Mythologie & Weltgeschichte » Keltentum:
#1

Keltentum:

in Mythologie & Weltgeschichte 14.09.2009 17:24
von Atlan • Nexar | 15.942 Beiträge
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#2

RE: Keltentum:

in Mythologie & Weltgeschichte 17.10.2009 17:51
von Atlan • Nexar | 15.942 Beiträge

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"Die Erlösung kann nicht verdient, nur empfangen werden, - darum ist sie die Erlösung". -
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#3

RE: Keltentum:

in Mythologie & Weltgeschichte 10.12.2009 23:38
von Atlan • Nexar | 15.942 Beiträge

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#4

RE: Keltentum:

in Mythologie & Weltgeschichte 20.05.2010 01:22
von Adamon • Nexar | 15.942 Beiträge

Das Grab der Seherin vom Mühltal:


Nur wenige Gehminuten von der S-Bahn- Haltestelle Mühlthal/München entfernt
führt ein Forstweg zu keltischen Hügelgräbern.
Es wird berichtet vom Grab einer Druidin, das sich mächtig direkt neben der Bahnlinie erhebt.

Dieses Grab ist nach Überliefrung zu finden, in dem man durch eine am Wege stehende, tote Eiche schaut,
die mahnend gen Himmel ragt, vom Blitzschlag gezeichnet am Wegesrand steht.
Schaut man durch das Loch dieses, grotesk verbrannten Gehölz,
erblickt man die Stelle, an dem dieses außergewöhnliche Grab liegt, leicht rechts außen,
in breitem Abstand zu den anderen 22 Hügelgräbern.

Man fand noch das Knochengerüst der Frau und ein Sonnenrad in ihrer rechten Hand.
Sie muss für die damalige Zeit ungewöhnlich groß gewesen sein, rund 1,80 Meter.“
Es wird erzählt, daß sie eine Art Hohenpriesterin gewesen sein muß,
denn für die damalige Zeit, als die Frau als solches keinen hohen gesellschaftlichen Stellenrang einnahm,
war sie über und über geschmückt mit prunkvollen, rituellen Devotionalien.

Die Überreste der Seherin befinden sich heute in einem Berliner Museum
– ihr Grabplatz ist schon längst zur Kultstätte geworden an dem regelmäßig Rituale abgehalten werden,
den das Grab ist prinzipiell reich geschmückt.

Ich fahre jeden Sommer an dieses Grab um selbst dort Invokationen abzuhalten, jedoch Vorsicht !

Diese Stätte ist nicht für jeden geeignet,
so mancher wurde auf mysteriöse Art von diesem Platz vertrieben, mehr sage ich nicht dazu,
fahrt einmal an diesen verwunschenen Orte und seht selber, es lohnt sich !

Immer bewegen sich Bildchen und Hexenbänder im Wind.

„Hier ist eine unheimlich dunkle Energie zu spüren.
Man merkt, dass hier Rituale stattfinden, die Macht ausüben wollen.
Auch im Sommer bekomme ich hier Gänsehaut.“

Wir gehen zurück, vorbei an anderen geöffneten Hügelgräbern.
Es sind Gräber, die positive Energie ausstrahlen.
Aber das Grab der Seherin ist anders....
- eine unheimliche Stimmung geht von diesem Fleckchen Erde aus.

Verwebe zu: http://zeitspringer.blogspot.co.at/2011/...er-seherin.html



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#5

RE: Keltentum:

in Mythologie & Weltgeschichte 31.05.2010 13:49
von Adamon • Nexar | 15.942 Beiträge

Aus: http://grenzwissenschaft-aktuell.blogspo...b-in-baden.html

Stuttgart/ Deutschland - Bei den diesjährigen Grabungen im frühkeltischen Fürstensitz "Heuneburg" nahe Hertingen im Baden-Württembergischen Kreis Sigmaringen, ist Archäologen des Landesamts für Denkmalpflege eine außergewöhnliche und wissenschaftlich herausragende Entdeckung gelungen. Der Fund eines 2600 Jahre alten Prunkgrabes im Umfeld der Heuneburg musste aus Sicherheitsgründen bislang geheim gehalten werden musste. Schon jetzt steht für die Archäologen die große Bedeutung dieses Fundes für die Erforschung der keltischen Geschichte und fest.

