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RE: AI - Links:
in Extraterrestrische Intelligenzen: 01.01.2026 05:15von Adamon • Nexar | 15.947 Beiträge
https://www.grenzwissenschaft-aktuell.de...rdische-findet/
Post-Detection: Neue Richtlinien für den Fall, dass SETI Außerirdische findet:
Sydney (Australien) – Nach Jahrzehnten weitgehend unveränderter Richtlinien hat die „Internationale Akademie für Astronautik“ (IAA) die bislang umfassendste Überarbeitung ihres Protokolls für den Fall einer erfolgreichen SETI-Entdeckung beschlossen. Ziel ist es, die wissenschaftlichen, politischen und gesellschaftlichen Herausforderungen eines bestätigten Signals außerirdischer Intelligenz an die komplexe Realität des 21. Jahrhunderts anzupassen.
Symbolbild: Schlüsselszene aus dem Film „Contact“ mit Jodie Foster.
Copyright: Warner Bros. Entertainment
Die neuen Richtlinien spiegeln den gestiegenen technologischen und gesellschaftlichen Anspruch der modernen SETI-Forschung wider. Sie sollen sowohl die wissenschaftliche Integrität wahren als auch die politische und soziale Dimension eines möglichen Kontakts berücksichtigen.
Hintergrund: Vom Radiopuls zur Dyson-Sphäre
Das „Search for Extraterrestrial Intelligence“-Programm (SETI) hat sich in den vergangenen Jahrzehnten stark gewandelt. Wurde zu Beginn ausschließlich nach Radiosignalen gesucht, richten sich die aktuellen Strategien längst auch auf Laserimpulse, ungewöhnliche Energiemuster oder Anzeichen sogenannter „Dyson-Konstruktionen“, also hypothetischer Megastrukturen um fremde Sterne.
Mit diesem technischen Fortschritt wächst auch die Notwendigkeit klarer internationaler Regeln für den Umgang mit einem möglichen Nachweis außerirdischer Intelligenz. Bereits 1989 veröffentlichte die IAA mit ihren ersten „Declaration of Principles“ eine Art Handlungsempfehlung für Wissenschaftler und Staaten im Falle eines bestätigten Signals. Eine moderate Aktualisierung erfolgte 2010. Die jetzt vorgelegte Version, die auf dem International Astronautical Congress (IAC) 2025 in Sydney diskutiert wurde, stellt jedoch den bisher größten inhaltlichen Wandel dar.
Eine der zentralen Neuerungen betrifft den Schutz der beteiligten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler. Angesichts heutiger Kommunikationsstrukturen, insbesondere sozialer Medien, soll das neue Protokoll sicherstellen, dass Forschende, die ein potenzielles Signal melden, nicht Opfer von Desinformation, öffentlicher Hetze oder gezielten Angriffen werden.
Das Papier betont, dass die Veröffentlichung eines solchen Befundes mit äußerster Vorsicht und nach gründlicher Verifikation erfolgen muss. Dazu gehört, dass alle Daten in mindestens zwei geografisch getrennten Archiven gesichert und auch für andere wissenschaftliche Einrichtungen zugänglich gemacht werden sollen. Ebenso müssen die Analyseprogramme offengelegt werden, um Transparenz und Nachprüfbarkeit zu gewährleisten.
Besonders gravierend ist die Änderung der Regel zum Umgang mit einem empfangenen „direkten“ Signal: Während die bisherigen Richtlinien vorsahen, dass eine Antwort prinzipiell zulässig sei, fordert die neue Version ein striktes Kommunikationsverbot, zumindest so lange, bis die Vereinten Nationen (UN) eine Entscheidung über eine mögliche Reaktion getroffen haben.
Damit soll verhindert werden, dass einzelne Nationen, Organisationen oder gar Privatpersonen eigenmächtig eine Botschaft ins All senden und damit unbeabsichtigt die gesamte Menschheit repräsentieren. Ob eine Einigung innerhalb der UN realistisch wäre, bleibt offen – doch das Prinzip der globalen Abstimmung wird von den Autoren als zwingend notwendig betrachtet.
Ebenfalls wichtig: Das neue Protokoll betrifft ausschließlich den Umgang mit einem empfangenen Signal. Die teils kontroverse Praxis des „Messaging Extraterrestrial Intelligence“ (METI), also das aktive Aussenden starker Radiosignale zu potenziellen Zielen im All, bleibt davon unberührt. Diese Form der Kontaktaufnahme gilt unter Fachleuten als noch riskanter und ethisch schwerer zu rechtfertigen. Zwar existieren Positionspapiere dazu, doch kein international verbindliches Regelwerk.
Neben den ethischen Fragen befasst sich das Papier auch mit praktischen Aspekten. Sollte ein Signal tatsächlich elektromagnetischer Natur sein, empfiehlt die IAA, die „Internationale Fernmeldeunion“ (ITU) einzuschalten. Diese könnte dann die betreffende Frequenz offiziell freihalten, um Störungen durch irdische Funksignale zu verhindern und eine rechtliche Grundlage gegen gezielte oder unbeabsichtigte Interferenzen zu schaffen.
Zudem wird betont, dass jede Bestätigung eines Signals zwingend durch unabhängige Observatorien erfolgen muss. Erst wenn ein globales Konsortium die Beobachtungen reproduzieren kann, darf eine offizielle Bekanntmachung erfolgen.
