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#16

RE: SETI:

in Astromagie & Sternsehung: 07.12.2015 03:32
von Adamon • Nexar | 13.560 Beiträge

http://www.grenzwissenschaft-aktuell.de/...62852-20151028/


Mit dem Teleskopen der Allan Telescope Array nehmen SETI-Astronomen derzeit den Stern „KIC 8462852“ ins Visier
Copyright: SETI Institute / Boyajian et al. (Collage: GreWi.de)
Mountain View (USA) – Während das „SETI Institute“ weiterhin den rund 1400 Lichtjahre entfernten Stern „KIC 8462852“ nach intelligenten Radiosignalen absucht, fahndet das Boquete Optical-SETI Observatory in Panama auch nach Laserpulsen aus der direkten Umgebung des Sterns. Zuvor hatte das NASA-Weltraumteleskop Kepler im Licht des Sterns ein einzigartiges Muster entdeckt, hinter dem einige Astronomen neben einer natürlich-astronomisch Erklärung auch eine gewaltige künstliche Struktur einer dortigen Super-Zivilisation vermuten (…GreWi berichtete).

Wie der SETI-Chefastronom Seth Shostak in einem Artikel auf der Internetseite des SETI Institutes kurz berichtet, lege die bis zu 20-prozentige periodische Abdunklung des Sternenlichts „Material“ nahe, dass den Stern dicht umkreist und auf diese Weise dessen Licht teilweise blockiert. Aufgrund der Merkmale der Lichtkurve könne ein umlaufender Planet als Erklärung ausgeschlossen werden.


Seth Shostak
Copyright: seti.org

Während exotische Erklärungen in dem Muster das Ergebnis einer gewaltigen künstlichen Struktur – etwa eine Dyson-Sphäre bzw. einen Dyson-Schwarm vermuten (…GreWi berichtete), reiht sich auch Shostak in die Liste jener Astronomen ein, die eine Ansammlung von Kometentrümmern als wahrscheinlichste natürliche Erklärung für das Lichtmuster annehmen.

Da aber auch eine künstliche Mega-Struktur nicht gänzlich ausgeschlossen werden könne, sei SETI natürlich dazu verpflichtet, nach nicht-natürlichen Radiosignalen aus Richtung von KIC 8462852 zu suchen. Hierbei werde, so erläutert Shostak weiter, derzeit sowohl im von der klassischen Suche nach außerirdischen intelligenten Signalen bevorzugten schmalbandigen Spektrum als auch in breiteren Frequenzenbereichen gesucht, wie sie etwa von leistungsstarken Raumschiffen ausgesendet werden könnten.

Auf die selbst gestellte Frage, was denn wäre, wenn außerirdische Intelligenzen (so um KIC 8462852 vorhanden) keine Radiosignale senden, erklärt Shostak, dass die Radiobeobachtungen mit der Allen Telescope Array (ATA, …GreWi berichtete) auch von gezielten Beobachtungen des „Boquete Optical-SETI Observatory“ in Panama unterstützt wird, mit dem nach leistungsstarken Laserpulsen aus Richtung des Stern gesucht werden kann.


Zwei bislang einzigartige, periodisch wiederkehrende Abdunklungen im Lichtmuster des Sterns „KIC 8462852“.
Copyright/Quelle: Boyajian et al.

„Beide Beobachtungen und die deren Datenauswertung sind derzeit noch im Gange. Wenn auch letztere abgeschlossen ist und die Schlussfolgerungen daraus gezogen wurden, werden wir diese sowohl auf der SETI-Webseite als auch in Fachjournalen veröffentlichen.“

Abschließend erläutert auch Shostak: „Vor dem Hintergrund der vergangen Erfahrungen, ist es am wahrscheinlichsten, dass für die Abdunklung von KIC 8462852 eine natürliche Ursache gefunden wird. Bei der Suche nach außerirdischer Intelligenz, sollten aber alle Möglichkeiten überprüft werden. Und genau das tut das SETI Institute derzeit.“

© grenzwissenschaft-aktuell.de


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#17

RE: SETI:

in Astromagie & Sternsehung: 15.04.2016 14:12
von Adamon • Nexar | 13.560 Beiträge

http://www.grenzwissenschaft-aktuell.de/...sdaten20160414/


Symbolbild: Das Radioteleskop vom Green Bank.
Copyright: Green Bank Observatory
San Francisco (USA) – Die von dem Multimilliardär Yuri Milner mit 100 Millionen Dollar ausgestattete SETI-Initiative „Breakthrough Listen“ zur intensiven Suche nach Signalen intelligenter Außerirdischer (…GreWi berichtete), hat die ersten Datenpakete der Beobachtungen mit einigen der leistungsfähigsten Teleskopen und Anlagen für Jedermann frei zugänglich veröffentlicht.

