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Ozeane:
in Biomagie - Die Vereinigung von Kraft & Form: 30.12.2025 06:31von Adamon • Nexar | 15.972 Beiträge
Ozeane sind die riesigen zusammenhängenden Salzwasserkörper der Erde, die über 70 % der Oberfläche bedecken und für Klima, Sauerstoffproduktion und Biodiversität entscheidend sind, wobei man heute meist fünf separate Ozeane unterscheidet: Pazifischer, Atlantischer, Indischer, Südlicher (Antarktischer) und Arktischer Ozean. Sie sind lebenswichtige Ökosysteme, speichern große Mengen CO2 und Wärme, transportieren Nährstoffe und werden durch Strömungen verbunden.
https://de.wikipedia.org/wiki/Ozean
https://www.oceanblogs.org
https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_der_Meere
Unfassbares Leben in den Tiefen der Ozeane:
https://www.youtube.com/watch?v=rgw3UoGRqHM
Der Abgrund:
https://www.youtube.com/watch?v=SXWDW62h_QY
Im Herzen des Abgrunds:
https://www.youtube.com/watch?v=Omt9lgbkmgA
Der Prähistorische Ozean:
https://www.youtube.com/watch?v=9-Bb8TH0vuE
Dateianlage:
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RE: Ozeane:
in Biomagie - Die Vereinigung von Kraft & Form: 31.12.2025 05:43von Adamon • Nexar | 15.972 Beiträge
https://www.grenzwissenschaft-aktuell.de...undokumentiert/
Trotz 70 Jahre Forschung: Noch 99,999 Prozent des Tiefseegrundes visuell undokumentiert:
Rhode Island (USA) – Eine neue Studie von Meeresforschern kommt zu dem Schluss, dass trotz jahrzehntelanger Forschung weniger als 0,001 % des Tiefsee-Bodens visuell dokumentiert wurden. Die Studie liefert einen wichtigen Beitrag zur Identifikation von Forschungslücken und unterstreicht die Notwendigkeit internationaler Zusammenarbeit und neuer Strategien für den nachhaltigen Schutz der Tiefsee.
Heatmaps der weltweiten Konzentrationen bekannter Tiefseetauchgänge mit visuellen Beobachtungen.
Copyright/Quelle: Ocean Discovery League
Als Tiefsee werden alle Bereiche der Weltmeere unterhalb von 200 Metern bezeichnet. Insgesamt bedeckt die Tiefsee also rund zwei Drittel der Erdoberfläche. Entsprechend spielt sie auch eine zentrale Rolle im globalen Ökosystem: Sie produziert Sauerstoff, reguliert das Klima und liefert sogar neue pharmakologische Wirkstoffe. Trotz dieser Bedeutung bleibt die Tiefsee weitgehend unerforscht.
Neben der Kartierung mit Satelliten und Sonar, Sondierung und Probeentnahme ist die visuelle Erkundung eine der Hauptmethoden, wie sie nur von wenigen Ländern betrieben wird. „Angesichts der zunehmenden Bedrohungen wie Klimawandel und Rohstoffabbau ist diese Lücke ein ernstes Problem“, sagt Dr. Katy Croff Bell, Präsidentin der Ocean Discovery League und Hauptautorin der aktuell im Fachjournal „Science Advances“ (2025), DOI: 10.1126/sciadv.adp8602) veröffentlichten Studie.
Ihre Analyse stützten die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler auf Daten von etwa 44.000 Tauchgängen mit visuellen Beobachtungen seit 1958 in den Gewässern von 120 Staaten. Es ist die bisher umfassendste globale Schätzung zur Tiefseeerforschung. Fast ein Drittel der Beobachtungen stammt aus der Zeit vor 1980 und ist nur in Schwarz-Weiß-Bildern niedriger Qualität vorhanden. Selbst wenn man von einer zehnmal höheren Zahl ausgeht, wären immer noch weniger als 0,01 % des Meeresbodens visuell dokumentiert.
„Ein Großteil unserer Ozeane ist noch immer ein Rätsel“, sagt der an der Studie beteiligte Dr. Ian Miller, Chief Science and Innovation Officer der National Geographic Society.
Da über 65 % aller Tauchgänge innerhalb von 200 Seemeilen vor den Küsten der USA, Japans und Neuseelands stattfanden und nur fünf Länder (USA, Japan, Neuseeland, Frankreich und Deutschland) für 97 % der dokumentierten Tiefseetauchgänge verantwortlich zeichnen, verzerre diese ungleiche Verteilung das wissenschaftliche Bild der Tiefsee erheblich.
