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DIE DREIGESTALTIGE GÖTTIN:

in Dreieinigkeiten: 14.01.2010 06:38
von Atlan • Nexar | 13.675 Beiträge

DIE DREIGESTALTIGE GÖTTIN UND ANDERE:

Nicht nur beginnt die Mondin als zarte Sichel,
erreicht ihren Höhepunkt und nimmt dann ab,
alle Dinge fangen klein an, erlangen eine gewisse Größe
um sich dann wieder zu reduzieren.

Das ist eine der wichtigsten Weisheiten dieser Göttin,
die jede Frau in ihrem eigenen Körper und Leben erfahren kann,
und jeder Mann, durch das bewusste Zusammenleben mit einer Partnerin
und durch Beobachten der Abläufe in der Natur.

All diese Aspekte und ihre Magie stehen uns jederzeit zur Verfügung,
alle Weisheiten des Kosmos finden vor unserer Nase,
unter unseren Füßen und über unseren Köpfen statt.

Dieses unmittelbare Lernen aus der Beobachtung und Einstimmung
auf die Natur und die kosmischen Abläufe ist es,
was die Kelten als spirituell höchst entwickeltes Volk
der Nordhalbkugel auszeichnet.

Es gibt nichts was du in Büchern wirklich lernen kannst,
daher haben sie bewusst auf Alltagsschrift und
weitestgehend auf Aufzeichnungen verzichtet.

Die wichtigste Lehre ist, alles muss sich ständig wandeln,
werden, in der Blüte sein und vergehen, um in veränderter,
transformierter Weise wieder durch diesen Kreislauf zu gehen.

Nur was sich ständig wandelt lebt,
des Beharren auf einen bestimmten Status quo ist der Tod.

Nur das ist am Stärksten, das am besten loslassen kann, was sich wandeln soll.

Das zeigen uns in wunderbarer Weise die verschiedenen
Göttinnen der Wandlung, allen voran Brighid.

Nun aber zurück zum Ursprung:

Ganz oben gibt es nichts als das EINE, unsichtbar, ohne Geschlecht,
allumfassend in sich ruhend.
Aber wo nur Sein ist, kann keine Bewegung entstehen.
Und deshalb gibt es Göttin und Gott.

Das EINE wird ZWEI (Dualität), und die ZWEI bewirken
gemeinsam die physische Manifestation des Geistes.
Das WEIBLICHE PRINZIP erweckt das MÄNNLICHE, ER
schwängert SIE, und SIE gebiert die WELT.

Das Höchste, dass wir mit unserem menschlichen
Gehirn gerade noch begreifen können und das noch
direkt „ansprechbar“ ist, ist DIE MUTTER DER WELT
Ihre Planetare Repräsentantin ist die älteste aller Göttinnen,
DIE GROSSE MUTTER oder GAIA.

GAIA ist die Urmutter, die MATRIX von allem was manifestiert ist.
Sie wird auch ANU ( D-ANU) oder ANA (das Rad der Ana -Jahreskreis) genannt.
Die DNS ist Ihr unterstellt und geweiht, ein Eingriff in
Ihr göttliches Gewebe daher ein großes Verbrechen.

Gudrun Rosenberger © Seite 1 von 5


In weiterer Folge kann nun die Göttin in drei verschiedenen Gestalten erscheinen:
1. Die Jungfrau mit weißem Gewand und einem Frühlingsblumen Kranz
2. Die Liebende/Mutter mit rotem oder orangegoldenem Gewand
mit Rosen-, Ähren- oder Mohnblumenkranz
3. Die Großmutter mit schwarzem oder violettem Gewand
und Weißdorn- oder Efeukranz
Aus GAIA entstanden

DEMETER – KORE – HEKATE
MUTTER – TOCHTER – GROSSMUTTER.
Kore ist der austreibende Same, das grüne Getreide,
Demeter ist die reife Ähre und Hekate das geerntete Korn.

DEMETER:

Die Muttergestalt, Erd-Mutter, Göttin der Magierinnen,
Göttin der Fruchtbarkeit und Regeneration ist nährend und fürsorglich.
Sie war die Herrin der Erde wie der See, Göttin des Getreides,
Sau, Delphin und Biene sind ihr geweiht.

Sie hat strohblondes Haar geschmückt mit Mohnblumen,
Getreidefelder und Dreschplätze stehen unter Ihrem Schutz
und sind ihr Tempel, in dem sie jederzeit erscheinen kann.

