RE: Die Rätsel des Mars V: - 2
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#16

RE: Die Rätsel des Mars V:

in Astromagie & Sternsehung: 28.06.2018 13:35
von Adamon • Nexar | 13.761 Beiträge

https://www.grenzwissenschaft-aktuell.de...m-mars20180516/

Biologen nutzen Dorset als Modell zur Suche nach Spuren einstigen Lebens auf dem Mars:


Ein säurehaltiges Rinnsal am Dungry Head in der Lulworth Cove in der St Oswald’s Bay in Dorset.
Copyright: Imperial College London
London (Großbritannien) – In säurehaltigen Rinnsalen in der britischen Grafschaft Dorset haben Biologen Spuren von Fettsäuren und damit der Schlüsselbausteine biologischer Zellen ausfindig gemacht. Da es ähnliche säurehaltige Ströme auch auf dem Mars gab, deuten die Forscher diese Entdeckung als Indiz dafür, dass einst auch auf dem Roten Planeten Leben existiert haben könnte. Die in Dorset ermittelten Daten auf den Mars übertragend, schätzen die Forscher nun, dass es dort noch heute organische Materie gibt, die es zu entdecken gilt.

In den säurehaltigen Schwefelbächen in Dorset gedeihen zahlreiche Bakterienarten unter extremen Bedingen: „Einer dieser Orte, die St. Oswald’s Bay, ähnelt den Bedingungen auf dem Mars vor mehreren Milliarden Jahren“, erläutert Professor Mark Sephton vom Londoner Imperial College.

Aus diesem Grund wollen die Forscher die fraglichen Landschaften in Dorset nun als Modell zur Untersuchung der Frage nutzen, ob sich im nahegelegenen Felsgestein – und somit auch möglicherweise auf dem Mars – Spuren dieser Bakterien erhalten haben könnten. Das eisenreiche Mineral Goethit wandelt sich zu Hämatit, kommt auch auf dem Mars häufig vor und verleiht dem Planeten seine charakteristische rote Färbung. „Sollten sich in diesen eisenreichen Mineralien in Dorset Spuren von irdischen Leben finden, so könnten diese auch auf dem Mars Spuren einstigen mikrobischen Lebens erhalten haben“, so die Hoffnung der Forscher, die ihre Ergebnisse aktuell im Nature-Fachjournal „Scientific Reports“ (DOI: 10.1038/s41598-018-25752-7) veröffentlicht haben.

Tatsächlich wurden die Wissenschaftler fündig und entdeckten im Goethit der St. Oswald’s Bay Mikroben wie auch Spuren fossilierter Hinterlassenschaften der Bakterien.

Übertragen auf den heutigen Mars und angenommen, dass in den Marssedimenten ähnlich viel Fettsäuren konzentriert sind, wie im untersuchten irdischen Gestein, könnten sich auf dem Mars heute noch 2.86×10hoch10 kg Fettsäuren im Marsgestein finden lassen. „Das entspricht in etwa dem Inhalt von 12.000 olympischen Schwimmbecken“, so Sephton.

Da frühere Missionen Hitze zur Suche nach Lebensspuren in Form von organischer Materie im Marsboden und Marsgestein nutzten, sei es nicht verwunderlich, warum hierbei gerade diese Spuren bislang nicht gefunden wurden: „Gerade diese Hitze könnte dazu geführt haben, dass die Mineralien mit jeglicher Form organischer Materie reagiert haben.“ Da jedoch die angewandte Hitze organische Stoffe gerade in den jetzt untersuchten Mineralien Goethit und Hämatit nicht zerstört, seien diese ideal für eine gezielte Suche nach Spuren einstigen Marslebens.

„Vor Jahrmillionen gab es auf dem Mars Wasser, weshalb es dort auch Leben gegeben haben könnte“, so Shepton. „Wenn es dort Leben gab, bevor das Wasser vertrocknete, so könnten sich seine Überreste vermutlich auch heute noch im Marsgestein erhalten haben. Bislang wurden diese aber noch nicht gefunden.“

„Die St. Oswald’s Bay ist ein heutiges Modell des Mikrokosmos des mittelalten Mars“, erläutert Mitautor Jonathan Tan. „Als die säurehaltigen Gewässer auf dem Mars austrockneten, hinterließen sie Goethitmineralien, die Fettsäuren bis heute als biologische Signaturen bewahrt haben könnten.“ Die Ergebnisse aus Dorset könnten zukünftigen Mars-Missionen nun den Weg bei der Suche nach Leben weisen, fügt Shepton hinzu und erläutert abschließend: „Wenn wir auf dem Mars Spuren des Lebens finden, so wird dies sicherlich in Form von Bakterien sein, die in extremen Umgebungen wie den Säurebächen auf der Erde gedeihen können.“

© grenzwissenschaft-aktuell.de


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#17

RE: Die Rätsel des Mars V:

in Astromagie & Sternsehung: 28.06.2018 14:16
von Adamon • Nexar | 13.761 Beiträge

https://www.grenzwissenschaft-aktuell.de...ekannt20180605/

Washington (USA) – Für den kommenden Donnerstag hat die US-Raumfahrtbehörde NASA die Bekanntgabe neuer Entdeckungen des Mars-Rovers“ Curiosity“ angekündigt. Während die genauen Inhalte noch unbekannt sind, erlaubt ein Blick auf die teilnehmenden Wissenschaftler und Forscher schon jetzt erste Vermutungen.