Schon jetzt haben sich bereits Hunderte von Beobachtungsstunden am Radioteleskope von Green Bank in West Virginia und dem Automated Planet Finder am kalifornischen Lick Observatory angesammelt.

Zu den bislang anvisierten Sternen gehören auch die meisten der von unserer Erde maximal 16 Lichtjahren entfernt befinden. Zu diesen „Nachbarsternen“ gehört auch 51 Pegasi, von dem bereits bekannt ist, dass er von Planeten umkreist wird (…GreWi berichtete). Hinzu kommen weitere Sterne im Abstand von 16 bis 160 Lichtjahren zur Erde – darunter auch zahlreiche „nahe“ sonnenähnliche Sterne, Riesensterne und zahlreiche Doppelsternsysteme. Ziel der Suche waren zudem rund 40 der uns am nächstgelegenen Spiralgalaxien, darunter auch Mitglieder der sogenannten Maffei-Gruppe in Richtung der Konstellation Cassiopeia.

Zugleich berichten die Breakthrough-Astronomen, dass schon bald die intensive Suche nach Signalen von Sternen innerhalb von 16 Lichtjahren Entfernung beginnen soll, die nur von der südlichen Hemisphäre aus zu beobachten sind. Zu diesen zählt auch das System Alpha Centauri, das Ende des Jahres mit dem Parkes Telescope ins Visier genommen werden soll.

– Eine Auflistung der noch für dieses Jahr geplanten Beobachtungen finden Sie HIER.

Das erste Datenpaket der „Breakthrough Listen“-Initiative finden Sie im „Open Data Archive“ auf der Webseite der Initiative und wurde auch in die Datenpakete des SETI@home-Projekts der University of California, Berkeley überführt.

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#18

RE: SETI:

in Astromagie & Sternsehung: 17.07.2016 06:50
von Adamon • Nexar | 13.560 Beiträge

http://www.grenzwissenschaft-aktuell.de/...sterne20160704/


Archiv: Blick auf das Zentrum der Milchstraße
Copyright: Sebastian Voltmer, astrophoto.de
Uppsala (Schweden) – 1973 stellte der britische Physiker und Science-Fiction-Autor Arthur C. Clarke (2001: Odyssee im Weltraum) fest, dass jede (einer anderen Zivilisation gegenüber) hinreichend fortgeschrittene Technologie (für die „unterlegene“ Zivilisation) von Magie nicht mehr zu unterscheiden ist“. Diese Regel im Sinn haben schwedische Astronomen einen neuen Weg präsentiert, nach Hinweisen auf ferne Super-Zivilisationen zu suchen. Ihr Ziel ist es, Sterne zu finden, die plötzlich verschwunden sind und für deren Verschwinden es keine bekannte astrophysikalische Erklärung gibt.

Wie Beatriz Villarroel, Inigo Imaz und Josefine Bergstedt von der Uppsala Universitet aktuell und vorab auf ArxiV.org berichten, hoffen sie im Vergleich unterschiedlicher Himmelsdurchmusterungen Sterne oder sogar ganze Galaxien ausfindig zu machen, die in früheren Durchmusterungen noch vorhanden waren – in einer nächsten jedoch nicht mehr zu finden sind und für deren Verschwinden es keine astrophysikalische Erklärung gibt, wie etwas Quasare, die binnen weniger Jahrzehnte dramatisch an Helligkeit verlieren können.

Schon jetzt haben die Wissenschaftler eine erste Suche unter rund 300.000 Sternen nach auf unerklärliche Weise verschwundenen Sternen durchgeführt. Das Ergebnis ist bislang nicht eindeutig: Tatsächlich fanden die Astronomen ein Objekt, bei dem es den Anschein hat, dass es – wie auch immer – „verschwunden“ sein könnte: „Unter hunderten ‚falscher Treffer‘ die wir aussortieren konnten, bleibt dies bislang ein etwas deprimierender Fall“, zitiert der „New Scientist“ Villarroel. „Wir können dieses Objekt bislang weder verwerfen noch es als wirklichen Kandidaten bezeichnen.“


Treffer? Auf einer Aufnahme der Palomar Observatory Sky Survey (POSS I, 1948-58) ist deutlich ein Objekt (Pfeil) in der Mitte des „Sterndreiecks“ zu erkennen (l.), von dem auf der Aufnahme der Folgedurchmusterung (POSS II) aus den 1980- und 90er Jahren scheinbar nichts mehr zu erkennen ist (r.).

