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#61

RE: AI - Links:

in Extraterrestrische Intelligenzen: 16.05.2018 15:09
von Adamon • Nexar | 14.134 Beiträge

https://www.grenzwissenschaft-aktuell.de...tionen20180515/

GreWi-Interview: Finden sich in den Gaia-Daten Hinweise auf außerirdische Konstruktionen?



Künstlerische Darstellung eines Dyson-Schwarms (Illu.)
Copyright/Quelle: via WikimediaCommons / CC BY-SA 4.0
Saarbrücken (Deutschland) – Im ersten Datenpaket des europäischen Weltraumteleskops „Gaia“ und des „Radial Velocity Experiment“ (RAVE), einer spektroskopischen Durchmusterung des Südhimmels, haben Astrophysiker nach Hinweisen auf mögliche künstliche Riesenstrukturen um ferne Sterne, sogenannte Dyson-Konstruktionen, gesucht. Tatsächlich liegen schon anhand dieser Daten ausreichend Informationen zu mehr als 8.000 Sternen vor, um diese auf entsprechende Konstrukte hin zu überprüfen. Einen dieser Sterne haben die Forscher exemplarisch untersucht. In Interview mit Grenzwissenschaft-Aktuell.de (GreWi) hat einer der Autoren der Studie, Andreas Korn von der Universität Uppsala, deren Ergebnisse genauer erläutert.

Andreas Müller, Hrsg. Grenzwissenschaft-Aktuell.de (GreWi): Herr Korn, in einigen Medienberichten heißt es, dass Sie und Ihre Kollegen, Erik Zackrisson und Ansgar Wehrhahn von der Universität Uppsala gemeinsam mit Johannes Reiter von der Universität Heidelberg in den Gaia-Daten sage und schreibe „8.000 Kandidaten potentieller Dyson-Sphären“ gefunden hätten. Nach der Durchsicht Ihres vorab via ArXiv.org veröffentlichten Fachartikels, vermute ich jedoch, dass es sich dabei um ein Missverständnis handelt. Liege ich da richtig?

Andreas Korn: „Ja, tatsächlich haben wir in der Schnittmenge des ersten Daten-Katalogs der Gaia-Mission (Gaia DR1) und von RAVE rund 8.000 Sterne ausfindig gemacht, zu denen schon jetzt genügend Daten vorliegen, um auf dieser Grundlage eine Suche nach potentiellen Dyson-Konstrukten durchzuführen. Das ist ein wichtiger Unterschied.“

Gaia DR1
Der erste Daten-Katalog (Gaia DR1) des Weltraumteleskops „Gaia“ der Europäischen Raumfahrtagentur ESA wurde am 14. September 2016 veröffentlicht, das bis zu dieser Zeit bereits die Position und Magnitude (also die scheinbare Helligkeit) für 1,1 Milliarden Sterne ermitteln konnte.
– Weitere Information zum „Gaia Data Release 1“ finden Sie HIER



Dyson-Konstruktionen
Bei Dyson-Konstruktionen handelt es sich um – bislang rein hypothetische – Konstrukte technologisch weit fortgeschrittener, außerirdischer Zivilisationen, die im Idealfall einen Stern vollständig kugelförmig umschließen, um dessen Energie möglichst effizient zu absorbieren und damit optimal nutzen zu können.

https://de.wikipedia.org/wiki/Dyson-Sph%C3%A4re

GreWi: Können Sie uns den Ansatz ihrer Suche nach Dysons-Konstrukten anhand der Gaia- und RAVE-Daten kurz erläutern?

Andreas Korn: Wir suchen nach Sternen, die scheinbar grundlos unterleuchtkräftig sind, also für ihren Abstand und ihr Entwicklungsstadium nicht die aus Sternentwicklung zu erwartende Leuchtkraft haben. Da Entfernungsbestimmungen (Parallaxe) in der Astronomie generell schwierig sind, sind wir dabei auf „Gaia“ angewiesen. Im Vergleich zwischen der astrometrischen (Gaia)-Entfernung und einer Spektralanalysen-Entfernung kann man solche unterleuchtkräftigen Sterne finden. Es sei dabei erwähnt, dass es auch natürliche unterleuchtkräftige Sterne gibt, z.B. metallarme Sterne und Weiße Zwerge. Aber eine Spektralanalyse kann zeigen, ob es sich um solche Objekte handelt, die dann also eine natürliche Erklärung finden.

