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#1

Das Gehirn:

in Biomagie - Die Vereinigung von Kraft & Form: 01.09.2010 12:57
von Adamon • Nexar | 13.761 Beiträge

http://grenzwissenschaft-aktuell.blogspo...ektrischer.html

New Haven/ USA - Die meisten Wissenschaftler hielten bislang elektrische Felder im Innern des Gehirns für ein reines Nebenprodukt der Hirnaktivität. Eine neue Studie an der "Yale University" belegt nun, dass elektrische Felder selbst auch die Aktivität von Hirnzellen beeinflussen können.

Die Entdeckung hilft den Wissenschaftler zu erklären, warum Techniken, wie sie die elektrischen Felder im Hirn beeinflussen, wie beispielsweise die "Transkranielle Magnetstimulation" (TMS) oder "Tiefe Hirnstimulation" (DBS), die zur Behandlung unterschiedlicher neurologischer Krankheiten, wie Depressionen eingesetzt werden, wirken.

"Zugleich erweckt die Studie aber auch zahlreiche Fragen etwa darüber, wie stark sich elektrische Felder die uns tagtäglich umgeben, etwa jene von Stromleitungen und Mobiltelefonen, auf unser Hirn auswirken", erläutert Professor David MrCormick von der "Yale School of Medicine".

Angeregt wird die geringe elektrische Aktivität in den Membranen der Hirnzellen (Neuronen) durch chemische Prozesse und kann so durch "Elektroenzephalografie" (EEG) gemessen werden, wenn gemeinsame Schwankungen vieler dieser Neuronen stattfinden. Diese inneren elektrischen Signale beinhalten Informationen über bestimmte kognitive und Verhaltenszustände. Bislang konnte jedoch noch nicht aufgezeigt werden, ob sie tatsächlich auch die Hirnaktivität selbst verändern.

Gemeinsam mit Flavio Frohlich hat McCormick langsam oszillierende Signale in das Hirngewebe übertragen und entdeckten dabei, dass das Signal eine Art von Rückkopplungsschlaufe erzeugte, anhand derer sich Veränderungen der neurologischen elektrischen Felder nachweisen ließen, wie sie dann wiederum das elektrische Feld selbst verstärken.

"Das ist so, als würde man ergründen wollen, ob das Gebrüll der Masse in einem Fußballstadion auch den einzelnen Besucher dazu bringt, selbst zu mit einzustimmen", erläutert McCormick.

Die Fähigkeit der vom Hirn erzeugten elektrischen Felder ihre eigene Aktivität zu beeinflussen erscheint während epileptischer Anfälle besonders ausgeprägt. Zugleich belegt die Studie aber auch, dass die elektrischen Felder auch während normaler Aktivitäten, wie beispielsweise Schlafen, die Hirnfunktion beeinflussen.

"Die Ergebnisse verändern die Art und Weise, wie wir die Hirnfunktion betrachten und könnten von großem klinischem Wert für zukünftige Therapien zur Kontrolle von Epilepsie, Depressionen und anderer neurologischer Krankheiten sein", so McCormick.


. - Was Du aufdeckst, - offenbart sich . -

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"Es ist alles Illusion, - was nicht aus mir selber spricht,
- denn es ist ein Zusatz, - dieses Eine nicht". -

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#2

RE: Das Gehirn:

in Biomagie - Die Vereinigung von Kraft & Form: 01.09.2010 13:38
von Adamon • Nexar | 13.761 Beiträge

http://grenzwissenschaft-aktuell.blogspo...-gesprache.html

Princeton/ USA - Verstehen sich zwei Gesprächspartner und stimmen miteinander überein, so sind sie umgangssprachlich auf gleicher Wellenlänge. Eine neurologische Studie belegt nun, dass dies sogar bildlich zu verstehen ist, wenn sich die Hirnaktivitätsmuster der beiden Partner einander synchronisieren.

Mittels fMRT-Hirnscans (funktionelle Magnetresonanztomographie) ist es den Neurowissenschaftlern Greg Stephens und Uri Hasson von der "Princeton University" gelungen, eindrucksvoll zu zeigen, wie sich die neurale Aktivität der beiden Gesprächspartner während eines Gesprächs synchronisiert. Je besser Zuhörer und Redner einander verstanden, desto stärker war auch die Kopplung der Hirnwellen.

"Es ist bereits bekannt, welche Hirnregionen für Sprechen und Zuhören verantwortlich sind. Doch die auftretende Interaktionen zwischen den zwei Systemen während alltäglicher Gespräche ist weiterhin größtenteils unbekannt", so die Forscher, die ihre Ergebnisse aktuell im Fachjournal "Proceedings of the National Academy of Sciences" veröffentlicht haben.

Die Scans haben nun gezeigt, dass sowohl während des Sprechens als auch während des Zuhörens gemeinsame und nicht unterschiedliche Systeme im Innern eines jeden Gehirns genutzt werden.

Noch erstaunlicher war die Beobachtung, dass die Hirnaktivität von Redner und Zuhörer ab einem bestimmten Moment begannen, sich einander anzugleichen und zu synchronisieren. Interviews nach den Scans zeigten dann, dass dieser Vorgang dann besonders stark war, wenn der Zuhörer verstanden hatte, was ihm der Redner vermitteln wollte. "Die Scans zeigten ein komplexes neurologisches Zwischenspiel - gerade so, als wäre die Sprache ein Kabel zwischen den Hirnen der beiden jeweiligen Testpersonen."



"In einem guten Gespräch, teilen die Partner in der Regel einen gemeinsamen Wortschatz, Sprache, Grammatik und Hintergrund - und dies geschieht nicht nur auf abstrakte Weise, sondern buchstäblich im Hirn", so dir Forscher.

Unter den sich koppelnden aktiven Hirnarealen fanden die Forscher auch jene Regionen, wie sie für soziale Aspekte von Kommunikation verantwortlich sind, wenn es beispielsweise darum geht, den emotionalen Zustand des gegenüber einzuschätzen. Auch scheint sich das Spiegelneuronen-System zu synchronisieren. Diese Nervenzellen sind dafür verantwortlich, dass man selbst eine Tätigkeit ausführt, die man bei jemand anderem beobachtet (Bsp. Kleinkind und Eltern).


Zwar haben die Forscher bislang nur direkte Gespräche und keine Telefonate oder Videokonferenzen untersucht. Dennoch vermuten sie, dass die Abstimmung der Hirnaktivitäten stärker ist, wenn sich beide Gesprächspartner von Angesicht zu Angesicht gegenüber stehen. Auch verstärke sich die Verbindung während wirklicher Dialoge und schwäche sich während längerer Monologe wieder ab. Als nächsten Schritt wollen die Forscher nun die Hirnaktivitäten während fehlschlagender Kommunikation untersuchen.


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#3

RE: Das Gehirn:

in Biomagie - Die Vereinigung von Kraft & Form: 06.09.2010 16:57
von Adamon • Nexar | 13.761 Beiträge

Aus: http://grenzwissenschaft-aktuell.blogspo...m-schreibt.html


Heidelberg/ Deutschland - Das Großhirn ist es, was uns Menschen ausmacht:
Kunst, Literatur und Wissenschaft existierten ohne diesen am höchsten entwickelten Teil unseres
Gehirns nicht. Heidelberger Wissenschaftler haben jetzt eine unerwartete Entdeckung gemacht:
Ein echtes Gegenstück zu unserem Großhirn findet sich bereits in einem Wirbellosen,
dem Meeresringelwurm (Platynereis dumerilii), einem entfernten Verwandten des Regenwurms.
Die Entdeckung wirft ein gänzlich neues Licht auf die Entwicklungsgeschichte des Großhirns.

Aus den Ergebnisse der Wissenschaftler um Raju Tomer und Detlev Arendt am
"Europäischen Laboratorium für Molekularbiologie" (EMBL) lassen sich Hinweise darauf ableiten,
wie die ältesten hochentwickelten Gehirnregionen ausgesehen haben könnten,
wann sie entstanden sind und welche Aufgaben sie hatten.

"Nicht neu ist, dass wir - evolutionsbiologisch betrachtet
- das Großhirn mit anderen Wirbeltieren teilen, unklar war bisher jedoch die frühe Evolution
in wirbellosen Vorfahren. Selbst bei unseren nächsten wirbellosen Verwandten,
dem Lanzettfischchen, konnte bislang keine dem Großhirn ähnliche Gehirnstruktur
nachgewiesen werden", erläutert die Pressemitteilung des EMBL.

