RE: Jupiter: - 4
logo

#46

RE: Jupiter:

in Astromagie & Sternsehung: 04.09.2018 14:07
von Adamon • Nexar | 14.039 Beiträge

https://www.grenzwissenschaft-aktuell.de...tdeckt20180717/

12 weitere Jupitermonde entdeckt:


Der Gasplanet Jupiter wird von verschiedenen Gruppen von Monden in unterschiedlichen Richtungen umkreist (Illu.).
Copyright: Roberto Molar-Candanosa, Carnegie Institution for Science
Washington (USA) – Astronomen haben 12 neue Jupitermonde entdeckt. Damit steigt die Anzahl der Trabanten des Gasriesen auf insgesamt 79 und damit die größte Anzahl an Monden um einen Planeten des Sonnensystems an. Unter den neu entdeckten Monden fällt ein Mond allerdings aus der Reihe.

Wie das Team um Scott Sheppard von der Carnegie Institution for Science aktuell berichtet, haben sie die „neuen“ Monde seit dem Frühjahr 2017 während ihrer Suche nach noch unbekannten Objekten im äußeren Sonnensystem und einem noch unentdeckten großen Planeten jenseits der Plutobahn, dem sog. Planet Nine, entdeckt, da sich Jupiter zur Beobachtungszeit gerade im Blickfeld dieser Himmelsdurchmusterung befand. Da es mehrerer Beobachtungen bedarf, um ein Objekt tatsächlich auch als Jupitermond zu bestätigen, dauerte der Vorgang insgesamt knapp ein Jahr.

Neun der 12 neuentdeckten Monde sind Teil eines äußeren Schwarms aus Trabanten, die den Planeten retrograd, also entgegengesetzt zu Jupiters eigener Rotationsrichtung, umkreisen (s. Abb. rot). „Diese retrograden Monde gruppieren sich in mindestens drei Untergruppen und sind vermutlich die Überreste einst größerer Körper, die durch Kollisionen mit Asteroiden, Kometen oder anderen Monden auseinanderbrachen“, berichten die Astronomen. „Diese retrograden Monden brauchen in etwa ein Jahr, um ihren Planeten zu umkreisen.“

Zwei der Monde sind Teil einer des Planeten näher gelegenen Gruppe, die den Jupiter in dessen Drehrichtung umkreisen (s. Abb. blau). „Diese inneren prograden Monde haben alle den gleichen Abstand und Neigungswinkel und gelten deshalb als Fragmente eines einstigen größeren Mondes. Sie benötigen etwas weniger als ein Jahr, um Jupiter zu umrunden.“

Ein weiterer Mond (s. Abb. grün) – dem die Astronomen den römisch-mythologischen Namen Valetudo gaben – unterscheidet sich hingegen von allen bislang bekannten Jupitermonden: „Während es sich vermutlich um den kleinsten bislang bekannten Jupitermond handelt, dessen Durchmesser weniger als ein Kilometer beträgt, ist dieser Mond weiter von seinem Planeten entfernt als die Gruppe prograder Monde und braucht rund eineinhalb Jahre für eine Jupiterumrundung. Im Gegensatz also zur Gruppe der prograden Monde, hat dieser ebenfalls prograde Mond eine Umlaufbahn, die jene der äußeren retrograden Monde kreuzt. Aus diesem Grund sind zukünftige Zusammenstöße sehr wahrscheinlich, durch die die kollidierenden Körper vermutlich zerstört werden.“ Die Astronomen um Sheppard vermuten, dass die unterschiedlichen Trabanten-Gruppen durch genau solche Vorgänge und Mechanismen in grauer Vorzeit einst entstanden sind.

https://www.youtube.com/watch?time_continue=1&v=8sOFuNbdeWM

© grenzwissenschaft-aktuell.de


. - Was Du aufdeckst, - offenbart sich . -

"Die Erlösung kann nicht verdient, nur empfangen werden, - darum ist sie die Erlösung". -

"Es ist alles Illusion, - was nicht aus mir selber spricht,
- denn es ist ein Zusatz, - dieses Eine nicht". -

http://adamonstasy.weebly.com/
nach oben springen
lockDas Thema wurde geschlossen.

