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Planet 9:

in Astromagie & Sternsehung: 02.02.2016 05:56
von Adamon • Nexar | 13.675 Beiträge

http://www.grenzwissenschaft-aktuell.de/...system20160121/


Künstlerische Interpretation des mutmaßlich neuen, neunten Planeten. Die Forscher vermuten, dass es sich um einen Planeten handelt, der Uranus und Neptun gleichen könnte (Illu.)
Copyright: Caltech/R. Hurt (IPAC)
Pasadena (USA) – Zwei US-Astronomen präsentieren handfeste Beweise für die Existenz eines bislang unbekannten Riesenplaneten im Sonnensystem, der unsere Sonne auf einer exzentrischen Umlaufbahn umkreist. Direkt beobachtet wurde der Planet bislang jedoch noch nicht.

Wie der Assistenzprofessor Konstantin Batygin und Professor Mike Brown vom California Institute of Technology (Caltech) aktuell im Fachjournal „Astronomical Journal“ (DOI: 10.3847/0004-6256/151/2/22) berichten, lassen sich laut ihren mathematischen Berechnungen und umfangreichen Computersimulationen die ungewöhnlichen aber gemeinsamen Umlaufbahnmerkmale der sechs bislang bekannten äußersten Objekte im Sonnensystem (Sedna, „2012GB174“, „2004VN112“, „2013RF98“, „2007TG422“ und „2012VP113“) am wahrscheinlichsten mit der Anwesenheit eines weiteren großen Planeten im äußeren Sonnensystem erklären.

Auf den Spitznamen „Planet Nine“ (Planet Neun) getauft, soll dieser Planet das etwa Zehnfache der Masse unserer Erde aufweisen, die Sonne jedoch 20 mal weiter entfernt umkreisen als der äußerste Planet Neptun. Auf diese Weise würde der neue „Neunte Planet“ 10.000 bis 20.000 Jahre für eine Umrundung der Sonne benötigen.

„So sich unsere Berechnungen und Simulationen bestätigen, wäre dies tatsächlich ein neunter wirklicher Planet“, so Brown. „Seit der Antike wurden bislang lediglich zwei Planeten im Sonnensystem entdeckt. Das hier könnte tatsächlich der dritte sein. Dabei handelt es sich schon um einen ganz schön großen Brocken unseres Sonnensystems, den es immer noch (direkt) nachzuweisen gilt. Das ist alles sehr aufregend.“

Die Wahrscheinlichkeit einer zufälligen Übereinstimmung der Ausrichtungen der elliptischen Umlaufbahnen transneptunischer Objekte beziffern die beiden Wissenschaftler auf 0,007 Prozent.

Laut den beiden Astronomen, sei der mutmaßlich neunte Planet mit der 5.000-fachen Pluto-Masse auf jeden Fall groß genug, als dass sich jegliche Diskussion um die Frage nach dem Planetenstatus erübrigen sollte: „Im Gegenzug zu den Objekten der Klasse der Zwergplaneten, dominiert ‚Planet Nine‘ mit seiner Gravitation seine Nachbarschaft im Sonnensystem. Tatsächlich dominiert er sogar eine größere Region, wie sämtliche anderen bekannten Planeten“, so Brown und führt weiter aus: „Das alles macht ihn sogar zum ‚planetigsten‘ aller Planeten im gesamten Sonnensystem.“


Die Umlaufbahnen der bislang bekannten sechs entferntesten Objekte im äußeren Sonnensystem, bzw. im Kuiper-Gürtel, weisen eine bislang rätselhafte gemeinsame Ausrichtung zu jener der Planetenebene auf. Ein Planet mit der rund 10-fachen Erdenmasse und auf einer entgegengesetzten, weiten und exzentrischen Umlaufbahn, würde diese merkwürdige Gemeinsamkeit erklären . (Illu.)
Copyright: Caltech/R. Hurt (IPAC); [Diagram created using WorldWide Telescope.]

In ihrem Fachartikel zeigen Batygin und Brown, wie „Planet Nine“ gleich eine ganze Anzahl von bislang rätselhaften Merkmalen der bislang bekannten sechs entferntesten Objekte im sogenannten Kuiper-Gürtel erklären kann. „Obwohl wir selbst zunächst wirklich skeptisch waren, ob dieser Planet überhaupt existieren könnte, haben wir seine Umlaufbahn und die Konsequenzen für das äußere Sonnensystem weiterhin analysiert“, berichtet Batygin. „Dabei kamen wir zunehmend zu der Überzeugung, dass dieser Planet wirklich dort draußen sein muss. Seit mehr als 150 Jahren gibt es nun also wieder solide Beweise dafür, dass der die Planetenzählung unseres Sonnensystems unvollständig ist.“

Während die Forscher zunächst vermuteten, dass es vielleicht genügend bislang unbekannte Objekte im Kuiper-Gürtel geben könnte, durch die gemeinsamen Merkmale erklärt werden könnten, zeigte sich schnell, dass der Kuiper-Gürtel in diesem Fall das 100-Fache seiner bislang vermuteten Masse haben müsste.

Schlussendlich zeigten die Simulationen, dass die Merkmale durch einen Planeten erklärt werden können, dessen Umlaufbahn entgegengesetzt zu jenen der transneptunischen Objekte verläuft und dessen dichteste Sonnenannäherung (das sog. Perihel) 180 Grad gegenüber jener der besagten Kuiper-Gürtel-Objekte (Kuiper-Belt-Objects = KBOs) sowie der bekannten Planeten des Sonnensystems liegt.

„Normalerweise würde man zunächst meinen, dass eine solche Orbitalgeometrie nicht stimmen kann und eine solche Umlaufbahn schon deshalb nicht über längere Zeiträume stabil sein kann, da ein solcher Planet zwangsläufig irgendwann mit den von ihm beeinflussten Objekten zusammenstoßen müsste“, erläutert Batygin. „Aber durch einen als ‚Resonanz der mittleren Bewegung‘ bezeichneten Mechanismus verhindert die entgegensetzt ausgerichtete Umlaufbahn des neunten Planeten eine solche Kollision und hält die Objekte selbst gemeinsam ausgerichtet. (…) Tatsächlich kollidieren sie auf diese Weise nie miteinander.“

Allerdings gibt der Planetenwissenschaftler auch zu, dass er selbst angesichts dieser Simulationsergebnisse noch skeptisch war: „Schließlich hatte ich noch nie zuvor derartiges in der Himmelsmechanik gesehen.“ Doch je mehr die Forscher auch die weiteren Konsequenzen des Planeten ergründeten, desto mehr schwanden die Zweifel: „Eine gute Theorie sollte nicht nur jene Dinge erklären, die man selbst mit ihr erklären will. Sie sollte zusätzlich auch Dinge erklären, die man ursprünglich gar nicht erklären wollte und sie sollte Vorhersagen ermöglichen, die dann auch überprüft werden können.“

Tatsächlich kann die Existenz von „Planet Nine“ mehr als nur die Ausrichtungsmerkmale der entfernten Kuiper-Gürtel-Objekte erklären. So etwa auch die mysteriösen Umlaufbahnen der beiden KGOs Sedna und 2012 VP113, die sich – ungleich zahlreichen anderen Standardobjekten im Kuiper-Gürtel, Neptun nie wirklich annähern. Wie Batygin und Brown nun zeigen können, würde die Anwesenheit von „Planet Nine“ geradezu automatisch Objekte mit derartigen Umlaufbahnen erzeugen.

Darüber hinaus sagen die Planet-Nine-Simulationen sogar den Umstand voraus, dass es im Kuiper-Gürtel Objekte geben sollte, deren Umlaufbahnen zur Ebene der Planeten nahezu senkrecht geneigt wären. „Als wir diese Vorhersage dann nahmen, bemerkten wir, dass vier genau solcher Objekte in den vergangenen drei Jahren tatsächlich gefunden wurden. Wir haben dann die Positionen dieser Objekte und ihre Umlaufbahnen übernommen und bemerkt, dass sie exakt mit den Vorhersagen unserer Simulation übereinstimmten“, so Brown. „Als wir das bemerkt haben, ist mir der Kiefer buchstäblich bis zum Boden geklappt.“

Zur Frage, woher „Planet Nine“ stammt, vermuten Batygin und Brown, dass es sich um einen sogenannten Planetenkern handeln könnte, wie sie kurz nach der Entstehung des Sonnensystems auch die Grundlage der vier Planeten Jupiter, Saturn, Uranus und Neptun gebildet haben sollen. „Es gibt aber keinen ersichtlichen Grund, warum es statt vier nicht auch fünf solcher Kerne gegeben haben könnte. ‚Planet Nine‘ könnte eben dieser fünfte Kern sein, der sich einst Jupiter oder Saturn so dicht annäherte, dass er von diesen auf seine entfernte und exzentrische Umlaufbahn katapultiert wurde.“

Während Batygin und Brown ihre Berechnungen und Simulationen weiterhin verfeinern, um noch genauere Informationen über die Umlaufbahn von „Planet Nine“ und darüber zu erhalten, wie dieser das äußere Sonnensystem beeinflusst, haben sie aber auch schon mit de direkten Suche nach „ihrem“ Planeten begonnen.