Zur Fundstelle erläuterte der Grabungsleiter und Landesarchäologe Dr. Dirk L. Krausse, dass in der Donauebene unterhalb der Burg im Zentrum eines ehemals mächtigen Grabhügels ein 4 mal 5 Meter großes Kammerschachtgrab des 6. Jahrhunderts v. Chr. mit reichen Beigaben aus Gold, Bernstein, Gagat (Pechkohle) und Bronze entdeckt und freigelegt worden sei.

Neben dem Reichtum und der kunsthandwerklichen Qualität der Beigaben sei, so Diplom-Restauratorin Nicole Ebinger-Rist, auch die Erhaltung des Grabes ganz außergewöhnlich: Durch Grundwasser und Staunässe seien die mächtigen Eichenhölzer des Kammerbodens und Beigaben aus organischen Materialien, die unter normalen Erhaltungsbedingungen im Boden spurlos vergehen, in diesem einmaligen Fall konserviert worden.

Bisher ist lediglich ein kleiner Teil der Grabkammer freigelegt worden. Dr. Claus Wolf, Leiter des Landesamts für Denkmalpflege erklärte, dass eine fachgerechte Fortführung der Untersuchung eines so herausragenden Fundes nur unter Laborbedingungen möglich ist.

Aus diesem Grund wurde die gesamte Grabkammer mitsamt Inhalt auf spektakulärer Weise als gigantischer Block mit Hilfe von Schwerlastkränen gehoben und auf einen Spezialtieflader gesetzt und abtransportiert. Der Block hat eine Größe von 7,5 mal 6 Meter und wiegt rund 80 Tonnen. An einem entsprechend ausgestatteten Ort im Großraum Stuttgart finde nun in den nächsten Wochen und Monaten die wissenschaftliche Untersuchung und Auswertung des Prunkgrabes statt, erläutert die Pressemitteilung Landesamts für Denkmalpflege.

"Die Heuneburg an der oberen Donau gehört zu den bedeutendsten archäologischen Fundstätten Mitteleuropas und kann als älteste frühstädtische Siedlung im gesamten Raum nördlich der Alpen gelten. Großflächige Ausgrabungen auf dem Burgberg fanden zwischen 1950 und 1976 statt, die Vorburg und die Außensiedlung wurden in den letzten zehn Jahren intensiv im Rahmen von Forschungsgrabungen untersucht. Die bisherigen Ausgrabungsbefunde lassen keinen Zweifel daran, dass sich hier zwischen ca. 620 und 480 v. Chr. eines der bedeutendsten Siedlungs-, Wirtschafts- und Machtzentren der älteren Eisenzeit, ein so genannter frühkeltischer Fürstensitz, befand, der weit reichende Beziehungen bis nach Etrurien und zu den griechischen Kolonien unterhielt. Heute gilt die Heuneburg als einer der Entstehungsorte der keltischen Kunst und Kultur."

Auch die neuen Funde sollen in die die große Keltenausstellung des Landes Baden-Württemberg im Jahr 2012 in Stuttgart einfließen.


Kostbar verzierte Perlen und Schmuck als Grabbeigaben im Prunkgrab an der Heuneburg
| Copyright: Landesamt für Denkmalpflege Baden-Württemberg


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#6

RE: Keltentum:

in Mythologie & Weltgeschichte 08.06.2010 03:50
von Adamon • Nexar | 15.942 Beiträge

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#7

RE: Keltentum:

in Mythologie & Weltgeschichte 08.06.2010 13:25
von Adamon • Nexar | 15.942 Beiträge

Archäologen finden riesigen Keltenkalender im Schwarzwald:
http://grenzwissenschaft-aktuell.blogspo...n-riesigen.html

Villingen-Schwenningen/ Deutschland - Bei einer nachträglichen Grabungsauswertung haben Archäologen ein riesiges frühkeltisches Kalenderwerk im Fürstengrab von Magdalenenberg bei Villingen-Schwenningen in Baden-Württemberg entdeckt. Die Anordnung der Gräber um das zentrale Fürstengrab im Schwarzwald stimmt mit den Sternenbildern des nördlichen Himmels überein und war auf die Mondzyklen ausgerichtet.