*

Mit dem Nachweis der hirnartigen Struktur im Meeresringelwurm,
einem im Stammbaum der Tiere sehr viel weiter entfernt stehenden Lebewesen,
Gehirnstrukturen entdeckt, die dem Großhirn von Wirbeltieren ähneln und auf einen gemeinsamen
Ursprung hinweisen. Dies sei, so die Forscher, umso erstaunlicher, da sich die Entwicklungspfade
von Mensch und Wurm bereits vor etwa 600 Millionen Jahren trennten.

"Diese Ergebnisse sind in zweierlei Hinsicht verblüffend", sagt EML-Forscher Detlev Arendt in der
Fachzeitschrift "Cell": "Erstens, das Großhirn ist wesentlich älter als man sich bisher
vorstellen konnte, wahrscheinlich genauso alt wie die höheren Tiere selbst.
Und zweitens wissen wir nun, dass sich diese besondere Struktur in Anpassung an das Leben
in den Meeren des Präkambriums entwickelt hat."


Zur Klärung der evolutionären Herkunft unseres Großhirns hat Tomer eine bestimmte Gehirnregion,
die für die Verarbeitung von Geruchs- und anderen Sinnenreizen zuständigen so genannten Pilzkörper
des Meeresringelwurms genauer untersucht.

Dazu entwickelte er eine neue Technik, das "Cellular profiling by image registration (PrImR)",
die es den Wissenschaftlern erstmalig ermöglicht, eine große Anzahl an Genen in einem kompakten
Gewebe zu untersuchen und somit herauszufinden, welche Gene gleichzeitig in den selben Zelltypen
aktiviert sind. Mit Hilfe dieser Technik gelang es Tomer, den molekularen Fingerabdruck jeder einzelnen Zelle
zu bestimmen und anhand der jeweils exprimierten Gene auf den Zelltypus zu schließen
- eine wesentliche Verbesserung zu der gängigen Bestimmung von Zellarten anhand ihrer Lage
und spezifischen Form.

"Der Vergleich der molekularen Fingerabdrücke der sich entwickelnden Pilzkörper im Wurm mit den
verfügbaren Daten von Wirbeltieren war eindeutig. Pilzkörper und Großhirn müssen einen
gemeinsamen Vorläufer in der Evolutionsgeschichte gehabt haben, da sie zu ähnlich sind,
als dass sie unabhängig voneinander entstanden sein könnten", erläutert Arendt.

Diese Urstruktur war nach Angaben der Wissenschaftler höchstwahrscheinlich eine Ansammlung
dichtgepackter Zellen, die Geruchsinformationen empfangen und weiterverarbeitet haben und zugleich
Bewegungen kontrollierten. Die Urahnen orteten Nahrung mit Hilfe des Geruchssinns,
verarbeiteten diese Information in ihrem Großhirnvorläufer und bewegten sich dann zielgerichet
auf dem Meeresboden auf die Nahrungsquelle zu. Möglicherweise nutzten sie diese Erfahrungen
in einer frühen Form des Lernens.

"Bisher hat man angenommen, dass sich die Pilzkörper der Wirbellosen und das Großhirn
der Wirbeltiere voneinander unabhängig entwickelt haben, wir konnten jedoch zeigen,
dass dies wohl nicht der Fall war", so Tomer. Und Arendt fasst zusammen:
"Die Evolutionsgeschichte unseres Großhirns muss neu geschrieben werden."

Quellen: embl.de / grenzwissenschaft-aktuell.de

*

Anm.: Es freut mich sehr, "dass die Welten endlich zueinanderrücken" ...

Das würde auch bedeuten, dass der Uns im Bisher so erdrückende Rationalismus mglw.

"WENIGER EINE FOLGEERSCHEINUNG DES ÜBERWACHSENDEN GROSSHIRNS (ARAM),
- siehe forum.php?forum=122
- als EINE FOLGEERSCHEINUNG DER ANWENDUNG DESSELBEN DARSTELLT",
- was Uns wiederum auf DIE PRIMÄRVERANTWORTUNG UNSERER SCHÖPFUNGMACHT hinweist. -

- meint Adamon. -

Verwebe zu: Nach Kurt Aram:



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#4

RE: Das Gehirn:

in Biomagie - Die Vereinigung von Kraft & Form: 01.03.2012 20:20
von Adamon • Nexar | 13.761 Beiträge

http://grenzwissenschaft-aktuell.blogspo...irnhalften.html

Berlin/ Deutschland - Berliner und Berner Forscher haben einen wichtigen Mechanismus entdeckt, durch den die menschlichen Gehirnhälften miteinander kommunizieren. Die Ergebnisse führen zu neuen Einblicken in die Nervenzellkommunikation des Gehirns, die auch bei Schlaganfall eine Rolle spielen könnten.

- Bei der folgenden Meldung handelt es sich umeine Pressemitteilung der Humboldt-Universität zu Berlin, hu-berlin.de

Auf dem Weg zum Gehirn kreuzen sich die Nervenbahnen im menschlichen Körper. Dies hat zur Folge, dass die Reize in der gegenüberliegenden Hirnhälfte verarbeitet werden. Also berührt uns zum Beispiel jemand an der rechten Hand, kommt diese Berührung in unserer linken Hirnhälfte an. Trotzdem müssen beide Hirnhälften ihre Aktivitäten abstimmen. Da einige Funktionen, wie zum Beispiel Sprache, dominant nur in einer Hemisphäre ausgeprägt sind, müssen deren Signale immer der anderen Hirnhälfte mitgeteilt werden. Noch offensichtlicher ist dies bei alltäglichen Aufgaben wie der Koordination der Hände oder der Füße, die eine sehr präzise Kommunikation der beiden Gehirnhälften nötig macht. Die Signale, die die Hirnhälften erreichen, werden dabei via einer massiven Nervenbahn, dem sogenannten Balken, von der einen Hemisphäre der Großhirnrinde zur anderen gesendet.

Die Forschergruppe um Matthew Larkum vom Exzellenzcluster NeuroCure an der Charité - Universitätsmedizin Berlin und der Humboldt-Universität zu Berlin erforscht Mechanismen im Gehirn, die die Aktivitäten von Neuronen in der Großhirnrinde kontrollieren. In ihrer aktuellen Studie in Zusammenarbeit mit der Universität Bern konzentrierten sich die Neurowissenschaftler dabei auf die Verarbeitung von Tastempfindungen. Hierzu benutzten Larkum und sein Team eine Reihe von Methoden wie beispielsweise intrazelluläre Messungen einzelner Nervenzellen im intakten Gehirn und verschiedene Bild-gebende Verfahren während der sensorischen Stimulation der Hinterpfote einer Ratte.

Dabei fanden die Forscher jetzt heraus, dass die Reizung der rechten und linken Pfote der Ratte eine relativ langsame, fast halbsekundenlange anhaltende hemmende Wirkung auf die Aktivität der Nervenzellen hat. "Das ist sehr langsam", stellt Larkum fest. "Normalerweise erfolgt die Signalübertragung um ein Vielfaches schneller. Daher wollten wir wissen, welche Nervenschaltung diesem Mechanismus zu Grunde liegt und die zellulären Kommunikationswege identifizieren", erklärt er weiter.

Dies gelang ihnen mit Hilfe einer neuen Technologie, der sogenannten Optogenetik, die es ermöglicht spezifische Nerven mit Licht zu stimulieren. So konnten die Forscher zeigen, dass Nervenfasern, die aus der gegenüberliegenden Hemisphäre kommen, eine spezielle Gruppe von lokalen hemmenden Nervenzellen aktivieren. Diese Nervenzellen wiederum aktivieren langsam wirkende Rezeptoren, die zu einer geringeren Aktivität in den anderen Nervenzellen derselben Hemisphäre führen.

Vor allem für die Schlaganfallforschung könnte dies ein weiterer kleiner Baustein bei der Entwicklung neuer Therapien sein, da dieser Mechanismus hier eine wichtig Rolle spielt. Doch nicht nur bei Schlaganfallschäden ist die Kommunikation der beiden Hemisphären in der Großhirnrinde entscheidend, sondern auch für eine Reihe kognitiver Fähigkeiten, weshalb die Ergebnisse der Studie noch weitreichende Auswirkungen haben könnten.