Heatmap der bekannten Tiefseetauchgänge mit visuellen Beobachtungen im Nordatlantik (o.) und im Pazifik (u.).
Copyright/Quelle:Ocean Discovery League
Auch geografisch bestehen, das zeigt die Studie, große Wissenslücken: „Während bestimmte Unterwasserstrukturen wie Canyons gut untersucht sind, bleiben riesige Regionen wie Abyssalebenen und Tiefseeberge weitgehend unerforscht.“
Die Autorinnen und Autoren der Studie geben zu bedenken, dass man – übertragen auf das Festland – sämtliche Rückschlüsse über das Leben auf der Erde aus Beobachtungen eines einzigen Areals von der des Saarlandes, ziehen würde. Vor diesem Hintergrund fordern Bell , Kolleginnen und Kollegen denn auch verstärkte globale Erkundungsbemühungen. Neue, günstigere Technologien könnten auch ärmeren Ländern Zugang zur Tiefseeforschung ermöglichen. Miller betont hier die Bedeutung lokaler Beteiligung: „Expeditionen, die von Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen und Gemeinschaften vor Ort geleitet werden, sind entscheidend, um das größte Ökosystem unseres Planeten besser zu verstehen.“ Ziel sei es, Küstenregionen weltweit mit moderner Technologie auszustatten und so eine repräsentativere Analyse der Tiefsee zu ermöglichen. „Ein besseres Verständnis unserer Ozeane ist die Grundlage für ihren Schutz“, so die Forscherin abschließend.
Recherchequelle: Ocean Discovery League, Science Advances
© grenzwissenschaft-aktuell.de
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RE: Ozeane:
in Biomagie - Die Vereinigung von Kraft & Form: 31.12.2025 10:28von Adamon • Nexar | 15.972 Beiträge
https://www.grenzwissenschaft-aktuell.de...stsee-anomalie/
Neues zur „Ostsee-Anomalie“:
Stockholm (Schweden) – 2011 entdeckten Schatztaucher auf Sonaraufnahmen aus der Ostsee in rund 80 Metern Tiefe eine 60 Meter durchmessende annähernd kreisrunde Struktur. Trotz mehrerer Tauchgänge, Erkundungsfahrten und Untersuchungen, ist bis heute unbekannt, worum genau es sich bei der sogenannten „Ostsee-Anomalie“ tatsächlich handelt. Jetzt wurden neue Untersuchungen angekündigt.
Archiv: Erste Sonaraufnahme (2011) der mysteriösen Struktur am Grunde der Ostsee.
Copyright: oceanexplorer.se
Besonders das ungewöhnliche und an künstliche Formen erinnernde Aussehen der Struktur sorgt bis heute für zahlreiche Spekulationen über die Natur und Herkunft der Struktur. Während Skeptiker darin lediglich eine bizarr geformte Felsformation am Meeresgrund sehen, vermuten einige UFO-interessierter Forscher dahinter ein künstliches oder sogar außerirdisches Artefakt.
Nachdem es lange Zeit still um den Fund und weitere Untersuchungen geworden ist, hat sich der Leiter des Teams aus Schatztauchern von „Ocean-X“, Dennis Asberg, nun mit einem Video zu Wort gemeldet. Darin berichtet er von neuen Sponsoren und interessierten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern, mit deren Hilfe bessere Ausrüstung und schon bald neue Tauchgänge zur „Ostsee-Anomalie“ durchgeführt werden sollen.
https://x.com/dennis_asberg/status/1915041586867745241
Außer der Hilfe und Beteiligung der schwedischen Astronomin Dr. Beatrix Villaroel sind bislang noch keine weiteren Beteiligten und Sponsoren offiziell bekannt.
Als einziges deutschsprachiges Nachrichtenportal hat grenzWissenschaft-aktuell.de (GreWi) die Entdeckung und Entwicklung der Untersuchungen der sog. Ostsee-Anomalie von Anfang begleitet und wird die Arbeiten auch zukünftig ergebnisoffen verfolgen und darüber berichten.