___STEADY_PAYWALL___

Auf diese Weise könnte es die Gaia-Mission in den kommenden Jahren ermöglichen, direkt nach Dyson-Konstruktionen zu suchen und diese als solche auch zu erkennen, in dem nach Signaturen von charakteristischer Abwärme solcher Strukturen im Infrarotspektrum entsprechender Sterne gesucht wird.


Künstlerische Darstellung der Gaia-Mission (Illu.).
Copyright/Quelle: ESA/ATG medialab; background: ESO/S. Brunier

Doch schon heute ist eine eingeschränkte Suche dieser Art möglich, in dem die Gaia-Daten zu den Parallaxenabständen mit den spektrophotometrisch ermittelten Distanzen kombiniert werden, wie sie von bodengestützten Durchmusterungen (wie dem „Radial Velocity Experiment“, RAVE) ermittelt werden können. Bei unserer Suche haben wir nach Sternen gesucht, die von nicht ganz vollständigen Dyson-Konstruktionen in Form eines sogenannten „Dyson-Schwarms“ umgeben sein könnten.

GreWi: Als Beispiel haben Sie einen aus den 8.000 Sternen für eine erste weitere Analyse ausgewählt: TYC 6111-1162-1. Sticht er aus den anderen derart 8.000 heraus?

Andreas Korn: Wir haben den Datensatz systematisch heruntergekocht, bis nur noch 6 Sterne übrig waren, deren Leuchtschwäche als f_cov > 0.7 interpretiert werden könnte. Und unter diesen erschien uns TYC6111 als F-Stern (der Sonne recht ähnlich, wenn auch ein paar hundert K, 5% heißer) der interessanteste Kandidat zu sein.

GreWi: Verstehe ich Ihre Ausführungen richtig, dass dieser Stern (TYC 6111-1162-1) zwar zunächst die Kriterien für eine potentielle Dyson-Sphäre oder -Schwarm erfüllt, aber nicht den dafür notwendigen Hitzeüberschuss im Infrarot-Spektrum (IR) aufweist – und sie deshalb auf einen Weißen Zwerg als Begleiter tippen, der die sonstigen Eigenschaften erklären würde?



Andreas Korn: Man hätte nicht wirklich spektroskopische Follow-ups gebraucht, um TYC6111 als Dyson-Sphären-Kandidaten auszuschließen, da er – wie Sie richtig verstanden haben – keine zusätzliche künstliche Abwärme im IR hat. Wir haben den Weg der Nachbeobachtung gewählt, weil ich die RAVE-Analyse, die auf mäßig guten Daten beruht, in Frage gestellt hatte. Im Grunde haben wir die grobe RAVE-Analyse dann aber mit einem deutlich besseren Spektrum bestätigt. Der Stern ist also wirklich diskrepant.

Die Interpretation mit dem Weißen Zwerg als (bislang unentdeckter) Begleiter kommt ins Bild, weil wir durch die Spektren der Nachbeobachtung zeigen konnten, dass der Stern eine große Radialgeschwindigkeitsvariation aufweist. Er wird also von einem Begleiter hin- und hergezerrt.

GreWi: Ihre Studie basiert auf den Daten von “Gaia DR1”- erst kürzlich wurden ja auch DR2 veröffentlicht. Haben Sie diese auch schon berücksichtigt?

Andreas Korn: Die Parallaxe in Gaia DR2 ist deutlich kleiner, etwa 4 kombinierte DR1+DR2-sigma kleiner! Gaia hat also auch gemerkt, dass bei dem Stern was nicht stimmt, kann Doppelsterne im Moment aber noch nicht “auflösen” (eine Frage der Komplexität der Datenanlyse). Damit ist auch die Diskrepanz gesunken und die Radialgeschwindigkeitsvariationen lassen sich mit einem deutlich weniger massereichen Begleiter erklären.