Sie war die griechische Göttin der Eleusischen Mysterien
und Ihre Feiertage sind September zur Erntezeit.

Ihr Name bedeutet aber auch >Tor zum Geheimnis des Weiblichen<
oder, >Wurzel, aus der Himmel und Erde entsprang<.
- Sie gebiert Kore.


KORE:

Auch Persephone genannt, ist die Tochterform der Demeter.
Jeden Herbst muss sie in die Unterwelt hinabsteigen,
ihre Kräfte sammeln um im Frühjahr als Getreidehalm
oder eine andere Pflanze aus der Erde zu sprießen und
aus dem ursprünglich einzelnen Samen viele zu machen.
Sie muss “sterben“ um zu werden!

Zu Ihren Ehren wird aus einigen Getreidegarben eine Art Puppe geformt,
das so genannte Kernababy, und als Dank und Versprechen
für ewige reiche Ernte ins Haus gebracht.
Kore stirbt und wird in der Winterszeit mit Hilfe von Hekate,
der weisen Großmutter, transformiert.
Als Demeter betritt sie im Sommerhalbjahr wieder
die Erdoberfläche im ewigen Kreislauf.


HEKATE:

Mit Variationen auch CAILLEACH, Kali, KNOCHENFRAU,
ALTE HEXE (was keineswegs ein Schimpfwort ist!!!) genannt.

Sie ist für sich selbst auch eine Dreigestaltige.
Sie ist die Hüterin der Weggabelungen, des Pfades.
Immer dann wenn es um gravierende Entscheidungen in unserem Leben geht,
müssen wir uns Ihr stellen.
Jede Entscheidung enthält Geburt und Tod:
Jede Wahl gebiert ein Ende und vor jedem Anfang steht ein Ende.

Sie hat oft drei Hände, dreiköpfige Hunde könne Sie begleiten,
die Schlangen der Weisheit, und die Pferde der Nacht, die Traumpferde.

Sie ist die Weise Frau, die Orakelgöttin,
die Göttin der unberührten Wildnis,
die Göttin des Torweges, der Unterwelt der Erde
und auch der Landwirtschaft.

Sie ist für jenen Bereich zuständig der unter der Erde liegt,
dort wo die Samen und Knollen und Wurzeln ruhen.
Als Göttin der Transformation und der Fruchtbarkeit,
ist Sie auch die göttliche Hebamme und Beschützerin der Geburt.

Sie reduziert uns auf das Wesentliche, denn wenn du neue Wege gehst,
musst du allen Ballast zurücklassen. (Knochenfrau)
Ihre Attribute können Fackel, Messer, Seil, Schlüssel und Flammen sein.

Gudrun Rosenberger © Seite 2 von 5
… das Krähennest der Cailleach des Winters,
der Knochenfrau

KALI:

Die indogermanische Göttin ist schrecklich anzuschauen
und sicherlich die am schwersten zu bejahende.
Dennoch wirst du Ihr immer wieder begegnen.

Sie ist die Wilde Furie, die Rasende, die Ekstase, die Zerstörende,
die Inkarnation deiner schlimmsten Ängste, alles was du fürchtest,
besonders die Angst vor dem was in dir schlummert,
die Angst davor die Kontrolle zu verlieren,
die hauchdünne Grenze zwischen Leben und Tod,
Lüge und Wahrheit.

Rufe Sie nur an, wenn du eine lange spirituelle Praxis hinter dir hast,
wenn du weißt, wie du dich schützen kannst, wenn du sicher bist,
wie du etwas abbrichst das dir zu viel wird und,
wie du geöffnete Tore jederzeit wieder schließen kannst.

Die Göttin der Schöpfung und Vernichtung
ist die Beschützerin misshandelter Frauen.
Kali Ma wir angerufen, wenn eine Frau sich physisch bedroht fühlt.
Sie ist sehr mächtig.

Im Alpenraum wurde und wird in dieser Situation oft Die Percht gerufen,
sie ist mir diesbezüglich schon einige male beigestanden.

Sheila-na-gig:

Dieses kraftvolle Symbol findet man an vielen britischen
und irischen Kirchen, es ist ein Abwehr- und Schutzsymbol.