Copyright/Quelle: Villarroel, Imaz, Bergstedt, POSS I & II (Pfeil durch GreWi-Red. Hinzugefügt).

Um den Fragen rund um das verbliebene Objekt auf weiter auf den Grund gehen zu können, planen die Astronomen nun mit Großteleskopen nach dem Verbleib des unsicheren Kandidaten Ausschau zu halten. Wenn es damit immer noch nicht auffindbar bleibt, so können zumindest eine Vielzahl astrophysikalischer Phänomene als Erklärung überprüft werden – und erst dann wollen die Wissenschaftler damit beginnen, darüber zu spekulieren, was noch alles für das „Verschwinden“ des Objekts verantwortlich sein könnte.


Auch auf der Aufnahme der seit 1989 andauernden Sloan Digital Sky Survey (SDSS), hier eine Farbnegativ-Abbildung, ist das Objekt nicht mehr an der eigentlich zu erwartenden Position zu sehen.

Copyright/Quelle: Villarroel, Imaz, Bergstedt, SDSS



Während andere Astronomen also nach sichtbaren Anzeichen etwa von gewaltigen künstlichen Strukturen um ferne Sterne suchen (…GreWi berichtete), hoffen Villarroel und Kollegen etwas eigentlich Unmögliches zu finden: „Nach unserem Wissensstand gibt es nichts, das einfach so spurlos aus unserem Universum verschwinden kann. Wenn ein Stern also einfach so – ohne Anzeichen etwa auf eine Supernova – verschwindet, so gibt es dafür keine astrophysikalischer Erklärung.“

Auf der Suche nach weiteren „unmöglichen Objekten“ schlagen die Forscher zudem ein sogenanntes Volunteer-Computing-Projekt nach dem Vorbild von SETI@home oder PlanetQuest vor, bei dem sich Privatpersonen anhand von astronomischen Datenpaketen an der Suche nach verschwundenen Sternen von zuhause aus beteiligen können.

© grenzwissenschaft-aktuell.de


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#19

RE: SETI:

in Astromagie & Sternsehung: 17.07.2016 06:59
von Adamon • Nexar | 13.560 Beiträge

http://www.grenzwissenschaft-aktuell.de/...leskop20160706/


as FAST-Radioteleskop in Dawodang in der südostchinesischen Provinz Guizhou
Copyright: NAOC
Peking (China) – Mit dem Einsatz des letzten von insgesamt 4.450 Panelenelementen haben chinesische Wissenschaftler und Ingenieure nach fünf Jahren Bauzeit das jetzt weltgrößte Radioteleskop fertiggestellt. Mit einem Durchmesser von 500 Metern beteiligt sich das „Five-hundred-meter Aperture Spherical radio Telescope“ (FAST) auch an der Suche nach Signalen außerirdischer Zivilisationen (SETI).

„Die nächsten 10 bis 20 Jahre wird FAST das weltweit leistungsfähigste Radioteleskop sein“, erläutert Yan Jun, der Direktor der Anlage, die vom National Astronomical Observatories of China (NAOC) und der Chinesischen Akademie der Wissenschaften (CAS) geleitet wird.

„Mit FAST werden wir aus dem Stand heraus zahlreiche wissenschaftliche Ziele erreichen können. Zu diesen zählen beispielsweise eine Durchmusterung der Milchstraße nach neutralem Wasserstoff, die Entdeckung schwacher Pulsare und die Suche nach möglichen Signalen anderer Zivilisationen“, führt Nan Rendong, der leitende Wissenschaftler des FAST weiter aus.

In den kommenden Monaten wird das FAST-Team nun Tests und Kalibrierungen durchführen und technische Fehler beseitigen. Anvisierter Starttermin ist Ende September. Dann sollen auch schon die ersten Beobachtungsdaten vorliegen.