GreWi: Was passiert nun mit den restlichen “7.999 Kandidaten“?

Andreas Korn: Man sollte eine ähnliche Studie mit DR2 machen. Es gibt ab sofort auch mehr Kandidaten, die Gaia mit anderen spektroskopischen Surveys (APOGEE, GALAH, Gaia-ESO) gemeinsam hat.

GreWi: Könnte man eine Analyse aller Kandidaten auch automatisieren?

Andreas Korn: Wenn man sich auf den Vergleich der Parallaxe mit der spektroskopischen Entfernung beschränkt, ist das keine Kunst. Aber um dann zu bestätigen, dass da wirklich was im Busch ist, bedarf es des genaueren Hinsehens. Wie es heißt: „extraordinary claims require extraordinary proof!“ (außergewöhnliche Behauptungen erfordern außergewöhnliche Beweise!“

GreWi: Welche Schritte sollten und könnten als nächstes bzw. mittelfristig auf der Grundlage Ihrer Studie gegangen werden?

Andreas Korn: Das jetzt Wesentliche ist die Verbesserung der Statistik. Wir suchen nach einem extrem unwahrscheinlichen, extrem seltenen Phänomen. Die zukünftigen regulären Gaia-Kataloge werden dies ermöglichen, wie auch die Daten der verlängerten Gaia-Mission.

GreWi: Das bedeutet, Ihr Team wird auch weiter nach Dyson-Konstrukten in den Gaia-Daten DR2-3 suchen?

Andreas Korn: Mit großer Wahrscheinlichkeit. Aber man publiziert auch, damit andere
Wissenschaftler inspiriert werden und die Idee weiterentwickeln.

GreWi: Herr Korn, besten Dank für die spannenden Informationen.

WEITERE MELDUNGEN ZUM THEMA
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Kein Alien-Bauwerk: Ergebnis der Beobachtungskampagne schließt künstliche Struktur um KIC 8462852 aus 4. Januar 2018
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Astronomen beginnen Suche nach Signaturen technologisch entwickelter Zivilisationen im fernen All 13. Februar 2018

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in Extraterrestrische Intelligenzen: 28.06.2018 15:11
von Adamon • Nexar | 14.134 Beiträge

https://www.grenzwissenschaft-aktuell.de...ichtet20180620/

Weiterer USS-Nimitz-UFO-Zeuge berichtet:


Archivbild: Radarmonitor an Bord eines Flugzeugträgers
Copyright: Gemeinfrei
Washington (USA) – Noch ein halbes Jahr nach dem Bekanntwerden einer direkten Nahebegegnung der Flugzeugträgerkampfgruppe der USS-Nimitz mit bis heute nicht erklärten Flugobjekten (…GreWi berichtete als erstes deutschsprachiges Newsportal), ebbt das Interesse an dem Vorfall nicht ab. Jetzt hat sich mit einem Radaroffizier ein weiterer direkter Zeuge zu Wort gemeldet und schildert – allerdings derzeit noch anonym – weitere Details.

In seiner Radiosendung „Extraordinary Beliefs“ interviewte der Journalist Jeremy Corbell mit dem als „Trevor“ in Erscheinung tretenden Zeugen der von sich behauptet, selbst einer der direkt beteiligten Radaroffiziere an Bord des Flugzeugträgers USS Nimitz während des Vorfalls gewesen zu sein.

Hintergrund: Die UFO-Begegnung der USS Nimitz
Am 14. November 2004 beobachteten zahlreiche Besatzungsmitglieder des US-Flugzeugträgers und dessen begleitender Kampgruppe “US-Nimitz” mindestens ein unidentifiziertes Flugobjekt vor der Küste von San Diego – ein Vorfall, der auch von mindestens einer Aufnahme des Bordsystems eines Abfangjägers mit einem Video dokumentiert wurde, das aufgrund der anhand dieses Videos hervorgehenden Form des unidentifizierten Objekts auch als „Tic-Tac-UFO-Video“ bekannt wurde.



