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Mechanismus von Antikythera:
in Mythologie & Weltgeschichte 20.12.2022 23:14von Adamon • Nexar | 15.954 Beiträge
https://de.wikipedia.org/wiki/Mechanismus_von_Antikythera
Der Mechanismus von Antikythera - Der erste analoge Computer aus der Antike:
https://archive.org/details/der-mechanis...der-antike-welt
Dieser uralte Computer sollte nicht existieren:
https://www.youtube.com/watch?v=uqvPfq7ZJYc
Vor seinem Tod enthüllt Tony Freeth das letzte Geheimnis
des Antikythera-Mechanismus:
https://www.youtube.com/watch?v=M-frx61JVyM
Dateianlage:
. - Was Du aufdeckst, - offenbart sich . -
"Die Erlösung kann nicht verdient, nur empfangen werden, - darum ist sie die Erlösung". -
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RE: Mechanismus von Antikythera:
in Mythologie & Weltgeschichte 29.01.2023 09:33von Adamon • Nexar | 15.954 Beiträge
https://www.grenzwissenschaft-aktuell.de...ythera20160614/
Die Vorderseite des sog. „Fragments A“ des Antikythera-Mechanismus.
Copyright: Wikimedia User: Marsyas, CC BY-SA 2.5
Cardiff (Großbritannien) – Bei dem sogenannten Mechanismus von Antikythera handelt es sich um eine komplexe, feinmechanische Apparatur, deren Überreste vor etwas mehr als hundert Jahren von Schwammtauchern aus einem römischen Schiffswrack vor der griechischen Insel Antikythera geborgen wurden. Die Komplexität des Räderwerks ist nach bisherigem Wissensstand für die Antike einzigartig und wurde erst wieder von Uhrmachern im spätmittelalterlichen Europa erreicht. Jetzt haben Wissenschaftler Inschriften auf dem „antiken Computer“ identifiziert, mit dessen Hilfe astronomische Konstellationen und Zeitperioden berechnet werden konnten entziffert und damit neue Informationen über den Zweck der Apparatur herausgefunden.
Wie das Team des Antikythera Mechanism Research Project (AMRP) um Mike Edmunds, Prof. emeritus an der Cardiff University und Alexander Jones vom Institute for teh Study of the Ancient World aktuell im Fachjournal „Almagest“ berichtet, weisen die jetzt mit Hilfe von CT-Scans entzifferten Inschriften auf den Außenseiten des rund 2000 Jahre alten Geräts darauf hin, dass der Mechanismus auch dazu benutzt wurde, um astrologische Vorhersagen zu treffen. Darüber hinaus deutet nun vieles darauf hin, dass die Apparatur auf der Insel Rhodos konzipiert wurde.
Während bislang Experten darin einig sind, dass der Mechanismus zur himmelsmechanischen Darstellung von Planeten- und Sternbewegungen, sowie der Vorherberechnung von Finsternissen verwendet wurde (…GreWi berichtete), fanden sich auf den verbliebenen Außenseiten in Kleinstschrifft eingravierte Texte in Form von 3.400 Einzelzeichen. Insgesamt, so vermuten die Forscher, bestand der Text aus rund 20.000 Zeichen.
Da die Texte über der einstigen Hauptanzeige die darauf dargestellten Sternbilder, Monate und Jahre, Sonnen- und Mondfinsternisse und Olympiaden beschreibt, konnten die Forscher mit dem 35. Breitengrad in etwa jenen Ort rekonstruieren, von dem aus die grundlegenden Beobachtungen für den Mechanismus gemacht wurden. „Auf diese weise kann Ägypten oder Nordgriechenland ausgeschlossen werden. Die ägäische Insel Rhodos passt hierzu jedoch perfekt“, so Jones.
Eine der Inschriften des Antikythera-Mechanismus. Die Buchstaben sind nur wenige Millimeter groß.
Copyright: Antikythera Mechanism Research Project (AMRP)
Anhand der verbliebenen Oberflächentexte glaubt Jones zudem die Handschriften von mindestens zwei Individuen identifiziert zu haben: „Wohlmöglich handelt es sich bei dem Mechanismus also um ein Werk einer Werkstadt oder Familie und nicht um das eines einzelnen Mechanikers.“
Bei der Neuanalyse der rückseitigen Textpassagen, von denen bereits bekannt war, dass sie zukünftige Finsternisse beschreiben, entdeckten die Wissenschaftler zu ihrem Erstaunen, dass diese auch Farben, Größe und sogar die Winde beschreiben, die während dieser für die damalige Zeit zukünftigen Verdunkelungen von Sonne und Mond zu erwarten waren.