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#20

RE: SETI:

in Astromagie & Sternsehung: 17.07.2016 07:21
von Adamon • Nexar | 13.560 Beiträge

http://www.grenzwissenschaft-aktuell.de/...sionen20160712/


Symbolbild: Neues Denken bei SETI
Copyright: SETI Institute
Mountain View (USA) – Mehr als 50 Jahre schon, suchen Radioastronomen nach Signalen intelligenter außerirdischer Zivilisationen im All – bislang (offiziell) ohne Erfolg. Was Kritiker schon seit Jahren anmerken, setzt sich nach und nach auch bei SETI durch: Jetzt fordert die Chefin des US-amerikanischen SETI Institutes neue Instrumente und das Überwinden bisheriger Denkschranken bei der Suche nach außerirdischen Intelligenzen.

Wie die Forschungsleiterin des SETI Institute, Nathalie A. Cabrol, aktuell in einem Artikel im Fachjournal „Astrobiology“ (DOI: 10.1089/ast.2016.1536) ausführt, schlägt sie zukünftig einen „weiter gefaßteren, multidisziplinären Ansatz für die SETI Forschung“, der über die Suche im Radio- und optischen Bereich hinausgeht.

Die Veränderung in der Suche nach außerirdischer Intelligenz, müsse gänzlich mit dem aktuellen Stand der Physik, Biologie, Computer- und Sozialwissenschaften einhergehen, um so auch nach Leben in Formen zu suchen, wie wir sie nicht kennen:

„Um ET (extraterrestrische Intelligenz) zu finden, müssen wir unseren Geist über die erd-zentrierter Perspektive hinaus öffnen und neue Methoden und Werkzeuge einsetzen. Niemals zuvor standen uns so viele Daten aus so vielen wissenschaftlichen Disziplinen zur Verfügung (…) Diese Daten sagen uns, dass jede Welt ein einzigartiges planetares Experiment ist. Auf der Grundlage dessen, was wir über die Koevolution von Leben und Umwelt wissen, kommt höher entwickeltes intelligentes Leben im Universum wahrscheinlich vielfach vor – unterscheidet sich aber möglicherweise stark von dem unsrigen.“

Cabrols Forderungen beinhalten u.a. die Einrichtung eines virtuellen Instituts an dem sich die weltweite Wissenschaftsgemeinde beteiligen können soll. Dieses neue „SETI Virtual Institute“ soll unser neustes Wissen über das Wer, das Wie und das Wo bei der Suche nach ET beinhalten und die anthropozentrische Perspektive überwinden.

Neue Nachweismethoden sollen demnach die Grundlage zur Entwicklung neuer Durchmusterungsstrategien bilden und auf diese Weise die SETI-Vision und Strategien über die Einschränkungen der bisherigen Suche nach außerirdischen Intelligenzen erweitern, die hauptsächlich in der Vorstellung lagen, ET müsse uns (Menschen) gleichen. „Dieser neue Ansatz könnte dann außerirdische Landschaften und Gesichtspunkte ergründen und unsere Vorstellung von Leben im Universum erweitern.“

„Jetzt ist der richtige Zeitpunkt gekommen, um ein neues Kapitel in der Geschichte der weltweiten SETI-Forschung zu öffnen“, stimmt auch der Präsident des SETI Institutes, Billl Diamond mit seiner Forschungsleiterin abschließend überein und erklärt: „In den kommenden Monaten werden wir die internationale Forschergemeinschaft dazu einladen, sich an der Entwicklung des neuen wissenschaftlichen Fahrplans für SETI zu beteiligen.“ Hierbei soll das beschriebene „Virtual Institute“ das intellektuelle Grundgerüst für Projekte bilden, um „unser Wissen über außerirdische Intelligenzen voranzutreiben“.

© grenzwissenschaft-aktuell.de


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#21

RE: SETI:

in Astromagie & Sternsehung: 01.05.2017 20:40
von Adamon • Nexar | 13.560 Beiträge

http://www.grenzwissenschaft-aktuell.de/...trinos20170218/

Neuer SETI-Ansatz sucht außerirdische Botschaften in Neutrinos:


Symbolbild: Kosmische Neutrinos (Illu.)
Copyright/Quelle: Brookhaven National Laboratory
West Lafayette (USA) – US-Forscher haben einen neuen Weg der Suche nach außerirdischen Botschaften vorgeschlagen: Statt auf Radiobotschaften oder Lasersignale aus dem All zu warten, hoffen sie in Neutrinopulsen kosmischer Herkunft künstliche Muster zu finden.