Bis weitere Informationen vorliegen, finden Sie im Folgenden ein GreWi-Dossier zur bisherigen Saga rund um die Entdeckung:
Recherchequelle: eigene Recherchen grenzwissenschaft-aktuell.de, Ocean-X-Team
© grenzwissenschaft-aktuell.de
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RE: Ozeane:
in Biomagie - Die Vereinigung von Kraft & Form: 31.12.2025 10:31von Adamon • Nexar | 15.972 Beiträge
https://www.grenzwissenschaft-aktuell.de...meeresleuchten/
Milky Seas: Forscher erstellen Datenbank zu Zeugenberichten von rätselhaftem Meeresleuchten:
Fort Collins (USA) – Seit Jahrhunderten und vermutlich schon viel länger, berichten Seefahrer von einem bis heute nur ansatzweise erklärten und weiterhin rätselhaften Phänomen, wenn sich die See plötzlich milchig-weiß-leuchtend färbt. Jetzt haben Forscher erstmals eine umfangreiche Datenbank zu diesem als „Milky Seas“ bezeichneten Phänomen erstellt.
Wie J. Hudson und S. D. Miller von der Colorado State University aktuell im AGU-Fachjournal „Earth and Space Science“ (DOI: 10.1029/2024EA004082) berichten, hunderte von Sichtungs- und Erfahrungsberichten aus insgesamt 400 Jahren in einer Datenbank zusammengetragen. Dabei handele es sich hauptsächlich um Einträge in Schiffslogbüchern, so die Forscher.
Satellitenaufnahme des Milky-Sea-Phänomens vor Somalia 1995.
Copyright: Dr. Steve Miller, Naval Research Laboratory
„Bei dem Milky-Sea-Phänomen handelt es sich um eine seltene, historisch sagenumwobene Form mariner Biolumineszenz. Es zeichnet sich durch gleichmäßiges, nicht-flackerndes, namensgebendes weißes Leuchten aus und ist in der Lage, über 100.000 Quadratkilometer der nächtlichen Ozeanoberfläche für Monate am Stück zu erhellen. Augenzeugen verglichen das Erleben einer Durchfahrt durch ein Milchmeer mit einer nächtlichen Schneelandschaft, einer ‚Twilight Zone‘ oder sogar mit der biblischen Apokalypse.
Trotz Jahrhunderten wissenschaftlicher Forschung ist nur sehr wenig über die physikalischen und biogeochemischen Prozesse bekannt, der die Entstehung, Langlebigkeit und Ausdehnung steuert. Die wissenschaftliche Untersuchung des Phänomens wurde historisch durch den Mangel an Daten sowie durch die abgelegene und flüchtige Natur des Phänomens stark eingeschränkt.
Foto des milchigen Meeresleuchtens von 2019 vor Java, aufgenommen von Bord der Yacht „Ganesha“.
Copyright/Quelle: Miller/ PNAS / CC BY-SA 4.0
Durch die Kombination jahrhundertealter Augenzeugenberichte mit modernen satellitengestützten Schwachlichtkameras wie dem ‚Day/Night Band‘ präsentieren wir die erste bestehende Datenbank von Augenzeugenberichten zu Milky Seas seit über 30 Jahren. Darüber hinaus stellen wir den ersten statistischen Vergleich zwischen Milky Seas und gekoppelten atmosphärisch-ozeanischen Phänomenen wie El Niño-Südliche Oszillation (ENSO) und dem Indischen Ozean-Dipol vor, um mögliche Zusammenhänge zwischen Milky Seas und potenziellen Vorhersagequellen im gekoppelten Erdsystem aufzuzeigen.“
Während hierzulande meist von mysteriösem „Meeresleuchten“ die Rede ist, wird das Phänomen im englischen Sprachraum auch als „Milky Seas“ (milchiges Meer) oder als „Mareel“ bezeichnet und von Seeleuten bereits seit dem 17. Und 18. Jahrhundert vornehmlich im Pazifik und Indischen Ozean beschrieben. Tatsächlich ist es aber auch an anderen Küsten, etwa in der Nordsee zu beobachten. Das Phänomen hat auch Einzug in zahlreiche historische wie literarische Beschreibungen gefunden, etwa in Jules Vernes „20.0000 Meilen unter dem Meer“. Lange Zeit wurde die Erscheinung von Wissenschaftlern als „Seemannsgarn“ abgetan, bis es nicht zuletzt durch Satelliten bestätigt werden konnte. Erst seit wenigen Jahren ist dann auch die natürliche Ursache des Phänomens in Form der Biolumineszenz auch wissenschaftlich beschrieben.