„Für diese Angaben gibt es in der Astronomie keinerlei Grundlagen“, kommentiert Jones. „Zum einen haben Finsternisse keine astronomische Bedeutung und es ist keine Art und Weise bekannt, die Färbung dieser Ereignisse vorherzusagen. Allerdings ging die altgriechische Astrologie genau davon aus, dass etwa das Wetter während Finsternissen ebenso vorhersagbar sei, wie dadurch das Schicksal von Ländern und Menschen. Die Griechen haben diese Vorstellungen von den Babyloniern übernommen, deren Astronomenpriester den Himmel intensiv nach Omen absuchten.“
Die Inschriften auf dem Antikythera-Mechanismus gehen laut den Forschern nun aber sogar noch einen Schritt weiter und leiten das vorhersehbare Schicksal auch aus den Farben und Winden während Finsternissen ab. „Dies stimmt mit einer Tendenz im antiken Griechenland überein, innerhalb derer die Astronomie durch astrologische Vorherberechnungen und Vorhersagen abgelöst wurde und die Theorie die tatsächlichen Beobachtungen ersetzte“, so Jones.
Da die sonstigen und eigentlichen Funktionen des Mechanismus rein astronomischer Art sind, war die Verbindung zu antiken Astrologie für die AMRP-Forscher eine Überraschung, führen zugleich aber zu der Schlussfolgerung, dass der Mechanismus von Antikythera „die hellenistische Kosmologie abbildet, in der Astronomie, Meteorologie und Astrologie miteinander verwoben waren.“
Anhand der Texte schlussfolgern die Forscher auch, dass der Mechanismus nicht für Laien, sondern für Nutzer gedacht war, die mit astronomischen Begriffen bereits vertraut waren. Zudem stellt ein Text, der bislang als Art Bedienungsanleitung interpretiert wurde, weniger Hinweise für den Gebrauch des Apparates selbst, als eine Erläuterung dessen, was er anzeigt dar. „Da der Text von einem astronomischen Wissen des Benutzers ausgeht, war der Mechanismus wohl auch für entsprechend gebildete Nutzer gedacht.“
„Jenseits dieser neuen Erkenntnisse wissen wir aber immer noch nicht, wofür der Mechanismus genau verwendet wurde“, zitiert das „Smithonian Magagazine“ Edmunds abschließend. „Es scheint eine Art Aussage darüber zu sein, was die Menschen damals von Universum wussten. Ob der Mechanismus aber einst von reichen Personen, in Schulen oder Universitäten oder aber auch in einem Tempel benutzt wurde, können wir bislang einfach noch nicht sagen.“
https://www.smithsonianmag.com/science-n...es-180959335/?n
The Antikythera Mechanism - 2 D:
https://archive.org/details/the-antikythera-mechanism-2-d
Verwebe zu: https://www.youtube.com/@antikythera2012/videos
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RE: Mechanismus von Antikythera:
in Mythologie & Weltgeschichte 13.01.2025 04:02von Adamon • Nexar | 15.954 Beiträge
https://www.grenzwissenschaft-aktuell.de...nismus20240628/
Antiker Computer: Gravitationswellenforschung wirft neues
Licht auf den Antikythera-Mechanismus:
Das Zentrale Fragment des Antikythera-Mechanismus im Museum im National Archaeological Museum in Athen.
Copyright: Tilemahos Efthimiadis (via WikimediaCommons) / CC BY-SA 2.0
Glasgow (Großbritannien) – Mit neusten Methoden, mit denen zuvor Gravitationswellen untersucht wurden, haben zwei Wissenschaftler den ältesten bekannten analogen Computer der Welt, den sogenannten Mechanismus von Antikythera untersucht und kommen zu dem Schluss, dass die Mechanik offenbar unter anderem dazu genutzt wurde, um das griechische Mondjahr zu ermitteln.