Allerdings ist bislang nur eine noch vergleichsweise grobe Umlaufbahn – nicht aber die mögliche Position des Planeten bekannt: „Sollte er sich derzeit in der Nähe seines Perihels befinden, so sollten Astronomen ihn in früheren Aufnahmen finden können. Befindet er sich aber auf seinem von der Sonne am weitesten entfernten Punkt (Apohel), so bräuchte es schon die weltweit größten Teleskope, wie etwa die Zwillingsteleskope des W.M. Keck Observatory und das Subaru Telescope auf dem Mauna Kea auf Hawaii. Befindet er sich derzeit irgendwo dazwischen, dann könnten auch viele andere und kleinere Teleskope ihn finden.“


(DATA) JPL; BATYGIN AND BROWN/CALTECH; (DIAGRAM) A. CUADRA/SCIENCE

„Natürlich würde ich ihn gerne (als Erster) entdecken“, gesteht Brown ein. „Aber ich wäre natürlich auch froh, wenn es ein anderer tut. Deshalb haben wir unsere Untersuchungen und Ergebnisse auch schon jetzt veröffentlich. Wir wollen, dass es weitere Menschen inspiriert, und sie zur Suche anregt.“

Schlussendlich würde die Existenz von „Planet Nine“ auch erklären, warum sich unser bisheriges (Bild vom) Sonnensystem so stark von zahlreichen anderen bislang entdeckten Planetensystemen unterscheidet: „Die merkwürdigste Erkenntnis über unser eigenes Sonnensystem angesichts der Entdeckungen anderer Planetensysteme war die, dass es in den meisten dieser anderen Systeme auch Planeten gibt, die eine Masse zwischen jener der Erde und der des Neptun aufweisen (1-10 Erdenmassen, sog. Super-Erden)“, erläutert Batygin. „Bislang haben wir gedacht, dass in unseren Sonnensystem gerade dieser häufigste Planetentypus fehlen würde – und haben uns darüber gewundert. Jetzt scheint es so, dass wir doch gar nicht so viel anders sind.“



„Jetzt können wir uns daran machen, diesen Planeten zu suchen und unserem Sonnensystem seinen neunten Planeten wieder zurück geben – einen wirklichen Planeten“, kommentiert Brown abschließend, der geradezu federführend an der Demontage von Pluto als einst neuntem Planeten beteiligt war.


Konstantin Batygin (l.) und Mike Brown.
Copyright: Lance Hayashida/Caltech

© grenzwissenschaft-aktuell.de


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zuletzt bearbeitet 02.02.2016 05:58 | nach oben springen
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RE: Planet 9:

in Astromagie & Sternsehung: 09.03.2016 20:22
von Adamon • Nexar | 13.675 Beiträge

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Das Orbitaldiagramm von „Planet Nine“ (P9) mit den bereits ausgeschlossenen Regionen seiner aktuellen Position (rot) und die errechnete Region seines wahrscheinlichsten Aufenthaltsortes (grün). Maßstab in Astronomischen Einheiten (AU/AE = Abstand Erde-Sonne).
Copyright: CNRS
Paris (Frankreich) – Seit die beiden US-Astronomen Konstantin Batygin und Mike Brown vor einem Monat anhand der Umlaufbahn-Übereinstimmungen großer Objekte im Kuiper-Gürtel den mathematischen Nachweis eines bislang unentdeckten Planeten von der bis zu 10-fachen Erdmasse erbrachten (…GreWi berichtete), ist das Wettrennen nach dem direkten Nachweis entbrannt. Jetzt ist es französischen Astronomen gelungen, die Suche ein gutes Stück einzugrenzen.

Wie die Forscher um Agnès Fienga vom Observatoire de la Côte d’Azur und Jacques Laskar von der nationalen französischen Forschungsorganisation CNRS aktuell im Fachjournal „Astronomy & Astrophysics“ (DOI: 10.1051/0004-6361/201628227) berichten, konnten sie mit Hilfe von Daten der seit 2004 den Saturn umkreisenden NASA-Sonde „Cassini“ und einer Computersimulation die möglichen derzeitigen Positionen des postulierten neunten Planeten, den seine „Entdecker“ als „Planet Nine“ bezeichnen, eingrenzen.

Hierzu berechneten die Astronomen zunächst, wie „Planet Nine“ (P9) auf der von Batygin und Brown bereits grob beschriebenen möglichen Umlaufbahn um die Sonne die Bewegung der bekannten Planeten des Sonnensystems beeinflussen würde. Im Abgleich mit den tatsächlichen Bewegungsdaten des Saturn konnten sie so zwei Teilsegmente der berechneten Umlaufbahn von „Planet Nine“ als dessen derzeitige Position ausschließen (s. Diagramm, rot).

Im Gegensatz dazu glauben die französischen Astronomen anhand der Daten eine mögliche Region als den aktuellen Aufenthaltsort des noch unentdeckten Planeten (s. Diagramm, grün) ausgemacht zu haben.

„Da die Existenz von P9 nur durch eine direkte Beobachtung beweisen werden kann, sind unsere Einschränkungen der möglichen Ausrichtungen der Suche danach ein wichtiger Beitrag auf diesem Weg“, so die Astronomen abschließend.

© grenzwissenschaft-aktuell.de


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#3

RE: Planet 9:

in Astromagie & Sternsehung: 15.04.2016 13:38
von Adamon • Nexar | 13.675 Beiträge

http://www.grenzwissenschaft-aktuell.de/...terben20160331/


Verursachte ein Kometenschauer das Aussterben der Dinosaurier? (Illu.)
Copyright: grewi.de
Fayetteville (USA) – Seit Wochen schon sorgt der mathematisch geführte Nachweis der möglichen Existenz eines noch unbekannten großen Felsplaneten im äußersten Sonnensystem (…GreWi berichtete, s. Links) für zahlreichen Spekulationen und kontroversen Diskussionen. Jetzt schreibt ein Mathematiker der University of Arkansas diesem Planeten erneut die Schuld für das periodische Massenaussterben auf der Erde zu.

Wie Daniel Whitmire aktuell im Fachjournal „Monthly Notices of the Royal Astronomical Society“ (DOI: 10.1093/mnrasl/slv157) erläutert, könnte der Planet, dessen Existenz bislang jedoch nicht durch direkte Beobachtungen bewiesen wurde, Kometenschauer in einem Intervall von rund 27 Millionen Jahren Richtung Erde lenken, die hier dann zum massenhaften Aussterben eines Großteils des Lebens geführt haben.

Sollten die US-Astronomen Batygin und Brown, die Mitte Januar den mathematischen Nachweis für die Existenz des noch unentdeckten Planeten erbracht hatten (…GreWi berichtete) Recht behalten, so wäre „Planet Nine“ etwa 10 mal massereicher als unsere Erde und würde die Sonne bis zu 700-1000 mal weiter entfernt umkreisen.

Gemeinsam mit seinem Kollegen John Matese hatte Whitmere bereits 1985 die Theorie von einem noch unbekannten Planeten (damals noch als zehnter Planet, bzw. „Planet X“ bezeichnet) formuliert, der in langperiodischen Abständen durch von ihm ausgelöste Kometenschauer auf der Erde zu Massenaussterben, etwa der Dinosaurier führe. Laut der Theorie der beiden Mathematiker, führte jedoch nicht nur der Einschlag der Kometen zum Aussterben, sondern auch der Staub und die Trümmer jener Kometen, die ins Innere Sonnensystem vordringen und hier in Sonnennähe zerbrechen und so das die Erde erreichende Sonnenlicht signifikant reduzieren.

Mit ihrer damals im Fachjournal „Nature“ (DOI: 10.1038/313036a0) veröffentlichten Theorie hatten die beiden Mathematiker international für Interesse und seither für kontroverse Diskussionen gesorgt. Schon damals gingen Whitmere und Matese davon aus, dass ihre Planet-X-Theorie die einzige aufrechtzuerhaltende Erklärung für das sich in regelmäßigen Abständen ereignende irdische Massenaussterben sei.