Allgemein wird das „milchige Meer“ von biolumineszentem Plankton, sogenannten Dinoflagellaten, verursacht und besonders dann angeregt, wenn die oberen Wasserschichten, in denen die Organismen vorkommen, bewegt und durchmischt werden. Kommt das Wasser wieder zur Ruhe, nimmt in der Regel auch die Leuchtkraft ab.
Als eine erste Erkenntnis zeige sich, dass das Phänomen hauptsächlich (62 %) im nordwestlichen Indischen Ozean und in der Region des maritimen Kontinents, also in den tropischen Gewässern des indonesischen Archipels, um Neuguinea, Malaysia und den Philippinen (19 %) in Erscheinung trete.
Recherchequelle: AGUpubs.onlinelibrary.wiley.com
© grenzwissenschaft-aktuell.de
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https://www.grenzwissenschaft-aktuell.de...chen-explosion/
Spuren im Meeresboden belegen komplexes Leben schon
Millionen Jahre vor der Kambrischen Explosion:
London (Großbritannien) – Die sogenannte Kambrische Explosion, also das nahezu zeitgleiche vermeintlich erstmalige Vorkommen von Vertretern fast aller heutigen Tierstämme in einem erstaunlich kleinen Zeitraum von weniger als 10 Millionen Jahren vor rund 541 Millionen Jahren, gilt als Meilenstein in der Geschichte des Lebens auf der Erde. Eine neue Analyse von Spurenfossilien zeigt nun jedoch, dass schon vor deutlich mehr als einer halben Milliarde Jahren Tiere lebten, die sich fortbewegten.
Kriechspuren wie diese Psammichnites-Spurenfossilien stammen von Tieren, die schon vor mehr als einer halben Milliarde Jahren lebten und sich bereits bewegten.
Copyright: Ziwei Zhao und Dr. Xiaoya Ma
Wie das Team um Dr. Zekun Wang vom Natural History Museum in London aktuell in zwei Fachartikeln in den Fachzeitschriften „Proceedings of the Royal Society B“ und (DOI: 10.1098/rspb.2025.0889) und „Geology“ (DOI, 10.1130/G53332.1) berichtet, deuten die Ergebnisse daraufhin, dass viele der grundlegenden Merkmale jener Lebewesen, die diese Spuren einst hinterlassen haben, bereits einige Millionen Jahre vor der Kambrischen Artenexplosion, während der sogenannten späten Ediacara-Zeit, existierten. Demnach wäre die Kambrische Explosion möglicherweise weniger ein evolutionärer „Urknall“, sondern eher eine Art letztes Aufblühen.
Die Ediacara-Zeit dauerte fast 100 Millionen Jahre – von etwa 635 bis 539 Millionen Jahren vor heute. In dieser Zeit entwickelte sich das Leben auf der Erde von einfachen Zellkolonien zu komplexeren Organismen mit spezialisierten Geweben.
Während einige widerstandsfähige Organismen bereits das Land besiedelten, lebten Pflanzen und Tiere ausschließlich im Meer. Das Sediment am Meeresboden konservierte gelegentlich einige dieser weichkörperigen Tiere und bewahrte Arten wie Kimberella und Dickinsonia als Körperfossilien.
Die meisten beweglichen Tiere der sogenannten Ediacara-Biota sind jedoch nur durch ihre Spuren bekannt. Frühere Spuren sind meist einfache, horizontale Schleifspuren und Gänge, doch gegen Ende der Epoche werden sie zunehmend komplexer.
Zwar war schon zuvor bekannt, dass auch schon vor der Kambrischen Explosion Tiere existierten, doch lassen diese sich nur schwer erforschen, da sie sich selten fossil erhalten haben. Meist bleiben nur Spurenfossilien zurück, also wie Abdrücke, Kriechspuren und Gänge im Sediment.