Gemeinsam mit einem Enthüllungs-Leitartikel der „New York Times“ (NYT) über das geheime UFO-Forschungsprogramm des US-Verteidigungsministeriums (…GreWi berichtete), beschrieb einer der Zeugen den Vorfalls, der F-18-Jetpilot Commander David Fravor die Eigenschaften des Objekts wie folgt: “Ich habe noch nie zuvor etwas gesehen, dass derart beschleunigen konnte. Das war schon ziemlich merkwürdig. (…) Ich habe keine Ahnung, was ich da gesehen habe. Es hatte keine Abgase, keine Flügel oder Rotoren und es ließ die F-18-Jets einfach hinter sich. Ich weiß nur eins: Ich würde so ein Ding gerne mal fliegen.“

Im Interview mit Corbell behauptet „Trevor“ nun, dass sich „die unidentifizierten (Radar-) Ziele bewegten, als würden sie auf seinem Radarschirm regelrecht umherspringen.“

Obwohl schon der ehemalige Leiter des UFO-Forschungsprogramms des Pentagon Luis Elizondo und Cmdr. Fravor namentlich mit ihren Aussagen an die Öffentlichkeit getreten waren, will „Trevor“ weiterhin anonym bleiben – ein Schritt, der Skeptiker erwartungsgemäß an seinen Aussagen zweifeln lässt.

Als einen der Gründe für diese gewählte Anonymität vermutet „TheDailyGrail.com“ (TDG) das, was „Tervor“ über den Vorfall berichtet, geht dies doch deutlich über Fravors Aussagen und das doch nur schwer interpretierbare bislang bekannte Nimitz- bzw. Tic-Tac-Video (s. Video.) hinaus:

Nachdem die F-18 wieder auf der Nimitz gelandet waren, so berichtet „Trevor“ weiter, habe man ihm und anderen Offizieren ein Video gezeigt, das von einem der Flugzeuge aufgenommen wurde, sich aber deutlich von dem bekannten Tic-Tac-Video unterscheidet. Laut Cobells anonymer Quelle sei dieses Videos sehr viel deutlicher und klarer. Es zeige den Verfolgungsversuch des Objekts durch die F-18 und offenbare, dass das unbekannte Objekt die Bewegungen des Kampfjets zu imitieren versuche – „ganz so, als ob es die Flugfähigkeiten der Maschinen verhöhnen wollte“. Danach sei das UFO dann plötzlich mit einem spontanen Vertikalstart verschwunden.

Desweiteren berichtet „Trevor“, dass das Objekt auf diesem Video auch nicht mehr Tic-Tac-förmig war, sondern die Form einer klassischen „fliegenden Untertasse“ gehabt habe – also eine flache Scheibe mit Kuppel.



„Sollte das, was diese Quelle (Trevor) berichtet, wahr sein, so würde das bedeuten, dass es sich bei dem bisher von der New York Times gemeinsam mit der To-The-Stars-Academy (TTSA) veröffentlichten Video nur um eine weichgespülte Version des Nimitz-Videos von 2004 und noch dazu eine nicht wirklich überzeugende oder gar lebensverändernde Version dessen, was Trevor selbst erlebt und gesehen hatte handelt“, kommentiert der TDG-Autor ‚Red Pill Junkie‘. „(…) plant die TTSA auch das von Trevor beschriebene Video zu veröffentlichen. Und wenn nicht, warum? Könnte es sein, dass dieses andere Video mit Hilfe von Technologien aufgezeichnet wurde, die durch eine Veröffentlichung potentiellen Gegnern der USA zu viel über deren technischen Möglichkeiten verraten würde? Oder geht es hier um einen Prozess in Form eines ‚Wahrnehmungs-Managements‘ (durch die Verantwortlichen der US-Regierung), um die Reaktion der Öffentlichkeit auf derartige Enthüllungen zu testen?

All jene, die sich über einen positiven Leitartikel über UFOs in einer Zeitung wie der New York Times wundern, könnten durch ein begleitendes angebliches Beweisvideo von derart schlechter Auflösung und Qualität (wie das bekannte Tic-Tac-UFO-Video) sehr schnell wieder das Interesse und besagte Verwunderung verlieren.