Bei dem rund 100 Meter durchmessenden Grabhügel handelt es sich nach Angaben der Forscher um die weltweit älteste keltische Anlage, die auf die Mondzyklen ausgerichtet war und auf der mittels auf dem Hügel gesetzter Stangenreihen die Mondwenden erfasst werden konnten. Diese waren laut den Forschern bestimmend für die keltische Zeitrechnung. Durch sie konnten die Kelten Mondfinsternisse voraussagen. Der Sternenhimmel vom Magdalenenberg zeigt eine Sternenkonstellation, die von der Wintersonnenwende bis zur Sommersonnenwende nachts zu sehen ist.


Der Magdalenenberg | Copyright: Public Domain

Mit Hilfe von Computersimulationen gelang es Dr. Allard Mees, Wissenschaftler am "Römisch-Germanischen Zentralmuseum" (RGZM, rgzm.de), den Stand des einstigen Sternenhimmels und somit die Sternenbilder, die zum Zeitpunkt der Sommersonnenwende sichtbar waren, zu rekonstruieren. Auf dieser Grundlage datieren die Wissenschaftler die erstmalige Errichtung der Anlage auf den Sommer 618 v. Chr.


Die auf die Anlage übertragenen Azimuthwerte der extremen Sonnen- und Mondwenden. (Klicken Sie auf die Bildmitte, um zu einer vergrößerten Darstellung zu gelangen) | Copyright: RGZM.de


Rekonstruktion der Mondwenden am Magdalenenberg im Verhältnis zu den Stangensetzungen. (Klicken Sie auf die Bildmitte, um zu einer vergrößerten Darstellung zu gelangen) | Copyright: RGZM.de

Wie die Pressemitteilung des Museum erläutert, berichtete schon Caesar von der mondbasierte Zeitrechnung der keltischen Kultur. Durch die Eroberung Galliens und die damit einhergehende Vernichtung der gallischen Kultur geriet diese Art der Kalenderrechnung in Europa jedoch zusehends in Vergessenheit. In der monumentalen Grabanlage Magdalenenberg bei Villingen-Schwenningen trete diese Mondkultur der Kelten nun erstmals wieder ans Tageslicht, so die Wissenschaftler. Die ausführliche Darlegung der Forschungsergebnisse haben die Archäologen im aktuellen Jahrbuch des Römisch-Germanisches Zentralmuseums veröffentlicht.


Der Gesamtplan der hallstattzeitlichen Fürstengrabhügel mit eingetragenen Sternbildern. (Klicken Sie auf die Bildmitte, um zu einer vergrößerten Darstellung zu gelangen) | Copyright: RGZM.de


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#8

RE: Keltentum:

in Mythologie & Weltgeschichte 08.06.2010 14:04
von Adamon • Nexar | 15.942 Beiträge

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#9

RE: Keltentum:

in Mythologie & Weltgeschichte 06.10.2010 06:32
von Adamon • Nexar | 15.942 Beiträge

Aus: http://grenzwissenschaft-aktuell.blogspo...dentum-zur.html

London/ England - Die "Charity Commission", die in Großbritannien für die Anerkennung der Gemeinnützigkeit von Vereinen und Organisationen zuständig ist, hat das Druidentum und damit die erste Form von neuzeitlichem Form von Paganismus (Heidentum) sonstigen Religionsgemeinschaften des Landes gleichgestellt und als Religion anerkannt.