Wie Wang und Kollegen berichten, verraten aber schon diese Spuren einiges über die Tiere, die sie hinterließen: „Die Form eines Tieres lässt sich mit den Spuren verknüpfen, die es hinterlässt, und seine Bewegungsrichtung durch die Umgebung gibt Hinweise auf seine Sinnesfähigkeiten.“
„Stellen Sie sich zum Beispiel eine Schlange vor“, erklärt Wang. „Auch wenn es diese Tiere im Kambrium noch nicht gab – eine Schlange hinterlässt aufgrund ihrer schlanken Körperform immer eine lange, kurvige Spur. Bestimmte enge Kurven kann eine solche Körperform gar nicht vollziehen, weil sie sich nur begrenzt biegen kann. Gibt es jedoch abrupte Richtungswechsel in einer Spur, muss sie von einem kürzeren, eher runden Körper hinterlassen worden sein. Wir können auch die Glätte einer Spur mit den Sinnesleistungen eines Tieres in Verbindung bringen. Tiere mit weitreichenden Sinnen können gezielt auf Nahrungsquellen zusteuern. Haben sie dagegen nur eingeschränkte Sinnesfähigkeiten, finden sie Nahrung nur zufällig, wenn sie zufällig darüber stolpern. Dann verlaufen ihre Spuren unregelmäßig und in gewissem Maß zufällig, da sie planlos umherwandern.“
Gemeinsam mit seinen Kolleginnen Professor Gabriela Mángano, Professor Luis Buatois und Dr. Nianzhi Hang untersuchte Wang über 170 verschiedene Spurenfossilien aus dem Übergang zwischen Ediacarium und Kambrium. Dabei verglichen sie diese mit den Spuren heutiger Gliederfüßer, Schnecken und Würmer, um Erkenntnisse über das Leben vor über 540 Millionen Jahren zu gewinnen.
„Das Leben im Ediacarium war nicht mehr mikroskopisch klein, aber typischerweise nicht in der Lage, sich über den Meeresboden fortzubewegen“, führt Wang weiter aus. „Im Kambrium dagegen konnten Tiere den Meeresboden aktiv erkunden. Irgendetwas hat sich also grundlegend verändert. Die erhaltenen Spurenfossilien aus dieser Übergangszeit zeigen leider kaum anatomische Details.“
„Am Ende des Ediacariums beobachten wir nun anhand der Spuren eine deutliche Entwicklung hin zu fortgeschritteneren Sinnen, neuen Bewegungsformen sowie schlankeren Körperformen. Das ebnete den Weg für die kambrische Substratrevolution und die Kambrische Explosion.“
„Unsere Ergebnisse zeigen, dass die Körperlänge der Tiere, die diese Spuren hinterließen, im Verlauf des Übergangs vom Ediacarium zum Kambrium allmählich zunahm – von eiförmigen Körpern hin zu länglichen, wurmartigen Formen“, so Wang abschließend.
Gemeinsam liefern die beiden Studien überzeugende Hinweise darauf, dass viele der Schlüsselfunktionen, die Tiere zum Überleben auf der Erde benötigten, bereits Millionen Jahre vor der Kambrischen Explosion entstanden. Diese Eigenschaften könnten es diesen Tieren ermöglicht haben, das Ende der Ediacara-Zeit zu überleben, als viele andere, einzigartige Arten vermutlich bei einem Massenaussterben verschwanden.
„Dadurch entstand gewissermaßen ein ‚Neuanfang‘, der es den Vorfahren moderner Tiere ermöglichte, sich während der Kambrischen Explosion weiterzuentwickeln – und damit das Fundament für das heutige Leben auf der Erde zu legen“, schließen die Forschenden.
Recherchequelle: Natural History Museum, London
© grenzwissenschaft-aktuell.de
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RE: Ozeane:
in Biomagie - Die Vereinigung von Kraft & Form: 01.01.2026 05:27von Adamon • Nexar | 15.972 Beiträge
https://www.grenzwissenschaft-aktuell.de...vor-us-kuesten/
USOs: UFO-App listet Hunderte Sichtungen rätselhafter Unterwasserobjekte vor US-Küsten:
Washington (USA) – Während der Begriff „UFO“ vermutlich keiner größeren Erläuterung bedarf, wissen nur die Wenigsten, dass ähnliche Erscheinungen auch Unterwasser gesichtet wurden. Der US-amerikanischen UFO-Melde-App „Enigma“ wurden in den vergangenen Jahren hunderte solcher sogenannten USOs, also unidentifizierter Unterwasserobjekte, gemeldet.
Infografik zu den UFO/USO-Sichtungsmeldungen an die Enigma-App mit Bezug zu den US-Küsten.
