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Ahnen:

in Cumhachd - Damhain Alla: 01.02.2010 15:41
von Atlan • Nexar | 14.588 Beiträge

Die Samhain-Zeit ist angebrochen,
"der Schleier zwischen unserer Welt und der Anderswelt ist in diesem Zeitraum sehr dünn".

Es ist ein guter Zeitpunkt, um Kontakt mit unseren Vorfahren herzustellen.

Unsere Ahnen verkörpern Herkunft und Identität.
Ähnlich dem Umfeld, in welches man hinein geboren wurde,
beeinflussen auch jene die spätere geistige, spirituelle und körperliche Entwicklung.
Sie können, wenn sie von uns positiv angenommen werden,
Lehrer, Berater, Vertraute und Vorbilder sein, besitzen eine Vorbildfunktion.
Man kann ihnen an vielen Orten begegnen, denn Ahnensie können sich überall aufhalten,
sei es an einem besonders schönen Ort in der Natur, auf dem Friedhof oder in einem Wohnzimmer.

Doch zuerst sollten wir uns die Frage stellen, was eigentlich Ahnen sind.
Es gibt unterschiedliche Arten von Ahnen.
Das können die Geister der Region sein, in der wir geboren worden sind,
unsere verstorbenen Verwandten oder auch die Ahnen des Geistes.
Mit letzteren meine ich speziell auf uns Hexen bezogenee jene Vorfahren,
welche dieselben Ansichten besaßen und ähnliche Riten praktizierten,
wie wir es auch heute noch tun, meist in etwas abgeänderter Form.

Anm.: An dieser Stelle muss Ich etwas anführen, das sich im Begreifen der Webenden
noch immer nicht so richtig durchgesetzt hat: unsere "Multidimensionalität",
- der gemäss Wir auch "im gesamten Multiversum Ahnen haben", die naturgegeben
mit uns wechselwirken...

Insofern ist es auch von Bedeutung, sich zu vergegenwärtigen, dass die übliche Trennung
zwischen "diesseitigen und jenseitigen Wesen" sich mitnichten auf die Aspekte
"Leben oder Tod" reduziert, - dieses "Jenseits" bezeichnet immer "die Gänze des Jenseitigen",
was sich wiederum auf das gesamte Multiversum und alle parallelen Welten bezieht. - A. -

Im Laufe der Zeit haben sich viele Völker immer wieder miteinander vermischt,
darum ist es manchmal nicht ganz einfach nachzuvollziehen,
aus welchem Kulturkreis die Vorfahren eigentlich stammen.

Manchmal gibt es auch keine eindeutige Zuordnung,
sondern unter Umständen verschiedene kulturelle Abstammungslinien,
die entweder ineinander fließen oder sich auch gegenüberstehen können.

Aber wenn man sich mit seinen Wurzeln und seiner Herkunft beschäftigt,
wird sich der Schleier immer mehr lüften.
Mit etwas Geduld und Glück kann man etwas über seine Herkunft
und damit über sich selbst herausfinden.
Beschäftige dich mit deinen näheren Verwandten;
Wer war deine Urgroßmutter, wer war dein Urgroßvater, wo haben sie gelebt?
Sind dein Großvater und deine Großmutter schon gestorben?
Frage deine Eltern und deine Verwandten über sie aus,
sammle Bilder und betreibe ein wenig Familienforschung.

Zu Samhain kannst du dich ganz deinen Ahnen widmen.
Wenn in der Vergangenheit eine Person gestorben ist,
die dir sehr nahe stand und weswegen du noch sehr traurig bist,
dann ist es jetzt eine gute Gelegenheit, um noch einmal Kontakt aufzunehmen
und dich gegebenenfalls von ihr zu verabschieden.
Handle intuitiv, koche z.B. ein ganz tolles Essen und decke den Tisch für euch beide,
sprecht miteinander, klärt eventuell offene Fragen,
verbringt eine gute Zeit zusammen.
Du kannst auch zum Grab dieser Person gehen, um Blumen aufzustellen,
eine Kleinigkeit zu hinterlegen oder eine Kerze zu entzünden.
Ich habe eine Bekannte, die es sich zur Tradition gemacht hat,
jedes Samhain zum Grab ihres Vaters zu gehen und dort einen Apfel zu vergraben,
als Opfergabe und als kleines Geschenk für diesen.