NeuroCure ist ein im Rahmen der Exzellenzinitiative des Bundes und der Länder gefördertes Exzellenzcluster an der Charité ‑ Universitätsmedizin Berlin. Im Fokus des interdisziplinären Forschungsverbundes steht die Übertragung (Translation) neurowissenschaftlicher Erkenntnisse der Grundlagenforschung in die klinische Anwendung. Ein besseres Verständnis von Krankheitsmechanismen trägt dazu bei, wirksame Therapien für neurologische Erkrankungen wie Schlaganfall, Multiple Sklerose oder Epilepsie zu entwickeln. Neben der Charité sind die Humboldt-Universität zu Berlin, die Freie Universität Berlin, das Max-Delbrück-Zentrum für Molekulare Medizin (MDC), das Leibniz-Institut für Molekulare Pharmakologie (FMP) und das Deutsches Rheumaforschungszentrum (DRFZ) Partner von NeuroCure.


Mysterium Hirn (Illu.). | Copyright: grenzwissenschaft-aktuell.de


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#5

RE: Das Gehirn:

in Biomagie - Die Vereinigung von Kraft & Form: 25.07.2012 09:12
von Adamon • Nexar | 13.761 Beiträge

http://www.grenzwissenschaft-aktuell.blo...z-des-meta.html

München (Deutschland) - Untersuchungen an "luziden Träumern", Personen also, die sich während sogenannter Klarträume darüber bewusst sind, dass und was sie träumen, machen erstmals sichtbar, welche Gehirnzentren beim Erlangen unseres Ich-Bewusstseins aktiv werden.

"Welche Gehirnareale dazu beitragen, unsere Welt in einer selbstreflektorischen Art und Weise wahrzunehmen, lässt sich schwer messen", erläutern Wissenschaftler um Dr. Michael Czisch und Dr. Barbara Meyer vom Max-Planck-Institut für Psychiatrie (MPIPSYKL). "Im Wachen ist unser Ich-Bewusstsein immer vorhanden, und im Schlaf erleben wir diesen Zustand nicht bewusst mit. Es gibt allerdings Personen, sogenannte luzide Träumer, die sich im Schlaf bewusst werden können, dass sie träumen.

Untersuchungen im Magnet-Resonanz-Tomografen (MRT) konnten nun zeigen, dass beim Erlangen dieses luziden Bewusstseins die Aktivierung eines spezifischen kortikalen Netzwerkes nachweisbar wird, bestehend aus dem rechten dorsolateralen präfrontalen Kortex, den frontopolaren Regionen und dem Precuneus. Alle diese Regionen werden mit selbstreflektorischen Funktionen in Zusammenhang gebracht.

Für die Wissenschaftler um Czisch und Meyer, die ihre Ergebnisse aktuell im Fachmagazin "Sleep" veröffentlicht haben, eröffnet das Studium des luziden Traumzustandes nun Einblicke in die neuronalen Grundlagen des menschlichen Bewusstseins.

Die menschliche Fähigkeit zur Ich-Wahrnehmung, Selbstreflektion und die Entwicklung eines Bewusstseins gehört zu den noch unentschlüsselten Geheimnissen der Neurowissenschaften. Trotz moderner Bildgebungsverfahren können diese Prozesse im Gehirn nur unzureichend aufgeklärt und sichtbar gemacht werden. "Ursächlich liegt das Problem in der Schwierigkeit, unserem Gehirn zuzusehen, wenn es aus einem unbewussten Zustand in den einer bewussten Wahrnehmung übergeht", erläutert die Pressemitteilung des MPIPSYKL. "Dieser Vorgang läuft zwar jedes Mal ab, wenn eine Person aus dem Schlaf aufwacht. Im tiefen Schlaf ist die Grundaktivität unseres Gehirns jedoch generell stark reduziert. Somit ist beim Übergang zum Wachzustand die spezifische Hirnaktivität, die der wiedererlangten Selbst-Wahrnehmung und Bewusstheit zugrunde liegt, nicht genügend genau von globalen Aktivitätsänderungen des Gehirns abgrenzbar."

Gemeinsam mit Kollegen des Max-Planck-Instituts für Kognitions- und Neurowissenschaften in Leipzig sowie der Berliner Charité untersuchten die Münchner Psychologen und Neurologen nun Menschen, die sich während des Träumens bewusst werden, dass sie träumen, und die auch willentlich ihre Träume beeinflussen können. "Diese sogenannten Klarträumer haben während der luziden Schlafphase Zugriff auf ihre Erinnerungen, können Handlungen ausführen und sind sich ihrer Selbst bewusst - obwohl sie eindeutig im Traum-Schlaf bleiben und nicht etwa aufwachen."

Der Mitautor der Studie Martin Dresler erläutert hierzu: "In einem normalen Traum haben wir nur ein sehr basales Bewusstsein, wir erleben Wahrnehmungen und Emotionen, sind uns aber nicht bewusst, dass wir nur träumen. Erst in einem luziden Traum erlangt der Träumer eine Meta-Einsicht in seinen Zustand."

Aus dem Vergleich der Aktivität des Gehirns während solch einer luziden Periode mit der unmittelbar davor in einem normalen Traum gemessenen Aktivität konnten die Wissenschaftler nun die charakteristischen Gehirnaktivitäten der luziden Bewusstheit identifizieren. "Die generelle Grundaktivität des Gehirn ist in einem normalen Traum und in einem luziden Traum ähnlich", sagt Michael Czisch, Arbeitsgruppenleiter am Max-Planck-Institut für Psychiatrie.

"Im luziden Zustand steigt die Aktivität in einigen Bereichen der Hirnrinde jedoch innerhalb von Sekunden stark an. In der Hirnrinde ist der rechte dorsolaterale präfrontale Kortex beteiligt, dem gemeinhin die Funktion zur Selbsteinschätzung zugesprochen wird, sowie die frontopolaren Regionen, verantwortlich für eine Bewertung eigener Gedanken und Gefühle. Besonders aktiv ist auch der Precuneus, eine Gehirnregion, die seit längerem mit Selbst-Wahrnehmung im Zusammenhang gebracht wird." Damit bestätigen die Ergebnisse frühere Untersuchungen und machen erstmalig die neuronalen Netzwerke eines bewussten Geisteszustandes sichtbar.


Grafische Darstellung jener Hirnregionen, die während eines luziden Traumes stärker als in einem normalen Traum aktiviert sind. | Copyright: MPI für Psychiatrie


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#6

RE: Das Gehirn:

in Biomagie - Die Vereinigung von Kraft & Form: 10.12.2012 04:55
von Adamon • Nexar | 13.761 Beiträge

http://grenzwissenschaft-aktuell.blogspo...eiten-sind.html

Edinburgh (Schottland) - Britische Wissenschaftler haben erstmals jenen Moment beschreiben können als jene Gene, die uns Menschen und einige Säugetierarten dazu befähigen vernünftig zu denken. Zugleich entdeckte sie aber auch, dass der Preis für Intelligenz eine Zunahme an mentalen Krankheiten ist.

Besagter Geistesblitz, so beschreiben es die Forscher um Professor Seth Grant von der University of Edinburgh aktuell im Fachjournal "Nature Neuroscience" habe sich vor 500 Millionen Jahren ereignet und uns mit der Fähigkeit ausgestattet, komplexe Fertigkeiten zu erlernen, Situationen zu analysieren und flexibel zu denken.

Zugleich zeigen die beiden publizierten Studien aber auch eine direkte Verbindung zwischen der Evolution des Verhaltens und den Ursprüngen von Hirn- und Geisteskrankheiten auf - können die Wissenschaftler doch belegen, dass die gleichen Gene, die unsere mentalen Fähigkeiten verbessert haben auch für eine Anzahl von Fehlfunktionen des Gehirns verantwortlich sind.

"Diese bahnbrechende Arbeit hat Auswirkungen auf unser Wissen über das Auftreten von psychiatrischen Krankheiten und die Entwicklungen neuer Wege ihrer Behandlung", erklärt John Williams vom Neuroscience and Mental Health des Wellcome Trust, der die Studie finanziert hat.