Wie das "Druid Network" am Sonntag mitteilte, erhielt die Organisation von der "Charity Commission" die Bestätigung, dass man im Sinne einer Religion als gemeinnützige Organisation anerkannt wurde. "Die Anerkennung war das Ziel unserer fünfjährigen Bemühungen", so das Netzwerk. Damit erhalten die britischen Druiden nicht zuletzt auch Zugang zu Steuerermäßigungen. Allerdings habe das Netzwerk gar nicht genügend Einnahmen, um diesen Vorzug auch in Anspruch nehmen zu können, erklären die Druiden. Grund für die Bewerbung um den Status, seien hauptsächlich juristische Hintergründe gewesen. Das Druidennetzwerk selbst vertritt nach eigenen Angaben rund 350 einen Mitgliedsbeitrag von jährlich zehn Pfund zahlende Mitglieder. Tatsächlich bekennen sich laut BBC jedoch bis zu 10.000 Menschen als Anhänger des modernen Druidentums.

In ihrer Entscheidung erkennt die Kommission das Anbeten von Naturgeistern als religiöse Aktivität an. Tatsächlich stellt das Druidentum, die früheste überlieferte Form spiritueller Praktik auf den britischen Inseln dar und hat ihren Ursprung in der Welt der Kelten. In der keltischen Gesellschaft gehörten die Druiden, so berichten es historische Quellen, wie beispielsweise Cäsar in seinem "De bello gallico" (Vom Gallischen Krieg), der Adelsschicht an, studierten Philosophie, Wissenschaft und Religion, waren selbst für die Lehre und Weitergabe des (Geheim-)Wissens verantwortlich und wirkten als Priester und Richter.

Für das "Druid Network" (druidnetwork.org) definiert sich hingegen das modernde Druidentum wie folgt: "Neben der Verehrung der Natur, der Ahnen und des Kulturerbes als heilig, erfordert die Ausführung des [modernen] Druidentums ein großes Maß an engagiertem Studium. Während dieses Studiums der Umwelt, feiert ein Druide den Zyklus der Jahreszeiten und engagiert sich dadurch für Ökologie und den Schutz der Erde und ihrer nichtmenschlichen Bewohner. Das Studium der menschlichen Natur verleiht dem Druiden hingegen Selbsterkenntnis und beinhaltet die Suche nach Emotionen, Vernunft, Bewusstsein und dem freien Willen. Auf der Suche nach den Quellen seiner Inspiration soll (der Druide) durch den Ausdruck seiner Kreativität seine Gemeinschaft bzw. seinen Stamm inspirieren. Durch das Studium seiner Ahnen und jener seines Volkes, sowie seiner (Kultur-)Landschaften und jener seiner Ahnen, soll er sein Erbe, seine Geschichte und seine Vorgeschichte kennen lernen. Hierzu gehört auch das Ergründen der Geschichten seiner Ahnen, ihrer Mythologien und ihrer Folklore. Viele werden die keltische Sprache oder die Sprache ihrer Ahnen, deren Musik, Geschichtenerzählung und Rethorik erlernen. Durch all' dies soll der Druide zu seinen Göttern finden und gleichzeitig seine Hingabe durch Opfergaben, Gebeten, Kreativität und dem Bekenntnis zu einem ehrenhaften Leben bekunden. Mit anderen Worten: Es gibt kein Element des Lebens, in dem ein Druiden sich nicht mit seinen Göttern, seinen Ahnen und seiner Umwelt auseinandersetzt - wenn er etwa das Feuer eines Ofens entfacht, einen Garten pflegt, Kinder beaufsichtigt oder den Sonnenaufgang betrachtet. Die Reise eines Druiden besteht darin, zu lernen, wie man mit allen Dingen in respektvoller und verantwortungsvoller Weise in einem Akt der (göttlichen) Hingabe interagiert."