Wie Professor Graham Woan und Dr. Joseph Bayley von der University of Glasgow aktuell im Fachjournal „Horological Journal“ berichten, haben sie statistische Modellierungstechniken verwendet, die eigentlich zur Analyse von Gravitationswellen entwickelt wurden, um die wahrscheinliche Anzahl der Löcher in einem der zerbrochenen Ringe des Antikythera-Mechanismus, dem sogenannten Kalender-Ring, zu ermitteln.
Der Mechanismus von Antikythera wurde 1901 von Schwammtauchern in einem Schiffswrack aus römischer Zeit vor der Küste der griechischen Insel Antikythera entdeckt. Das Gerät besteht aus Bronzezahnrädern und Platten, von denen jedoch vermutlich heute nur noch etwa ein Drittel in Form von insgesamt 82 Fragmenten vorhanden sind. Während frühere Studien zu einem fast vollständigen Verständnis der ursprünglich Grundmechanik beigetragen haben, war bislang unklar, wie der Mechanismus mittels seiner Vorderseite betrieben und eingestellt werden konnte. 2005 offenbarten Röntgen-Scans zahlreiche Inschriften auf der Rückseite und den Innenteilen der Mechanismus und halfen Wissenschaftlern so zusätzlich, das Gerät zu verstehen.
2020 offenbarten Röntgenbilder eines der Ringe des Mechanismus, bekannt als der Kalender-Ring, zahlreiche Löcher in regelmäßigen Abständen, die unter dem Ring liegen. Da der Ring jedoch zerbrochen und unvollständig war, war nicht klar, wie viele Löcher ursprünglich vorhanden waren. Erste Analysen von Antikythera-Forscher Chris Budiselic und Kollegen deuteten darauf hin, dass es wahrscheinlich irgendwo zwischen 347 und 367 waren.
In ihrer aktuellen Analyse beschreiben Woan und Forscher der Universität Glasgow, wie sie zwei statistische Analysetechniken verwendeten, um neue Details über den Kalender-Ring zu enthüllen. Das Ergebnis zeigt, dass es viel wahrscheinlicher ist, dass der Ring ursprünglich 354 Löcher hatte, was wiederum dem Mondkalender entspricht, als 365 Löcher, die dem ägyptischen Kalender gefolgt wären. Die Analyse zeigt auch, dass 354 Löcher Hunderte Male wahrscheinlicher sind als ein Ring mit 360 Löchern, wie sie von früheren Forschungen als mögliche Anzahl vorgeschlagen wurden.
Woan nutzte die Bayes’sche Analyse, die Wahrscheinlichkeiten verwendet, um Unsicherheit basierend auf unvollständigen Daten zu quantifizieren, um so die wahrscheinliche Anzahl der Löcher im Mechanismus anhand der Positionen der erhaltenen Löcher und der Platzierung der sechs erhaltenen Fragmente des Rings zu berechnen. Seine Ergebnisse zeigten starke Hinweise darauf, dass der Kalender-Ring des Mechanismus entweder 354 oder 355 Löcher enthielt.
Gleichzeitig passte Bayley Techniken an das Antikythera-Problem an, die von seiner Forschungsgruppe verwendet werden, um die Signale zu analysieren, die von den LIGO-Gravitationswellendetektoren aufgenommen werden, die die winzigen Wellen in der Raumzeit messen, die durch massive astronomische Ereignisse wie die Kollision von Schwarzen Löchern verursacht werden (…GreWi berichtete).
Die sogenannten Markov-Chain-Monte-Carlo- und Nested-Sampling-Methoden, die Woan und Bayley angewandt wurden, lieferten eine umfassende probabilistische Ergebnismenge, die erneut darauf hindeutet, dass der Ring höchstwahrscheinlich 354 oder 355 Löcher in einem Kreis mit einem Radius von 77,1 mm enthielt. Das Ergebnis zeigt auch, dass „die Löcher mit außerordentlicher Genauigkeit positioniert wurden, mit einer durchschnittlichen radialen Abweichung von nur 0,028 mm zwischen jedem Loch“.
Für das Forscherduo unterstreichen die neuen Ergebnisse die Arbeit und Sorgfalt, die griechische Handwerker in seine Herstellung des Antikythera-Mechanismus gesteckt haben. „Die Präzision der Positionierung der Löcher erforderte hochgenaue Messtechniken und eine unglaublich ruhige Hand, um sie zu stanzen.“
Recherchequelle: University of Glasgow
© grenzwissenschaft-aktuell.de
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RE: Mechanismus von Antikythera:
in Mythologie & Weltgeschichte 31.12.2025 08:09von Adamon • Nexar | 15.954 Beiträge
https://www.grenzwissenschaft-aktuell.de...sches-werkzeug/
Neue Simulation des Antikythera-Mechanismus
- Hightech-Spielzeug oder astronomisches Werkzeug ?