#47

RE: Jupiter:

in Astromagie & Sternsehung: 04.09.2018 14:57
von Adamon • Nexar | 14.039 Beiträge

https://www.grenzwissenschaft-aktuell.de...n-sein20180724/

Lebensspuren auf Jupitermond Europa könnten schon unmittelbar
unter dessen Eispanzer zu finden sein:


Die starke Strahlung des Jupiter kann Moleküle an der Oberfläche des Mondes Europa zerstören, die mit Wasser-Eis-Material aus dem unter dessen Eiskruste verborgenen Wasserozean an die Oberfläche transportiert wird und möglicherweise Hinweise auf Leben in diesem Ozean (sog. Biosignaturen) beinhalten könnte (Illu.).
Copyright: NASA/JPL-Caltech
Pasadena (USA) – Wissenschaftler sehen vermehrt Hinweise dafür, dass Wasser aus dem unter der Eiskruste des Jupitermondes Europa an dessen Oberfläche gelangt und hier Spuren möglichen Lebens beinhalten könnte. Hier jedoch wären diese Moleküle der ebenso starken wie schädlichen Strahlung des Gasriesen ausgesetzt und würden zerstört. Eine neue Karte zeigt nun jedoch, wo die Strahlung am geringsten ist und ebenso, dass mögliche Lebensspuren schon unmittelbar unter der Oberfläche gefunden werden könnten.

Schon seit der Galileo-Mission der NASA in den 1990er Jahren haben Wissenschaftler Hin- und Beweise dafür gesammelt, dass sich unter der dicken Eiskruste des Jupitermondes Europa ein gewaltiger Ozean flüssigen Salzwassers befindet, in dem es – angetrieben von der Energie und den Nährstoffen unterirdischer Tiefseequellen – auch Leben geben könnte und dessen Wasser durch Eisfontänen an die Oberfläche des Mondes transportiert wird. Von Untersuchungen dieses eisigen Materials erhoffen sich Forscher mehr über die potentielle Lebensfreundlichkeit des Jupitertrabanten zu erfahren. Die fortwährende starke Strahlung des Gasriesen könnte jedoch jegliche auf diese Weise direkt an die Oberfläche transportierten Lebensmoleküle schnell zerstören.

Um für geplante zukünftige Europa-Missionen die besten Ziel- und Landeorte zu identifizieren, haben Wissenschaftler um Tom Nordheim vom Jet Propulsion Laboratory (JPL) und Chris Paranicas vom Johns Hopkins Applied Physics Laboratory der NASA eine Karte erstellt, die die Strahlungsverteilung auf Europa erstmals präzise kartographiert und so aufzeigt, wo die Jupiterstrahlung die Regionen unterhalb des Eispanzers und dortige potentielle Biosignaturen von Leben wie stark beeinflusst. Wie die Forscher aktuell im Fachjournal „Nature Astronomy“ (DOI: xxx), basiert ihre Arbeit auf den Messungen der Vorbeiflüge der Mission „Galileo“ und „Voyager-1“.


Die jetzt erstellte Strahlungskarte der Oberfläche des Jupitermondes Europa. Regionen mit erhöhter Strahlungsbelastung sind rosa gefärbt.
Copyright: U.S. Geological Survey, NASA/JPL-Caltech, Johns Hopkins Applied Physics Laboratory, Nature Astronomy

Tatsächlich zeigt die Studie, dass die Strahlung verschieden stark auf unterschiedliche Regionen des Mondes einwirkt: „Am stärksten konzentriert sich die Strahlung in den Regionen rund um den Äquators und nimmt in Richtung der Pole ab (s. Karte)“

Die neuen Informationen über die von der Strahlung am wenigsten beeinträchtigten Regionen sollen u.a. der für 2022 geplanten Mission „Europa-Clipper“ den Weg weisen, die den Mond 45 passieren und dabei die Zusammensetzung der Oberfläche analysieren soll.

Die neuen Daten erlauben jedoch nicht nur die Erstellung einer zweidimensionalen Oberflächenkarte, sondern auch einen Blick in das Eis der Kruste. Auf diese Weise können die Wissenschaftler auch mit Hilfe von 3D-Modellen ersehen, wie tief die Strahlung jeweils in das Eis vordringt, und so auch vorhersagen, wie tief sich eine zukünftige Landemission in das Eis der Kruste vorbohren müsste, um hier möglicherweise vorhandenen Biosignaturen wie Aminosäuren (den Bausteinen von Proteinen) zu finden.