Es ist jetzt sechs Monate her, seit das UFO-Forschungsprogramm des Pentagon enthüllt wurde und die Amerikaner werden wieder mehr von den täglichen Tweets ihres Präsidenten bewegt als von einer potentiellen Bedrohung unbekannter Herkunft, die vor der eigenen Pazifik-Küste mit der Navy Katz-und-Maus spielt.

Testet das US-Verteidigungsministerium die Möglichkeiten weiter Enthüllungen mit Hilfe eingeschränkter Veröffentlichungen. Oder sind Trevors Aussagen schlichtweg falsch und Schwindel?

„Wir sollten uns ebenso mit der von Corbell-Slogan geforderten Neugier („Wepponize your Curiosity“), als auch mit Skepsis wappnen – und zugleich auch mit einer guten Taschenlampe, mit der wir dem uns von Tom DeLonge und seiner To-The-Stars-Academy geschenkten Gaul sorgfältig ins Maul schauen sollten“, fordert der TDG-Autor abschließend.

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#63

RE: AI - Links:

in Extraterrestrische Intelligenzen: 28.10.2018 06:10
von Adamon • Nexar | 14.134 Beiträge

https://www.grenzwissenschaft-aktuell.de...gnalen20181008/

MeerKAT Array: Größtes Radioteleskopfeld Afrikas
sucht mit ‚Breakthrough Listen‘ nach außerirdischen Signalen:


Einige Beispiele der insgesamt 64 Radioantennen der „MeerKAT Array“ in Südafrika.
Copyright/Quelle: breakthroughinitiatives.org
Bremen (Deutschland) – Mit dem Radioteleskopfeld der „MeerKAT Array“ beteiligt sich nun auch die größte, und leistungsstärkste Radioteleskopanlage der südlichen Hemisphäre im Rahmen von „Breakthrough Listen“ an der Suche nach Signalen und Signaturen technologisch entwickelter außerirdischer Intelligenzen (Search for Extraterrestrial Intelligence, SETI).

Bei „Breakthrough Listen“ handelt es sich um die bislang größte, weltweite Initiative zur Suche nach intelligentem Leben im Universum. Auf dem derzeit in Bremen tagenden „69th International Astronautical Congress“ wurde die neue Kooperation von „Breakthrough Listen“ mit dem „South African Radio Astronomny Observatory“ (SARAO) offiziell bekannt gegeben.

Alleine mit MeerKAT werden bald eine Million Einzelsterne – und damit das etwa 1.000-fache der Beobachteten Sterne früherer SETI-Suchen – im ruhigsten Teil des Frequenzspektrums nach intelligenten Signalen und Anzeichen außerirdischer Technologien abgesucht werden können. Auf diese Weise wird die „Breakthrough Listen“-Initiative dann insgesamt sieben Tage die Woche, je 24 Stunden lang die Suche nach Alien-Signalen betreiben können und zu einem wirklich globalen Projekt.

Im Juli 2018 eingeweiht, besteht das MeerKAT-Teleskopenfeld derzeit aus 64 Radioantennen in der abgelegenen Karoo-Wüste. Die Signale der jeweils 13,5 Meter durchmessenden Schüsseln lassen sich elektronisch zu einem gemeinsamen Teleskop zusammengeschalten und erreichen auf diese Weise eine beeindruckende Auflösung und Beobachtungsempfindlichkeit. MeerKAT dient als Grundlage für die geplante „Square Kilometre Array“ (SKA), die zukünftig die jetzige Anlage noch ergänzen soll, um dann später einmal (gemeinsam mit einer Anlage in Australien) eine Fläche von annähernd eine Million Quadratmetern abzudecken und auf diese Weise das größte kombinierte Radioteleskop der Welt entstehen zu lassen (…GreWi berichtete).