Wie Ephraim Fischbach und John T. Gruenwald von der Purdue University in einem vorab via ArXiv.org veröffentlichen Fachartikel darlegen, liege der Vorteil in der Übertragung intelligenter Botschaften durch Neutrinos in dem Umstand, dass letztere nur schwach mit anderen Elementarteilchen in Wechselwirkung treten und somit auf dem weiten Weg zur Erde nur gering verändert werden.

Die beiden Astrophysiker bezeichnen ihre Methode als „NU-SETI“, also als Neutrino-SETI und beschreiben in ihrem Artikel zwei Arten, wie ein SETI-Signal von uns als solches auch erkannt werden könnte.

„Zunächst einmal müssen wir verstehen, dass wir (Menschen) selbst schon in der Lage sind, gepulste Neutrinostrahlen – etwa am Fermilab – ausgehend von gepulsten Protonen zu erzeugen. So wurde bereits ein derart gepulster Strahl über eine Distanz von knapp einem Kilometer mit einer effektiven Bit-Rate von 0,1 bits/sek. So zu übertragen, dass das Signal mit einer Ortungsgenauigkeit von 99% aufgefangen werden konnte. Wenn wir nun davon ausgehen, dass eine fortgeschrittene Zivilisation eine solche Technologie bereits weiter entwickelt hat, so könnten wir nach ‚universellen‘ Abfolgen solcher gepulster Neutrinos suchen, die beispielsweise Primzahlen (1,2,3,5,7…) darstellen. (…) Die andere Klasse von Signalen könnten spezielle charakteristische Neutrino-Signale sein, wie sie ausschließlich aus technischen Prozessen der Kernspaltung oder Kernfusion hervorgehen.“

Die selbstgestellte Frage nach der technischen Umsetzbarkeit des Vorschlags beantworten die beiden Autoren mit dem Entwurf eines weltweiten Netzwerks miteinander verbundener Anlagen, die alle nach der Signatur von Verfallsraten spezifischer radioaktiver Quellen suchen sollen. „Jede dieser Anlagen würde rund 20.000 US-Dollar – ein weltweites Netzwerk aus 1000 Anlagen würde also etwa 20 Millionen Dollar kosten.“

Um diese hohen Kosten zu tragen, könnten die Anlagen zugleich zur Vorhersage von Sonnenstürmen genutzt und damit beispielsweise von Energiekonzernen mitfinanziert und platziert werden. Da ein solches Vorhersagesystem den Konzernen viel höhere Kosten im Falle unvorhergesehener schwerer Sonnenstürme ersparen könnte, scheint die Umsetzung eines NU-SETI-Netzwerks gar nicht so unwahrscheinlich.

© grenzwissenschaft-aktuell.de


Dateianlage:
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#22

RE: SETI:

in Astromagie & Sternsehung: 01.05.2017 20:48
von Adamon • Nexar | 13.560 Beiträge

http://www.grenzwissenschaft-aktuell.de/...aneten20170301/

SETI sucht bereits nach Signalen von den TRAPPIST-1-Planeten:


Grafischer Blick auf das TRAPPIST-1-System (Illu.)
Copyright: ESO/Luis Calçada/spaceengine.org
Mountain View (USA) – Die Entdeckung von gleich sieben erdartigen Planeten um den nur 40 Lichtjahre entfernt gelegenen Zwergstern TRAPPIST-1, von denen mindestens sechs sogar flüssiges Wasser tragen könnten (…GreWi berichtete), inspiriert auch die Suche nach dortigem Leben und möglichen intelligenten Zivilisationen. Auch das SETI-Institute, das nach intelligenten Radiosignalen aus dem Al fahndet, hat die Suche nach Botschaften aus Richtung der TRAPPIST-1-Planeten bereits aufgenommen.

Tatsächlich haben die SETI-Astronomen das TRAPPIST-1-System schon seit der Entdeckung der drei ersten Planeten um den Zwergstern (…GreWi berichtete), also seit Mai 2016 mit der Allen Telescope Aray (ATA) im Visier: „Seither haben wir zehn Milliarden Radiokanäle nach Signalen durchsucht – aber bislang noch keine Übertragungen gefunden“, erläutert der SETI-Astronom Seth Shostak, der zugleich angesichts der neuen Entdeckungen weitere Beobachtungen des Systems in Aussicht stellt.