Die Antwort auf diese Frage variiert von 10 bis 20 Zentimetern tiefer in den Regionen, die am stärksten der Jupiterstrahlung ausgesetzt sind und gerade einmal einem Zentimeter in den mittleren und polaren Regionen des Mondes. Damit sind entsprechend aussagekräftige Proben in deutlich geringeren Tiefen zugänglich als bislang gedacht und die Antwort auf die Frage, wie lebensfreundlich der europa-Ozean tatsächlich ist und ob er vielleicht sogar bereits Leben beinhaltet in Reichweite.

© grenzwissenschaft-aktuell.de


. - Was Du aufdeckst, - offenbart sich . -

"Die Erlösung kann nicht verdient, nur empfangen werden, - darum ist sie die Erlösung". -

"Es ist alles Illusion, - was nicht aus mir selber spricht,
- denn es ist ein Zusatz, - dieses Eine nicht". -

http://adamonstasy.weebly.com/
nach oben springen
lockDas Thema wurde geschlossen.

#48

RE: Jupiter:

in Astromagie & Sternsehung: 28.10.2018 02:56
von Adamon • Nexar | 14.039 Beiträge

https://www.grenzwissenschaft-aktuell.de...enfach20180810/

Jupitermond Ganymed verstärkt elektromagnetische Wellen millionenfach:


Ansicht des größten Jupitermondes Ganymed – zugleich auch der größte Mond im Sonnensystem.
Copyright: NASA
Potsdam (Deutschland) – Alle Planeten – auch unsere Erde – sind von elektromagnetischen Wellen umgeben, die sogar akustisch hörbar gemacht werden können und dann an ein knisterndes Lagerfeuer, morgendliches Vogelgezwitscher oder zirpende Insekten erinnern können. Sie erzeugen nicht nur Polarlichter, sondern können so schnell beschleunigen, dass sie sogar Satelliten schädigen können. Anhand alter Daten der NASA-Sonde „Galileo“ haben Wissenschaftler nun festgestellt, dass sich Chorwellen in der Nähe einiger Jupitermonde enorm verstärken – bei Ganymed sogar im das Millionenfache. Warum das so ist, lässt die Forscher indes noch rätseln.

Wie das Team unter der Leitung von Yuri Shprits vom GFZ Helmholz-Zentrum Potsdam und der Universität Potsdam aktuell im Fachjournal „Nature Communications“ (DOI: 10.1038/s41467-018-05431-x) berichtet, nimmt die Intensität der Chorwellen um Jupiter in der Nähe des Mondes Ganymed um den Faktor eine Million im Vergleich zum dortigen Durchschnitt zu. Rund um den Mond Europa sind die elektromagnetischen Wellen immerhin noch hundertmal intensiver.

„Die Beobachtungen haben uns überrascht und stellen uns auch vor ein Rätsel, wie ein Mond mit einem eigenen Magnetfeld elektromagnetische Wellen dermaßen verstärken kann“, sagt Shprits.

Bei den Chorwellen handelt es sich um Radiowellen in sehr tiefen Frequenzbereichen. Anders als die Erde mit ihrem eigenen Magnetfeld bewegen sich Ganymed und Europa (auch) innerhalb des gigantischen Magnetfeldes von Jupiter. Dieser Umstand spielt, so vermuten die Wissenschaftler, eine Schlüsselrolle bei der Wellenverstärkung.


Anhand der Galileo-Daten ermittelten die Wissenschaftler um Yuri Shprits die Stärke des Magnetfeldes um den Gasplaneten in der Nähe seiner Monde Ganymed und Eruopa (Grafik).
Copyright: Y.Y. Shprits et al., GFZ

Das das Jupiter-Magnetfeld das stärkste in unserem Sonnensystem darstellt und das der Erde um den Faktor 20.000 übertrifft, sind die irdischen Chorwellen nicht annähernd so stark wie die um den Jupiter. Selbst wenn nur ein Bruchteil dieser Wellen es schafft, die nähere Umgebung von Ganymed zu verlassen, können sie Elektronen extrem beschleunigen und damit auch für hochenergetische „Killer-Elektronen“ innerhalb des Jupiter-Magnetfeldes sorgen.