Ursprünglich vermuteten die beiden Wissenschaftler, dass der noch unentdeckte Planet eine Masse von maximal fünf Erden besitze und die Sonne in 100-facher Entfernung umkreise. Angesichts der aktuellen Diskussion hat Whitmere die einstige Theorie nochmals aufgearbeitet und in den Kontext zur Kontroverse um „Planet Nine“ gestellt.

Gegenüber „Grenzwissenschaft-Aktuell.de“ erläutert der Mathematiker seine neuen Überlegungen wie folgt:

„Die neusten Erkenntnisse auf der Grundlage der fossilen Aufzeichnungen (Versteinerungen von Lebewesen) legen nahe, dass die Periodizität der Massenaussterbeereignisse doppelt so weit zurückreicht und das diese Periode regelmäßigeren Abständen folgt als bislang angenommen. Unser ‚Planet-X-Modell‘ stimmt mit der Regelmäßigkeit dieser Periode überein.

Während der derzeit diskutierte ‚Planet Nine‘ massereicher und weiter von der Sonne entfernt ist als unser ‚Planet X‘, so besteht weiterhin die Möglichkeit, dass es sich dabei auch um einen kleineren und näheren Planeten handelt, der dann ebenfalls die Anomalien der Umlaufbahnen der Kuiper-Gürtel-Objekte erklären könnte. Schließlich gibt es immer noch zahlreiche Unsicherheiten in den Berechnungen.

Die Auswirkungen eines Planeten hängen sowohl von dessen Masse und Entfernung ab. Auf diese Weise kann also auch ein näherer und kleinerer Planet die beschriebenen Gravitationseffekte erzeugen. Die Autoren der ‚Planet-Nine-Theorie‘ selbst erkennen ja auch an, dass auch andere Kombinationen von Masse und Entfernung nicht ausgeschlossen werden können.

Ein Vergleich zeigt schließlich aaber auch Gemeinsamkeiten zwischen den beiden Modellen (‚Planet X‘ und ‚Planet Nine‘) auf, etwa die Neigung der Umlaufbahn (zur Ebene des Sonnensystems) und deren starke Exzentrizität (elliptische Form). Alternativ könnte es statt nur einem,a weiterhin auch zwei noch unbekannte trans-neptunische Objekte geben, wie dies bereits von anderen Autoren vermutet wurde“ (…GreWi berichtete).

© grenzwissenschaft-aktuell.de


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#4

RE: Planet 9:

in Astromagie & Sternsehung: 15.04.2016 13:49
von Adamon • Nexar | 13.675 Beiträge

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Simulation der Struktur von „Planet Nine“.
Copyright: Esther Linder, Christoph Mordasini, Universität Bern
Bern (Schweiz) – Nachdem Mitte Januar zwei US-Astronomen anhand von Bahnbewegungen großer Objekte im Kuiper-Gürtel mathematisch den Nachweis für einen bislang noch unentdeckten, neunten und großen Planeten im äußersten Sonnensystem erbracht haben wollen (…GreWi berichtete, s. Links), zeigen sich immer mehr Kollegen von diesem „Planet Nine“ fasziniert. Schweizer Astrophysiker haben nun sogar auf der Grundlage der Berechnungen ihrer Kollegen „P9“ und seine Eigenschaften im Computermodell simuliert.

Wie der Astrophysiker Prof. Christoph Mordasini, und seine Doktorandin Esther Linder aktuell im Fachjournal „Astronomy & Astrophysics “ (DOI: 10.1051/0004-6361/201628350) berichten, haben sie die Entwicklung des mutmaßlichen Planeten im äußeren Sonnensystem mit einem Computermodell simuliert.

Normalerweise untersuchen die beiden Experten auf dem Gebiet der Planetenentwicklung mithilfe von Computermodellen die Entstehung junger Planeten außerhalb unseres Sonnensystems. Sogenannte Exoplaneten also ,die Lichtjahre von der Erde entfernt sind. Für die Forscher ist der hypothetische Planeten-Kandidat denn auch „ein nahes Objekt, obwohl er etwa 700 Mal weiter entfernt ist als die Erde von der Sonne.“

Wie die Simulation zeigt, hätte „Planet Nine“ heute einen Radius, der 3,7 Erdradien entspricht und seine Temperatur beträgt frostige minus 226 Grad Celsius. Die beiden Astrophysiker gehen davon aus, dass es sich um „eine kleinere Version von Uranus und Neptun (handelt) – ein kleiner Eisriese mit einer Hülle aus Wasserstoff und Helium.“

Mithilfe ihres Modells der Planetenentwicklung berechneten sie, wie sich Werte wie zum Beispiel der Planetenradius oder die Helligkeit seit der Geburt des Sonnensystems vor 4,6 Milliarden Jahren im Laufe der Zeit entwickelt haben.

In ihrem Fachartikel kommen die Forscher zu folgendem Schluss:
“Ein Planet mit 10 Erdmassen, wie von den beiden amerikanischen Forschern (Konstantin Batgyin und Mike Brown) vorgeschlagen, hat heute einen Radius von 3,7 Erdradien. Seine Temperatur beträgt 47 Kelvin oder minus 226 Grad Celsius. Dies bedeutet, dass der Planet selbst signifikant Wärme abstrahlt. (…) Hätte der Planet selbst keine innere Energie, läge seine Temperatur bei nur 10 Kelvin oder minus 263 Grad Celsius, denn dann würde die Strahlung lediglich aus dem reflektierten Sonnenlicht bestehen.“

Dieser innere Energiefluss, der vom Abkühlen des Planeteninnern herrührt, würde aber auch bedeuten, dass der Planet im Infrarot-Bereich viel heller strahlt als im sichtbaren Wellenlängenbereich, in dem nur das schwache reflektierte Sonnenlicht sichtbar ist.

„Aufgrund unserer Studie ist der neunte Planet jetzt mehr als bloß ein Massepunkt, durch diese physikalischen Eigenschaften nimmt er Gestalt an“, erläutert Christoph Mordasini.

Zugleich haben die Forscher auch untersucht, ob ihre Resultate erklären können, warum der „neunte Planet“ bis heute noch nicht von Teleskopen entdeckt wurde. Hierzu berechneten sie die Helligkeit von kleineren und größeren Planeten in verschiedenen Umlaufbahnen und kamen zum Schluss, „dass die bisher durchgeführten Himmelsdurchmusterungen nur eine kleine Chance hatten, ein Objekt mit 20 Erdmassen oder weniger zu entdecken, vor allem wenn es sich in der Nähe des fernsten Punkts auf seiner Umlaufbahn um die Sonne befindet.“

Allerdings hätte das NASA-Infrarot-Weltraumteleskop „WISE“ (Wide-field Infrared Survey Explorer), das keine Hinweise auf einen weiteren großen Planeten im Sonnensystem gefunden hatte (…GreWi berichtete), immerhin noch einen Planeten mit 50 Erdmassen oder mehr finden sollen. „Damit hat man eine interessante obere Massengrenze für den Planeten“, erklärt Esther Linder. Die Wissenschaftler sind überzeugt, dass künftige Teleskope – wie etwa das sich noch im Bau befindliche „Large Synoptic Survey Telescope“ (LSST) in Chile – oder spezielle Durchmusterungen den neunten Planeten aufspüren oder dessen Existenz ausschließen können.

© grenzwissenschaft-aktuell.de


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RE: Planet 9:

in Astromagie & Sternsehung: 17.05.2016 01:27
von Adamon • Nexar | 13.675 Beiträge

http://www.grenzwissenschaft-aktuell.de/...nibiru20160424/


Vergleich: Die Orbitaldiagramme zu Planet Nine (l.) und Sitchins Nibiru (r.). Diagramme zueinander nicht maßstabsgetreu.
Quellen: JPL, Batygin & Brown/ Caltech, A Cuadra/Science (P9); Z. Sitchin (Nibiru)
7 Gründe, warum Planet Nine nicht Nibiru ist
…und 4, warum er es vielleicht doch sein könnte

Im vergangenen Januar haben zwei US-Astronomen den theoretisch-mathematischen Nachweis für die Existenz eines weiteren, bislang jedoch noch nicht entdeckten großen Felsplaneten im äußersten Sonnensystem erbracht. Seither wird nicht nur darüber spekuliert, wo sich dieser Planet derzeit befindet und also entdeckt werden kann (…GreWi berichtete, s. Links), sondern auch, ob es sich bei diesem Planeten um den vermeintlich schon von den Sumerern beschriebenen „Götter-Planeten“ Nibiru, der Heimatwelt der sumerischen Anunnaki handeln könnte. Da jede neue Meldung rund um den vorhergesagten „Planet Nine“ gerade in den sozialen Netzwerken die „Nibiru-Frage“ erneut aufwirft, hat Grenzwissenschaft-Aktuell diese auf die Probe gestellt.