Die Ergebnisse der Forscher zeigen, dass sich die menschliche Intelligenz als Ergebnis einer Zunahme von Gehirn-Genen bei unseren evolutionären Vorfahren entwickelt hat. Sie gehen davon aus, dass ein einfacher wirbelloser Vorfahre, der vor 500 Millionen Jahren im Ozean lebte, einen "genetischen Unfall" erlitt, durch den zusätzliche Kopien dieser Gene entstanden. "Die Nachkommen dieses Tieres profitierten von diesen zusätzlichen Genen, was zur Entstehung von verhaltensmäßig weiter entwickelten Wirbeltieren und schlussendlich des Menschen geführt hat."

Zu dieser Schlussfolgerung kamen die Wissenschaftler um Grant, durch das vergleichende Studium der mentalen Fähigkeiten von Mäusen und Menschen durch miteinander vergleichbare Aufgabenstellungen etwa der Identifizierung von Objekten auf Touch-Screen-Computern. Danach kombinierten die Forscher die Ergebnisse dieser Verhaltenstests mit Informationen aus dem genetischen Code verschiedener Arten, um herauszufinden, wann diese sich unterschiedlich entwickelt hatten.

Hierbei entdeckten die Forscher, dass höhere Mentalfunktionen bei Menschen und Mäusen von den gleichen Genen kontrolliert werden und konnten zugleich zeigen, dass wenn diese Gene mutierten oder beschädigt wurden, dies höhere Mentalfunktionen beeinträchtigte.

"Unsere Arbeit zeigt, dass der Preis höherer Intelligenz und komplexeren Verhaltens die Zunahme geistiger Krankheiten ist", so Grant. Schon zuvor konnten die Wissenschaftler um Grant zeigen, dass mehr als 100 Hirnerkrankungen bei Kindern und Erwachsenen auf genetische Mutationen zurückgeführt werden können.

"Jetzt können wir genetische und Verhaltenstests anwenden, um Patienten mit diesen Erkrankungen noch besser zu helfen", zeigt sich auch Dr. Tim Bussey von der Cambridge University von den Forschungsergebnissen fasziniert.

grenzwissenschaft-aktuell.de
Quelle: ed.ac.uk


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#7

RE: Das Gehirn:

in Biomagie - Die Vereinigung von Kraft & Form: 21.09.2013 13:48
von Adamon • Nexar | 13.761 Beiträge

http://grenzwissenschaft-aktuell.blogspo...e-forscher.html

Montreal (Kanada) - Die sogenannte "Flatline", eine mittels Elektroenzephalografie (EEG) fortdauernd gemessene flache Kurve bzw. Nulllinie galt bislang eigentlich als Zeichen gänzlich fehlender Hirnfunktionen bei Komapatienten - den sogenannten Hirntod. Der nun von kanadischen Medizinern erbrachte Nachweis bislang unbekannter Hirnaktivität sozusagen jenseits dieser Flatline öffnet ein völlig neues Gebiet der Erforschung von tierischer und menschlicher Hirnfunktionen, zeigt neue Wege der Therapie auf.

Wie die Wissenschaftler um Daniel Kroeger und Dr. Florin Amzica von der University of Montreal's School of Dentistry aktuell im Fachjournal "PLoS ONE" (DOI: 10.1371/journal.pone.0075257) berichten, erfuhren sie durch den rumänischen Mediziner Dr. Bogdan Florea von einem Fall eines Patienten in einem extrem hypoxischen Koma der mit starken anti-epileptischen Medikamenten behalten wurde. "Dr. Florea kontaktierte uns, weil er bei diesem Patienten unerklärliche Phänomene mit dem EEG beobachtet hatte. Wir stellten fest, dass dieser Patient tatsächlich zerebrale Aktivität aufzeigte, wie sie bislang gänzlich unbekannt war."

In einem nächsten Schritt entschieden sich die kanadischen Mediziner zu einem Tier-Experiment, in dem sie Katzen (dem Standard-Tiermodell für neurologische Studien) künstlich in den Zustand des besagten rumänischen Patienten - also in ein extrem tiefes - aber für die Tiere reversibles - Koma versetzten.

Nachdem das EEG auch bei den Katzen die isoelektrische "Flatline" anzeigte, die mit "Stille" in der Großhirnrinde (Cortex) assoziiert wird, beobachteten die Mediziner bei allen ins Tiefstkoma versetzten Testkatzen zerebrale Aktivität in Form von Schwingungen im Hippocampus und damit jener Region, die im Hirn für Erinnerungen und Lernprozesse verantwortlich ist.


Die bislang unbekannte, jetzt jedoch im Hippocampus gemessene Hirnaktivität (u.) jenseits der EEG-Nullinine (oben). | Copyright: Daniel Kroeger, Bogdan Florea, Florin Amzica

Die Forscher schlussfolgern, dass die von ihnen als "Nu-Komplexe" bezeichneten und bei den Katzen beobachteten EEG-Wellen jenen des rumänischen Patienten entsprechen.

Dr. Amzica unterstreicht die Bedeutung und Konsequenzen der Entdeckung: "Trotz unserer Entdeckung müssen sich all jene, die sich entschieden haben, lebensverlängernde Maßnahmen an ihren hirntoten Verwandten einzustellen, sich keine Vorwürfe machen oder an ihren Ärzten zweifeln. Der Grund hierfür ist der, dass die bisherigen Kriterien zur Feststellung des Hirntodes auch weiterhin gelten und richtig sind. Erst auf längere Sicht könnte unsere Entdeckung zu einer Neudefinition dieser Kriterien führen. Aber davon sind wir derzeit noch weit entfernt."

Allerdings sei die Diskussion dieser Frage nicht das Hauptziel der aktuellen Untersuchungen. "Der wichtigste und nützlichste Aspekt bezieht sich auf das therapeutische Potential, die Neuroprotektion von Tiefstkomapatienten", so Amzica.

Nach schweren Verletzungen sind einige Patienten in einem derart schlechten Zustand, dass Ärzte sie absichtlich in ein künstliches Koma versetzen, um so Körper und Hirn während der Erholungsphase zu schützen. Dr. Amzica glaubt nun jedoch, dass das bei den Katzen herbeigeführte "extreme Koma" noch schützender wirke: "Da Organe und Muskeln, die lange Zeit inaktiv sind verkümmern, ist es auch vorstellbar, dass das gleiche auch für unser Gehirn gilt, wenn dieses über eine bestimmte Zeitdauer hinaus künstlich auf der EEG-Nullline gehalten wird. Ein eigentlich aktives Hirn, das aus einem ausgedehnten Koma erwacht, könnte also einen noch schlechteren Zustand aufweisen wie vor dem künstliche Koma. Zumindest die nun nachgewiesene minimale Hirnaktivität im herbeigeführten Tiefstkoma könnte solche Auswirkungen vielleicht verhindern." Eine weitere Untersuchung der Nu-Komplexe sei vor diesem Hintergrund absolut notwendig.

"Darüber hinaus liefert das Studienergebnis den Beweis dafür, dass das Gehirn in der Lage ist, ein extrem tiefes Koma zu überstehen, wenn die Integrität der Nervenstrukturen erhalten bleibt", erläutert Kroeger abschließend. "Wir haben auch herausgefunden, dass der Hippocampus auch (jenseits der Nullinie) weiterhin Signale an den Cortex senden kann. Die Möglichkeit, Erinnerungs- und Lernvorgänge im Hippocampus während des Komazustandes zu erforschen wird zudem zu einem weiteren Verständnis (dieser Prozesse) beitragen. Kurz gesagt: Nun stehen und alle Wege der Grundlagenforschung offen."


Künstlerische Interpretation der EEG-Flatline (Illu.). | Quelle: grewi.de

- Verwebe zu: RE: Hirn-Aktiv:


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Meditierende (unten) weisen deutlich weniger von Alterungsprozessen beeinträchtige Hirnareale (rot) auf als Personen, die nicht meditieren (oben). | Copyright: Dr. Eileen Luders

Los Angeles (USA) - Obwohl sich die durchschnittliche menschliche Lebenserwartung seit den 1970er Jahren um fast 10 Jahre verlängert hat, geht diese deutlich erhöhte Lebensspanne aber auch mit einem biologischen Problem einher: Ab Mitte 20 beginnt unser Gehirn zusehends abzubauen und mit dem Rückgang von Volumen und Inhalt verliert es nach und nach funktionale Fähigkeiten. Das Risiko mentaler und neurodegenerativer Krankheiten steigt. In einer neuen Studie zeigen US-Forscher nun jedoch, dass Meditation dem Verlust der sogenannten grauen Hirnsubstanz entgegenwirken kann.