Um MeerKAT aber nicht von seinen anderen astronomischen Aufgaben und Zielen abzuhalten, haben SETI-Mitarbeiter der University of California in Berkeley, von wo aus die Breakthrough-Listen-Forschung koordiniert wird, sowohl ein Programm als auch einen Supercomputer installiert, wie sie die SETI-Suche sozusagen nebenbei ermöglichen, ohne andere Projekte mit MeerKAT zu behindern. Auf diese Weise wird „Listen“ mit MeerKAT sozusagen rund um die Uhr nach außerirdischen Signalen suchen können. „Mit diesem neuen Instrument an der Hand, können wir zahleiche Radiostrahlen zugleich abbilden können und damit eine hohe Auflösungsrate für mehrere Objekte gleichzeitig erhalten“, erläuterte der Hauptuntersucher von „Breakthrough Listen“, Dr. Andrew Siemion. „Das erweitert und vervollständigt unsere Fähigkeiten mit anderen Teleskopen und erlaubt es uns, unsere kosmische Nachbarschaft nach technologischen Signaturen sehr viel schneller als zuvor absuchen zu können.“ Der Dateninput des Breakthrough-Listen-Systems am MeerKAT-Teleskop wird bei etwa 4 Terabit pro Sekunde (also 4.000 Gigabit/Sek) liegen – also die hausübliche Internetverbindung um das Vierzigtausendfache überreffen.

Mit MeerKAT wird „Breakthrough Listen“ einen Frequenzbereich von 580-1015 MHz (UHF), 856-1712 MHz (L-Band) und 1600-3500 MHz (S-Band) 750.000 Sterne in einem Abstand von maximal 700 Lichtjahren pro Jahr absuchen. Dabei erreicht MeerKAT eine Empfindlichkeit, mit der eine Sendekraft eines Radioteleskops von der Stärke des Arecibo-Teleskops auf Puerto Rico entdeckt werden könnte.



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in Extraterrestrische Intelligenzen: 28.10.2018 06:41
von Adamon • Nexar | 14.134 Beiträge

https://www.grenzwissenschaft-aktuell.de...suchen20181015/

Wissenschaftler fordern: Jede NASA-Mission sollte
auch nach Außerirdischen suchen:


Infografik zu bisherigen NASA-Weltraummissionen (IIlu.).
Klicken Sie auf die Bildmitte, um zu einer vergrößerten Darstellung zu gelangen.
Copyright: NASA/JPL
Washington (USA) – In einem von 17 Wissenschaftlern für den US-Kongress verfassten Bericht fordern die Autoren, dass die Suche nach außerirdischem Leben Teil einer jeden zukünftigen Weltraummission der NASA sein sollte.

In ihrem am kürzlich veröffentlichten Bericht mit dem Titel „An Astrobiology Strategy for the Search for Life in the Universe“ unterstreichen die Wissenschaftler des National Academies of Sciences, Engineering, and Medicine (NASEM) die Wichtigkeit der Astrobiologie, also der Studie der möglichen Ursprünge des irdischen Lebens jenseits der Erde.

Als Grundlage ihrer Forderungen verweisen die Autoren der Studie auf die enormen wissenschaftlichen und technologischen Fortschritte der vergangenen Jahre, innerhalb derer tausende Exoplaneten entdeckt wurden und eine Vielzahl neuer Erkenntnisse und Entdeckungen über die Komplexität und Diversität des irdischen Lebens erlangt und gemacht wurden – und wie sie die Wahrscheinlichkeit dafür, dass Leben auch jenseits der Erde existieren kann, zusehends erhöhen. Nicht zuletzt deshalb sollte jede zukünftige Weltraummission der NASA ihre technischen Möglichkeiten zur Suche nach Hinweisen auf außerirdisches Leben nutzen.

Schon die bisherige konservative Schätzung der Anzahl erdartiger Planeten auf der Grundlage der Beobachtungen des NASA-Weltraumteleskops „Kepler“, die davon ausgeht, dass mindestens jeder zehnte Stern von mindestens einem erdartigen Planeten umkreist wird, unterstreiche die Notwendigkeit einer intensive Suche nach außerirdischem Leben, hebt der Astronom Alan Boos von der Carnegie Institution for Science und einer der Autoren des Kongressberichts hervor.