Während schon zuvor bekannt war, dass der Jupitermond Ganymed ein eigenes Magnetfeld und Plasmawellen in seiner Umgebung besitzt, war bis jetzt war noch unklar, ob es sich bei den Wellen um Zufallsereignisse handelte oder ob so eine Verstärkung die Regel ist. Die Auswertung der Daten der Galileo-Vorbeiflüge 1996 und 2000 zeigt nun, dass es sich offenbar um ein fortwährendes Phänomen handelt.

„Zumindest auf der Erde spielen die Chorwellen eine wichtige Rolle bei der Entstehung von ‚Killer-Elektronen‘, erläutert die GFZ-Pressemitteilung und führt dazu weiter aus: „Diese können Satelliten und deren Übertragungstechnik empfindlich stören können.“

Die aktuelle Studie wirft die Frage auf, ob das auch im Jupiter-Orbit so sein könnte. Mehr noch: Die Beobachtungen des Gasplaneten erhellen grundlegende Prozesse der Plasmaphysik, die auch für die künftige Energieversorgung wichtig sein könnten. Außerdem erlauben sie Einblicke in die Beschleunigung und den Verlust von Elektronen bei anderen Planeten und darüber hinaus sogar in entfernten Winkeln des Universums.

„So kann die Studie uns vielleicht helfen herauszufinden, ob Planeten außerhalb unseres Sonnensystems – die Exoplaneten – eigene Magnetfelder haben“, so Yuri Shprits und fügt abschließend hinzu: „Unsere Ergebnisse liefern auch wertvolle Beobachtungsdaten, die als Vergleich und Randbedingung für Modellrechnungen zu Magnetfeldverstärkungen herangezogen werden können.“

© grenzwissenschaft-aktuell.de


. - Was Du aufdeckst, - offenbart sich . -

"Die Erlösung kann nicht verdient, nur empfangen werden, - darum ist sie die Erlösung". -

"Es ist alles Illusion, - was nicht aus mir selber spricht,
- denn es ist ein Zusatz, - dieses Eine nicht". -

http://adamonstasy.weebly.com/
nach oben springen
lockDas Thema wurde geschlossen.

#49

RE: Jupiter:

in Astromagie & Sternsehung: 28.10.2018 04:23
von Adamon • Nexar | 14.039 Beiträge

https://www.grenzwissenschaft-aktuell.de...aneten20180901/

Leben auf Jupiter? Messdaten sprechen für flüssiges Wasser auf dem Gasplaneten:


Der Gasplanet Jupiter. Copyright: NASA
Greenbelt (USA) – NASA-Wissenschaftler haben im Innern des Großen Roten Flecks auf dem Gasplaneten Jupiter die chemische Signatur von Wasser oberhalb der tiefsten Wolken des Planeten entdeckt. Die Entdeckung regt Wissenschaftler auch zu neuen Spekulationen über die Frage an, ob es auf Jupiter einst auch Leben gegeben haben könnte oder sogar heute noch gibt?

Bereits seit Jahrhunderten sind Wissenschaftler von Fragen rund um die Zusammensetzung des größten Planeten unseres Sonnensystems fasziniert – nicht zuletzt, weil der Planet, chemisch betrachtet, der Sonne am ähnlichsten ist als alle anderen Planeten.

Während zahlreiche Fragen über die Zusammensetzung des Jupiters bereits beantwortet werden konnten, bleiben viele andere noch immer rätselhaft. So bislang auch die Frage, ob es tief im Innern der dichten Atmosphäre des Gasriesen Wasser gibt – und wenn ja, wieviel?

Wie das Team um Gordin L. Bjoraker vom Goddard Space Flight Center der NASA aktuell im „Astronomical Journal“ (DOI: 10.3847/1538-3881/aad186) berichtet, haben sie den charakteristischen Großen Roten Fleck des Jupiter mit erdgestützten Teleskopen in verschiedenen Wellenlängen nach aus den Tiefen des diesen Fleck bildenden Riesensturms austretender thermaler Strahlung untersucht. Dabei haben sie tatsächlich die chemische Signatur von Wasser unmittelbar oberhalb der tiefsten Jupiterwolken entdeckt.