Copyright: EnigmaLab.io
Als „unidentified submarine objects“ (USOs), werden unidentifizierte Objekte und Erscheinungen bezeichnet, die sich im und unter Wasser oder in unmittelbarer Nähe von Gewässern ereignet haben. Es handelt sich dabei um eine noch kaum erforschte Kategorie anomaler Phänomene. In vielen Fällen weisen diese „Unterwasser-UFOs“ transmediale Fähigkeiten auf. Sie können sich also ebenso mühelos im und unter Wasser wie auch in und durch die Luft bewegen, ohne dabei sichtbare Störung der Umgebung wie Wellen oder Spritzwasser zu erzeugen – das berichten zumindest die Zeugen. Die Enigma-Datenbank umfasst sowohl ältere Berichte als auch jüngste Sichtungen und ergänzt diese durch statistische Auswertungen. Wichtig allerdings: Bei „Enigma“ handelt es sich lediglich um eine App, die zivile UFO-Sichtungsmeldungen sammelt und Daten zusammenführt. Eine wissenschaftliche Untersuchung und Bewertung der einzelnen Fälle findet hier nicht statt.
Hintergrund: Die Begegnung des Ozeanographen Jacques Piccard und andere historische USOs
In seinem Buch „Die kosmische Krise“ (2024) schildert der Autor Daniel Gerritzen eine USO-Sichtung des berühmten Schweizer Tiefseeforschers Jaquest Picard: Am 15. November 1959, tauchte dieser mit Tauchgang Nummer 61 östlich von Guam. Zusammen mit dem Marinebiologen Andreas B. Rechnitzer beabsichtigte Picard, das U-Boot für den bevorstehenden historischen Tauchgang zur Challenger-Tiefe des Marianengrabens am 23. Januar 1960 zu testen. „Bei 1.280 Metern vermerkte Picard ‚ein ziemlich großes scheibenförmiges Objekt mit vielen Lichtern‘ in der Dunkelheit des Meeres gesehen zu haben.“ Die Quelle dieses USO-Sichtungsberichts ist Rechnitzers Forschungsbericht 1095 vom 2. April 1963, der die Sichtung selbst als „Beobachtung von Bioluminiszenz“, also als biologischen Leuchtphänomen, betitelt. Eine Zuordnung zu einem der zahlreichen bioluminiszenten bekannten Lebewesen findet nicht statt. (Einen ausführlichen Artikel zu Picards Sichtung und Diskussion finden Sie HIER)
Doch auch schon lange Zeit vor Picard wurden USOs geschildert – etwa 11. Jahrhundert, als Fischer an der englischen Küste bei Northumberland ein „feuriges Objekt“ beobachtet haben, das „aufstieg, herabstieg und schließlich ins Meer eintauchte“. Auch der britische Naturforscher Andrew Bloxam beschrieb, wie er von Bord der „HMS Blonde“ aus eine „leuchtend rote Kugel“ aus dem Meer aufsteigen sah. Das Objekt habe „die Farbe eines glühenden Kanonenschusses“ gehabt und den Himmel so stark erleuchtet, dass man „eine Stecknadel auf dem Deck hätte finden können“. Die Kugel stieg zweimal auf und verschwand dann spurlos.
Die nun von Enigma veröffentlichte Fall-Collection stützt sich auf Berichte aus der App, in der Nutzer Sichtungen mit Standort, Zeit und Beschreibung einreichen können. Laut der neuen Analyse wurden bis August 2025 über 9.000 Beobachtungen innerhalb von zehn Meilen (rund 16 km) von US-Küsten und größeren Wasserwegen erfasst.
Etwa 1.500 dieser Fälle (≈17 %) enthalten direkte Verbindungen mit Wasser, Meer, Seen oder Strände. Rund 500 Sichtungen (≈5,6 %) fanden innerhalb von fünf Meilen von einer Küste statt. Mehr als 150 Berichte beschreiben explizit Objekte, die über Gewässern schwebten oder aus dem Wasser auf- bzw. hineintauchten. Die meisten USO-Meldungen stammen demnach aus Kalifornien (389 Fälle) und Florida (306 Fälle) – zwei Bundesstaaten mit besonders dichter Küstenbevölkerung und hoher Zahl nautischer Aktivitäten.
Besonders auffällig ist ein Fall vom 11. Juni 2023 bei Fort Lauderdale (Florida). Auf Video wurden hier zwei leuchtende Objekte unter der Wasseroberfläche dokumentiert, die sich angeblich synchron zueinander bewegten und kurz darauf verschwanden.
