5. - Differenzieren statt verabsolutieren:
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#1

RE: 5. - Differenzieren statt verabsolutieren:

in Theismus - die Philosophie hinter den Religionen und Weltbildern: 12.01.2013 18:14
von Adamon • Nexar | 14.596 Beiträge

30:

"Spaltung" wird erzeugt durch einen "diabolischen = spaltenden" Geist. -

Wie kann die Spaltung überwunden werden ?
Was ist "das Gegenteil von diabolisch ?"

"DAS GEGENTEIL VON DIABOLISCH IST SYMBOLISCH !"

"Dia" bedeutet "auseinander; entgegengesetzt",
"syn-" bedeutet "zueinander; zusammen; entsprechend". -

Während "eine diabolische Sicht die Menschen spaltet und Feindschaften erzeugt",
"zeigt eine symbolische Sicht, wie die Vielzahl der Teile mit dem Ganzen,
- d. h. das Relative mit dem Absoluten verbunden ist". -

Ursprünglich bezog sich das Wort "sýmbolon" auf einen entzweigebrochenen Gegenstand
- meistens einen Ring - , der als Erkennungszeichen verwendet wurde. -
Jemand besass die eine Hälfte und wer sich in einer bestimmten geheimen Angelegenheit
dieser Person gegenüber identifizieren wollte, musste die andere Hälfte vorweisen können. -

Das Wort "sýmbolon" bedeutete bald jedoch nicht mehr nur "Erkennungszeichen",
sondern bezog sich "auf alle Arten von Zeichen, die einen tieferen Sinn andeuten". -

Wenn sich dieser tiefere Sinn "auf das Göttliche bezieht", bekommt die ursprüngliche
Bezeichnung dieses Wortes selbst einen symbolischen Sinn:

"DAS ZUSAMMENFÜGEN DES GESPALTENEN ERMÖGLICHT DIE ERKENNTNIS DES GANZEN". -

Dasselbe gilt für Sinnbilder (Allegorien), Übertragungen (Metaphern) und gleichnishafte Geschichten
(Parabeln). -

Wenn sie auf eine höhere Erkenntnis und den entsprechenden Erkenntnisweg hinweisen,
haben sie eine "symbolische" Bedeutung. -

Aus dieser Sicht ist letztlich "alles Materielle ein Symbol, ein Ausdruck der Verbindung
des Relativen mit dem Absoluten". -



. - Was Du aufdeckst, - offenbart sich . -

"Die Erlösung kann nicht verdient, nur empfangen werden, - darum ist sie die Erlösung". -

"Es ist alles Illusion, - was nicht aus mir selber spricht,
- denn es ist ein Zusatz, - dieses Eine nicht". -

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#2

RE: 5. - Differenzieren statt verabsolutieren:

in Theismus - die Philosophie hinter den Religionen und Weltbildern: 12.01.2013 18:42
von Adamon • Nexar | 14.596 Beiträge

31:

Alles Relative trägt in sich eine symbolische Bedeutung, die jedoch nur von denjenigen erkannt werden kann,
die eine entsprechend ganzheitliche Sicht haben. -
Dies ist von besonderer Bedeutung im "Umgang mit heiligen Schriften". -

Alle Schriften enthalten relative und absolute Wahrheiten, d. h.
"Aussagen, die nur unter bestimmten Gegebenheiten zu einer bestimmten Zeit
in einem bestimmten kulturellen Umfeld gegolten haben",
und "Aussagen, die zeitlos gültig sind". -

Das zeitlos Gültige wird oft durch symbolische oder romanhaft-historische Geschichten
dargestellt. -
Werden solche Geschichten zu faktisch-historischen Ereignissen umgedeutet,
geht ihre zeitlose Bedeutung verloren, was dazu führt, dass die "Gläubigen"
sie theologisch, historisch und dann auch politisch fehldeuten. -


32:

Wenn Religionsanhänger ihre heiligen Schriften nicht mit einer gesunden Differenziertheit lesen,
neigen sie zu Gewissenlosigkeit, Verblendung und Arroganz, wie dies der jüdischstämmige, heute
atheistische Wissenschaftler und Nobelpreisträger "Steven Weinberg" (*1933) sarkastisch zum
Ausdruck brachte:

"Mit Religion und ohne Religion hätten wir gute Menschen, die Gutes tun,
und böse Menschen, die Böses tun. -
- Damit aber gute Menschen Böses tun, dafür braucht es Religion". -

Fairerweise muss hier betont werden, "dass die grössten Massenmorde der Menschheitsgeschichte
nicht von Religionen, sondern von atheistischen Religionsfeinden ausgeführt wurden",
- im Namen von "Kommunismus" und "sozialistischer Religion". -

33:

"Religion" in ihrer wirklichen "Bedeutung als innere Gottesverbundenheit"
wäre "der Schlüssel zur Überwindung von Hass, Krieg, Gewalt und Lüge",
- denn "sie spricht in jedem Menschen" - durch die Kraft der höheren Inspiration und Vision
- die besten Eigenschaften an und stärkt diese. -