Anmerkung GreWi: Im folgenden Beitrag soll es absichtlich nicht darum gehen, Sitchins Hypothese zu diskutieren, sondern lediglich den Mythos des „Götterplaneten Nibiru“ im Kontext des aktuellen Interesses an „Planet Nine“ zu beleuchten.

7 Gründe, warum „Planet Nine“ nicht Nibiru ist…

1. Sichtins Nibiru soll eine Planetenmasse von 23 Erden aufweisen.
P9 bringt es gerade einmal auf rund 10.

2. Während die Dauer des Sonnenumlaufs des aktuell vorhergesagten neunten Planeten (Planet Nine = P9) in der Größenordnung von ca. 10-20.000 Jahren liegen würde, benötigt der von Zecharia Sitchin als 12. Planet beschriebene Nibiru hierfür nur 3.600 Jahre.

3. Im gleichen Intervall würde Sitchins Nibiru (also alle 3.600 Jahre) bis in den Asteroidengürtel zwischen Mars und Jupiter vordringen, sich der Erde derart stark annähern, dass er am Himmel wie eine zweite Sonne erscheinen und durch die entsprechend wirkenden gravitativen Kräfte Zerstörungen auf der Erde verursachen würde.

Dementgegen nähert sich P9 auf der von Konstantin Batygin und Michael E. Brown vom California Institute of Technology (Caltech) beschriebenen Umlaufbahn niemals auch nur annähernd dem inneren Sonnensystem. Selbst bei seiner dichtesten Sonnenannäherung ist er immer noch 700 mal weiter von der Sonne entfernt als die Erde (Abstand Erde-Sonne = Astronomische Einheit = AE/AU). Zum Vergleich: Der unserer Erde am nächstgelegene große Gasplanet Jupiter ist an seinem sonnenächsten Punkt schon knapp 5 Astronomische Einheiten (AE) von der Sonne entfernt.

Nibiru käme also niemals auch nur annähernd in die Nähe des inneren Sonnensystems.

4. Bei Sitchin ist Nibiru zudem 3-4 mal weiter von der Erde entfernt als Pluto. Im Falle von Planet Neun liegt diese Distanz beim 7 bis 24-fachen.

5. Entgegen allen anderen Planeten im Sonnensystem (mit Ausnahme von Venus und Uranus), soll Nibiru die Sonne sich im Uhrzeigersinn um seine eigene Achse drehend umkreisen. P9, so die bisherigen Berechnungen, umkreist die Sonne hingegen – wie die sonstigen Planeten – aber dem Uhrzeigersinn entgegen drehend.

6. Nibirus Umlaufbahn soll eine extreme Exzentrizität aufweisen (also stark elliptisch sein). Die Umlaufbahn von P9 ist mit seinen 60 Prozent aber alles andere als das.

7. Sitchin selbst behauptete, dass Nibiru mit dem babylonischen Gott Marduk gleichzusetzen sei. Sollte dies aber der Fall sein, so wäre Nibiru laut neusten Erkenntnissen aber Jupiter und kein unbekannter, neunter Planet (…GreWi berichtete).


Zecharia Sitchin mit einer überdimensionalen Vergrößerung jenes sumerischen Rollsiegels, auf dem er eine astronomische Darstellung von Nibiru als Heimat der Anunnaki zu erkennen glaubte.
Copyright: No Copyright 1.0

…und 4, warum P9 vielleicht doch Nibiru sein könnte

1. Sowohl Sitchin als auch Brown und Batyagin geben die Größe „ihrer“ Planeten mit dem etwa (bis zu) 4-fachen Radius der Erde an.

2. Die Neigung der Umlaufbahnen gegen die Ekliptik (also die von der Erde aus gesehene scheinbare Bahn der Sonne vor dem Fixsternhintergrund im Laufe eines Jahres) beider Planeten, Nibiru und P9 wird mit 30 Grad angegeben.

3. An ihrem entferntesten Punkt sollen sowohl P9 als auch Nibiru in Richtung Orion stehen.

4. Laut Informationen des Neffen von Zecharia Sitchin, würde die Umlaufdauer von Nibiru dann rund 10.000 Jahre betragen, wenn deren Form nicht (wie von Sitchin beschrieben) exzentrisch sondern kreisrund wäre. Damit käme Nibiru dann auch in Reichweite der Werte, wie sie auch für Planet Nine berechnet wurden.

http://sitchin.com/

https://www.gwup.org/inhalte/91-themen/p...charia-sitchins

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#6

RE: Planet 9:

in Astromagie & Sternsehung: 17.05.2016 01:48
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Studie: Auf der Suche nach der Herkunft von Planet Nine:

Cambridge (USA) – Während übereinstimmende Bahneigenschaften großer Objekte im Kuiper-Gürtel auf die Existenz eines noch unbekannten großen Felsplaneten im äußersten Sonnensystem hindeuten, läuft die Suche nach dem Planeten selbst und damit das Rennen um dessen direkte Erstentdeckung auf vollen Touren. Wo dieser dann neunte Planet (P9) jedoch seinen Ursprung hat, darüber rätseln Astrophysiker ebenso wie über die Frage, ob es den Planeten überhaupt gibt. Eine neue Studie hat sich der Frage nach der Herkunft von „Planet Nine“ und damit der verschiedensten bislang diskutierten theoretischen Modellen angenommen. Das Ergebnis: Der Planet dürfte eigentlich gar nicht existieren.

Wie das Team um Gongjie Li vom Harvard-Smithsonian Center for Astrophysics (CfA) und Fred Adams von der University of Michigan in einer kommenden Ausgabe des Fachjournals „Astrophysical Journal Letters“ berichten wird, soll der Planet die Sonne 150-400 Astronomische Einheiten (AE = Abstand Sonne-Erde) entfernt – also weit jenseits der bekannten Planetenbahnen – umkreisen. „Da stellt sich für uns Astrophysiker die Frage, wie dieser Planet dorthin gekommen ist oder ob er einst sogar irgendwo anders entstanden und dann später auf seiner heutigen, ungewöhnlichen Umlaufahn gelandet ist“, so Li. „Die Indizien sprechen dafür, dass Planet Nine existiert, aber wir können bislang noch nicht sicher erklären, wie und wo er entstanden ist.“

In ihrer Studie haben die Astronomen mit Hilfe von rund einer Million Computersimulationen drei verschiedene Szenarios untersucht:

– Das wahrscheinlichste Szenario geht davon aus, dass Planet Nine durch die Schwerkraftinteraktion eines unser Sonnensystem passierenden anderen Sterns auf seine heutige Bahn gezogen haben könne.

Eine solcher Vorgang hätte dann die Umlaufbahn aber nicht nur stark ausgeweitet, sondern auch stark gestaucht. Planet Nine sollte in diesem Fall also eine deutlich elliptischere Umlaufbahn haben, als die, wie sie derzeit von seinen Erstbeschreibern Mike Brown und Konstantin Batygin vom California Institute of Technology anhand der übereinstimmenden Umlaufbahnen großer Kuiper-Gürtel-Objekte berechnet wurde (…GreWi berichtete). Zudem wäre eine solche stellare Nahebegegnung im noch jungen Sonnensystem sehr viel wahrscheinlicher gewesen als zu späteren Zeiten, da unsere Sonne gemeinsam mit Abertausenden anderer Sternen in einem Sternhaufen geboren wurde.

Auch hätte ein solcher Vorgang den Planeten sehr viel wahrscheinlicher gänzlich aus unserem Sonnensystem herauskatapultiert statt ihn auf einer stabilen Umlaufbahn neu zu platzieren. Die Wahrscheinlichkeit für letzteres Szenario berechneten Li und Adams denn auch mit höchstens 10 Prozent. Zudem hätte der Planet hierzu die Sonne ursprünglich schon zuvor auf einer weiten Umlaufbahn umkreisen müssen.