In vielen Epochen unserer Menschheitsgeschichte wurden die Verstorbenen verehrt.
In einigen Kulturkreisen der Erde wird das immer noch praktiziert.

Bei vielen Ahnenkulten wurden verstorbene Verwandte sowie mythische Vorfahren verehrt,
die z.B. einen Klan gründeten und damit als Urahnen galten.
Je nach Kult wurden verschiedene Zeremonien abgehalten und Opfergaben dargebracht.

Bei den Hellenen hing der soziale Status von der jeweiligen Ahnenreihe ab.
In Neuguinea wurde und wird die Asche des Toten rituell verzehrt,
was ihn davor bewahren soll, in der Gemeinschaft der Lebenden vergessen zu werden.

Bei den indianischen Kulturen (von Alaska bis Mittelamerika)
definierte sich die Abstammungslinie oft durch eine heilige Pflanze oder ein geheiligtes Tier (Totem).

Heutzutage gibt es auf der ganzen Erde verstreut Völker und Religionen,
die die Ahnenverehrung praktizieren.
Die meisten dieser Kulte beruhen auf dem Glauben an ein Nachleben des Verstorbenen
und dienten ursprünglich vermutlich der Besänftigung des Totengeistes
und seines Geleits in die jeweilige Anderswelt.
Dort angekommen, wurde der Verstorbene oft zum Schutzgeist.

Der Ahnenkult schenkt auch aus diesen Gründen vielen Anhängern Trost
und Zuversicht in schwierigen Situationen.
Als Beispiel für die heutige Verehrung der Ahnen habe ich mir einige Regionen ausgesucht
und versucht, einen kleinen Überblick ihrer Sichtweisen aufzustellen.

Ahnenverehrung in China :

Die Ahnenverehrung in China wird familiär-rituell praktiziert und auch ins Alltagsleben integriert.
Sie ist ein Hauptbestandteil der Volksreligion.
Dieser Ahnenkult geht bis in die Shang-Dynastie zurück und ist
eine der frühesten nachweisbaren religiösen Handlungen.
Gegenstände und Nahrung werden den Toten bei einer rituellen Anrufung dargeboten.
Hierbei wird die Seele des Toten beschworen.
Der Verstorbene kann aus demn Todesschlaf somit wieder erwachen.
Die Familie beschließt wichtige Familienangelegenheiten vor den hölzernen Ahnentafeln,
auf denen die Namen der Toten stehen.
Diese Ahnentafeln werden in der Ahnenhalle aufgestellt oder stehen auf dem Hausaltar.
Die Rituale des Opferns oder das Orakeln, um mit Ahnen in Verbindung zu treten,
dürfen nur von Männern durchgeführt werden.
Darum ist es sehr bedeutungsvoll für die Familien, welche welche die Ahnenverehrung praktizieren,
dass männliche ein Nachfahren vorhanden sind.

Ahnenkult in Afrika:


Der Begriff „Ahn“ gilt bei vielen afrikanischen Stämmen als Titel der Ehre und nur die,
die sich diesen verdient haben (z.B. durch ein starkes Engagement für die Gemeinschaft),
dürfen ihn auch nach dem Tode tragen.
Viele Afrikaner glauben, dass der Mensch nach dem Tod nicht einfach verschwunden ist,
sondern in unsichtbarer Form weiterexistiert,
und dass die Seele zu ihren Nachkommen Verbindung hält, sie weiter unterstützt
und Einfluss auf deren Leben hat.

Dies wird durch regen Kontakt und Kommunikation mit
und durch die Ahnen lebendig zum Ausdruck gebracht.