Diese Gestalt der Göttin der Unterwelt teilt jedem Frevler
mit einem Grinsen im Gesicht mit:
Was auch immer du anstellst, was auch immer du glaubst zu sein,
wie viel Macht du zu besitzen glaubst, aus mir bist du gekommen
und ich werde dich mit meiner abgrundtiefen Yoni auch wieder verschlingen.
Großartig!

Alle Unterdrückten, Geknechteten, Misshandelten denkt daran:

Letztendlich gewinnt immer die Göttin.
Auf jeden Gewalttätigen, auf jeden Tyrannen,
auf jedes unmenschliche Monster wartet Sie im Augenblick des Todes
und, je nachdem wie sehr du mit oder
gegen die kosmischen Gesetze gelebt hast,
erwartet dich entweder die Geborgenheit des Mütterliche Leibes
oder der Schrecken deiner eigenen Taten.

Eine weitere Triade die in den Kerngebieten Europas
eine wesentliche Rolle gespielt hat sind die so genannten DREI BETHEN,
zu denen ich aber in dieser Form bis jetzt noch
keine persönliche Verbindung herstellen konnte,
die aber große Ähnlichkeit mit der dreigestaltigen Göttin Brighid aufweisen.
( mehr Infos dazu in www.frauenwissen.at)

Erwähnenswert finde ich auch, dass das Wort >beten<
auf >die Bethen anrufen, zu den Bethen sprechen< zurückgeht.


SELENE & INANNA:

Die Mondgöttin, als Vollmondin und als Neumondin
und allen Phasen dazwischen, erinnern uns in dem kurzen Rhythmus von 28 Tagen
und einem Stimmungswechsel der alle zwei Tage spürbar ist,
wie wunderbar und fruchtbar es ist, sich ständig zu wandeln.

Segensreich ist das stetige Pendeln zwischen Fülle und Leere,
Wellenberg und Wellental, nichts fest zu halten
sondern mit zu schwingen, hinauf und hinunter.

Gudrun Rosenberger © Seite 3 von 5


Alle Impulse für Fruchtbarkeit, Wachstum und Ernte (Geburt)
gehen von dieser zweigestaltigen Göttin aus.
Sie lehrt dich Licht wie Schatten zu lieben, deinen
Schatten zu umarmen (sanfter als Kali!), zu integrieren,
denn nur mit deinem Schatten bist du ganz.

Suche dir Mondbücher, beobachte dann deinen Körper,
deine persönlichen Phasen und Zyklen und natürlich auch
die dich umgebende Natur.

Gestalte regelmäßig Vollmond – und Neumondrituale
(Mondmagie, Zsuzsanna E. Budapest), werde eine Mondfrau,
hänge dir einen Mondstein um (mit Pause während der Menstruation!)
und lehre deinen Körper wieder mit Ihr zu schwingen.


WEITERE GÖTTINNEN:


SEDNA:

Die Seehundgöttin, die Meerjungfrau, Göttin der Meerestiefen,
Herrin unserer urzeitlichen Heimat, wo alles irdische Leben
seinen Anfang nahm, Mutter der Delphine und Wale,
Ernährerin, Herrin der Blauen Tiefe und unseres Unbewussten,
unserer Kollektiven Träume.

Sie ist verletzlich und stark, sanft und kraftvoll,
spielerisch und zielstrebig. (Göttin der Innuits)


SULIS & MINERVA:

… tauchen immer wieder im Zusammenhang auf,
und teilen sich Kulte und Kultplätze.

Wie auch immer, klar ist, dass Sulis ursprünglich
eine anglokeltische Göttin war und Minerva eine Etruskische.
Diese Göttinnen haben Gemeinsamkeiten in Funktion und Attributen,
aber auch Unterschiedlichkeiten die eher auf eine Verwandtschaft
mit anderen Göttinnen hinweisen.
Ich liebe sie beide und ziehe in diesem Fall
persönlich keine so strenge Trennungslinie.


SULIS:

Sie hat viel Namen: SUL, SOL, SOWILO, SUNNA, FRAU SUNNE
Ihr Name macht es schon klar, sie ist eine Sonnengöttin,
andererseits wird Sie besonders an Orten mit heiligen heißen Quellen,
verehrt (Bath in GB), als eine Göttin des Thermalwassers.

Diese Orte waren und sind Plätze der Heilung,
der Reinigung, der Läuterung und der Einweihung.
Sonne & Wasser, Feuer & Wasser, eine scheinbar unmögliche Mischung,
aber wunderbar heilbringend, wenn beide Teile in Harmonie
zusammenwirken, was diese Göttin durch Ihr Beispiel zeigt.