Mar del Plata (Argentinien) – Der sogenannte „Antikythera-Mechanismus“, ein rund 2.000 Jahre altes Artefakt aus der Antike, gibt Forschenden seit über einem Jahrhundert Rätsel auf und gilt vielen als erster mechanischer Computer der Welt. Eine neue Simulation der Funktionsweise des Apparates weckt nun jedoch Zweifel an dessen Funktionstüchtigkeit.
Das Zentrale Fragment des Antikythera-Mechanismus im Museum im National Archaeological Museum in Athen.
Copyright: Tilemahos Efthimiadis (via WikimediaCommons) / CC BY-SA 2.0
Wie Prof. Esteban Guillermo Szigety und Dr. Gustavo Francisco Arenas von der Universidad Nacional de Mar del Plata vorab via ArXiv.org berichten, deuten ihre Analysen und die Simulation der Funktionsweise des Mechanismus darauf hin, dass der Mechanismus möglicherweise gar nicht so präzise war, wie bisher angenommen. Eventuell könnte es sich sogar eher um ein dekoratives Spielzeug oder ein Lernmodell, als um ein wirklich funktionales wissenschaftliches Gerät gehandelt haben .
Simulation zeigt mechanische Schwächen
Für ihre Studie erstellten die beiden Autoren eine detaillierte Computersimulation des Mechanismus, in die sie – im Gegensatz zu früheren Modellen – auch die dreieckigen Zahnräder mit einbezogen. Diese Zahnform beeinflusst, wie zuverlässig Zahnräder ineinandergreifen und wie genau die Anzeigen funktionieren. Zusätzlich simulierten sie Fertigungsungenauigkeiten, etwa ungleichmäßige Zahnradabstände.
Zwei typische Verzahnungsszenarien bei dreieckig gezahnten Zahnrädern (Illu.).
Copyright/Quelle: Szigety u. Arenas, ArXiv.org 2025
Das überraschende Ergebnis: Der Mechanismus konnte nur etwa vier Monate in die Zukunft gedreht werden, bevor sich die Zahnräder verklemmten oder sich ausklinkten – vergleichbar mit einem modernen Drucker, der regelmäßig neu gestartet werden muss oder einer mechanischen Uhr. So oder so, bei einem Gerät, das eigentlich ein ganzes Jahr abbilden sollte, also ein deutliches Manko.
Verschiedene Erklärungsansätze
Für die beiden Wissenschaftler ergeben sich aus dem Ergebnis der Simulationen nun mehrere Deutungsmöglichkeiten: Eine davon ist, dass der Mechanismus nie als präzises Instrument gedacht war, sondern als eine Art technisches Spielzeug, vielleicht mit einer Anleitung, wie man ihn regelmäßig zurücksetzen musste – ähnlich der besagten mechanischen Uhr. Alternativ könnte er als Anschauungsmodell für Bildungszwecke gedient haben.
Allerdings spreche die aufwendige Handwerkskunst gegen die Spielzeug-Theorie. Wozu ein derart komplexes Gerät bauen, wenn es kaum praktische Funktion hatte? Die Forschenden halten es daher auch für möglich, dass hier entweder ein antiker Feinmechaniker einen reichen Geldgeber beeindrucken wollte oder – was wahrscheinlicher sein dürfte – unsere heutigen Messdaten verzerrt sind. Korrosion über zwei Jahrtausende und die begrenzte Auflösung moderner CT-Scans könnten die ursprüngliche Präzision des Mechanismus verfälschen. Vielleicht war der Mechanismus einst also doch viel genauer – und funktionstüchtiger – als er es heute erscheint.
Was auch immer zutrifft: Der Antikythera-Mechanismus bleibt ein Meisterwerk antiker Technik. Er demonstriert das hohe ingenieurtechnische Niveau der damaligen Zeit und regt bis heute Spekulationen über seine wahre Funktion an. Ob nun astronomisches Werkzeug, Lehrmodell oder fehlerhaftes Luxusspielzeug.
Recherchequelle: ArXiv.org
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