Archiv: Auch für modernen Druiden gilt der Steinkreis von Stonehenge
als eines der wichtigsten Heiligtümer | Copyright: FrankLaumen.de


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#10

RE: Keltentum:

in Mythologie & Weltgeschichte 17.11.2010 19:55
von Adamon • Nexar | 15.942 Beiträge

Aus: http://grenzwissenschaft-aktuell.blogspo...m-saarland.html

Völklingen/ Deutschland - Am kommenden Samstag, 20. November, eröffnet im Weltkulturerbe Völklinger Hütte unter dem Titel "Die Kelten - Druiden. Fürsten. Krieger" die, laut den Veranstaltern, "weltgrößte Keltenausstellung". Mehr als 150 ausgewählte Exponatengruppen mit insgesamt 1.650 Exponaten lassen Innovation, Kultur und Macht der Kelten in der 6000 Quadratmeter großen Gebläsehalle lebendig werden.

Der Schwerpunkt liegt auf den international herausragenden Fürstengräbern der heutigen Großregion mit dem Saarland, Rheinland-Pfalz, Lothringen, Luxemburg und Teilen Belgiens. Vor 2500 Jahren lag hier ein Zentrum keltischer Kultur. Einige der Exponate aus der Region werden in Völklingen zum ersten Mal zusammen gezeigt.

Zudem sind Ausstellungsstücke aus Museen in Kopenhagen, Berlin, London, Wien oder dem Keltenmuseum im österreichischen Hallein zu sehen, die einen Gesamtüberblick über die keltische Kultur geben. Darunter befinden sich auch die "Klassiker" keltischer Kunst, wie beispielsweise der "Kessel von Gundestrup".


Der Kessel von Gundestrup | Copyright/Quelle: voelklinger-huette.org

Im Ausstellungsteil "Das Leben der Kelten in der Eisenzeit" wird der Alltag vor 2500 Jahren lebendig. Hier können die Besucher mit allen Sinnen in die Welt der Kelten eintauchen. Schwerpunkte sind der Alltag vor 2500 Jahren, keltische Krieger und das spannende Thema der Eisenverhüttung.

Die Keltenausstellung ist zugleich der Startschuss für ein touristisches Projekt. Zusammen mit Partnern hat das Weltkulturerbe Völklinger Hütte die "Europäische Keltenroute" entwickelt. Sie führt zu den wichtigsten Keltenorten im Saarland, Rheinland-Pfalz, Lothringen, Luxemburg und Belgien.




Ein sog. Rolltierstater, eine keltische Goldmünze aus dem Kunsthistorischen Museum Wien
ist Teil der Ausstellung "Die Kelten – Druiden. Fürsten. Krieger" im Weltkulturerbe Völklinger Hütte
| Copyright: Kunsthistorisches Museum Wien, Münzkabinett


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zuletzt bearbeitet 10.12.2014 14:38 | nach oben springen
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#11

RE: Keltentum:

in Mythologie & Weltgeschichte 31.12.2025 04:06
von Adamon • Nexar | 15.942 Beiträge

https://www.grenzwissenschaft-aktuell.de...-in-frankreich/

Rätsel um sitzend bestattete Kelten in Frankreich:



Dijon (Frankreich) – Bei Bauarbeiten an einer Schulanlage in Dijon stießen Arbeiter auf ungewöhnliche Sitz-Gräber aus der gallischen Eisenzeit sowie eine Nekropole aus gallo-römischer Zeit.

Wie das Team aus Archäologen und Archäologinnen um Hervé Laganier und Annamaria Latron vom französischen „Institut national de recherches archéologiques préventives“ (INRAP) aktuell berichtet, wurden die ungewöhnlichen gallischen Gräber im Rahmen der Ausgrabungen zur Umstrukturierung der Schulanlage Josephine Baker in Dijon an der Côte-d’Or entdeckt. Zudem wurden eine gallo-römische Nekropole mit Bestattungen vorwiegend von Kleinkindern sowie archäologische Spuren gefunden, die bis in die moderne Zeit reichen.

Wie das INRAP berichtet, liegt die Grabungsstätte am südlichen Ende des ehemaligen Gartens des Cordeliers-Klosters, heute begrenzt durch die moderner Stadtmauer Rue de Tivoli. Weniger als 100 Meter nördlich der Grabung haben zwei archäologische Untersuchungen in den 1990er Jahren vor dem Bau des Parkplatzes Sainte-Anne und der Residenz Fyot Spuren von Besiedlungen aus der späten gallischen und römischen Zeit nachgewiesen.