Wie das Team um Dr. Florian Kurth vom Brain Mapping Center der University of California in Los Angeles (UCLA) aktuell im Fachjournal "Frontiers in Psychology" (DOI: 10.3389/fpsyg.2014.01551) berichtet, gründet die aktuelle Studie auf früheren Untersuchungen, die nahelegen, dass Menschen, die regelmäßig meditieren, weniger altersbedingte Schwund der weißen Hirnsubstanz aufweisen.

In Ihrer neuen Studie zeigen die Forscher um Kurth nun, wie durch Meditation auch die graue Hirnsubstanz, also jenes Gewebe, in dem sich mit den sogenannten Neuronen die Hirn-Nervenzellen befinden, vor der Degeneration geschützt werden kann.

Hierzu untersuchten die Wissenschaftler die Verbindung zwischen Alter und der grauen Hirnsubstanz und verglichen hierzu 50 Menschen im Alter von 24 bis 72, die schon seit durchschnittlich 20 Jahren meditieren, mit einer Kontrollgruppe von 50 Nicht-Meditierenden (s. Abb.).

Obwohl die Mitglieder beider Gruppen Anzeichen von Verlust der grauen Hirnmasse aufzeigten, stellten die Forscher dennoch fest, dass dieser Volumenschwund bei der Gruppe der Meditierenden deutlich geringer war als bei der Kontrollgruppe. Der Unterschied war derart deutlich, dass selbst die Forscher von dem Ergebnis der Untersuchungen überrascht waren.

"Wir hatten erwartet, dass ein möglicher Unterschied zwischen den Gruppen vergleichsweise klein wäre und sich nur auf bestimmte Regionen beschränken würde, von denen schon zuvor beobachtet werden konnte, dass sie durch Meditation aktiviert werden", erläutert Kurth. "Was wir aber statt dessen gefunden haben, war ein weitgreifender Effekt der Meditation auf das ganze Gehirn."

Eine wichtige Erkenntnis der Untersuchungen ist demnach, dass eine längere Lebenserwartung nicht automatisch auf Kosten eines gesteigerten Risikos neurodegenerativer Erkrankungen und damit mit der Einschränkung von Lebensqualität einhergehen muss. "Während bislang die meisten Untersuchungen darauf konzentriert hatten, Faktoren zu identifizieren, die das Risiko mentaler Krankheiten und neurodegenerativer Einschränkungen vergrößern, wurde der Suche nach Möglichkeiten des Erhalts der Gesundheit unseres Gehirns vergleichsweise wenig Aufmerksamkeit geschenkt", stellt die Mitautorin der Studie Dr. Eileen Luders, ebenfalls UCLA, fest.

Trotz des erstaunliches Untersuchungsergebnisses geben die Autoren der Studie jedoch noch zu bedenken, dass auf der bisherigen Datengrundlage noch keine Schlussfolgerung über einen direkt kausalen Zusammenhang zwischen Meditation und dem Erhalt der grauen Hirnsubstanz gezogen werden könne. Über die Meditation hinaus, gäbe es noch viele weitere mögliche Faktoren - wie etwa der grundsätzliche Lebenswandel, Persönlichkeitseigenschaften und genetische Unterschiede - die zu den beobachteten Unterschieden der beiden Gruppen führen könnten.

"Dennoch sind unsere ersten Ergebnisse vielversprechend", so Luders abschließend. "Jetzt hoffen wir, dass unsere Ergebnisse weitere Studie zur Erforschung des Potentials der Meditation zum Erhalt des Gehirns und damit des Geisteszustand anregen werden. Je mehr Beweise wir dazu finden, dass sich Meditation günstig auf den Hirnalterungsprozess auswirkt, um so besser können auch wirksame Praktiken hierzu entwickelt werden."


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- denn es ist ein Zusatz, - dieses Eine nicht". -

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#10

RE: Das Gehirn:

in Biomagie - Die Vereinigung von Kraft & Form: 16.06.2015 22:45
von Adamon • Nexar | 13.761 Beiträge

http://www.grenzwissenschaft-aktuell.de/...ruiert20150616/


Mittels Elektrokortikographie wird Gehirnaktivität aufgezeichnet (blaue Kreise). Aus den Aktivitätsmustern (blau/gelb) lassen sich die gesprochenen Wörter erkennen.
Copyright: CSL/KIT
Karlsruhe (Deutschland) – Erstmals ist es einem interdisziplinärem Forscherteam gelungen, anhand von Aktivitätsmustern auf der Gehirnoberfläche gesprochene Sätze zu rekonstruieren. Diese neue Form des Gedankenlesens könnte sogenannten Locked-in-Patienten zukünftig eine sprachliche Kommunikation zu ermöglichen.

„Sprachprozesse drücken sich in Hirnströmen aus, die mittels Elektroden direkt am Kortex aufgezeichnet werden können“, erläutert die Pressemitteilung des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT). Anhand dieser Ströme ist es den Karlsruher Forschern um Christian Herff und Dominic Heger gemeinsam mit Kollegen des US-amerikanischen Wadsworth Centers nun gelungen, kontinuierlich gesprochene Laute, Wörter und ganze Sätze zu rekonstruieren und per Computer als Text wiederzugeben.

Wie die Wissenschaftler aktuell im Fachjournal „Frontiers in Neuroscience“ (DOI: 10.3389/fnins.2015.00217) berichten, wurden die Ergebnisse durch die interdisziplinäre Zusammenarbeit von Forscherinnen und Forschern aus Informatik, Neurowissenschaften und Medizin möglich. Methoden aus der Signalverarbeitung und der automatischen Spracherkennung erlaubten es den Forschern neben der Erkennung von Sprache aus Gehirnsignalen eine detaillierte Analyse der am Sprachprozess beteiligten Gehirnregionen und ihrer Interaktionen zu erstellen.

„Die aktuelle Arbeit ist weltweit die Erste, die kontinuierlich gesprochene Sprache erkennt und in Text transformier“, erläutern die Forscher. „Dazu werden Informationen aus dem Kortex mit linguistischem Wissen und Algorithmen des maschinellen Lernens kombiniert, um die wahrscheinlichste Wortsequenz zu extrahieren. Derzeit arbeitet Brain-to-Text auf hörbar gesprochener Sprache, die Ergebnisse sind allerdings ein sehr wichtiger erster Schritt hin zur Erkennung gedachter Sprache.“

Die Hirnströme wurden im Rahmen der Behandlung von sieben Epilepsie-Patienten, die freiwillig an den Experimenten teilnahmen, in den USA aufgezeichnet. Im Zuge ihrer neurologischen Behandlung wurde ihnen ein Elektrodennetz auf die Großhirnrinde gelegt (Elektrokortikographie, ECoG)). Während die Patienten Beispieltexte laut vorlasen, wurden die räumlich und zeitlich hoch aufgelösten ECoG-Signale aufgezeichnet. Diese wurden später in Karlsruhe analysiert und dienten als Basis für die Entwicklung von Brain-to-Text.

Zum Thema

Neben der reinen Grundlagenforschung und einem besseren Verständnis der hochkomplexen Sprachprozesse im Gehirn könnte Brain-to-Text ein Baustein sein, um sogenannten Locked-in-Patienten zukünftig eine sprachliche Kommunikation zu ermöglichen.


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#11

RE: Das Gehirn:

in Biomagie - Die Vereinigung von Kraft & Form: 19.06.2015 19:11
von Adamon • Nexar | 13.761 Beiträge

http://www.wissenschaft.de/archiv/-/jour...r-Wirklichkeit/

Das Gehirn weiß wenig von der Wirklichkeit
"Jeder irrt, der zu wissen glaubt, was ein anderer denkt. Wenn ein Mensch einen anderen fragt: ""In welcher Welt lebst du eigentlich?"", ist er den Einsichten der Wahrnehmungsforscher sehr nahe. Für die ist klar: Jeder irrt, der zu wissen glaubt, was ein anderer denkt und fühlt."

bild der wissenschaft: Ein bekanntes Nachschlagewerk definiert das Phänomen der Wahrnehmung sinngemäß so: "Das menschliche Gehirn erstellt aus den Signalen, die ihm über die Sinnesorgane zugehen, ein anschauliches Bild seiner Umwelt und seines Körpers." Wahrnehmung wäre also eine Spiegelung der Umwelt. Ist das so?

