Das Gehirn: - 2
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#16

Das Gehirn:

in Biomagie - Die Vereinigung von Kraft & Form: 10.12.2015 00:26
von Adamon • Nexar | 13.807 Beiträge

http://www.teachsam.de/psy/psy_kog/lernth/lernth_5.htm

Die beiden Hälften unseres Gehirns besitzen für bestimmte Fähigkeiten und Arbeitsweisen des Bewusstseins eine besondere Leistungsfähigkeit. Mentale Prozesse vollziehen sich in der Regel im Zusammenwirken beider Gehirnhälften.




Die so genannte Lateralisierung der Hirnfunktionen beginnt in der Hirnentwicklung des Kindes, in der die beiden Gehirnhälften zunächst noch bei bestimmten Funktionen in Konkurrenz zueinander stehen. Mit zunehmendem Alter kommt es zur Spezialisierung:

Linke Gehirnhälfte:



Serielle Verarbeitung auftretender Informationen

Beispiele: Sprache, Mathematik, logische Operationen etc.

spezialisiert auf die fokussierte Perzeption



Rechte Gehirnhälfte:




Parallele Verarbeitung auftretender Informationen ( z. B. auf Geschwindigkeit hin optimierte Aktivitäten, die unverzichtbar sind für die motorische Ausführung und Bearbeitung von feinen visuellen oder auditorischen Details)

Muster- und Gesichtserkennung

Erkennen räumlicher Zusammenhänge

Erkennen emotionaler Inhalte

Nonverbale Kommunikation

spezialisiert auf die Wahrnehmung des Verhältnisses von einzelnen Bildern und ihrem Kontext


(vgl. Campbell/Reece 2003, S.1252)




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"Es ist alles Illusion, - was nicht aus mir selber spricht,
- denn es ist ein Zusatz, - dieses Eine nicht". -

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zuletzt bearbeitet 29.08.2018 16:16 | nach oben springen
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#17

RE: Das Gehirn:

in Biomagie - Die Vereinigung von Kraft & Form: 26.08.2016 16:08
von Adamon • Nexar | 13.807 Beiträge

http://www.grenzwissenschaft-aktuell.de/...irkung20160815/

EEG offenbart „soziale Fernwirkung“ zwischen befreundeten Gehirnen:


Symbolbild: Gedankenübertragung (Illu.)
Copyright: grewi.de
Florenz (Italien) – Italienische Neuropsychologen haben Hinweise dafür gefunden, dass die Gehirne von zwei befreundeten oder direkt verwandten Personen eine Fernwirkung aufeinander ausüben können: Während die aktiven „Sender“ innerhalb der Experimente audiovisuelle Reize bekam zeigten sich bei den „Empfängern“ synchron eine mittels EEG messbare, leicht erhöhte Hirnaktivität im Alphawellenbereich.

Wie das Team um William Giroldini von Evanlab in Florenz und Patrizio Tressoldi vom Dipartimento di Psicologia Generale an der Università di Padova aktuell im Online-Fachjournal „F1000Research“ (DOI. 10.12688/f1000research.6755.1) berichtet, haben sie in ihren Versuchen eng befreundete oder miteinander verwandte Partner untersucht, die zugleich erfahren in Meditationstechniken waren. Letzteres um sicherzustellen, dass die Probanden über eine längerfristige Konzentrationsfähigkeit verfügten.

Die Mitglieder eines jeden Paares wurden dann in jeweils zwei, mehrere Meter voneinander entfernt gelegene und getrennte Räume gebeten und zugleich sichergestellt, dass die beiden Partner keine Möglichkeit hatten, miteinander in irgendeine Form des (sensorischen) Kontakts zu treten. Zugleich wurde die Hirnaktivität beider Partner mittels eines Eletroenzephalographen (EEG) überwacht.