Sitzend bestattete Kelten-Männer – nahe Kinder-Nekropol
Die Hauptbefunde der neuen Grabung betreffen jedoch individuelle Bestattungen von sitzend beigesetzten Verstorbenen, die wahrscheinlich aus der zweiten Eisenzeit stammen.
Im Gegensatz zu einigen anderslautenden Medienberichten über die Entdeckung handelt es sich bei diesen sitzend bestatteten Personen jedoch nicht um Kinder, sondern um Erwachsene. Die in der Nähe gefundenen, rund 20 Kleinkinder-Gräber stammen hingegen aus einer gallo-römischen Nekropole aus dem 1. Jahrhundert.

In ausgehobenen Gruben wurden hingegen 13 Individuen buchstäblich beigesetzt. Diese kreisförmigen Gruben mit etwa einem Meter Durchmesser sind in regelmäßigem Abstand entlang einer 25 Meter langen, süd-nördlich ausgerichteten Linie angeordnet. Trotz starker Erosion, die einige oberflächennahen Knochen zerstört oder verschoben hat, sind die Gräber insgesamt gut erhalten.

Sitzend auf dem Boden der Grube, den Rücken gegen die östliche Grubenwand gelehnt und mit Blick nach Westen gewandt, ruhten die Arme dieser Erwachsenen am Körper, die Hände lagen in der Nähe des Beckens oder der Oberschenkel. Ihre Beine waren stark, oft jedoch asymmetrisch angewinkelt. Außer einem schwarzen Steinarmreif (datiert auf 300 bis 200 v. Chr.) wurden keine persönlichen Beigaben gefunden. Diese Datierung bestätigt die Zugehörigkeit zur gallischen Epoche.

Frühere Funde und Deutungsversuche
Schon in den 1990er Jahren wurden bei Grabungen im nahegelegenen Viertel Sainte-Anne zwei ähnliche Bestattungen entdeckt. „Diese Nähe lässt vermuten, dass es sich um dieselbe Besiedlung handelt, die sich von der Rue Turgot aus nach Norden erstreckte. Dort wurde ein Gebiet identifiziert, das zwischen dem Ende der gallischen Epoche und dem frühen 1. Jahrhundert n. Chr. strukturiert wurde. Es umfasste einen imposanten Wehrgraben sowie eine Straße, die von einer Zone gesäumt war, in der Tierkadaver bestattet wurden. Diese enthielt ganze Skelette von Hunden, Schafen und Schweinen, was auf einen Kultplatz aus der späten gallischen Zeit hinweisen könnte.“

Sitzend bestattete Verstorbene sind seit der Mittelsteinzeit (Mesolithikum) bekannt, jedoch während der gesamten Protohistorie eher selten. „Es ist noch zu früh, um abschließende Schlüsse zur Nutzung des Friedhofs in der Rue Turgot zu ziehen“, so die INRAP-Forschenden. „Dennoch deuten die einheitlichen Grabformen und die ähnlichen Bestattungsriten darauf hin, dass sie zur Latène-Zeit (ca. 450 bis 25 v. Chr.) gehörten. Nur etwa ein Dutzend archäologischer Stätten in Europa haben bislang rund 50 sitzende Bestattungen geliefert. Diese Gräber befinden sich oft in der Nähe aristokratischer Siedlungen oder Kultplätze, jedoch abseits von Nekropolen.“


Ein weiteres Beispiel der Sitz-Bestattung von Dijon.
Copyright: Hervé Laganier, Inrap
Weiter heißt es: „Neun dieser Stätten befinden sich in Frankreich (nördliche Gallien), drei weitere in der Schweiz. Trotz der geografischen Verstreuung weisen sie Gemeinsamkeiten auf: Die Gräber liegen an den Rändern von Siedlungen, die Bestatteten sind Erwachsene, meistens Männer. Die standardisierte Haltung erinnert an figürliche Darstellungen kniender oder sitzender Personen aus Stein oder Metall aus der Latène-Zeit und dem frühen Römischen Reich. Diese Bestattungsart könnte für eine besondere gesellschaftliche Gruppe reserviert gewesen sein – etwa für Krieger, Vorfahren oder religiöse Persönlichkeiten.“