Roth: Nur zu einem ganz kleinen Teil. Die Hauptaufgabe des Gehirns ist, ein Verhalten zu erzeugen, mit dem ich als Mensch in meiner spezifischen Umwelt - der natürlichen und der sozialen - überleben kann. Wenn diese Umwelt sehr komplex ist - und das ist sie -, dann überfordert eine komplette Abbildung unser Aufnahmevermögen völlig. Unser Gehirn tastet vielmehr die Umwelt blitzschnell ab und prüft, was für uns in der jeweiligen Situation wichtig und was unwichtig ist. Es konzentriert sich dann auf die wichtigen Dinge und fragt in seinem Gedächtnis nach: Welche Erfahrung habe ich mit diesen Dingen, was bedeuten diese Signale für mich. Auf dieser Basis plant es ein Verhalten, das für mein Überleben hilfreich ist. Das bedeutet aber: Mein Gehirn bildet nicht die Umwelt detailgetreu ab, sondern nur das Allerwichtigste davon, und alles andere erinnert, interpretiert und plant es aus sich heraus, auf der Grundlage seiner individuellen Erfahrungen. Im Klartext: Wahrnehmung ist nicht Abbildung, sondern Interaktion. Die Welt, in der wir bewußt leben, ist nicht die Wiedergabe unserer realenUmwelt, sondern vor allem ein Produkt unseres Gedächtnisses und damit unserer Erfahrung. Die aktuellen Sinnesreize sind nur der Anlaß für unser Gehirn, bewährte Konstrukte aus dem Gedächtnis abzurufen.

bild der wissenschaft: Das, was wir wahrnehmen, ist also nicht nur eine Konstruktion unseres Gehirns, wie extreme Denker sagen? Es gibt also eine Umwelt?

Roth: Also, philosophisch gesprochen können wir natürlich überhaupt keine Gewißheit haben über die Existenz einer Welt außerhalb unseres Kopfes. Wir haben nur die Gewißheit über unsere eigenen Sinnesdaten. Ob diese Sinneseindrücke aus einer äußeren Welt stammen, kann ich nicht unmittelbar überprüfen. Ich kann sie ja nicht anfassen, sondern was mein Gehirn verarbeitet sind immer nur Sinneseindrücke, von druckempfindlichen Tastsensoren in meinen Fingerspitzen etwa. Die Frage kann also nicht sein, ob ich nachweisen kann, daß es eine unabhängige Welt gibt, sondern nur, ob es plausibel ist, von ihrer Existenz auszugehen. Meine Antwort: Es ist sehr wahrscheinlich, daß es eine äußere Welt gibt.

bild der wissenschaft: Und in welcher Beziehung steht diese reale Welt mit der in meinem Kopf?

Roth: Gibt es überhaupt eine Beziehung? Diese Frage beantworten drei Denkrichtungen ganz verschieden: der Solipsismus, der radikale und der gemäßigte Konstruktivismus. Der Solipsist sagt: Es gibt keine äußere Welt, alles, was ich wahrnehme, ist eine Konstruktion meines Gehirns. Den Solipsisten kann man streng logisch nicht widerlegen, da er alles - jeden Sinneseindruck und jede Erfahrung - zu einer Illusion erklärt. Man kann das vielleicht vergleichen mit hirngeschädigten Patienten, die keine Erinnerung speichern können, und die sich deshalb jeden Tag eine neue Vergangenheit ausdenken, von deren Realität sie jeweils vollkommen überzeugt sind. Solche Menschen gibt es, sie leben wirklich in einer - täglich neuen - Illusion. Im Gegensatz zum Solipsisten sagt der radikale Konstruktivist: Es mag eine bewußtseinsunabhängige Umwelt geben, wir können aber ihre Existenz nie beweisen, und wir können auch nichts über sie aussagen. Ich gehöre nicht zu dieser Fraktion, aber diese Überlegung muß man ernst nehmen. Ich will das an einem Beispiel erklären: In der Welt außerhalb unseres Kopfes gibt es keine Farben, das ist klar, aber es gibt Licht unterschiedlicher Wellenlängen. Stopp, sagt der radikale Konstruktivist: Der Begriff Wellenlänge ist eine Konstruktion der Physik, und kein Physiker würde sagen, daß Wellenlängen objektiv existieren. Es gibt vielmehr Phänomene, die Physiker auf der Grundlage einer bestimmten einheitlichen Sprache mit dem Begriff Wellenlänge bezeichnen. Wir nehmen also nur bestimmte Phänomene wahr, die wir mit Begriffen belegen, denen wir eine Farbe zuschreiben, oder die wir rund oder eckig nennen. Wieviel diese Begriffe taugen, um die reale Umwelt zu beschreiben, weiß kein Mensch.

bild der wissenschaft: Aber belegt nicht die Tatsache, daß wir uns als Menschen, egal welcher Herkunft, einigen können, teilweise ja sogar mit anderen Tierarten, wann etwas rund ist, daß es dieses Runde tatsächlich gibt?

Roth: Ja und nein. Auch der radikale Konstruktivist wird nicht bezweifeln, daß es Dinge gibt, die wir rund nennen, und über die wir uns auch mit Hunden und Papageien einigen können, sie für rund zu halten. Was diese verschiedenen Gehirne aber wirklich wahrnehmen, und was das mit der Umwelt außerhalb eines Bewußtseins zu tun hat, können wir grundsätzlich nicht sagen. Sobald ich Dinge beschreibe, sagt der radikale Konstruktivist, tue ich das in menschlichen Begriffen. Diese Form einer Beschreibung von Dingen muß ich strikt unterscheiden von der Art ihrer Existenz außerhalb des menschlichen Bewußtseins.

bild der wissenschaft: Sie persönlich sind da anderer Ansicht?

Roth: Im Unterschied zum radikalen Konstruktivisten sage ich: Man kann doch etwas über die bewußtseinsunabhängige Welt aussagen, man muß es sogar, wenn man zum Beispiel Neurobiologe ist. Ich muß mir aber klar darüber sein, daß ich mich immer nur in Umschreibungen, bildhaften Vergleichen, Metaphern ausdrücken kann. Eine solche Metapher ist etwa die Wellenlänge, die ich brauche, wenn ich den Sehvorgang untersuchen will. Dann sage ich: Licht von 400 Nanometer Wellenlänge trifft auf meine Netzhaut und erzeugt auf sehr komplizierte Weise in meiner Großhirnrinde schließlich den Eindruck blauviolett. Ich bin davon überzeugt, daß es dieses Licht wirklich gibt. Ich glaube nicht, daß es nur eine Erfindung meines Gehirns ist. Es gibt außerhalb meines Gehirns eine bewußtseinsunabhängige, objektive Welt, von der ich ein Teil bin, die aber auch ohne mich existiert. Ich muß mir aber klar sein, daß ich davon immer nur in Bildern reden kann. Darin unterscheide ich mich auch von dem radikalen Konstruktivisten, denn ich behaupte, wir können durchaus etwas über die Welt außerhalb unseres Gehirns sagen, auch wenn wir dazu Begriffe verwenden, die nur Metaphern für die Phänomene der objektiven Welt sind. Um das zusammenzufassen:

Ich bin überzeugt von der Existenz einer Welt außerhalb unseres Bewußtseins, einer Welt, in der Tiere und Menschen leben, die ein Gehirn haben. Die objektive Welt erregt die Sinnesorgane dieser Tiere und Menschen. Ihre Gehirne machen daraus etwas, und ich bin ein Konstrukt und lebe in einem Konstrukt dieser Gehirne, einschließlich meines eigenen.

bild der wissenschaft: Aber das, was mein Gehirn konstruiert, was ich sehe von mir und meiner Umwelt, ist nicht dasselbe, was Sie sehen.