„Die Möglichkeiten, die sich dort für das Leben bieten, lassen unser eigenes Sonnensystem viertklassig erscheinen“ führt Shostak weiter aus. „Wenn auch nur einer dieser Planeten technisch entwickelte Intelligenzen hervorgebracht hat, so könnte sich diese Spezies auch sehr schnell auf die anderen dortigen Planeten ausgebreitet haben. Die Reisedauer zwischen den Planeten wäre aufgrund deren großer Nähe zueinander gerade für eine technisch fortgeschrittene Zivilisation wahrscheinlich angenehm kurz. Selbst unsere derzeit besten Raumschiffe können uns innerhalb von nur 6 Monate zu Mars bringen. Eine Reise von einem zum nächstgelegenen TRAPPIST-Planeten könnte kaum länger als ein (irdisches) Wochenende dauern.“

„Wenn wir also einmal annehmen, dass auf einem der Planeten des dortigen Systems jemand eine mit dem 500 Meter durchmessenden FAST-Radioteleskop in China vergleichbare Anlage zum Senden kosmischer Botschaften betreibt, dann wären wir mit ATA auch in der Lage, diese Signale aufzufangen, soweit die Signalstärke bei mindestens 100 Kilowatt liegen würde, was gerade einmal einem Zehntel der Signalstärke eines Flughafenradars entspricht.“

© grenzwissenschaft-aktuell.de


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#23

RE: SETI:

in Astromagie & Sternsehung: 02.05.2017 22:36
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http://www.grenzwissenschaft-aktuell.de/...ignale20170427/

SETI: Breakthrough Listen Initiative findet 11 interessante außerirdische Signale:


Künstlerische Illustration außerirdischer Signale (Illu.)
Copyright: breakthroughinitiatives.org
San Francisco (USA) – Vor zwei Jahren begann mit der Breakthough Listen Initiative die bislang umfangreichste Suche nach intelligenten Signalen außerirdischer Zivilisationen (…GreWi berichtete). Jetzt haben die Projektwissenschaftler die ersten Analyseergebnisse präsentiert und erklärt, man habe zwar noch keine eindeutigen Signale gefunden – beobachte derzeit aber insgesamt 11 potentiell signifikante Ereignisse.

Wie schon zu Beginn der unter anderem von dem Multimilliardär Yuri Milner mit 100 Millionen Dollar ausgestatteten SETI-Intitiative unter Astronomen des Berkeley’s SETI Research Center (BSRC) an der University of California versprochen, hat Breakthrough Listen zeitgleich mit der Bekanntgabe auch sämtliche Daten und ersten Analyseergebnisse zu den 11 „Ereignissen“ veröffentlicht.

Zugleich erklären die Breakthrough-Astronomen jedoch auch, dass es zwar „unwahrscheinlich sei, dass diese Signale von künstlichen außerirdischen Quellen stammen“, dass man sie aber dennoch weiterhin verfolge und die weitere Suche vorantreibe. „Unsere Arbeit hat gerade erst begonnen“, so der Leiter der Initiative Dr. Andrew Siemion.

Insgesamt hat Breakthrough Listen mit dem Green Bank Radio Telescope (GBT) in West Virginia (USA) und dem Automated Planet Finder (APF) am australischen Parkes Radio Telescope mehrere Petabytes an Daten zu 692 Sternen gesammelt, die durch Fachartikel in wissenschaftlichen Journalen veröffentlicht werden.

Aus den Daten, die anhand der 692 Sterne gewonnen wurden, konnten die meisten der zunächst millionenfach gefundenen ersten „Treffer“ als Radiointerferenzen irdischer und damit menschlicher Technologien erkannt und ausgesondert werden. Schlussendlich blieben jedoch 11 „Ereignisse“ übrig, die potentiell signifikant sein könnten und weitere Beobachtungen zumindest rechtfertigeten.