Eine Nekropole für Kleinkinder aus der gallo-römischen Zeit
Unabhängig von den gallischen Bestattungen wurde eine gallo-römische Nekropole aus dem 1. Jahrhundert n. Chr. entdeckt. Sie enthielt 22 Gräber von Kindern unter einem Jahr. Die hier Verstorbenen wurden in rücken- oder seitenliegender Position bestattet.

Einige Gräber wiesen steinerne Umrandungen oder Hinweise auf Holzsärge auf (nachgewiesen durch erhaltene Nägel). Beigaben wie Münzen oder Keramik waren ebenfalls vorhanden. Die Gräber sind in Gruppen angeordnet, jedoch wurden einige durch spätere landwirtschaftliche Arbeiten zerstört.


Steinverkleidung einer Kindersargbestattung vor der Ausgrabung.
Copyright: Astrid Couilloud, Inrap
Spuren von landwirtschaftlicher Nutzung in der Antike?
Im östlichen Bereich der Grabung wurden parallele Pflanzgruben mit quadratischem Grundriss gefunden. Diese könnten aus der gallo-römischen Zeit stammen und für den Weinbau genutzt worden sein, ähnlich wie jene in Gevrey-Chambertin (2008 nachgewiesen).

Funde aus der Neuzeit und Moderne
Diese älteren Strukturen wurden durch etwa 1,4 Meter dicke Gartenböden der Neuzeit überdeckt, die zum ehemaligen Cordeliers-Kloster gehörten. Spätere Bauarbeiten, darunter die Errichtung der Schule Turgot 1877, haben einige dieser Spuren zerstört.

Recherchequelle: INRAP

© grenzwissenschaft-aktuell.de


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#12

RE: Keltentum:

in Mythologie & Weltgeschichte 31.12.2025 15:18
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https://www.grenzwissenschaft-aktuell.de...terliche-linie/

Keltische Fürsten in Südwestdeutschland erbten Macht über die mütterliche Linie:

Leipzig (Deutschland) – Zwei prunkvolle Fürstengräber aus der frühen Hallstattzeit in Südwestdeutschland werfen ein neues Licht auf die Machtstrukturen frühkeltischer Gesellschaften. Eine aktuelle genetische Analyse belegt: Der soziale Status, selbst jene hochrangiger Männer, wurde offenbar über die Mutterlinie vererbt.


Luftbild des rekonstruierten Hügelgrabes von Eberdingen-Hochdorf.
Copyright/Quelle: Aerial video capture (WikimediaCommons) / CC BY-SA 4.0

Wie das Team um Joscha Gretzinger vom Max-Planck-Institut für evolutionäre Anthropologie aktuell im Fachjournal „Nature Human Behaviour“ (DOI: 10.1038/s41562-024-01888-7) berichtet, stelle die neue Erkenntnis einen bemerkenswerten Befund dar, der auf eine matrilineare Gesellschaftsstruktur hindeutet und die bisherigen Annahmen über Geschlechterrollen in der Frühgeschichte infrage stellt.

Im Zentrum der Studie stehen zwei reich ausgestattete Grabhügel, nur rund zehn Kilometer voneinander entfernt: Eberdingen-Hochdorf und Asperg-Grafenbühl, beide nahe Stuttgart. Die dort bestatteten Männer waren offenbar nicht nur zwei der mächtigsten, sondern vermutlich auch größten Männer ihrer Zeit. Zudem zu Lebzeiten muskulös gebaut, wurden die beiden vermutlichen Fürsten mit goldenen Trinkhörnern, Gewändern, Bernstein, Elfenbein und anderen Luxusgütern in den zudem bis zu 6 Meter hohen und rund 40 bzw. 60 Meter durchmessenden Grabhügeln bestattet. Ihr hoher sozialer Rang war offenkundig.