In vielen afrikanischen Stämmen steht die Gemeinschaft an oberster Stelle,
denn ein Glied baut auf dem Anderen auf.
Der reibungslose Ablauf in einer Sippe ist wichtig für das Überleben der Gruppe.
Deshalb ist der Zusammenhalt in der Gemeinschaft überlebenswichtig.
Ahnen sind der gemeinsame Bezugspunkt und sie verkörpern Normen und Werte
durch ihre vergangenen Handlungen, besitzen somit eine Vorbildfunktion.

Ahnen fungieren als Mittler zwischen dem Menschen und dem Göttlichen,
denn in vielen afrikanischen Religionen gilt die Vorstellung,
dass eine höher gestellte Gottheit nur durch einen Mittler angesprochen werden kann.

Es wird geglaubt, dass die Ahnen nach ihrem Tode
dem Göttlichen näher als die noch Lebenden stehen und somit einen Status erreicht haben,
um zwischen diesen zu vermitteln.

Stellvertretend für die Sippe kontaktiert der Häuptling/König/Älteste/etc. die Ahnen.
Eine gute Bindung ist für diese Völker sehr wichtig.
Denn laut Volksglauben werden sie von Geistern, Hexen und anderen spirituellen Kräften bedroht,
welche Naturkatastrophen, Krankheiten und andere Bedrohungen mit sich bringen.
Ahnen bilden einen Kanal für die göttliche Lebenskraft und bringen somit deren Segen und Schutz.

Die Möglichkeiten der Kommunikation zwischen Mensch und Ahn sind vielschichtig.
Der Ahn nimmt auf unterschiedliche Weise mit dem Menschen Kontakt auf,
z.B. werden Naturereignisse oder Träume gedeutet und so der Wille der Verstorbenen bekanngegeben.
Ahnen können nicht nur belohnen, sondern auch strafen.
Krankheiten, Hungersnöte und Dürreperioden (etc.) interpretieren sie meist als Zeichen
für den falschen Umgang mit den Stammvätern.

Wie schon einmal erwähnt wurde, ist das Wort oder die Bezeichnung „Ahn“ ein Ehrentitel,
der nicht jedem Verstorbenen zu teil wurde.

Dies ist mehr oder weniger vergleichbar mit der christlichen Heiligsprechung.
Man musste bestimmte Kriterien zu Lebzeiten erfüllen, um diesen Status nach dem Tode zu erreichen.
Diese Kriterien waren u.a. ein vorbildliches Leben, die Erreichenung eines hohen Alters,
der natürliche Tod, Ehe und Nachwuchs.
Auch eine hohe Stellung und der Einsatz für die Gemeinschaft waren hoch angesehen.


Tod durch Krankheit oder Selbstmord wurde verpönt (mit einem Fehlverhalten gleichgesetzt),
wogegen ein früher Tod für die Gemeinschaft wiederum positiv gewertet wurde.
Meist waren es bei den Afrikanern Männer, welche diesen Titel nach ihrem Ableben tragen durften,
es war aber nicht ausgeschlossen, dass auch Frauen und Kinder den Ahnenstatus erlangten,
was aber nur bei einzelnen Völkern auftrat.

Man unterscheidet zwischen „Schutzahnen“, „Mittlerahnen“ und jenen, welche als Urtypen fungieren.
Erst vor kurzer Zeit Verstorbene sind immer noch im Gedächtnis der lebenden Personen
und besitzen eine beschützende Funktion („Schutzahne“), diese werden persönlich angerufen.

Zu Ahnen, welche schon länger verstorben sind, haben die Lebenden kaum mehr Bezug,
sie kennen sie durch Erzählungen, können sich aber kein klares Bild von ihnen machen.
Diese Ahnen werden anonym und pauschal angerufen.
Durch diesen entfernteren Status sind sie von den Lebenden entrückt und somit der Gottheit umso näher.
Deshalb vermitteln sie zwischen Mensch und Gottheit („Mittlerahne“).

Ein Urahne, auch Gründerahn, (welcher den Stamm, oder die Sippe gründete,)
war eine besonders herausragende Führungspersönlichkeit,
welche schon sehr lange verstorben ist und nur durch Erzählungen
in der Köpfen der Menschen erhalten wurde.
Durch sein beispielhaftes Verhalten wurde er zum Idol stilisiert.