https://app.enigmalabs.io/sighting/303093
Hintergrund: 1555 – Ein UFO stürzt bei Wesel in den Rhein, bringt diesen zum kochen und fliegt wieder davon
In seinem Buch „Deutschlands historische UFO-Akten“ (2023) schildert GreWi-Herausgeber Andreas Müller auch eine Sichtung aus dem Jahr 1555 bei Wesel, die heute vermutlich in die Kategorie USO fallen würde:
In „Der ander Teil“ seiner „Chronik Wunderzeichen: gründlich Verzeuchnis schrecklicher Wunderzeichen unnd Geschichten […]“ schildert Jobum Fincelium (Hiob Fincel) eine Beobachtung im Jahr 1555 bei Wesel am Rhein:
„Im selben Jar/1555. Ist vierzehen tag für Pfingsten / uber der Stadt Wesel / im Clever Land / ein gros Fewer vom Himel / in Rhein gefallen / welchs bald wider uber sich gefaren / bey zweier Mannen hoch / Das Wasser aber hat uber sich geprallet / als sütte es / (…)“
Entsprechend soll also am 20./21 Mai 1555 über Wesel ein großes, feuriges Objekt vom Himmel zunächst in den Rhein gestürzt, unmittelbar darauf wieder aus diesem aufgetaucht und etwa zweimannshoch über dem Wasser gestanden sein, das unter dem Objekt weiterhin gebrodelt habe, als würde es kochen (sutten = sieden).
Die von Enigma erstellten Karten zeigen Häufungen u. a. entlang beider US-Küsten. Einige Forschenden vermuten, dass diese geografischen Muster darauf hindeuten, dass die Ozeane selbst ein aktives Umfeld für anomale Erscheinungen darstellen könnten – ähnlich wie bestimmte „Hotspots“ des UFO-Phänomens an Land.
Die Kombination aus historischen Augenzeugenberichten, modernen Videoaufnahmen und Sonar-Beobachtungen legt nahe, dass – ebenso wie UFOs – auch das USO-Phänomen kein rein modernes Konstrukt ist, sondern eine kontinuierliche Beobachtungskategorie über mindestens ein Jahrtausend darstellt.
Ebenso wie angesichts von UFO-Meldungen, so dürften auch eine Vielzahl der USO-Sichtungen auf konventionelle Ursachen wie biolumineszente Lebewesen, technische Effekte (Unterwasserbeleuchtung) oder Fehldeutungen anderer profaner Objekte oder Phänomene zurückgehen. Ebenso dürfte aber auch bei den USO-Sichtungen ein kleiner, aber konstanter Anteil rätselhaft bleiben.
Recherchequellen: EnigmaLabs.io, eigene Recherchen grenzwissenschaft-aktuell.de
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https://www.grenzwissenschaft-aktuell.de...in-der-tiefsee/
Bergbauerkundungsmission entdeckt 788 neue Arten in der Tiefsee:
Göteborg (Schweden) – Während der Erkundung einer Tiefseeregion im Pazifik, die für Tiefseebergbau genutzt werden soll, haben Ökologen in rund 4.000 Metern Tiefe 788 Arten identifiziert. Die Mehrheit davon ist wissenschaftlich noch nicht beschrieben. Eine weitere Erkenntnis: der Artenrückgang im direkten Eingriffsgebiet scheint geringer als erwartet, ist aber dennoch deutlich messbar.
Mikroskopaufnahme einer nur wenige Millimeter großen, in 4.000 Metern Tiefe entdeckten Seespinne.
Quelle: Natural History Museum, London & Göteborgs Universitet
Wie das internationale Forschungsteam um Thomas Dahlgren von der Universität Göteborg aktuell im Fachjournal „Nature Ecology & Evolution“ (DOI: s41559-025-02911-4) berichtet, handelte es sich bei der Erkundung um einen industriellen Testlauf für künftigen Tiefseebergbau. Untersucht wurde die Frage, wie ein realer Abbauvorgang die Ökosysteme der Clarion-Clipperton-Zone (CCZ) beeinflusst.
Die Nachfrage nach kritischen Metallen wie Kobalt, Nickel und seltenen Erden steigt weltweit. Sie gelten als Schlüsselrohstoffe für Batterien, Elektromobilität und erneuerbare Energien. Da große Vorkommen in Form sogenannter polymetallischer Knollen am Tiefseeboden liegen, wächst das wirtschaftliche und geopolitische Interesse an möglichem Abbau in internationalen Gewässern – und damit auch der Druck auf die Internationale Meeresbodenbehörde (ISA), verbindliche Regeln zu schaffen.