Blick in die Rekonstruktion des Prunkgrabes im Großgrabhügel von
Copyright/Quelle jnn95 (WikimediaCommons) / CC BY-SA 3.0
Neue archäogenetische DNA-Analysen von insgesamt 31 Personen aus Gräbern der Region zeigen nun: Die beiden Fürsten waren miteinander verwandt – und zwar wahrscheinlich über die mütterliche Linie. Die genetischen Daten lassen auf eine sogenannte matrilineare Avunkulatserbfolge schließen: Der jüngere der beiden Männer war sehr wahrscheinlich der Neffe des älteren – also der Sohn von dessen Schwester.

„Das ist ein faszinierender Fund“, sagt der an der Studie ebenfalls beteiligte Genetiker Stephan Schiffels vom Max-Planck-Institut für evolutionäre Anthropologie. Zwar liefere die allein keinen exakten Verwandtschaftsgrad, aber dendrochronologische Daten der hölzernen Grabkammern und Isotopenanalysen der Knochen untermauern die These einer matrilinearen Erbfolge. Beide Männer wuchsen im selben Gebiet auf, wurden aber etwa 50 Jahre nacheinander geboren.

Die Hallstattkultur, benannt nach einem Ort in Österreich, war zwischen 700 und 400 v. Chr. nördlich der Alpen verbreitet. Ihre Siedlungen erreichten beeindruckende Größen, waren befestigt und kulturell hochentwickelt. Die reichen Handelskontakte reichten von der Ostsee bis ins Mittelmeer. Die monumentalen Grabhügel – bis zu 100 Meter im Durchmesser und über sechs Meter hoch – zeugen vom Reichtum und der gesellschaftlichen Komplexität dieser Kultur.

Weitere Funde aus der Region stützen diese Interpretation: In einem dritten Grabhügel war eine Frau im Zentrum bestattet, ein junger Mann mit ähnlichem mitochondrialem Erbgut ebenfalls – was wiederum auf eine mütterliche Verbindung hinweist.

Dass Macht durch Frauen vererbt wurde, steht im Gegensatz zu gängigen Vorstellungen über die patriarchalen Strukturen antiker Gesellschaften. „Matrilineare Systeme sind in der modernen Welt äußerst selten“, zitiert der „ScienceAdviser“ die nicht an der Studie selbst beteiligte Archäologin Ursula Brosseder vom Leibniz-Zentrum für Archäologie. Der neue Befund sei daher „absolut bemerkenswert“.

Auch antike Texte stützen diese Interpretation: Der römische Historiker Titus Livius schrieb im 1. Jahrhundert v. Chr., dass ein keltischer König seine Nachfolge an die Söhne seiner Schwester weitergab. Ein weiteres Indiz für ein matrilineares System in der keltischen Welt.

Warum eine solche Erbfolge bevorzugt wurde, bleibt indes offen. Einer der Gründe mag in dem Umstand liegen, dass die biologische Abstammung über die Mutter, im Gegensatz zu jener bei Vätern, stets sicher ist. Allerdings ist von anderen bekannten matrilinearen Kulturen, wie etwa bei den Irokesen Nordamerikas, bekannt, dass dieses Modell meist unabhängig von der Frage der Vaterschaft entwickelt wurde. Vielmehr könne es sich um eine alternative Denkweise zu Verwandtschaft und Macht handeln.

Die Gräber zeigen zudem, dass es neben biologischen auch soziale Verbindungen zwischen den Bestatteten gab: Um die Fürstengräber selbst finden sich weitere Bestattungen, darunter Frauen mit Kindern, die genetisch nicht ihre eigenen waren. Daraus schließen die Forschenden, dass Kinder möglicherweise in Pflegefamilien großgezogen wurden und später mit diesen beerdigt wurden, etwa als Zeichen politischer Allianzen.

Recherchequelle: Nature, Science Adviser

© grenzwissenschaft-aktuell.de


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