Doch auch weiterführende Analysen dieser 11 Signale erbrachten keine eindeutigen Hinweise auf eine künstliche außerirdische Quelle: „Zwar weisen diese 11 Sterne einzigartige „Fingerabdrücke“ im Radiobereich auf, doch ist das noch lange kein überzeugender Beweis dafür, dass diese Sterne auch von intelligenten Zivilisationen bewohnte Planeten besitzen“, erläutert Siemion und führt abschließend weiter aus: „Dennoch helfen uns diese Signale dabei, auch zukünftige vielversprechende Ziele für Folgebeobachtungen auszuwählen.“

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RE: SETI:

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https://www.grenzwissenschaft-aktuell.de...alaxie20170831/

SETI-Initiative “Breakthrough Listen” ortet 15 sich wiederholende Radioblitze aus ferner Galaxie:


Das Green Bank Radio Telescope (GBRT).
Copyright: NRAO/AUI
Berkeley (USA) – Schnelle Radioausbrüche, sog. Fast Radio Bursts (FRBs) sind nur wenige Millisekunden andauernde, dafür aber extrem energetische Radioblitze. Seit knapp zwei Jahren sucht die “Breakthrough Listen” Initiative nach intelligenten außerirdischen Signalen und vermeldet nun die Entdeckung von gleich 15 sich FRBs aus gleicher Quelle, die zumindest einige bisherige Erklärungsansätze für die hochenergetischen Signale ausschließen. Eine der verbleibenden Möglichkeiten ist die, dass es sich um Signale einer außerirdischen Zivilisation handelt.

Wie die “Breakthrough Listen”-Astronomen um Dr. Vishal Gajjar von der University of California aktuell über den Wissenschafts-Nachrichtendienst “The Astronomers Telegram” berichten, haben sie mit dem Green Bank Radio Telescope (GBRT) in West Virginia vergangene Woche gleich 15 neue Radioblitze der FRB-Quelle “FRB 121102” aufgefangen, die einer drei Milliarden Lichtjahre entfernten Zwerggalaxie im Sternbild Fuhrmann (Auriga) entstammt. Erstmals gelang es bei diesen Beobachtungen auch sich wiederholende FRBs aus dieser Quelle zu orten.

Diese FRB-Quelle (FRB 121102) wurde erstmals im November 2012 von Astronomen mit dem Radioteleskop von Arecibo auf Puerto Rico entdeckt, war damals die erste FRB-Detektion überhaupt und stellte sich 2015 auch als erste, sich wiederholende FRB-Quelle heraus.

Diese Wiederholungen von FRBs aus gleicher Quelle sind es, die der zunächst geäußerten Vermutung, die Quelle von FRBs seien gewaltige astrophysikalische Ereignisse, widersprechen. Diese Erkenntnis katapultierte FRB 121102 sodann auf die Liste der wichtigsten Beobachtungsziele der Breakthrough-Initiative.

Am 26. August 2017 wurde FRB 121102 mit Green Bank fünf Stunden lang ins Visier genommen. Während dieser Beobachtungskampagne entdeckten die Astronomen um Gajjar insgesamt 15 neue Impulse in einem Frequenzbereich rund um 7GHz und bestätigten damit, dass es sich um eine aktuell aktive Quelle handelt.


Mit einer Frequenz von rund 7 GHz waren diese Signale höher als alle bisherigen FRBs – ein Umstand der nun auch erstmals belegt, dass FRBs auch mit Frequenzen entstehen können, die über den bislang georteten Signalen liegen.

Durch die hohe Auflösung mit der die neuen Listen-Daten gewonnen wurden, liegen genügend FRB-Daten vor, die Astronomen noch über Jahre hinaus beschäftigen werden. Möglich wurde dies durch das Digital-Backend-Instrument des GBRT, mit dem verschiedene GHz-Brandbreiten zugleich aufgezeichnet und in viele Millionen individuelle Kanäle aufgespalten und so bezüglich ihrer Eigenschaften und ihres Spektrums analysiert werden können. Anhand dieser Auswertungen erhoffen sich die Astronomen nun und zukünftig neue Hinweise auf mögliche neue Erklärungsansätze für FRBs.

Abschließend erläutern die Breakthrough-Astronomen, dass “die aktuell entdeckten Signale ihre Heimatgalaxie verlassen haben, als unserer eigenes Sonnensystem gerade einmal zwei Milliarden Jahre alt war. Das irdische Leben bestand damals noch lediglich aus einzelligen Organismen und es dauerte damals noch eine weitere Milliarde Jahre, bevor einfachste Formen mehrzelligen Lebens sich zu entwickeln begannen.”

“Ob sich FRBs also als Signaturen einer außerirdischen Technologie herausstellen oder nicht – Breakthrough Listen wird auf jeden Fall die Grenzen dieses neuen und schnell wachsendenen Gebiets unseres Verständnisses des uns umgebenden Universums zu erweitern.”

Ein detaillierter Fachartikel über die neuen FRB-Ortungen ist derzeit in Vorbereitung.

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