Angesetzte ist das Pressegespräch für den kommenden Donnerstag, den 7. Juni 2018 ab 19:00 Uhr mitteleuropäischer Zeit und wird live über die verschiedenen NASA-Kanäle übertragen. Zeitgleich sollen die Inhalte über das Fachjournal „Science“ veröffentlicht werden.

Bei den Teilnehmern handelt es sich um den Direktor der Solar System Exploration Division vom Goddard Space Flight Center der NASA Paul Mahaffy, Chris Webster und den Projektwissenschaftler der Curiosity-Mission „Mars Science Laboratory“ (MSL) Ashwin Vasavada vom Jet Propulsion Laboratory (JPL) der NASA.

Die Anwesenheit von Vasavada deutet daraufhin, dass die Entdeckung mit der Suche des Rovers nach Hinweisen auf die einstige Lebensfreundlichkeit des Mars aufgrund von Oberflächengewässern zu tun haben könnte.


ChemCam-Mikroskopaufnahmen der Strukturen vom 31. Dezember 2017.

https://mars.nasa.gov/msl/multimedia/raw...mera=CHEMCAM%5F

Zuletzt hatte der Wissenschaftler durch einen Kommentar zu Kleinststrukturen im Marsgestein für Aufsehen gesorgt, bei denen es sich laut dem Astrobiologen Barry DiGregorio vom Buckingham Centre for Astrobiology an der University of Buckingham sogar um Spurenfossilien einstigen höheren Marslebens handeln könnte. Zu der Deutung der Strukturen im Sinne von Spurenfossilien meinte Vasavada noch im Januar diesen Jahres: “Wir können nicht ausschließen, dass es sich tatsächlich um fossile Lebensspuren handelt, aber wir werden hier auch ganz sicher keine voreiligen Schlussfolgerungen ziehen“ (…GreWi berichtete).

Paul Mahaffy wiederum leitet die Arbeiten mit dem SAM-Instrument (Sample Analysis at Mars) an Bord des Marsrovers „Curiosity“. Die Hauptaufgabe der SAM-Experimente ist die Suche nach chemischen Verbindungen, die das Element Kohlenstoff enthalten und die als die “Grundbausteine des Lebens” bezeichnet werden. Die SAM-Systeme sollen untersuchen, unter welchen Bedingungen sich die erwarteten organischen Kohlenstoffverbindungen einst gebildet haben und wie und in welchem Umfang sie durch die Marsbedingungen zersetzt werden.

Entsprechende Ergebnisse könnten somit Hinweise darauf liefern, ob der Mars einst oder sogar heute noch einen potentiellen Lebensraum für mikrobiologische Lebensformen und darüber hinaus darstellen könnte. Auch dies könnte also ein Hinweis dafür sein, dass die neue Entdeckung in Richtung der Fragestellung nach der einstigen oder sogar noch aktuellen Lebensfreundlichkeit des Mars weist.

In gleiche Richtung deutet auch die Anwesenheit von Chris Webster, der die Arbeit des Methansensors an Bord des NASA-Mars-Rovers “Curiosity” leitet. Zuletzt berichtete dieser von den aktuellen Beobachtungen, dass die Anstiege des Methangehalts in der Marsatmosphäre einem jahreszeitlichen Muster folgen – worin einige Forscher die Vorstellung bestätigt sehen, dass das Marsmethan ein Zeichen einstigen oder sogar heute noch aktiven Lebens auf dem Roten Planeten sein könnte.


Die Orte der Methanausbrüche (Rot-Töne) 2009.
Copyright: T.Schindler/NASA

Dazu erklärten Webster und sein Kollege Mike Mumma vom Goddard Space Flight Center der NASA im vergangenen Januar: “Vielleicht wird das Methan – welchen Quellen es auch immer entstammt – von irgendetwas absorbiert? Vielleicht von Poren im Oberflächengestein. (…) Die andere Erklärung, über die kaum jemand spricht, an die aber fast jeder denkt, ist biologische Aktivität. (…) Auch von Leben erwarten wir schließlich eine gewisse jahreszeitliche Abhängigkeit“ (…GreWi berichtete).

…GreWi wird natürlich umgehend berichten

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