Der aktive „Sender“ wurde sodann gebeten, sich zu entspannen und dem passiven „Sender“ schlicht und einfach das „mental zu übermitteln“, was ihm in den Sinn kam. Während der jeweils 10-minütigen Sitzung, wurde das Gehirn des Senders 128 mal jeweils eine Sekunde lang stimuliert. Zwischen den Stimuli gab es Pausen mit zufällig getakteten Längen zwischen 4 und 6 Sekunden, um so möglicherweise vorhersehbare Rhythmen auszuschließen. Bei den Stimuli handelte es sich um mittels LEDs erzeugte Lichtsignale, die von sinusförmigen 500 Hz Audiosignalen von gleicher Länge begleitet wurden.

Der „Empfänger“ wurde ebenfalls gebeten, sich zu entspannen und sich darauf vorzubereiten, Stimuli durch seinen Partner zu empfangen: „Ihre Aufgabe ist es, sich mental mit ihren Partner/Partnerin so zu verbinden, dass sie die Stimuli, die dieser empfängt ebenfalls wahrnehmen.“

Insgesamt erhielten die Wissenschaftler auf diese Weise Daten von 25 Paaren.
Das Ergebnis, so berichten die Forscher, war „eine schwache aber stabile Reaktion bzw. ein statistisch signifikantes Signal im EEG der ‚Empfänger‘, besonders im Alphawellenbereich von 9-10 Hz.“

Während die Autoren der Studie allerdings einschränkend erklären, dass ihre Versuche eindeutig noch explorativer Natur seien, stimme das Ergebnis jedoch mit dem von drei früheren Experimenten überein (Hinterberger 2008), in denen eine erhöhte Hirnaktivität ebenfalls im Alphawellenbereich von 8-12 Hz jeweils nur bei befreundeten oder miteinander verwandten Partner dokumentiert werden könnte.

Die Wissenschaftler folgern abschließend aus ihrer Beobachtung: „Sollten zukünftige Untersuchungen diese Ergebnisse bestätigen, so könnten diese von großer wissenschaftlicher Bedeutung sein, da sie auf neurophysiologischer Grundlage Beweise für eine Verbindung – oder einer sozialen Interaktion – auf Distanz darstellen.“

© grenzwissenschaft-aktuell.de


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#18

RE: Das Gehirn:

in Biomagie - Die Vereinigung von Kraft & Form: 25.12.2016 02:00
von Adamon • Nexar | 13.807 Beiträge

http://www.grenzwissenschaft-aktuell.de/...ligion20161130/


Symbolbild: Religiöse Erfahrung (Illu.).
Copyright: grewi.de
Salt Lake City (USA) – Religiöse und spirituelle Erfahrungen aktivieren in unserem Gehirn das Belohnungszentrum auf ähnliche Weise wie Liebe, Sex, Spiel, Drogen oder Musik. Zu diesem Ergebnis kommen US-Forscher anhand von Hirnscans praktizierender gläubiger Mormonen.

Wie das Team um Michael Ferguson und Professor Jeffrey Anderson von der School of Medicine an der University of Utah aktuell im Fachjournal „Social Neuroscience“ (DOI: 10.1080/17470919.2016.1257437) berichtet, stehe man erst am Anfang eines Verständnisses darüber, wie unser Gehirn an Erfahrungen teilnimmt, die Gläubige als spirituell, göttlich oder transzendent bezeichnen: „In den vergangenen Jahren haben sich die technischen Möglichkeiten der Bildgebungsverfahren derart entwickelt, dass wir uns endlich Fragen widmen können, die wir uns vielleicht schon seit Jahrtausenden stellen“, so Anderson.