Diesem Problem haben sich sodann Li und Adams CfA-Kollege Scott Kenyon und Benjamin Bromley von der University of Utah ebenfalls mit Hilfe von Computersimulationen angenommen und kommen zu dem Schluss, dass „die einfachste Lösung jene wäre, wonach im Sonnensystem ursprünglich einfach ein zusätzlicher, großer Gasplanet entstanden ist“. Ein solcher weiterer Gasriese wäre demnach in jener Region entstanden, in der auch Jupiter und Saturn entstanden waren. Später könnte dieser Planet dann durch ein gravitatives Wechselspiel zwischen den Planeten auf seine spätere und heutige Umlaufbahn gelenkt worden sein. Allerdings geben die Astrophysiker in zwei aktuell im „Astrophysical Journal“ veröffentlichten Fachartikeln zu bedenken, dass diese Interaktion perfekt gepasst haben müsste, ohne dass dabei „Planet Neun“ gänzlich aus dem Sonnensystem geworfen worden wäre.


Die Umlaufbahnen der bislang bekannten sechs (Anm.GreWi: mittlerweile sind es sieben) entferntesten Objekte im äußeren Sonnensystem, bzw. im Kuiper-Gürtel, weisen eine bislang rätselhafte gemeinsame Ausrichtung zu jener der Planetenebene auf. Ein Planet mit der rund 10-fachen Erdenmasse und auf einer entgegengesetzten, weiten und exzentrischen Umlaufbahn, würde diese merkwürdige Gemeinsamkeit erklären (Illu.).
Copyright: Caltech/R. Hurt (IPAC); [Diagram created using WorldWide Telescope.]

Hinzu haben Bromley und Kenyon auch das Szenario der Entstehung des Planeten in größerer Entfernung zur Sonne untersucht. Unter bestimmten Umständen schnell genug entstanden, könnte der Planet hier dann von dem von Li und Adams postulierten vorbeiziehenden Nachbarstern auf seine heutige Bahn gelenkt worden sein.

Sollte P9 eines Tages tatsächlich entdeckt werden, würde schon seine Struktur zeigen, welches Szenario zutreffe, erläutern die Forscher und führen dazu weiter aus: „Ein vertriebener Gasriese würde heute wie ein kalter Neptun aussehen. Ein Planet, der hingegen im äußeren Sonnensystem entstanden ist, wäre eine Art Pluto, (also ein Fels-Eis-Planet) ohne Gashülle.“

– Das zweite, von Li und Adams untersuchte Szenario, geht von einem Planeten aus, der ursprünglich Teil eines anderen Planetensystem war, und von unserem eigenen Sonnensystem eingefangen wurde.

– Allerdings liege die Wahrscheinlichkeit hierfür mit unter zwei Prozent ebenso niedrig wie das dritte Szenario, nachdem es sich bei P9 um einen Planeten handelt, der einst das Universum gänzlich befreit von einem eigenen Heimatstern durchwanderte und von unserer Sonne eingegangen wurde.

Zumindest eines geht aus den neuen Simulationen relativ deutlich hervor: Seine heutige, extrem weit von der Sonne entfernte Umlaufbahn hat Planet Nine – so er denn tatsächlich existiert – erst vergleichsweise spät erlangt. Der Grund für die Schlussfolgerung ist der bereits erwähnte dichte Sternhaufen, in dem unsere Sonne einst entstanden ist: „Nahebegegnungen mit Nachbarsternen waren hier wahrscheinlich nicht selten und ein Planet auf einer derart weiten Umlaufbahn wäre bei solchen Ereignissen sehr leicht nicht nur aus seiner Bahn sondern auch aus seinem Heimatsystem geschleudert worden. (…) Planet Nine hat seine weite Umlaufbahn vermutlich also erst erreicht, nachdem unsere Sonne ihren Geburtshaufen verlassen hatte.

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#7

RE: Planet 9:

in Astromagie & Sternsehung: 17.07.2016 04:31
von Adamon • Nexar | 13.675 Beiträge

http://www.grenzwissenschaft-aktuell.de/...t-sein20160601/


Hat unsere Sonne „Planet 9“ einst einem anderen Stern gestohlen? (Illu.)
Copyright: Lunds Universitet
Lund (Schweden) – Noch bevor die tatsächliche Existenz des als „Planet 9“ bezeichneten weiteren großen Felsplaneten am äußersten Rand des Sonnensystem überhaupt durch direkte Beobachtungen bewiesen wurde, spekulieren Wissenschaftler darüber, wie der Planet beschaffen sein und woher er stammen könnte. Schwedische Astrophysiker zeigen nun anhand von Computersimulationen, dass der hypothetische Planet sogar einst einen anderen Stern umkreist haben könnte. Damit wäre „P9“ dann der erste in unseren eigenen Sonnensystem entdeckte Exoplanet.

Wie das Team um Alexander Mustill von der Lunds Universitet aktuell im Fachjournal „Monthly Notices of the Royal Astronomical Society“ (DOI: 10.1093/mnrasl/slw075) berichtet, zeigen die Simulationen, dass es sich bei „Planet 9“ am wahrscheinlichsten um einen Planteen handelt, der vor rund 4,5 Milliarden Jahren von unserer damals noch jungen Sonne einem ihrer damaligen Nachbarsterne regelrecht gestohlen wurde.

Tatsächlich würde diese Theorie erklären, wie der Planet – sollte er tatsächlich existieren – auf eine derart weite Umlaufbahn um unsere Sonne gelangen konnte.

„Es ist fast schon eine Ironie, dass Astronomen Exoplaneten meist in hunderten Lichtjahren Entfernung innerhalb ferner Planetensysteme suchen und finden, während sich einer davon bislang unentdeckt im Hinterhof unseres eigenen Sonnensystems verstecken könnte“, so Mustill.



Tatsächlich wurde unsere Sonne einst gemeinsam mit unzähligen anderen Sternen im Innern eines sogenannten Sternhaufens geboren und näherte sich innerhalb dieser Sternenkinderstube immer wieder dem ein oder anderen Nachbarstern derart nah an, dass sie eines Tages einen, seinen Stern in großer Entfernung umkreisenden Planeten raubte, bevor sie ihre Wiege in Richtung unserer heutigen Position in der Milchstraße verließ.

Bis tatsächlich konkret überprüft werden könne, ob es sich bei P9 auch wirklich um einen einstigen und damit dann ersten Exoplaneten in unserem Sonnensystem handelt, bedarf es noch weiterer Untersuchungen und Suchen nach dem Planeten. „Wenn sich unsere Theorie aber eines Tages als richtig erweisen wird, so könnte sie unser Verständnis unserer Sonne und der Erde einen großen Schritt voran bringen“, so Mustill abschließend. „Schließlich wäre es dann der einzige Exoplaneten, den wir realistisch betrachtet mit einer unserer Raumsonden erreichen und erforschen könnten.“

© grenzwissenschaft-aktuell.de


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#8

RE: Planet 9:

in Astromagie & Sternsehung: 17.07.2016 06:37
von Adamon • Nexar | 13.675 Beiträge

http://www.grenzwissenschaft-aktuell.de/...t-nine20160630/


Darstellung der Umlaufbahn des vermuteten Neunten Planeten (orange), dessen Gravitation die Umlaufbahnen zweier Populationen von Objekten im Kuiper-Gürtel (blau u. magenta) beeinflussen könnte (Illu.).
Copyright/Quelle: Caltech/R. Hurt (IPAC)
Klicken Sie auf die Bildmitte, um zu einer vergrößerten Darstellung zu gelangen.
Mountain View (USA) – Seit im vergangenen Januar zwei Astronomen des California Institute of Technology (CalTech) anhand von übereinstimmenden ungewöhnlichen Bahneigenschaften von sechs großen Objekten im Kuiper-Gürtel (KBO) auf die Existenz eines weiteren großen Felsplaneten am äußersten Rande des Sonnensystem schlossen (…GreWi berichtete), sind Astronomen weltweit darum bemüht, diesen dann „Neunten Planeten“ auch durch direkte Beobachtungen nachzuweisen. Jetzt haben verschiedene Astronomen neue Informationen zu „Planet Nine“ (P9) vorgestellt.

Wie Susanna Kohler in einem Übersichtsartikel auf der Internetseite der American Astronomical Society (AAS) berichtet, liegen derzeit drei neue Arbeiten zur a) Umlaufbahnresonsanz von vier KBOs vor, die ebenfalls wie Existenz eines noch unbekannten massereichen Körpers nahelegen, sowie b) Simulationen der möglichen Zusammensetzung einer Atmosphäre um den hypothetischen Planeten als auch c) eine Studie, die die mögliche derzeitige Position von Planet Nine auf seiner bis zu 20.000 Jahre dauernden Umlaufbahn um die Sonne eingrenzt.