Oft wird auch das Höchste Wesen/ein Gott als Urahn betitelt,
was so viel wie der Ursprung allen Lebens bedeutet.

Die Ahnenverehrung findet meist in der freien Natur statt, oft wird ein Schrein errichtet.
Zu einer Zeremonie werden Gaben dargeboten, gewöhnlich sind dies Trankopfer.


Ahnenkult in Madagaskar:


Ähnlich, wie bei vielen afrikanischen Stämmen glauben auch die Madagassen an einen Schöpfergott,
welcher aber nicht in direkten Kontakt mit den Menschen steht.
Somit vermitteln die Ahnen zwischen diesem und den Menschen.
Diese Mittlerfunktion führen ganz bestimmte Männer, genannt Ombiasy, aus.
Sie sind eine Art von Schamanen, mit einer Heiler-Funktion.
Um ein Ombiasy zu werden, muss man eine lange traditionelle Ausbildung absolvieren (mündlich übermittelt).

Das Totenwendungsfest (Famadihana) ist eine rituelle Umbettung der Toten
und wird ca. alle 10 Jahre veranstaltet.
Es ist der wichtigste Ritus im Ahnenkult von Madagaskar und wird in vielen Fällen auch praktiziert,
um die Ahnen zu besänftigen.
Der Tote wird ausgegraben, mit neuen Leichentüchern bekleidet und wieder begraben.
Ein häufiger Grund eines Famadihana ist das Brechen einer Tabuvorschrift, genannt Fady.

Durch die Analyse des Ombiasy von Gegebenheiten innerhalb der Gemeinschaft
ist es ihm möglich Plätze, Angewohnheiten, Personen, Pflanzen und Tiere zum Tabu zu erklären.

Bei diesem Ritus wird mehrere Tage getanzt und gefeiert, mit viel Essen und Alkohol.
Oft ist dies für die Familie sehr kostspielig. Dieses Fest ähnelt dem mexikanischen Totenkult.

Dieser kurze Abriss über die verschiedenen Bräuche soll lediglich ein Einblick sein und ist keinesfalls vollständig.

Uns Hexen können die Ahnen sehr nützlich sein.
Zum einen können sie uns schützen, zum anderen haben sie die Schwelle des Körperlichen überschritten
und haben nun Zugriff auf das Geistliche, sie können uns dadurch viel Wissen und Weisheit vermitteln.
Nach dem Tod verlässt der/die Verstorbene seinen/ihren Körper,
ist danach mit seinem physischen Körper für uns nicht mehr sichtbar,
was aber nicht bedeutet, dass dieser nicht mehr da ist.

Unsere Ahnen begleiten und schützen uns auch nach ihremn Ableben (ähnlich wie Schutzengel).

Brauchst du einen Rat ?
Dann versuche doch einfach mal, diesen von einem verstorbenen Familienmitglied zu erlangen.
Meist sind komplizierte Riten aber nicht notwendig, denn du als Mitglied deiner Familienmitglied kannst,
weil du durch Blutsbande mit diesendeinen Ahnen verbunden bist, unmittelbar mit ihnen Kontakt aufnehmen.
Auch ohne Rituale und Hilfsmittel besteht ein Band zwischen euch, welches du nutzen solltest,
um mit deinen Ahnen zu sprechen.

Eins solltest du bei deiner Kontaktaufnahme mit verstorbenen Verwandten beachten:
Die Kommunikation mit Verstorbenen sollte immer voller Respekt und Liebe sein.
Wenn du bei der Kontaktaufnahme bemerkst, dass der Betreffende nicht dazu bereit ist,
dann lass ihn vorerst in Frieden.

Der Ahnentopf:

Durch den Ahnentopf kannst du deinen Ahnen nicht nur Ehre und Respekt zeigen,
sondern zuerst und vor allem eine liebevolle Verbindung zu ihnen herstellen.
Er kann als Verbindungssymbol zwischen dir und deinen Vorfahren stehen,
mit dessen Hilfe du schon bei der Gestaltung Kontakt zu ihnen aufnehmen kannst.