Um die Forderung erfüllen zu können, müsse die NASA neue Technologien zum Nachweis mikrobiellen Lebens entwickeln, da bislang hierfür „nicht ein einsatzbereites Instrument zur Verfügung stehe“, mahnt der Bericht.


Symbolbild: Ein mit einem sog. Starshade-Koronographen ausgerüstetes Weltraumteleskop der nächsten Generation (Illu.).
Copyright: NASA/JPL

Zugleich fordert der Report den Fokus auf Weltraumteleskope zu legen, die das Überblenden Licht ferner Sterne abblenden und dadurch dortige Planeten (Exoplaneten) direkt abbilden und so in deren Atmosphären nach Biosignaturen fahnden können (…GreWi berichtete). Auch solle die NASA mehr direkte Landemissionen zu anderen Himmelsköpern im Sonnensystem, dir dort unter der Oberfläche von Monden und Planeten nach Leben suchen sollen.

Abschließend unterstreichen die Autoren, dass alle Technologie alleine aber nur bedingt ausreiche und zielführend sei und es der Kooperation mit internationalen staatlichen und privaten Partnern bedürfe, um das erhoffte Ziel erreichen zu können.

© grenzwissenschaft-aktuell.de


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RE: AI - Links:

in Extraterrestrische Intelligenzen: 21.02.2019 21:05
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https://www.grenzwissenschaft-aktuell.de...ligenz20190111/

Datenbank „Technosearch“ listet komplette Suche nach außerirdischer Intelligenz:


Screenshot vom „Technosearch“
Copyright: technosearch.seti.org
Mountain View (USA) – Unter der Federführung der Astronomin Jill Tarter (dem Vorbild für Ellie Arroway in dem Film „Contact“) hat das SETI Institute mit „Technosearch“ eine Online-Datenbank ins Leben gerufen, die sämtliche Bemühungen der astronomisch-wissenschaftlichen Suche nach Außerirdischer Intelligenz (Search for Extra-Terrestrial Intelligence, SETI) listet und so der Allgemeinheit zugänglich macht.

Wie Tarter auf dem Jahrestreffen der American Astronomical Society (AAS) in Seattle berichtet, beginne das Online-Archiv im Jahre 1960, reiche bis zu den jüngsten Projekten und werde auch zukünftig vom SETI Institute auf dem jeweils aktuellen Stand gehalten.


Jill Tarter (2017).
Copyright: Max Alexander/Starmus (via Wikimedia Commons) / CC BY-SA 2.0

Neben den bisherigen Einträgen wird es Wissenschaftlern und Forschern auch selbst möglich sein, eigenen Arbeiten und Projekte in die Datenbank einzupflegen. Grundlage von „Technosearch“ ist Tarters eigene, schon seit Jahrzehnten geführte Datenbank.

Zu den in „Technosearch“ geführten Daten und Informationen gehören etwa die jeweiligen Titel der Studien, die Namen der Beobachter, das Projektdatum, die untersuchten Objekte und Ziele, die lokalen und technischen Angaben der verwendeten Instrumente und Links zu den einsehbaren Originalpublikationen über die Projekte und ihre Ergebnisse, sowie zu dazu veröffentlichten Kommentaren und weiterführende Informationen.

Bislang beinhaltet die Datenbank 102 SETI-Projekte mit dem Fokus auf Radiowellen und 38 Projekte, die sich auf die Suche nach Licht- bzw. Lasersignalen konzentrierten, sog. Optical SETI (OSETI).

https://technosearch.seti.org

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in Extraterrestrische Intelligenzen: 21.02.2019 22:17
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https://www.grenzwissenschaft-aktuell.de...ligenz20190128/

Sozialwissenschaftlicher Fachartikel zur „Kommunikation mit außerirdischer Intelligenz“:


In dem Kinofilm „Arrival“ (2016) werden irdische Wissenschaftler nicht nur mit einer gänzlich anders gearteten Intelligenz, sondern auch mit deren ebenso andersartigen Sprache und Kommunikation konfrontiert.
Copyright: Sony Pictures

Köln (Deutschland) – Können wir überhaupt mit Außerirdischen kommunizieren, ohne eine gemeinsame Kommunikationskultur entwickelt zu haben? Dieser Frage geht der Astrofotograf und Kommunikationsforscher Bernd Pröschold in einem aktuellen Fachartikel nach. Der Autor selbst ist Mitglied im „Forschungsnetzwerk Extraterrestrische Intelligenz“ und grenzwissenschaftlich Interessierten durch sein Buch „Außerirdischer – das große tabu unseres Zeitalters“ bekannt.

