|
|
|
Ausserkörperliche Erfahrung:
Ausserkörperliche Erfahrung:
in Das Erlöschen, - Trennung / Vereinigung: 11.12.2014 07:07von Adamon • Nexar | 15.949 Beiträge
http://grenzwissenschaft-aktuell.blogspo...-fahigkeit.html
Ottawa (Kanada) - In einer Fallstudie haben kanadische Neurologen eine 24-jährige Studentin untersucht, die von sich behauptet, bewusst und jederzeit ihren Körper verlassen und sich dabei betrachten zu können. Während nahezu identische Erlebnisse auch von Menschen beschrieben werden, die diese Erfahrung als "außerkörperliche Erfahrung" (AKE) bezeichnen und entsprechende Vorgänge u.a. als Beweis für die Existenz der Seele betrachten, unterscheiden sich die Wahrnehmungen der Studentin jedoch in anderen Punkten von einer klassischen AKE. Nach ihren Untersuchungen sind sich die kanadischen Wissenschaftler sicher, dass zumindest die untersuchte Studentin selbst neurologische Illusionen herbeiführen kann. Zudem vermuten die Forscher, dass es sich bei der Studentin nicht um einen kuriosen Einzelfall handelt.
Auf die junge Frau aufmerksam wurden die Wissenschaftler nach einer Vorlesung über außerkörperliche Erfahrungen (out-of-body experiences, OBE), als die Studentin über ihre Fähigkeit berichte, eben solche Zustände vor dem Einschlafen gezielt und absichtlich herbeiführen zu können. Offenbar war sie zudem überrascht zu hören, dass nicht Jedermann über die Fähigkeit verfügt und diese Fähigkeit allgemein als eher ungewöhnlich gilt.
Wie Andra M. Smith und Claude Messier im Fachjournal "Frontiers in Human Neuroscience" (DOI: 10.3389/fnhum.2014.00070) weiter berichten, erklärte die junge Frau, diese Fähigkeit schon im Kindesalter entdeckt und diese geradezu als Zeitvertreib geübt und perfektioniert zu haben.
"(Die Studentin beschreibt, dass sie) in der Lage war, sich selbst in der Luft über ihr drehen zu sehen, während ihr Körper weiterhin im Bett lag. Sie berichtete auch, dass sie sich selbst manchmal von oben herab bewegen sah, obwohl sie sich ihres reglosen wirklichen Körpers 'bewusst' war. Während dieser Erfahrungen, habe sie keinerlei besondere mit diesem Vorgang verbundene Emotionen erlebt."
Da aber genau dieser Punkt, starke Emotionen (Schock, Ehrfurcht, Furch, Freude, Trauer) während einer außerkörperlichen Erfahrung von den meisten Zeugen besonders betont wird und der eigene Körper während dieser Erfahrung sozusagen aus der Perspektive einer dritten Person betrachtet wird, bezeichnen die kanadischen Forscher die Erfahrungen der 24-Jährigen nicht als klassische "out-of-body experience" (OBE) sondern als "extra-corporeal experience" (ECE; extrakörperliche Erfahrung).
Nachdem eine erste Untersuchung zeigte, dass die Frau an keinerlei Hirnanomalien oder Hirnschäden litt, untersuchten die Forscher die Studentin während der von ihr willentlich herbeigeführten ECE mittels MRT-Scans.
Hierbei stellten die Forscher eine zu einen eine starke Deaktivierung des visuellen Cortex fest, während zum anderen verschiedene Hirnregionen der linken Hirnhälfte, wie sie für die kinästhetischer (bewegungsempfinsamer) Bildgebung – wie etwa der mentalen Abbildung von Körperbewegungen - verantwortlich sind, aktiviert wurden. Offenbar handelt es sich also zumindest bei den Erfahrungen der Studentin um eine neurologisch induzierte Illusion bzw. Halluzination und nicht um das Erleben eines tatsächlichen Ereignisses.
Abschließend beschreiben die Wissenschaftler die Erfahrungen bzw. die Fähigkeit der 24-Jährigen zwar als für die Forschung und Neurologie "neuartig", dennoch könne es sein, dass "das Phänomen wesentlich weitverbreiteter sei - es jedoch von den betroffenen Personen nicht als etwas Ungewöhnliches erachtet und somit auch nicht darüber als solches gesprochen, geschweige denn davon berichtet werde".
Alternativ bestehe die Möglichkeit, dass diese Fähigkeit noch bei Kindern angelegt sei, diese sich jedoch ohne gezielte Übung mit der Zeit verliere. Ähnliches konnte auch schon bezüglich des Phänomens der Synästhesie beobachtet werden, wenn bei einigen Menschen, zwei oder mehrere Sinneswahrnehmungsbereiche, etwa die von Farbe und Temperatur oder Zahlen, miteinander gekoppelt sind und in der Wahrnehmung dieser Personen miteinander einhergehen.
Außerkörperliche Erfahrung (Illu.). | Copyright: louishpixel.com
. - Was Du aufdeckst, - offenbart sich . -
"Die Erlösung kann nicht verdient, nur empfangen werden, - darum ist sie die Erlösung". -
Das Thema wurde geschlossen. Das Thema wurde geschlossen. |
RE: Ausserkörperliche Erfahrung:
in Das Erlöschen, - Trennung / Vereinigung: 31.12.2025 12:40von Adamon • Nexar | 15.949 Beiträge
https://www.grenzwissenschaft-aktuell.de...isches-symptom/
Außerkörperliche Erfahrungen: Bewältigungsstrategien statt psychotisches Symptom:
Charlottesville (USA) – Eine neue Untersuchung von Wissenschaftlern der University of Virginia (UVA) stellt bisherige, rein medizinische Annahmen über sogenannte Außerkörperliche Erfahrungen (engl. Out-of-Body Experiences, OBE), also das Empfinden, den physischen Körper verlassen zu haben, infrage. Demnach könnten diese Phänomene, bei denen Betroffene das Gefühl haben, ihren physischen Körper zu verlassen, weniger Ausdruck psychischer Erkrankungen sein als vielmehr eine natürliche Reaktion auf traumatische Ereignisse – insbesondere in der Kindheit.