Die Einflüsse die "die anderen" Eigenschaften ansprechen und schüren, entspringen
offensichtlich nicht "einer lichtvollen Quelle". -



"Fundamentalismus" bedeutet:

Jede Art von Religion und Weltanschauung, deren Fundament
"die Verabsolutierung einer heiligen Schrift ist". -

Diejenigen, die behaupten, "ihre heilige Schrift sei die einzige Gottesoffenbarung
und alles in dieser Schrift sei die absolute Wahrheit", sind "Fundamentalisten". -

Sie "bestreiten, dass gewisse Stellen in ihrer Schrift "nur" eine relative oder symbolische
Bedeutung haben könnten". -
Das Fundament ihres Denkens, Fühlens ind Handelns ist deshalb nicht das
eigenverantwortliche Unterscheiden, sondern "eine verabsolutierte Interpretation ihrer Schrift". -

Nicht die heiligen Schriften sind das Problem, sondern die Verabsolutierung dieser Schriften. -



. - Was Du aufdeckst, - offenbart sich . -

"Die Erlösung kann nicht verdient, nur empfangen werden, - darum ist sie die Erlösung". -

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- denn es ist ein Zusatz, - dieses Eine nicht". -

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#3

RE: 5. - Differenzieren statt verabsolutieren:

in Theismus - die Philosophie hinter den Religionen und Weltbildern: 12.01.2013 19:38
von Adamon • Nexar | 14.596 Beiträge

Nicht nur "religiös Gläubige", auch "religiös Ungläubige" neigen dazu,
"Relatives zu verabsolutieren und einem Fundamentalismus zu verfallen",
- in ihrem Fall einem "ATHEISTISCHEN FUNDAMENTALISMUS". -

Dies zeigt sich insbesondere bei den Vertretern des "materialistischen Humanismus",
die meinen, "sie selbst seien die einzigen wahren Vertreter von Vernunft und Wissenschaft",
und "alle, die kein materialistisches Weltbild vertreten, seien eine Gefahr für die Menschheit
und ein Hindernis für den "Fortschritt". -

Religion und "die Religionen" werden von ihnen zum Feindbild hochstilisiert. -

Solange das Leben der Menschen von einseitigen (monotheistischen oder atheistischen)
Weltbildern bestimmt wird, wird diese Einseitigkeit immer wieder zu Konflikten, zu
Unehrlichkeit und zu Gewalt führen, und die Menschen erreichen weder im Inneren
noch im Äusseren Frieden. -

34:

Erforderlich ist "eine theistisch-ganzheitliche Sicht", die es ermöglicht zu erkennen,
was relativ und was absolut ist und wie das Relative - und somit auch die Materie
- immer in einem höheren Zusammenhang steht. -






Aus "theistischer Sicht" ist "alles in der Welt ein Symbol". -

"DAS RELATIVE IST EIN SYMBOL DES ABSOLUTEN"
- ein Hinweis auf "die dahinter wirkende SPIRITUELLE REALITÄT"*. -

* Der Begriff "spirituell" bezieht sich auf "den reellen Hintergrund des Lebens,
der immer im Absoluten gründet". -

"Das Spirituelle" ist nicht "das Gegenteil des Materiellen",
sondern "der Hintergrund des Materiellen", - so wie
"Licht der Hintergrund von Schatten" ist. -

"Spirituell" bedeutet "göttlich; aus der ewigen Urquelle stammend; mit der Urquelle verbunden". -
- In diesem Sinne "ist auch Materie in ihrer Urnatur spirituell" (sanskr. "brahman"),
- aber nicht "absolut". -


Die "symbolische Beziehung des Relativen zum Absoluten" ist vergleichbar mit der Beziehung
"von Wörtern zu dem, was sie beschreiben". -

"Wörter" haben eine Bedeutung, weil sie "Klangsymbole für reale Gegenstände, Gefühle,
Vorstellungen, Eigenschaften und Tätigkeiten sind". -

Ohne diesen Bezug "wären Wörter keine Wörter und hätten keine Bedeutung". -

Mit Wörtern können wir ganze Welten erschaffen, - aber nur, wenn wir die Sprache
dieser Wörter verstehen. -

Die Sprache, "mit der wir DIE WELT ALS SYMBOL DER GÖTTLICHEN SCHÖPFUNG verstehen,
ist das theistische Gottesbewusstsein". -

Die Welt "hat einen inhärenten göttlichen Sinn, - der sich durch ihren Bezug zum Absoluten ergibt". -
Die Frage ist nur, ob und wie weit wir diesen Sinn erkennen, "genauso wie Wörter immer einen Sinn
haben, - auch wenn wir ihn nicht verstehen". -

"DIE MATERIELLE WELT IST WIE EIN WÖRTERBUCH ZUR SPIRITUELLEN REALITÄT". -

- Sie kann uns helfen, die Sprache Gottes zu verstehen. -

- Verwebe zu: RE: 6. - Religion & Wissenschaft:



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"Die Erlösung kann nicht verdient, nur empfangen werden, - darum ist sie die Erlösung". -

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zuletzt bearbeitet 03.11.2014 01:15 | nach oben springen
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