Noch steht die endgültige Ratifizierung durch den Vorstand der IAA aus. Sollte sie – wie erwartet – Anfang 2026 erfolgen, wären die neuen Richtlinien das wichtigste internationale Regelwerk für den Moment, in dem die Menschheit vielleicht zum ersten Mal erfährt, dass sie im Universum nicht allein ist.
https://arxiv.org/abs/2510.14506
Recherchequellen: IAA, ArXiv.org, IAC 2025
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in Extraterrestrische Intelligenzen: 01.01.2026 05:44von Adamon • Nexar | 15.947 Beiträge
https://www.grenzwissenschaft-aktuell.de...ki-technologie/
SETI-Institute beschleunigt Suche nach außerirdischem Leben mit neuer KI-Technologie:
Mountain View (USA) – Das SETI-Institute hat angekündigt, künftig eine hochmoderne KI-Plattform des US-Technologiekonzerns NVIDIA in seiner Suche nach intelligentem Leben im All einzusetzen.
Copyright: SETI Institute
Wie das Institut berichtet, soll die neue Hardware „IGX Thor“ direkt am „Allen Telescope Array“ (ATA) in Nordkalifornien installiert werden und dort erstmals eine KI-gestützte Echtzeitanalyse von Radiosignalen ermöglichen.
Das Allen Telescope Array, bestehend aus derzeit 42 Antennen und ist eines der zentralen Werkzeuge des SETI-Instituts. Es durchsucht kontinuierlich den Himmel nach Radiosignalen, die auf astrophysikalische Ereignisse oder potenziell technologische Aktivitäten außerhalb unseres Sonnensystems hinweisen könnten.
Mit der Einführung der NVIDIA-Plattform IGX Thor will das Institut die Auswertung der gewaltigen Datenmengen erheblich beschleunigen. Bislang mussten die von den Antennen empfangenen Signale über externe Systeme verarbeitet werden – ein Vorgang, der selbst bei modernster Rechenleistung wertvolle Zeit kostete.
„NVIDIA IGX Thor ermöglicht es uns, KI-basierte Auswertungen und GPU-beschleunigte Signalverarbeitung direkt am Teleskop durchzuführen“, erklärt Luigi Cruz, leitender Ingenieur am SETI-Institute. „Das kompakte Design und die Energieeffizienz dieser Plattform machen sie ideal für unsere nächste Generation der Datenanalyse, die auf NVIDIA Holoscan basiert.“
Durch diese Integration kann die KI künftig Anomalien, also ungewöhnliche Signalverläufe oder Muster in der Datenflut, in Echtzeit erkennen und klassifizieren. Das könnte nicht nur helfen, natürliche Phänomene wie sogenannte Fast Radio Bursts (FRBs, Schnelle Radioausbrüche) schneller zu identifizieren, sondern auch die Suche nach bislang unerklärten Signalen deutlich effizienter machen.
Hintergrund: Das SETI-Institute
Das 1984 gegründete SETI Institute ist eine unabhängige, gemeinnützige Forschungseinrichtung mit Sitz in Kalifornien. Ziel der Organisation ist es, den Ursprung und die Verbreitung von Leben und Intelligenz im Universum zu erforschen. Neben der Signalbeobachtung im Radiobereich betreibt das Institut Projekte in den Bereichen Astrobiologie, Planetenforschung und Datenanalyse. Zu den langjährigen Partnern zählen die NASA, die National Science Foundation (NSF) sowie zahlreiche Universitäten und Technologieunternehmen.
Bereits mit der Vorgängerplattform „IGX Orin“ konnte das SETI-Team 2024 die weltweit erste Echtzeit-KI-Suche nach FRBs demonstrieren. Diese extrem kurzen, aber energiegeladenen Radioblitze dauern nur Millisekunden und stammen aus weit entfernten Galaxien. Ihre Herkunft ist bis heute nicht vollständig geklärt. Einige werden mit Magnetaren in Verbindung gebracht, andere bleiben rätselhaft.
Mit „IGX Thor“ wird das System nun deutlich leistungsfähiger. Es erlaubt, gleichzeitig größere Himmelsausschnitte zu überwachen und wesentlich empfindlicher auf schwache oder flüchtige Signale zu reagieren. Dadurch steigt auch die Chance, mögliche technologische Signale – sogenannte Technosignaturen – im Datenrauschen zu entdecken.
„Durch die Kombination wissenschaftlicher Neugier mit modernster Technologie verändern wir grundlegend, wie wir das Universum erforschen“, sagt Dr. Andrew Siemion, Direktor des SETI-Instituts und Inhaber des Bernard-M.-Oliver-Lehrstuhls. „Mit der neuen NVIDIA-Plattform können wir komplexe KI-Modelle direkt am Teleskop ausführen – ein gewaltiger Fortschritt für unsere Mission.“
Die NVIDIA IGX Thor-Plattform wurde ursprünglich für industrielle Anwendungen entwickelt, etwa für medizinische Bildgebung oder automatisierte Sicherheitssysteme. Ihre hohe Zuverlässigkeit und Echtzeitfähigkeit machen sie nun auch für wissenschaftliche Hochleistungsanwendungen attraktiv.
Dass eine Technologie, die sonst in Fabriken oder Krankenhäusern eingesetzt wird, nun an der Spitze der außerirdischen Lebenssuche steht, zeigt die zunehmende Verschmelzung von KI-Forschung und Astronomie. Die gleichen Systeme, die in der Industrie Arbeitsprozesse sichern, könnten nun helfen, Antworten auf eine der ältesten Fragen der Menschheit zu finden: Sind wir allein im Universum?
Recherchequelle: SETI Insititute
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in Extraterrestrische Intelligenzen: 01.01.2026 08:06von Adamon • Nexar | 15.947 Beiträge
Warum wir bald Außerirdische finden werden:
https://www.youtube.com/watch?v=lD-hmFYyFEI
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