Grafische Umsetzung der Umlaufbahnen der vier langperiodigsten Objekte im Kuiper-Gürtel gemeinsam mit der Abbildung verschiedener Modelle zur Winkelgeschwindigkeit von Planet Nine (rot, rechts).
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Copyright/Quelle: Malhotra et al. 2016, The Astrophysical Journal

Renu Malhotra und Kollegen vom Lunar and Planetary Laboratory an der University of Arizona’s Lunar haben sich in ihrer Studie der Umlaufbahnen der vier Kuiper-Gürtel-Objekte (KBOs) mit der längsten Umlaufzeit angenommen. Dabei haben die Forscher festgestellt, dass Sedna, 2010 GB174, 2004 VN112, 2012 VP113 Umlaufperioden mit ganzzahligen Verhältnissen zu einander aufweisen – zueinander also in sog. Resonanz stehen. Dieser Umstand, so legen es die Autoren im „The Astrophysical Journal Letters“ (DOI: 10.3847/2041-8205/824/2/L22) dar, könnte darauf hindeuten, dass sie gemeinsam von einem entfernten massereichen Körper in diese Resonanz gelenkt werden.


Grafik zur möglichen derzeitigen Position von Planet Nine (grüne und rote Abschnitte) am beobachtbaren Himmel. Die schwarzen Segmente markieren jene Abschnitte der hypothetischen Umlaufbahn, die die Autoren anhand ihrer Berechnungen ausschließen.
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Copyright/Quelle: Malhotra et al. 2016, The Astrophysical Journal

Laut den Berechnungen der Forscher könnte ein Planet mit einer Umlaufzeit vom ~17.117 Jahren und einer großen Halbachse von ~665 Astronomischen Einheiten (AE = Abstand Erde-Sonne) für die Resonanzeigenschaften der vier KBOs verantwortlich sein. Sollte sich dies bestätigen, könnten mit Hilfe dieser Erkenntnis auch dessen Umlaufbahn noch genauer beschrieben und dadurch auch auf seine derzeitige Position darauf geschlossen werden.

Die Bestimmung des derzeitigen Aufenthaltsortes ihres „Neunten Planeten“ ist auch das Anliegen seiner Entdecker bzw. Erstbeschreiber Brown und Batygin: Anhand neuer ausführlicher Simulationen und einem Abgleich der Ergebnisse mit tatsächlich beobachtbaren astronomisch-astrophysikalisch Phänomenen – etwa der Verteilung von KBOs im Kuiper-Gürtel – glauben die beiden Astronomen die derzeitige Position von P9 weiter eingrenzen zu können.


Grafische Darstellung der Suche nach der derzeitigen Position von P9 am Himmel: Die farblich markierten Segmente wurden oder werden noch von früheren, derzeitigen oder baldigen Himmelsdurchmusterungen abgedeckt, die den Planeten finden könnten und deren Daten derzeit bzw. zukünftig nach Hinweisen auf Planet Nine durchsucht werden. Die schwarz markierten Segmente stellen Himmelsregionen dar, in denen sich P9 derzeit „verstecken“ könnte.
Klicken Sie auf die Bildmitte, um zu einer vergrößerten Darstellung zu gelangen.
Copyright/Quelle: Brown & Batygin 2016, The Astrophysical Journal

Wie Batygin und Brown ebenfalls im „Astrophysical Journal Letters“ (DOI: 10.3847/2041-8205/824/2/L23) berichten, können sie mittlerweile schon fast zwei Drittel der zuvor schon beschrieben hypothetischen Umlaufbahn von Planet Nine als die derzeitige Position des Planeten ausschließen. Demnach nähert sich P9 derzeit wohl seinem sogenannten Aphel, also seinem sonnenfernsten Punkt einer Umlaufbahn um die Sonne und besitze hier derzeit eine scheinbare Helligkeit von 22 < V < 25.

Während andere Astronomen derzeit noch darum bemüht sind, überhaupt herauszufinden, ob es den vorhergesagten Planeten überhaupt gibt, hat sich das Team um Jonathan Fortney von der University of California in Santa Cruz bereits mit der Frage beschäftigt, ob und welche Atmosphäre der bislang unentdeckte Planet haben könnte.

Statt davon auszugehen, dass es sich aufgrund seiner gewaltigen Entfernung von der Sonne bei Planet Nine um einen „dunklen“ und damit nur schwer zu findenden Körper handelt, haben die Astrophysiker anhand der bislang beschriebenen Bahnberechnungen, seiner angenommenen Masse und inneren Struktur in Simulationen P9 genau so behandelt, wie andere große Planeten des Sonnensystems.

Das auch im „Astrophysical Journal Letters“ (DOI: 10.3847/2041-8205/824/2/L25) dargelegte Ergebnis dieser Simulationen ist ein wahrscheinlich sehr kalter Planet mit einer durchschnittlichen Oberflächentemperatur von -238,15 bis -223,15 Grad Celsius (zum Vergleich: Neptun ist etwa -200 Grad kalt). Vor diesem Hintergrund spekulieren die Autoren darüber, dass auf P9 wahrscheinlich Methan aus der Atmosphäre kondensiert und so das Spektrum der Sonnenlichtreflexion deutlich beeinflusst: „Der Planet könnte dadurch deutlich blauer erscheinen und so sehr viel eher Uranus und Neptun gleichen.“ Damit läge der so beschriebene Planet noch gerade so im von der WISE-Mission detektierbaren Spektrum. Allerdings habe eine Suche in den WISE-Daten durch die Autoren habe bislang jedoch keine Ergebnisse erbracht.

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#9

RE: Planet 9:

in Astromagie & Sternsehung: 26.08.2016 15:09
von Adamon • Nexar | 13.675 Beiträge

http://www.grenzwissenschaft-aktuell.de/...ekippt20160723/

Hat ‚Planet Nine‘ unser Sonnensystem gekippt?

Pasadena (USA) – Der Umstand, dass die Bahnebene der Planeten unseres Sonnensystems zur Äquatorebene der Sonne um knapp 7 Grad geneigt ist, stellt Astrophysiker immer noch vor eines der großen Rätsel unseres Sonnensystem. Vor dem Hintergrund des bislang erst mathematisch erbrachten Nachweises eines bislang noch unbekannten großen Felsplaneten am Rande unseres Planetensystems haben Astronomen nun Modelle des Sonnensystems mit diesem sog. Neunten Planeten durchgeführt. Das Ergebnis zeigt, dass „Planet Nine“ tatsächlich für die Abweichenden Ebenen zwischen der Sonne und ihren Planeten verantwortlich sein könnte.

Schon zuvor gab es zahlreiche Theorien als Erklärung für die Abweichung der Planetenbahnebene zur Sonne. Unter anderem wurde die Passage eines anderen Sterns oder das Wechselspiel der magnetischen Felder der noch jungen Sonne mit denen ihrer einstigen protoplanetaren Scheibe (aus der heraus die Planeten entstanden sind) diskutiert. Allerdings konnte bislang keine dieser Theorien auch erklären, warum die Sonne im Verhältnis zu den Planeten so rotiert, wie sie dies tut.

Zwei Astronomenteams haben nun eine neue Erklärungstheorie veröffentlicht, laut der ein hypothetischer massereicher Planet in der äußersten Region mit den anderen Planeten des Sonnensystems interagieren und so die Ebenenneigung erklären könnte.

Wie Elizabeth Bailey vom California Institute of Technology (Caltech) gemeinsam mit den Erstbeschreibern von Planet Nine den Astronomen Michael Brown und Konstantin Batygin, ebenfalls vom Caltech, aktuell und vorab via ArXiv.org berichtet, haben sie die zuvor schon beschriebenen Eigenschaften des postulierten „Planet Nine“ (…GreWi berichtete) in aktuelle Computermodelle des Sonnensystems eingearbeitet.

„Da davon ausgegangen wird, dass Planet Nine selbst eine bedeutende Neigung aufweist, würde er – so der Planet tatsächlich existiert – auch andere Dinge neigen und das genau in der richtigen Weise“, zitiert der „New Scientist“ Bailey. „Es ist ein Puzzleteilchen und es scheint tatsächlich die Hypothese von Planet Nine zu bestätigen.“

Planet Nine vs. Sitchins Nibiru
7 Gründe, warum Planet Nine nicht Nibiru ist
…und 4, warum er es vielleicht doch sein könnte

Mit einer Masse von 5 bis 20 Erden und einer stark exzentrischen Umlaufbahn, die den Planeten an seinem sonnenfernsten Punkt rund 250 mal weiter von der Sonne entfernt als die Erde, könnte es sich bei „P9“ um den Planeten eines einstigen Nachbarsystems der Sonne handeln, der von der Sonne regelrecht gestohlen wurde (…GreWi berichtete).