Von besonderem Interesse war für die Neurowissenschaftler die Frage, welche Netzwerke an der Erzeugung spiritueller Gefühle innerhalb religiöser Gruppen beteiligt sind und beispielsweise tiefgläubige Mormonen etwa dazu führen, „den (heiligen) Geist zu verspüren“ („feel the Spirit“). „Dieses Erlebnis von Frieden und der wirklichen Nähe und Einheit gemeinsam mit anderen und Gott, gehört zu den wichtigsten Elementen den mormonischen Lebens“, erläutert der Forscher weiter. „Mormonen treffen Entscheidungen auf der Grundlage dieser Empfindungen, betrachten diese als Bestätigung der Prinzipien ihrer Glaubenslehre und als wichtigstes Mittel zur Kommunikation mit dem Göttlichen.“

In ihrer Studie untersuchten die Forscher insgesamt 19 junge Erwachsene Kirchenmitglieder (7 Frauen und 12 Männer) mit Hilfe funktioneller Magnetresonanztomographie (fMRT), während diese darum bemüht waren, durch gemeinsames Gebet, Lesungen im „Buch Mormon“ und in der Bibel, und das Betrachten religiöser Filme, spirituelle Empfindungen zu erzeugen.


fMRT-Scan der Aktivitäten in einem Mormonenhirn während einer spirituellen Erfahrung.
Copyright: Jeffrey Anderson

Während der teilweise stark emotionalen entsprechenden Empfindungen zeigten die Hirnscans Aktivitäten unter anderem im „Nucleus accumbens“, dem sogenannten Belohnungszentrum des Gehirns. Zu vergleichen sind diese Aktivitäten mit der Hirnreaktion auf Liebe, Sex, Spiel, Drogen und Musik.

Interessanterweise stellte sich die gemessene – und in allen Versuchen reproduzierbare – Hauptaktivität in dieser Region bereits 1-3 Sekunden vor der mittels eines Schalters von den Probanden angezeigten Empfindungen ein. Damit einhergehend stellte sich auch ein schneller Herzschlag und tiefere Atmung bei den untersuchten Gläubigen ein.

Neben dem Belohnungszentrum zeigten sich auch im präfrontalen Cortex eine erhöhte Aktivität, der u.a. mit der Integration von Gedächtnisinhalten, emotionalen und moralischen Bewertungen im Zusammenhang steht. Zudem aktivierte das spirituelle Erlebnis Regionen, die mit konzentrierter Aufmerksamkeit assoziiert werden.

„Religiöse Erfahrungen stellen vielleicht den einflussreichsten Teil jener Hirnvorgänge dar, die uns Menschen Entscheidungen treffen lassen – sowohl im Guten als auch im Schlechten“, erläutert Anderson und führt abschließend weiter aus: „Bislang ist erst wenig über den neurowissenschaftlichen Aspekt westlicher spiritueller Praktiken bekannt. Zu wissen, was während dieser Empfindungen in unserem Gehirn geschieht, ist von großer Bedeutung. Bislang wissen wir allerdings noch nicht, ob Gläubige anderer Religionen auf die gleiche oder ähnliche Weise reagieren. Allerdings haben frühere Untersuchungen bereits gezeigt, dass etwa die Gehirne von Anhängern östlicher Religionen während ihrer meditativen Rituale auf diese anders reagieren.

GreWi-Kurzgefaßt
– US-Neurowissenschaftler haben Mormonen während spiritueller Erfahrungen mit Hilfe funktioneller Magnetresonanztomographie beobachtet.
– Die Scans der Hirnaktivität zeigen, dass dieser Erfahrungen das Belohnungszentrum im Hirn in ähnlicher Weise aktivieren wie Liebe, Sex, Spiel, Drogen oder Musik.

© grenzwissenschaft-aktuell.de


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RE: Das Gehirn:

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http://www.grenzwissenschaft-aktuell.de/...gehirn20170228/

Ursprung des Bewusstseins entdeckt?
Riesige Nervenzelle umgibt das gesamte Gehirn:


Digitale Rekonstruktion der neuentdeckten Hirn-Nervenzelle, die das gesamte Mäusehirn umschließt und verbindet.
Copyright: Allen Institute for Brain Science
Washington (USA) – Neurologen des Allen Institute for Brain Science haben erstmals eine riesige Nervenzelle entdeckt, die das gesamte Hirn von Mäusen umgibt und derart dicht über beide Hirnhälften vernetzt ist, dass sie den Ursprung des Bewusstsein erklären könnte.