Wie Pröschold in seinem Artikel „Kommunikation mit außerirdischer Intelligenz“ auf dem Preprint-Server SSRN.com (dem sozialwissenschaftlichen Pendant zu ArXiv.org) darlegt, ist „die Beschäftigung mit außerirdischer Intelligenz ein paradoxes Unterfangen, da sie notwendigerweise mit menschlichen Annahmen über das außerirdische Gegenüber arbeiten muss.“ Das führt jedoch zwangsläufig zu nicht unerheblichen Problemen und Fragestellungen, nicht zuletzt, da „die Kommunikation komplexer Inhalte demnach einen langen soziokulturellen Evolutionsprozess“ voraussetzt, wie er bei einem Erstkontakt als unwahrscheinlich angenommen werden könne, so Pröschold. Vielmehr stelle sich die Frage, wie Kommunikation mit fremden Entitäten überhaupt dauerhaft aufrechterhalten werden kann.

Tatsächlich wird die Unwahrscheinlichkeit eines kommunikativem Erfolges der Kommunikation zwischen zwei völlig fremden Zivilisationen einigen Wissenschaftlern und Forschern als mögliche Erklärung des sogenannten Fermi-Paradoxons diskutiert, das danach fragt, wo bei aller vermeintlichen Fülle potentiell lebensfreundlicher Planeten, die „Anderen“ sind oder zumindest deren Nachweis bleibt, bzw. warum dieser bislang nicht schon längst gefunden wurde.


Bernd Pröschold.
Copyright: B. Pröschold

Angesichts des angedachten Erstkontakts mit einer außerirdischen Intelligenz, beschreibt Pröschold zunächst einen „Nullpunkt soziokultureller Evolution“, an dem noch keine Medien existieren und an dem dem Adressaten von Kommunikation nicht unterstellt werden kann, dass komplexe Botschaften verstanden, geschweige denn angenommen werden.“ Hierzu erläutert der Autor weiter: „Kommunikation, so wie wir sie von der Erde kennen, ist das Ergebnis eines langen evolutionären Prozesses, in dem Medien wie Sprache, Schrift, Buchdruck und schließlich soziale Funktionssysteme gebildet wurden. Diese Medien erhöhen die Wahrscheinlichkeit, dass Kommunikation erfolgreich ist und fortgesetzt wird.“

Eine Kommunikation mit einer außerirdischen Intelligenz könne hingegen (noch) nicht auf evolutionäre Errungenschaften zurückgreifen, die die Chancen auf eine erfolgreiche

Kommunikation erhöhen: „Kommunikativer Erfolg im Kontakt mit einer außerirdischen Intelligenz muss daher als unwahrscheinlich gelten“, was die von einigen Wissenschaftlern vorgebrachte geisteswissenschaftliche Kritik am „kommunikativen Optimismus“ von SETI-Programmen (SETI = Search for Extraterrestrial Intelligence = Suche nach außerirdischer Intelligenz) zusehends radikalisiere.

Allerdings bedeute die Annahme, dass kommunikativer Erfolg mit einer fremden Entität unwahrscheinlich ist, nicht, dass Kommunikation mit außerirdischen unmöglich sei: „Selbstverständlich sind Kontaktszenarien denkbar, bei denen komplexe Botschaften ausgetauscht werden.“

Welche dies sind, welche Möglichkeiten es also gibt, dennoch angesichts eines Erstkontakt-Szenarios erfolgreich zu kommunizieren und auf diese Weise vielleicht auch einen Kulturschock für den weniger weit entwickelten Kommunikationspartner zu minimieren, diskutiert Pröschold in seinem Artikel ausführlich.

https://papers.ssrn.com/sol3/papers.cfm?abstract_id=3309094

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