Sollte sich dieser Vorgang früh genug zugetragen haben, so könnte die Schwerkraft dieses Exoplaneten auf die noch jungen Planeten des Sonnensystems tatsächlich groß genug gewesen sein, um deren Bahnebene ihrer ursprünglich Ausrichtung gemäß der Äquatorebene der Sonne zu entreißen, so Bailey. „Jupiter, Saturn, Uranus und Neptun hätten sich wie ein Körper verhalten und den Rest der Planeten mit sich geneigt.“

Zu einem sehr ähnlichen Ergebnis kam auch ein Team um Alessandro Morbidelli vom Observatoire de la Cote d’Azur, das seine Ergebnisse ebenfalls via ArXiv veröffentlicht hat. Während einige Astrophysiker wegen dessen Masse zunächst auch Jupiter im Verdacht hatten, widerspricht Morbidelli: „Es ist wichtig zu verstehen, dass die Umlaufbahn des Planeten (P9) zu der der restlichen Planeten ebenfalls geneigt zu sein scheint. Denn Jupiter hätte gar nicht seine eigene Neigung hervorrufen können.“

Abschließend stellen die Astronomen fest: Die Neigung der Sonne kann allerdings die Existenz von Planet Nine noch nicht beweisen. Eine solche Schlussfolgerung wäre nur anhand von Beobachtungen des Planeten mit einem Teleskop möglich. Dieser direkte Nachweis steht bislang aber immer noch aus…

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#10

RE: Planet 9:

in Astromagie & Sternsehung: 01.10.2016 10:07
von Adamon • Nexar | 13.675 Beiträge

http://www.grenzwissenschaft-aktuell.de/...wochen20160916/

Pasadena (USA) – Seit im vergangenen Januar zwei US-Astronomen anhand übereinstimmender Bahneigenschaften von Objekten im Kuiper-Gürtel mathematisch auf die Existenz eines noch unbekannten großen Felsplaneten in unserem Sonnensystem geschlossen haben (…GreWi berichtete), liefern sich Astronomen weltweit ein Wettrennen darum, den sogenannten „Neunten Planeten“ auch durch eine direkte Beobachtung nachzuweisen und damit erstmals zu entdecken. Seine mathematischen Erstbeschreiber Mike Brown und Konstantin Batygin sind jetzt zuversichtlich den möglichen Aufenthaltsort ihres „Planet Nine“ gut genug eingegrenzt zu haben, um mit einem Großteleskop ganz gezielt nach ihm zu suchen. Schon in wenigen Wochen könnte – so „P9“ tatsächlich existiert – unser Sonnensystem also um einen großen Planeten reicher sein.

Wie Mike Brown, Astronom am California Institute of Technology (CalTech), der zugleich auch einer der Hauptverantwortlichen für die Degradierung des einstigen Planeten Pluto zu einem Zwergplaneten war, gegenüber der „Los Angeles Times“ berichtet, habe er gemeinsam mit seinem Kollegen Batygin in wenigen Wochen sechs Tage lang dieMöglichkeit, mit dem Subaru-Teleskop auf Hawaii nach „Planet Nine“ zu suchen


Das Sternbild des Orion.
Copyright: Till Credner (WikimediaCommons), CC BY-SA 3.0

Zur möglichen Position des Planeten erläuterte Brown gegenüber der Zeitung: „Wir sind schon ein gutes Stück weiter gekommen, seine mögliche Position am Himmel einzugrenzen. Dieser Ort befindet sich ziemlich nahe am Sternbild Orion, was eigentlich recht komisch ist, da der Orion schließlich zu den bekanntesten Sternbildern zählt, die eigentlich fast jeder kennt. (…) Wir warten jetzt noch einige weitere Wochen, bis der Orion wieder hoch genug am Himmel steht, um dann mit unserer Suche zu beginnen und nach de Planeten systematisch zu suchen, bis wir ihn gefunden haben.“

Der Grund, weshalb ein Planet von der bis zu 10-fachen Masse unserer Erde großer Planet nicht schon längst gefunden wurde, liegt in seiner von den Astronomen vorherberechneten enormen Distanz zur Sonne: Mit einem vermuteten Abstand von möglicherweise mehr als 150 Milliarden Kilometern, würde der bis zum vierfachen Erddurchmesser große Planet selbst noch vom vergleichsweise lichtschwachen Pluto um das 10.000-fache überstrahlt.

© grenzwissenschaft-aktuell.de


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#11

RE: Planet 9:

in Astromagie & Sternsehung: 01.05.2017 20:32
von Adamon • Nexar | 13.675 Beiträge

http://www.grenzwissenschaft-aktuell.de/...net-9-20170216/


Screenshot der Webseite Backyard Worlds: Planet 9
Copyright: backyardworlds.org
Greenbelt (USA) – Ein neues Webprojekt der NASA gibt nun auch Schreibtisch-Astronomen die Möglichkeit, in den umfangreichen Datenpaketen des Infrarot-Weltraumteleskops WISE nach einem bislang erst mathematisch, nicht aber direkt nachgewiesenen großen Felsplaneten am Rande unseres Sonnensystems zu suchen. Neben dem als „Planet 9“ bezeichneten Planeten hofft die NASA auf diese Weise auch andere bislang unentdeckte Himmelskörper in unserer direkten Nachbarschaft zu entdecken.

Auf der neuen Internetseite „Backyard Worlds: Planet 9“ (Hinterhof Welten: Planet 9) werden dem Nutzer Animationen aus meist vier WISE-Aufnahmen nach dem Prinzip eines Daumenkinos gezeigt. Anhand dieser Aufnahmen gilt es nun für den Betrachter, sich bewegende Objekte auszumachen und von Bildfehlern (Artefakten) zu unterscheiden.

„Zwischen den bislang äußersten Planeten unseres Sonnensystems, Neptun, und unserem nächsten Nachbarstern, Proxima Centauri, liegen nicht nur etwa mehr als vier Lichtjahre Entfernung sondern auch ein ausgedehntes, bislang nahezu unerforschtes Gebiet“, erläutert der das Projekt leitende Astrophysiker Marc Kuchner vom Goodard Space Flight Center und führt weiter aus: „Da es dort draußen so wenig Sonnenlicht gibt, erscheinen selbst große Objekte kaum im sichtbaren Lichtspektrum. Nutzen wir abr die Infrarotsicht von WISE, so können wir vielleicht Objekte entdecken, die wir andernfalls übersehen würden.“

Das WISE-Teleskop beobachtete von 2010 bis 2011 den gesamten Himmel und erstellte damit eine schier unvorstellbare Datenmenge. Diese Daten werden nun verwendet, um darin nach bislang noch unbekannten Objekten inner- und außerhalb unseres Sonnensystems zu fahnden.

Wie dies schon der Name ausdrückt, ist eines der Hauptziele des Projekts die Suche nach dem fieberhaft gesuchten „Planet 9“. Sollte dieser große Felsplanet am äußersten Rand unseres Sonnensystems tatsächlich existieren und auch die von Astrophysikern mittlerweile errechneten Eigenschaften aufweisen, dann sollte er sich auch in den WISE-Daten finden lassen.

Das Projekt hofft zudem, auch weiter entfernte Objekte – etwa Braune Zwerge in unserer kosmischen Nachbarschaft zu entdecken. Bei Braunen Zwergen handelt es sich um sogenannt verhinderte Sterne, Objekte also, die zwar ähnlich wie ein Stern entstehen, denen es aber schlussendlich an der zu Zündung der stellaren Fusion notwendigen Masse fehlt – sozusagen Gebilde zwischen Planet und Stern und vergleichbar mit unseren Gasriesen.


Ein schon zuvor katalogisierter Brauner Zwerg (WISE 0855?0714) offenbart sich in den Daten des Infrarot-Weltraumteleskops WISE als orangefarbener, sich bewegender Punkt (m.o.).
Copyright: NASA/WISE

Der Vorteil einer direkten visuellen Suche gegenüber eine automatisierten Suche nach sich bewegenden Objekten in den WISE-Daten beschreiben die Macher der Webseite wie folgt: „Computer werden oft von der schieren Menge an Artefakten in den Datenüberfordert – besonders wenn diese von Himmelsregionen stammen, die sowieso schon viele Objekte bergen. Diese Artefakte können Helligkeitsschwankungen von Sternen sei oder auch einfach nur unscharfe Flecken, die von Reflexionen innerhalb des Instruments selbst stammen. Das menschliche Auge erkennt wichtige, sicht bewegende Objekte meist sehr schnell und ignoriert die Artefakte. Man könnte sagen, dass unsere Webseite eine moderne Version jener Technik ist, die Clyde Tmbaugh in den 1930er Jahren anwandte, um Pluto zu finden und dafür tausende von Fotoplatten miteinander verglichen hat.