In ihrer Studie untersuchten die Meeresbiologen fünf Jahre lang ein potenzielles Abbaugebiet zwischen Mexiko und Hawaii und verbrachten insgesamt 160 Tage auf See. Hier führten sie Probennahmen, Bodenanalysen und einen Testabbau mit einer industriellen Bergbaumaschine durch. Die Arbeiten erfolgten nach Richtlinien für ISA-Umweltverträglichkeitsstudien.
Das Ergebnis fällt ambivalent aus: Die direkten Störzonen zeigen erhebliche Verluste, während das Umfeld weniger stark betroffen ist als befürchtet.
Insgesamt erfasste das Team rund 4.350 Organismen größer als 0,3 Millimeter und identifizierte dabei 788 verschiedene Arten – die allermeisten davon wissenschaftlich noch nicht beschrieben. Gefunden wurden überwiegend Borstenwürmer (Polychaeta), Krebstiere sowie Weichtiere wie Schnecken und Muscheln. In einigen Fällen entdeckten die Forscher völlig neue Gruppen, darunter eine solitaire Koralle, die den Namen Deltocyathus zoemetallicus erhielt und direkt auf metallhaltigen Knollen wächst.
Die Lebensräume in 4.000 Metern Tiefe unterscheiden sich fundamental von flachen Meereszonen: Hier herrscht völlige Dunkelheit, kaum Nahrung erreicht den Boden, und der Sedimentzuwachs beträgt nur ein Tausendstel Millimeter pro Jahr. Während ein Bodengreifer in der Nordsee leicht 20.000 Tiere enthalten kann, liefert ein vergleichbares Tiefsee-Sediment aus der CCZ zwar ähnlich viele Arten, aber nur rund 200 Individuen. Die Ökosysteme sind also hoch divers, aber extrem individuenarm und damit besonders verletzlich.
Die Auswertung des Testabbaus zeigt ein klares Bild: In den direkten Fahrspuren der Bergbaumaschine gingen 37 % der Tierindividuen und 32 % der Artenvielfalt verloren. Die Störung durch den Abbau selbst, inklusive Sedimentaufwirbelung und Zerstörung des Bodens, ist somit deutlich messbar, aber nicht so großflächig, wie manche Modellrechnungen dies befürchtet hatten. Typische Tiefseebewohner wie Borstenwürmer reagierten unterschiedlich: Einige Arten verschwanden lokal, andere traten nach dem Eingriff sogar etwas häufiger auf.
Auch dieser, ebenfalls nur 1–2 mm lange Borstenwurm wurde im untersuchten Tiefseeboden entdeckt.
Quelle: Natural History Museum, London & Göteborgs Universitet
„Das ist die bislang umfangreichste ökologische Bestandsaufnahme in der Clarion-Clipperton-Zone“, erläutert Dahlgren. „Viele der neu entdeckten Arten konnten nur mithilfe genetischer Analysen sicher voneinander unterschieden werden. Ohne diese Daten wäre die Erfassung der Biodiversität kaum möglich gewesen.“
Unklar bleibt jedoch, wie weit verbreitet die einzelnen Arten in der CCZ sind. Die untersuchte Zone macht nur einen kleinen Teil des gesamten Gebietes aus. Rund 30 % der CCZ sind als Schutzgebiete vorgesehen. Allerdings existieren über deren Biodiversität praktisch keine Daten. Für eine realistische Risikobewertung müsste daher auch in diesen Regionen intensiv geforscht werden.
„Wir wissen nicht, ob die Arten, die wir hier gefunden haben, lokal vorkommen oder im gesamten Pazifik verbreitet sind“, sagt Adrian Glover vom Natural History Museum in London. „Ohne dieses Wissen können wir kaum abschätzen, wie hoch das tatsächliche Aussterberisiko durch künftigen Tiefseebergbau wäre.“
Für die ISA dürfte die Studie dennoch ein wichtiges Referenzprojekt sein. Die Behörde steht unter internationalem Druck, Regeln für möglichen kommerziellen Abbau festzulegen oder strenger zu regulieren. Die neuen Daten liefern erstmals belastbare Messwerte aus einem echten industriellen Test – inklusive dokumentierter Artenverluste, aber auch Hinweise darauf, dass die Auswirkungen stärker lokal begrenzt sind als befürchtet.
Ob und wann der Tiefseebergbau tatsächlich beginnt, ist weiterhin offen. Klar ist jedoch: Die Entscheidungen der kommenden Jahre werden unmittelbar beeinflussen, wie viel unbekannte Biodiversität in der Tiefsee erhalten bleibt – oder verloren geht.
Recherchequelle: Göteborgs Universitet
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