Die Quelle war für die Kelten der direkteste und intimste Zugang zur Anderswelt,
mehr noch als die Höhle.
Dort wo ein Rinnsal aus dem Körper der Erdmutter fließt,
fließt ihre nährende „Milch“ und Ihr Lebensblut, mit dem sie uns,
Ihre tierischen und menschlichen Kinder nährt.

Dies ist Ihr intimstes und wertvollstes Geschenk.

Heilendes Wasser, besonders wenn es durch
das innere Feuer im Leib der Göttin (Pele) erhitzt wird,
hat eine besonders starke Wirkung für Fruchtbarkeit,
Stärkung der Lebenskräfte und des Immunsystems
und bei chronischen Erkrankungen, ganz zu schweigen von den seelischen.

Sulis wurde als die direkte Nachfolgerin der neolithischen
Großen Mutter verehrt, deren Zeichen das Auge war.
(„Das Auge der Göttin“)

„Sul“ hat im irischen die Bedeutung von Auge, Öffnung,
Mund, was direkt auf die Muttergöttin als Gebärerin und Verschlingerin
(siehe Sheila-na-gig) hinweißt.

Es wir angenommen, dass sie eine Vorstufe der Göttin Brighid sei.

Außerdem ist die göttliche Mutter diejenige, die Heilung gewährt,
wenn du darum bittest.
Doch grundlegende Heilung kann nicht von außen kommen.
Ein Heilimpuls, ja, kann von Außen an dich herangebracht werden.
Aber wenn es tiefgehender und grundlegend sein soll, ist es notwendig,
dass du ganz Eins mit der Gottheit wirst, dass du dich ganz hingibst
und für einen Moment energetisch in Ihre Arme,
ja sogar in Ihren Leib zurückkehrst.

Dort kann Sie dich mit Ihrer Energie umhüllen und durchdringen,
krankmachende disharmonische Schwingungen durch
heilende harmonische Schwingungen ersetzen.
(siehe Brighid Healing, Klangmassage in HEALING SESSIONS)

Gudrun Rosenberger © Seite 4 von 5


MINERVA:

Aus Sulis wurde nach der römischen Eroberung SULIS-MINERVA,
Minerva war glücklicher weise nicht einmal eine römische Göttin,
sondern eine etruskische, daher hat in diesem Fall keine
religiöse „Vergewaltigung“ stattgefunden.

Handwerk und Künste sind Ihr unterstellt, und,
obwohl kriegerisch wie Artha/Artemis,
ist Sie auch Heilerin, Seherin, Dichterin und Muttergottheit in einem.

Insofern hat Sie sehr viel Ähnlichkeit mit Brighid.

Ihre Symbole sind u.a., ein runder goldener Schild,
ein Helm und Speer (Artha), Schüssel und Spindel.

Einige Ihrer mystischen Tiere sind die Eule der Weisheit,
die Taube, Adler, Tiger, Leopard und der Hase.


NEMEA:

…ist die weibliche Form des weitaus bekannteren Begriffes Nemeton,
was Heiliger Hain bedeutet.
Sie ist die Göttin des Tempels, der Heiligen Schreine und der Heiligen Haine.
Wann immer du geweihten Raum schaffen und bewahren
möchtest ist es gut sie anzurufen.

<<<>>>
Da jedes Ende einen Anfang gebiert, hier noch ein wunderschöner Text
der spirituellen Malerin Wendy Andrew aus Großbritannien
- www.paintingdreams.uk -
bei der all die schönen Göttinnenmalereien auf ihrer Homepage als
Kunstkarten oder Prints zum Kauf angeboten werden.


SIGE:

Goddess of silence -
She is the eternal silence that was before anything, and will be after everything.
She is the space around the stars; she is the highest form of truth and perfection.
She reminds us to listen to our own silence for there we’ll find truth.
Be still … blessed be!
© Wendy Andrew
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Mehr darüber gibt es im Laufe des Jahres in meinem Buch.
Blessed be!
Gudrun Rosenberger © Seite 5 von 5




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"Die Erlösung kann nicht verdient, nur empfangen werden, - darum ist sie die Erlösung". -

"Es ist alles Illusion, - was nicht aus mir selber spricht,
- denn es ist ein Zusatz, - dieses Eine nicht". -

http://adamonstasy.weebly.com/
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