Sollte es mit Hilfe der Webseite zur Entdeckung eines oder mehrerer Objekte kommen, so wird natürlich auch der Entdecker namentlich als solcher genannt.

– Die ausführlich erläuterte Webseite von „Backyard Worlds: Planet 9“ finden Sie

https://www.zooniverse.org/projects/marc...worlds-planet-9

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#12

RE: Planet 9:

in Astromagie & Sternsehung: 03.08.2017 16:20
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Planet Neun: Astronomen finden weitere Hinweise auf unbekannten Planeten im Sonnensystem:


Künstlerische Darstellung eines weiteren Planeten im Sonnensystem (Illu.).
Copyright: NASA
Madrid (Spanien) – Erstmals haben spanische Astronomen die Entfernung der sogenannten Knoten von sogenannten extremen transneptunischen Objekten (ETNOs) von der Sonne genau analysiert und haben dabei Abweichungen von jenen Werten entdeckt, wie sie auf der Grundlage des Modells des uns bekannten Sonnensystems zu erwarten wären. Diese Abweichungen können am besten mit einem planetengroßen Objekt jenseits der Plutobahn erklärt werden. Damit reiht sich auch das Ergebnis dieser Untersuchung in die stets wachsende Reihe von Indizien für die Existenz eines noch unbekannten Planeten im äußeren Sonnensystem ein.

Wie das Team um Carlos de la Fuente Marcos von der Universidad Complutense Madrid aktuell im Fachjournal „Monthly Notices of the Royal Astronomical Society: Letters“ (DOI: 10.1093/mnrasl/slx106) berichtet, haben sie die Abstände sogenannten Knoten der ETNOs, also jener transneptunischen Objekte (TNOs) von der Sonne untersucht, deren durchschnittliche Entfernung von der Sonne mehr als 150 AU (AU/AE = Astronomische Einheit = Abstand Erde-Sonne) beträgt und die niemals die Neptunbahn kreuzen. Als „Knoten“ bezeichnen Astronomen die Schnittpunkte der Bahn eines astronomischen Objekts mit einer Bezugsebene, die im Falle unseres Sonnensystems der Ekliptikebene entspricht. Es sind diese „Knoten“ der Objekte, an denen die Wahrscheinlichkeit, dass sie mit der Gravitation anderer Objekte interagieren, am höchsten ist.

„Wenn es dort draußen nichts gibt, was diese Objekte ablenkt oder stört, so sollten die Knoten dieser ETNOs gleichmäßig verteilt sein, da es dann nichts gäbt, dem sie ausweichen müssten“, erläutert Marcos und führt dazu weiter aus: „Gibt es da aber einen oder mehrere ‚Störer‘, so kann es zu zwei Situationen kommen: Entweder sind diese ETNOs stabil, dann würden sie ihre Knotenpunkte von der Bahn dieses Störers wegwenden. Sind sie aber instabil, so würden sie sich ganz ähnlich wie Kometen verhalten, die mit dem Gasplaneten Jupiter in Wechselwirkung treten und dadurch einen ihrer Knoten der Umlaufbahn des Störers annähern.“

Das Ergebnis der neuen Berechnungen zeichnet nun eigentlich ein recht eindeutiges Bild: Aller Knoten der insgesamt 28 bislang bekannten ETNOs und die von 24 extremen sog. Zentauren (eine Klasse von Asteroid zwischen Jupiter und Neptun), die ebenfalls mehr als 150 AU/AE von der Sonne entfernt sind, ballen sich in bestimmten Entfernugsbereichen um die Sonne.

Darüber hinaus haben die Astronomen auch noch eine Übereinstimmung zwischen den untersuchten Objekten gefunden, wo eigentlich gar keine existieren sollte: zwischen den Positionen der Knoten und ihrer Bahnneigung (Inklination).

„Geht man davon aus, dass die Dynamik dieser ETNOs jener von Kometen gleicht, die mit Jupiter interagieren, so interpretieren wir diese Ergebnisse als Zeichen für die Existenz eines Planeten, der aktiv mit diesen Objekten auf einer Distanz von 300 bis 400 AU/AE wechselwirkt“, so De la Fuente Marcos.

Damit liegt also auch der nun von den spanischen Astronomen beschriebene „Störer“ innerhalb jener Parameter, wie sie zumindest von dem US-Astronomen Scott Sheppard schon 2014 (…GreWi berichtete) und von Mike Brown und Konstantin Batygin für ihren „Planet Nine“ (…GreWi berichtete) vorhergesagt wurden.

Während die jetzt vorgestellten Untersuchungsergebnisse nichts über die erst kürzlich veröffentlichten Theorie eines zweiten noch unbekannten Planeten im inneren äußeren Sonnensystem aussagt, da dieser der Sonne sehr viel näher wäre (…GreWi berichtete).

„Nach der heutigen Definition, müsste ein Körper seine Umlaufbahn von anderen Körper freigeräumt haben, um als wirklicher Planet zu gelten. Selbst wenn dieser Körper also ähnlich groß wäre, wie unsere Erde, könnte er doch von weiteren großen Asteroiden oder Zwergplaneten begleitet werden“, erläutert De la Fuente Marcos abschließend. „Wie dem auch sei, wir glauben, dass die Arbeit von Volk und Malhotra solide Belege für die Existenz eines massereichen Körpers jenseits der sog. Kuiper-Klippe und damit dem weit entferntesten Punkt des Gürtels aus transneptunischen Objekten, ab etwa 50 AU/AE liefert. Wir hoffen, schon bald weitere neue Daten liefern zu können, die auch die Existenz dieses ‚Planeten‘ stützen werden.“

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Zeigt der Teppich von Bayeux Hinweise auf „Planet Nine“?


Bildausschnitt mit Komet (hervorgehoben) aus dem sog. Teppich von Bayeux (um 1070)
Copyright: Gemeinfrei
Belfast (Großbritannien) – Während Astronomen erst anhand jüngster astronomischer Beobachtungen und Entdeckungen auf die Existenz eines weiteren großen – bislang aber noch immer nicht direkt entdeckten – Planeten im äußeren Sonnensystem schließen, hoffen Historiker der Queen’s University darauf, anhand mittelalterlicher Dokumente Hinweise auf „Planet Nine“ ableiten zu können.

Astronomen und Historiker der nordirischen Queen’s University haben eine Ausstellung mit dem Titel „Marvelling at the skies: comets through the eyes of the Anglo-Saxons“ (frei übersetzt: Wunder am Himmel – Kometen aus der Perspektive der Angelsachsen) zusammengestellt und zeigen diese noch bis zum 3. Juni 2018 im Ulster Museum im Belfast. Die Ausstellung stellt ein Teilergebnis eines fächerübergreifenden Forschungsprojekts mit dem Titel „Before and after Halley: Medieval Visions of Modern Science“ (Vor und nach Halley: Mittelalterliche Visionen der modernen Wissenschaft), das wiederum auf dem diesjährigen „British Academy Summer Festival“ vorgestellt werden soll.

Innerhalb des Projekts kombinierten die Forscher und Wissenschaftler historische Darstellungen von Kometen aus angelsächsischer Zeit mit jenen moderner Teleskope und Himmelsbeobachtungen und nehmen den Betrachter mit auf eine „kosmische Reise“ von den ersten zeitgenössischen Kometenbeschreibung aus England anno 891 zur Zeit Alfred des Großen bis hin zu Teleskopaufnahmen des Kometen „Lovejoy“ von 2013.

Anhand der so gewonnenen Daten hoffen die Forscher auch in den historischen Aufzeichnungen, die meist mitsamt Angaben zu Ort und Zeit der Beobachtungen in Latein, Altenglisch, Altirisch und Russisch vorliegen, Hinweise auf die Existenz des immer noch nicht direkt entdeckten „Planet Nine“, einem neunten großen Planeten jenseits der Neptunbahn ableiten zu können.

“Sollte sich tatsächlich zeigen, dass die mittelalterlichen Kometenaufzeichnungen nur durch die Gravitationswirkung aufgrund der Anwesenheit eines neunten Planeten erklärt werden können, dann wäre dies ein wirklich einzigartiges Ergebnis und hätte ganz bestimmt einen beeindruckenden Einfluss auf unser Verständnis des Sonnensystems”, erläutert Dr. Pedro Lacerda von der Queen’s University abschließend.

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