„Anhand des Drucks des Wasser in Kombination mit den Messungen eines anderen sauerstoffhaltigen Gases, Kohlenmonoxid, legen unsere Daten nahe, dass Jupiter über die zwei- bis neunfache Menge an Sauerstoff verfügt als die Sonne selbst“, berichten die Forscher und führen dazu weiter aus: „Diese Entdeckung bestätigt theoretische und auf Computersimulationen gestützte Modelle, wonach es auf Jupiter auch große Mengen an Wasser (H2O) bestehend aus Sauerstoff (O) und molekularem Wasserstoff (H2) geben sollte.“

Sollte die NASA-Jupiter-Sonde „Juno“ die Messungen der Wissenschaftler bestätigen, könnte dies die langjährigen Frage nach Wasser auf Jupiter beantworten. „Dann könnten diese Daten und Messtechnologien auch auf andere Gasplaneten im Sonnensystem und darüber hinaus angewendet werden“, zeigt sich die Goddard-Planetenwissenschaftlerin Amy Simon schon jetzt begeistert.

Im Gegensatz zu der bisherigen Vorstellung von Jupiter als reinem Gasplaneten ohne festen Kern, sprechen einige neue Daten zusehends dafür, dass Jupiter doch einen festen Kern aus flüssigem oder festem Fels und Eis von der bis zu 10fachen Masse unserer Erde haben könnte. Dieser Kern, so die Theorie könnte noch vor seiner gewaltigen und dichten Atmosphäre entstanden sein.

Über diesem Kern, für dessen Existenz auch die neusten Gravitationsmessungen der Juno-Sonde sprechen, existieren in der Jupiteratmosphäre sogar durch von hoher Luftfeuchtigkeit befeuerte Blitzgewitter. „Auch die Jupitermonde bestehen mehrheitlich aus Wassereis und in der gesamten Umgebung des Jupiters gibt es gewaltige Mengen an Wasser – warum also auch nicht auf dem Planeten selbst, dessen gewaltige Schwerkraft so vieles anzieht?“, so Bjoraker.

So sehr die Vorstellung von Leben auf Jupiter unseren bisherigen Vorstellungen des Gasplaneten auch widersprechen mag, die jetzige Entdeckung von großen Mengen an Wasser auf Jupiter bzw. innerhalb der Jupiteratmosphäre, rückt diese Frage erneut in den Fokus von Astrobiologen.

Tatsächlich hat Jupiter alle für Leben wie wir es kennen benötigten Zutaten und schon in den 1970er Jahren machten sich Wissenschaftler um den bekannten US-Astronom Carl Sagan in einer Studie Gedanken darüber, wie Leben innerhalb der Jupiteratmosphäre aussehen könnte.

Während in den tiefen Atmosphärenschichten der Druck und die damit einhergehenden Temperaturen wohl zu hoch für Leben wären, spekulierten Sagan und Kollegen in ihrem Gedankenexperiment über Leben in der oberen Jupiter-Atmosphäre (s. Video.). in Form kleiner (Sinkers) aber auch riesiger ballonförmiger Wesen (Floaters), die in der Atmosphäre schweben und die von anderen Lebewesen (Hunters) gejagt werden.



„Schlussendlich legen unsere Daten nun sogar nahe, dass es auf Jupiter flüssiges Wasser gibt. Die Möglichkeit, dass es dort also auch Leben geben könnte, können wir also nicht ganz ausschließen. Auch wenn es derzeit recht unwahrscheinlich erscheint, so ist Leben auf Jupiter durchaus im Bereich des Möglichen“, wird der Mitautor der aktuellen Studie Mété Ádámkovics von der Clemson University zitiert.

© grenzwissenschaft-aktuell.de


. - Was Du aufdeckst, - offenbart sich . -

"Die Erlösung kann nicht verdient, nur empfangen werden, - darum ist sie die Erlösung". -

"Es ist alles Illusion, - was nicht aus mir selber spricht,
- denn es ist ein Zusatz, - dieses Eine nicht". -

http://adamonstasy.weebly.com/
nach oben springen
lockDas Thema wurde geschlossen.