Der Ahnentopf kann ein Topf, eine Schale, ein Krug oder ein anderes Behältnis sein,
welches du nach Belieben und nach deinen Bedürfnissen einrichten kannst.
Mein Ahnentopf ist eine große braune Tonschale, gefüllt mit Friedhofserde.
Auf ihr habe ich Fotos und persönliche Dinge meiner verstorbenen Angehörigen plaziert,
sowie kleine Knochen, getrocknete Blumen und Steine.
Durch den Ahnentopf erschaffst du einen Ort, an dem du deine Ahnen aufsuchen kannst.
Sprich mit ihnen, sende Gebete zu ihnen empor.

Ritual für eine Bitte oder einen Wunsch an deine Ahnen:

Du benötigst ein Stück schönes Papier und einen Stift.
Stelle den Ahnentopf in die Mitte oder errichte einen Ahnenaltar.
Setze dich vor deinen Ahnentopf/Ahnenaltar, entzünde Kerzen und Räucherwerk,
halte kurz inne, besinne dich und versuche den Alltag abzulegen.
Schreibe nun deine Bitte oder deinen Wunsch auf das Stück Papier.
Falte das Blatt und nimm es in die Hand, lass es in weißem Licht erstrahlen.
Lege es auf deinen Ahnentopf oder deinen Ahnenaltar.
Lass den Wunsch los und übermittle ihn somit deinen Ahnen.
Glaube an dich und den Beistand und die Hilfe deiner Ahnen.
Beende die Zeremonie mit einem kleinen Gebet, vertraue darauf,
dass deine Vorfahren dir helfen werden.
Lass eventuell eine Opfergabe zurück.


Ahnenzeremonie:

Zutaten für die Räucherung:
Eibennadeln, Wacholdernadeln, Wermut, Fichtenharz, Beifuß, Engelwurz-Wurzel.
Mische alle Zutaten miteinander, benutze dazu am besten einen Mörser,
sei dir bei dieser Tat bewussßt, was die Kräuter für dich bewirken sollen.

Errichte dir einen Ahnenaltar, indem du Kerzen aufstellst,
Bilder deiner Verwandten, Blumen, ein Gefäß mit Wasser, Wein oder Milch,
stelle etwas Honig, Früchte, eventuell auch Kekse als Opfergabe hinzu.
Du kannst auch Brot und Salz (Symbole des Glücks) auf deinen Altar stellen,
welche man z.B. seinen Nachbarn zum Einzug als Mitbringsel überreicht.
Dieser Altar symbolisiert deinen ganz persönlichen Zugang zu deinen Ahnen
und du solltest ihn nach deiner Intuition gestalten.
Stelle die Dinge darauf, die du für richtig und notwendig erachtest.

Setzte dich vor den Altar und lass ihn auf dich wirken, besinne dich der Zeiten,
die du mit deinen verstorbenen Angehörigen verbracht hast oder betrachte die Bilder
und vergleiche zum Beispiel deine Gesichtszüge mit denen deiner Vorfahren.

Zünde nun die Räucherkohle an und streue die Räucherung auf die Kohle.
Beräuchere damit den Raum, deinen Altar und schließlich dich selbst.
Stelle das Räuchergefäß mittig auf den Altar.


Atme 3 dreimal tief durch, konzentriere dich.
Nun erfolgt die Ahnenanrufung. Sprich mit lauter fester Stimme die folgenden Worte
(dies ist nur ein Vorschlag, du kannst dir auch selbst eine passende Anrufung ausdenken):

„Ihr Ahnen, die Vorfahren meiner und derer, die kommen werden.
Ich bitte euch darum, euch meiner anzunehmen, mich in meinem Leben wohlwollend zu unterstützen
und mir in schwierigen Situationen beizustehen.
Wenn ihr mir etwas mitzuteilen habt, dann habt ihr nun die Gelegenheit dafür.“

Gehe in dich, lausche, ob Stimmen, Bilder oder Namen in dir aufkommen.
Vielleicht ist es dir sogar möglich, Dialoge mit einer bestimmten Person zu führen,
um Ratschläge oder Trost zu bekommen.
Mit dem Erlebten kannst du im Nachhinein Nachforschungen anstellen
oder Assoziationen zu deiner Lebenssituation herstellen.
Wenn du der Ansicht bist, dass der Kontakt schwindet,
dann bedanke dich bei deinen Ahnen und verabschiede dich angemessen.
Zum Abschluss lösche alle Kerzen.