Wie das Team um Christof Koch aktuell auf dem Jahrskongress der „Brain Research through Advancing Innovative Neurotechnologies“ berichtete, nutzten sie ein neues bildgebendes Verfahren und entdeckten dabei, dass die einer „Dornenkrone“ gleichende, ungewöhnlich große Nervenzelle einer der am meist verknüpften Hirnregionen entspringt. Die Forscher vermuten, dass die Nervenzelle Signalen aus jenen Hirnarealen koordiniert, um bewusste Gedanken zu erzeugen.

Die entdeckte Nervenzelle gehört zu insgesamt drei mit der neuen Methode erstmals entdeckten Neuronen, von der sich die Neurowissenschaftler auch zukünftig weitere Entdeckungen bislang unbekannter Hirnstrukturen erhoffen.

Wie Koch gegenüber „Nature.com“ berichtet, habe man noch nie zuvor Nervenzellen entdeckt, die sich derart vernetzt über beide Hirnhälften hinwegziehen.

Zugleich entsprängen die drei neuentdeckten Nervenzellen dem sogenannten Claustrum und damit der am intensivsten verknüpften Schicht grauer Gehirnzellen im Hirn, die im menschlichen Gehirn bislang mit der Entstehung unseres Bewusstseins assoziiert wurde.

Diese vergleichsweise kleine Hirnregion liegt unter dem Neokortex im Mittelpunkt des Gehirns verborgen und kommuniziert mit fast allen Regionen der Hirnrinde, um so zahlreiche hohe kognitive Funktionen wie Sprache, Vorausplanung und komplexe sensorische Aufgaben wie das Sehen und Hören zu koordinieren.

Schon 2005 bezeichnete der Mitentdecker der DNA, Sir Francis Crick, derart dicht verknüpfte Hirnregionen in einem gemeinsam mit Koch verfassten Fachartikel als „Dirigent des Bewusstseins“ und führte darin weiter aus, dass derartige Strukturen wahrscheinlich alle unsere äußeren und inneren Wahrnehmungen zu einer gemeinsamen Erfahrung zusammenführen – ähnlich dem besagten Dirigenten eines Orchesters.

Wie „ScienceAlert.com“ berichtet, wird diese Schlussfolgerung durch zahlreiche ungewöhnliche medizinische Fälle der vergangenen Jahre und sich daraus ergebender Beobachtungen gestützt:

So wurde 2014 eine Frau an der George Washington University wegen Epilepsie behandelt und dabei auch zahlreiche Hirnregionen mittels Elektroden untersucht. Als die Forscher dabei das beschriebene Claustrum stimulierten, stellten sie fest, dass sie das Bewusstsein der Patientin regelrecht ein- und ausschalten konnten.

– 2015 untersuchten Mediziner unabhängig davon die Auswirkungen von Schäden an besagtem Claustrum bei 171 Kriegsverletzten mit traumatischen Hirnverletzungen. Dabei zeigt sich, dass Schäden an dieser Hirnstruktur zu Bewusstseinseinschränkungen und -verlusten führten.

Während einige Forscher in den nun neu beschriebenen Hirnstrukturen Belege für die Vorstellung sehen, dass das Claustrum und die mit ihm in Verbindung stehenden Neuronen die Quelle, der Ursprung unseres Bewusstseins darstellen, zeigen sich andere noch vorsichtig und verweisen darauf, dass man von einem Beweis für diese Theorie noch weit entfernt sein.

Zudem wurde die große, das Hirn umgebende Nervenzelle, bislang erst am Mäusehirn – und noch nicht am Menschen nachgewiesen und die für April vorgesehene Fachpublikation der Entdeckung im „Journal of Comparative Neurology“ (DOI: 10.1002/cne.24047) steht bislang noch aus.

© grenzwissenschaft-aktuell.de


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