Roth: Bestimmt nicht, und es hat auch sehr wenig zu tun mit der realen Welt außerhalb unseres Bewußtseins.

bild der wissenschaft: Dennoch können Sie mir den blauen Zukkertopf reichen, weil wir beide wissen, was wir meinen, und wir können uns verabreden, uns an einem bestimmten Tag unter der Eiche am linken Ufer eines Teiches zu treffen, obwohl wir in verschieden konstruierten Welten leben. Wie ist unter diesen Umständen überhaupt Verständigung möglich?

Roth: Das können wir uns vielleicht am besten durch ein System von aufeinanderstehenden Sockeln begreifbar machen. Der unterste gemeinsame Sockel ist die Tatsache, daß wir Menschen sind, daß wir ähnliche Sinnesorgane und ähnliche Gehirne haben. Die sorgen dafür, daß bestimmte Schalldruckwellen von uns automatisch als menschliche Sprache interpretiert werden. Gehen wir eine Stufe tiefer, ist das schon nicht mehr der Fall. Eine Ameise hat ein anderes Gehirn und dieses Gehirn konstruiert aus diesen Schalldruckwellen keine Sprache. Ein Hund kann das zwar lernen, der Mensch braucht das nicht. Wir wissen aus der Forschung, daß menschlichen Gehirnen die Fähigkeit angeboren ist, bestimmte Schalldruckwellen als Sprache zu erkennen. Dafür sind große Regionen unseres Gehirns reserviert.

Zu diesem angeborenen Sockel, auf dem alle Menschen stehen, gehört auch die Fähigkeit, Emotionen wahrzunehmen, Wut, Enttäuschung, Trauer und Freude als solche unmittelbar zu erkennen - jedenfalls, wenn der Mensch normal entwickelt ist. Auf diesem Sockel des Menschseins stehen weitere, die verschieden sind, zum Beispiel die der frühkindlichen Prägung. Bei Menschen, die unter ähnlichen Bedingungen aufgewachsen sind, in einer bestimmten Kultur, in einer Familie mit Mutter und Vater, wird das Gehirn ähnlich geprägt und demzufolge werden die Signale aus der Außenwelt ähnlich interpretiert. Und so stehen auf jedem Sockel immer weitere, immer schmalere, deren Grad von Verschiedenheit zunimmt - Sprachgemeinschaft, Jugend, Ausbildung, Erfahrung. Auf jeder höheren Stufe stehen weniger Menschen auf einem gemeinsamen Sockel. Je näher aber die Sockel zusammenstehen, von denen aus Menschen Schalldruckwellen austauschen, um so größer ist die Chance, daß sie sie ähnlich interpretieren.

bild der wissenschaft: Auf der obersten Stufe steht schließlich jeder Mensch allein auf seinem Sockel, in einer nur von ihm wahrgenommenen Welt, und muß versuchen zu deuten, was der andere ihm hat sagen wollen?

Roth: So ist es. Selbst bei Lebenspartnern, mit denen man 20, 30, 40 Jahre zusammen ist, ist die Wahrnehmung nie identisch. Manche Ehepartner entdecken erst nach 50 Jahren, daß sie viele Dinge in ihrem Umgang miteinander und in ihrem sozialen Umfeld ein Leben lang fundamental verschieden gesehen und interpretiert haben. Das muß man nicht werten, da ist nicht der eine dümmer oder klüger, das sind einfach zwei Menschen, deren Gehirne auf der Basis unterschiedlicher Voraussetzungen zwei verschiedene Welten konstruiert haben. Beide Gehirne haben ihrem jeweiligen Besitzer die Illusion vermittelt, die Dinge gleich zu sehen.

bild der wissenschaft: Die meisten Auseinandersetzungen und Enttäuschungen wären also unnötig, denn zwei Menschen müßten sich nur klarmachen: Dein Gehirn nimmt nie dasselbe wahr wie meines.

Roth: Das ist eine der tiefen Einsichten, die der Konstruktivismus vermittelt: Ich darf nie davon ausgehen, daß der andere so wahrnimmt wie ich, auch nicht, daß er so denkt oder fühlt, wie ich glaube, daß er denkt oder fühlt. Das wäre eine fatale Verkennung der biologischen Tatsache, daß jeder in seiner eigenen Welt lebt, daß Verstehen der Sonderfall ist und Nichtverstehen die Regel.

Prof. Gerhard Roth, Doktor der Philosophie und der Biologie, ist Direktor des Instituts für Hirnforschung in Bremen und Gründungsrektor des Hanse-Wissenschaftskollegs der Länder Bremen und Niedersachsen. In seiner jahrelangen Beschäftigung mit der Frage, wie das Gehirn die Welt wahrnimmt, ist er zu zwei wichtigen Schluß-folgerungen gekommen. Erstens macht sich jedes Gehirn seine eigene Welt. Die individuelle Wirklichkeit und die vom Bewußtsein unabhängige Realität sind zwei verschiedene Dinge. Daraus folgt zweitens: Naturwissenschaftliche Aussagen können nie den Anspruch erheben, objektiv wahr zu sein.

Jürgen Nakott / Gerhard Roth
01.11.1998


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#12

RE: Das Gehirn:

in Biomagie - Die Vereinigung von Kraft & Form: 20.06.2015 00:51
von Adamon • Nexar | 13.761 Beiträge

http://greenchakra.de/meditation-veraendert-dein-gehirn.html

Brauchst du auch immer erst Beweise das etwas funktioniert? Die Auswirkungen von Meditation auf das Gehirn sind endlich schwarz auf weiß. Hindert dich immer noch etwas am Meditieren oder kannst du jetzt ruhigen Gewissens loslegen?

Wer hat das bewiesen?

Am Massachusetts General Hospital haben Forscher von Harvard endlich wissenschaftlich belegt, dass Meditation eine Veränderung bewirkt. Wir reden hier nicht nur von Emotionen oder Gefühlen – Meditation baut tatsächlich die graue Gehirnmasse um!

Testpersonen hatten an einem achtwöchigen Programm teilgenommen. In dieser Zeit sollten die Probanden sich der Achtsamkeitsmeditation widmen. Die Ergebnisse waren für das Forschungsteam unfassbar. Es ereigneten sich massive Veränderungen in der Gehirnstruktur, welche man mittels MRT-Untersuchungen dokumentiert hatte.

„Obgleich die Meditationspraxis mit einem Gefühl der Ruhe und körperlichen Entspannung verbunden ist, haben Praktizierende lange behauptet, dass Meditation ebenfalls kognitive und psychische Vorteile bringt, die den ganzen Tag lang andauern.“, sagten die Studienleitende Sara Lazar des MGH Psychiatric Neuroimaging Research Program und ein Harvard Medical School Lehrer in Psychologie. „Diese Studie zeigt, dass Veränderungen in der Gehirnstruktur einigen dieser berichteten Verbesserungen zugrunde liegen können und dass die Menschen sich nicht nur besser fühlen, weil sie sich etwas Zeit zum Entspannen nehmen.“

Sue McGreevey des MGH schreibt: „Vorherige Studien von Lazar`s Gruppen und anderen, fanden strukturelle Gehirnunterschiede von erfahrenen Meditationsgeübten und Menschen mit keiner Erfahrung in Meditation. Es kam dabei zu einer Verdickung der Großhirnrinde in den Bereichen, die mit Liebe und emotionaler Integration verbunden sind. Dennoch konnte nicht belegt werden ob diese Unterschiede wirklich durch die Meditation entstanden sind.“ Bis jetzt war das so.

Durchschnittlich 27 Minuten pro Tag übten sich die Probanden in Achtsamkeitsmediation. Und das ist alles was es brauchte, um einen erheblich größeren Teil der grauen Substanzdichte im Hippocampus zu stimulieren, welcher mit dem Selbstbewusstsein, Mitgefühl und der Selbstbeobachtung verbunden ist.

McGreevey fügt hinzu: „Die von Teilnehmer berichteten Stressreduktionen korrelierten ebenfalls mit einer Verringerung der grauen Materiendichte in der Amygdala, die dafür bekannt ist, eine wichtige Rolle bei Angst und Stress zu spielen. Keine dieser Veränderungen wurde in der Kontrollgruppe gesehen, was darauf hinweist, dass sie nicht nur vom Zeitablauf resultieren.“

„Es ist faszinierend die Plastizität des Gehirns zu sehen und dass wir mit der Übung von Meditation eine aktive Rolle zur Veränderung des Gehirns spielen sowie unsere Wohlbefinden und unsere Lebensqualität steigern können“, so Britta Hölzel, die erste Autorin der Studie.