Ahnenvisualisation:

Errichte einen Ahnenaltar, wie schon in der Ahnenzeremonie beschrieben.
Setze dich bequem hin und stelle vor dich die Räucherschale, entzünde die Räucherkohle.
Atme tief ein und aus, streue die Räuchermischung auf die Kohle.
Nimm den Duft in dich auf, atme ihn mehrmals ein und aus.
Lass von allen alltäglichen Dingen los, entspanne dich und versuche dich innerlich leer zu machen.

Schließe die Augen und visualisiere nun hinter dir deine Eltern und hinter diesen deren Eltern,
und so weiter. Du hast dabei alle Zeit der Welt.
Lass alle Erinnerungen, welche du an deine Vorfahren hast, einfließen.
Wenn es nur sehr wenige Informationen über sie gibt, ist es auch nicht schlimm,
lass einfach kommen, was kommt.
Auch schemenhafte Darstellungen sind in Ordnung.

Gehe weiter und weiter in die Vergangenheit.
Irgendwann erreichst du einen Punkt, in dem sich Namen und Gesichter verlieren.
Spüre die Energie deiner Vorfahren, ohne dir konkret einzelne Personen vorzustellen.
Die Verästelungen deines Stammbaumes werden immer breiter.
Ein Ast sprießt aus dem anderen, immer breit gefächerter wird dein Baum.
Tiefer und tiefer gehst du in die Vergangenheit zurück.

Irgendwann erreichst du einen Punkt, unendlich weit in der Vergangenheit,
an dem deine Äste des Baumes mit Ästen andere Menschen verschmelzen.
Du kannst keine Trennung mehr vernehmen, du spürst einen gemeinsamen Ursprung,
die Menschenfamilie ist unsagbar groß und vielschichtig.
Wir alle sind irgendwie miteinander verwandt und dieses Gefühl nimmst du in dich auf.
Nimm die Energie wahr, die durch dich hindurchströmt, die Kraft deiner Linie,
die von dir auch an deine Nachkommen gegeben wird.

Es kann sehr hilfreich sein, wenn du die Kerzen, die du zu deinen Zeremonien verwendest,
vorher mit Öl salbst.
Was für ein Öl du verwendest, ist dabei dir überlassen.
Nimm, wenn du Rechtshänder bist, deine Kerze in die linke Hand (sonst andersherum)
und streiche mit dem Öl von Oben zur Mitte hin und von Unten wieder zur Mitte.
Sage dir dabei immer wieder dein Vorhaben auf:

„Es ist mein Wille, mit meinen Ahnen in Kontakt zu treten“.
Nimm sie anschließend in die Hand und stell dir vor, wie Energie durch deine Handflächen fließt
und die Kerze in weißem Licht erstrahlt.
So eine Kerze kannst du auch für deine Ahnen als Brandopfer entzünden.



Zirra


Quellen:
Marlis Bader, „Räuchern mit heimischen Kräutern – Anwendung, Wirkung und Rituale im Jahreskreis, 2003“
Heinrich Cornelius Agrippa von Nettesheim, „Die magischen Werke, 1997

Internetseiten, Stand August 2009:“
http://de.wikipedia.org/wiki/Ahnenkult

http://www.madagascar-info.de/klaus/ctfamadihana.html

- Vernetze zu: topic.php?id=975



Dateianlage:
. - Was Du aufdeckst, - offenbart sich . -

"Die Erlösung kann nicht verdient, nur empfangen werden, - darum ist sie die Erlösung". -

"Es ist alles Illusion, - was nicht aus mir selber spricht,
- denn es ist ein Zusatz, - dieses Eine nicht". -

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zuletzt bearbeitet 04.05.2014 14:15 | nach oben springen
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