Künstlerische Darstellung einer außerkörperlichen Erfahrung (Illu.).
Copyright: grewi.de (erstellt mit KI)
Die Veröffentlichung der Studienergebnisse des Teams um die Neurowissenschaftlerin Dr. Marina Weiler von der HHH aktuell im Fachjournal „Personality and Individual Differences“ (DOI: 10.1016/j.paid.2025.113292) könnten einen wichtigen Impuls für einen Paradigmenwechsel in der medizinischen und psychologischen Bewertung solcher Erfahrungen liefern.
Traditionell galten OBEs in der klinischen Psychologie als Indikatoren für psychische Instabilität oder Erkrankungen – ein Bild, das laut den Studienautoren einer dringenden Revision bedarf. Weiler, die an der medizinischen Fakultät der UVA sowie an der dortigen Division of Perceptual Studies forscht, betont: „Wenn wir OBEs nicht länger als Symptome einer Pathologie, sondern als Bewältigungsstrategien begreifen – insbesondere als Reaktion auf Trauma –, eröffnet dies neue Wege für Forschung, Therapie und gesellschaftliches Verständnis.“
Im Zentrum der neuen Studie stand die Frage, warum Erfahrungen, die von vielen Betroffenen als bereichernd und heilsam beschrieben werden, medizinisch weiterhin vornehmlich mit Krankheit gleichgesetzt werden. Denn während frühere Untersuchungen eine statistische Verbindung zwischen OBEs und schlechter psychischer Gesundheit nahelegten, zeigen detaillierte Analysen nun ein differenzierteres Bild.
In der Studie werden unter anderem frühere Umfragen zitiert, in denen 55 % der Teilnehmer angaben, dass ihre OBE ihr Leben dauerhaft verändert habe. 71 % berichteten von langfristigen positiven Effekten, und rund 40 % bezeichneten die Erfahrung sogar als das „größte Ereignis“ ihres Lebens. Viele der Befragten erklärten zudem, dass sie nach ihrer OBE offener gegenüber existenziellen Fragen seien, ein gesteigertes inneres Gleichgewicht empfänden und weniger Angst vor dem Tod hätten.
Allerdings führte die gesellschaftlich und medizinisch oft pathologisierende Sichtweise dazu, dass viele Betroffene aus Angst vor Stigmatisierung über ihre Erlebnisse schwiegen – selbst gegenüber Therapeuten. „Viele glauben, dass mit ihnen etwas nicht stimmt, wenn sie eine OBE haben, und behalten ihre Erfahrung daher für sich“, sagt Weiler.
Das Team um Weiler führte nun zunächst eine Online-Befragung unter OBE-Erfahrenen durch. Neben der subjektiven Gewissheit, eine „echte“ OBE erlebt zu haben, erfasste der Fragebogen auch medizinische und psychische Krankengeschichten der Teilnehmenden. Dabei zeigten sich mehrere markante Trends:
80 % der Befragten berichteten von ein bis vier OBEs, 20 % sogar von fünf oder mehr.
74 % beschrieben ihre Erfahrung als spontan.
9 % berichteten von OBE in Verbindung mit psychoaktiven Substanzen.
8,2 % führten ihre Erlebnisse auf Meditation oder Visualisierung zurück.
Nur 0,7 % nannten Hypnose als Auslöser.
Auffällig: Je jünger die Betroffenen bei ihrer ersten OBE waren, desto höher war auch die Wahrscheinlichkeit einer psychischen Diagnose. Zudem berichteten die meisten über signifikant höhere Werte für Kindheitstraumata als Nicht-Betroffene.
Daraus schließen die Forscher, dass OBEs eher als dissoziative Reaktion auf extremen Stress oder emotionale Belastung zu werten sind – nicht als Ursache psychischer Störungen.
Die Studienautoren plädieren dafür, OBEs künftig differenzierter zu betrachten. „Unsere Ergebnisse deuten darauf hin, dass OBEs in vielen Fällen eine Bewältigungsstrategie darstellen“, so Weiler. „Daher fordern wir Fachkräfte im psychischen Gesundheitswesen auf, ihre Haltung gegenüber solchen Erfahrungen zu überdenken und Betroffene offener und sensibler zu begleiten.
Ziel sei es, das Stigma zu reduzieren, das Betroffene bislang von professioneller Hilfe abhält, sowie den Aufbau von Gemeinschaften und psychischer Resilienz zu fördern. Weitere Studien zur Qualität und Ausrichtung therapeutischer Angebote für OBE-Erfahrene könnten helfen, gezieltere und heilsamere Behandlungsansätze zu entwickeln.
„Letztlich hoffen wir, mit unserer Arbeit einen Beitrag dazu zu leisten, dass Betroffene sich ernst genommen fühlen, sich Hilfe suchen – und dass OBEs nicht länger vorschnell als krankhaft abgetan werden“, so Weiler abschließend.
Recherchequelle: xxx
© grenzwissenschaft-aktuell.de
. - Was Du aufdeckst, - offenbart sich . -
"Die Erlösung kann nicht verdient, nur empfangen werden, - darum ist sie die Erlösung". -
Das Thema wurde geschlossen. Das Thema wurde geschlossen. |
Besucher
0 Mitglieder und 2 Gäste sind Online |
Forum Statistiken
|
| Forum Software © Xobor |
Besucher
Forum Statistiken