‘ sind wir derzeit wirklich sehr vorsichtig. Da es trotz gegenteiliger Behauptungen sehr unwahrscheinlich ist, dass in diesem Bereich nicht schon zuvor gegraben wurde. Hier könnte es sich also sehr gut um eine neuzeitliche Aufschüttung einer erfolglosen früheren Grabung handeln.

Hingegen befindet sich die als ‚Anomalie #1‘ bezeichnete Entdeckung in einem Gebiet, das zuvor ziemlich sicher noch nicht begraben und untersucht wurde. Diese Anomalie ist also offenbar nicht das Ergebnis archäologischer Eingriffe.

Anomalie #1 befindet sich einige Meter unter der Oberfläche des Hügels, etwa 12 Meter von der Nordwand der Grabkammer des Tutanchamun entfernt. Allerdings haben wir bislang weder mittels Bodenradar (GPR) aus dem Innern des Grabes noch mittels der jüngsten ERT-Scans eine direkte Verbindung – etwa einen Gang, der die Anomalie #1 mit dem Tutanchamun-Grab verbindet – finden können. Doch es ist gerade dieser Umstand, der die Natur und Herkunft dieser Anomalie derzeit auch noch rätselhaft macht. Allerdings können wir derzeit auch eine geologische Ursache für diese Anomalie noch nicht ausschließen.“


West-Ost-Schnitt der ERT-Scanergebnisse durch den Hügel mit der Grabkammer des Tutanchamun (KV62) und Ramses V. und VI. (KV9).Copyright: F. Fischanger, Porcelli et al., Journal of Cultural Heritage«, Vol. 36/2019 (Nutzung durch grenzwissenschaft-aktuell.de mit freundlicher Genehmigung der Autoren)

Was die „Anomalien“ hervorruft sei derzeit schwer zu sagen, schließlich können sie durch locker geschichtetes Geröll, mit dem einst eine aufgegebene Struktur wieder verfüllt wurde, aber auch von ausgeführten Kammern hervorgerufen werden. Da die zweite Anomalie in einem Bereich liege, in dem schon zuvor möglicherweise von Archäologen gegraben wurde, könne hier eine neuzeitliche Aufschüttung nicht ausgeschlossen werden. Ähnliches schließen die Forscher jedoch angesichts von „Anomalie 1“ jedoch aus, weshalb zumindest diese durchaus aus altägyptischer Zeit stammen und es sich vielleicht sogar um ein bislang noch unbekanntes Grab handeln könnte.

An einen direkten Bezug zum Grab des Tutanchamuns glauben Porcellis und Kollegen derzeit nicht. Weitere ERT-Scans sollen folgen, um die Daten mit den früheren Bodenradar-Aufnahmen der benachbarten Gräber (Tutanchamun und Ramses V/VI, KV9) noch besser abgleichen zu können.

Wann diese Arbeiten fortgeführt werden, konnte Porcellis auf Anfrage von GreWi derzeit noch nicht sagen.

© grenzwissenschaft-aktuell.de


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