Du kannst auf verschiedene Arten meditieren.
#1 Loslassen

Hierbei versuchst du dich einfach zu entspannen und folgst keinem Gedanken. Es ist so als ob du auf der Wiese liegst und den Himmel mit den vorbeiziehenden Wolken betrachtest. Die Wolken sind deine Gedanken, welche du ohne zusätzliches Hinterfragen ziehen lässt. Du dringst nicht weiter in sie ein oder durchdenkst sie. Die Gedanken sind da, aber finden von dir keine Beachtung.
#2 Achtsamkeit

Ich empfehle diese Art der Meditation, weil sie einfacher ist. Das Grundziel der Meditation ist es den Verstand zum Schweigen zu bringen. Der ewige innere Dialog mit deinem Ego soll nicht mehr stattfinden. Dafür nutzen wir die Achtsamkeit um unser Ego auszutricksen.

Fokussiere deine Konzentration zum Beispiel auf deine Atmung. Immer wenn du irgendetwas denkst, lenkst du wieder deine Achtsamkeit auf sie zurück. Irgendwann liegt dein ganzer Fokus darauf und deine Gedanken beruhigen sich automatisch. Das Endergebnis ist wie bei #1, doch mit der Achtsamkeit ist es schneller zu erreichen.



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#13

RE: Das Gehirn:

in Biomagie - Die Vereinigung von Kraft & Form: 20.06.2015 02:21
von Adamon • Nexar | 13.761 Beiträge

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#14

RE: Das Gehirn:

in Biomagie - Die Vereinigung von Kraft & Form: 09.12.2015 23:15
von Adamon • Nexar | 13.761 Beiträge

"Gehirnhälften synchronisieren":

http://www.new-dimension-insider.de/club...ynchronisieren/

Die Gralstafeln von Chartres sind eine Meditationstechnik, die von französischen Zigeunern aus dem Mittelalter überliefert wurde. Durch Schielen mit den Augen kann in der Mitte eine virtuelle dritte Tafelreihe erzeugt werden, die aus der Bildebene herauszuspringen scheint und zunächst zwischen den Farben Blau und Rot hin- und herpendelt. Nach einiger Zeit bildet sich ein violetter Farbton heraus, und das Bild kommt zur Ruhe. Heute weiß man, daß die Tafeln ein einfaches Biofeedbackgerät darstellen, um den Aktivitätszustand der beiden Gehirnhälften zu überwachen. Ziel der Übung ist die Synchronisation der Gehirnhälften, was zunächst zu einem Entspannungseffekt, bei längerer Übung dann zum Eintritt in neue Erkenntnisräume führt. Quelle: Fosar-Bludorf.com



Sich in die Tafeln zu versenken und nebenbei Silent Subliminals anzuhören ist eine sehr gute Variante, Silent Subliminals in ein synchronisiertes Gehirn zu bauen.

2. Augenbewegungen

Es wird (wohl zu Recht) angenommen, dass durch die “bilaterale Stimulation” mittels bestimmter Augenbewegungen, eine Synchronisation der Hirnhälften ermöglicht wird. Nebenbei kann man freilich Silent Subliminals anhören.

Anwendungsbereiche für “Augenbewegungen als Teil der Heilung” sind übrigens:

Eye Movement Desensitization and Reprocessing (die Kernmethode)
Emotional Freedom Technique (EFT)

Bücher dazu:

Buch: Eine Brille für die Seele. Die neue Dual-Brain-Psychologie und ihre Anwendung bei Ängsten, Konflikten und Belastungen.
Buch: Erfolgsblockaden auflösen mit EFT. Ziele erreichen, Wünsche erfüllen, Stillstand überwinden



3. Binaurale Beats anhören

Die Zen-Session “DNA Talk” im Neurostreams-Wochenprogramm sind spezielle Sounds, welche Gehirnhälften-Synchronisation auslösen. Voraussetzung ist eine medidativer Rückzugsort, und Ruhe und Zeit.



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zuletzt bearbeitet 09.12.2015 23:17 | nach oben springen
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#15

RE: Das Gehirn:

in Biomagie - Die Vereinigung von Kraft & Form: 09.12.2015 23:27
von Adamon • Nexar | 13.761 Beiträge

https://denkeandersblog.wordpress.com/20...em-quantenfeld/

Jahrhundertelang haben religiöse Texte die Idee erkundet, dass unsere Realität zusammenbricht, sobald wir unsere oberflächliche Wahrnehmung verabschieden. Und doch, erst durch diese Unklarheiten können wir mehr über uns und unsere Welt verstehen.

Die Irrationalität “wie wir denken”, hat schon lange die Psychologie geplagt. Wenn uns jemand fragt, wie es uns geht, reagieren wir meist mit “fein” oder “gut”. Aber wenn uns jemand zu einem bestimmten Ereignis fragt — “Wie fühlten Sie sich bei dem großen Treffen mit Ihrem Chef heute?” — plötzlich verfeinern wir unsere “guten” oder “feinen” Antworten auf ein Spektrum von schrecklich bis ausgezeichnet.

In wenigen Sätzen können wir uns widersprechen: “Mir geht es “gut”, aber trotzdem bin ich erschüttert wie das Treffen verlaufen ist.”

Neigung, Erfahrung, Kenntnis, und Zusammenhang bilden alle bewusst und unbewusst einen Zusammenfluss, die jede Entscheidung antreibt die wir treffen, und Emotionen die wir zum Ausdruck bringen. Menschliches Benehmen ist nicht leicht vorauszusehen, und Wahrscheinlichkeitstheorie versagt häufig in seinen Vorhersagen.

Ein Team von Forschern hat festgestellt, dass, während unsere Entscheidungen und Überzeugungen oft nicht sinnvoll sind oder ein Muster ergeben, können sie jedoch auf der “Quantenebene” mit überraschender Genauigkeit vorausgesagt werden. In der Quantenphysik verändert die Untersuchung eines Teilchen-Zustandes diesen Zustand — der “Beobachtungs-Effekt” nimmt massiven Einfluss darauf, wie wir über unsere Ideen denken, die wir erwägen.

Zurück zum Beispiel der Sitzung: Sobald uns jemand fragt, ob es gut gelaufen ist?, denken wir sofort an Möglichkeiten die es taten. Wenn allerdings, er oder sie fragt: ‘Warst du nervös wegen des Treffens?, können wir nicht vergessen, dass es doch ziemlich beängstigend war, eine Präsentation vor einer großen Gruppe zu halten. Das andere Konzept der Quanten Kognition ist, dass wir unvereinbare Ideen nicht gleichzeitig in unseren Köpfen halten können. Mit anderen Worten, Entscheidungs- und Meinungsbildungs haben viel Ähnlichkeit mit Schrödingers Katze.

Die Quanten-Erkenntnis-Theorie führt in den Bereichen der Psychologie und Neurowissenschaften zum Verständnis des Geistes, nicht als einen linearen Computer, sondern vielmehr als ein elegantes Universum.

Aber die Vorstellung, dass das menschliche Denken und die Existenz , überhaupt, eine große Paradoxie ist, ist schon seit Jahrhunderten. bekannt. Darüber hinaus, je mehr Wissenschaftler und Gelehrte die “irrationale Rationalität” unseres Geistes untersuchten, je mehr erkannten Sie z.B. die verwirrende Logik im Herzstück jeder Religion.

Nach der Theorie der Quanten-Kognition, spielt der Verstand mit unseren “unsicheren” Stellungen, Gefühlen und Neigungen und produziert so konkurrierende Gedanken, Ideen und Meinungen. Wir synthetisieren dann diese konkurrierenden Optionen und beziehen sie auf unsere relativ “sicheren” Realitäten. Indem wir unsere Meinungen auf einem Quanten-Niveau untersuchen, ändern wir sie, und indem wir sie ändern, ändern wir die Wirklichkeit die sie gestalten.

Das Ändern der Metaphern, die wir verwenden um die Welt zu verstehen – vor allem die Quanten Metapher – kann erstaunliche Einblicke preisgeben.

http://bigthink.com/ideafeed/does-the-mi...ice-with-reason


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