#50

RE: Jupiter:

in Astromagie & Sternsehung: 28.10.2018 04:36
von Adamon • Nexar | 14.039 Beiträge

https://www.grenzwissenschaft-aktuell.de...europa20180906/

Wärmekarte offenbart lebensfreundlichste Orte
und kaltes Rätsel auf Jupitermond Europa:


Der Jupitermond Europa, aufgenommen von der NASA-Sonde “Voyager”. Copyright: NASA/JPL-Caltech/Kevin M. Gill
Pasadena (USA) – Mit seinem von einem dicken Eispanzer bedeckten, verborgenen flüssigen und vermutlich lebensfreundlichen Ozean stellt gibt der Jupitermond Europa viele Rätsel auf. Eine neue globale Wärmekarte des Mondes zeigt die wärmsten und damit vermutlich lebensfreundlichsten Orte auf Europa – offenbart zugleich aber auch kaltes ungelöstes Rätsel.

Wie das Team um Samantha Trumbo und prof. Michael Brown vom California Institute of Technology (Caltech) vorab via ArXiv.org und in einer kommenden Ausgabe des „The Astronomical Journal“ berichtet, besitzt die mit Hilfe von Beobachtungen des Jupitertrabanten mit dem chilenischen ALMA-Teleskop erstellten Karte eine räumliche Auflösung von 200 Kilometern. Zu vergleichen sei dies mit einem Tennisball der von New York aus im 350 Kilometer entfernt gelegenen Boston noch gesehen werden kann.

Während die Forscher eigentlich nach den wärmsten – und damit für Leben im Europa-Ozean wahrscheinlichsten Orten – suchten, an denen wärmeres Wasser den kilometerdicken Eispanzer dünner werden lässt, entdeckten sie zunächst eine ungewöhnliche kalte Region in der nördlichen Hemisphäre des Jupitermondes.


Die neue Wärmekarte des auf seiner Oberfläche nicht „wärmer“ als –177 Grad Celsius werdenden Europa-Globus zeigt auch einen ungewöhnlich kalten Ort (siehe: grüne Region im vergrößerten Bild, roter Pfeil) auf dem Jupitermond. Copyright: Samantha K. Trumbo, Michael E. Brown, and Bryan J. Butler

Wo die Wissenschaftler einige wenige „Hot-Spots“ auf Europa nicht alleine mit der Reflexion des Sonnenlichts, sondern mit vermutlich vorhandenen geothermalen Quellen an Grunde des Ozeanbodens (…GreWi berichtete) und Rissen und Spalten im Eispanzer erklären, stellt der „kalte Fleck“ die Forscher hingegen vor ein Rätsel.

Im Gegensatz zu einer besonders warmen Region im Pwyll-Krater, die noch in Folge des dieses Merkmal verursachenden Einschlags immer noch Wärme hält, findet sich für den kalten Fleck kein physisches Merkmal. Der kalte Fleck befindet sich bei 90°W und 23°N auf der Nordhalbkugel des Mondes, die stets in Richtung der seiner Umlaufbahn weist und ist die kälteste Stelle auf der gesamten nördlichen Hemisphäre.

„Bislang haben wir für diesen kalten Fleck noch keine gute Erklärung“, gesteht Trumbo gegenüber der Nachrichtenseite der American Geophysical Union (AGU) „EOS“ ein, vermutet aber, dass es sich hier um die größte Konzentration von Wasser auf Europa handeln könnte. Interessantereise befindet sich der kalte Fleck global betrachtet genau auf der gegenüberliegenden Seite des bereits beschriebenen Pwyll-Kraters, dem größten und jüngsten Einschlagskrater auf Europa – doch könne auch dieser Umstand die „merkwürdigen thermalen Eigenschaften nicht erklären“.

Weitere Erkenntnisse erhoffen sich die Astronomen nun von weiteren Beobachtungen des Jupitermondes mit ALMA und natürlich von jenen der für die 2020er Jahre geplanten Missionen zur direkten Erforschung von Europa.

© grenzwissenschaft-aktuell.de


. - Was Du aufdeckst, - offenbart sich . -

"Die Erlösung kann nicht verdient, nur empfangen werden, - darum ist sie die Erlösung". -

"Es ist alles Illusion, - was nicht aus mir selber spricht,
- denn es ist ein Zusatz, - dieses Eine nicht". -

http://adamonstasy.weebly.com/
nach oben springen
lockDas Thema wurde geschlossen.


Besucher
0 Mitglieder und 6 Gäste sind Online

Wir begrüßen unser neuestes Mitglied: Luuna
Forum Statistiken
Das Forum hat 2722 Themen und 11124 Beiträge.

Xobor Forum Software © Xobor